Mary Morris Die Musik der verlorenen Kinder

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Inhaltsangabe zu „Die Musik der verlorenen Kinder“ von Mary Morris

Die Musik war ihre einzige Liebe – bis sie einander fanden.

Amerika, um 1920: Fasziniert von der neuen Musik, die ganz Chicago erobert, widersetzt sich Benny Lehrman dem Willen seines Vaters und kämpft darum, Pianist werden zu dürfen. Im Nachtclub der Familie der jungen Pearl findet er Zuflucht, Freundschaft – und erlebt seine erste Liebe. Doch schon bald steht er vor der Wahl zwischen der Musik und denen, die ihm nahestehen.

Das dramatische Schicksal zweier Familien in den Roaring Twenties – so mitreißend wie eine Nacht voller Musik.

„Eine schillernde Geschichte voller Poesie und Feuer.“ New York Times.

Eine Reise in die 20er Jahre der Jazz-Hochburg Chicagos - Turbulent, abenteuerlich und voller Musik

— britsbookworld

Ein Buch, das mir überhaupt nicht lag. Langatmig, amerikanisch und irgendwie so gar nicht mitnehmend (trotz aller realer Höhen und Tiefen).

— SinjeB

Eine Geschichte voller Musik mit Höhen und vor allem Tiefen bei den Protagonisten. Nach Anlaufschwierigkeiten hat sie mich doch noch gepackt

— vielleser18

Zwar atmosphärisch sehr dicht erzählt, der Funken konnte aber nicht überspringen. Die Figuren waren nicht griffig genug!

— Miamou

Eine ganz nette Geschichte, die mir oft langatmig vorkam und mich nicht richtig fesseln konnte.

— Nelebooks

Ein tolles Buch, das einen auf eine Reise in die schillernde Welt der 1920er Jahre mitnimmt.

— Julia2610

Ein MUSS für jeden Liebhaber des Jazz und der " Roaring Twenties "

— Antika18

Ich wünschte sehr, dass es, wie für die New York Times, „eine schillernde Geschichte voller Poesie und Feuer“ gewesen wäre - aufgerundete 3✭

— peedee

Eine absolute Hommage an das Zeitalter der „Roaring Twenties“, des Jazz in Chicago und für Liebhaber dieser Musik eine absolute Fundgrube.

— Gelinde

authentisch mit viel liebe zum jazz und dem leben in den roaring twenties in chicago. ein highlight 2017

— eulenmama

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  • Die Musik der verlorenen Kinder

    Die Musik der verlorenen Kinder

    Pixibuch

    24. February 2017 um 19:21

    Das Cover besticht durch die Fassade von Chicago. Ein Buch der leiseren Töne. Hektik wäre hier fehl am Platz. Das Buch erzählt uns die Geschichte von Benny, Napoleon und Pearl. Benny ist der Sohn eines jüdischen Fabrikanten, der Mützen herstellt. Seit sein kleiner Bruder damals im Schneesturm starb und er sich schuldig an dessen Tod führt, ist das Klavierspiel seine einzige Leidenschaft. Hier kann er vergessen. Bei seinen Botengängen für seinen Vater kommt er auch in die nicht so zu empfehlenden Ecken der Stadt. Hier wird Jazz gespielt, was Benny total fasziniert und er eignet sich diesen Stil und diesem Swing an. Napoleon ist ein Waisenkind, er kam aus den Süden nach Chicago und spielt die Trompete wie ein junger Gott, er läßt sie schluchzen, jauchzen und Tierstimmen produzieren. Pearl verliert drei ihrer Brüder bei einem Schiffsunglück, mit den verbliebenen Brüdern und ihren beiden Schwestern betreibt sie eine Bar. In dem Buch erfahren wir, wie diese drei Personen zusammenkommen, lesen über ihr Schicksal, über ihr Leben. Jeder von den Dreien ist unglücklich, mit seinem Leben nicht zufrieden. Wir bekommen Einblick in die goldenen 20iger Jahre des 20. Jahrhunderts. Hier werden fiktive Personen mit Al Capone, Benny Goodman, Duke Ellington, Louis Armstrong vermischt. Das Leben der einfachen Bevölkerung während der Prohibition ist ärmlich und sehr hart und es herrscht überall Arbeitslosigkeit. Und doch ist der Jazz immer und überall zu hören. Mary Morris führt uns in eine andere Welt, sie beschreibt die Wege von Benny derart plastisch, man fühlt sich selbst auf den Wegen in Chicago unterwegs. Mir hat dieses Buch einige Dinge nähergebracht, die ich so noch nicht gesehen habe.

