Mary Hottinger Gespenster

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Inhaltsangabe zu „Gespenster“ von Mary Hottinger

Angenehm-schauerliche Lehnsesselfurcht an englischen Kaminen mit englischen Gespenstern von Daniel Defoe bis Daphne du Maurier. Ausgewählt, natürlich, von Mary Hottinger.

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  • Rezension zu "Gespenster" von Mary Hottinger

    Gespenster
    Sonoris

    Sonoris

    07. December 2009 um 21:01

    Diese Anthologie habe ich vor längerer Zeit mal gelesen und habe lediglich die Rezension mit manchen sprachlichen Veränderungen übertragen. 1. Daniel Dafoe – Die Erscheinung der Mrs. Veal (The Apparation of Mrs. Veal) --> 4 Sterne Interessante Geschichte um einen Tatsachenbericht eines Geistwesens. Stimmung: angenehm, Stil: verständlich und flüssig lesbar. 2. Edward Bulwer-Lytton – Das verfluchte Haus in der Oxford Street (The Hauntess and the Haunted) --> 5 Sterne Gespenster und übernatürliche Ereignisse, Erscheinungen werden bei dieser Kurzgeschichte erklärt, insofern, dass es keine übernatürlichen Dinge, Ereignisse und Erscheinungen gibt, sondern nur solche, die man sich nicht erklären kann bzw. die man nicht versteht. Stil: sehr bildreich und anspruchsvoll. Der Stil erinnert hinsichtlich der Ausdrucksweise ein wenig an Peter Straub. 3. Wilkie Collins – Das Traumweib (The Dream Woman) --> 4 Sterne Nette Geschichte um eine verzweifelte Liebe nach einer Frau, die ihren Mann umbringen möchte. Sehr schöner und bildreicher Schreibstil, ebenso eine sehr angenehme Stimmung. 4. W.W. Jacobs – Die Affenpfote (The Monkey Paw) --> 5 Sterne Ein Klassiker unter den Kurzgeschichten aus dem Horror- und Gruselgenre. Teils witzige und teils unheimliche Geschichte um eine Affenpfote, die drei Wünsche erfüllt. Angenehme Stimmung und gut lesbarer und bildreicher Stil. 5. E.F. Benson – Das Gesicht (The Face) --> 5 Sterne Sehr schöne Geschichte mit einer sehr unheimlichen und gruseligen Atmosphäre. Wirkt zeitlos, sie hätte auch in der Gegenwart spielen können, die Frau, in der Erzählung wirkt auf mich sehr modern. 6. Richard Middleton – Auf der Landstraße (On the Brighton Road) --> 4 Sterne Sehr kurze Geschichte, dadurch wirkt diese sehr komprimiert, auch sinnlos. Gut lesbarer Stil und schöne bis mittelmäßige Stimmung. 7. W.F. Harvey – Nacht über dem Moor (Across the Moors) --> 4 Sterne Ein Geist erscheint, verwirrt und erschreckt dabei ein Mädchen und verschwindet. Diese Kurzgeschichte bietet viele Interpretationsmöglichkeiten. Wirkt auf mich sehr komplex, Stimmung ist dabei angenehm gruselig. Stil lässt flüssiges Lesen zu. 8. Enid Bagnold – Das verliebte Gespenst (The Amorous Ghost) --> 5 Sterne Sehr schöne Geschichte, unheimlich und romantisch. Sehr angenehmer Stil. 9. A.J. Alan – Mein Abenteuer in Norfolk (My Adventure in Norfolk) --> 5 Sterne Spannend und unheimlich mit einem überraschenden Ende. Stil: sehr schön und flüssig zu lesen. Stimmung: sehr schön. Mit Kommentaren von anderen Lesern (?). Schreibstil wirkt sehr ausgereift, Autor geht spielerisch und leicht mit Worten um. 10. Mary Hottinger – Der Ring (The Ring) --> 5 Sterne Sehr spannende und unheimliche Geschichte. Die Stimmung ist traurig und unheimlich, Stil ermöglicht die Erzählung flüssig zu lesen. 11. Elizabeth Bowen – Der dämonische Liebhaber (The demon lover) --> 3 Sterne Diese Kurzgeschichte vermittelt keine schöne Stimmung, Schreibstil ist parallel dazu schwer verständlich --> unsympathische Stimmung und Charaktere. 12. Algernon Blackwood – Die Puppe (The Doll) --> 5 Sterne Ein Meister der unheimlichen Literatur. Die Puppe ist dabei eines seiner Meisterstücke: geistreich, spannend und unheimlich. Der Autor beschreibt sehr schön, so auch in dieser Geschichte, das Übernatürliche in der Natur. Er beschreibt auf sehr eindringliche Art und Weise die Gewalten in der Natur. Bei ihm bekommt das Rascheln in den Bäumen, das Tosen des Meeres, die Geräusche in den Wäldern ein eigenes Wesen, denen der Mensch ausgesetzt ist. So hat auch diese Geschichte eine unheimliche und schöne Stimmung. Der unheimliche Aspekt ist dabei weniger ausgeprägt als bei seinen anderen Geschichten, da in dieser mehr erklärt wird, aber sein intelligenter Schreibstil macht sie insgesamt zu etwas Wundervollem. (Es scheint als ob der Film „Chucky“ diese Geschichte als Vorbild hatte. Zumindest sind vom psychologischen Ansatz her viele Ähnlichkeiten vorhanden.) 13. Daphne Du Maurier – Der Apfelbaum (The Apple Tree) --> 5 Sterne Daphne Du Maurier konnte nicht nur mit ihrer wohl bekanntesten Geschichte „Die Vögel“ überzeugen - die Alfred Hitchcock hervorragend verfilmt hat -, sondern schrieb auch andere sehr bemerkenswerte Geschichten wie es nicht nur „Rebecca“ bewiesen haben. Ebenso vermag „Der Apfelbaum“ zu überzeugen. Eine sehr schöne Geschichte, die mehr auszusagen scheint, als ich auf den ersten Blick geglaubt hatte. Die Geschichte ist sehr geschickt aufgebaut, und führte mich zunächst gedanklich in die falsche Richtung. In dieser Geschichte geht es um Verfolgungsangst, die sich zum Ende hin ... Lohnt sich zu lesen! Stil: sehr angenehm und raffiniert. Stimmung: sehr angenehm. 14. M. R. James – Die verwunschene Pfeife (O Whistle and I´ll come to you, my Lord) --> 3 Sterne Diese Geschichte gefällt mir nicht so gut. Der Protagonist, gleichzeitig der Erzähler, ist immer bemüht sich als wissend darzustellen, dies wirkt sich zusätzlich negativ auf die Erzählung aus, da der Schriftsteller sich nicht durch Ironie beispielsweise davon distanziert. Zudem ist der Stil aus meiner Sicht sehr plump; mit der Zeigefinger-Mentalität versucht er den Leser dazuzubringen, aus Erfahrungen zu lernen. Die Stimmung ist etwas angenehmer als der Stil, wirkt aber dennoch auf mich nicht sehr einladend oder angenehm. Von den vielen Anthologien mit Gespenstergeschichten hat mich diese mit Abstand am meisten überzeugt: Eine sehr schöne Auswahl von Erzählungen von bekannten und weniger bekannten Schriftstellern des 19. Jahrhunderts.

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