Mary Morris

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Mary MorrisDie Musik der verlorenen Kinder
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Die Musik der verlorenen Kinder
Die Musik der verlorenen Kinder
 (24)
Erschienen am 05.12.2016
Mary MorrisAngels & Aliens
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Angels & Aliens
Angels & Aliens
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Erschienen am 01.01.1999
Mary MorrisSingle And Thriving, Not Just Surviving
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Single And Thriving, Not Just Surviving
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Erschienen am 30.06.2006
Mary MorrisTwo Weeks with the Queen
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Two Weeks with the Queen
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Erschienen am 26.04.2007
Mary MorrisCustomize Your Sewing Patterns for a Perfect Fit
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Mary MorrisSchlaflose Nächte
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Schlaflose Nächte
Schlaflose Nächte
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Erschienen am 01.02.1998
Mary MorrisThe Bus of Dreams
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The Bus of Dreams
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Erschienen am 01.09.1986
Mary MorrisThe River Queen
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The River Queen
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Erschienen am 27.05.2008

Neue Rezensionen zu Mary Morris

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Rezension zu "Die Musik der verlorenen Kinder" von Mary Morris

Die Musik der verlorenen Kinder
Pixibuchvor 2 Jahren

Das Cover besticht durch die Fassade von Chicago. Ein Buch der leiseren Töne. Hektik wäre hier fehl am Platz. Das Buch erzählt uns die Geschichte von Benny, Napoleon und Pearl. Benny ist der Sohn eines jüdischen Fabrikanten, der Mützen herstellt. Seit sein kleiner Bruder damals im Schneesturm starb und er sich schuldig an dessen Tod führt, ist das Klavierspiel seine einzige Leidenschaft. Hier kann er vergessen. Bei seinen Botengängen für seinen Vater kommt er auch in die nicht so zu empfehlenden Ecken der Stadt. Hier wird Jazz gespielt, was Benny total fasziniert und er eignet sich diesen Stil und diesem Swing an. Napoleon ist ein Waisenkind, er kam aus den Süden nach Chicago und spielt die Trompete wie ein junger Gott, er läßt sie schluchzen, jauchzen und Tierstimmen produzieren. Pearl verliert drei ihrer Brüder bei einem Schiffsunglück, mit den verbliebenen Brüdern und ihren beiden Schwestern betreibt sie eine Bar. In dem Buch erfahren wir, wie diese drei Personen zusammenkommen, lesen über ihr Schicksal, über ihr Leben. Jeder von den Dreien ist unglücklich, mit seinem Leben nicht zufrieden. Wir bekommen Einblick in die goldenen 20iger Jahre des 20. Jahrhunderts. Hier werden fiktive Personen mit Al Capone, Benny Goodman, Duke Ellington, Louis Armstrong vermischt. Das Leben der einfachen Bevölkerung während der Prohibition ist ärmlich und sehr hart und es herrscht überall Arbeitslosigkeit. Und doch ist der Jazz immer und überall zu hören. Mary Morris führt uns in eine andere Welt, sie beschreibt die Wege von Benny derart plastisch, man fühlt sich selbst auf den Wegen in Chicago unterwegs. Mir hat dieses Buch einige Dinge nähergebracht, die ich so noch nicht gesehen habe.

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sursulapitschis avatar

Rezension zu "Die Musik der verlorenen Kinder" von Mary Morris

All that Jazz
sursulapitschivor 2 Jahren

Nachdem ich einige kritische Rezensionen zu diesem Buch gelesen habe, wollte ich es schon fast nicht mehr lesen. Gut, dass ich es getan habe, ich bin positiv überrascht.

Hier bekommt man plastisch und gut recherchiert ein Stückchen Zeitgeschichte erzählt.  
Im Chicago der 20er Jahre schlagen sich zwei begnadete Musiker durchs Leben. Benny Lehrman vergisst die Welt, wenn er Klavier spielt, kann Alltagssituationen so eindrucksvoll musikalisch umsetzen, dass auch Zuhörer die Welt vergessen. Sein schwarzer Freund Napoleon schafft Ähnliches mit der Trompete. Sie entdecken den Jazz, der Chicago im Sturm erobert.

