Mary Basson Die Malerin

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Inhaltsangabe zu „Die Malerin“ von Mary Basson

Eine Liebe in der Bohème

Die junge Gabriele Münter, genannt Ella, verliebt sich in ihren Lehrer Wassily Kandinsky. Ihr Haus in Murnau wird zum Zentrum der Avantgarde, hier malen, streiten und lieben sich die beiden und entwickeln ihre Kunst zu jener Abstraktion weiter, für die er in die Geschichte eingeht. Ella ist seine Muse ebenso wie seine Kritikerin und selbst eine außergewöhnliche Malerin. Mit dem Ersten Weltkrieg werden sie getrennt. Ella wähnt ihren Geliebten tot, trauert um ihn. Doch Kandinsky lebt – und heiratet eine andere. Ella droht daran zu zerbrechen. Aber als die Nazis Kandinskys »entartete Kunst« rauben wollen, wagt sie das Unglaubliche: Sie rettet die Sammlung des Blauen Reiters vor dem Zugriff der Nazis und erhält sie der Nachwelt.

»Ein ergreifender Roman und eine einzigartige Geschichte.« Kirkus Reviews

Das herzergreifende Leben der Künsterlin Gabriele Münter. Eine tolle Geschichte mit vielen Lehren über das Leben. 📚

— Ellaa_

Eine tolle Geschichte über die lange Zeit verkannte Malerin und langjährige Lebensgefärtin des russischen Malers Kandinsky, Gabriele Münter

— Tulpe29

Ein netter, aber kein besonders packender Roman über Garbiele Münter und Kandinsky und die moderne Kunst, der sich leicht lesen lässt.

— Avila

Hat mich leider nicht so gepackt, wie die anderen aus dieser Reihe, auch wenn Gabriele Münters Leben schon irgendwie nicht so glücklich war.

— Bibliomania

Berührendes Portrait einer bewundernswerten Frau und Künstlerin.

— hasirasi2

Eine sehr berührende Geschichte über das Leben der Künstlerin Gabriele Münter.

— leserattebremen

Ein biografischer Roman über die Künstlerin Gabriele Münter, interessant und emotional.

— Barbara62

Bewegendes Künstlerporträt über Gabriele Münter und den Weg zur abstrakten Kunst.

— Gwendolyn22

Das Leben und Leiden der Gabriele Münter, die Muse eines Malers

— Arietta

Berührendes Künstlerinnenschicksal, das zur Beschäftigung mit der Person und Künstlerin Gabriele Münter einlädt.

— seschat

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  • Die Künstlerin Gabriele Münter. 🎭📚

    Die Malerin

    Ellaa_

    18. January 2018 um 18:03

    Inhaltsangabe: Die junge Gabriele Münter, genannt Ella, verliebt sich in ihren Lehrer Wassily Kandinsky. Ihr Haus in Murnau wird zum Zentrum der Avantgarde, hier malen, streiten und lieben sich die beiden und entwickeln ihre Kunst zu jener Abstraktion weiter, für die er in die Geschichte eingeht. Ella ist seine Muse ebenso wie seine Kritikerin und selbst eine außergewöhnliche Malerin. Mit dem Ersten Weltkrieg werden sie getrennt. Ella wähnt ihren Geliebten tot, trauert um ihn. Doch Kandinsky lebt – und heiratet eine andere. Ella droht daran zu zerbrechen. Aber als die Nazis Kandinskys »entartete Kunst« rauben wollen, wagt sie das Unglaubliche: Sie rettet die Sammlung des Blauen Reiters vor dem Zugriff der Nazis und erhält sie der NachweltMeine Meinung: Ein sehr emotionales Buch über das Leben der Künstlerin Gabriele Münter. Besonders ihren Sprung von der  lebensfrohen, unabhängigen Ella zu der leicht in den Schatten gestellten und gebrochenen Gabriele war herzzereißend und gaben mir persönlich einige Lehren mit auf dem Weg. Der Schreibstil war toll- für eine Biografie in ausgeschriebener Form doch leicht verständlich. Die meisten Beschreibungen konnte ich mir bildlich vorstellen und waren lebensnah dargestellt. Ständig fieberte ich mit und war völlig in ihrem Leben gefangen- denn nicht nur glückseligkeit spielen in ihrem Leben eine Rolle: auch Verrat und unendliche Trauer. Sehr gefühlvoll. Nur zu empfehlen. Die Kapitel waren von angenehmer Länge. Auch die Kriegszeit beziehungsweise Nachkriegszeit war gut dargestellt und teilweise erschütternd- definitiv waren dort einige meiner Lieblingsszenen dabei. Tolle Umsetzung. Auch die Kunstszene an sich wurde authentisch dargestellt, viele Ansichten konnte ich nicht nachvollziehen, dass ist aber normal.. was sagen manche wohl über die Bücherszene? ;) fande ich aber sehr interessant. Mein einziger starker Kritikpunkt ist, dass dieses große Potential ein wenig verschenkt wurde, zum einen gab es zum Schluss keine Abschiedsseite- keine Angaben über ihren Tod.. keine Zeit oder Ort.. war sehr schade! Es hört sozusagen mitten drin auf. Auch finde ich hätten einige Gemälde oder Fotos dabei sein müssen.. sie ist nunmal Künstlerin. Da fehlen ihre Werke schon etwas. Beschrieben ist halt anders als gesehen. Zum Schluss wo sie sich nichtmehr für die Kunst interessierte, hätte man die Bilder ja weglassen können. Das Buch kann auch von Leuten gelesen werden die sich nicht für Kunst interessieren. Jeder der einfach einen Einblick in die Vergangenheit haben möchte, hat stets eine wärmende Empfehlung von mir! 4☆

