Mary Hottinger

 3.9 Sterne bei 23 Bewertungen
Autor von Mehr Morde, Wahre Morde und weiteren Büchern.

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Mehr Morde

Mehr Morde

 (5)
Erschienen am 01.01.1961
Noch mehr Morde

Noch mehr Morde

 (3)
Erschienen am 01.02.2000
Unheimliche Geschichten

Unheimliche Geschichten

 (1)
Erschienen am 01.05.2002
Der Connaisseur I

Der Connaisseur I

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Erschienen am 01.11.1991
Mord

Mord

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Rezension zu "Unheimliche Geschichten" von Mary Hottinger

Nur bedingt unheimlich, eher ungewöhnlich und skurril!
Sonorisvor 5 Jahren

Die Herausgeberin Mary Hottinger dieser Kurzgeschichtensammlung war schon durch andere Anthologien in Erscheinung getreten. Gleichgültig, ob diese Erzählungen aus dem Bereich der Kriminal- oder der unheimlichen Literatur sind, sie alle sollen für Qualität und einem hohen Verständnis für Literatur sprechen. Ich selbst konnte mich davon schon bei den Gespenster- und Horroranthologien von ihr überzeugen: Sie alle beinhalten bemerkenswerte und anspruchsvolle Erzählungen.
Von der hier vorliegenden bin ich nicht ganz so überzeugt, was vielleicht auch an dem Titel liegen mag, der mich zunächst in die Irre führte. Denn wie die Herausgeberin in dem Vorwort mitteilte, beinhaltet diese Kurzgeschichtensammlung nicht nur unheimliche Geschichten, die ich dann auch erwartete, sondern Sciencefiction- oder einfach nur ungewöhnliche Erzählungen.
Jedoch sind darunter auch ein paar Autoren, die mich mit ihrem Stil nicht überzeugen konnten. Welche das genau sind und welche mich mit ihren Erzählungen überzeugen konnten, kann der geneigte Leser nun im Folgenden erfahren.

1. Ambrose Bierce - Ein Ereignis an der Owl-Creek-Brücke
Eine sehr einfühlsame Erzählung, um einen Mann, der aufgrund eines Kriegsverbrechens gehängt werden soll. Die Kurzgeschichte erzählt auf sehr beeindruckende Art und Weise von dem Schrecken und des Leidens des Gehängtwerdens.
4 von 5 Sterne 

2. Thomas Burke - Die gelben Teufelchen
Eine Kurzgeschichte, um einen Mörder, der durch den Wind in eine Wohnung getrieben wird, deren Bewohner er geplant hatte, umzubringen. Die kleinen gelben Teufelchen folgten ihm darauf und führen ihn zur Polizei. Amüsante Geschichte, deren Aussage ich jedoch nicht ganz verstanden habe.
3 von 5 Sterne 

3. Muriel Spark - Portobello Road
Eine sehr schöne Geschichte, die nicht nur sehr einfühlsam erzählt wurde, sondern ebenso durch einer sehr angenehmen Atmosphäre und gut gezeichneten Charakteren zu überzeugen weiß! Es geht um vier Freunde, die alle miteinander stark verbunden sind, was ihnen auch zum Verhängnis wird...
5 von 5 Sterne 

4. John Anthony West - In Chanceyville
Eine humorvolle Erzählung, um einen jungen Anhalter, der von einem Mann mitgenommen wird. Unterwegs stellt sich heraus, dass der Fahrer Constable ist, was Probleme für den Mitfahrenden bedeutet. Die Erzählung endet recht abrupt, aber es war wohl auch alles erzählt worden, was erzählt werden musste. Das Ende verdeutlicht aber auch, dass die Geschichte keine tiefere Aussage bereithält. Es geht scheinbar lediglich darum ein paar Minuten nett und humorvoll unterhalten zu werden.
4 von 5 Sterne 

5. Freeman Wills Crofts - Der Bahnübergang
Eine einfache, aber gleichsam wirksame und spannende Erzählung! Sie handelt von einem Mann, der dabei erwischt wurde, wie er von seiner Arbeitsstelle Geld gestohlen hat. Seitdem wird er von ihm erpresst. Um sich aus dieser Schlinge zu befreien, plant er seinen Peiniger zu töten.
4 von 5 Sterne 