Das Buch holt weit aus und bettet die Handlung ein zwischen den Weltausstellungen in Chicago 1893 und 1933, eine hübsche Idee. Man erfährt vordergründig die Geschichte Bennys und seiner Familie und auch die der kleinen Pearl, die immer wieder den Weg der beiden Musiker kreuzt. Und nebenbei erlebt man, wie aus der kleinen Stadt Chicago eine Metropole wird, die für Musik und ihr Nachtleben steht, wo Al Capone regiert und wo in Flüsterkneipen trotz Prohibition der Alkohol in Strömen fließt.  

Immer wieder werden authentische Ereignisse eingeflochten. Aufsehenerregende Kriminalfälle, die Chicago bewegten, finden Erwähnung, bekannte Musiker wie Lois Armstrong, Bix Beiderbecke oder King Oliver bekommen ihre Auftritte. Die Zeit wird lebendig, das macht Spaß und ist interessant.
Die eigentliche Geschichte dagegen bleibt etwas blass. Die Erzählweise ist zu nüchtern, um wirklich mitzureißen, die Figuren quälen sich oft mit hölzernen Dialogen. Hier und da wird auch sehr detailverliebt Musikgeschichtliches referiert. Das ist wohl das, was vielen den Spaß an dem Buch verdorben hat.  

„Die Musik der verlorenen Kinder“ ist nicht die anrührende Schmonzette, die das Cover verspricht. Wer eine Liebesgeschichte im Musikermilieu der roaring Twenties lesen will, ist hier falsch. Wer aber etwas über die Geschichte des Jazz und das wilde Chicago der 20er Jahre erfahren möchte, sollte es lesen. Mir hat es gefallen.



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vielleser18s avatar

Rezension zu "Die Musik der verlorenen Kinder" von Mary Morris

Der JazzPalast
vielleser18vor 2 Jahren

Das Buch beschreibt das Leben einiger Protagonisten in den Jahren zwischen 1915 und 1933 in Chicago.
Da ist einmal Benny Lehrman, Sohn eines Baseball-Kappen-Fabrikanten, dessen Familie den Verlust des jüngsten Sohnes verarbeiten muss. Benny, der anders als seine Brüder,  schon immer von Musik,  Rhytmen und die Chigagoer South Side angezogen wurde, ist begeistern von der neuen Musikrichtung Jazz. Er hört es bei den Schwarzen, Heimlich. Denn seine Familie will davon nichts wissen. Verbietet es ihm. Doch Benny findet immer wieder einen Weg.
Pearl verliert an dem Tag, an dem sie Benny das erste Mal (unbewußt) sieht, drei ihrer Brüder durch ein tragisches Unglück, bei dem mehr als 800 Menschen in Chicago ums Leben kommen. Jahre später betreibt sie mit ihrem überlebenden Bruder und ihren Schwestern ein Lokal. Immer noch von dem Verlust überschattet mühen sich die Geschwister um ein Überleben.
Napoleon Hill ist ein schwarzer Trompeter, der es schafft, mit seiner Leidenschaft zur Musik, aus dem Süden zu entkommen um im Norden sein Glück zu versuchen. Doch nicht alle sind im wohlgesinnt.

