Mary-Jane Riley

 3.8 Sterne bei 12 Bewertungen

Lebenslauf von Mary-Jane Riley

Dunkle Geschichten aus dem echten Leben: Mary-Jane Riley schrieb ihre erste Geschichte bereits im Alter von acht Jahren. Darin ging es um eine Gruppe von Kindern, die auf einer mysteriösen Insel allerhand Abenteuer erlebt, doch Enid Blyton kam Riley in diesem Genre zuvor, weswegen sie zu Geschichten aus dem Wilden Westen wechselte. Um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, arbeitete Riley dann aber als Radiomoderatorin und Journalistin beim BBC und hörte in diesem Beruf viele Geschichten über außergewöhnliche Verbrechen. 2015 schrieb sie ihr erstes Buch, in das sie die gehörten Berichte einfließen ließ. Auch in Deutschland sicherte man sich die Rechte an dem Thriller und veröffentlichte ihn 2016 unter dem Titel „All die bösen Dinge“. Das Buch ist der erste Band der Reihe um Alex Devlin, einer Journalistin, die 15 Jahre nach dem Verschwinden ihrer Nichte und ihres Neffen auf eigene Faust zu ermitteln beginnt, als sich herausstellt, dass der wahre Täter noch auf freiem Fuß ist. Die Geschichte spielt in der englischen Stadt Suffolk, wo auch Mary-Jane Riley mit ihrer Familie, ihrem Mann, drei Kindern und einem Golden Retriever, lebt.

Alle Bücher von Mary-Jane Riley

All die bösen Dinge

All die bösen Dinge

 (10)
Erschienen am 19.09.2016
Kalte Strömung

Kalte Strömung

 (2)
Erschienen am 18.06.2018

Neue Rezensionen zu Mary-Jane Riley

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AiHaninozukas avatar

Rezension zu "Kalte Strömung" von Mary-Jane Riley

Ausbaufähig!
AiHaninozukavor 4 Monaten

Spoilerwarnung!

Das ist mein erstes Buch von Mary-Jane Riley. Hier werden zu Beginn einige Dinge erläutert, die in Band 1 "All die bösen Dinge" ermittelt werden, quasi wird Band 1 komplett gespoilert, was das Ende angeht. Wer also die ganze Reihe lesen möchte, sollte mit Band 1 beginnen. Ich werde mir dennoch den ersten Band zulegen.

Das Cover finde ich wahnsinnig gut gestaltet! Es passt hervorragend zum Titel und beschwört mit dem dunklen, bewölkten Himmel die passende kühle, geheimnisvolle Atmosphäre heraus. 

Mit dem Schreibstil tat ich mich anfangs etwas schwer. Ich fand die Artikulation bei so ziemlich jeder Figur nicht ansprechend. Die Sätze der Jugendlichen wirkten für mich abgehackt und nicht vollständig. Auch das Sprachniveau sagte mir nicht zu, ich finde es für einen Thriller absolut unpassend. Es fiel mir bis zu Kapitel 19/Seite 201 wirklich schwer, mich in die Geschichte einzufinden.

Das Buch beginnt mit einer Art Prolog mit der Überschrift "Dezember" in dem kurz geschildert wird, wie ein alter Mann die Leiche eines jungen Mädchens am Rande der Klippen findet. Dieser Teil ist wirklich enorm kurz gehalten. Die eigentliche Handlung beginnt dann fünf Monate später mit einem Besuch von Alex bei ihrer Schwester Sasha in der geschlossenen Psychiatrie. Dort erfährt man dann was im ersten Teil passiert ist. Recht schnell gelangt die Handlung dann auch schon zum Hauptthema und Alex besucht ihre alte Jugendfreundin Cat, die sie bittet den Tod ihrer Tochter genauer zu untersuchen. Alex überlegt nicht lange und macht sich zügig daran, mehr zu dem vermeintlichen Suizid raus zu finden, denn Cat glaubt nicht, dass ihre Tochter sich umgebracht hat, so wie es vermutet wird. Nicht zuletzt, weil es einen anonymen Facebookaccount gibt, der auf der Gedenkseite kommentierte, dass Elena sich nicht selbst umgebracht hat ...