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  • Leserunde zu "Die Malerin" von Mary Basson

    Die Malerin

    aufbauverlag

    Eine Liebe in der BohèmeMünchen, 1902: Gegen alle Widerstände will die junge Gabriele Münter, genannt Ella, Malerin werden. Sie nimmt Unterricht bei Wassily Kandinsky und verliebt sich in ihn, sie wird seine Muse ebenso wie seine Gefährtin auf der Suche nach neuen Ausdrucksformen. Doch während Kandinsky schon bald als Meister der Abstraktion und Begründer des Blauen Reiters zu Weltruhm gelangt, ringt Ella zeitlebens mit ihrer Rolle als Frau in der Kunst. Und dann bricht Krieg aus, und ihre Liebe droht tragisch zu scheitern …Nach der wahren Geschichte der großen Malerin Gabriele Münter, die mit ihrer Hingabe an die Kunst und an die Liebe allen Gefahren ihrer Zeit trotzte.Zur Leseprobe: http://www.aufbau-verlag.de/media/Upload/leseproben/9783746633381.pdf Über Mary BassonMary Basson arbeitet im Milwaukee Art Museum, das die größte Gabriele-Münter-Sammlung Nordamerikas beherbergt. Münters Malerei faszinierte sie so sehr, dass sie sich auf die Spur ihrer Geschichte begab und nach München und zum Gelben Haus in Murnau am Fuße der Alpen reiste.Jetzt bewerben!Um eines der 25 Freiexemplare zu ergattern, bewerbt euch bitte mit Klick auf den "Bewerben"-Button und beantwortet folgende Frage: Welches Buch habt ihr zuletzt gelesen?Wir freuen uns auf euch und einen regen Austausch!Euer Team vom Aufbau Verlag* Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben.

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    • 328
  • Sehr schönes und interessantes Buch, auch für "Nicht-Kunstkenner"

    Die Malerin

    Miri1135

    15. January 2018 um 16:45

    München, 1902: Gegen alle Widerstände will die junge Gabriele Münter, genannt Ella, Malerin werden. Sie nimmt Unterricht bei Wassily Kandinsky und verliebt sich in ihn, sie wird seine Muse ebenso wie seine Gefährtin auf der Suche nach neuen Ausdrucksformen. Doch während Kandinsky schon bald als Meister der Abstraktion und Begründer des Blauen Reiters zu Weltruhm gelangt, ringt Ella zeitlebens mit ihrer Rolle als Frau in der Kunst. Und dann bricht Krieg aus, und ihre Liebe droht tragisch zu scheitern …Nach der wahren Geschichte der großen Malerin Gabriele Münter, die mit ihrer Hingabe an die Kunst und an die Liebe allen Gefahren ihrer Zeit trotzte.Mein Fazit:Ich bin sehr schnell in das Buch reingekommen und empfinde den Schreibstil als sehr angenehm.Es ist aus der Sicht von Gabriele Münter geschrieben.Mit Gabriele konnte ich mich gut anfreunden, auch wenn ich mich null mit ihr identifizieren kann.Die meisten ihrer Handlungen und Gedanken kann ich zwar nachvollziehen, hätte es aber selber anders getan.Ich habe oft mit ihr gefiebert und gelitten und bin über das Ende des Buches sehr froh.Bevor ich das Buch las, hatte ich nichts mit Kunst am Hut.Nun würde ich mir gerne ihre Werke näher anschauen und bin auch schon in Murnau gewesen.Tja, zu Kandinsky kann ich nicht viel positives sagen. Mit diesem Buch bekommt er sicherlich keine Fans dazu.Auch interessant finde ich die Beschreibung Gabrieles, wie sie den Krieg und gewisse Situationen empfunden hat. Da wird einem auch nochmal bewusst, wie viele Menschen eigentlich 2 Kriege miterlebt haben. Da kann man nur hoffen, dass wir davon verschont bleiben.Ein wirklich lesenswertes Buch und tolle Autorin.Da werde ich sicherlich mehr von lesen.

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  • Das Wesen der Dinge erkennen

    Die Malerin

    fasersprosse

    15. January 2018 um 00:07

    Dies ist eine Geschichte über die Künstlerin Gabriele Münter. Geschrieben hat sie Mary Basson. Basson arbeitet im Milwaukee Art Museum, das die größte Gabriele Münter Sammlung Nordamerikas beherbergt. Basson war fasziniert von den Arbeiten Münters, und begann mit einer Recherche über die Künstlerin. Sie flog nach München um deren Werke im Lenbachhaus zu erforschen und weiter nach Murnau zu dem Wohnhaus Münters, das restauriert als Museum der Öffentlichkeit zugänglich ist.Basson hat das Leben Münters von der Kindheit an beschrieben. Ella, wie Gabriele Münter genannt wurde, hat früh ihre Eltern verloren. Mit ihrem Erbe hat sie ihre Ausbildungen in Kunstschulen finanziert. Mitte Zwanzig lernt sie in einem der Kurse Wassily Kandinsky kennen. Er ist ihr Kunst-Professor und später ihr Liebhaber. Zusammen gehen sie nach Murnau und gründen den Blauen Reiter. Die Ereignisse des Ersten Weltkrieges führen zur Trennung. Später lernte sie Johannes Eichner kennen. Mit ihm lebt sie bis zu ihrem Tod zusammen. Um diese Eckdaten herum hat Basson die Geschichte gewoben. Sie hat über den Mut, die Leidenschaft, die Unsicherheiten und den Kummer Münters erzählt, hat eine Frau gezeigt, die sich entschieden hat, ein Leben außerhalb der Gesellschaft zu führen, die nach Anerkennung und nach Kandinskys Liebe ringt, und die ihr Leben der Kunst verschrieben hat. Auch auf Kandinsky und seine Werke wird in der Geschichte eingegangen.Besondere Aufmerksamkeit hat Basson der Analyse der Bilder und der künstlerische Entwicklung, sowohl Münters als auch Kandinskys gegeben.Der Roman gehört zu einer Reihe mit der Bezeichnung „Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe“.Zu einige Bilder Münters gibt es einen beschreibenden Text von J. Eichner. Die biografischen Daten sind das Gerüst. Die Geschichte ist in mancher Hinsicht Fiktion. Die Autorin hat ein Bild von Gabriele Münter gezeichnet, das ihr meiner Meinung nach nicht ganz gerecht wird. Die Umsetzung fällt für mich in die Kategorie Unterhaltung. Und doch reiht es sich ein in die wichtigen Werke die dazu beitragen, das Leben und Schaffen der Künstlerin Gabriele Münter bekannter zu machen. 

