Mary Balogh Simply Perfect

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Inhaltsangabe zu „Simply Perfect“ von Mary Balogh

The brand new and final novel in Mary Balogh's SIMPLY series of historical romances
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  • Rezension zu "Simply Perfect" von Mary Balogh

    Simply Perfect
    hana

    hana

    02. April 2011 um 00:15

    Allgemein ist der Roman auch wesentlich ernster und realistischer als zum Beispiel die Romane von Julia Quinn und damit eigentlich eine schöne Abwechslung zu den Historicals, die ich in der letzten Zeit gelesen habe. Trotzdem muss ich zugeben, dass ich mich durch die ersten hundert Seiten kämpfen musste, da sich die Geschichte leider etwas zog und längere Zeit wenig passierte. Allerdings hatte ich immer noch die Hoffnung, dass die Story noch einmal die Kurve kriegt, da sie doch sehr interessant klang, und ich wurde nicht enttäuscht. Nach hundert Seiten zeichnet sich dann auch endlich die wirkliche Komplexität der Geschichte ab und ich wurde immer mehr in die Geschichte hineingezogen, da ich nun die Vielfalt der Probleme und Einschränkungen mit denen Claudia und Joseph zu kämpfen haben wahrnahm. Dadurch wird die Handlung erst richtig interessant und spannend. Mit "Simply Perfect" wandert Mary Balogh auf keinen Fall auf ausgetretenen Pfaden, eine Voraussetzung dafür, dass die Geschichte in Erinnerung bleibt und das wird sie bei mir bestimmt. Ab der Hälfte war ich dann endgültig gefesselt, da nun auch die Liebesgeschichte eine größere Rolle spielt und die Bekanntschaft oder auch die spezielle Art von Freundschaft, die die beiden verbindet, in den Hintergrund zu rücken scheint. Die Handlung driftet aber zu keinem Zeitpunkt ins übermäßig Kitschige ab oder wird so sehr von der Romantik bestimmt, sodass andere Storyaspekte in den Hintergrund geraten. Alles in allem ist die Geschichte eine schöne und passende Mischung, die mir sehr gut gefallen hat. Claudia und Joseph (schreckliche Namen wie ich finde) fand ich von Anfang an an sehr sympathisch, zudem waren sie als Protoganisten schon zu Beginn erfrischend originell und mit Fortschreiten der Handlung wurde dies auch immer deutlicher. Beide sind schon 35 Jahre alt, damit ist besonders Claudia älter als alle anderen weiblichen Protagonistinnen, die ich aus Historicals kenne, aber zeigt somit auch Gott sei Dank kein kindisches und mimosenhaftes Benehmen, wie so manche ihrer jüngeren Kolleginnen. Zudem hat sie auch noch ein weiteres Geheimnis, eine Rarität in Historicals, das so manchem anderen Mann ein Dorn im Aufe wäre, aber ich möchte nicht zu viel verraten. ;-) Und auch Joseph hebt sich positiv von anderen männlichen Hauptcharakteren ab, er ist liebevoll, ruhig und steht zu seinen Gefühlen, sodass nicht unnötig lange um den heißen Brei herumgeredet wird. Wie Claudia hat auch er ein Geheimnis, von dem kaum jemand etwas weiß, ein unglaublich sympathisches Geheimnis wie ich finde. Ach, ich will gar nicht mehr erzählen, würde auch viel zu lange dauern, die beiden sind einfach ein perfektes und süßes Pärchen! Was mich allerdings etwas gestört hat war die Vielzahl von Charakteren, die wohl schon in früheren Roman von Mary Balogh eine Rolle gespielt haben. Irgendwann hatte ich überhaupt keinen Überblick mehr wer mit wem verwandt oder befreundet ist oder welche Verbindung, die einzelnen Personen zueinander haben. Es kam öfters vor, dass ich eine Szene gelesen habe und diese nicht einschätzen konnte, weil ich einfach die vorkommenden Charaktere nicht einzuordnen wusste. Hilfreich war auch nicht, dass ich ein schreckliches Namensgedächnis habe, bei der riesigen Anzahl von verschiedenen Vornamen, Nachnamen, Mädchennahmen und Titeln war er mehr als nur einmal verwirrt. ;-) Daher wäre es sicherlich sinnvoll schon andere Romane von Mary Balogh gelesen zu haben, da man somit schon besser mit den verschiedenen Personen und Ehepaaren bekannt ist. Ich werde mir zumindest noch einige andere Romane von Mary Balogh besorgen, da sie mich mit "Simply Perfect" wirklich positiv überrascht hat. Mary Balogh mich von Beginn an mit ihrer stilvollen und angepassten Sprache überzeugt, bei der ich mich gleich ins 19. Jahrhundert hineingezogen gefühlt habe. Ich hatte zwar anfangs etwas Schwierigkeiten das Englisch zu verstehen und kam beim lesen nur sehr langsam voran, aber mit der Zeit hatte sich das gelegt. Fazit: Wäre nicht der langatmige Anfang und die unüberblickbare Vielzahl an Nebencharakteren gewesen, wäre die Geschichte für mich ein perfekter historischer Liebesroman, mir einer ernsten und realistischen Liebesgeschichte und originellen Charakteren.

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