Mary Kreutzer

 4.8 Sterne bei 4 Bewertungen
Autor von Ware Frau und Irak.

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Ware Frau

Ware Frau

 (4)
Erschienen am 03.04.2008
Irak

Irak

 (0)
Erschienen am 06.12.2004

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Rezension zu "Ware Frau" von Mary Kreutzer

Rezension zu "Ware Frau" von Mary Kreutzer
Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren

Dieses Buch mit Sternen zu bewerten ist an sich schon komisch, denn es handelt sich um die Realität, um modernen Menschenhandel, Korruption, Verletzung jeglicher Menschenrechte und Missbrauch in seinen schlimmsten Formen. Ich habe das Buch von einer Freundin geliehen und innerhalb von 2 Tagen gelesen. Die Autorinnen verschweigen wirklich nichts. Zurück bleibt ein hilfloses und schreckliches Gefühl beim Leser, es ist unglaublich schockierend und führt einem das grausame Wesen Mensch mal wieder vor Augen. Politiker, Beamte und Polizisten denen es einfach scheissegal ist was diesen Mädchen (oftmals Kindern!) und Frauen angetan wird solange die Kasse stimmt. Freier die die Frauen missbrauchen und sich damit noch in Foren brüsken, ohne jegliches Mitgefühl für deren Leiden. Traumatisierte Menschen die zuvor und danach ohne Perspektive zurückbleiben....Ich würde das Buch jedem (auch Männern!) empfehlen zu lesen, hoffentlich öffnet es die Augen. Ich wünschte man könnte mehr dagegen tun.

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Rezension zu "Ware Frau" von Mary Kreutzer

Rezension zu "Ware Frau" von Mary Kreutzer
clowsvor 10 Jahren

Corinna Milborn hat in Nigeria und Europa recherchiert, wie zehntausende junge Frauen aus ihrer Heimat verschleppt und bei uns in die Prostitution gezwungen werden: Mithilfe falscher Versprechungen, Drohungen und Voodoo-Zauber werden Nigerianerinnen aus der Region Benin City in fast schon industriellem Ausmaß auf die beschwerliche Reise nach Mitteleuropa geschickt und müssen hier für 20-30 Euro ihren Körper feilbieten, bis sie angebliche “Schulden” von 45.000 bis 60.000 Euro an ihre Zuhälterinnen, die sogenannten “Madames”, abbezahlt haben.

Jeder dritte Mann, schätzt die deutsche Hurengewerkschaft Hydra, nimmt regelmäßig die Dienste von Sexarbeiterinnen in Anspruch. Allein in Wien besuchen täglich 15.000 Freier Prostituierte. Doch auch der Staat ignoriert das Problem des Menschenhandels - die rassistischen Fremdengesetze fördern ihn sogar: Asylwerberinnen dürfen hier zwar keine normalen Jobs machen - aber legal als Prostituierte arbeiten. Während des Asylverfahrens können die Frauen also ausgebeutet werden, ohne Verfolgung durch die Behörden zu fürchten. Nach drei bis vier Jahren werden sie dann abgeschoben. “Die Menschenhändler importieren die Ware. Der Staat schiebt sie wieder ab, wenn sie ausgelaugt ist.”

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