Mary Ann Shaffer , Annie Barrows Deine Juliet

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Inhaltsangabe zu „Deine Juliet“ von Mary Ann Shaffer

Willkommen im Club der Guernseyer Freunde von Dichtung und Kartfoffelschalenauflauf London, Ende der vierziger Jahre: Die junge Schriftstellerin Juliet erhält einen ungewöhnlichen Brief. Absender ist Dawsey Adams, ein Bauer von der Kanalinsel Guernsey, der antiquarisch ein Buch erworben hat, das zuvor ihr gehörte. Zwischen den beiden entspinnt sich ein Briefwechsel, durch den Juliet von der Existenz der »Guernseyer Freunde von Dichtung und Kartoffelschalenauflauf« erfährt, einer literarischen Gesellschaft, die einige der Inselbewohner gründeten, um sich über die schwere Kriegszeit hinwegzuhelfen. Je mehr Juliet über Dawsey und die anderen erfährt, desto mehr wünscht sie sich diese Menschen zu treffen. Und so beschließt sie, auf die Insel zu reisen. Dort stößt Juliet auf die Geschichte von Elizabeth, einem verschollenen Mitglied des Clubs, und ihrer großen Liebe zu einem deutschen Offizier. Und sie lernt Dawsey immer besser kennen…

Ein wunderbares Buch über Verständnisse, Misverständnisse, Verstorbene und den Einfluss des geschriebenen Wortes.

— ShayaMcKenna
ShayaMcKenna

Die perfekte Mischung aus Leichtigkeit und Ernsthaftigkeit.

— Annette_F
Annette_F

Ein Briefwechsel d.besond.Art in den 40er Jahren zw.London, der Schriftstellerin Juliet und der Kanalinsel Guernsey, dem Bauer Dawsey.

— Nelle_G
Nelle_G

Juliets Beobachtungen und Ansichten über unser menschliches Dasein, das wir Leben nennen, sind so erfrischend wie atemberaubend.

— Helen13
Helen13

Absolut lesenswert

— Kelo24
Kelo24

Normalerweise mag ich keine Briefromane, aber diesen muss man einfach mögen

— beyond_redemption
beyond_redemption

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  • Die Macht des geschriebenen Wortes und der Tat

    Deine Juliet
    ShayaMcKenna

    ShayaMcKenna

    22. August 2017 um 20:10

    Juliet ist Schriftstellerin und hat mit ihren humorvollen Geschichten die Londoner durch den Krieg gebracht. Jetzt nach dem Krieg sieht sie eine andere Schlacht die geschlagen werden muss. Das Leben danach. Sie plant ein Buch zu schreiben, die Idee kommt ihr als ihr Dawsey von der Insel Guernsey schreibt, so wie auch bald der ganze Buchclub. Dieser hat seine Entstehung den deutschen Besatzern zu verdanken und bald merkt auch Juliet das es viele Geschichten gibt auf der kleinen Insel. Aber keine fesselt sie selbst so sehr wie die Geschichte von Elizabeth, deren Wesen und Wirken jeden auf der Insel beeinflusst hat.Ein bezauberndes Buch über die Macht von Tat und Wort, Freundschaft, guten Menschen, einem großen Herzen, Mut und Verzweiflung. Und natürlich das Buch und das geschriebene Wort, wie es Menschen und Beziehungen verändern kann. Man begleitet Juliet auf Ihrer Reise durch ein ganz anderes England und ein ganz anderes Kriegserlebnis dass sie erst nach dem Krieg erlebt. Man kann lachen und weinen und stellt fest, nicht alles Schlechte war schlecht und nicht alles Gute war gut, genauso wie einem mancher Feind ein größerer Freund und eine größere Liebe sein kann als der vertraute Nachbar nebenan.Da sich dieses Buch aus vielen Briefen zusammensetzt und keine Erzählblöcke zwischen den einzelnen Briefen stehen, sollte das Buch wirklich nur der lesen der für diese Art Roman etwas übrig hat.Wer hier aber eine "typische" 2. Weltkriegs oder Liebesgeschichte sucht, der wird enttäuscht. 

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  • Ein Briefroman

    Deine Juliet
    Katjuschka

    Katjuschka

    20. August 2017 um 17:49

    1947: Die junge Juliet erhält aus Guernsey einen Brief von dem ihr unbekannten Dawsey. Dieser hatte ein antiquarisches Buch gekauft, welches einmal ihr gehört hatte und in das ihre Adresse notiert war.Dawsey bittet Juliet um Hilfe um weitere Bücher für den ortsansässigen Buchclub zu erwerben.Zwischen den beiden entwickelt sich ein regelmäßiger Briefverkehr und Juliet lernt so nach und nach die Bewohner von Guernsey kennen und schreibt irgendwann auch einigen von ihnen!Gemeinsam mit Juliet lernt der Leser Insel und Bewohner kennen und lieben!Der beschriebene Alltag der Menschen auf der während des Krieges von den Deutschen besetzten Insel wird dabei sehr gut und anschaulich dargestellt.Den Wunsch von Juliet, nach Guernsey zu reisen und die Insel und all diese wunderbaren Menschen zu treffen konnte ich sehr gut verstehen!Das Buch ist als Briefroman geschrieben, was nicht jeder mag. Hier ist es wunderbar stimmig!Der Schreibstil ist so angenehm, dass man meint, das Buch berichtet über gute Freunde.Die Liebe zur Literatur ist jederzeit spürbar und mich hat die Geschichte wirklich begeistert.Guernsey steht jetzt übrigens auf meiner Wunschliste für eine Urlaubsreise....

