Deine Juliet

von Mary Ann Shaffer und Annie Barrows
4,4 Sterne bei244 Bewertungen
Deine Juliet
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Neue Kurzmeinungen

wattwurm18s avatar

Auch das erneute Lesen war ein Genuss und ich habe Sehnsucht nach Guernsey bekommen und würde am liebsten sofort wieder hinreisen.

engineerwifes avatar

Das Buch eignet sich ideal für Leserunden und den gemeinsamen Austausch ... genau so durfte ich es genießen :)

Alle 244 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Deine Juliet"

Willkommen im Club der Guernseyer Freunde von Dichtung und Kartfoffelschalenauflauf
London, Ende der vierziger Jahre: Die junge Schriftstellerin Juliet erhält einen ungewöhnlichen Brief. Absender ist Dawsey Adams, ein Bauer von der Kanalinsel Guernsey, der antiquarisch ein Buch erworben hat, das zuvor ihr gehörte. Zwischen den beiden entspinnt sich ein Briefwechsel, durch den Juliet von der Existenz der »Guernseyer Freunde von Dichtung und Kartoffelschalenauflauf« erfährt, einer literarischen Gesellschaft, die einige der Inselbewohner gründeten, um sich über die schwere Kriegszeit hinwegzuhelfen. Je mehr Juliet über Dawsey und die anderen erfährt, desto mehr wünscht sie sich diese Menschen zu treffen. Und so beschließt sie, auf die Insel zu reisen. Dort stößt Juliet auf die Geschichte von Elizabeth, einem verschollenen Mitglied des Clubs, und ihrer großen Liebe zu einem deutschen Offizier. Und sie lernt Dawsey immer besser kennen…

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442713844
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:304 Seiten
Verlag:btb
Erscheinungsdatum:03.11.2015
Das aktuelle Hörbuch ist am 08.04.2011 bei Argon erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Buchgespensts avatar
    Buchgespenstvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Fesselnd bis zur letzten Seite! Witzig, originell und erschütternd. Brillant!
    Ein mitreißender Briefroman

    London in den späten vierziger Jahren: Juliet ist dabei sich aus den Trümmern, die der Krieg hinterlassen hat ein neues Leben aufzubauen. Ihre erfolgreiche Kriegskolumne tritt gerade ihren Siegeszug in Buchform an und Juliet will ein neues Buch schreiben. In ihre Schreibblockade platzt plötzlich ein Brief von den Kanalinseln: Dawsey Adams hat ein Buch erworben, das vorher ihr gehörte. Zwischen ihnen beiden entspinnt sich ein Briefwechsel, der ihre Neugier auf das kleine Dorf weckt, das die deutsche Besatzung mit Kartoffelschalenauflauf und einem spontanen Buchclub überstand. Hals über Kopf packt Juliet ihre Koffer und will die ungewöhnlichen Menschen persönlich kennenlernen.

    Die Inhaltsangabe kann nicht einmal ansatzweise der Einzigartigkeit und dem Witz dieser Geschichte gerecht werden. Von der ersten Zeile an sind die Charaktere lebendig und treffen den Leser ins Herz. Die düstere Kulisse der ersten Nachkriegszeit und die immer wieder präsent werdenden Kriegsmomente sind erschütternd, aber so geschickt eingebaut, dass die Geschichte humorvoll und leicht bleibt, ohne den Krieg zu verharmlosen, zu verkitschen oder zu verdrängen. Einmalig schafft es die Autorin einen lockerleichten, urkomischen und romantischen Briefroman zu schaffen, der mit seinen ernsten, historischen und tragischen Anklängen eine faszinierende Komplexität erreicht. Jeder einzelne Charakter wächst einem ans Herz. Dass die Briefform für diese außergewöhnliche Geschichte gewählt wurde, verleiht dem Buch einen besonderen Reiz und gibt einen einzigartigen Einblick in jeden einzelnen Charakter.

    Wenn meine Superlativwahl es noch nicht verraten hat: Dieses Buch ist für mich eines der besten, das ich je gelesen habe! Ein heiterer Roman, eine romantische Geschichte und viel mehr. Eine klare Leseempfehlung!