6. Patrick Quentin - Bächleins Rauschen tönt so bang
Ein Mann von fast 40 Jahren lebt eng mit seiner Mutter zusammen, das Band, das die beiden zusammenhält ist sehr eng. Bei einem Urlaub lernt er eine junge Frau kennen, der er sich völlig hingibt und eine neue Lebendigkeit spürt, von der er glaubte, sie gar nicht zu haben. Nur durch sie spürt er die Fesseln seiner Mutter. Es entsteht der Plan seine Mutter umzubringen, um sich von diesen Fesseln zu befreien...
Eine sehr verstörende und eindringliche Erzählung.
5 von 5 Sterne 

7. Stanley Ellin - Tod am Weihnachtsabend
Eine kurze und effektvolle Erzählung. Habe sie nicht ganz verstanden, da ich den entscheidenden Satz nicht verstehe, aber ich ahne, was mir der Autor mir sagen wollte. So ist es eine typische Geistergeschichte, die allerdings eine etwas stärkere Entfaltungsmöglichkeit gut getan hätte.
3 von 5 Sterne 

8. Henry Slesar - Der Mann in der Nachbarzelle
Eine recht nichtssagende Erzählung, um einen Mann, der als Anhalter mitfährt und später erfährt, dass dies verboten sei. Im Gefängnis erlebt er dann eine Verwechslung mit einem anderen Gefangenen. Sehr schön und flüssig erzählt mit recht ausdrucksstarken Charakteren, aber inhaltlich weiß die Geschichte allerdings nicht zu überzeugen. Langweilig ist sie zwar nicht, aber auch nicht besonders aussagekräftig oder interessant.
2 von 5 Sterne 

9. Ray Bradbury - Feuerballons
Eine fantastische oder Sciencefiction-Geschichte, die sich mit Geistlichen von der Erde auf dem Mars abspielt. Die beiden Geistlichen, die sich auf dem Weg zum Mars gemacht haben, um dort die Sündiger zu bekehren, werden in ihrem Glauben zu Gott geprüft.
Ich konnte diese Erzählung nicht zu Ende lesen, da sie mir als zu abgedreht erschien. Desweiteren legte der Autor auch zu wenig Wert auf die Stimmung, Charaktere und Handlung. Einzig allein die Konfrontation der beiden Geistlichen mit den Feuerballons schien ihm wichtig zu sein, was mich aber nicht interessierte.
1 von 5 Sterne 

10. John Wyndham - Der Meteor
Eine weitere Sciencefiction-Erzählung, diesmal um einen Meteoriten, der in einer ländlichen Gegend herabgestürzt ist. Parallel wird der Inhalt eines Treffens wiedergegeben, der sich mit der Entdeckung eines Planeten beschäftigt.
Ähnlich wie bei der vorherigen Erzählung von Ray Bradbury handelt diese von einer uns fremden Welt, die aber einen Einfluss auf die Erde hat. Auch wenn sie aus meiner Sicht spannender erzählt wurde und mehr Wert auf die Charaktere und die Handlung gelegt wurde, so spricht mich diese Erzählung ebensowenig an. Dementsprechend habe ich nur die Stellen gelesen, die nicht von anderen Welten handeln.
2 von 5 Sterne 

11. Miriam Allan de Ford - Der Einzelgänger
Ein Mann, ziemlich unglücklich mit seiner Arbeit und seiner Frau, lässt sich von der Arbeit für einen Tag aus Krankheitsgründen befreien und beobachtet beim Spaziergang eine Tat, die eine Meldung bei der Polizei erfordert.
Eine dramatische und spannende Erzählung, die deutlich macht, was es bedeuten kann, Hilfe zu unterlassen, wo sie gebraucht wird.
5 von 5 Sterne 