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  • All that Jazz

    Die Musik der verlorenen Kinder

    sursulapitschi

    22. February 2017 um 09:53

    Nachdem ich einige kritische Rezensionen zu diesem Buch gelesen habe, wollte ich es schon fast nicht mehr lesen. Gut, dass ich es getan habe, ich bin positiv überrascht. Hier bekommt man plastisch und gut recherchiert ein Stückchen Zeitgeschichte erzählt.   Im Chicago der 20er Jahre schlagen sich zwei begnadete Musiker durchs Leben. Benny Lehrman vergisst die Welt, wenn er Klavier spielt, kann Alltagssituationen so eindrucksvoll musikalisch umsetzen, dass auch Zuhörer die Welt vergessen. Sein schwarzer Freund Napoleon schafft Ähnliches mit der Trompete. Sie entdecken den Jazz, der Chicago im Sturm erobert. Das Buch holt weit aus und bettet die Handlung ein zwischen den Weltausstellungen in Chicago 1893 und 1933, eine hübsche Idee. Man erfährt vordergründig die Geschichte Bennys und seiner Familie und auch die der kleinen Pearl, die immer wieder den Weg der beiden Musiker kreuzt. Und nebenbei erlebt man, wie aus der kleinen Stadt Chicago eine Metropole wird, die für Musik und ihr Nachtleben steht, wo Al Capone regiert und wo in Flüsterkneipen trotz Prohibition der Alkohol in Strömen fließt.   Immer wieder werden authentische Ereignisse eingeflochten. Aufsehenerregende Kriminalfälle, die Chicago bewegten, finden Erwähnung, bekannte Musiker wie Lois Armstrong, Bix Beiderbecke oder King Oliver bekommen ihre Auftritte. Die Zeit wird lebendig, das macht Spaß und ist interessant. Die eigentliche Geschichte dagegen bleibt etwas blass. Die Erzählweise ist zu nüchtern, um wirklich mitzureißen, die Figuren quälen sich oft mit hölzernen Dialogen. Hier und da wird auch sehr detailverliebt Musikgeschichtliches referiert. Das ist wohl das, was vielen den Spaß an dem Buch verdorben hat.   „Die Musik der verlorenen Kinder“ ist nicht die anrührende Schmonzette, die das Cover verspricht. Wer eine Liebesgeschichte im Musikermilieu der roaring Twenties lesen will, ist hier falsch. Wer aber etwas über die Geschichte des Jazz und das wilde Chicago der 20er Jahre erfahren möchte, sollte es lesen. Mir hat es gefallen.

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  • Der JazzPalast

    Die Musik der verlorenen Kinder

    vielleser18

    09. February 2017 um 16:44

    Das Buch beschreibt das Leben einiger Protagonisten in den Jahren zwischen 1915 und 1933 in Chicago. Da ist einmal Benny Lehrman, Sohn eines Baseball-Kappen-Fabrikanten, dessen Familie den Verlust des jüngsten Sohnes verarbeiten muss. Benny, der anders als seine Brüder,  schon immer von Musik,  Rhytmen und die Chigagoer South Side angezogen wurde, ist begeistern von der neuen Musikrichtung Jazz. Er hört es bei den Schwarzen, Heimlich. Denn seine Familie will davon nichts wissen. Verbietet es ihm. Doch Benny findet immer wieder einen Weg. Pearl verliert an dem Tag, an dem sie Benny das erste Mal (unbewußt) sieht, drei ihrer Brüder durch ein tragisches Unglück, bei dem mehr als 800 Menschen in Chicago ums Leben kommen. Jahre später betreibt sie mit ihrem überlebenden Bruder und ihren Schwestern ein Lokal. Immer noch von dem Verlust überschattet mühen sich die Geschwister um ein Überleben. Napoleon Hill ist ein schwarzer Trompeter, der es schafft, mit seiner Leidenschaft zur Musik, aus dem Süden zu entkommen um im Norden sein Glück zu versuchen. Doch nicht alle sind im wohlgesinnt. Die Geschichte verwebt das Leben der drei Protagonisten. Anfangs sind es verschiedene Handlungsstränge, die die Autorin immer mehr verwebt. Anfangs laufen sich die Akteure unerkannt über den Weg, doch je älter sie werden, desto mehr kreuzen sich ihre Bahnen, verschlingt sich ihr Schicksal. Immer wieder wechseln die Perspektiven. Anfangs wird manches Ereignis knapp und kurz erzählt, da hat mir manchmal schon die Tiefe oder auch das Wissen zum Verständnis gefehlt, manche Ereignisse habe ich erst einmal im Internet nachgelesen, damit ich es besser einsortieren konnte. Es hat ein bisschen gebraucht, bis ich den Draht zu dieser Geschichte gefunden hatte, aber dann hat sie mich doch gepackt. Anders als der Klappentext hinten suggeriert, ist es für mich keine Liebesgeschichte, keine Geschichte, in dem es vordergründig um Liebe oder Familie geht. Es geht eindeutig um die Musik. Um Jazz. Um die Liebe zum Jazz und den Spaß am Musikmachen, als Zeichen des Ausdrucks. Und für mich ist alles andere nur Randgeschehen. Ergreifend erzählt die Autorin, wie die Akteure erst Schmerz verspüren mussten, Leid erfahren mussten, um ihre Gefühle mit Musik ausdrücken zu können. Es sind die 20er Jahre des vorherigen Jahrhunderts. Ein Zeitalter, dass vielleicht "golden" anfing, doch sich immer wieder verändert hat. Viele Auswirkungen hat die Autorin gut dargestellt. Prohibition, die Wirtschaftskrise. Die Mafia, Al Capone und die Spannungen zwischen den Religionen und Hautfarben. Aber auch die technischen Fortschritte. Musiklegenden werden manchmal ganz im Nebensatz kurz erwähnt. Louis Armstrong, Duke Ellington. Die Autorin hat einen ganz eigenen Stil. Sie schöpft aus dem Vollen, dennoch hinkt man als (unwissender) Leser manchmal hinterher. Sie lässt ihre Erzählstränge manchmal hin und her "tanzen", manchmal ist der Stil zu flott, zu wechselhaft oder zu kurz angerissen, nicht tiefgehend genug.  Dennoch haben mich ihre Protagonisten berühren können, habe ich sie verstehen können, habe viele Bilder beim Lesen vor Augen gehabt. Habe die Musik gespürt - die Liebe zur Musik, die hier über allem steht. Fazit: Eine Geschichte voller Musik mit Höhen und vor allem Tiefen bei den Protagonisten. Nach Anlaufschwierigkeiten hat sie mich doch noch gepackt!