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    ConnyKathsBookss avatar
    ConnyKathsBooksvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Kurzweiliger, bewegender und tiefsinniger Briefroman - ich bin schon auf die Verfilmung gespannt!
    Kurzweiliger, bewegender und tiefsinniger Briefroman

    London, 1946: Eines Tages erhält die 32-jährige Schriftstellerin Juliet Ashton einen überraschenden Brief von der Kanalinsel Guernsey. Bauer Dawsey Adams hat antiquarisch ein Buch erworben, das zuvor ihr gehörte. Zwischen den beiden entspinnt sich bald ein reger Briefwechsel. Dabei erfährt Juliet vom Club der Guernseyer Freunde von Dichtung und Kartoffelschalenauflauf, der während der deutschen Besatzung gegründet wurde. Und da sie für die Times einen Artikel über das Lesen schreiben soll, ist ihre Neugier schnell geweckt. Als Juliet Briefe von weiteren Clubmitgliedern erhält, wächst in ihr der Wunsch, selbst nach Guernsey zu reisen - nichtsahnend, dass die Insel ihr Leben für immer verändert.

    "Deine Juliet" stammt aus der Feder von Mary Ann Shaffer, die den Erfolg ihres Romans leider nicht mehr miterleben durfte, starb sie doch wenige Monate vor dem Erscheinen. Ihre Nichte Annie Barrows half ihr noch kurz vor ihrem Tod bei der Fertigstellung - zum Glück, denn die Geschichte ist wirklich lesenswert.

    Zuerst war ich mir unsicher, ob mir ein Roman in Briefform gefällt, doch alle Zweifel waren schnell verflogen. Denn Juliets Briefwechsel bieten ausgesprochen kurzweilige und auch tiefsinnige Unterhaltung. Mittels vieler kleine Anekdoten erfahren wir mehr über die bewegenden Schicksale der Inselbewohner und die ereignisreiche Geschichte von Guernsey. Und natürlich auch über den Literaturclub, der nur aufgrund eines Schweinebratens gegründet wurde. Manche Briefe brachten mich zum Schmunzeln, manche wühlten mich richtig auf. Denn die Schrecken des Krieges werden zum Teil sehr schonungslos beschrieben.

    Das Ganze liest sich angenehm leicht und flüssig, zwischenzeitlich treten aber auch einige Längen auf. Die Liebesgeschichte nimmt zwar etwas weniger Raum ein als gedacht, findet aber ein wirklich bezauberndes und berührendes Ende. Schön fand ich auch die vielen Referenzen und Weisheiten zu Buchhandlungen, Lesen und Literatur. Einige Zitate wie die zwei folgenden habe ich mir gleich notiert.

    "In Büchern sind Männer doch interessanter als im richtigen Leben." (S. 94)
    "Wenn man gute Bücher gelesen hat, bereiten einem schlechte Bücher keine Freude mehr." (S. 95)

    Insgesamt kann ich daher "Deine Juliet" empfehlen. Ein wunderbarer Briefroman, der jetzt auch verfilmt wurde. Ich freue mich schon auf den Kinobesuch und vergebe 4 Sterne.

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    vormis avatar
    vormivor 6 Monaten
    Deine Juliet

    London in den späten vierziger Jahren: Die temperamentvolle junge Schriftstellerin Juliet erhält eines Tages einen erstaunlichen Brief. Absender ist Dawsey Adams, ein Bauer von der Kanalinsel Guernsey. Er hat antiquarisch ein Buch erworben, das zuvor ihr gehörte. Zwischen der Literatin und dem Bauern entspinnt sich ein Briefwechsel, durch den Juliet von der Existenz eines literarischen Clubs erfährt, den die Inselbewohner gründeten, um sich über die schwere Kriegszeit hinwegzuhelfen. Je mehr Juliet über Dawsey und die anderen erfährt, desto neugieriger wird sie. Sie beschließt, auf die Insel zu reisen. Dort stößt sie auf die Geschichte von Elizabeth und deren großer Liebe zu einem deutschen Offizier. Und sie lernt Dawsey kennen …

    Inhaltsangabe auf amazon

    Nun habe ich das Buch bestimmt schon mehr als 5 Jahre auf meinem SUB liegen und noch nicht geschafft es zu lesen. Obwohl ich es bestimmt schon 2 x versucht und wieder abgebrochen habe.
    Nun habe ich es geschafft, in einer Mischung aus Buch und Hörbuch.
    Deshalb auch die Rezi zu beiden...

