Mary Amato

 3.8 Sterne bei 40 Bewertungen
Autor von Playlist für Zwei, Das Königreich der Pilze und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Mary Amato

Playlist für Zwei

Playlist für Zwei

 (38)
Erschienen am 01.04.2014
Das Königreich der Pilze

Das Königreich der Pilze

 (2)
Erschienen am 01.10.2012
Get Happy

Get Happy

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Erschienen am 13.10.2015
Guitar Notes

Guitar Notes

 (0)
Erschienen am 24.07.2012
Good Crooks

Good Crooks

 (0)
Erschienen am 20.02.2014

Neue Rezensionen zu Mary Amato

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Stinsomes avatar

Rezension zu "Playlist für Zwei" von Mary Amato

Ein witziges Buch über Freundschaft & die Leidenschaft für Musik.
Stinsomevor 10 Monaten

Klappentext (LovelyBooks)

 

Treffen sich zwei, die unterschiedlicher nicht sein könnten – Tripp, ein Außenseiter, dem seine Gitarre alles bedeutet, und Lyla, eine Miss Perfect und die beste klassische Cellospielerin der Schule. Diese beiden müssen sich nun einen Proberaum teilen. Über eine Post-it-Notiz von Lyla an Tripp, den Raum gefälligst aufzuräumen, kommen die zwei ins Gespräch. Zunächst in Form von Zetteln, dann auch per E-Mail und Handy. Lyla ist erstaunt, wie gut sie sich mit Tripp versteht – sie entdeckt ihr kreatives Potential, beginnt Gitarre zu spielen und Songs zu schreiben. Doch davon ist ihr Umfeld alles andere als begeistert.

 

Meine Meinung

 

Ich muss sagen, ich bin nach Beenden dieses Buches gerade etwas verwirrt. Warum hatte ich angenommen, dass es sich um eine Liebesgeschichte handelt? Nun … das Cover deutet das an, oder? Die Herzen? Und der Klappentext hat auch etwas danach geklungen. Ich habe auf eine romantische Entwicklung gewartet … und gewartet und gewartet und auf einmal war das Buch zuende.

Das ist so ziemlich der größte Kritikpunkt, den ich gleich zu Anfang anführen möchte, denn ich bin mit einer völlig falschen Erwartungshaltung an das Buch herangegangen und in Bezug darauf extrem enttäuscht. Wäre es eine Liebesgeschichte gewesen, hätte ich über alle kleineren Kritikpunkte, die ich gleich noch anspreche, irgendwie hinwegsehen können. Ich habe zwar nichts gegen Geschichten über Freundschaft, Verbundenheit und Seelenverwandtschaft, aber wenn ich eine Liebesgeschichte erwarte, dann hätte ich auch gerne eine…

 

Ich habe zwei Anläufe gebraucht, um überhaupt mit dem Buch zu beginnen, da mich der Schreibstil etwas abgeschreckt hat. Er ist vor allem zu Anfang stockend und abgehackt und verzichtet fast komplett auf detailliertere Beschreibungen. Wie sehen die Charaktere überhaupt aus? Ich könnte von keiner einzigen Person sagen, welche Haar- oder Augenfarbe sie hat. Komischerweise hat mich das aber nicht groß gestört, da man sich auf diese Weise ein eigenes Bild der Charaktere machen konnte. Mit der Zeit habe ich mich auch an den Schreibstil gewöhnt und kam in einem flotten Tempo durch die Seiten.

 

Besonders am Lesen gehalten hat mich der Humor der Autorin. Ich musste stellenweise laut über Tripps sarkastische Kommentare oder Lylas schlagfertige Antworten lachen. Sie führen herrlich spielerische, witzige Unterhaltungen (per Telefon, Zettel oder von Angesicht zu Angesicht), die mir zu lesen richtig Spaß gemacht haben. Bei den beiden passt es einfach, sie schwingen in derselben Frequenz und können sich einander anvertrauen.

 

Ebenso war die Musik, die ja ein zentrales Thema des Buches ist, ein richtiges Highlight. Auch als Nicht-Musikerin hatte ich großen Spaß an den schönen (und witzigen) eingeschobenen Songtexten und Tripps Gitarrentipps für Lyla. Man hat die Leidenschaft für Musik durch die Seiten gespürt.