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    • 2
  • Briefe, die es in sich haben

    Deine Juliet
    Helen13

    Helen13

    03. September 2016 um 22:15

    Dieses Buch gehört zu denjenigen Büchern, die man nicht weglegen möchte, wenn sie durchgelesen sind. Ich habe die deutsche Ausgabe gelesen und mir die englische Originalfassung auf meinen Kindle geladen. So habe ich immer Zugriff. Ich weiß nicht, womit ich anfangen soll, zu viel Wunderbares und gleichzeitig schrecklich Trauriges und verzweifelt machendes ist in diesem Buch versteckt. Eine einfache Version der Beschreibung worum es geht: Es handelt sich um einen Briefwechsel von Juliet, einer englischen Schriftstellerin, mit ihrem Verleger, einer Freundin und noch einigen anderen Personen, die wir kennenlernen. Sie sind die Mitglieder eines Buchclubs, der in der Zeit gegründet wurde, als „die Deutschen“, die deutschen Soldaten, die Kanalinsel Guernsey im Zweiten Weltkrieg besetzt hatten. Der Buchclub nennt sich „The Guernsey Literary and Potato Peel Society“, auf Deutsch „Club der Guernseyer Freunde von Dichtung und Kartoffelschalenauflauf“.Juliet beginnt den Briefwechsel 1946.Im Laufe der Geschichte erfahren wir, warum und wie Juliet nach Guernsey kommt und ein Mitglied dieses Clubs wird. Nicht nur die Einzelschicksale der Clubmitglieder entfalten sich vor uns. Mit ihnen verwoben ist das Schicksal der Insel Guernsey im Zweiten Weltkrieg unter Deutscher Besatzung. Kaum etwas mehr Aufwühlendes und Beschämendes ist vorstellbar, als das, was wir hier erfahren, getoppt werden kann es nur von Berichten über die Verhältnisse in deutschen und anderen Konzentrations- , Arbeits- und Gefangenenlagern. Trotz der traurigen Dinge, die wir lesen, ist diese Geschichte getragen von Liebe, Mitgefühl und nicht zuletzt von der Liebe zur Literatur und wie diese uns durch die schrecklichsten Zeiten tragen und trösten, ja, sogar erheben, kann.Juliets Beobachtungen und Ansichten über unser menschliches Dasein, das wir Leben nennen, sind so erfrischend wie atemberaubend in ihrer Fülle von Wahrheiten und Erkenntnissen, die allgemeingültig sind und mit denen, zumindest einigen, sich jeder Leser oder Leserin identifizieren kann. Auch die ausgewählten Bücher, die den Clubmitgliedern als Diskussionsgrundlage während ihrer Treffen dienen, sind Perlen, die alle Literaturliebhaber finden sollten, sofern es noch nicht geschehen ist. Die Treffen werden begleitet von Mahlzeiten, die in diesen kargen Zeiten der Entbehrung und des Hungers jedes Mal einem Festmahl gleichen. Auch die Liebe ist ein wichtiges Thema in dieser Geschichte. Eine wunderbare Anleitung, wie und wen man heiraten sollte, mit besonderem Augenmerk darauf, was nicht fehlen darf an Eigenschaften, die man für sich selbst nach Belieben abwandeln kann, wird mitgeliefert. Lest sie selbst, diese bezaubernde und tief berührende Geschichte, die einen nicht mehr loslässt, kaum hat man begonnen zu lesen.Ich wünsche diesem Buch weite Verbreitung vor allem in Deutschland. 

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  • Wilkommen im Club der Guernseyer Freunde von Dichtung und Karoffelschalenauflauf!

    Deine Juliet
    WAIBELJaci

    WAIBELJaci

    14. June 2016 um 17:13

    Dieses Buch spielt in Zeit nach dem zweiten Weltkrieg.England liegt in Schutt und Asche.Die Hauptportagonistin ist Juliet, eine junge Autorin die gerade einen Riesenerfolg mit ihrem Buch erziehlte.Sie sucht nach Ideen für ein neues Buch, jedoch fallen ihr keine ein.Durch Zufall kommt sie in Kontakt mit Mr. Dawsey.Er lebt auf einer kleinen Inseln - Guernsey.Er und seine Freunde konnten im Krieg nur überleben, indem sie vorgaben eine LIteraturclub zu haben.Seitdem sind Mr. Dawsey und seine eigenartigen, aber sehr liebenswürdigen Freunde sehr große Liebhaber der LIteratur.Juliet findet die Geschichte dieser Personen so interessant, dass sie beschließt ihr neues Buch über sie zu schreiben. Also zieht sie nach Guernsey.Auf dieser Insel lernt sie viel über die Freundschaft und die Liebe und Familie.Zu diesem Buch kann ich nur eines sagen:WOW!!!Es ist ein Briefroman, das heißt er besteht nur aus Briefen die Juliet und andere Personen sich gegenseitig schreiben.Das Cover finde ich sehr gelungen. Genauso habe ich mir Juliet vorgestellt wie sie am Hafen in Guernsey ankommt.Es ist ein sehr schönes Buch. Durch die Briefe die die einzelnen Personen schreiben kommt jeder einzelner Charakter seine eigene persönliche Note und man kann sich besser in sie hineinversetzen.Ich persönlich würde sehr viel dafür geben, wenn ich selbst die Menschen auf Guernsey besuchen und kenne lernen könnte. :)