    Das Buch hat mir diesmal sehr gut gefallen.
    Keine Ahnung, warum ich es die beiden ersten Male nicht geschafft habe🤔 Das gesamte Buch ist mit Briefen erzählt. Es gibt keinen "normalen" Text.
    Die Figuren sind gelungen und man sieht sie regelrecht vor sich.
    Gut gefallen haben mir besonders 2 Dinge -
    1. fand ich die Briefform total ungewöhnlich, sehr gut und absolut passend für diese Geschichte. Es ist bildhaft genug geschrieben, dass man sich alle Szenen sehr gut vorstellen kann.
    2. hat mir der Zeitpunkt sehr gut gefallen. 1946, da sind die Kriegsgeschehnisse noch sehr frisch und absolut präsent, aber es wird auch schon wieder navh vorne geguckt.
    Sehr gelungen👍

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    SabineGiesens avatar
    SabineGiesenvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Roman in Briefform - ungewöhnlich, aber fesselnd.
    Roman in Briefform

    Ein außergewöhnlicher Roman. Eine Liebeserklärung an das Briefeschreiben, das Überleben und die Liebe selber.
    Zitate: " In Büchern sind Männer doch interessanter als im richtigen Leben." "Wenn man gute BÜcher gelesen hat, bereiten einem schlechte Bücher keine Freude mehr." "
    Am Anfang hatte ich leichte Probleme, Zusammenhänge zu erkennen. Dies änderte sich aber schnell und ich wurde in die Geschichte hineingezogen. Und ich habe direkt Lust bekommen, Briefe zu schreiben - auf die altmodische Art: auf Papier, mit TInte und in einem Umschlag an den Empfänger zu versenden.
    Zwischen den Zeilen erfährt man sehr viel über den zweiten Weltkrieg, insbesondere welche Auswirkungen die deutsche Besatzung auf den Kanalinseln hinterlassen hat. Und es entwickelt sich eine Liebesgeschichte. Ein ruhiges, aber nicht destotrotz ein fesselnder, emotional aufwühlender Roman. Sehr zu empfehlen.

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    Ruby Summers avatar
    Ruby Summervor einem Jahr
    Kurzmeinung: Wunderbar!
    Wunderbarer Briefroman

    Wie so häufig ist der Originaltitel des Buches aussagekräftiger als die deutsche Übersetzung: „The Guernsey Literary and Potato Peel Pie Society” (übersetzt: Der Club der Guernseyer Freunde von Dichtung und Kartoffelschalenauflauf). Der deutsche Titel lautet schlicht: Deine Juliet. Wenn ich nicht noch Lesestoff für den Urlaub gebraucht und mir dieses Werk empfohlen worden wäre, hätte ich mich niemals dafür entschieden, so nichtssagend finde ich Titel, Klappentext und Cover (meiner Ausgabe, vielleicht gibt es noch andere, ansprechendere).


    Diese Art der Aufmachung des Rowohlt Verlags ist aber auch schon das einzige, was ich an dem Buch auszusetzen habe.

    Es handelt sich um einen Briefroman mit der Autorin Juliet als Dreh- und Angelpunkt, d.h. alle abgedruckten Briefe werden entweder an sie oder von ihr geschrieben. Zeitpunkt der Handlung ist kurz nach dem Ende des zweiten Weltkriegs, Ort der Handlung ist inbesondere die Kanalinsel Guernsey, die ich vorher noch gar nicht kannte. Auch ein großer Pluspunkt des Buches: Es entführt seine Leser in eine ganz andere Welt, die vielen – ähnlich wie mir – unbekannt sein dürfte.


