Mary Beth Keane

 4.6 Sterne bei 52 Bewertungen

Lebenslauf von Mary Beth Keane

Mary Beth Keane machte ihren Master of Fine Arts an der University of Virginia. Von der National Book Foundation wurde sie zu den "5 besten Schriftstellerinnen unter 35" gewählt und erhielt ein Guggenheim Stipendium. Mit ihrem Mann und den gemeinsamen zwei Söhnen lebt sie in Pearl River, New York. Wenn du mich heute wieder fragen würdest ist ihr dritter Roman und hielt sich acht Wochen am Stück auf den vorderen Plätzen der New York Times Bestsellerliste. Die Auslandsrechte zu dem Roman wurden bisher in 16 Länder verkauft, die Produzenten von American Beauty arbeiten derzeit an einer Umsetzung des Stoffs als TV-Serie.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Wenn du mich heute wieder fragen würdest

Neu erschienen am 11.11.2020 als Hörbuch bei Julia Eisele Verlags GmbH, München.

Alle Bücher von Mary Beth Keane

Cover des Buches Wenn du mich heute wieder fragen würdest (ISBN: 9783961610969)

Wenn du mich heute wieder fragen würdest

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Erschienen am 12.10.2020
Cover des Buches Wenn du mich heute wieder fragen würdest (ISBN: B08N5CL4CP)

Wenn du mich heute wieder fragen würdest

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Erschienen am 11.11.2020
Cover des Buches Ask Again, Yes: A Novel (ISBN: 9781982130084)

Ask Again, Yes: A Novel

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Erschienen am 28.05.2019
Cover des Buches Fever (ISBN: 9781471112973)

Fever

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Erschienen am 31.03.2013

Neue Rezensionen zu Mary Beth Keane

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Rezension zu "Wenn du mich heute wieder fragen würdest" von Mary Beth Keane

Dramatische, fesselnde und bewegende Geschichte mit beeindruckender Erzählkraft
Gluexklausvor 8 Tagen

„Liebe ist nur ein Teil der ganzen Geschichte.“

Brian Stanhope und Francis Gleeson sind Kollegen bei der New Yorker Polizei. Nachdem beide mit ihren Frauen nach Gillam, eine New Yorker Vorstadt, ziehen, sind sie auch Nachbarn. Während es Brians Frau Anne Lena Gleeson schwer macht, Kontakt zu ihr aufzubauen, freunden sich deren Kinder Peter Stanhope und Kate Gleeson an. Doch dann kommt es zu einer Tragödie, die alles für immer verändern wird. Peter und Kate werden getrennt, treffen sich Jahre später aber wieder. Die Vergangenheit lässt sich jedoch nicht abschütteln....


Autorin Mary Beth Keane schreibt klar und prägnant chronologisch aus der Sicht der verschiedenen Figuren. Abwechselnd erfahren die Leser Näheres über Francis, Lenas, Annes, Peters oder Kates Situation und ihre Sichtweise der Dinge. 


Anfangs werden alle Personen recht sachlich vorgestellt und charakterisiert. Als Leserin beobachtete ich das Geschehen und die Entwicklungen zunächst ziemlich neutral, ohne dabei besondere Gefühle zu empfinden. Irgendwann im Laufe der Geschichte allerdings änderte sich das und ich entwickelte für die Figuren Sympathie und Mitleid, ging emotional mit: Mit Lena, die anfangs in Gillam so einsam wirkt und ihre Familie zusammenhält, mit Francis, der sich nach den tragischen Ereignissen neu finden muss, mit Kate, für die Peter schon immer mehr ist als nur ein Nachbar, mit Peter, der von Anfang an unfassbar schwere Last schultern muss und mit Anne, die völlig verloren wirkt und ihr neues Leben in Gillam als „Tragödie“ betrachtet. Peter und Anne sind zwei zentrale Personen, die so stark von ihrer Kindheit geprägt sind und von den Schatten ihrer Vergangenheit verfolgt werden, dass ihr Schicksal unabwendbar vorherbestimmt scheint. Da kann man als Leserin nur fassungslos und hilflos zusehen, wie alles seinen Lauf nimmt, möchte die Figuren anschreien und schütteln, doch all das ändert nichts an den unvermeidlichen Entwicklungen: Anne „hatte begriffen, dass der Anfang des Lebens das Wichtigste war, dass das Leben in dieser Hinsicht ungleich verteilt war.“