Die Geschichte verwebt das Leben der drei Protagonisten. Anfangs sind es verschiedene Handlungsstränge, die die Autorin immer mehr verwebt. Anfangs laufen sich die Akteure unerkannt über den Weg, doch je älter sie werden, desto mehr kreuzen sich ihre Bahnen, verschlingt sich ihr Schicksal.
Immer wieder wechseln die Perspektiven. Anfangs wird manches Ereignis knapp und kurz erzählt, da hat mir manchmal schon die Tiefe oder auch das Wissen zum Verständnis gefehlt, manche Ereignisse habe ich erst einmal im Internet nachgelesen, damit ich es besser einsortieren konnte. Es hat ein bisschen gebraucht, bis ich den Draht zu dieser Geschichte gefunden hatte, aber dann hat sie mich doch gepackt.
Anders als der Klappentext hinten suggeriert, ist es für mich keine Liebesgeschichte, keine Geschichte, in dem es vordergründig um Liebe oder Familie geht. Es geht eindeutig um die Musik. Um Jazz. Um die Liebe zum Jazz und den Spaß am Musikmachen, als Zeichen des Ausdrucks. Und für mich ist alles andere nur Randgeschehen. Ergreifend erzählt die Autorin, wie die Akteure erst Schmerz verspüren mussten, Leid erfahren mussten, um ihre Gefühle mit Musik ausdrücken zu können.
Es sind die 20er Jahre des vorherigen Jahrhunderts. Ein Zeitalter, dass vielleicht "golden" anfing, doch sich immer wieder verändert hat. Viele Auswirkungen hat die Autorin gut dargestellt. Prohibition, die Wirtschaftskrise. Die Mafia, Al Capone und die Spannungen zwischen den Religionen und Hautfarben. Aber auch die technischen Fortschritte. Musiklegenden werden manchmal ganz im Nebensatz kurz erwähnt. Louis Armstrong, Duke Ellington.

Die Autorin hat einen ganz eigenen Stil. Sie schöpft aus dem Vollen, dennoch hinkt man als (unwissender) Leser manchmal hinterher. Sie lässt ihre Erzählstränge manchmal hin und her "tanzen", manchmal ist der Stil zu flott, zu wechselhaft oder zu kurz angerissen, nicht tiefgehend genug.  Dennoch haben mich ihre Protagonisten berühren können, habe ich sie verstehen können, habe viele Bilder beim Lesen vor Augen gehabt. Habe die Musik gespürt - die Liebe zur Musik, die hier über allem steht.

Fazit:
Eine Geschichte voller Musik mit Höhen und vor allem Tiefen bei den Protagonisten. Nach Anlaufschwierigkeiten hat sie mich doch noch gepackt!

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Gespräche aus der Community

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aufbauverlags avatar

Die Musik war ihre einzige Liebe – bis sie einander fanden. 

Amerika, um 1920: Fasziniert von der neuen Musik, die ganz Chicago erobert, widersetzt sich Benny Lehrman dem Willen seines Vaters und kämpft darum, Pianist werden zu dürfen. Im Nachtclub der Familie der jungen Pearl findet er Zuflucht, Freundschaft – und erlebt seine erste Liebe. Doch schon bald steht er vor der Wahl zwischen der Musik und denen, die ihm nahestehen.
Das dramatische Schicksal zweier Familien in den Roaring Twenties – so mitreißend wie eine Nacht voller Musik.

„Eine schillernde Geschichte voller Poesie und Feuer.“ New York Times.

Zur Leseprobe: http://www.aufbau-verlag.de/media/Upload/leseproben/9783746632728.pdf

Über Mary Morris

Mary Morris, geboren in Chicago, ist Autorin mehrerer Kurzgeschichtensammlungen und Romane. Ihre Bücher wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und preisgekrönt. Sie lebt in Brooklyn, New York, und ist Dozentin für Kreatives Schreiben. Zu ihren ehemaligen Studentinnen gehört Jodie Picoult, die meint, Morris habe ihr alles beigebracht, was sie als Autorin könne, und dieses Buch sei der beste Beweis dafür. Mehr zur Autorin unter www.marymorris.net.

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Letzter Beitrag von  Pixibuchvor 2 Jahren
https://www.lovelybooks.de/autor/Mary-Morris/Die-Musik-der-verlorenen-Kinder-1354681503-w/rezension/1434448133/ Danke für das großartige Buch und für die schönen Lesestunden. Ich habe meine Rezension noch in 5 anderen Foren gepostet. Entgegen der Meinung manch anderer Leser fand ich das Buch phänomena l.Man konnte sich richtig in die Zeit um 1920 herum hinenversetzen. En tolles Thema und gut recherchiert und geschrieben.
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