    Die Autorinnen berichten in Form der Briefe über die Zeit der deutschen Besatzung – es liegt in der Natur der Sache, dass es sich hier um starken Tobak handelt. Ich gebe zu, in der Regel für viele detaillierte Schilderung des Elends zu schwach besaitet zu sein, aber in diesem Buch konnte und wollte ich weiterlesen. Vielleicht liegt es an der persönlichen Art der Schilderung. Ich hatte oft ein Gefühl von: Meine Güte, diese Menschen haben das ausgehalten, dann werde ich es doch wohl aushalten, es zu lesen! Darüber hinaus gibt es immer wieder auch humorvolle Abschnitte, originelle Charaktere und ein wunderbares Happy End.


    Das Schicksal von Elisabeth (eine Einwohnerin der Insel, die besonders von der Nazi-Herrschaft betroffen war) und ihrer Tochter hat mich noch lange nach dem Lesen nicht losgelassen. Eine bitter-süße Geschichte, die ich unbedingt empfehlen kann!

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    ShayaMcKennas avatar
    ShayaMcKennavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein wunderbares Buch über Verständnisse, Misverständnisse, Verstorbene und den Einfluss des geschriebenen Wortes.
    Die Macht des geschriebenen Wortes und der Tat

    Juliet ist Schriftstellerin und hat mit ihren humorvollen Geschichten die Londoner durch den Krieg gebracht. Jetzt nach dem Krieg sieht sie eine andere Schlacht die geschlagen werden muss. Das Leben danach. Sie plant ein Buch zu schreiben, die Idee kommt ihr als ihr Dawsey von der Insel Guernsey schreibt, so wie auch bald der ganze Buchclub. Dieser hat seine Entstehung den deutschen Besatzern zu verdanken und bald merkt auch Juliet das es viele Geschichten gibt auf der kleinen Insel. Aber keine fesselt sie selbst so sehr wie die Geschichte von Elizabeth, deren Wesen und Wirken jeden auf der Insel beeinflusst hat.


    Ein bezauberndes Buch über die Macht von Tat und Wort, Freundschaft, guten Menschen, einem großen Herzen, Mut und Verzweiflung. Und natürlich das Buch und das geschriebene Wort, wie es Menschen und Beziehungen verändern kann.


     Man begleitet Juliet auf Ihrer Reise durch ein ganz anderes England und ein ganz anderes Kriegserlebnis dass sie erst nach dem Krieg erlebt. Man kann lachen und weinen und stellt fest, nicht alles Schlechte war schlecht und nicht alles Gute war gut, genauso wie einem mancher Feind ein größerer Freund und eine größere Liebe sein kann als der vertraute Nachbar nebenan.


    Da sich dieses Buch aus vielen Briefen zusammensetzt und keine Erzählblöcke zwischen den einzelnen Briefen stehen, sollte das Buch wirklich nur der lesen der für diese Art Roman etwas übrig hat.


    Wer hier aber eine "typische" 2. Weltkriegs oder Liebesgeschichte sucht, der wird enttäuscht. 

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    Katjuschkas avatar
    Katjuschkavor einem Jahr
    Ein Briefroman

    1947: Die junge Juliet erhält aus Guernsey einen Brief von dem ihr unbekannten Dawsey. Dieser hatte ein antiquarisches Buch gekauft, welches einmal ihr gehört hatte und in das ihre Adresse notiert war.
    Dawsey bittet Juliet um Hilfe um weitere Bücher für den ortsansässigen Buchclub zu erwerben.
    Zwischen den beiden entwickelt sich ein regelmäßiger Briefverkehr und Juliet lernt so nach und nach die Bewohner von Guernsey kennen und schreibt irgendwann auch einigen von ihnen!
    Gemeinsam mit Juliet lernt der Leser Insel und Bewohner kennen und lieben!
    Der beschriebene Alltag der Menschen auf der während des Krieges von den Deutschen besetzten Insel wird dabei sehr gut und anschaulich dargestellt.
    Den Wunsch von Juliet, nach Guernsey zu reisen und die Insel und all diese wunderbaren Menschen zu treffen konnte ich sehr gut verstehen!
    Das Buch ist als Briefroman geschrieben, was nicht jeder mag. Hier ist es wunderbar stimmig!
    Der Schreibstil ist so angenehm, dass man meint, das Buch berichtet über gute Freunde.
    Die Liebe zur Literatur ist jederzeit spürbar und mich hat die Geschichte wirklich begeistert.
    Guernsey steht jetzt übrigens auf meiner Wunschliste für eine Urlaubsreise....

