Mary Higgins Clark Mein Auge ruht auf dir

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Inhaltsangabe zu „Mein Auge ruht auf dir“ von Mary Higgins Clark

Dein Erbe ist der Tod
Kurz nachdem Dr. Jonathan Lyons eine sensationelle wissenschaftliche Entdeckung gemacht hat, findet seine Tochter Mariah ihn ermordet in seinem Büro auf. Und noch Schrecklicheres erwartet sie: Die Hauptverdächtige ist ausgerechnet ihre eigene Mutter. Mariah kann nicht an deren Schuld glauben und setzt alles daran, den wahren Täter zu finden. Sie kommt ihm bald gefährlich nahe. (Quelle:'Flexibler Einband/10.02.2014')

Ich war so gespannt auf das Buch, aber leider konnte es mich nicht so sehr mitreißen.

— JenniferLillian

langweilig

— silbereule

Weltbildausgabe

— Jessy_Poch123
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  • Kein Thriller, eher eine Mördersuche á la Agatha Christie…

    Mein Auge ruht auf dir

    Cridilla

    „Eine Legende unter den Krimischriftstellerinnen“ Hessischer Rundfunk Zur Autorin: Mary Higgins Clark, geboren 1928 in New York, wuchs in der Bronx auf. Ihr Vater starb, als sie kaum elf Jahre alt war. Die Mutter zog sie und ihre beiden Brüder allein groß. Nach der Highschool machte sie eine Ausbildung zur Sekretärin und war drei Jahre in einer Werbeagentur tätig, bevor sie das Reisefieber packte und sie ab 1949 als Stewardess für die PanAm arbeitete. Ein Jahr später heiratete sie ihren Nachbarn Warren Clark. Kurz nach ihrer Hochzeit begann sie Erzählungen zu schreiben. Sie verkaufte die erste im Jahre 1956 für einhundert Dollar an eine Zeitschrift. Nach dem plötzlichen Tod ihres Ehemannes im Jahre 1964, verfasste sie bald ihr erstes Buch, einen biographischen Roman über George Washington. Sie schrieb immer morgens zwischen fünf und sieben Uhr, bevor die fünf Kinder zur Schule mussten. Der erste Kriminalroman, Wintersturm, aus dem Jahr 1975, bedeutete einen Wendepunkt in ihrem Leben und ihrer Karriere. Er wurde zum Bestseller. Neben dem Schreiben studierte sie Philosophie und schloss 1979 ihr Studium mit „Summa cum laude“ ab. Mary Higgins Clark zählt zu den erfolgreichsten Thrillerautorinnen weltweit. Mit ihren Büchern führt sie regelmäßig die internationalen Bestsellerlisten an und hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten, u.a. den begehrten „Edgar Award“. 1996 heiratete sie John Conheeney. Die Autorin lebt und arbeitet in Saddle River, New Jersey. Zum Buch: Dein Erbe ist der Tod Dr. Jonathan Lyons glaubt, eine sensationelle wissenschaftliche Entdeckung gemacht zu haben. Kurz darauf findet ihn seine Tochter Mariah ermordet in seinem Büro auf. Und noch etwas Schreckliches erwartet sie: Die Hauptverdächtige ist ausgerechnet ihre eigene Mutter. Mariah kann nicht an ihre Schuld glauben und setzt alles daran, den wahren Täter zu finden. Sie kommt ihm bald gefährlich nahe. Der Bibelwissenschaftler Jonathan Lyons glaubt, eine der bedeutsamsten Schriften überhaupt gefunden zu haben: einen Brief Jesu von Nazareth. Unter dem Siegel der Verschwiegenheit weiht der Professor ausgewählte Kollegen in sein Geheimnis ein. Wenig später findet ihn seine 28 - jährige Tochter Mariah erschossen auf. Aber das ist für sie noch nicht das Ende des Grauens: ihre geistig verwirrte Mutter sitzt mit der Tatwaffe direkt neben der Leiche in einem Versteck. Da sie von einer Affäre ihres Mannes mit einer jungen Geliebten wusste, steht für die Polizei auch das Tatmotiv fest. Mariah aber ist von der Unschuld ihrer Mutter überzeugt. Sie argwöhnt, dass der Mord mit dem geheimnisvollen Pergament zusammenhängt, dass plötzlich verschwunden ist. Aber mit welchen Kollegen könnte ihr Vater darüber geredet haben? Wusste auch seine Geliebte davon? Mariah ahnt nicht, dass sie bereits im Visier des Täters ist. Und dass er noch über viele Leiche gehen würde, um sein Ziel zu erreichen… Nur zu gerne lese ich mal einen Higgins-Clark für zwischendurch und das war auch ein solches Buch. Eher etwas für Zwischendurch und bei weitem kein Thriller, wie das intensive Cover und die Lancierung implizierten.  