 

Überraschenderweise weist das Buch auch ernstere Klänge auf, da sowohl Tripp als auch Lyla ein Elternteil verloren haben. Ich hatte an einer Stelle Tränen in den Augen, völlig geplättet davon, dass das Buch auch eine gewisse Tiefe besitzt. Gegen Ende gab es außerdem eine Wendung, mit der ich absolut nicht gerechnet hätte, da sie zum überwiegend lockeren Ton des Buches so gar nicht gepasst hat. Ich hätte sie auch nicht zwingend gebraucht, da auf diese Weise alles auf einmal sehr schnell ging und überhaupt nichts geklärt wurde. Es wurden keine Gespräche geführt, auf die man eigentlich das ganze Buch gewartet hat. Mich hat das leider etwas unzufrieden zurückgelassen.

 

Fazit

 

Alles in allem ein amüsanter Roman über Freundschaft und die Leidenschaft für Musik. Ich finde aber, dass eine Liebesgeschichte dem Buch ganz und gar nicht geschadet hätte. Ich vergebe 3,5 Sterne.

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geschichtsmagies avatar

Rezension zu "Playlist für Zwei" von Mary Amato

Stockender Schreibstil und sehr blasse Charaktere!
geschichtsmagievor 2 Jahren

Da ich immer noch krank bin, dachte ich, schreibe ich endlich die Rezension zu „Playlist für zwei“ von Mary Amato. Dieses relativ kurze Buch ist beim dtv-Verlag erschienen und da ich selber Geige spiele, hat mich der Klappentext zunächst sehr angesprochen:


Treffen sich zwei, die unterschiedlicher nicht sein könnten – Tripp, ein Außenseiter, dem seine Gitarre alles bedeutet, und Lyla, eine Miss Perfect und die beste klassische Cellospielerin der Schule. Diese beiden müssen sich nun einen Proberaum teilen. Über eine Post-it-Notiz von Lyla an Tripp, den Raum gefälligst aufzuräumen, kommen die zwei ins Gespräch. Zunächst in Form von Zetteln, dann auch per E-Mail und Handy. Lyla ist erstaunt, wie gut sie sich mit Tripp versteht – sie entdeckt ihr kreatives Potential, beginnt Gitarre zu spielen und Songs zu schreiben. Doch davon ist ihr Umfeld alles andere als begeistert.


Obwohl der Roman nicht so lang ist und mich der Inhalt als Musikverrückte hätte packen sollen, habe ich mich eher durch die Geschichte gequält. Leider hat mich das Buch nur an sehr wenigen Stellen begeistert.

Der erste negative Punkt auf meiner Liste ist wahrlich sehr subjektiv, aber ich wollte ihn trotzdem mit hineinnehmen. Bei mir persönlich hat das Buch sehr oft eine schlechte Stimmung verbreitet und mich beim Lesen sogar traurig gemacht. Dies lag zum großen Teil an Lyla als Charakter und ihrer fehlenden Liebe zum Cello.

Ich habe mir zu Beginn erhofft, mich mit ihr identifizieren zu können, gerade weil wir beide ein klassisches Instrument spielen und ich die Musik sehr liebe. Allerdings war dem nicht so und Lyla ist mir oftmals sehr unsympathisch gewesen, da ich ihre Lustlosigkeit dem Cellospielen gegenüber nicht nachvollziehen konnte.

Dadurch dass der Roman so kurz wird, erfährt der Leser insgesamt auch sehr wenig über die Charaktere an sich. Ihnen fehlt an Tiefe und Echtheit, sodass ich gar nicht so wirklich an Lylas und Tripps Schicksal interessiert war. Auch die überaus kurzen und abgehackten Kapitel tragen zu dieser Distanzierung von den Charakteren bei.

In gewisser Hinsicht mag dieser Punkt mit dem Schreibstil der Autorin zusammenhängen, welcher aus meiner Sicht leider nicht überzeugt hat. Es handelt sich bei den Erzählungen größtenteils um aneinandergereihte Sätze mit Aufzählungen. Alles ist sehr knapp und holprig formuliert. Teilweise hatte ich das Gefühl, der Stil würde eher einer SMS gleichen als einem angenehmen, flüssigen Schreibstil. Einerseits wird so ein riesiger Teil der Spannung genommen, die vielleicht im Laufe des Buchs hätte entstehen können. So aber sind ganze Abschnitte entstanden, die sich stockend lesen ließen und die man getrost hätte weglassen können. Andererseits wird die Distanzierung des Lesers von Lyla und Tripp durch den Schreibstil nur noch verstärkt!