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  • Eine außergewöhnliche Frau und ihre Geschichte

    Die Malerin

    JessicaLiest

    11. January 2018 um 21:22

    Inhalt:Die junge Gabriele Münter, genannt Ella, verliebt sich in ihren Lehrer Wassily Kandinsky. Ihr Haus in Murnau wird zum Zentrum der Avantgarde, hier malen, streiten und lieben sich die beiden und entwickeln ihre Kunst zu jener Abstraktion weiter, für die er in die Geschichte eingeht. Ella ist seine Muse ebenso wie seine Kritikerin und selbst eine außergewöhnliche Malerin. Mit dem Ersten Weltkrieg werden sie getrennt. Ella wähnt ihren Geliebten tot, trauert um ihn. Doch Kandinsky lebt – und heiratet eine andere. Ella droht daran zu zerbrechen. Aber als die Nazis Kandinskys »entartete Kunst« rauben wollen, wagt sie das Unglaubliche: Sie rettet die Sammlung des Blauen Reiters vor dem Zugriff der Nazis und erhält sie der Nachwelt.Meine Meinung:Die Beziehung nimmt Ella und Kandinsky das, wie soll ich sagen, das persönliche weg. Natürlich steht die Beziehung im Vordergrund, aber das rundherum hat mir bei ihnen gefehlt. Man merkt aber was in Ella vor sich geht, ihre Angst, ihre Träume, das war spannend zu verfolgen. Wir erleben Höhen und Tiefs. Es gibt schlechte Zeiten, es gibt gute Zeiten, das lies sich gut verfolgen. Es brauchte etwas Zeit bis etwas Schwung in die Handlung gekommen ist.. Zwischenzeitlich gab es immer wieder mal Abschnitte die der Kunst galten, das hat frischen Wind in die Handlung gebracht, aber auch Geschmackssache. Der Schreibstil ist an sich sehr ruhig und flüssig zu lesen. Trotz das sich die Geschichte schön lesen lassen hat, interessant und auch an sich spannend zu verfolgen war, hat mir der Pepp im Schreibstil gefehlt. Bzw. war mir das einfach zu ruhig. Nichtsdestotrotz sollte man an dem Buch nicht vorbei gehen. Recherchiert wurde das ganze super. Eine außergewöhnliche Frau und ihre Geschichte. 

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  • Die Rettung Kandinskys

    Die Malerin

    dubh

    07. January 2018 um 21:27

    Die junge Ella verliebt sich beim Malen in der bayerischen Natur in ihren Lehrer, den verheirateten Wassily Kandinsky. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts kann eine solche Verbindung nur die Missbilligung der Gesellschaft erregen - doch Ella und Wassily sind nicht nur Lebensgefährten, sondern sie zeigen gemeinsam mit Franz Marc und anderen  Künstlern des Blauen Reiters der Welt eine neue Kunstform. Doch der erste Höhenflug und die berauschende Freude hält nicht ewig an - schon gar nicht mit den politischen Veränderungen in Europa. Doch die dunkelste Zeit, die pure Ernüchterung, folgt mit den Nationalsozialisten, die den Expressionismus als "entartete Kunst" verunglimpfen. Aber es wird auch Gabriele Münters Stunde: sie nimmt all ihren Mut zusammen und engagiert sich mit all ihren Möglichkeiten für die Kunst. Ella wird Kandinsky retten...Die Stärke der Autorin ist die gut recherchierte Darstellung der Ursprünge des deutschen Expressionismus' und ganz besonders der Künstlervereinigung Der Blaue Reiter. Mich hat dabei vor allem das Leben und die Kunst von Gabriele Münter interessiert, denn auch wenn sie sich - in einer Zeit, in der Frauen kaum ein selbstbestimmtes Leben zugestanden wurde - einen eigenen Namen als Künstlerin gemacht hat, ist sie gleichzeitig wohl auf ewig mit Kandinsky verbunden. Ironischerweise wurde sie nach etlichen Beziehungsjahren nicht seine zweite Ehefrau, was Ella zum Glück nicht davon abhielt, seine Werke für die Welt zu retten. Mary Basson schildert das Leben der beiden, was alleine durch die korrekte Einbettung in die historischen Fakten eindringlich daherkommt. Verstärkt wird dies noch mit dem sehr detaillierten Blick auf Gabriele Münter - ihre Zweifel, Unsicherheiten und Ängste stellt die Autorin glaubhaft dar.Allerdings hätte das Buch vor allem zu Beginn mehr Schwung vertragen können, denn die Beziehung zwischen Ella und Wassily kommt etwas farblos daher. Ich bin mir sicher, dass ihre jahrelange Beziehung, die sie entgegen all der Konventionen gelebt haben, ziemlich leidenschaftlich war - nicht ohne Grund war Ella sehr verletzt, als Kandinsky plötzlich jeden Kontakt zu ihr verweigert hat. Mit Ellas mutiger Mission nimmt auch das Buch Fahrt auf und zeigt das Leben einer außergewöhnlichen Frau, die über sich hinauswächst.

