Marvin Entholt

 3.8 Sterne bei 4 Bewertungen

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Marvin EntholtFriesisch Roulette
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Friesisch Roulette
Friesisch Roulette
 (3)
Erschienen am 26.02.2014
Marvin EntholtSchwarze Küken
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Schwarze Küken
Schwarze Küken
 (1)
Erschienen am 08.04.2015

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Traubenbaers avatar

Rezension zu "Friesisch Roulette" von Marvin Entholt

Rezension für "Friesisch Roulette"
Traubenbaervor einem Jahr

"Friesisch Roulette" von Marvin Entholt (erschienen bei Emons) ist ein 140 Seiten starker Krimi, der in Norddeutschland spielt.
Johann wacht mit dröhnendem Schädel auf und ist nicht allein. Bei ihm ist jedoch keine hübsche Dame, sondern eine blutüberströhmte Leiche. Was soll er nur tun und vor allem: War er der Täter? Erinnern kann er sich nämlich an nichts mehr. Schnell lässt er den Toten und die Waffe, die bei ihm lag gleich mit verschwinden. Dumm nur, dass Beides wieder auftaucht, oder ist der gefundene Tote garnicht "seine" Leiche? Eine verzwickte Spurensuche beginnt und treibt nicht nur Johann fast in den Wahnsinn.
Der Roman ist recht kurz, dafür aber prägnant geschrieben. Die Protagonisten sind allesammt sehr klischeehaft beschrieben, was sie für den Krimi zu einer Idealbesetzung macht. Trotzdem wirken sie in keinster Weise unnatürlich oder steif. Die Geschichte ist sowohl spannend, als auch witzig. Da der Mord, oder besser Todschlag, mit viel Zufall und nicht wegen "üblicher" Motive geschieht, kann man als Leser bis zum Schluss nicht erraten, wer nun der Täter ist. Es bleibt also bis zur letzten Seite spannend.

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Anteks avatar

Rezension zu "Friesisch Roulette" von Marvin Entholt

Viereinhalb Sterne für einen Krimi der ganz besonderen Art
Antekvor 4 Jahren

Johann erwacht in seiner Scheune und merkt sofort, dass die Kopfschmerzen nicht nur vom zehnten oder elften Bier am vergangenen Abend kommen können. Als er sich umsieht, glaubt er zuerst seinen Augen nicht. Neben ihm liegt eine Leiche und zu allem Überfluss hat er auch noch eine Waffe in der Hand. Oh, was tun, er kann sich ja an nichts erinnern? Klar die Leiche muss weg und schnell ist sie in der Scheune vergraben. Zuerst zufrieden mit seiner Arbeit, geht es jetzt nur noch darum die Waffe zu entsorgen, aber das ist in ein Küchentuch gewickelt schnell erledigt. Aber irgendetwas ist oberfaul im sonst so beschaulichen Merschmoor. Sollte der ruhige Ort tatsächlich zum Hotspot des Verbrechens werden. Nach einem Einbruch und einer weiteren Leiche kennt sich Johann gar nicht mehr aus und muss jetzt wohl oder übel überlegen, wobei er das eigentlich sein Leben lang nicht mehr wollte.