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  • Die Liebe zum Lesen und Schreiben - ein wunderbarer Briefroman

    Deine Juliet
    Lesegenuss

    Lesegenuss

    17. October 2015 um 11:18

    "Deine Juliet" - ein in Briefform geschriebener Roman beginnt im Januar 1946 und endet im September des gleichen Jahres. Die ersten Briefe wechseln zwischen der Journalistin und Autorin Juliet und ihrem Verleger als auch dessen Schwester Sophie. Juliet und Sophie sind Freundinnen. Der Zweite Weltkrieg ist vorbei. Auf der Kanalinsel Guernsey lebt Dawsey Adams, der ein altes Buch erworben hatte, was zuvor Juliet gehörte. Er schreibt ihr einen Brief an die vermerkte Adresse. Und nun beginnt ein reger Briefwechsel. Juliet erfährt sehr viel über die einzelnen Bewohner der Insel, die im Krieg von den Deutschen besetzt war. Interessanterweise hatten die Bewohnern einen literarischen Club während der Zeit gegründet, allerdings durften davon die Besatzer nichts wissen. Durch diesen Briefverkehrt kommt Juliet dann die Idee, diese zu einem Roman zu verarbeiten. Sie interessiert sich für das Leben der Bewohner als auch das, was diese während der Kriegszeit erlebt hatten. So beschließt sie, auf die Insel zu fahren, um die Bewohner näher kennen zu lernen. Der Leser erfährt Dinge aus der Kriegszeit, wobei gesagt werden muss, nicht alle Deutschen waren bösartig. Auf der Insel erfährt Juliet, was Zusammenhalt heißt. Wechselnde Perspektiven, bedingt durch die Personen, die ihre Geschichten erzählen, anfangs erst ein bisschen gewöhnungsbedürftig, doch wenn man erst einmal in das Buch eingetaucht ist, macht es Freude, weiterzulesen. "Deine Juliet" ist kein Liebesroman wie man sich ihn evtl. vorstellt. Wobei Gefühle und Liebe sicher eine Rolle spielen. Es ist ein Blick in die Vergangenheit und zeigt auf, dass das Briefeschreiben damals eine große Wertstellung hatte. Im modernen Zeitalter von Smartphone und E-Mail geht das Persönliche verloren, leider ... Trotz der Erinnerungen an die Kriegsgeschehnisse ist es der Autorin gelungen, eine gefühlvolle Atmosphäre zu schaffen. Die Charaktere sind sehr eigen, der eine so, der andere noch eigenwilliger, und doch alle so liebenswert. Auch wenn man mit vielen Namen konfrontiert wird, lasst euch dieses bezaubernde Buch nicht entgehen. Ich kann es wirklich empfehlen. Freunde sind da, wo du es nicht vermutest.

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  • Große Verlosung zum Leserpreis 2014: 5 Buchpakete mit je 50 Büchern!

    Die Seiten der Welt
    Daniliesing

    Daniliesing

    Lust auf eins von 5 riesigen Buchpaketen zum Leserpreis 2014? Bestimmt hat es der ein oder andere von euch schon entdeckt: Seit gestern suchen wir beim Leserpreis 2014 wieder eure Lieblingsbücher des Jahres. In insgesamt 16 Kategorien könnt ihr die Bücher und Autoren nominieren, die euch 2014 am meisten begeistert haben, ganz egal, ob euch das Buch vor Spannung bis mitten in die Nacht wachgehalten hat, ihr Tränen gelacht oder aber mitgefühlt und -gefiebert habt. Nominiert ab sofort eure persönlichen Lieblingsbücher & -autoren und ermöglicht es ihnen so, es auf unsere Shortlists für die Abstimmungsphase zu schaffen, die am 20. November beginnt. Die Bücher und Autoren, die dann wiederum die meisten Stimmen erhalten, bekommen den Leserpreis in Gold, Silber und Bronze, der am 28.11. vergeben wird! Also schnell nominieren / abstimmen / Gewinner anschauen! ---- Unsere große Verlosung für euch! Da der Leserpreis für uns jedes Jahr wieder etwas ganz Besonderes ist, möchten wir unsere Freude daran mit euch teilen. Wir werden nach der Bekanntgabe der Leserpreis-Gewinner insgesamt 5 Buchpakete mit jeweils 50 Neuerscheinungen verlosen. Fünf Gewinner dürfen sich also über eine ordentliche Ladung neuen Lesestoff freuen! Und wer kann nicht schöne neue Bücher gebrauchen? 1. Um an der Verlosung teilzunehmen, gibt es verschiedene Möglichkeiten - 3 der 5 Buchpakete verlosen wir unter allen Bloggern, die auf ihrem Blog über den Leserpreis berichten und darauf verlinken. Bitte teilt uns den Link zu eurem Blogbeitrag hier in einem Kommentar mit (wer mir schon eine E-Mail mit dem Link geschickt hat, muss dies nicht doppelt tun). http://www.lovelybooks.de/leserpreis/ Grafiken zum Einbinden in den Blog findet ihr hier. 2. Wenn ihr keinen Blog habt, könnt ihr alternativ auf den Social Media Kanälen wie Facebook, Twitter, Google + usw. auf den Leserpreis hinweisen. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 2 Buchpakete mit 50 Büchern. Wichtig ist hier, dass ihr euren Beitrag öffentlich teilt und ihn uns hier verlinkt. Bitte verlinkt in eurem Kommentar hier direkt auf eurer Posting und nicht auf euer gesamtes Profil. Außerdem müssen in eurem Social-Media-Posting unbedingt der und der Hashtag #Leserpreis enthalten sein. http://www.lovelybooks.de/leserpreis/ 3. Ihr habt weder einen Blog, noch seid ihr auf einem der Social Media Kanäle aktiv? Dann verratet uns hier in einem Kommentar das beste Buch, das ihr in diesem Jahr gelesen habt. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 5 einzelne Bücher, die die jeweiligen Gewinner auf ihren Wunschzetteln haben. Ihr dürft natürlich auch 1 & 2 oder 1, 2 & 3 kombinieren und so eure Chancen steigern :-) Wir wünschen euch ganz viel Spaß & bitte vergesst nicht, eure Lieblingsbücher zu nominieren & später abzustimmen! PS: Die angehängten Bücher und die auf dem Foto sind ein Beispiel, was sich im Buchpaket befinden könnte. Wir haben hier aber eine ganz bunte Auswahl und ihr könnt euch dann von einem riesigen Überraschungsbuchpaket begeistern lassen :)