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  • Das Leben der Künstlerin Gabriele Münter

    Die Malerin

    pallas

    07. January 2018 um 17:24

      Die Handlung des Romans spielt in München und beginnt um das Jahr 1902   Gabriele Münter, genannt Ella war eine junge angehende Künstlerin, die Unterricht bei dem bekannten Maler Wassily Kandinsky nahm. Sie war zunächst seine Muse und später sogar seine Lebensgefährtin. Durch die aufopfernde Unterstützung Ellas entwickelte sich Kandinsky schon bald zu einem Meister der Abstraktion und schließlich gründete er mit Gleichgesinnten die berühmte Künstlerbewegung "Der blaue Reiter". Ella stand immer in seinem Schatten und obwohl Kandinsky ihr die Ehe versprochen hat, wird sie nie seine Ehefrau. Mit ihm an ihrer Seite bereist sie nahezu ganz Europa, entwickelt ihr eigenes Talent weiter und lernt nebenbei viele bedeutende Künstler der damaligen Zeit kennen.  Als der erste Weltkrieg ausbricht verschwindet ihr Geliebter Kandinsky in seine Heimat Russland. Für sie stürzt damit eine Welt ein. Doch sie erholt sich wieder und lernt eine neue Liebe kennen. Ella bringt sogar Kandinskys von den Nazionalsozialisten als "entartete Kunst" eingestuften Gemälde in Sicherheit, was unter den damaligen Verhältnissen alles andere als ungefährlich war. In dieser sehr ansprechenden Biografie über die Künstlerin Gabriele Münter, die mit dem bekannten Maler Wassily Kandinsky liiert war erhält der kunstinteressierte Leser wertvolle Einblicke sowohl in de Schffensperiode als auch den Charakter Wassily Kandinskys. Zwischen den Kapiteln bietet die Autorin bemerkenswerte Beschreibungen zu den einzelnen Kunstwerken Gabriele Münters. Diese kurzen Darstellungen und Hintergrundinformationen machen das Werk in meinen Augen besonders wertvoll. Vom Romantechnischen her hat der Geschichte etwas an Schwung gefehlt. Erst im letzten Drittel nahmen Spannungsbögen an Fahrt auf und boten spannende für Romane typische Momente, die der Leser besonders schätzt. Das Cover ist wunderschön gestaltet und weckt die Neugier auf dieses Buch. Eine Dame im roten Kleid schreitet auf einem freien Platz ganz offensichtlich mutig voran.   Der verständliche Schreibstil und die einfache Sprache ermöglicht eine mühelose Lektüre. Ich hätte mir gewünscht, die an sich hochinteressanten Protagonisten hätten deutlich ausgearbeitetere Charakterzüge erhalten und wären in der Story besser aufgelebt. Nur aus diesem Grund kann ich die Beurteilung nicht mit der Bewertung "ausgezeichnet" beurteilen. Auch detailliertere Informationen rund um den Charakter Kandinskys fehlen mir im an sich sehr interessanten letzten Drittel des Romans sehr. Für den Leser verschwindet diese zentrale Figur plötzlich von der Bildfläche und man erfährt in Folge kaum mehr etwas über ihn und die Beweggründe seines kaltherzigen Handelns. Ansonsten halte ich mit dem Werk "Die Malerin" eine gute Biographie über die Malerin Gabriele Münter in Händen. Die Kunst war ihr Leben und Kandinsky ganz offensichtlich ihr Schicksal.  Herzlichen Dank an den Aufbau Verlag und NetGalley für das Bereitstellen des Leseexemplars. 

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  • Gabriele

    Die Malerin

    Tulpe29

    04. January 2018 um 14:44

    Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen, denn es erzählt die Lebensgeschichte von Gabriele Münter, genannt Ella, auf unterhaltsame, interessante und einfühlsame Weise. Aus wohlhebendem Hause stammend, beginnt das Leben für Ella zunächst verheißungsvoll, aber das ändert sich leider schnell.Mit ihrer großen Liebe zu  dem berühmten russischen Maler Kandinsky beginnt auch ein privates Drama für sie. Er nutzt sie mehr oder weniger aus, verspricht ihr die Ehe und hält sie hin, während Ella nicht von ihm loskommt. Auch finanziell geht es ihr oft nicht gut.Tapfer kämpft sie sich durch ihr trotzdem aufregendes und schönes Künstlerleben und findet ihr spätes Glück.

