Mary Gillgannon

 3,5 Sterne bei 2 Bewertungen

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Cover des Buches Heißes Blut und kaltes Herz (ISBN: 9783426690758)

Heißes Blut und kaltes Herz

 (2)
Erschienen am 01.01.2000

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Rezension zu "Heißes Blut und kaltes Herz" von Mary Gillgannon

Gerne einmal zum Lesen, doch wenig Tiefe
GiuliannaGBailievor 10 Monaten

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(6 Sterne = sehr gut, 3 = durchschnitt, 1 = na ja

Spannung: ***, Erotik: **, Witz: -, Interessant: ***

Maelgyn der Grosse ist ein Eroberer, ein wilder Barbar, der Herrscher über Gwynedd und man nennt ihn den Drachen. Er ist gekommen um Viroconium einzunehmen. Eine alte noch römische Stadt. Konstantin ist ein weiser und einfühlsamer Herrscher über seine Stadt und seine Untertanen, doch das Heerwesen ist nicht das seine. Als der Drache vor den Toren seiner Stadt angekommen war, entschied er sich weise zur Kapitulation, um alle Menschen in seiner Stadt zu schützen. Der grosse, dunkle Kymre verlangt Tribute und noch dazu eine seiner Töchter zur Ehefrau, doch damit versprach er die Stadt und ihre Bewohner zu verschonen. Julia, Carina und Aurora sind die Töchter von Konstantin und seiner Gemahlin Cordelia. Der Drache wählt sich eine der dreien zur Braut, und seine Wahl fällt auf Aurora, die Jüngste und wie er richtig errät; Konstantins Liebling. Er weiss, dass er damit Konstantin dazu bringt, die Waffenruhe nicht zu brechen und sich an die Abmachung zu halten, weil der Vater nicht will, dass es seiner Tochter schlecht ergeht. Der Kymre nimmt seine Braut sofort mit in seine Burg; Caer Eryri. Aurora ist sich nicht an das einfache Leben, die karge Landschaft und die ungehobelten Kymren gewöhnt. Sie tut sich schwer sich einzugewöhnen, und auch hat ihr Gatte ihr nicht erlaubt einen vertrauten Diener oder Sklaven mit in ihr neues Heim zu nehmen. Bald stellt sich heraus, dass sich die beiden anziehend finden, doch auch beide sind gegenüber dem anderen äusserst skeptisch. Aurora, weil sie ihn fürchtet und von vielen Geschichten über ihn gehört hat. Er solle seine gesamte Familie ausgelöscht und sogar den einen Bruder und seine Mutter in einem Feuer sterben gelassen haben. Maelgyn hingegen kämpft gegen andere Dämonen. Durch seine intrigante Schwester und auch seiner verstorbenen Mutter, misstraut er den weiblichen Wesen und hält nicht viel von ihnen. Er fürchtet hinter jedem ihrer Worte und Taten eine Manipulation, ebenso bei Aurora. Dies verstärkt sich auch noch, weil Aurora ihm die Stirn bietet und nicht brav und untertänig ist. Zu sehr, meint er, ähnele sie seiner Schwester Esylt. Am Ende kostet Maelgyns Misstrauen gegenüber seiner Frau ihn beinahe den Kopf und seine Krone. Denn obwohl Aurora beteuert, dass sie von einer verlässlichen Quelle erfahren hat, dass gegen den König konspiriert wird, will er ihr nicht glauben. Zu sehr glaubt er an das Gute und die verwandtschaftliche Beziehung zu Esylt. Als dann auch noch Konstantin mit seinem Feind Gwyrtheyrn Pläne schmiedet und nach Caer Eryri einmarschiert, da glaubt er ihr endlich. Aurora indes reitet in Richtung Viroconium, da sie weiss, dass ihr Vater so etwas nicht tun würde, wenn er nicht glaubte, dass seine geliebte Tochter geschändet werden würde. Sie will es ihm erklären und ihn bitten den Angriff abzublasen. Maelgyn gewinnt am Ende und sie können sich endlich ihre Liebe gestehen.