Da kenne ich wesentlich spannendere Bücher von ihr, die definitiv in die Thriller- Kategorie gehören, auch wenn es Psychothriller sind, und für die sie sogar etliche Auszeichnungen erhielt. Dies ist eher eine Mördersuche im guten alten Krimistil; wenn nicht A, dann kommt B, oder C als Täter infrage. Keine Ahnung, ob es jetzt schon am hohen Alter der Lady of Crime liegt, oder an der irrtümlichen Bezeichnung des Heyne-Verlages, aber ein Thriller war diese eher unaufgeregte Mördersuche, mit ein paar eingestreuten Wendungen und Plot-twists definitiv nicht. Hier fiel mir zum ersten Mal ihre stereotype Täterzeichnung auf, die altbekannten Schauplätze und die nicht sehr originelle Wahl der sozialen Einbettung der Heldin (Mariah). Diese Stilmittel wählt die Autorin wohl mit zunehmendem Alter immer wieder allzu gerne.  Mariah wächst in einem geradezu übervorteilt hohen sozialgestellten Elternhaus auf, mit superreichen Freunden in einer superreichen Nachbarschaft mit einem tollen Job und mehreren Wohnmöglichkeiten. Nicht sehr originell. Bei der Beerdigung ihres Vaters – der nicht nur Archäologieprofessor  - sondern auch Collegeprofessor – war, mit Vorliebe zu antiken Sammlerstücken – kommen nicht weniger als zweihundert Gäste zu Besuch, selbstverständlich die meisten entweder gutbetuchte Kunstliebhaber, Millionärsfreunde oder weitere steinreiche Koryphäen aus Dr. Lyons Dunstkreis. Da wird es beinahe zur Nebensächlichkeit, dass er einen für die Wissenschaft unbezahlbaren Fund gemacht hat: ein Brief von Jesu von Nazareth an Joseph von Arimathäa, der unter seltsamen Umständen wieder verschwindet. In dessen Suche wird Mariah verwickelt, wie auch in die Suche nach dem wirklichen Mörder ihres Vaters. Ihre Alzheimer erkrankte Mutter wird zwar mit der Tatwaffe in der Nähe des Toten aufgefunden, und wiederholt immer wieder verstört die gleichen Worte, aber für Mariah steht ihre Unschuld außer Frage. Ganz im Gegensatz zu den zwei doch recht verbohrten Ermittlern, für die feststeht: es war die Mutter. Sie hat durch das jahrelange Verhältnis ihres Mannes mit einer schönen jungen reichen Frau (wie auch sonst) ein perfektes Mordmotiv und ob sie überhaupt krank ist, wird sich noch beweisen müssen… Was ist das denn, fragte ich mich? Geht’s noch? Eine Frau, die seit Jahren zeitaufwändiger Rund um die Uhr-Pflege bedarf, soll nach der geschätzten Meinung eines Polizeipärchens geistig völlig gesund sein? Das war so mein einziger Aufregepunkt, in der ansonsten leise vor sich hinplätschernden Mördersuche, die noch von zwei wirklichen Sympathieträgern vorangetrieben wurde: ein Millionärs-Lottopärchen, das schon bei anderen Clark Büchern zum Einsatz kam und sehr liebevoll charakterlich gezeichnet ist. Vor allen Dingen die detektivisch umtriebige Ehefrau Alvirah  Meehan ist eine köstliche Miss Marple Bereicherung der Steinreichen. Sie und ihr sehr fügsamer, aber durchaus in brenzligen Situationen seinen eigenen Kopf durchsetzende Göttergatte Willy, mischen das ganze Hochglanz-Mörder-Suchspiel der High Society auf ihre eigene recht eindringliche und unverwechselbare Weise auf (elegante Brilliant Broschen mit Wanzen ausgestattet, mehr verrate ich nicht!). Was den Lesespass gewissermaßen mit Wiedererkennungsfaktor aufpeppt. Ansonsten kommt auch hier wieder der unvermeidliche Liebesfaktor vor. Mariah hat diverse Anwärter, die sie aber aufgrund der unglücklichen Umstände auf Distanz hält. Hier wäre etwas mehr Tiefe angebrachter gewesen und so ist für mich ihre Wahl am Ende etwas unnachvollziehbar; wenngleich auch auf eine gewisse Weise unabwendbar… Für die Übersetzung zeichnet sich diesmal Karl-Heinz Ebnet verantwortlich; er schafft es spielend, die reiche Welt von Mariah und ihrem Archäologen Vater ins Deutsche zu übersetzen. Sein Stil ist wunderbar leicht und lässt sich sehr flüssig lesen, da macht Krimischmökern Spaß. Mary Higgins Clark ist zwar nicht zu Unrecht eine Legende unter den Thriller Schriftstellerinnen – was auch in den vielen Verfilmungen ihrer Klassiker unübersehbar ist – aber mit diesem doch eher stereotypen Krimi hat sie sich kein Denkmal gesetzt. Sie kann mehr! Sei es: Wo waren sie, Dr. Highley?; Schrei in der Nacht; Schlangen im Paradies; Schlaf wohl, mein süßes Kind; Dass du ewig denkst an mich; Das Haus auf den Klippen, um nur einige ihrer Topthriller zu nennen. Noch ein positiver Punkt, war die wunderbare Kürze der einzelnen Kapitel, sodass das Lesen wie im Fluge vorbei war. Ansonsten kann man diesen Clark nicht als Thriller anpreisen und schon gar nicht, ob seiner teilweise zu schwarz weiß gezeichneten Antagonisten, empfehlen. Auch war die Vorhersehbarkeit einiger Morde und Wendungen doch zu offensichtlich. Eher enttäuschend für mich als Clark Liebhaber. Deshalb nur drei liebevolle Sterne von mir in Angedenken an ihre besseren Zeiten.