Die Geschichte „fließt“ zunächst recht ruhig dahin, entfaltet ab der Mitte aber eine starke Sogwirkung. Der Roman geht da weiter, wo andere aufhören: „Und wenn ihre Ehe der Abschluss von etwas war, was bedeutete das dann für jeden Tag, der danach kam?“.
Gleich Romeo und Julia steht Kates und Peters Liebe unter keinem guten Stern. Mary Beth Keanes bemerkenswertes Buch beweist eindrücklich: Es gibt sie immer noch, ergreifende, dramatische Geschichten mit besonderer Wucht und Erzählkraft und voller Leidenschaft. Aber so aussichtslos anfangs alles scheint, könnte am Ende manches besser werden, wenn Menschen zu mehr Verständnis und zum Verzeihen bereit sind. Und in dieser Hinsicht haben sich die Menschen seit Shakespeare vielleicht doch weiterentwickelt.
„Wenn Du mich heute wieder fragen würdest“ ist zu Recht ein erfolgreicher Bestseller. Der  emotionale, mitreißende Roman über Schuld, die immer präsenten Schatten der Vergangenheit und die große Liebe, die manchmal nicht reicht, manchmal aber doch, hat mich nachhaltig und tief beeindruckt. Ein absolut lesens- und empfehlenswertes Buch. 



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Rezension zu "Wenn du mich heute wieder fragen würdest" von Mary Beth Keane

Am Ende zählen Liebe und Güte
mixtapemaedchenvor 18 Tagen

Eine Geschichte wie die von Kate und Peter, habe ich noch nie gelesen. Das Cover ist sehr schlicht gehalten, aber trotzdem sehr schön. Genau wie die Geschichte selbst, die mit dem Slogan wirbt, eine moderne Romeo- und Julia-Geschichte zu sein. Im Grunde geht es um sieben Jahrzehnte innerhalb einer Familie.
Die Charaktere im Buch sind so vielschichtig und grandios. Das Buch besteht aus so viel Tragik und Drama und doch ist es bezaubernd und herzerwärmend. Denn am Ende siegen Liebe und Güte. 


Kate und Peter sind Julia und Romeo. Von Kindheit an, erst Nachbarn, dann erste zarte Gefühle, dürfen sie diese nicht ausleben, da es zwischen den Familien einen Zwist gibt. Doch so einfach ist das Ganze nicht. Denn beide können nicht aus ihrer Haut, und erst recht nicht aus ihren Familien. Oder doch? Was noch dazukommt, ist, dass man nicht weiß, woher der Zwist rührt. Denn eigentlich sind die beiden Väter Kollegen bei der Polizei, und die beiden Mütter könnten sich ebenfalls anfreunden, da alle im selben Alter sind, jung verheiratet, nun ein Haus haben, und die ersten Kinder auf die Welt kommen.  Doch Anne, Peter Mutter, benimmt sich merkwürdig, will keinen Kontakt in dieser kleinen Vorstadt, in der sonst alle gut miteinander umgehen. Auf der anderen Seite ist Lena, Peters Mutter, die unbedingt diesen Kontakt will und Mohnkranz und Schaukeln ungefragt vorbei bringt.  Doch Anne will das nicht  und Brian auch nicht so richtig. So leben die Familien nebeneinander her. Sie dulden die Freundschaft von Kate und Peter zunächst, irgendwann versucht Anne diese Freundschaft zu verhindern. Und auch Francis und Lena, die Eltern von Kate, sind alles andere als begeistert. Und dann, eines Abends, als Kate und Peter 14 sind, da passiert eine Tragödie, die beide Familien noch mehr voneinander zu trennen scheint. Erst recht, die beiden mittlerweile Jugendlichen. Wie das Ganze dann weitergeht, muss man selbst erlesen. Denn das Buch handelt nicht nur von den beiden, sondern führt uns tief hinein in die Vergangenheiten und die Gegenwart der Eltern. 