Dieser Krimi lebt nicht von Höchstspannung, sondern von seinen skurrilen und einzigartigen Protagonisten. Johann, der mit seiner Sau Elfi Wettbewerbe austrägt, wer wortkarger sein kann und wegen einem Fernsehkoch, der schlechte Grünkohlrezepte verbreitet, in Fernsehstreik tritt, ist schon ein ganz besonderer Eigenbrödler. Teilweise hatte ich den Eindruck, dass er nicht die hellste Leuchte ist, aber vielleicht war es ja wirklich eher sein Versprechen nie mehr nachzudenken, das ihn so manches Mal etwas gelähmt hat. Aber er ist mir eigentlich ans Herz gewachsen und teilweise hatte ich wirklich Mitleid mit ihm. Es gab für ihn so manche Situation, bei der man sich einfach wie im falschen Film wähnen muss. Neben der Dorftratsche Wilmine Ahlers und dem weniger engagierten Dorfscheriff Busboom, ist Enno noch so ein ganz besonderer Vertreter der Gattung Mensch. Ganz auf seine Kamerunschafe eingeschworen, die er zu Forschungszwecken bestens ausgerüstet nicht nur nachts heimlich beobachtet, sondern auch von Schafdame Trudi in Strapsen träumt, vermittelt den Eindruck kein Wässerchen trüben zu können. Da darf man sich allerdings nicht so leicht täuschen lassen. Das Sammelsurium wird noch durch den „Amateurmafia“ Vertreter Nicolaji ergänzt. Er träumt vom letzten großen Coup und dem anschließenden Ausstieg samt Dasein als Lachsfischer. Bei seiner Profession bestimmt zu empfehlen.  Anfangs erschienen mir die Zusammenhänge völlig unklar, obwohl ich eigentlich nicht glaube, dass ich mich angeglichen und auch ein wenig langsam im Denken war, aber es gab ja zum Glück die Auflösung zum Schluss, die dann alles erklärt hat.

Wer einen klassischen Krimi mit einem Top Ermittler, Höchstspannung und einem polizeilich aufgeklärten Fall sucht, könnte hier vielleicht enttäuscht sein. Wer sich aber gerne auch einmal auf besondere Charaktere einlassen kann, mit „Moin“ in verschiedenen Betonungen und stoischer Gelassenheit etwas anfangen kann, wird hier das größte Vergnügen haben.

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ChrischiDs avatar

Rezension zu "Friesisch Roulette" von Marvin Entholt

Morden im Norden
ChrischiDvor 5 Jahren

Als Johann benommen in seiner Scheune aufwacht, liegt dort plötzlich ein Toter. Er kann sich nicht daran erinnern was geschehen ist und lässt die Leiche zunächst verschwinden. Doch ihm lässt die Situation keine Ruhe. Bald schon taucht der nächste Tote auf und alles scheint aus den Fugen zu geraten, in dem sonst so ruhigen Merschmoor. Was hat es mit den Leichen auf sich und wie ist die russische Mafia in die Sache verstrickt? Johann muss sich beeilen, um den Fall aufzuklären, bevor die Polizei ihre Ermittlungen zu einem erfolgreichen Abschluss bringt...

Wer immer noch glaubt, dass Ostfriesland die reinste Idylle und Erholung bietet, wird spätestens nach der Lektüre von „Friesisch Roulette“ eines Besseren belehrt sein. Wenn sogar schon die Mafia einmarschiert, glaubt niemand mehr an Zufälle und Ausnahmen.

Johann, der neben einer Leiche aufwacht und sich im weiteren Verlauf des Geschehens um die Aufklärung des Falls bemüht, ist jetzt nicht der typische Ermittler wie man ihn sich vorstellt. Hin und wieder leicht naiv, dann wieder knallhart, irgendwie hat man oft das Bedürfnis ihn zu beschützen, obwohl er zeigt, dass er selber ganz gut auf sich aufpassen kann. Zumindest meistens. Er stoplert dennoch irgendwie von einer kuriosen Situation in die nächste und man weiß oft nicht so recht, ob man nun lachen oder eher Mitleid empfinden soll. Oft siegt jedoch das Lachen, das einem so manches Mal die Tränen in die Augen treibt.

Nichtsdestotrotz bietet das Geschehen auch einiges an Spannung, die man auf knapp 150 Seiten so nicht erwartet hätte. Denn was zunächst als absolut oberflächlich erscheint, geht sehr viel tiefer. Man muss sich allerdings wirklich auf die Geschichte einlassen und versuchen auch die Ernsthaftigkeit hinter dem ganzen Humor zu entdecken.

Auch wenn das ein oder andere Ereignis mehr als absurd daherkommt, kann man sich dem Sog, den die Geschichte entwickelt, nicht entziehen.

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