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  • Musik ist Verbindung...

    Die Musik der verlorenen Kinder

    Miamou

    09. February 2017 um 11:24

    Bekanntlich verbindet ja Musik! Wenn man als Leser dann auch noch in das Chicago der 1920er entführt wird, dann erwartet man schon so einiges. Der Klappentext zu „Die Musik der verlorenen Kinder“ konnte mich daher zunächst mal wirklich sofort einnehmen und ich war äußerst gespannt, wie sich die Geschichte vor mir entwickeln würde. Und sie beginnt auch gleich sehr tragisch – emotional, als Pearl und Benny zusehen müssen, wie ein Schiff am Hafen von Chicago untergeht und sie tatenlos zusehen müssen, wie Pearls Brüder ertrinken. Dann trennen sich ihre Wege und sie treffen einige Jahre später wieder aufeinander. Benny ist Pianist und der Chicagoer Jazzmusik sehr zugeneigt. Pearl betreibt nach dem Tod ihrer Mutter den familiären Nachtclub weiter, wo auch Napoleon gerne seine Trompete zur Hand nimmt. Eines Tages kommt er mit Benny im Schlepptau an und dieser erkennt recht schnell, dass Pearl das Mädchen ist, dass er vor Jahren wie zufällig auf dem Chicagoer Hafen kennengelernt hat. Im Grunde muss ich gestehen, dass ich mir durch den Klappentext eine ganz andere Geschichte erhofft habe. Natürlich habe ich mir gewünscht, dass die Musik das allverbindende Element ist, was auch der Fall war. Doch das ganze Drumherum blieb eher farblos, emotional schwach und mit einem sehr hauchdünnen Roten Faden. Wenn die Autorin die Nachtclubs in Chicago beschreibt, deren Musik, deren Swing und auch den Voodoo – Zauber der Stadt, dann erzählt sie atmosphärisch sehr dicht. Man hört und fühlt die Musik und man ist sofort in der Zeit gelandet. Doch leider hatten die Figuren für mich zu wenig Griffigkeit und auch die Handlung an sich konnte mich nicht für sich einnehmen. Benny ist ein wenig der klassische Träumer. In früher Kindheit ist sein Bruder gestorben, weil er ihn in einem Schneesturm verloren hat. Obwohl er daran nicht Schuld trägt, bekommt er besonders von Seiten des Vater immer wieder zu spüren, dass er besser aufpassen hätte sollen. Er muss sich daher seinen Weg erkämpfen, da er Pianist werden will, obwohl er keine Unterstützung von seinem Elternhaus kriegen wird. Ganz gegen sein Verantwortungsbewusstsein, verlässt er daher die Familie um sein Glück zu versuchen. Ich würde nicht sagen, dass Benny ein unsympathischer Charakter gewesen wäre. Er war hilfsbereit, ein Ruhepool und hatte dieses gewisse Etwas, sodass man ihn einfach mögen mag. Trotzdem hätte er gut und gerne noch viel viel mehr in die Tiefe beschrieben werden können, da er der eigentliche Hauptcharakter in diesem Buch war. Pearl hingegen war mir in dem Buch zu wenig präsent. Auch sie war ein klassischer Charakter und agierte trotz ihres jungen Alters schon wie eine Erwachsene, was in dem Buch auch ganz klar beschrieben wird, da sie älter aussieht, als sie eigentlich ist. Auch sie liebt die Musik, aber gleichzeitig auch die Stille. Oft geht sie an den Michigansee, wo sie sich in der Stille treiben lassen kann. Es ist schade, dass man sie als Leser nur auf so wenigen Strecken begleitet. Napoleon und Opal waren die großen Nebengestalten. An Napoleon machte die Autorin das Thema der Rassentrennung fest und mit Opal das zügellose Leben der „Roaring Twenties“. Obwohl die Charaktere aufgrund ihrer Lebensgeschichten das große Zeug hatten, sehr emotional und in die Tiefe gehend aufzutreten, blieb dieser Effekt für mich vollkommen aus. Die Handlung selbst wirkte für mich oft nur als eine Aneinanderreihung verschiedener Situationen, die aber wenig miteinander zu tun hatten. Erst gegen Ende hin gab es mehr Zusammenhänge und logische Verkettungen, sodass man das Buch mit einem nicht ganz so schlechten Gefühl weglegen kann. Wie in jedem historischen Roman muss auch Mary Morris für den ihren eine enorme Recherchearbeit an den Tag gelegt haben. Sie greift viele zeitgeschichtliche Themen auf (Rassentrennung, Börsencrash, 1. Weltkrieg, Juden, Al Capone und Louis Armstrong) und verflechtet sie mal mehr mal weniger gut in ihre Geschichte. Trotzdem sind es aber genau diese Themen, die den Grundstein für die Handlung bilden und die sich sehr interessant lesen lassen. Das wirklich sehr große Plus des Buches ist sein Schreibstil. Die Autorin hat eine sehr bildgewaltige Sprache, die sehr atmosphärisch erklärt und die einem als Leser doch irgendwie sehr gut in die Geschichte holen kann. Das Buch liest sich daher sehr flüssig und es fällt einem durchaus nicht leicht das Chicago der 1920er Jahre zu verlassen. Ich würde aufgrund meiner Kritikpunkte keine uneingeschränkte Leseempfehlung abgeben. „Die Musik der verlorenen Kinder“ ist definitiv ein musisches Buch, was ich, gepaart mit dem sehr außergewöhnlichen Schreibstil, wirklich sehr toll fand. Doch leider konnten mich die Figuren nicht wirklich erreichen. Für mich war es schlussendlich auch so ein Fall, wo der Klappentext etwas vollkommen Anderes suggeriert, als dann tatsächlich in dem Buch steht.