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    • 7

    clary999

    22. August 2015 um 20:04
    KruemelGizmo schreibt Von der Autorin habe ich lange nichts mehr gelesen.

    Ich auch nicht :). Die bisher gelesenen Bücher fand ich damals recht gut :)

  • wem kann man trauen?

    Mein Auge ruht auf dir

    Engelchen07

    17. May 2015 um 14:19

    Mariah findet ihren Vater in seiner Bibliothek ermordet vor. Der pensionierte Professor wurde für die Polizei recht offensichtlich von seiner eigenen Ehefrau ermordet. Mariah kann es nicht glauben und fassen, dass ihre an Alzheimer erkrankte Mutter ihren Vater umgebracht haben soll. Mariah versucht in der Vergangenheit ihres Vaters nach dem Mörder zu suchen. Was hat die verschwundene Pflegerin mit dem Mord zu tun? Warum verhält sich die Geliebte ihres Vaters so seltsam und was hat eine verschwundene Schriftrolle von Jesus geschrieben mit der ganzen Sache zu tun? Mariah und die Nachbarin ermitteln stellenweise selber und werden tatsächlich immer aufs neue mit Geheimnissen überschüttet. Das Buch ist gut geschrieben.

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  • Rezension zu "Mein Auge ruht auf dir" von Mary Higgins Clark

