Mary Beard

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Frauen und Macht

Frauen und Macht

 (17)
Erschienen am 08.03.2018
SPQR - Die tausendjährige Geschichte Roms

SPQR - Die tausendjährige Geschichte Roms

 (8)
Erschienen am 13.10.2016
Pompeji

Pompeji

 (3)
Erschienen am 26.10.2017
Kleopatras Nase

Kleopatras Nase

 (3)
Erschienen am 22.06.2017
Das Lachen im alten Rom

Das Lachen im alten Rom

 (0)
Erschienen am 01.04.2016
Das Kolosseum

Das Kolosseum

 (0)
Erschienen am 01.06.2010
The Roman Triumph

The Roman Triumph

 (1)
Erschienen am 07.04.2010
The Fires of Vesuvius

The Fires of Vesuvius

 (0)
Erschienen am 30.04.2010

Neue Rezensionen zu Mary Beard

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Rezension zu "Frauen und Macht" von Mary Beard

Schockierende, jedoch keine neuen Erkenntnisse
bloggingbookreviewvor 2 Monaten

Die Autorin Mary Beard ist Professorin an der Universität Cambridge im Fach alte Geschichte. Darüber hinaus ist sie sehr bekannt durch ihren unermüdlichen und heruszuhebenden Kampf für die Rechte der Frau und der umfassenden Gleichstellung aller Geschlechter. In ihrem Essay - Frauen und Macht - versucht sie durch die Abschrift zweier von ihr gehaltener Vorträge das Machtgefälle zwischen den Geschlechtern in westlichen Gesellschaften zu verdeutlichen. Nichts für diejenigen die tiefgreifende Informationen zu Sexismus und Geschlechterdiskriminierung suchen, aber ein sehr guter Einstieg in das Thema. 


Das Buch ist in zwei Teile untergliedert. Im ersten Teil des Buches schreibt Beard über die Tatsache, dass die öffentliche Sprache schon immer ein Instrument des Mannes war. Dies führt sie auf die altgriechische Historie zurück, in welcher die Frauen selbst von ihren Söhnen kommandiert werden konnten und sich dem beugen mussten, sofern es sich um öffentliches Auftreten handelte. 

Im zweiten geht es mehr um die Misrepräsentation von Frauen in Ämtern und wie sich mächtige Frauen immer wieder Tiraden ausgesetzt fühlen müssen. Außerdem um Strategien der Nachahmung von männlichen Eigenschaften, sofern es sich um bekannte und Mächtige Frauen, wie Margret Thatcher oder Angela Merkel handelt. Wie dominiert die Politik von männlichen Idealvorstellungen ist, lässt sich besonders am Wahlkampf in den Vereinigten Staaten erkennen, indem Trump mit martialischer Männlichkeit die Sprache und das öffentliche Interesse immer wieder auf sich und weg von der Konkurrentin Hillary Clinton lenkte. 

Beard macht einen groben Umriss und steckt das Thema gezielt ab. Es handelt sich wirklich um eine sehr kurze Einführung - ich habe 1,5 Stunden gebraucht um die knapp 80 Seiten zu lesen. Hierbei handelt es sich nicht um eine Lektüre für Kenner*innen, sondern eher für diejenigen die sich noch nicht tiefergehend mit dem Thema befasst haben. Empfehlenswert ist sie dennoch - wenn auch zu kurz und zu knapp.

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Rezension zu "Frauen und Macht" von Mary Beard

...der Titel sagt alles.
HelenKvor 6 Monaten

„Wenn es darum geht, Frauen zum Schweigen zu bringen, hat die westliche Kultur Jahrtausende praktischer Erfahrung“, schreibt Mary Beard in ihrem neuen Buch mit dem Titel „Frauen und Macht.“ Ein Satz, der den Inhalt des Werkes an sich schon gut zusammenfasst.

Denn wie der Titel schon ankündigt geht es um Frauen und Macht. Oder besser um das, was Frauen von der Macht fern hält, und wie mächtige Frauen dargestellt werden. Und wer wäre besser geeignet, das im geschichtlichen Kontext aufzuarbeiten als die Althistorikerin und Frauenrechtlerin Beard. Sie ist Professorin an der University of Cambridge und Herausgeberin des Bereichs Altertumswissenschaften für das Times Literary Supplement. Und obwohl sie schon etliche Bücher geschrieben hat und unter anderem eine eigene BBC Serie mit ihr läuft, war sie mir bisher kein Begriff.  Leider, muss ich sagen, denn nachdem ich ihr Buch gelesen habe, wünsche ich mir, ich hätte schon früher von ihr gehört. Wunderbarerweise aber wurde das Buch für eine Leserunde, an der ich regelmäßig teilnehme, ausgesucht.