12. G. K. Chesterton - Der Mann in der Passage
Diese Erzählung, auch wenn sie recht ironisch ist, erinnert mich ein wenig an die Kriminalgeschichten von Edgar Allan Poe. Der Mord an eine Schauspielerin, den es vor Gericht aufzulösen gilt, konnte nur mit scharfem Verstand und einer hohen Kombinationsgabe erfolgen.
Insgesamt ist der Rahmen, in dem dieser Mord passiert ist, mit Bezug zum Theater und zur Schauspielerei gut gewählt und mit interessanten Charakteren ausgestattet, jedoch vermochte mich die Geschichte nicht gänzlich zu überzeugen. Denn der Stil der Erzählung ist etwas zu hölzern und sperrig, wodurch der Geschichte Lebendigkeit und Spannung genommen wurde.
3 von 5 Sterne

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Rezension zu "Gespenster" von Mary Hottinger

Rezension zu "Gespenster" von Mary Hottinger
Sonorisvor 9 Jahren

Diese Anthologie habe ich vor längerer Zeit mal gelesen und habe lediglich die Rezension mit manchen sprachlichen Veränderungen übertragen.

1. Daniel Dafoe – Die Erscheinung der Mrs. Veal (The Apparation of Mrs. Veal) --> 4 Sterne

Interessante Geschichte um einen Tatsachenbericht eines Geistwesens. Stimmung: angenehm, Stil: verständlich und flüssig lesbar.

2. Edward Bulwer-Lytton – Das verfluchte Haus in der Oxford Street (The Hauntess and the Haunted) --> 5 Sterne

Gespenster und übernatürliche Ereignisse, Erscheinungen werden bei dieser Kurzgeschichte erklärt, insofern, dass es keine übernatürlichen Dinge, Ereignisse und Erscheinungen gibt, sondern nur solche, die man sich nicht erklären kann bzw. die man nicht versteht.

Stil: sehr bildreich und anspruchsvoll. Der Stil erinnert hinsichtlich der Ausdrucksweise ein wenig an Peter Straub.

3. Wilkie Collins – Das Traumweib (The Dream Woman) --> 4 Sterne

Nette Geschichte um eine verzweifelte Liebe nach einer Frau, die ihren Mann umbringen möchte.
Sehr schöner und bildreicher Schreibstil, ebenso eine sehr angenehme Stimmung.

4. W.W. Jacobs – Die Affenpfote (The Monkey Paw) --> 5 Sterne

Ein Klassiker unter den Kurzgeschichten aus dem Horror- und Gruselgenre.

Teils witzige und teils unheimliche Geschichte um eine Affenpfote, die drei Wünsche erfüllt.

Angenehme Stimmung und gut lesbarer und bildreicher Stil.

5. E.F. Benson – Das Gesicht (The Face) --> 5 Sterne

Sehr schöne Geschichte mit einer sehr unheimlichen und gruseligen Atmosphäre. Wirkt zeitlos, sie hätte auch in der Gegenwart spielen können, die Frau, in der Erzählung wirkt auf mich sehr modern.

6. Richard Middleton – Auf der Landstraße (On the Brighton Road) --> 4 Sterne

Sehr kurze Geschichte, dadurch wirkt diese sehr komprimiert, auch sinnlos. Gut lesbarer Stil und schöne bis mittelmäßige Stimmung.

7. W.F. Harvey – Nacht über dem Moor (Across the Moors) --> 4 Sterne

Ein Geist erscheint, verwirrt und erschreckt dabei ein Mädchen und verschwindet. Diese Kurzgeschichte bietet viele Interpretationsmöglichkeiten. Wirkt auf mich sehr komplex, Stimmung ist dabei angenehm gruselig. Stil lässt flüssiges Lesen zu.

8. Enid Bagnold – Das verliebte Gespenst (The Amorous Ghost) --> 5 Sterne

Sehr schöne Geschichte, unheimlich und romantisch. Sehr angenehmer Stil.

9. A.J. Alan – Mein Abenteuer in Norfolk (My Adventure in Norfolk) --> 5 Sterne

Spannend und unheimlich mit einem überraschenden Ende.
Stil: sehr schön und flüssig zu lesen.
Stimmung: sehr schön. Mit Kommentaren von anderen Lesern (?). Schreibstil wirkt sehr ausgereift, Autor geht spielerisch und leicht mit Worten um.