Was mich direkt zu Beginn gestört hat ist die Darstellung von psychischen Krankheiten und das eine Verkäuferin als magersüchtig bezeichnet wird, weil sie schlank ist. Allerdings fand ich die gesamte Grundstimmung, die Atmosphäre sehr schwierig. Es kam keine wirkliche Stimmung auf und am Anfang begleitete ich Alex nur sehr desinteressiert auf ihrer Reise.

Die Figuren sind leider durchweg schwierig. Ich konnte weder mit Alex richtig warm werden, noch mit den Lehrern, den Freunden, den Jugendlichen, mit niemandem. Alex wirkt insgesamt so frustriert und ist von allem genervt - da geht es mir ähnlich. Das finde ich sehr schade, weil insgesamt Potential da wäre. Alex' Alter wird nicht angesprochen, jedoch hat sie einen 18-jährigen Sohn und arbeitet schon eine Weile als Journalistin, dementsprechend gehe ich davon aus, dass sie eventuell Ende 30, Anfang-Mitte 40 ist, während ihr Verhalten eher an das einer 12-jährigen erinnert. "Lass mich" ist gefühlt ihre Lieblingsaussage. Sie löst Konflikte nicht mit Konversation und hört einem nicht zu, wenn es gut für sie wäre. Das wirkt trotzig und kindisch-stur. Nicht gerade sympathisch. Alex ging mir wirklich wahnsinnig auf die Nerven. Auch ihren eigenen Handlungsstrang mit Gus, ihrem Sohn, fand ich uninteressant und war jedes Mal genervt, wenn zum wiederholten Male erwähnt wurde, wie doof Alex es findet, dass Gus nach seinem Vater sucht. Von einer erwachsenen Frau erwarte ich mir da mehr Reife, Weitsicht und auf jeden Fall einen weiteren Horizont als Alex ihn besitzt. Ansonsten fehlt den Charakteren der eigene Touch - es gibt nicht wirklich was, was sie ausmacht und hervorstechen lässt. 

Auch mit der Handlung hatte ich meine Schwierigkeiten. Sie konnte mich bis Kapitel 19/Seite 201 nicht wirklich packen, was ich für ein Buch mit knapp 380 Seiten einfach zu lang für "Anfangsschwierigkeiten" finde. Ab Kapitel 19 nimmt die Geschichte endlich ein wenig an Fahrt auf, es wird spannender, man erfährt in kürzeren Abständen neue Abläufe über den Fall und die letzten 180 Seiten habe ich tatsächlich am Stück gelesen, während ich mich zuvor regelrecht zum Lesen zwingen musste - damit hätte ich nicht gerechnet. Ich dachte wirklich, dass ich über dieses Buch nichts Gutes zu sagen hätte, aber auf den letzten Kapiteln war der Schreibstil so angenehm und ich bin richtig gut durch die Seiten gekommen. Ich bin absolut positiv überrascht, wie man die letzten Kapitel noch derart rumreißen kann. Außerdem wird alles logisch aufgeklärt, sodass man als Leser alles nachvollziehen kann und es versteht. Wie qualitativ man die Idee dahinter findet, ist einem selbst überlassen. Womöglich fehlt mir noch der geschulte Sinn, da das mein erstes Buch Richtung Thriller war, aber ich fand den Plottwist sehr angenehm- nur schade, dass es so lange gedauert hat, bis es spannend geworden ist.

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martina_turbanischs avatar

Rezension zu "Kalte Strömung" von Mary-Jane Riley

Nobel-Internate scheinen ein Hort des Bösen zu sein…
martina_turbanischvor 4 Monaten

Kalte Strömung ist der bereits der zweite Teil um die Journalistin Alex Devlin. Das erste Buch All die bösen Dinge war denn auch ein Psychothriller und bildet hier ein bisschen die grobe Vorgeschichte - hat aber grundsätzlich nicht wirklich viel mit diesem Buch zu tun. Allerdings habe ich diesen ersten Teil nicht gelesen und kann so gar nichts dazu sagen.

Interessanter Einstieg

Der Einstieg in Kalte Strömung erklärt ein bisschen das Verhältnis zwischen Cat und Alex und warum die Verbindung abgebrochen war. Außerdem liefert er den Rahmen zu Elenas Aufenthalt im noblen Internat. Alex macht sich auf den Weg nach North Norfolk und richtet sich in einem Ferienhaus ein. Im örtliche Pub freundet sie sich mit der Bedienung an, die fortan ihre beste Informationsquelle ist.

