Mary Dickens , Charlie Dickens Unser Vater Charles Dickens

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Inhaltsangabe zu „Unser Vater Charles Dickens“ von Mary Dickens

Charles Dickens' heiterste Seiten Die hier erstmals übersetzten Erinnerungen der Kinder an ihren Vater zeigen Dickens von einer unbekannten Seite. Alexander Pechmann hat sie mit Notizen und Briefen des Dichters zu einem lebendigen und liebenswerten Porträt zusammengestellt. "Manchmal ist es gut, wie die Kinder zu sein", war ein Rat von Charles Dickens, den er selbst gern befolgte. Er wohnte mit seiner Familie in Gad's Hill Place, einem Landhaus südöstlich von London. Schon als Neunjähriger hatte er es entdeckt. Rund dreißig Jahre später konnte der mittlerweile berühmte Autor das Anwesen kaufen, das Schauplatz dieses bezaubernden Porträts ist: Erzählt wird von Weihnachtsfeiern und Polkaabenden, von Bulldoggen, Bernhardinern und Grip, Dickens' Lieblingsraben, von Kinderkrankheiten, Kricket-Turnieren und der Arbeit an seinen großen Romanen. Neben heiteren Anekdoten werden auch traurige Momente dargestellt bis hin zur ergreifenden Schilderung von Dickens' plötzlichem Tod.

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    Unser Vater Charles Dickens
    JoBerlin

    JoBerlin

    „Unser Vater Charles Dickens“ ist ein äußerst lebendiges Erinnerungsbuch der Kinder Mary, Charlie, Henry und Katie. Die zugrunde liegenden Briefe, Berichte, Notizen, Bilder wurden kenntnisreich editiert und übersetzt von Alexander Pechmann. Und er hat viel zusammengetragen: Dickens‘ unglückliche Kindheit, seine Jahre als Kanzleischreiber und Journalist, die Wohnstätten, die Familie, das Theater, die literarische Arbeit (sehr schön: die Zeichnung „Der leere Stuhl“, der nach dem Tode Dickens verlassen im Arbeitszimmer steht, den Meister jede Minute zurückerwartend), Streifzüge durch Londons Unterwelt (Detective Stories) mit Polizeibeamten. Das alles liest sich leicht und ist spannend erzählt. Natürlich wird auch das dramatisch-traumatische Zugunglück und die Liaison mit Ellen Ternun (siehe auch „The invisible woman“, Kinofilm 2014) ausführlich geschildert. Alexander Pechmann hat jedenfalls sein Bestes gegeben und mit diesem wunderbaren Buch einen unverzichtbaren Begleiter für alle Dickens Leser geschaffen.

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    • 3
    JoBerlin

    JoBerlin

    29. January 2015 um 21:56
  • Rezension zu "Unser Vater Charles Dickens" von Mary Dickens

    Unser Vater Charles Dickens
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    25. January 2012 um 18:48

    Charles Dickens war kinderlieb. Nicht nur seinen eigenen Kindern gegenüber, denen er schöne Kindheitserinnerungen beschert hat, sondern auch gegenüber seinen literarischen Figuren, deren Portraits sogar neben denen der Familienmitglieder an der Wand hingen, ganz so, als wären sie lebendig gewesen. Auf der anderen Seite war er ein penibler Workaholic und sicherlich nicht immer einfach im Zusammenleben. Er stellte extrem hohe Ansprüche an seine Kinder, die überwiegend daran gescheitert sind. Seine Tochter Mary allerdings, deren Texte den Hauptteil dieses Buches ausmachen, beschreibt überwiegend die schönen Erlebnisse mit ihrem Vater. Verklärt, wie Kindheitserinnerungen eben sind, und voller Bemühungen, das positive Bild der Öffentlichkeit über Charles Dickens nicht zu zerstören, konzentriert sie sich auf die guten Eigenschaften von Charles Dickens. Nur am Rande wird die Trennung von der Mutter erwähnt, die gerade für Mädchen nicht einfach gewesen sein kann. Besonders, da der Vater sich eine Geliebte im Alter der Tochter Kate nahm. Aber trotz dieser einseitigen Betrachtungsweise liest sich dieses Buch sehr gut und bringt einem den Menschen Dickens näher. Es ist ein wunderbares Buch, das die soziale Kompetenz und die Warmherzigkeit von Charles Dickens zeigt. Seine Fehler treten dabei in den Hintergrund. Nobody is perfect.

