Kleopatras Nase

von Mary Beard 
4,0 Sterne bei3 Bewertungen
Kleopatras Nase
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Über die Rolle der Antike in der heutigen Zeit.

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Anspruchsvoller und trockener als erwartet, aber bietet dennoch einen sehr interessanten und neuen Einblick in die Antike und deren Erforsch...

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Inhaltsangabe zu "Kleopatras Nase"

Die international bekannte Althistorikerin Mary Beard hat uns schon in 'SPQR', der großen Geschichte des Römischen Reichs, die Welt der Antike so nah gebracht wie nie zuvor. Auch in 'Kleopatras Nase' unterhält sie mit erstaunlichen Geschichten aus dem alten Griechenland und Rom, deckt Irrtümer auf und zerstört Mythen. In kurzweiligen und unterhaltsamen Essays schildert sie unbekannte Details aus dem Alltagsleben von Sklaven, Soldaten, Frauen und Kindern. Wir erfahren, worüber die Griechen lachten und ob Alexander den Beinamen 'der Große' wirklich verdient, warum die Asterix-Comics so erfolgreich sind und die Ruinen Pompejis zum Hotspot für Touristen wurden. An Beispielen von Sappho bis zu Julius Cäsar, von der unbekannten griechischen Sklavin bis zum römischen Senator behandelt Mary Beard grundlegende Fragen und zentrale Momente der Alten Geschichte. So zeigt sie, wie gegenwärtig die Antike immer noch ist.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783103972177
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:384 Seiten
Verlag:S. FISCHER
Erscheinungsdatum:22.06.2017

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    c_awards_ya_sins avatar
    c_awards_ya_sinvor 17 Tagen
    Kurzmeinung: Über die Rolle der Antike in der heutigen Zeit.
    Die Rolle der Antike in der heutigen Zeit

    Keine Zeitepoche ist so mit der heutigen verknüpft wie die Antike.
    Wir lernen längst ausgestorbene Sprachen in der Schule, lesen Comics über tapfere Gallier und besichtigen vermeintlich alste Tempel.
    Mary Beard beschäftigt sich beruflich mit dieser Zeit und lässt uns teilhaben an ihrem Wissen. Und das ist garnicht so langweilig wie es in der Schule oft daher kam. Denn hier kommen auch die Geschichten einfacher Leute zur Sprache, wie die eines römischen Bäckers. Außerdem erfährt man, dass das was wir für alt halten, manchmal gar nicht so alt ist und vielleicht auch nie so ausgesehen hat.
    Ich habe mich jedenfalls herrlich unterhalten gefühlt und dabei noch eine Menge gelernt!

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    Betsyvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Anspruchsvoller und trockener als erwartet, aber bietet dennoch einen sehr interessanten und neuen Einblick in die Antike und deren Erforsch...
    Die Antike in der heutigen Zeit

    Anders als es der Umschlag und der Klappentext vermuten lässt, ist dies durchaus eine etwas anspruchsvollere Lektüre für alle die sich für das Zeitalter der Antike begeistern können oder wollen.

    Das Buch besteht aus bereits veröffentlichten Rezensionen und Essays die hierfür von der Autorin neu aufbereitet wurden. Am Anfang jedes neuen Abschnitts gibt es ein paar einführende Worte was im Folgenden in den einzelnen Kapiteln behandelt wird. Wir erfahren etwas darüber wie unser Bild der Antike geprägt wurde, was es mit der Gründungssage Roms auf sich hat, treffen auf berühmte Namen wie Julius Caesar, Nero, Kleopatra, usw. und bekommen präsentiert wie zweischneidig manches was wir über sie zu wissen scheinen in Wahrheit ist. Außerdem erhalten wir einen kleinen Einblick darüber was man damals wohl witzig fand, wie die einfachen Menschen lebten und auch wie die Wissenschaft ihres dazu beiträgt diese Epoche lebendig zu halten bis hin zum Tourismus und den populären Asterix Comics.