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  • In Kandinskys Schatten

    Die Malerin

    Avila

    01. January 2018 um 23:23

    München, 1902: Die junge Ella will trotz aller Konventionen, die den Frauen den Weg in die Kunst als Künstlerin versperren, Malerin werden. So wird sie die Schülerin von Wassily Kandinsky, deren Verhältnis aber bald das der normalen Schüler-Lehrer-Basis überschreitet. Gefangen in einer Romanze mit dem Künstler Kandinsky versucht Ella ein selbstbestimmtes Leben zu führen in einer Zeit, in denen Frauen eigentlich ein anderer Platz zugeschrieben war. Der Plot beginnt zwar am Anfang des 20. Jahrhunderts aber streckt sich über den ersten und zweiten Weltkrieg bis hin in die 50er Jahre. Im Mittelpunkt der Geschichte steht immer die Künstlerin Gabriele Münter. Durch ihre romantische Beziehung zu Kandinsky geht es in dem Roman aber auch um ihn, die Künstlervereinigung der Modernen Kunst "Der Blaue Reiter", die Etablierung und später das Verbot der Modernen Kunst und sogar deren Verfolgung im Nationalsozialismus. So verspricht der Roman vor allem im letzten Drittel spannende Episoden.Die Protagonistin blieb für mich im Roman leider ein wenig blass. Ihre Zerissenheit zwischen ihrem Leben und dem Ideal wird teilweise herausgearbeitet, aber da die Geschichte eher episodenhaft als zusammenhängend erzählt wird, bleibt die Darstellung von ihr selbst eher schal, was ich ein wenig schade fand. Auf der anderen Seite werden ihr so wahrscheinlich keine oder kaum Charakterzüge zugedichtet, die sie gar nicht hatte. So zieht sich der Roman in der ersten Hälfte auch ein wenig. Die Beziehung oder Nicht-Beziehung zwischen Ella und Kandinsky und die damit einhergehende Ächtung der Gesellschaft wird mal mehr mal weniger beschrieben. Die Leidenschaft, die zwar erwähnt wird, springt dabei nicht über. Auch hier bleibt die Erzählung blass. Erst in der zweiten Hälfte und mit dem Beginn des Nationalsozialismus' und die Einführung von "entarteter Kunst" lässt das Buch ein wenig lebhafter erscheinen. Die Beschreibungen der Episoden sind detail- und erlebnisreicher, so dass der Leser zum Ende hin noch mal positiv überrascht wird.

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  • Ein ruhiges Buch

    Die Malerin

    verruecktnachbuechern

    01. January 2018 um 18:39

    Gabriele Münter, genannt Ella, ist die Hauptperson dieser wahren Geschichte.Sie ist eine talentierte Malerin und findet einen großartigen Leher.Als Schülerin des Malers Wassily Kandinsky verliebte sie sich in ihn.Die Liebe zu ihm hat Einfluss auf ihr Leben und ihre Kunst.Viele Jahre lebte sie mit diesem Mann zusammen. Sie reisen um die Welt, lernen Künstler kennen und entwickelt sich weiter.Wassily verspricht ihr sie zu heiraten, doch dieses Versprechen löst er nie ein.Nach einer Beziehung voller Höhen und Tiefen verschwindet Wassily aus ihrem Leben.Ganz vergessen kann sie ihn nie und so schützt sie seine Gemälde vor den NationalsozialistenDas Cover ist sehr hübsch. Die einzige richtige Farbe ist rot. Der Blick wird auf den Titel und die junge Frau im Kleid gelenkt.Die Geschichte erzählt einfühlsam die Geschichte von Ella. Wie sie Wassily kennen und lieben lernte bis zur alten betagten Dame.Ella ist eine sehr ungewöhnliche Frau für diese Zeit. Sie ist lieber alleine für sich und malt, anstatt sich einen Ehemann zu suchen und eine Familie zu gründen.Sie scheint sehr selbstbewusst.Sich neben Wassily zu behaupten ist nicht einfach für sie. Ist er doch der große Künstler und sie nur seine Geliebte.Zwischen einzelnen Kapiteln gibt es immer eine Beschreibung einzelner Kunstwerke. Ich habe diese Einschübe sehr genossen, da sie mir zeigten, was dort gemalt wurde. Ich habe jedes Bild im Internet angeschaut und war begeistert von der guten Beschreibung.In einigen Abschnitten des Buches gibt es große Zeitsprünge. Das machte es manchmal schwierig zu folgen und ich musste ab und zu nachgucken, in welcher Zeit wir jetzt sind.Der Schreibstil ist angenehm zu lesen. Die Sätze sind einfach und man taucht in die Geschichte ein. Die Autorin schafft es, sich in Ella hineinzuversetzen und einfühlsam ihre Geschichte zu erzählenSchade finde ich es, dass Wassily aus Ellas Leben verschwindet und somit auch aus dem Buch. Gerne hätte ich noch ein wenig was über ihn erfahren.Eine zusätzliche Seite mit ein paar historischen Eckdaten wäre das Tüpfelchen auf dem i gewesen und ich finde es recht schade, dass sie fehlt.Das Buch eine sehr interessante Biographie und hat mir eine Malerin näher gebracht von der ich bisher nur den Namen kannte.

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  • Die Malerin, die sich auf Kandinsky einließ