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    • 1298
  • Rezension: Deine Juliet - Mary Ann Shaffer

    Deine Juliet
    Valkyrie Kane

    Valkyrie Kane

    Dieses Buch liest sich zu Anfang wie sich ein Miss Marple Film guckt, nur ohne Mord. Lauter reizende Leute (okay, bis vielleicht auf Mark und Adelaide – was für ein schöner Name übrigens für eine so gemeine Person), eine wahnsinnig tolle, typisch „britische“ Atmosphäre… Man kann sich Land und Leute wirklich bildlich vorstellen. Man befindet sich in London, Ende des 2. Weltkriegs, als alle anfangen aufzuräumen und versuchen, möglichst schnell wieder irgendeine Art von Ordnung in ihre (meist kaputte) Welt zu bringen. Juliet, die während des Krieges Kolumnen namens „Izzy Bickerstaff zieht in den Krieg“ geschrieben hat, hat diese Kolumnen inzwischen als Buch herausgebracht und ist auf der Suche nach einem Thema für ein neues Buch. Möglichst etwas Ernsthafteres. Sie erfährt von einem „Club der Guernseyer Freunde von Dichtung und Kartoffelschalenauflauf“ und beschließt nachzuforschen, was genau es damit auf sich hat. So lernt Juliet nach und nach alle Mitglieder dieses Clubs kennen, die – wie der Name schon sagt – alle auf der Insel Guernsey wohnen, und den Club eigentlich nur deshalb gegründet haben, um in der Zeit der deutschen Besatzung nicht den Verstand und Lebensmut zu verlieren. Jedes dieser Mitglieder kann eine (oder mehrere) Geschichte(n) über die Nazis erzählen und was zur Zeit der Besatzung damals alles so passiert ist, und Juliet beschließt, diese Geschichten zu einem Buch zu verarbeiten. Viele dieser Geschichten haben mit einer Frau namens Elisabeth McKenna zu tun, die Juliet alleine schon aus den Erzählungen unheimlich sympathisch findet, die ihr aber leider nicht persönlich schreiben kann, da sie sich noch in deutscher Gefangenschaft befindet. Juliet freundet sich durch die Brief-Korrespondenz aber so sehr mit dem „Club der Guernseyer Freunde von Dichtung und Kartoffelschalenauflauf“ an, dass sie irgendwann einfach persönlich nach Guernsey reist, um dort alle mal persönlich zu treffen. In diesem Buch geht es (für mich überraschenderweise) vornehmlich um die Besetzung der Insel Guernsey durch die Nazis, wobei es der Autorin gelingt, die Gräueltaten der Nazis beschreiben und einem den Ernst der Lage mehr als deutlich zu machen, ohne dass einem davon so übel wird, dass man sich über’s Klo hängen muss. Es ist auch wirklich schön zu lesen, dass sie nicht automatisch annimmt alle Nazis sind böse bzw. alle Deutschen sind Nazis. Es gibt immer kleine Anekdoten in diesem Buch, die deutlich machen, dass ein Krieg eigentlich keine Gewinner hat, und dass es auch auf Seiten der Nazis Leute gab, die ihre Menschlichkeit bewahren konnten und helfen wollten. So wie es auch auf Seiten der Briten Leute gab, die nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht waren und ihre Nachbarn und Freunde verraten haben. Es wäre sicher schön, wenn es bei solchen Ereignissen strikt schwarz und weiß gäbe, aber leider ist es nie so einfach. Beinahe schon „nebenbei“ ist „Deine Juliet“ aber auch noch eine Art „Liebeserklärung“ an Bücher und an das Lesen an sich. Dass Bücher und Lesen einem auch in so schweren Zeiten wie dem 2. Weltkrieg helfen und Trost spenden können. Und wenn nicht das, so doch zumindest mal Ablenkung vom tristen Alltag. Zwei, drei kleine Probleme hatte ich allerdings. Ich habe wirklich ewig und drei Tage gebraucht, um den „richtigen“ Zugang zu diesem Buch zu finden. Das lag, glaube ich, daran, dass am Anfang wirklich nicht sehr viel „passiert“. Ich meine, klar, ist ja auch kein Thriller oder „Action-Roman“, aber es gibt eben auch nicht so sehr viel Handlung, die einen mitreißen könnte. Das nächste war: Das ist ein Briefroman. Ich habe schon Schwierigkeiten bei einem „Ich-Erzähler“, und hier hatte ich zig davon. Es fiel mir wirklich schwer, mich von Brief zu Brief immer wieder auf jemand neues einzustellen. Zum Glück war es ja hauptsächlich Juliet, die die Briefe schrieb, aber auch Juliet ging mir gegen Ende des Buches etwas auf den Geist. Ich mag zwar ihre ganze Art, aber diese Lovestory mit Dawsey? Bitch, please! Es gibt viele Gründe, warum ich keine Liebesromane lese, aber der mit Abstand häufigste ist die komplette Verblödung von an sich sehr vernünftigen Charakteren. Es mag sein, dass das völlige Verlieren gesunden Menschenverstandes ein Merkmal des Verliebtseins ist, aber ich finde sowas nach wie vor albern und nervtötend. Sie verzeiht diesem Mark alle möglichen Bevormundungen und braucht 10.000 Jahre, um sich endgültig von ihm zu trennen, nimmt es Dawsey aber sofort und ewig übel, wenn er mal gedankenlos anmerkt, sie hätte ein „sonniges Gemüt“ und einen „leichten Sinn“? Wie kindisch kann man sein? Und dann noch dieses „er-liebt-bestimmt-Remy-schade-aber-kann-man-nicht-ändern-oder-ich-irre-mich-oh-Gott-was-wenn-ich-mich-irre“ Blabla. Anstatt einfach mal das Maul aufzumachen!!! Und dann kommt noch ein gut-meinender, aber natürlich sämtliche Zeichen komplett falsch-lesender Amateur-Cupido, der beinahe alles nur noch schlimmer macht, und dann bin ich raus. Ich glaube, ich muss mich damit abfinden, dass es für mich einfach keine Liebesgeschichten gibt, die ich gut finden kann. (Ist aber auch kein Problem. Ich brauche nicht unbedingt welche.) Aber dieses Buch sollte ja auch kein reiner Liebesroman sein (hoffe ich zumindest, denn sonst war das ein bisschen am Thema vorbei), von daher waren das auch keine großen Probleme. :) Vier Sterne und auf jeden Fall empfehlenswert. (Vielen Dank an alasca für’s Ausleihen. :)