Der Schreibstil hat mich umgehauen. Der Erzählstil ist leise und unaufgeregt. Mary Beth Keane fasst die einzelnen Stationen des Lebensweges ihrer Protagonisten sehr eindringlich und berührend zusammen, vermittelt dem Leser die doch manchmal recht bedrückenden Szenen mit dem gewissen Fingerspitzengefühl und lässt hier und da eine Prise Humor durchblicken, um das Ganze aufzulockern. Das Buch hat mich aber auch sehr bewegt, denn es zeigt einem, dass Romeo und Julia Geschichten nicht immer mit romantischen nächtlichen Besuchen und Balkonszenen zu tun haben. Aber was am Ende zählt, sind am Ende doch immer Liebe und Güte.  

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N

Rezension zu "Wenn du mich heute wieder fragen würdest: Roman" von Mary Beth Keane

Die Frage der Schuld
nonostarvor 22 Tagen

Francis Gleeson und Brian Stanhope lernen sich auf der Polizeiakademie kennen und sind für kurze Zeit auch Partner. Beide sind jung, gerade frisch verliebt und träumen von einem gemeinsamen Leben mit ihrer Partnerin, von Familie. Wie es der Zufall will, werden sie Nachbarn doch alle Versuche der Gleesons ein freundschaftliches Verhältnis aufzubauen werden von Brians Frau Anne abgeblockt. Erst die Kinder führen zu einem notgedrungenen Kontakt denn Kate Gleeson und Peter Stanhope sind unzertrennlich. Als die beiden Teenager sind ereignet sich eine Tragödie, die die beiden Familien für immer zu entzweien scheint.

Alles beginnt mit den beiden ungleichen Männern Francis und Brian und zunächst scheint es auch um ihre Geschichte, ihr Leben zu gehen. Doch recht schnell treten die beiden Kinder Kate und Peter in den Vordergrund. Ihre Freundschaft ist sehr unbedarft, sie teilen alles, egal ob gut oder schlecht, nichts scheint sich zwischen sie stellen zu können. Doch bei Peter zu Hause sieht nicht alles so rosig aus und obwohl alle etwas ahnen ist niemandem bewusst, wie es wirklich ist. Anne ist psychisch krank, sie depressiv, hat Wahnvorstellungen und denkt jeder will igr was böses, nur Peter ist ihr ein und alles und sie will ihn um jeden Preis beschützen, v.a. vor Kate. Annes Krankheit wird totgeschwiegen, sie wird gar nicht und wenn, dann nicht richtig behandelt, ihr Mann ist überfordert mit der Situation und glänzt eher durch Abwesenheit oder ignoriert die Probleme. Peter lebt zu Hause ein Leben, wie unter einem Schleier, abhängig von der psychischen Verfassung seiner Mutter. Aber auch er schweigt gegenüber anderen,denn trotz allem liebt er seine Mutter.

Keane hat einen guten Schreibstil, der sich flüssig lesen lässt. Doch sie konnte mich damit nicht immer packen. Ihre Geschichte erzählt sie überwiegend chronologisch, manchmal greift sie erzählerisch voraus aber das stört mich nicht weiter. Ich finde allerdings, dass sie manchmal zu schnell vorgeht. Das ist natürlich unumgänglich, wenn sie so wie hier die Geschichte zweier Generationen erzählen möchte. Aber ich hatte dadurch an manchen Stellen das Gefühl unwichtige Informationen zu lesen bzw. durch langweilige Teile gehezt zu werden. Auch empfand ich die Figuren allesamt etwas zu vage, selbst Kate und Peter waren mir am Ende nicht näher gekommen. Das mag daran liegen, dass Keane so viele umfangreiche Themen anspricht. Neben der Psychosen der Mutter und dem Umgang damit, geht es auch viel um Alkoholsucht. Wo allerdings bei ersterem noch viel Raum gegeben wird, geht mir letzteres irgendwie zu sehr unter, es ist zu schnell erledigt. Auch das zentrale Thema von Schuld und Vergebung wird zwar immer wieder angeschnitten aber ich hätte mir hier eine tiefergehende Auseinandersetzung damit gewünscht.

Am Ende schwankte ich zwischen 3 und 4 Sternen, habe mich dann aber doch für 4 Szerne entschieden, da es an und für sich ein gutes Buch ist. Es ist nur leider kein Highlight und mir blieb vieles zu sehr an der Oberfläche. Dennoch habe ich es gerne gelesen, da Keane es mit ihrem Schreibstil größtenteils schafft, mich gut zu unterhalten.

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