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  • Rezension zu "Unser Vater Charles Dickens" von Mary Dickens

    Unser Vater Charles Dickens
    Mr. Rail

    Mr. Rail

    08. December 2011 um 18:31

    „Unser Vater Charles Dickens“ beinhaltet die erstmals übersetzten Lebenserinnerungen der Kinder an ihren berühmten Vater und zeigen ihn von einer unbekannten Seite. Der große Erzähler wird als intensiver Familienmensch geschildert, der sich am Wohlsten fühlt, wenn er von seiner Kinderschar umgeben ist und in seinem trauten Heim an seinen Werken arbeiten kann. Dabei begleiten ihn seine erfunden Figuren auf eine ganz besondere Art und Weise durch sein ereignisreiches Leben. Wie begründet sich die Magie des “Vaters” von Oliver Twist? Was für ein Mensch war Charles Dickens? Die Beziehung zu seinen Figuren, die immer real für ihn schienen, ist eine ganz Besondere. Sie gehörten zur Familie und in seinem Haus zierten Portraits von David Copperfield, Pip, Oliver Twist, Nell und Bob Cratchit die Wände seines Wohnzimmers. Einerseits zeigt dies die große Zuneigung zu seinen literarischen Geschöpfen und andererseits bedeutet diese Verehrung wohl auch die lebenslange Mahnung, im eigenen Leben anders zu sein als ein Ebenezer Scrooge oder mehr Fürsorge zu gewähren, als sie ein Oliver Twist jemals erhalten hat. Ein gutes Heim und eine gute Erziehung waren seine Herzensangelegenheit. Wohl auch, weil ihm dies als Kind selbst nicht vergönnt war. Dickens schien an seinen Charakteren zu wachsen und signifikant anders trat er in seinem realen Leben auf. Als würden seine gesellschaftskritischen Romane lediglich einen Zerrspiegel seiner selbst präsentieren, um sich immer daran zu erinnern, wie wichtig es ist, menschlich und nahbar zu sein. Eine Wärme, die ein David Copperfield niemals spürte… Dickens lebte diesen Gegensatz täglich vor… und hatte wohl immer auch ein schlechtes Gewissen gegenüber seinen Romanfiguren. So war das Leben der großen Schriftstellers geprägt vom Wunsch nach materieller Sicherheit und einem warmen Nest für seine Großfamilie. Liebevoll zog er seine neun Kinder gemeinsam mit seiner Frau auf und vermittelte ihnen stets das Gefühl, in jedem Moment des Lebens wichtig zu sein. Gad`s Hill schwebte wie eine Vision über seiner Vorstellung einer gesicherten Zukunft, nachdem sein Vater ihm dieses Haus zeigte und sagte: “Wenn du hart arbeitest, fleißig bist und zu einem guten Menschen heranwächst, wirst du vielleicht eines Tages in einem solchen Haus wohnen!” Besser hätte man dem jungen Charles kein Lebensziel ins Hirn pflanzen können. Wie ein Mantra trug er dieses Ziel so lange vor sich her, bis e es schließlich realisieren konnte. Ein Heim für seine Kinder – ein gesichertes Zuhause und einen Ort rauschender Feste für Nachbarn und Freunde. Gad`s Hill ist so sehr ein Symbol für Charles Dickens, wie seine Romane im Gegensatz zu seinem Leben stehen. Über viele Talente verfügte jener Charles Dickens – nicht nur Schreiben war seine Berufung, auch das Schauspiel beherrschte er wie kein Zweiter. Er ließ sich akribisch in die großen und kleinen Rollen fallen, organisierte Laienaufführungen, schrieb Dialoge und inszenierte auf einem Niveau, das der Beschreibung „Laie“ spottete. Nichts überließ er dem Zufall und mochten seine Manuskripte noch so sehr nach Vollendung schreien, wenn er eine Bühne ahnte, dann begab er sich auf diese Bretter und interpretierte sich selbst im Theater des Lebens. Inszenierte er sich auch sonst? Ist die Fassade des treusorgenden Familienmenschen wirklich so rein und tief, wie es seine Kinder mit verklärtem Blick zurück schildern? Ich denke, dass man dies verneinen kann. In allen Schilderungen des gemeinsamen Lebens kommt die Ehefrau von Charles Dickens kaum vor – sie nimmt keinen Raum ein und verschwimmt zur Randfigur. Diese Rolle wurde ihr auch von Charles nach und nach zugedacht. Mürbe und ausgezehrt von vielen Geburten in kurzen Zeitabständen und nervlich angeschlagen musste sie mit ansehen, wie sich Charles in eine junge Schauspielerin verliebte und ein Doppelleben zu inszenieren versuchte, das keinerlei Hinweise auf seine wahren Leidenschaften geben würde. Hier gibt das Nachwort zu “Unser Vater Charles Dickens” eindeutige Antworten. Absolut lesenswert… Bilder zur Buchbesprechung auf dem Blog.Lovelybooks: http://blog.lovelybooks.de/2011/12/04/mein-vater-charles-dickens-eine-klassische-annaherung/