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    • 3
  • Die Musik der verlorenen Kinder

    Die Musik der verlorenen Kinder

    Blaustern

    03. February 2017 um 12:10

    Chicago in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts: Der jüdische Benny Lehrmann verliert während eines Schneesturms auf dem Weg zur Schule seinen jüngeren Bruder, der später tot aufgefunden wird. Nicht nur er gibt sich die Schuld an seinem Tod, sondern auch seine Eltern. Er soll später das Hutgeschäft seines Vaters übernehmen, aber dazu verspürt er wenig Lust. Sein Leben gehört der Musik. Dem Jazz, nach dem er immer wieder in den schwarzen Vierteln lauscht. Er will Pianist werden. Auf seinen Streiftouren lernt er den schwarzen Trompeter Napoleon kennen, der sein bester Freund wird. Keine einfache Verbindung in der Zeit des Rassismus. So trifft er auch wieder auf Pearl, deren Familie einen Nachtclub führt. Während eines Fährschiffunglücks im Hafen hatte er sie bei der Bergung der Leute kennengelernt. Sie hatte gleich drei ihrer Brüder verloren. Man landet hier direkt im Chicago der Zwanziger, einer Stadt, in der der Jazz regiert. Auf jeder Seite spürt man direkt die Musik, wie sie einem selbst in die Adern kriecht und auch die Liebe der Autorin zu ihrer Heimatstadt. Die Stadt hat mit dem Rassismus zu kämpfen, der Wirtschaftskrise und auch mit der Mafia. Und die Musik macht es den Leuten alles etwas leichter zu ertragen. Sie fliehen förmlich in diese Richtung, und auch wir werden mitgerissen. Unter anderem mit den Klängen von Louis Armstrong. Aber auch bekannten Personen begegnen wir, wie Al Capone. Das alles macht diesen Roman hundertprozentig authentisch. Die Figuren sind ebenso glaubhaft wie verschieden. Da gibt es den eigenen Benny, der nur für die Musik zu leben scheint. Nur mit ihr fühlt er sich verstanden und kann so sein Trauma um den verstorbenen Bruder vergessen. Den schwarzen Trompeter Napoleon, in seiner Art sehr bedachtsam und der zu Bennys besten Freund wird und Pearl, die eine ganze Familie zusammenhalten muss, da ihre Mutter gestorben ist. Der Schreibstil ist tiefsinnig und versetzt uns in eine sehr interessante Zeit voll wunderbarer Klänge.

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  • schöne Idee...schlechte Umsetzung

    Die Musik der verlorenen Kinder

    Tine2502

    01. February 2017 um 08:35

    Der Roman „Die Musik der verloren Kinder“ von Mary Morris spielt im Jahr 1920 in Chicago. Es beschreibt hauptsächlich das Leben von drei jungen Menschen - Benny, Pearl und Napoleon. Für alle drei spielt die Musik eine wichtige Rolle im Leben. Benny, der Sohn eines Fabrikbesitzers, möchte aus seinem vorbestimmten Leben ausbrechen und sich voll und ganz dem Klavierspielen und der Musik hingeben. Dies wird ihm bewusst, als er den Afroamerikaner Napoleon in einer Bar spielen hört. Er ist so sehr fasziniert von der Geschmeidigkeit und Leichtigkeit mit der die Töne auf der Trompete von Napoleon gespielt werden, dass er sich in den Kopf setzt ein großer Pianist zu werden. Benny und Pearl lernen sich bei einem tragischen Schiffsunglück kennen, bei dem drei Brüder von Pearl verunglücken. Nach diesem Schicksalsschlag verlieren sich beide aus den Augen… jedoch nicht für immer.   Der Klapptext und das Cover des Buches versprechen ein großartiges Buch. Beides ist sehr ansprechend und gerade das Cover hätte mich im Laden dazu gebracht, den Klapptext zu lesen. Jedoch muss ich leider gestehen, dass ich nach dem Lesen das Buch ziemlich zäh und langatmig finde. Mich hat es leider nicht wirklich mitgerissen. Die Story an sich war sehr nett und man konnte sich recht gut in die einzelnen Protagonisten hinein versetzen, aber dann hat mir persönlich irgendwie der Pepp gefehlt - leider.