10. Mary Hottinger – Der Ring (The Ring) --> 5 Sterne

Sehr spannende und unheimliche Geschichte. Die Stimmung ist traurig und unheimlich, Stil ermöglicht die Erzählung flüssig zu lesen.

11. Elizabeth Bowen – Der dämonische Liebhaber (The demon lover) --> 3 Sterne

Diese Kurzgeschichte vermittelt keine schöne Stimmung, Schreibstil ist parallel dazu schwer verständlich --> unsympathische Stimmung und Charaktere.

12. Algernon Blackwood – Die Puppe (The Doll) --> 5 Sterne

Ein Meister der unheimlichen Literatur. Die Puppe ist dabei eines seiner Meisterstücke: geistreich, spannend und unheimlich. Der Autor beschreibt sehr schön, so auch in dieser Geschichte, das Übernatürliche in der Natur. Er beschreibt auf sehr eindringliche Art und Weise die Gewalten in der Natur. Bei ihm bekommt das Rascheln in den Bäumen, das Tosen des Meeres, die Geräusche in den Wäldern ein eigenes Wesen, denen der Mensch ausgesetzt ist.

So hat auch diese Geschichte eine unheimliche und schöne Stimmung. Der unheimliche Aspekt ist dabei weniger ausgeprägt als bei seinen anderen Geschichten, da in dieser mehr erklärt wird, aber sein intelligenter Schreibstil macht sie insgesamt zu etwas Wundervollem.

(Es scheint als ob der Film „Chucky“ diese Geschichte als Vorbild hatte. Zumindest sind vom psychologischen Ansatz her viele Ähnlichkeiten vorhanden.)

13. Daphne Du Maurier – Der Apfelbaum (The Apple Tree) --> 5 Sterne

Daphne Du Maurier konnte nicht nur mit ihrer wohl bekanntesten Geschichte „Die Vögel“ überzeugen - die Alfred Hitchcock hervorragend verfilmt hat -, sondern schrieb auch andere sehr bemerkenswerte Geschichten wie es nicht nur „Rebecca“ bewiesen haben.

Ebenso vermag „Der Apfelbaum“ zu überzeugen. Eine sehr schöne Geschichte, die mehr auszusagen scheint, als ich auf den ersten Blick geglaubt hatte.

Die Geschichte ist sehr geschickt aufgebaut, und führte mich zunächst gedanklich in die falsche Richtung. In dieser Geschichte geht es um Verfolgungsangst, die sich zum Ende hin ...

Lohnt sich zu lesen!

Stil: sehr angenehm und raffiniert.
Stimmung: sehr angenehm.

14. M. R. James – Die verwunschene Pfeife (O Whistle and I´ll come to you, my Lord) --> 3 Sterne

Diese Geschichte gefällt mir nicht so gut. Der Protagonist, gleichzeitig der Erzähler, ist immer bemüht sich als wissend darzustellen, dies wirkt sich zusätzlich negativ auf die Erzählung aus, da der Schriftsteller sich nicht durch Ironie beispielsweise davon distanziert.

Zudem ist der Stil aus meiner Sicht sehr plump; mit der Zeigefinger-Mentalität versucht er den Leser dazuzubringen, aus Erfahrungen zu lernen. Die Stimmung ist etwas angenehmer als der Stil, wirkt aber dennoch auf mich nicht sehr einladend oder angenehm.

Von den vielen Anthologien mit Gespenstergeschichten hat mich diese mit Abstand am meisten überzeugt: Eine sehr schöne Auswahl von Erzählungen von bekannten und weniger bekannten Schriftstellern des 19. Jahrhunderts.

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annikkis avatar

Rezension zu "Wahre Morde" von Mary Hottinger

Rezension zu "Wahre Morde" von Mary Hottinger
annikkivor 10 Jahren

In diesem Buch sind mehrere Kriminalfälle aus Großbritanien aufgeführt.
Mit Hintergrundinformation, und Details zu den Verhandlungen.

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