Das Buch ist in zwei Kapitel gegliedert, jedes ein eigenes Essay von Beard.

Im Ersten verdeutlicht sie am Beispiel der Metamorphosen, wie Frauen mundtot gemacht wurden. Das Werk des römischen Dichters Ovid beschreibt die Entstehung der Welt in den Begriffen der römischen und griechischen Mythologie. Sie pickt sich eine Vielzahl an Beispielen aus dem Klassiker heraus. Io, von Jupiter vergewaltigt, wird in eine Kuh verwandelt. Echo, die Nymphe, muss auf ewig andere wiederholen. Nur zwei Ausnahmen gab es laut Beard, zu deren Anlass Frauen sprechen durften. Einmal um ihr Haus, ihre Kinder und ihren Mann zu verteidigen. Zum anderen wenn sie Opfer oder Märtyrer wurden. Philomena hätte also von ihrer Vergewaltigung berichten können, hätte ihr ihr Vergewaltiger nicht vorsorglich die Zunge rausgeschnitten. Eindrucksvoll leitet Beard so an vielen Beispielen her, dass es kein Wunder ist, dass die US-Senatorin Elisabeth Warren von der Debatte ausgeschlossen wurde, als sie einen Brief der US-amerikanischen Bürgerrechtlerin Coretta Scott King im Senat vorlesen wollte, sondern Folge der Geschichte. Bernie Sanders und andere Senatoren konnten genau diesen Brief vorlesen ohne ausgeschlossen zu werden, so Beard.

Im zweiten Essay des Buches setzt sich Beard dann mit der Darstellung mächtiger Frauen auseinander. Auch hier argumentiert sie wieder schlüssig aus der Mythologie des alten Griechenland heraus, und verknüpft so die erfolgreiche Frau mit der geköpften Medusa. Sie geht auf den US-Amerikanischen Wahlkampf ein, denn auch Clinton wurde als Medusa dargestellt. Und Trump – natürlich – als Perseus, ihr Schlächter. Ich musste gleich an die „Lock her up“-Rufe der Trump-Anhänger denken.

Beide Kapitel des Buches fand ich großartig aufbereitet und schlüssig erzählt. Natürlich hat Beard nicht alle Aspekte, die das Thema Frauen und Macht mit sich bringen, beleuchtet. Wie der Deutschlandfunk schreibt, diffamieren sich Frauen auch gegenseitig. Journalistinnen etwa, die die Kanzlerin als Mutti bezeichnen. Dadurch entsteht das Bild einer Frau, die nicht an die Macht gehört. Natürlich ist das subversiv und effektiv. Bestimmt gab es das auch schon früher. Es ist aber nicht Teil von Beards Betrachtungsumfang. Dafür wäre das Buch auch schlicht und ergreifend zu kurz.

Insgesamt auf jeden Fall eine Leseempfehlung von meiner Seite.

Die Rezension gibt es auch auf unserem Blog: https://www.hummelundsahne.de/frauen-und-macht/

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Rezension zu "Kleopatras Nase" von Mary Beard

Die Rolle der Antike in der heutigen Zeit
c_awards_ya_sinvor 8 Monaten

Keine Zeitepoche ist so mit der heutigen verknüpft wie die Antike.
Wir lernen längst ausgestorbene Sprachen in der Schule, lesen Comics über tapfere Gallier und besichtigen vermeintlich alste Tempel.
Mary Beard beschäftigt sich beruflich mit dieser Zeit und lässt uns teilhaben an ihrem Wissen. Und das ist garnicht so langweilig wie es in der Schule oft daher kam. Denn hier kommen auch die Geschichten einfacher Leute zur Sprache, wie die eines römischen Bäckers. Außerdem erfährt man, dass das was wir für alt halten, manchmal gar nicht so alt ist und vielleicht auch nie so ausgesehen hat.
Ich habe mich jedenfalls herrlich unterhalten gefühlt und dabei noch eine Menge gelernt!

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