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  • Die Musik der verlorenen Kinder

    Die Musik der verlorenen Kinder

    Nelebooks

    31. January 2017 um 21:58

    Inhalt: "Die Musik war ihre einzige Liebe – bis sie einander fanden. Amerika, um 1920: Fasziniert von der neuen Musik, die ganz Chicago erobert, widersetzt sich Benny Lehrman dem Willen seines Vaters und kämpft darum, Pianist werden zu dürfen. Im Nachtclub der Familie der jungen Pearl findet er Zuflucht, Freundschaft – und erlebt seine erste Liebe. Doch schon bald steht er vor der Wahl zwischen der Musik und denen, die ihm nahestehen. Das dramatische Schicksal zweier Familien in den Roaring Twenties – so mitreißend wie eine Nacht voller Musik." Cover: Das Cover finde ich schön, ansprechend und es passt zum Genre. Ganz verstehe ich jedoch den Titelteil mit "verlorenen Kinder" nicht ganz und die Abbildung der Frau finde ich auch nicht passend, da man hauptsächlich Benny begleitet. Schreibstil : Der Schreibstil ist gut und ich konnte flüssig lesen. Charaktere : Benny ist ein mir recht sympathischer Junge, allerdings konnte ich mich nie in ihn hineinversetzen und habe daher alles von außen betrachtet. Napoleon ist mir zu Anfang recht sympathisch, doch ich konnte auch mit ihm nie ganz warm werden. Oral konnte ich nie richtig leiden - zu selbstsüchtig, kurzsichtig und undankbar. Pearl hingegen war mir von Anfang an sympathisch. Ich hätte lieber öfter sie als Benny begleitet. Bennys Eltern mochte ich nicht - sie schienen ihren Sohn nie ernst zu nehmen und ihm mal richtig zuzuhören. Handlung : Zu Anfang fand ich die Geschichte recht interessant. Doch es hat sich immer wieder lange gezogen bei Abschnitten, in denen nicht viel (Interessantes) passiert und alles eher schleppend geht. Benny hat einen Traum und verwirklicht ihn mehr oder weniger für einige Zeit. Es sterben einige Leute, was ich an sich natürlich traurig finde, doch kamen all solche Emotionen nicht aus dem Buch bei mir an. Ich habe das alles eher distanziert als involviert betrachtet, was bestimmt auch ein Grund dafür ist, dass es mir etwas langatmig erschien. Fazit : Eine interessant Idee, deren Umsetzung mich leider nicht packen und fesseln konnte. (c) Nelebooks

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    • 2
  • Chicago in den Goldenen Zwanzigern

    Die Musik der verlorenen Kinder

    Bella5

    29. January 2017 um 21:52

    Vorab:  Der Roman lässt sich meiner Meinung nach flüssig lesen, auch wenn manche Begebenheiten vielleicht etwas ausführlich erzählt werden. Ich liebe Geschichten, die in den Goldenen Zwanzigern stattfinden. Die historischen Krimis von Volker Kutscher etwa, die im Berlin der Weimarer Republik spielen. Oder die TV- Serie „Boardwalk Empire“, welche durch das Leben von   Enoch Lewis "Nucky" Johnson, der Stadtkämmerer und Alkoholschmuggler in Atlantic City war, inspiriert wurde (In der Serie heisst er Enoch Thompson).   Auch „Die Musik der verlorenen Kinder“ vom MARY MORRIS habe ich sehr gerne gelesen, denn insbesondere die Kulturgeschichte kommt im Roman nicht zu kurz! Der Originaltitel „THE JAZZ CLUB“ gefällt mir aber sehr viel besser als der deutsche Titel, der in meinen Ohren sehr melodramatisch klingt.  Die Story ist in Chicago angesiedelt. Die Handlung kreist um drei Protagonisten – Benny, Pearl und Napoleon. Benny und Pearl begegnen sich zufällig unter tragischen Umständen und verlieren sich wieder aus den Augen, nicht ahnend, was das Schicksal für sie bereit halten wird. Die Protagonisten haben in ihrem Leben schon viel Leid erfahren. Napoleon, einem Trompeter mit afroamerikanischen Wurzeln, macht die Rassentrennung schwer zu schaffen, denn er darf nur in bestimmten Clubs spielen. In Benny findet er jedoch einen guten Freund und Musiker.  Benny und Pearl sind beide jüdischen Glaubens. Ihr Lebensweg scheint vorgezeichnet. Benny soll als guter Sohn im Familienbetrieb arbeiten, seine Begeisterung für die neue Musikrichtung namens Jazz stößt in der Familie des Pianisten jedoch auf Unverständnis, zumal die Familie einen Sohn durch einen Schneesturm verloren hat.  Pearl ist auch traumatisiert, da drei ihrer  Brüder ertrunken sind. Mit extremem Fleiß und großer Gewissenhaftigkeit versucht sie , das Fehlen  der  Brüder auszugleichen und die Mutterrolle für die jüngeren Geschwister zu übernehmen, als die Matriarchin stirbt.  Als sie Benny und Napoleon spielen hört, ist ihr klar: Diese Combo muss im familieneigenen Club auftreten … „Die Musik der verlorenen Kinder“ funktioniert auf mehreren Ebenen:  Einerseits ist es eine Geschichte über die Kraft der Freundschaft und den Zauber der Musik. Andererseits spiegelt der Roman auch die amerikanische Geschichte wider. Chicago als Schmelztiegel der Kulturen und Ziel von (Arbeiterklasse)Einwanderern, Rassentrennung, Kriminalität und Aufbruchstimmung in den Roaring Twenties, Prohibition und Schattenwirtschaft, Flüsterkneipen und Jazz als Ausdrucksmittel einer neuen Generation. Oft spielten schwarze Musiker für ein weißes Publikum, womit die Rassentrennung zwar nicht de facto aufgehoben, aber doch ein wenig aufgeweicht wurde.   Inhalt, Stil und Sprache haben mir sehr gut gefallen.  Sehr gerne empfehle ich daher „DIE MUSIK DER VERLORENEN KINDER“ von Mary  Morris zur Lektüre. 

