Martina Winkelhofer Eine feine Gesellschaft

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Inhaltsangabe zu „Eine feine Gesellschaft“ von Martina Winkelhofer

Verhängnisvolle Heiratsallianzen, heimliche Liebesabenteuer, Luxus-Callgirls, gepeinigte Kinder, skrupellose Erzieher, gelangweilte Thronfolger und Playboy-Prinzen: Europas Königs-und Kaiserhöfe im 19. Jahrhundert waren »eine feine Gesellschaft«. Zahllose Affären erschütterten die europäischen Herrscherhäuser und das neue Phänomen der Massenmedien lieferte den schockierten Untertanen immer neue Skandal- und Klatschgeschichten. Martina Winkelhofer führt den Leser hinter die höfischen Kulissen und erzählt spannend und detailreich von Europas Dynastien am Vorabend des Ersten Weltkrieges.

Es bietet dem Leser eine Art Blick hinter die Kulissen der Königshäuser vor dem ersten Weltkrieg auf eine sehr unterhaltsame Art und Weise.

— Buchraettin
Buchraettin

Ein wirklich interessanter Blick hinter die Kulissen des europäischen Adels!

— Esse74
Esse74

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  • Eine Art Blick hinter die Kulissen der Königshäuser vor dem ersten Weltkrieg auf unterhaltsame Art

    Eine feine Gesellschaft
    Buchraettin

    Buchraettin

    25. September 2016 um 10:12

    Ich fand das Buch sehr unterhaltsam zu lesen, sehr interessant auch, wie z.B. der königliche Nachwuchs im 19. Jahrhundert und auch noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts erzogen wurde. Wo es in Europa damals Königshäuser gab. Inhalte in diesem Sachbuch sind unter anderen die königlichen Kinderstuben,  der Heiratsmarkt, die Ehen und auch Prinzen und Prinzessinnen, die für Skandale sorgten. Das liest sich gar nicht so sehr wie ein Sachbuch, sondern ich hatte eher das Gefühl, als würden mir die Informationen wie in einer Art persönlichem Gespräch erzählt. Mir hat dieser Stil besonders gut gefallen. Was mich beim Lesefluss ein wenig gestört hat, sind die vielen Zahlen im Text, die auf Hinweise im Anhang hinweisen. Sehr gelungen fand ich die vielen Fotos, die immer wieder im Text auftauchen. Ein Kritikpunkt war noch die sehr kleine Schrift, die das Lesen ein wenig erschwerte. Anhand des Inhaltsverzeichnisses zu Beginn des Buches kann der Leser einen ersten Überblick über das Buch erlangen und auch gezielt auswählen, welche Themen er lesen möchte. Ein Vorwort und eine Einleitung führen den Leser gut an die Themen heran. Im Anhang finden sich Quellenverzeichnisse, ein Literaturverzeichnis, Anmerkungen sowie ein Namens und Abbildungsverzeichnis. Es bietet dem Leser eine Art Blick hinter die Kulissen der Königshäuser vor dem ersten Weltkrieg auf eine sehr unterhaltsame Art und Weise. Ein Sachbuch, das sich für mich fast wie eine Art Roman lesen ließ und trotzdem auch Wissen vermittelte.

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  • Interessante Einblicke in die Welt des europäischen Adels

    Eine feine Gesellschaft
    Esse74

    Esse74

    24. September 2016 um 11:57

    Man kann sich denken, daß selbst bei gekrönten Häuptern nicht immer alles Eitel Sonnenschein war. Winkelhofer hat sich in einer wirklich überzeugenden Art und Weise daran gemacht eine Vielzahl von Irrungen, Wirrungen, Affären und Skandalen des europäischen Adels aufzudecken. Vieles war mir bereits bekannt- wie das schlechte Verhältnis zwischen Wilhelm II. und seiner Mutter, deren strenge Erziehung, die Foltermethoden des Hofarztes aufgrund des lahmen Armes des Jungen sowie das eher doch egoistische Verhalten Kaiserin Elisabeths, Sisis, zu ihrem Sohn, dem Kronprinzen Rudolf und generell gegenüber ihren Kindern, die Affären der Königin Marie von Rumänien, die der Kronprinzessin von Sachsen, Lily Langtry, die Kokotte Edwards- dennoch tauchen auch viele historische Begebenheiten auf, die mir noch nicht bekannt waren. Ein ganzes Kapitel befasst sich mit Zar Nikolaus II. und seiner Familie, Rasputins Einfluß und der Krankheit des Thronfolgers Alexei (Hämophilie). Es ist ansprechend geschrieben und fesselnd, manches bringt einen zum Staunen in dem Buch, zum Kopfschütteln oder belustigt sogar.Nur ein Fehler ist Winkelhofer unterlaufen- auf S. 273- das Bild des Zaren Nikolaus II. im Rollstuhl zeigt ihn nicht in Jekaterinburg als gebrochenen Mann im Exil- es wird oft falsch eingeordnet. Anfang 1918 rasierte sich der Zar den Bart ab. Das Bild zeigt ihn 1904 in Peterhof, als er an Typhus litt und den Rollstuhl seiner Gattin Alexandra benutzen musste. Sie brauchte ihn während ihrer Schwangerschaften zuerst aufgrund eines Rückenleidens. Es sei Winkelhofer aber verziehen, denn dieses Bild wird oft falsch beschrieben. Wenn man bedenkt, daß auch mein Urgroßvater den Kaiser und seine Familie noch als Vorzeigefamilie Preußens ansah, wie die meisten Deutschen, dann hätte die Wahrheit sicher sehr an der Fassade gerüttelt. Die Kaiserin Auguste Victoria war im europäischen Adel unbeliebt- man hielt sie für zu gewöhnlich, kleidete sie sich doch eher schlicht, legte keinen großen Wert auf Pomp und sprach am liebsten über ihre karitativen Werke, unpolitisch wie sie war- eine perfekte Ehefrau- aber man nannte sie die "Kirchenjuste", auch im Volk, weil sie sehr viele Kirchen bauen ließ, neben Waisenhäusern etc. Das hätte man vielleicht noch erwähnen können.

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