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    • 5
  • Leserunde zu "Ein Buchladen zum Verlieben" von Katarina Bivald

    Ein Buchladen zum Verlieben
    Daniliesing

    Daniliesing

    In ihrem Roman "Ein Buchladen zum Verlieben" erzählt die schwedische Autorin Katarina Bivald die perfekte Geschichte für jeden Buchliebhaber. Wie schafft man es, eine kleine Gemeinde, die so richtig am Boden liegt, wieder aufzubauen? Natürlich mit einer tollen Buchhandlung! Mit viel Charme und dem Zauber der Bücher kann dieser Roman Wunder vollbringen! Mehr zum Inhalt: Es beginnt mit einer ungewöhnlichen Brieffreundschaft. Die 65-jährige Amy aus Iowa und die 28-jährige Sara aus Schweden verbindet eines: Sie lieben Bücher – mehr noch als Menschen. Begeistert beschließt die arbeitslose Sara, ihre Seelenverwandte zu besuchen. Als sie jedoch in Broken Wheel ankommt, ist Amy tot. Und Sara plötzlich mutterseelenallein. Mitten in der Einöde. Irgendwo in Iowa. Doch Sara lässt sich nicht unterkriegen und eröffnet mit Amys Büchersammlung einen Laden. Und sie erfindet neue Kategorien, um den verschlafenen Ort für Bücher zu begeistern: »Die verlässlichsten Autoren«, »Keine unnötigen Wörter«, »Für Freitagabende«, »Gemütliche Sonntage im Bett«. Ihre Empfehlungen sind so skurril und liebenswert wie die Einwohner selbst. Und allmählich beginnen die Menschen aus Broken Wheel tatsächlich zu lesen – während Sara erkennt, dass es noch etwas anderes im Leben gibt außer Büchern. Zum Beispiel einen ziemlich leibhaftigen Mr. Darcy … >> Leseprobe Möchtet ihr diese wunderbare Geschichte über eine Buchhandlung, die für jede Lebenslage das richtige Buch bietet, gemeinsam lesen und euch hier darüber austauschen? Zusammen mit dem btb Verlag suchen wir 40 Testleser für den Roman. 15 Exemplare davon sind exklusiv für Blogger reserviert, die weiteren 25 Bücher werden unter allen Bewerbern vergeben. Bitte gebt in eurer Bewerbung den Link zu eurem Blog an, wenn ihr einen habt. Beantwortet nur noch die folgende Frage bis zum 13. August 2014 und schon habt ihr die Chance auf eines der Bücher: Welche Buchhandlung ist für euch eine echte "Buchhandlung zum Verlieben"? Verratet uns, in welchen Buchhandlungen ihr euch am wohlsten fühlt und wieso! * Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zu einer zeitnahen Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitte der Leserunde nach Erhalt des Buches sowie zum Schreiben einer Rezension!