    Die Malerin

    Bibliomania

    31. December 2017 um 19:37

    Gabriele Münter war eine expressionistische Malerin. Sie hatte großes Talent, das besonders durch Wassily Kandinsky gefördert und gefordert wurde. Zunächst war sie nur seine Schülerin, doch als begabteste Künstlerin der Klasse wurde sie bald Kandinskys Geliebte. Sie reisten viel, lernten viele Galeristen, andere Künstler und Stilrichtungen kennen und Gabriele hoffte immer, Kandinskys rechtmäßige Ehefrau zu werden. Beide machten schwere Zeiten durch und Gabriele Münters Leben richtete sich immer mehr an diesem Mann aus, der ihr gegenüber ein flegelhaftes, unmögliches Benehmen an den Tag legte.Dieser Roman zeigt das Leben der armen Gabriele Münter. Wie sie gelitten hat, was sie verloren hat, ihre Hoffnungen, Träume und Wünsche, die sich nie erfüllten.Ein schicksalhaftes Leben, das ich selbst Gott sei Dank nicht führe bzw. nicht führen musste. Gabrieles Schicksalsschläge sind hart und ich kann mir gut vorstellen, dass eine einst starke Frau so sehr darunter leidet, dass sie fast gänzlich daran zerbricht. Gabriele kann einem nur leid tun. Gleichzeitig scheint ohne Kandinsky gar kein Kunstleben möglich gewesen zu sein und auch ohne seine Anwesenheit passiert eigentlich nichts, das Buch plätschert etwas vor Belanglosigkeiten dahin. Von Kunst ist eigentlich nach der Hälfte des Buches kaum noch die Rede bis auf die nächtliche Aktion, in der etliche wertvolle Kunstwerke gerettet werden. Auch diese wahnsinnige Naivität Münters gab mir zu denken. Kann man wirklich so blind und blauäugig durch die Welt gehen?Wirklich aufschlussreich fand ich die "Galerie-Abschnitte". Hier wurden immer verschiedene Bilder vorgestellt und beschrieben, so dass man ein gutes Gefühl für die Kunst von Frau Münter bekam. Wünschenswert wäre auch ein Nachwort gewesen, das fehlt mir hier sehr.Dennoch ist es ein unterhaltsames Buch einer armen Frau. Mir tut sie Leid und ich bin froh, nicht in dieser Welt der meiner Meinung nach unmöglichen Frauenrolle geboren zu sein.

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  • biografischer Roman über Gabriele Münter

    Die Malerin

    irismaria

    30. December 2017 um 10:50

    Der Roman "Die Malerin" von Mary Basson trägt den Untertitel "die Kunst war ihr Leben - Kandinsky ihr Schicksal". Die Autorin erzählt auf spannende und berührende Weise die Lebensgeschichte der Malerin Gabriele Münter, die eine der Gründerinnen der Künstlervereinigung blauer Reiter war. Die Geschichte beginnt zu Beginn des 20 Jahrhunderts in München. Gabriele Münter, genannt Ella, nimmt an einem Kunstworkshop bei dem berühmten Maler Wassily Kandinsky teil. Neben der gemeinsamen Liebe zur Kunst fühlen die beiden sich auch zueinander hingezogen und haben erste Küsse ausgetauscht. Umso größer ist der Schock als plötzlich Wassilys Ehefrau auftaucht, von der Ella nichts wusste. Im Verlauf ihres ganzen Lebens wird die Beziehung zu Kandinsky in ihren Höhen und Tiefen ihr privates und künstlerisches Dasein prägen. Daneben spielen der Erste Weltkrieg und die erstarkenden Nationalsozialisten eine große Rolle, denn viele unter ellas Künstler-Freunden werden plötzlich als entartete Künstler abgelehnt. Unterbrochen wird die Geschichte von Bildbeschreibungen von Münters Werken. Hier hätte ich mir gewünscht, dass es eine Abbildung der Gemälde oder zumindest einen Hinweis gibt, wo man sie im Internet finden kann. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, die Lebensgeschichte Ellas ist fesselnd aber auch tragisch. Ich empfehle das Buch allen Kunstinteressierten, denn neben einer spannenden biographischen Geschichte erfährt man auch viel über die philosophischen und künstlerischen Hintergründe dieser Richtung der klassischen Moderne.