    Kommentare: 1
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    Helen13s avatar
    Helen13vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Juliets Beobachtungen und Ansichten über unser menschliches Dasein, das wir Leben nennen, sind so erfrischend wie atemberaubend.
    Briefe, die es in sich haben

    Dieses Buch gehört zu denjenigen Büchern, die man nicht weglegen möchte, wenn sie durchgelesen sind. Ich habe die deutsche Ausgabe gelesen und mir die englische Originalfassung auf meinen Kindle geladen. So habe ich immer Zugriff.
    Ich weiß nicht, womit ich anfangen soll, zu viel Wunderbares und gleichzeitig schrecklich Trauriges und verzweifelt machendes ist in diesem Buch versteckt. Eine einfache Version der Beschreibung worum es geht: Es handelt sich um einen Briefwechsel von Juliet, einer englischen Schriftstellerin, mit ihrem Verleger, einer Freundin und noch einigen anderen Personen, die wir kennenlernen. Sie sind die Mitglieder eines Buchclubs, der in der Zeit gegründet wurde, als „die Deutschen“, die deutschen Soldaten, die Kanalinsel Guernsey im Zweiten Weltkrieg besetzt hatten. Der Buchclub nennt sich „The Guernsey Literary and Potato Peel Society“, auf Deutsch „Club der Guernseyer Freunde von Dichtung und Kartoffelschalenauflauf“.
    Juliet beginnt den Briefwechsel 1946.
    Im Laufe der Geschichte erfahren wir, warum und wie Juliet nach Guernsey kommt und ein Mitglied dieses Clubs wird. Nicht nur die Einzelschicksale der Clubmitglieder entfalten sich vor uns. Mit ihnen verwoben ist das Schicksal der Insel Guernsey im Zweiten Weltkrieg unter Deutscher Besatzung. Kaum etwas mehr Aufwühlendes und Beschämendes ist vorstellbar, als das, was wir hier erfahren, getoppt werden kann es nur von Berichten über die Verhältnisse in deutschen und anderen Konzentrations- , Arbeits- und Gefangenenlagern. Trotz der traurigen Dinge, die wir lesen, ist diese Geschichte getragen von Liebe, Mitgefühl und nicht zuletzt von der Liebe zur Literatur und wie diese uns durch die schrecklichsten Zeiten tragen und trösten, ja, sogar erheben, kann.
    Juliets Beobachtungen und Ansichten über unser menschliches Dasein, das wir Leben nennen, sind so erfrischend wie atemberaubend in ihrer Fülle von Wahrheiten und Erkenntnissen, die allgemeingültig sind und mit denen, zumindest einigen, sich jeder Leser oder Leserin identifizieren kann. Auch die ausgewählten Bücher, die den Clubmitgliedern als Diskussionsgrundlage während ihrer Treffen dienen, sind Perlen, die alle Literaturliebhaber finden sollten, sofern es noch nicht geschehen ist. Die Treffen werden begleitet von Mahlzeiten, die in diesen kargen Zeiten der Entbehrung und des Hungers jedes Mal einem Festmahl gleichen. Auch die Liebe ist ein wichtiges Thema in dieser Geschichte. Eine wunderbare Anleitung, wie und wen man heiraten sollte, mit besonderem Augenmerk darauf, was nicht fehlen darf an Eigenschaften, die man für sich selbst nach Belieben abwandeln kann, wird mitgeliefert. Lest sie selbst, diese bezaubernde und tief berührende Geschichte, die einen nicht mehr loslässt, kaum hat man begonnen zu lesen.
    Ich wünsche diesem Buch weite Verbreitung vor allem in Deutschland. 

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    WAIBELJacis avatar
    WAIBELJacivor 2 Jahren
    Wilkommen im Club der Guernseyer Freunde von Dichtung und Karoffelschalenauflauf!