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    • 1152
  • Witzig, melancholisch, geistreich

    Deine Juliet
    Ulenflucht

    Ulenflucht

    24. August 2014 um 15:02

    Zugegeben, ich fand das Genre des Briefromans angestaubt und langweilig. Vielleicht hätte ich mir dieses Buch daher nicht gekauft. Aber es war ein Geschenk und ein wunderbares, wie ich jetzt sagen kann. Denn dieser Briefroman ist großartig geschrieben, gut recherchiert und trifft direkt ins Herz. Es ist die Atmosphäre, die einen packt und zunächst in das London und dann auf die Kanalinseln der Nachkriegszeit befördert, die ich als historischen Rahmen für ein Buch als selten empfinde. Doch anders als man vermuten kann, geht es nicht um Tristesse und das große Drama, die ein Krieg bringen, sondern der Ton ist heiter und doch melancholisch, die Folgen des Krieges klingen in vielen Sätzen durch, aber mehr noch geht es um das Leben. Die Energie und der Witz der Protagonistin Juliet nehmen den Leser für sich ein. Überhaupt sind es die Personen, die das Buch reich machen. Jeder der Briefeschreiber auf der großen oder auf der kleinen Insel hat seine Eigenheiten und seinen Charme. Das ist die große Leistung des Buches: Durch wenige Sätze in Briefen den Charakter einer Person deutlich und sie so einzigartig zu machen. Man sieht sie vor sich, allesamt. Die urige Isola, die verbissene Adelaide Addison, den exzentrische Verleger Sidney. Und selbst auf der Ebene tiefer, in der Geschichte um Elizabeth, kann sich dies noch fortsetzen. Elizabeth strahlt genauso wie Juliet. Alles strahlt und sprüht vor Zartheit und Witz zugleich. Letztlich ist es aber auch der Schauplatz, der das Buch noch weiter bereichert. Unter den Kanalinseln stellt man sich heute eine blumenreiche, windige, von den Gezeiten umspielte Oase im Ärmelkanal vor, aber mehr nicht. Eine Welt für sich. Durch dieses Buch hat man das Gefühl, dort zu sein und die Details der Landschaft und der Inselgeschichte vor sich zu sehen. Eine kleine Schwäche hat das Buch und ich vermute, es liegt an der Mitarbeit von Annie Barrows, die das Buch laut Angaben des Verlages vollendet hat. Die Geschichte ist rund, aber sie hat Mühe es zu werden und überhaupt, das Rundsein steht ihr nicht. Denn es bewirkt, dass das Buch im letzten Drittel in der Qualität kippt. Weniger werden die liebevollen Details, die feinen Sätze, der englische Humor der Personen. Stattdessen werden sie mit ihren Markantheiten ein bisschen zu Karikaturen. Ich nenne hier als frappierendes Beispiel Isola Pribby, die das Buch vorher so bereichert hat, aber als Vollenderin des Buchs mit ihren Tagebucheinträgen plötzlich lächerlich wirkt. Und ich halte es für unwahrscheinlich und gewollt, dass Juliet als Neuankömmling nach wenigen Monaten ohne Weiteres ein Kind der Insel adoptieren kann. Das ist alles rund und schön, tut dem Buch aber nicht gut, wenn man von den ersten beiden Dritteln so begeistert war wie ich. Trotz kleiner Schwächen gegen Ende ist das hier ein Roman, den man immer wieder lesen möchte und das man immer wieder neu entdecken kann, weil man zwar die Geschichte kennt, aber die Fülle an Details nicht behalten kann. Gut so. In der Tat ein Lesegenuss.

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  • Deine Juliet

    Deine Juliet
    FabAusten

    FabAusten

    London, 1946 Die junge Autorin Juliet Ashton ist auf der Suche nach einem neuen Thema über das sie schreiben kann, als sie der Brief eines Unbekannten erreicht. Er stammt von Dawsey Adams, der auf der Insel Guernsey lebt und antiquarisch in den Besitz eines Buchs gekommen ist, das einst Juliet gehört hat. Darin stand ihre Adresse und er schreibt ihr, um sie um Hilfe zu bitten, ihm weitere Bücher über Charles Lamb zu beschaffen. Er erzählt nebenbei von dem Literaturzirkel Club der Guernseyer Freunde von Dichtung und Kartoffelschalenauflauf, dem er angehört. Juliets Neugier ist geweckt und es beginnt eine Brieffreundschaft. Nach und nach entsteht der Plan über die Insel und die Zeit der deutschen Besatzung zu schreiben. Weitere Mitglieder des literarischen Clubs schreiben ihr und bald wünscht Juliet sich, ihre neuen Freunde und deren Heimat persönlich kennen zu lernen. So macht Juliet sich auf den Weg nach Guernsey … Deine Juliet besteht gänzlich aus Briefen. Für viele mag dies störend sein, doch ich fand, dass sich die Geschichte dadurch sehr flott lesen ließ. Es hatte für mich keinen negativen Aspekt und man hatte auch nicht den Eindruck, dass dem Leser etwas entgehen würde, da er die Geschehnisse nie unmittelbar erleben kann, sondern nur durch die nachträgliche Betrachtung einer Person. Manchmal wirkt die Geschichte märchenhaft und die Personen sind so liebenswert und originell, dass sie einfach zu gut für diese Welt scheinen. Allerdings ist das keineswegs störend, sondern führt dazu, dass man sie alle ins Herz schließt. Obwohl der Grundton heiter ist, hat der Roman durchaus ernste, tragische und tiefgründige Anteile. Es wird viel von der Besatzung durch die Deutschen erzählt und die Kriegs- und Nachkriegszeit wird keineswegs beschönigt oder ausgeklammert. Insgesamt bilden beide Teile eine homogene Einheit. Manche Entwicklungen sind ein wenig vorhersehbar, aber auch das wirkt sich nicht wirklich störend aus. Schade, dass die Entwicklung von Juliets Romanze nicht mehr beleuchtet wurde und der Originaltitel nicht für die deutsche Ausgabe übernommen worden ist. Natürlich ist er ziemlich lang, aber er spiegelt den Charakter des Buches wider. Sehr traurig ist, dassMary Ann Shaffer den Erfolg ihres Werks nicht mehr miterlebt hat. Man ahnt, dass sie Menschen und Literatur sehr gemocht haben muss. Ich hätte gerne noch andere Romane von ihr gelesen. Insgesamt wirkt Deine Juliet wie vom Leben geschrieben, denn sowohl dessen traurigen als auch schönen Momente werden beleuchtet. Andererseits erhält der Leser ein modernes Märchen, so dass er sich wünscht, einmal selbst an einer Sitzung des Clubs der Guernseyer Freunde von Dichtung und Kartoffelschalenauflauf teilnehmen zu dürfen.