Kritik: 

Die Story an sich fand ich spannend. Es gibt bisher wenige Erotikromane, die sich um 500 n. Chr. abspielen. Daher fand ich den Zeitraum sehr ansprechend. Auch der Plot bietet genügend Spannung, um dran zu bleiben. Was ich allerdings nicht so gut ausgearbeitet fand, waren einige Dialogszenen. Sie wirkten oftmals für meinen Geschmack sehr unnatürlich und steif. Hier bräuchte ich etwas mehr Tiefe und zwischen den einzelnen Personen teilweise mehr Vertrautheit, weil viele kennen sich schon seit Jahrzehnten.
Was ich persönlich nicht mag, ist das aneinenderreihen von Perspektivwechseln. Wenn der eine Satz Maelgyn war, der andere dann evtl. Balyn oder Elwyn. Ich finde das immer sehr störend. Ich mag es lieber, wenn man konkret gewisse Figuren herausnimmt und dann von deren Standpunkt eine Szene schildert, aber diese Satzwechsel können mich einfach nicht überzeugen. Gefühlt waren wir mehr in Auroras Gedanken und sie habe ich auch gut kennengelernt. Doch bei Maelgyn kam sein Wesen deutlich zu kurz. Seine Überlegungen oder Gespräche waren vielfach abgehackt und eben nicht natürlich / nachvollziehbar. Und ich bin der Meinung, wenn ich mich im Kopf eines Protagonisten befinde, dann erhalte ich sehr viele zusätzliche Informationen und bin dann eigentlich nicht noch mehr verwirrt oder empfinde das gewisse Szenen oder Überlegungen nicht in die Situation passen. Daher empfand ich Maelgyn eher als schwach ausgearbeitet in der Tiefe und der Persönlichkeit.
Was mich hier störte war auch die unendliche Litanei über Auroras Schönheit. Immerzu ging es um die Schöhnheit. Egal in welcher Szene, mindestens einmal wurde es erwähnt. Das finde ich einfach langweilig und nicht sehr originell. Dabei hat Aurora so viel mehr zu bieten und es wäre schön gewesen, wenn bei Maelgyn so etwas auch Ausdruck gefunden hätte. Dass er es schätzte, dass sie so und so war und dadurch so leidenschaftlich im Bett sein konnte. Das wäre mal eine Abwechslung gewesen.
Die erotischen Szenen waren für mich jetzt auch nicht so prickelnd. Das erste Mal vielleicht schon und die Lughnasa Szene, aber dann ging es im gleichen Stil immer weiter. Streicheln, Brüste, Haut, Küsse und dann zack. Mehr war nicht wirklich zu spüren, was ich schade finde.
Der Textstil, der Syntax war jetzt nicht so sehr spannend. Die Geschichte ist für meine Bewertung und Geschmack sehr simpel geschrieben. Es fehlen originelle Satzanfänge. Ebenso die Rhythmik des Satzes folgte immer demselben Stil. Ich mag es lieber, wenn die Sätze abwechselnd gestaltet sind und nicht so monoton.


Summa summarum: 

Die Geschichte kann man gut lesen, wie gesagt die Sätze sind einfach und können sehr schnell gelesen werden. Wer Tiefe in der Beziehung von Aurora und Maelgyn sucht, oder in der Zeichnung der anderen Figuren oder in der Ausarbeitung von weiteren Szenen wie Zwischenfälle oder Besuche, wird sie eher nicht finden. Es ist eine seichte Lektüre zum einmaligen Zeitvertreib. Es bleibt das Gefühl zurück, dass man gerne einige Dialoge und Szenen vertieft kennengelernt hätte und dass der Schluss allzu schnell abgehandelt wurde. Dennoch hatte ich Kurzweil und las die Story gern einmal.

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