    Mein Auge ruht auf dir

    Buechersuechtig

    04. December 2012 um 19:36

    DIE GESCHICHTE... Der bekannte Bibelforscher Jonathan Lyons hat eine unglaubliche Entdeckung gemacht, die er einigen Kollegen mitteilt - kurze Zeit später wird er erschossen. Neben der Leiche findet die Tochter von Professor Lyons ihre demenzkranke Mutter mit der Tatwaffe. Da sie die von der Affäre ihres Mannes wusste, steht für die Polizei das Motiv fest und die verwirrte Frau wird festgenimmen. Mariah glaubt jedoch an die Unschuld ihrer Mutter und ist fest entschlossen, den wahren Täter ausfindig zu machen - dadurch begibt sie sich in große Gefahr... MEINE MEINUNG: Nachdem ich bereits von "Ich folge deinem Schatten" und "Flieh in dunkle Nacht" enttäuscht wurde, hatte ich all meine Hoffnungen in "Mein Auge ruht auf dir" gesetzt... Als Schauplatz des Geschehens hat die Autorin erneut New York gewählt. Der Epilog beginnt im Jahr 1474, die Geschichte führt uns in die Gegenwart, wo ein wertvoller alter Brief eine große Rolle spielt. Mariah Lyons ist eine 28-jährige Anlagenberaterin, die versucht, den Mord an ihrem Vater aufzuklären, wobei ihr Hobbydetektivin und Lottogewinnerin Alvirah Meehan samt Ehemann Willy zur Seite stehen. Es ist schon ein großer Zufall, dass Alvirah anscheinend immer irgendjemanden aus der Familie eines Mordopfers kennt... Natürlich stammt die Protagonistin wieder aus der Oberschicht, ist wohlhabend und sehr attraktiv. Neben der farblos wirkenden Hauptperson wurden Unmengen von Nebenfiguren in die Handlung eingebaut, denen es allesamt an Zeit fehlt, sich zu entwickeln - stattdessen bleiben die Charaktere blass und eindimensional. Die Geschichte fängt eigentlich ganz vielversprechend an, verliert allerdings durch die Vielzahl an Erzählperspektiven und Handlungssträngen zwischendurch oft den roten Faden und ergeht sich in Langatmigkeit. Außerdem erzeugt der Plot oftmals einen bemühten bzw. konstruierten Eindruck. Weiters wird rasch klar, wer hier seine Hände im Spiel hat und hinter dem Mord an Jonathan Lyons steckt. "Mein Auge ruht auf dir" wurde nach bewährtem Strickmuster angefertigt, was versierte Krimi- und Thriller-Leser allerdings nicht zu Begeisterungsstürmen hinreißen wird, denn hier kommt nichts Neues zum Vorschein. Auch die Genre-Zuordnung stimmt nicht, denn für einen Thriller fehlt es an Hochspannung und Nervenkitzel sowie an ungeahnten Wendungen, auch als Krimi würde ich "Mein Auge ruht auf dir" nicht bezeichnen. Mary Higgins Clark hat einen Hang zu zahlreichen Charakteren, ausgeschmückten Schilderungen und kurzen Kapiteln. Eine weitere Spezialität ist ihr ausdrucksstarker Schreibstil, der die vorhersehbare Story jedoch auch nicht mehr retten kann. FAZIT: "Mein Auge ruht auf dir" ist der neueste und bislang schwächste Roman von Mary Higgins Clark, der mich überhaupt nicht überzeugt hat. Dazu ist der Plot zu klischeehaft und platt, die Protagonisten sehr oberflächlich und die Schilderungen viel zu ausführlich geraten, obwohl sich "Mein Auge ruht auf dir" trotz aller Mankos rasch lesen lässt. Dafür kann ich nur 1 1/2 STERNE vergeben und werde in Zukunft meine Finger von M.H. Clarks Büchern lassen.

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  • Rezension zu "Mein Auge ruht auf dir" von Mary Higgins Clark

    Mein Auge ruht auf dir

    Gospelsinger

    24. September 2012 um 11:55

    Der Bibelforscher Dr. Jonathan Lyons wird ermordet. Im gleichen Raum sitzt seine demente Ehefrau, blutbeschmiert und mit der Tatwaffe in der Hand. Sie war in letzter Zeit sehr aggressiv ihm gegenüber, weil er eine Geliebte hatte. Ein klarer Fall, meint die Polizei. Seine Tochter Mariah sieht das anders. Sie kann einfach nicht glauben, dass ihre Mutter eine Mörderin sein soll und stellt eigene Nachforschungen an. Dr. Lyons hatte eine aufsehenerregende Entdeckung gemacht; er hat einen von Jesus geschriebenen Brief gefunden, der jetzt allerdings verschwunden ist. Haben die Kollegen des Wissenschaftlers etwas damit zu tun? Oder ist das Pergament im Besitz der Geliebten Lillian, die auch zum Kreis der Verdächtigen zählt, weil Dr. Lyons sich von ihr trennen wollte? Mariah begibt sich durch ihre Nachforschungen in tödliche Gefahr. Bisher waren die Bücher dieser Autorin für mich immer ein Garant für eine durchlesene Nacht. Diesmal allerdings wurden meine hohen Erwartungen nicht ganz erfüllt. Dieser Krimi ist zwar gewohnt flüssig geschrieben und liest sich gut, aber die Spannung, die Mary Higgins Clark in ihren anderen Büchern so meisterhaft aufgebaut hat, will bei diesem Buch nicht so recht aufkommen.