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    • 8
  • Ein Briefroman, der 1946 in England spielt - Eine liebenswerte Lektüre

    Deine Juliet
    Arizona

    Arizona

    14. January 2014 um 22:07

    „Deine Juliet“ ist ein Briefroman, in dem es zunächst um einen Briefwechsel zwischen  der Journalistin und Schriftstellerin Juliet Ashton (Anfang 30) und ihrem Verleger Sidney und dessen Schwester - und Juliets bester Freundin - Sophie geht. Es spielt im Jahre 1946, also kurz nach Kriegsende. Juliet lebt in London und hat in Kriegszeiten eine Zeitungskolumne geschrieben, die auch als Buch veröffentlicht wurde. Durch Zufall bekommt sie nun einen Brief von einem gewissen Dawsey, einem Landwirt von der englischen Kanalinsel Guernsey. Es entwickelt sich eine Brieffreundschaft, die beiden tauschen sich dabei über Bücher aus, und Dawsey erzählt von seinen Literaturklub namens „Club der Guernseyer Freunde von Dichtung und Kartoffelschalenauflauf“. Juliet interessiert sich sehr für diesen Club und seine Geschichte, und es kommt  zu weiteren Kontakten mit anderen Mitgliedern. Nach ein paar Monaten beschließt sie, ihre neuen Freunde auf Guernsey zu besuchen. Dort gefällt es ihr dann so gut, dass sie eigentlich gar nicht mehr von dort zurück nach London möchte. Sie beginnt die Geschichte Guernseys bzw. seiner Bewohner während der deutschen Besatzungszeit zu recherchieren und es entsteht der Wunsch ein Buch über diese Zeit zu schreiben. Die Autorin des Romans, die US-Amerikanerin Mary Ann Shaffer, war Buchhändlerin und bei dem Roman handelt es sich um ihr Debüt, das sie im Alter von 70 Jahren mit Hilfe ihrer Nichte, der Schriftstellerin Anne Barrows, beendete. Das Buch wurde leider erst nach ihrem Tod 2008 veröffentlicht und erzielte internationalen Erfolg. Dieses Buch handelt von Büchern und Buchliebhabern, und es erzählt Geschichten aus der Kriegs- und Nachkriegszeit in London sowie im von Deutschen besetzten Guernsey. Dabei erzählt es auf liebevolle Art Alltagsgeschichten, aber lässt auch die Schrecken des Krieges und der NS-Zeit nicht außen vor. Und es geht um Freundschaften und um die Liebe… Das Besondere ist natürlich zum einen die Brief-Form, in Zeiten von SMS  und E-Mails mutet das doch schon richtig nostalgisch an. Dazu kommt noch eine schöne Sprache, es ist so humorvoll und charmant geschrieben. Auf Guernsey spürt man auch die Warmherzigkeit der Menschen, die noch echte Nachbarschaft pflegen und sich gegenseitig helfen. Die starken Charaktere sind dabei gut ausgearbeitet und erscheinen mir sehr real. Die Autorin schafft es gut, die Balance zu finden zwischen der humorvollen Erzählung , aber auch den ernsten Kriegs-Themen, so entsteht eine sehr berührende Mischung. Nur selten hat mich der doch etwas süßliche Ton etwas gestört. Auf jeden Fall mal eine andere Lektüre, die vor allem bei geschichtsinteressierten Lesern auf Gegenliebe stoßen dürfte.    