    Ein Buch, das definitiv neue Sichtweisen eröffnet und interessante Einblicke in die Antike Geschichte samt ihren Erforschern bietet. Es zeigt auf wie wenig wir eigentlich immer noch darüber wissen und wie viele dieser Lücken gerne mit mehr oder weniger gut recherchierten Vermutungen gefüllt werden. Definitiv kein Buch das sich unbedingt schnell lesen lässt, dafür bietet es aber wirklich spannende Ansatzpunkte und Überlegungen über die man sich in dieser Form wohl noch nie wirklich Gedanken gemacht hat, wie zB ob Kaiser Nero wirklich solch ein Monster war, für den wir ihn heute halten und wie unterschiedlich im Lauf der Geschichte sich auch unser Bild davon ändert was einen großen Herrscher ausmacht. Natürlich gibt es wissenswertes rund um den Mythos Kleopatra, warum Alexander der Große so heißt und warum er so ehrgeizige Ziele hatte, warum Hannibal trotz seines Scheiterns immer noch fasziniert und berühmter als manch anderer erfolgreicherer Feldherr ist, welche Rolle die Frauen an der Seite des Herrschers spielten, besonders Livia, die hier im Ruf steht so einige Leichen im Keller zu haben, wie sehr das Leben Roms vom Imperialismus geprägt war und was dies für die Menschen bedeutete, wie sich die Politik der Antike veränderte, was für einen Status die Sklaven hatten, wie abergläubisch man damals war, aber auch was die Menschen erfreute und wie gefährlich man lebte, wenn man auch nur entfernt mit jemanden war der Macht hatte, uvm.

    Eine Menge Themen (auch wenn es natürlich nur ein kleiner Bruchteil über die Antike ist), die teilweise länger ausfallen als es vielleicht nötig gewesen wäre, besonders bei den letzten Kapiteln dieses Buches, während andere gerne noch ausführlicher behandelt hätten werden können, aber dennoch gelingt es der Autorin sehr viel an Wissenswertem zu vermitteln und ein komplexes Bild über die Antike zu zeichnen. Man macht hier mit so einigen Größen Bekanntschaft die einen zuvor vielleicht doch nur wenig geläufig waren oder von denen man gar nicht weiß wie groß ihr Einfluss auf die Geschichtsschreibung war. Immer wieder ist es als Leser faszinierend, wie viele berühmte Personen es aus dieser Epoche gibt, inwieweit wir auch heute noch so einiges von ihnen lernen können und wie diese das Leben nach ihnen geprägt haben und sogar als Vorlage für Filme, Bücher und auch Politiker dienen.

    Meiner Meinung nach ist das Buch eher weniger für jemanden geeignet der nur mal zwischendurch ein paar unterhaltsame Geschichten über die Antike lesen will, da es weder wirklich kurzweilig noch großartig amüsant ist auch wenn es durchaus einige unterhaltsame Momente gibt, und es je nach Kapitel so einiges an Konzentration braucht, um nicht mit den Gedanken abzudriften. Letztendlich sind es zwar sehr informative und gut recherchierte Essays zu den jeweiligen Themen, aber großteils auch recht trocken und zusätzlich mit einer Unzahl von Namen derjenigen gespickt die ihres dazu beitrugen uns die Antike näher zu bringen, angefangen von den Historikern der Antike selbst, wie Livius und Thukydides, den erhaltenen Werken des Aischylos bis hin zu denjenigen die sich heute noch mit deren erhaltenen Texten beschäftigen und inwieweit man besonders bei Übersetzungen teilweise an seine Grenzen stößt und wie neue Funde aus dieser Zeit immer wieder so einiges in Frage stellen oder auch neu hinzufügen können. Alle diese Vertreter werden von der Autorin quasi auf Herz und Nieren überprüft und es gibt Lob, aber auch viel Kritik (die hier doch ein großer Teil des Buches ist), die sie aber auch verständlich mit ihrem eigenen Wissen veranschaulicht, wobei man sich dann auch irgendwann fragt, ob nicht auch ihre eigenen Rechercheergebnisse und Aussagen von ihren Kollegen genauso vieldiskutiert werden. Hier wird wirklich deutlich wie sehr uns die Antike immer noch beschäftigt und auch wie streitbar dieses Thema unter den Historikern und Forschern immer noch sein kann.

    Fazit: Ein gut recherchiertes Buch, das hier für Geschichtsinteressierte einiges an spannendem Material bietet und neue Einblicke bzw. Sichtweisen zum Thema Antike gewährt. Eine bunte Mischung an Themen und trotz der scheinbar großen Abrechnung mit vielen Kollegen ihres Fachs, wirkt es dennoch recht sachlich und man spürt wie sehr die Autorin selbst für dieses Thema brennt und wieviel Wissen bei ihr dahinter steckt. Anders als erwartet bei weitem keine so leichte Lektüre und auch nicht unbedingt großartig amüsant, sondern teilweise doch recht trocken und es braucht auch einiges an Konzentration, aber wer dieses Buch liest, wird sicher so einiges davon im Hinterkopf behalten und ein wenig schlauer daraus hervorgehen.