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  • Ellas Kampf

    Die Malerin

    Dreamworx

    29. December 2017 um 13:46

    Die junge Gabriele „Ella“ Münter liebt die Malerei des Expressionismus und lernt mit Mitte zwanzig auf der Münchner Malschule „Phalanx“ im Jahr 1902 den russischen Maler Wassily Kandinsky kennen, der bereits ein berühmter Künstler ist und auch als Lehrer fungiert. Ella selbst bleibt der Zugang zu staatlichen Kunstinstitutionen verschlossen, denn Frauen waren als Künstlerinnen damals nicht anerkannt. Zwischen Ella und ihrem wesentlich älteren Lehrer entspinnt sich schon bald eine sehr enge Beziehung, die weit über die des Lehrers und seiner Schülerin hinausgeht. Da Kandinsky noch verheiratet ist, leben die beiden in wilder Ehe zusammen, was zur damaligen Zeit einem Skandal glich. Ella ist von Kandinsky fasziniert, der zugleich Genie und unberechenbar ist, seine Stimmungsschwankungen machen das Zusammenleben in Murnau nicht leicht. Als der Krieg ausbricht, werden die beiden getrennt. Lange Zeit glaubt Ella, dass ihre große Liebe Kandinsky bereits tot ist und gibt sich ihrer Trauer hin. Aber dann treffen die beiden doch noch einmal aufeinander und Kandinsky bricht endgültig mit Ella, hat er doch inzwischen eine andere Frau geheiratet. Ellas Welt stürzt zusammen wie ein Kartenhaus und nur mit Hilfe ihrer Schwester gelingt es ihr, sich langsam davon zu erholen und ihren eigenen Weg als Künstlerin zu gehen, die auch noch Kandinskys Werke aus der Periode des „Blauen Reiters“ vor den Nazis versteckt und so für die Nachwelt rettet.Mary Basson hat mit ihren Buch „Die Malerin“ einen sehr fesselnden und eindringlichen autobiografischen Roman über die Künstlerin Gabriele Münter vorgelegt, deren Leben und Wirken sie äußerst spannend, bildhaft und realitätsnah unter die Lupe nimmt. Der Schreibstil fesselt von der ersten Seite an, das Buch lässt sich kaum aus der Hand legen. Die Autorin, die selbst in einem Museum arbeitet, die die größte Münter-Sammlung in Amerika beheimatet, hat sich ausgiebig mit der Künstlerin befasst und gewährt dem Leser detailreich sowie mit fachlichem Wissen ausführlich Einblicke in deren Leben und die verschiedenen Werke, die ebenso beschrieben werden. Ebenfalls eindrucksvoll berichtet die Autorin über die Zeit des Nationalsozialismus, wo gerade die Gemälde von Kandinsky und seiner Malerkollegen aus der Künstlergruppe §Der Blaue Reiter“ als entartete Kunst verurteilt, verboten und zum Teil sogar zerstört wurden. Nur durch das beherzte Engagement von Gabriele Münter ist ein Großteil der Werke erhalten geblieben und steht heute im Münchner Lenbachhaus einem kunstliebenden Publikum zur Verfügung.Bei den Charakteren hat sich die Autorin sehr mit den Eigenheiten der einzelnen Protagonisten beschäftigt und ihnen Individualität und damit auch Authentizität verliehen. Ella ist eine sympathische, aber auch zerbrechliche Frau, die mit Leidenschaft für die Kunst lebt und der Welt ein wenig entrückt ist. Sie ist außergewöhnlich talentiert, kann in der damaligen Gesellschaft aber leider nicht den Erfolg ernten, der ihr eigentlich zustünde. Sie ist geduldig und kritisch, ebenso hilfsbereit und zu einer geradezu zerstörerischen Liebe fähig, die sie fast in den Abgrund reist. Kandinsky ist ein Egomane, dessen Leben sich nur um seine Malerei und deren Entwicklung dreht sowie um deren Erfolg. Er duldet keine erfolgreicheren neben sich und hält auch Ella immer klein. Er leidet unter Stimmungsschwankungen, ist äußerst labil und seine Depressionen machen das Leben mit ihm zu einem Spießrutenlauf. Der Kunstkritiker Johannes Eichner ist ein sehr netter Mann, hilfsbereit und zuvorkommend, mit genügend Geduld und Empathie ausgestattet, um Ella Halt zu geben und sie bei ihrem gefährlichen Vorhaben zu unterstützen. „Die Malerin“ ist ein sehr fesselndes und spannendes autobiografisches Buch über eine außergewöhnliche Frau in einer gefährlichen Zeit. Die Autorin hat ein wunderbares Portrait der Künstlerin Gabriele Münter abgebildet, das dem Leser noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Sowohl Historienfans als auch Kunstliebhaber werden an diesem Buch ihre Freude haben. Absolute Leseempfehlung!

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  • Eine Frau des 20. Jahrhunderts

    Die Malerin

    TochterAlice

    29. December 2017 um 12:19

    Auch wenn sie bereits im 19. Jahrhundert geboren wurde und heranwuchs - alle signifikanten Ereignisse im Leben der Malerin Gabriele Münter fielen definitiv in das darauffolgende, das so tragische 20. Jahrhundert. Tragisch war auch das Leben der Künstlerin - nicht nur, aber auch, weil sie als Frau (noch) nicht die Rolle einnehmen konnte, die ihr Zustand. In den ersten Jahren ihres eigenen künstlerischen Schaffens stand sie klar im Schatten von Kandinskys, der ihr Lehrer und bald auch ihr Geliebter war - jahrelang hielt er sie hin, was die von ihr ersehnte Heirat anging, um dann zum Ende des Ersten Weltkrieges den Kontakt komplett abzubrechen. Erst Jahre später erfuhr Gabriele Münter, dass er damals bereits anderweitig verheiratet war.Die folgenden, zunächst tragischen, dann zurückgezogenen Jahre der Gabriele Münter waren weniger spektakulär, doch ebenfalls interessant - und eben ein wichtiger Teil ihres Lebens.Die Autorin Mary Basson fühlt sich aus meiner Sicht gut sowohl in das Leben der Künstlerin als auch in ihr Umfeld sowie in die gesamte Epoche (bzw. die Epochen), die den Rahmen bildet ein - im Gegensatz zu einigen anderen Bänden der "Künstlerreihe" aus dem Aufbau-Verlag wird hier den Künstlern ein Charakter verliehen, also Gewicht gegeben. Gabriele Münter, über die ich schon vorher einiges wusste, ist mir ein wenig näher gerückt - ich habe Lust darauf bekommen, mehr über sie zu recherchieren, ebenso über die Menschen um sie herum.Kein sensationelles Buch, eher ein leiseres, in dem die Leidenschaft Münters in Bezug auf Kandinsky sehr herausgestellt wird - ob es wirklich so war? Da es ein Roman ist, in dem die Autorin alle Freiheiten hat und sie definitiv auch nutzt, kann sie es sich erlauben. Dafür ist die Lektüre auch spannender als die vieler Biographien und wird sicher auch Lesern Spaß machen, die vor einem Sachbuch zurückschrecken würden. Dennoch hätte ihm eine Zeittafel, ein Namensverzeichnis mit Erläuterungen zu den Personen aus meiner Sicht gut angestanden.