    Dieses Buch spielt in Zeit nach dem zweiten Weltkrieg.England liegt in Schutt und Asche.Die Hauptportagonistin ist Juliet, eine junge Autorin die gerade einen Riesenerfolg mit ihrem Buch erziehlte.Sie sucht nach Ideen für ein neues Buch, jedoch fallen ihr keine ein.Durch Zufall kommt sie in Kontakt mit Mr. Dawsey.Er lebt auf einer kleinen Inseln - Guernsey.Er und seine Freunde konnten im Krieg nur überleben, indem sie vorgaben eine LIteraturclub zu haben.Seitdem sind Mr. Dawsey und seine eigenartigen, aber sehr liebenswürdigen Freunde sehr große Liebhaber der LIteratur.Juliet findet die Geschichte dieser Personen so interessant, dass sie beschließt ihr neues Buch über sie zu schreiben. Also zieht sie nach Guernsey.
    Auf dieser Insel lernt sie viel über die Freundschaft und die Liebe und Familie.

    Zu diesem Buch kann ich nur eines sagen:
    WOW!!!
    Es ist ein Briefroman, das heißt er besteht nur aus Briefen die Juliet und andere Personen sich gegenseitig schreiben.

    Das Cover finde ich sehr gelungen. Genauso habe ich mir Juliet vorgestellt wie sie am Hafen in Guernsey ankommt.

    Es ist ein sehr schönes Buch. Durch die Briefe die die einzelnen Personen schreiben kommt jeder einzelner Charakter seine eigene persönliche Note und man kann sich besser in sie hineinversetzen.

    Ich persönlich würde sehr viel dafür geben, wenn ich selbst die Menschen auf Guernsey besuchen und kenne lernen könnte. :)

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    Lesegenusss avatar
    Lesegenussvor 3 Jahren
    Die Liebe zum Lesen und Schreiben - ein wunderbarer Briefroman

    "Deine Juliet" - ein in Briefform geschriebener Roman beginnt im Januar 1946 und endet im September des gleichen Jahres. Die ersten Briefe wechseln zwischen der Journalistin und Autorin Juliet und ihrem Verleger als auch dessen Schwester Sophie. Juliet und Sophie sind Freundinnen.
    Der Zweite Weltkrieg ist vorbei. Auf der Kanalinsel Guernsey lebt Dawsey Adams, der ein altes Buch erworben hatte, was zuvor Juliet gehörte. Er schreibt ihr einen Brief an die vermerkte Adresse. Und nun beginnt ein reger Briefwechsel. Juliet erfährt sehr viel über die einzelnen Bewohner der Insel, die im Krieg von den Deutschen besetzt war. Interessanterweise hatten die Bewohnern einen literarischen Club während der Zeit gegründet, allerdings durften davon die Besatzer nichts wissen. Durch diesen Briefverkehrt kommt Juliet dann die Idee, diese zu einem Roman zu verarbeiten. Sie interessiert sich für das Leben der Bewohner als auch das, was diese während der Kriegszeit erlebt hatten. So beschließt sie, auf die Insel zu fahren, um die Bewohner näher kennen zu lernen.
    Der Leser erfährt Dinge aus der Kriegszeit, wobei gesagt werden muss, nicht alle Deutschen waren bösartig. Auf der Insel erfährt Juliet, was Zusammenhalt heißt. Wechselnde Perspektiven, bedingt durch die Personen, die ihre Geschichten erzählen, anfangs erst ein bisschen gewöhnungsbedürftig, doch wenn man erst einmal in das Buch eingetaucht ist, macht es Freude, weiterzulesen.

    "Deine Juliet" ist kein Liebesroman wie man sich ihn evtl. vorstellt. Wobei Gefühle und Liebe sicher eine Rolle spielen. Es ist ein Blick in die Vergangenheit und zeigt auf, dass das Briefeschreiben damals eine große Wertstellung hatte. Im modernen Zeitalter von Smartphone und E-Mail geht das Persönliche verloren, leider ...
    Trotz der Erinnerungen an die Kriegsgeschehnisse ist es der Autorin gelungen, eine gefühlvolle Atmosphäre zu schaffen. Die Charaktere sind sehr eigen, der eine so, der andere noch eigenwilliger, und doch alle so liebenswert.
    Auch wenn man mit vielen Namen konfrontiert wird, lasst euch dieses bezaubernde Buch nicht entgehen.
    Ich kann es wirklich empfehlen.
    Freunde sind da, wo du es nicht vermutest.

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