Abflauende Spannung

Bis hierhin fand ich da alles noch einigermaßen interessant, danach flaute die Spannungskurve aber immer weiter ab. Für mich gab es zu viele langatmige, wenig informative Gespräche mit diversen Lehrern und zu viel Schilderungen von Alex manchmal schwer nachvollziehbaren Gedankengängen. Zumal die Gedanken auch oft um ihren Sohn und dessen Vater kreisten, was mich immer irgendwie im Lesefluss gestört hat.

Nicht mein Buch

Aber wie Eingangs erwähnt ist Kalte Strömung auch nicht als Krimi oder Thriller deklariert und somit passt es wohl auch mit der etwas mageren Spannung. Wie man allerdings mit derselben Protagonistin zuerst einen Psychothriller und als zweiten Band einen eher seichten Roman schreiben kann erschließt sich mir nicht. Das Buch ist als Roman sicherlich nicht schlecht, mir persönlich war es aber dann doch zu lahm.

Mein Fazit:

Kalte Strömung ist als Roman vermutlich ein gelungenes Werk, mir fehlte aber nach dem ersten Drittel jegliche Spannung.

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abuelitas avatar

Rezension zu "All die bösen Dinge" von Mary-Jane Riley

eine Nixe ist sie jetzt
abuelitavor 2 Jahren

„Der merkwürdig süßliche Geruch raubte ihr den Atem. Langsam ging sie in die Hocke und hob den Deckel an. Tote Augen starrten ihr entgegen. Im Koffer lag ein kleiner Junge in einem blauen „Thomas, die kleine Lokomotive“- Schlafanzug.“ – Im englischen Suffolk verschwinden die vierjährigen Zwillinge Harry und Millie, während sie bei ihrer Tante, der Journalistin Alex, zu Besuch sind. Harrys Leiche wird gefunden, Millies Schicksal bleibt ungeklärt. Ein Albtraum für Alex und ihre Schwester. Ein Albtraum, der fünfzehn Jahre später neu beginnt, als klar wird, dass damals zwei Unschuldige für die Tat verurteilt wurden. Alex ermittelt auf eigene Faust – und macht eine grauenvolle Entdeckung ...(amazon)

Dieser Klappen (und amazon) Text lässt wirklich einen tiefsinnigen, extrem spannenden Psycho-Thriller erwarten. Aber – nun ja…ganz so ist es denn doch nicht.

Vor Jahren verschwanden die Zwillinge Harry und Millie, als ihre Tante Alex auf sie aufpassen sollte. Die junge Polizistin Kate fand damals die Leiche des kleinen Jungen. Millie dagegen tauchte nicht wieder auf.


Verurteilt wurden damals u.a. Jackie Wood – und diese wird nun freigelassen. Alex leidet nach wie vor unter Schuldgefühlen; sorgt sich auch um ihre Schwester Sasha, deren Ehe nach dem Verschwinden der Zwillinge in die Brüche ging. Nun möchte Alex ein Interview mit dieser Frau führen, vor allem, um eventuell hinter den Verbleib von Millie zukommen. Bei zweiten Interview allerdings findet sie Jackie Wood tot vor….

Bereits nach 150 Seiten hatte ich einen Verdacht, der sich bei nicht mal Seite 200 erhärtete (und sich letztendlich auch als richtig herausstellte). Früh, viel zu früh war das für meinen Geschmack.


Sicher, es gab noch weitere Fährten und langwierige Ermittlungen, aber Überraschungen gab es für mich hier keine grossen mehr.

Die Charaktere waren mir fast allesamt unsympathisch und fast keinen vermochte ich mir so richtig vorzustellen. Zudem fand ich das Ganze zunehmend unglaubwürdiger. Gerade bei Kindesentführungen wird doch mit Hochdruck und nach allen Seiten ermittelt –normalerweise…und das hier?

Was mir dagegen wirklich gut gefallen hat, war die Darstellung der Polizistin, später Detective Inspector Kate Todd. Sie, die damals ein Trauma erlitten hat, das weder wusste noch richtig wahrhaben wollte und will - - - und versucht, damals wie heute, das richtige zu tun, ist als einzige Figur so gezeichnet, dass ich sie als glaubwürdig- und menschlich –empfinden konnte.

Aber wie gesagt, Geschmäcker sind verschieden…mag sich jeder selbst eine Meinung bilden. 

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