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    M
    michael_lehmann-papevor einem Jahr
    Lehrreiche Geschichte(n)

    Lehrreiche Geschichte(n)

    „Dieses Buch bietet einen Rundgang durch die klassische Welt, vom prähistorischen Palast im kretischen Knossos bis zu jenem fiktiven Dorf in Gallien, wo Asterix und seine Freunde den Römern noch immer Widerstand leisten“.

    Was Beard im Lauf der Lektüre auch einlöst. Und, wie dieser Anfang bereits suggeriert, dies durchaus auch mit einem Augenzwinkern hier und da zu versehen versteht.

    Atmosphäre, Orte, Zeitzeichen und die politischen Grundzüge werden dabei in den einzelnen Stationen dieses Rundgangs dem Leser ebenso vor Augen geführt, wie bekannte Persönlichkeiten immer wieder auftauchen und näher beleuchtet werden.

    Sappho, Alexander der Große, natürlich Kleopatra, Hannibal, Julius Caesar, Nero, Caligula, Boudicca, Tacitus und vieles mehr an bekanntem Namen tummelt sich, zu den je passenden Zeiten, im Buch,

    Wie war der Alltag in der Antike? Was amüsierte, was ängstigte die Menschen, worunter litten sie, was freute den „Normal-Bürger“ der Antike. Betrachtungen, die bis hin zu der Frage der Zahnpflege reichen, die großen und kleinen Themen der Zeiten aufgreifen und das Ganze sehr fließend und unterhaltsam zu Papier gebracht wurde.

    Griffig und mit vielen Details versehen gelingt es Beard daher wieder einmal fast spielend, die „ferne Antike“ unmittelbar erlebbar zu beschreiben und damit die Personen und Lebensumstände in die Gegenwart des Lesers zu transportieren. Mit dem Wunsch zudem, nicht nur „betrachtend“ zu verharren, sondern die lebhaften Schilderungen als eine Aufforderung zum persönlichen Dialog zu verstehen.

    Denn nicht selten, trotz anderer politischer Umstände, wendeten sich die Denker und „normalen““ Menschen der Antike intensiv Fragen zu, die auch für die heutige Zeit noch hohe Bedeutung haben. Und ebenso ist die Bewertung vieler antiker Personen und Ereignisse (war Kleopatra wirklich entscheidend für einen Teil er Geschichte Roms? Woher generierte Rom diese Vielzahl an benötigten Sklaven für den reibungslosen Ablauf des Alltags?). Fragen, die immer noch Teil einer lebendigen Debatte sind, welche Beard im Buch ebenfalls immer wieder vor Augen führt.

    Und so wird immer wieder deutlich, wie wichtig die historische Wissenschaft für die kulturelle Vergewisserung der jeweiligen Gegenwart ist

    „…ist das unauslöschliche Eingewobensein der klassischen Tradition in die westliche Kultur“.

    Seien es nun die (vielfachen) Schwächen „Alexanders des Großen“ oder seine „Vaterfixierung“, seien es die vielfachen Versuche der Entschlüsselung des „Mythos Kleopatra“, seien es die Darstellungen Roms „von unten nach oben“, Beard verbindet einen anregenden Stil des Erzählens mit der differenzierten Darstellung des aktuellen Standes der historischen Wissenschaft und vielfachen Einblicken in das Leben der entsprechenden Zeiten.

    So dass der Leser deutlich besser informiert und mit wesentlich mehr Blickrichtungen auf die einzelnen Personen, Lebensweisen und Ereignisse der Antike am Ende der Lektüre sich wiederfindet. Wobei doch das eigentliche „Steckenpferd“ der Autorin, die Geschichte Roms, den Kern des Buches ausmacht und auch vorhergehende Zeiten (wie eben Alexander der Große) in ihrer Rezeption durch Rom und aus der Sicht Roms zumindest in weiten Teilen mit dargestellt wird.

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    Mary Beard [.] vertritt ihre Thesen mit Eloquenz und glasklarem Stil. Das macht ihre Bücher nicht nur sachlich interessant, sie sind wunderbares Lesefutter obendrein.

    Gepaart mit ihrem ungeheuren Wissen und einem federleicht-klaren Stil macht diese wissenschaftliche Skepsis die Rezensionen von Mary Beard zu einer großartig erhellenden Lektüre.

    Indem Beard die Gedanken- und Lebenswelt von damals aufleben lässt, macht sie aus Mythen Menschen, die uns näher sind, als wir dachten.

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