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    • 7
  • Ein musikalisches Buch

    Die Musik der verlorenen Kinder

    Julia2610

    29. January 2017 um 18:38

    In dem Roman „Die Musik der verlorenen Kinder“, welche um das Jahr 1920 in Chicago spielt, geht es um junge Menschen, deren Leben die Musik ist. Sie spielen in vielen Bars und leben und fühlen komplett mit der Musik. Im Vordergrund der Story steht Benny, der sich seinen Eltern widersetzt und nicht in der Fabrik der Familie arbeiten möchte, sondern lieber Pianist werden möchte. Natürlich darf die Liebe auch nicht zu kurz kommen. Das Buch lässt sich sehr locker und leicht lesen. Man fühlt sich richtig in die Vergangenheit zurückgesetzt. Da ich Musik auch über alles liebe, konnte ich mich gut in die Musiker hineinversetzen, dass Musik alles für sie bedeutet und sie ohne Musik nicht leben können. Als Leser erfährt man viel über die Personen. Neben Benny gibt es da auch noch Pearl. Ein Mädchen, das es nicht leicht hatte, nachdem drei ihrer Brüder bei einem Schiffsunglück gestorben sind. Auch Napoleon spielt eine wichtige Rolle. Er spielt die Trompete und ist ein Schwarzer. Damals hatten sie es sehr schwer. Das wird in dem Buch sehr deutlich. Die Autorin schafft es die Schicksale der drei sehr gut miteinander zu verbinden ohne groß auf die Tränendrüse zu drücken, sondern indem sie es mitfühlend und detailliert beschreibt. Ich habe das Buch wirklich verschlungen, da es mir sehr gut gefallen hat. Leider habe ich mich in der Mitte der Story ein wenig verloren, da ich nicht genau wusste, worauf die ganze Geschichte hinauslaufen soll. Es war zwischendurch teilweise einfach eine Aneinanderreihung von Geschehnissen ohne wirklich einen roten Faden zu haben. Das ist mein einziger Kritikpunkt, für den ich einen Stern abziehen werde. Insgesamt ist es aber ein total schönes Buch, das einen in eine andere Zeit und Welt entführt und Spaß macht zu lesen. Jeder, der Musik liebt, sollte dieses Buch auf jeden Fall lesen. 

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  • " The Roaring Twenties "

    Die Musik der verlorenen Kinder

    Antika18

    25. January 2017 um 11:53

    Zum Inhalt: Chicago in den Zwanziger Jahren: Getrieben von seiner Leidenschaft zur Musik durchstreift der junge Benny Tag für Tag die Straßen der " Schwarzen " bis er eines Tages eine ihm unbekannte Melodie hört - den Jazz. Von da an lebt er nur noch für diese Musik und wehrt sich gegen alle Zwänge der Gesellschaft und gegen seine Familie. Auch der schwarze Napoleon ist dem Jazz erlegen und immer auf der Suche nach " Freiheit " Im Nachtclub von Pearl - die ebenso wie Benny und auch Napoleon ein schweres Schicksal erleiden musste - finden alle drei zusammen und träumen von einer besseren Zukunft......Meine Meinung : Mit viel Hingabe und Liebe zum Detail beschreibt die Autorin das Leben in Chicagos 20er Jahren. Schillernd wird das Aufkommen des Jazz ( damals noch als Negermusik verpönt ) sowie das Nachtleben und die Suche der Menschen nach ein wenig Abwechslung aus dem tristen Dasein dargestellt. Gekonnt lässt die Autorin auch das Emporkommen von Louis Armstrong, die Prohibition, die Rassenkonflikte und die große Wirtschaftskrise in die Welt der Musik einfließen. In diese " Welt " hat Mary Morris das Schicksal dreier Menschen eingeflochten, welche durch ihre Liebe zur Musik miteinander verbunden sind. Ich persönlich fühlte mich direkt in Roaring Twenties hinversetzt und habe die Musik in den Beinen gespürt!