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  • Rezension zu "Unser Vater Charles Dickens" von Mary Dickens

    Unser Vater Charles Dickens
    Binea_Literatwo

    Binea_Literatwo

    07. December 2011 um 09:07

    Vor allem um die Weihnachtszeit erinnern wir uns an den Geizkragen Ebenezer Scrooge den Charles John Huffam Dickens erschaffen hat. Die Weihnachtsgeschichte – eine Geschichte bestehend aus moralischem Zweck und phantastischer Handlung. Doch wer war Charles Dickens eigentlich, wie hat er gelebt, wie haben ihn die Menschen die ihm nah standen betrachtet. Charles Dickens Kinder Mary, Mamie genannt, und Charlie haben die Erinnerungen an ihren Vater nieder geschrieben und bringen ihn Wort für Wort näher. Dickens war ein Mann, der den ganzen Tag in Action war, könnte man sagen. Hatte er keine einfache Kindheit, geprägt vom zeitigen Arbeiten in einer Schuhpoliturfabrik und von einem armen Elternhaus, sollte sein Erwachsenleben ganz anders werden. Er wollte studieren und schreiben und wurde Berichterstatter. Er schrieb und schrieb, wurde Journalist, reihte Geschichten an Geschichten und wurde immer bekannter. Er hielt erst einzelne Lesungen, ging dann auf Lesereisen und hatte zudem noch 10 Kinder, die zu versorgen waren. Dickens liebte es, auf den Bühnen zu stehen, selbst Stücke aufzuführen und immer viele Menschen um sich zu haben. Das war sein Ruhepol, der Trubel in seiner Familie, unter seinem Leservolk. Dickens erweckte Romanfiguren ins Leben, die uns heute noch bekannt sind, die durch ihre charakterlichen Besonderheiten, einfach nicht in Vergessenheit geraten können. Das kleine rote Büchlein ist ein wahrer Schatz, Inhalt und Aufmachungen gehen Hand in Hand. Zwar kein Weihnachtsbuch, aber für die ruhige, entspannte Phase im Jahr, könnte es passender nicht sein. Ein guter Lesezeitpunkt. Ein Dickenswörtergeschenk, in dem seine Kinder auch ein paar Themen erwähnen, die er vielleicht dann doch lieber etwas geheimer gehalten hätte. Einen wahrlichen Worteschwall und Bilder von Mr. Rail findet ihr hier: http://blog.lovelybooks.de/2011/12/04/mein-vater-charles-dickens-eine-klassische-annaherung/

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