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  • Die Malerin im Schatten Kandinskys

    Die Malerin

    bookloving

    28. December 2017 um 19:09

    „Die Kunst war ihr Leben – Kandinsky ihr Schicksal“INHALTMünchen, zu Beginn des 20. Jahrhunderts: Die junge Gabriele Münter, genannt Ella, möchte trotz aller Widerstände unbedingt Malerin werden. Bei ihrem Malunterricht in München verliebt sie sich in ihren verheirateten Lehrer, Wassily Kandinsky. Das Künstlerpaar unternimmt viele Reisen, und Gabriele wird seine Muse, Gefährtin und Geliebte – ein Skandal zu jener Zeit. Während Kandinsky schon bald als Meister der Abstraktion gefeiert und als Begründer des „Blauen Reiters“ berühmt wird, kämpft Ella um ihre Anerkennung als Frau in der Kunst. Gegen den Willen ihrer Familie lebt sie mit dem Künstler fast 15 Jahre lang zusammen, bis schließlich der Erste Weltkrieg ausbricht und Kandinsky nach Russland zurückkehrt - um dort heimlich eine andere Frau zu heiraten. Es ist das tragische Ende einer großen Liebe, das die Malerin in eine schwere Krise stürzt. MEINE MEINUNGDie amerikanische Autorin Mary Basson hat mit ihrem Debüt „Die Malerin“ eine sehr eindrückliche und insgesamt recht gut recherchierte Romanbiographie über das Leben der bedeutenden Malerin des Expressionismus Gabriele Münter vorgelegt. Als Dozentin im Milwaukee Art Museum, das die umfangreichste Gemälde-Sammlung der Malerin in Nordamerika besitzt, war die Autorin von Münters Malerei derart fasziniert, dass sie beschloss, einen Roman über diese faszinierende Frau zu schreiben, die weniger als Künstlerin der Moderne, sondern lediglich als langjährige Muse und Geliebte des berühmten Malers Wassily Kandinsky von sich reden machte. Bei ihrer ausführlichen Recherchearbeit zum Leben und Werk Münters begab sich Basson auf ihrer Spurensuche auch an die Originalschauplätze in München und zum „Gelben Haus“ nach Murnau im bayerischen Voralpenland. In verschiedenen Episoden aus dem Leben der Künstlerin erfährt der Leser sehr viel über Münters Gedanken, Empfindungen, Familie und ihre Leidenschaft für die Kunst, aber auch politische und gesellschaftliche Hintergründe jener Zeit. So lernt man die junge, schüchterne Ella kennen, die sich in während ihres Malunterrichts unsterblich in ihren verheirateten Lehrer „Professor K“ verliebt, erfährt wie sie sich später an der Seite ihrer großen Liebe Kandinsky künstlerisch weiterentwickelt, aber auch die Licht- und Schattenseiten ihres Lebens mit einem schwierigen Menschen durchlebt. Ihr Gelbes Haus in Murnau wird mit der Gründung des „Blauen Reiters“ zum Zentrum der künstlerischen Avantgarde, doch mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs kommt es zum tragischen Ende ihrer Liebe. Erst nach Jahren bangen Wartens erfährt sie, dass Kandinsky in Russland eine andere Frau geheiratet hat. Dieser unverzeihliche Verrat stürzt sie in eine tiefe Krise, an der sie beinahe zerbricht. Ein echtes Highlight zum Ende des Romans hin ist die fesselnde Schilderung, wie Münter mit ihrem neuen Lebensgefährten Johannes Eichner mit beispiellosem Mut die „Entartete Kunst“ Kandinskys vor der Beschlagnahmung und Zerstörung der Nazis bewahrte und dadurch die Sammlung des Blauen Reiters für die Nachwelt rettete. Der Roman lässt sich sehr angenehm lesen, und ist unterhaltsam und verständlich geschrieben. Insgesamt gelingt es der Autorin sehr gut, Münter mit ihrer vielschichtigen Persönlichkeit auf den verschiedenen Stationen ihres ereignisreichen Lebens für den Leser lebendig werden zu lassen. Die Autorin zeichnet ein einfühlsames, weitgehend authentisch wirkendes Bild einer talentierten Frau, die trotz ihrer Begabung stets im Schatten des weltberühmten Malers und Kunsthistorikers Kandinskys stand und der die künstlerische Anerkennung für ihre Werke verwehrt blieb. Entsprechend differenziert und feinfühlig wird die sich wandelnde Beziehung der beiden Künstler von er verliebten Anfangsphase, den späteren Reibereien bis hin zum qualvollen Auflösungsprozess beschrieben. Auch die übrigen Charaktere sind gut herausgearbeitet, und wirken lebendig und glaubwürdig. In die Handlung eingestreut sind immer wieder mit „Galerie“ betitelte Kapitel, in denen verschiedene Gemälde von Gabriele Münter herausgegriffen und kenntnisreich beschrieben werden. So erhält der Leser einen aufschlussreichen Einblick in das künstlerische Schaffen und einige kunsttheoretische Hintergründe. Etwas oberflächlich geraten sind die Schilderungen zur Entstehung der Künstlervereinigung »Blauer Reiter« und Hintergründe zu Ellas Stellung als talentierte, eigenständige Malerin im Umfeld der Münchner Künstler fehlen fast völlig. Leider hat die Autorin Münters neu erwachte Schaffenskraft nach dem 1. Weltkrieg weitgehend ausgespart, so dass der Eindruck erweckt wird, dass Münters breitgefächertes Werk mit ihrer Beziehung zu Kandinsky endete. Wie so häufig bei Romanbiografien ist es schwierig, tatsächlich Geschehenes bzw. historisch Verbürgtes von der fiktionalen Fantasie der Autorin zu unterscheiden. Daher ist es schade, dass in ihrem Nachwort keine weitere Erläuterungen zu ihrer Recherchearbeit zu finden sind und auch ein Literaturverzeichnis zu ihren herangezogenen Quellen fehlt.FAZITEine unterhaltsame Romanbiographie über Gabriele Münter und zugleich ein faszinierendes Porträt einer großen Malerin und eigenwilligen Frau gefangen zwischen ihrer großen Liebe, Selbstverwirklichung und gesellschaftlichen Konventionen ihrer Zeit!Ein lesenswerter Roman, der dazu anregt sich weiter mit Gabriele Münter und ihrem facettenreichen Werk zu beschäftigen.

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