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    • 3
  • Die Musik der verlorenen Kinder

    Die Musik der verlorenen Kinder

    Gelinde

    Die Musik der verlorenen Kinder, von Mary MorrisCover:Das sepiafarbene Cover hat mich sofort fasziniert und mich zusammen mit dem Titel neugierig gemacht.Inhalt:Amerika, genauer Chicago von 1915 – 1930.Der junge Benny Lehrman ist fasziniert von der „neuen Musik“, dem Jazz, der die Stadt erobert. Er lauscht heimlich in den Bars in denen die „Schwarzen“ spielen, er übt heimlich, denn eigentlich sollte er Bach und Beethoven spielen.Und irgendwann wehrt er sich gegen den Willen seines Vaters, der will dass er seine Fabrik übernimmt.Benny träumt davon Pianist zu werden, er will berühmt werden und mit der Musik seinen Lebensunterhalt verdienen.In dem schwarzen Trompeter „Napoleon“ findet er einen Freund, mit dem er im Nachtclub von Pearl spielen kann. Doch die Weltwirtschaftskriese kommt auch in Chicago an und nimmt Einfluss auf Bennys Leben.Meine Meinung:Der Einstieg ist sehr spektakulär und spannend.Er beginnt mit einem Schiffsunglück, bei dem gleich drei Brüder von Pearl ertrinken und der 15jährige Benny taucht mir und versucht Menschen zu retten. Benny und Pearl treffen sich erst später wieder.Dann wird Bennys Familie vorgestellt und wir erfahren wie wichtig Benny die Musik ist, er hat sie in seinem Kopf und in seinem Herz.Genauso ist es bei „Napoleon“.Als sich beide treffen ist es als ob sich Seelenverwandte gefunden haben.Bis hierher finde ich die Geschichte wunderbar spannend und emotional. Doch dann, ich kann es nicht erklären woran es liegt oder wie ich es beschreiben soll, dann liest es sich für mich nur noch wie ein aneinanderreihen von Geschehnissen und Abläufen. Irgendwie ist die Spannung und „Präsenz“ verloren. Auch wenn es super dramatisch wird, als z.B. Napoleon überfallen wird, ihm die Lippen zerschnitten werden, damit er nicht mehr Trompete spielen kann und Benny ihn rettet, fehlt mir die Faszination, die Erzählweise lässt mich nicht mit fiebern.Immer wenn es um die Musik selber geht, ist die Erzählweise außerordentlich, phantasievoll und emotional, es werden unglaublich starke Bilder und Vergleiche hergenommen(diese hätte ich mir auch für die Handlung gewünscht). Aber irgendwann weiß ich gar nicht mehr wo denn die eigentliche Handlung hinwill. Und das „eigentliche“ Happy End wird dann eher so nebenbei auf der letzen Seite erwähnt.In die Handlung sind auch sehr viele bekannte Namen eingebaut, es geht ja um die „Goldenen Zwanziger“, es geht um Jazz, es werden Schlagworte wie Südstaaten, Nordstaaten, Al Capone, blutige Rassenunruhen, Frauenwahlrecht, Alkoholverbot, Louis Armstrong, Prozess des Jahrhunderts, Weltwirtschaftskrise, ja sogar die Wahl von Adolf Hitler zum Reichskanzler wird erwähnt. Das alles war für mich aber beim Lesen eher eine Ablenkung, als dass es mich weitergebracht hätte.Autorin:Mary Morris, geb. in Chicago, ist Autorin mehrerer Kurzgeschichten und Romane. Sie lebt in Brooklyn, New York, und ist Dozentin für Kreatives Schreiben.Mein Fazit:Eine absolute Hommage an das Zeitalter der „Roaring Twenties“, an das Zeitalter des Jazz in Chicago und für Liebhaber dieser Musik eine absolute Fundgrube, denn das Feeling dieser Musik wird unglaublich bunt, emotional und detailliert beschrieben. Mir fehlte nach dem tollen Einstieg aber irgendwie die Handlung (der Hauptprotagonisten). Deshalb würde ich am liebsten 3,5 Sterne vergeben, da ich aber volle Sterne angeben muss runde ich auf 3 ab.

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    • 2

    peedee

    22. January 2017 um 12:27
    Gelinde schreibt dann liest es sich für mich nur noch wie ein aneinanderreihen von Geschehnissen und Abläufen. Irgendwie ist die Spannung und „Präsenz“ verloren.

    Genau, ein Aneinanderreihen von Dingen trifft es auf den Kopf. Schade, ich hatte mir von dem Roman mehr erwartet.