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  • Rezension zu "Mein Auge ruht auf dir" von Mary Higgins Clark

    Mein Auge ruht auf dir

    Die-Rezensentin

    16. September 2012 um 14:13

    SCHADE; MEINE ERWARTUNGEN WURDEN NICHT ERFÜLLT !!! Dr. Jonathan Lyons, ein bekannter Bibelforscher, hat eine phänomenale Entdeckung gemacht. In seinem Besitz soll sich ein Pergament befinden und zwar ein handgeschriebener Brief von Jesus von Nazareth. Doch bevor Näheres dazu bekannt wird, wird Jonathan ermordet. Seine, an Demenz leidende, Ehefrau Kathleen wird blutverschmiert und mit der Tatwaffe in der Hand bei ihm gefunden. Da ihr Mann eine Geliebte hatte und Kathleen davon wußte, gilt sie als Hauptverdächtige und wird verhaftet. Die Tochter Mariah kennt ihre Mutter und glaubt natürlich an ihre Unschuld. Doch bevor nicht der wahre Mörder gefunden wird, bleibt Kathleen in Haft. Auch das wichtige Pergament ist seit Jonathans Tod verschwunden und niemand weiß, wo es sich befinden könnte. Nach und nach kommt auch die Polizei zu dem Schluß, dass die Ermordung Jonathans mit dem verschwundenen Pergament zu tun hat. Seine besten Freunde und Kollegen werden nun durchleuchtet und es scheint irgendwie jeder verdächtig zu sein. Wem kann Mariah noch trauen ? Ist wirklich einer der Freunde, der seit Jahren in ihrem Haus verkehrt, ein Mörder? Ich habe bisher alle Bücher von Mary Higgins Clark gelesen und mir gefiel immer ihr spannender Stil; eine Mischung aus Krimi und Psychothriller. Schon beim letzten Roman `Flieh in die dunkle Nacht` ist mir aufgefallen, dass sich ihr Schreibstil verändert hat. Das Buch war eher ein gediegener Krimi, aber ohne einen Anflug von Psychothriller. Bei `Mein Auge ruht auf Dir` kam für mich im ersten Drittel gar keine Spannung auf. Die Handlung plätscherte so vor sich hin; ausführlich wurde die Familiengeschichte Jonathans erzählt, dazu kamen noch ziemlich viele Namen von Bekannten, was ich auch erst mal etwas verwirrend fand. Ab dem zweiten Drittel wurde es besser; man konnte nun versuchen, sich selbst ein Bild zu machen, wer evt. Dreck am Stecken haben könnte. Allerdings sind die Charaktere eher unscheinbar; fast langweilig. Besonders nervig fand ich die Lottogewinnerin Alvirah, eine Hobby-Detektivin à la Miss Marple . Sie zeichnet heimlich Gespräche mit ihrem Broschen-Mikrofon auf und verfolgt die Verdächtigen auf eigene Faust, das war schon ziemlich albern und lächerlich. Das Buch läßt sich leicht und flüssig lesen, ist auch später ganz nett, aber es kommt auf gar keinen Fall in die Nähe ihrer alten Erfolgsromane. Es ist eine Kriminalgeschichte ohne besondere Höhen und Tiefen, ohne wirkliche Spannung und erst recht ohne Psychothriller-Charakter. Insgesamt bin ich etwas enttäuscht, denn ich hatte auf jeden Fall mehr erhofft. Ich vergebe 3 Punkte, weil das Buch zwar ganz nett war, aber bei Mary Higgings Clark habe ich eine gewisse Erwartung und die wurde leider nicht erfüllt.

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