Inhaltlich muss ich ehrlich sagen, dass ich mir eine andere Richtung gewünscht hätte – beispielsweise dass Lyla das Cellospielen wirklich liebt. Trotzdem habe ich die im Buch aufkommenden Musikvorstellungen als sehr positiv empfunden. Besonders die Beschreibungen der Schwingungen, die bei der Musik entstehen, haben dem Ganzen doch noch eine inspirierende Richtung gegeben. Davon hätte ich mir mehr gewünscht!

Insgesamt handelt es sich bei „Playlist für zwei“ meiner Meinung nach um ein Buch, das außerhalb meiner Altersgruppe liegt. Durch einige kindliche Formulierungen erweckt es bei mir den Eindruck, als würde das Buch bei etwas Jüngeren vielleicht besser ankommen!

Zusammenfassend würde ich den Roman nicht noch einmal in die Hand nehmen, weil er leider überhaupt nicht meinem Geschmack entspricht. Kindern im Alter von 10 bis 12 Jahren könnte „Playlist für zwei“ aber bestimmt gefallen!

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Rilanas avatar

Rezension zu "Playlist für Zwei" von Mary Amato

Playlist für Zwei
Rilanavor 2 Jahren

Die Handlung

Tripp ist verrückt nach seiner Gitarre. Er vernachlässigt die Schule und hat kaum soziale Kontakte, weil er nur in seinem Zimmer hockt und Gitarre spielt. Deshalb nimmt ihm seine Mutter sein geliebtes Musikinstrument weg. Sein einziger Ausweg ist, sich in der Schule für einen Probenraum anzumelden und sich dort eine alte, verschlissene Gitarre zu leihen.

Doch die Probenräume sind begehrt. Also muss Tripp sich einen Raum mit Lyla teilen. Sie ist das genaue Gegenteil zu Tripp. Einserschülerin, Cellistin. Beliebt. Ihr Vater und ihre ebenfalls perfekte sowie vereinnahmende Freundin Annie haben große Pläne für sie.

Da Lyla den Probenraum an geraden Tagen nutzt und Tripp an ungeraden, verständigen sich die beiden über kleine Zettel, die sie einander hinterlassen.

Schnell blickt Tripp, der Freak, mit dem Lyla laut ihrer besten Freundin besser nichts zu tun haben sollte, hinter Lylas perfekte Fassade und ganz langsam entwickelt sich eine Freundschaft zwischen den beiden.


Mein Eindruck

Die einzelnen Kapitel des Romans sind mit Datum, Ort und Uhrzeit betitelt, sodass man beim Lesen einen genauen Überblick über den Handlungsverlauf hat.

Abwechselnd fokussiert sich die Erzählung mal auf Tripp, mal auf Lyla. Zwischendurch sind immer wieder die Inhalte der Zettel zu lesen, über die die beiden kommunizieren.

Tripp wirkt am Anfang wie ein Eigenbrödler, der sich für nichts interessiert, außer seiner Gitarre. Seine Mutter bestraft er für ihre Erziehungsversuche mit Streichen auf demselben Level, was ihn mir gleich sehr sympathisch gemacht hat.

Bei Lyla merkt man von Anfang an, dass ihr perfektes Leben nur eine Fassade ist. Sie hat ständig das Gefühl, ihr Herz würde so laut schlagen, wie das Herz in Poes "Das verräterische Herz". Der Stress, den besonders ihr Vater und ihre Lehrer ihr aufbürden, indem sie ständig Cello üben und auftreten muss, ist zu viel für sie. Sie hat nicht mehr den geringsten Spaß an der Musik. Doch selbst ihre beste Freundin Annie merkt nicht, wie überfordert Lyla ist.

Der erste, der die Risse in Lylas Fassade wahrnimmt, ist Tripp. Obwohl er noch nie persönlich mit Lyla geredet hat, hält er ihr in seinen Notizen die Wahrheit über sich selbst vor Augen. Doch auch Lyla hat einen Einfluss auf Tripp. Und während sie sich einander ganz langsam annähern, entwickeln sie sich und ihre Musik weiter.

Die Notizen der beiden und besonders auch Tripps Vergeltungsschläge gegen seine Mutter sind oft sehr amüsant. Die Sprache ist sehr bildhaft und leicht verständlich. Allerdings sind die Songtexte, die die beiden schreiben, auf Englisch, ohne Übersetzung dabei. Die Songs kann man sich übrigens auf auf der Webseite der Autorin anhören - auch in einer Karaoke-Version.


Mein Fazit

"Playlist für Zwei" ist ein sehr schöner Roman über eine besondere Freundschaft, der viel zu schnell ausgelesen ist

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