Mary Kreutzer Ware Frau

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Inhaltsangabe zu „Ware Frau“ von Mary Kreutzer

Joy, 19, vermietet ihren Körper für zehn Euro pro Kunde in Wien: Sie muss 45.000 Euro an die Frauenhandels-Mafia abzahlen. Blessing, 24, hat die Prostitution verweigert, nun wurde ihr Bruder zu Hause niedergeschossen. Florence, 22, hat in einem monatelangen Marsch zu Fuß die Wüste durchquert – und endet am Rand einer Ausfallstraße. Drei von 40.000 Frauen aus Nigeria, die in Europa als Zwangsprostituierte auf der Straße stehen: bestellt, verkauft, ausgeliefert. Mary Kreutzer und Corinna Milborn liefern nicht nur einen fundierten Bericht über Frauenhandel – sie sind auch Dutzenden solcher Schicksale nachgegangen. Gemeinsam mit Joana Adesuwa Reiterer aus Nigeria, die Betroffene berät, berichten sie aus dem Alltag afrikanischer Zwangsprostituierter in Wien, Frankfurt, Berlin. Ihre Recherchen führten sie bis nach Lagos und in nigerianische Dörfer, wo junge Frauen mit falschen Versprechungen nach Europa gelockt werden und ganze Familien von ihren Geldsendungen abhängen. In riskanten Undercover-Recherchen und Gesprächen mit Menschenhändlern decken sie die Methoden der Frauenhändler auf, gehen der Rolle von Polizei und Behörden nach und sprechen mit den Freiern in Europa. Ein packender und einfühlsamer Bericht über Ausbeutung, Rassismus und die Hintergründe des größten kriminellen Wirtschaftszweiges der Welt.

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  • Rezension zu "Ware Frau" von Mary Kreutzer

    Ware Frau
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    24. October 2012 um 12:27

    Dieses Buch mit Sternen zu bewerten ist an sich schon komisch, denn es handelt sich um die Realität, um modernen Menschenhandel, Korruption, Verletzung jeglicher Menschenrechte und Missbrauch in seinen schlimmsten Formen. Ich habe das Buch von einer Freundin geliehen und innerhalb von 2 Tagen gelesen. Die Autorinnen verschweigen wirklich nichts. Zurück bleibt ein hilfloses und schreckliches Gefühl beim Leser, es ist unglaublich schockierend und führt einem das grausame Wesen Mensch mal wieder vor Augen. Politiker, Beamte und Polizisten denen es einfach scheissegal ist was diesen Mädchen (oftmals Kindern!) und Frauen angetan wird solange die Kasse stimmt. Freier die die Frauen missbrauchen und sich damit noch in Foren brüsken, ohne jegliches Mitgefühl für deren Leiden. Traumatisierte Menschen die zuvor und danach ohne Perspektive zurückbleiben....Ich würde das Buch jedem (auch Männern!) empfehlen zu lesen, hoffentlich öffnet es die Augen. Ich wünschte man könnte mehr dagegen tun.

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  • Rezension zu "Ware Frau" von Mary Kreutzer

    Ware Frau
    clows

    clows

    23. June 2008 um 14:44

    Corinna Milborn hat in Nigeria und Europa recherchiert, wie zehntausende junge Frauen aus ihrer Heimat verschleppt und bei uns in die Prostitution gezwungen werden: Mithilfe falscher Versprechungen, Drohungen und Voodoo-Zauber werden Nigerianerinnen aus der Region Benin City in fast schon industriellem Ausmaß auf die beschwerliche Reise nach Mitteleuropa geschickt und müssen hier für 20-30 Euro ihren Körper feilbieten, bis sie angebliche “Schulden” von 45.000 bis 60.000 Euro an ihre Zuhälterinnen, die sogenannten “Madames”, abbezahlt haben. Jeder dritte Mann, schätzt die deutsche Hurengewerkschaft Hydra, nimmt regelmäßig die Dienste von Sexarbeiterinnen in Anspruch. Allein in Wien besuchen täglich 15.000 Freier Prostituierte. Doch auch der Staat ignoriert das Problem des Menschenhandels - die rassistischen Fremdengesetze fördern ihn sogar: Asylwerberinnen dürfen hier zwar keine normalen Jobs machen - aber legal als Prostituierte arbeiten. Während des Asylverfahrens können die Frauen also ausgebeutet werden, ohne Verfolgung durch die Behörden zu fürchten. Nach drei bis vier Jahren werden sie dann abgeschoben. “Die Menschenhändler importieren die Ware. Der Staat schiebt sie wieder ab, wenn sie ausgelaugt ist.”

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