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  • Herzerfrischend anders

    Deine Juliet
    Carol-Grayson

    Carol-Grayson

    07. December 2013 um 14:21

    Obwohl dieses Buch schon einige Jahre alt ist, wird 2014 das Hörbuch dazu erscheinen! Meine Freundin hatte es mir empfohlen und ich muss sagen, es ist wirklich ungewöhnlich und berührend. Die Geschichte spielt kurz nach dem zweiten Weltkrieg und besteht allein aus der Korrespondenz der jungen Schriftstellerin Juliet mit ihrem Verleger, ihren Freunden und Bekannten, aber auch mit einem ungewöhnlichen Mann, der ein Buch von ihr erworben hat. Neugierig durch den Briefwechsel reist sie nach Guernsey und lernt Dawsey Adams kennen und mehr als das. Aber dieses Buch beinhaltet eigentlich zwei Liebesgeschichten, die von Juliet und die von Elizabeth und einem deutschen Offizier.  An die Art, ein Buch in Briefen zu lesen, muss man sich zunächst gewöhnen. Andererseits hat es mich berührt, wie respektvoll man damals noch mit einander umging. Ein krasser Gegensatz zu heute und ein Verlust, den leider kaum einer bemerkt! Juliet selbst sprüht vor hintergründigem Humor und die Geschichte ist charmant und herzerfrischend geschrieben,  so dass dieser Roman angenehm aus der Gegenwartsliteratur heraussticht. Vermutlich wird er aber mehr ältere Leserschaft anziehen als die Jüngeren. 

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  • Ein Hoch auf die Literatur!

    Deine Juliet
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    09. June 2013 um 21:24

    Welch wunderbares Buch!
    Ein Hoch auf das Lesen und die Literatur und das alles vor einem historisch tragischen und geografisch wundervollen Hintergrund. Überraschungshit!

  • Rezension zu "Deine Juliet" von Mary Ann Shaffer

    Deine Juliet
    gabelingeber

    gabelingeber

    21. November 2012 um 20:20

    Was für ein Buch! Eine Wundertüte - nein, das trifft's nicht. Keine Beschreibung, die ich bislang gelesen habe, wird ihm gerecht. Ein Briefroman, ja. Aber eben nicht einer von der Sorte, die man ja kennt. Trotz des heiteren Tonfalls der Hauptprotagonistin steckt da - ja, die ganze Welt mit ihrem Elend, ihrer Zärtlichkeit, ihrer Grossartigkeit, ihrer Abscheulichkeit drin. Das Buch rührt zu Tränen, dabei bleibt ist es mit britischem Understatement geschrieben. Keine Spur von Tränendrüsendrückerei! Die Vorführung der Brutalität und der Zärtlichkeit des Menschen wird am Schluss mit der Frage nach Gott verwoben. Unaufdringlich, unaufgeregt, gelassen. Witzig. Und so ganz nebenbei eine Liebeserklärung an die Literatur. Ein absolut aussergewöhnliches Buch. LESEN!

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  • Rezension zu "Deine Juliet" von Mary Ann Shaffer

    Deine Juliet
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    02. July 2012 um 12:34

    Auf den ersten Blick ein etwas seltsamer Titel, aber schon nach den ersten Minuten wird schnell klar, was es damit auf sich hat. Wir schreiben das Jahr 1946, der Krieg ist gerade vorbei und die junge Schrifstellerin Juliet Ashton erhält einen Brief von der Insel Guernsey. Der dortige Literaturclub bittet sie darum, dabei behilflich zu sein, ein ganz bestimmtes Buch aufzutreiben. Nach dem Abzug der Deutschen gibt es auf der Insel noch keine gut bestückte Buchhandlung, und die Adresse von Juliet fand sich in einem Buch, das dem Literaturclub antiquarisch in die Hände fiel. Zwischen den einzelnen Inselbewohnern und Juliet entspinnt sich ein reger Briefwechsel, in dem man erfährt, was es mit dem Kartoffelschalenauflauf auf sich hat, warum einer der Leser Marc Aurel nicht mag, wieso ein Schwein zweimal für tot erklärt wurde und – ganz nebenbei – auch noch viel Interessantes über die Geschichte der Kanalinsel, die im 2. Weltkrieg von den Deutschen besetzt war. Juliet wiederum schreibt Briefe an ihre Freundin und ihren Verleger, so dass wir auch Zeuge davon werden, wie sie die Inselbewohner in ihr Herz schließt. “Deine Juliet”, so heißt der Roman auf Deutsch, ist ein ganz bezauberndes Buch über viele Arten der Liebe. Im Vordergrund steht dabei die Liebe zu Büchern und der Literatur. Und auch zum Lesen, das für viele der sehr liebenswerten Inselbewohner zu einem Mittel wurde, die harte Kriegszeit durchzustehen. Es ist aber auch ein Buch über die Liebe zu engen Freunden und zum Schluß auch der Mutterliebe. Und ein bißchen romantisch wird es natürlich auch, denn Juliet reist irgendwann auf die Kanalinsel Guernsey, um die Mitglieder des Literaturclubs persönlich kennenzulernen. Dabei entdeckt sie nebenbei auch noch ihre Liebe zum Meer, und beschließt zu bleiben. Auch, da sie sich irgendwann eingestehen muss, dass sie nicht nur in die Insel verliebt ist … “Deine Juliet” ist gänzlich ein Briefroman, der als Hörbuch in verteilten Rollen gelesen wird. Vor allem die ausdrucksstarke Sprache von Mary Ann Shaffer trägt dieses Buch. Man fühlt sich gleich ins England der Nachkriegszeit versetzt. Die Ausdrucksweise der Briefe ist ausgesucht höflich, aber auch sehr geistreich, was das Lesen und Zuhören (im Original mit wundervoll britischem Akzent) zu einem echten Hörvergnügen macht. Eine ganz klare Hörempfehlunng für alle, die Lesen, Literatur, Briefeschreiben und England lieben!

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