  • Nur aufgerundete 3 Sterne

    Die Musik der verlorenen Kinder

    peedee

    21. January 2017 um 22:40

    Chicago in den 1920er Jahren: Benny spielt Klavier und liebt die Musik, aber nicht die, die seine Mutter von ihm hören möchte. Ihm gefällt die neue, moderne Musik, die Jazz genannt wird. Sein Vater hält nichts davon, denn schliesslich sollen alle seine Söhne einmal in seine Firma einsteigen. Pearl ist, ebenso wie Benny, jüdischen Glaubens. Sie ist sehr verantwortungs- und pflichtbewusst; die Familie betreibt einen Nachtclub. Napoleon liebt und lebt für die Trompete; er ist ein Meister des Instruments. Da er schwarz ist, darf er jedoch nicht überall auftreten, denn es herrscht Rassentrennung. Eine grosse Hommage an die Musik…Erster Eindruck: Ein schönes Cover, das einem schon ein erstes Gefühl der Zeit gibt, in der das Buch spielt – ich bin sehr gespannt.Der Einstieg ins Buch ist eine Tragödie, denn Pearl muss zusammen mit ihrer Mutter und Schwester mitansehen, wie das Schiff, auf dem sich drei ihrer Brüder befinden, sinkt. Alle drei sterben! Auch Benny ist da und versucht, Menschen zu retten.Die Musik ist das absolut zentrale (und für mich einzig verbindende) Element in dieser Geschichte. Über sehr viele Seiten wird von der Familie von Benny erzählt, dann wiederum sehr viele Seiten von Pearls Familie, wieder etliche betreffend Napoleon. Eine sehr lange Zeit haben die Geschichten auch nicht wirklich etwas miteinander zu tun, sondern sie geschehen einfach zeitgleich in Chicago und für alle drei ist die Musik sehr wichtig.Für das Buch hat die Autorin, wie es für einen historischen Roman unabdingbar ist, sicher enorme Recherchearbeiten betreiben müssen (wie viel einfacher ist es doch, einen Roman zu schreiben, der in der aktuellen Zeit spielt). Juden, Schwarze, Rassismus, Al Capone, Benny Goodman, Louis Armstrong, Zusammenbruch der New Yorker Börse, Weltwirtschaftskrise – dies sind nur einige der angesprochenen Themen im Buch. Die Autorin hat eine sehr bildhafte Sprache, so dass es mir als Leserin gut gelingt, ein Bild vor Augen zu haben.Es fällt mir nicht leicht, die richtigen Worte für diese Rezension zu finden. Die 400 Seiten haben sich flüssig lesen lassen, aber der Funke der Begeisterung hat bei mir leider nicht gezündet. Für mich plätscherte die Geschichte so vor sich hin, wie ein Bächlein, das ein minimes Gefälle hat. Eine Aneinanderreihung von Nebensächlichkeiten, viele (für mich unnötige) Wiederholungen, deprimierende Situationen, unerfüllte Träume… Das Buch lässt mich leider etwas niedergeschlagen zurück. Fazit: Beschreibungen top, Liebe zur Musik gut spürbar, restliche Geschichte für mich leider flach. Ich wünschte sehr, dass es für mich, wie für die New York Times, „eine schillernde Geschichte voller Poesie und Feuer“ (Klappentext) gewesen wäre – leider nein. Von mir gibt es aufgerundete 3 Sterne.

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  • Ein Leben für die Musik

    Die Musik der verlorenen Kinder

    Arietta

    21. January 2017 um 14:49

    Ein wundervoller Roman, ich bin begeistert, er ist erfüllt von Musik. Oft hatte ich während des Lesens das Gefühl die Musik zu hören. Man spürt die Begeisterung der Menschen, ihre Hingabe, die Musik ist wie pulsierendes Blut in den Adern von Benny und Napoleon. Ihnen wurde die Begabung und Hingabe dazu in die Wiege gelegt. Sehr schön hat die Autorin der Werdegang von Benny, Pearl und dem schwarzen Napoleon, in Amerika um 1920 beschrieben. Alle drei leben in Chicago die Musik und ihre Schicksale verbindet sie. Benny belastet den tragischen Tod seines jüngsten Bruders, obwohl ihn keine Schuld damals traf, scheinen die Eltern sie ihm still vorzuwerfen. Pearl, musste ansehen wie ihre drei Brüder bei dem Untergang eines Schiffes ertranken, der Tod ihrer Geschwister ist schmerzlich für die beiden und man spürt wie es sie bedrückt. Napoleon, hat sich auf der Flucht aus den Südstaaten Al Capone verpflichtet. Keine einfache Sache und hoch gefährlich für Napoleon wenn er nicht seine Vereinbarungen einhielt. Die Begegnung mit Al Capone war sehr Interessant. Benny fandich verträumt und Liebenswert, sein Wunschtraum ist es mal ein großer Pianist zu werden, zum Leidwesen des Vaters der möchte das er mal die Mützenfabrik übernimmt. Schön war es mit den dreien durch Chicago zu spazieren, die Geburt des Jazz zu erleben. Durch die Armutsviertel und den Slums der schwarzen die erfüllt sind voll mit Musik und in der Benny den Jazz kennen und lieben lernte. Pearl, hat sich in Benny verliebt und ausgerechnet ihre jüngste Schwester Opal scheint ihr einen Strich durch die Rechnung zumache. Opals Ausgeflippt und Verrücktheit ist sehr gut beschrieben, ein Menschenkind auf der Suche nach sich selbst und Geborgenheit. Pearl und ihre Geschwister sind vom Schicksal nicht verschont geblieben, schon früh müssen sie den Tod nach dem tragischen Unglück verarbeiten Mary Morris hat eine wundervolle Geschichte geschaffen, man erlebt die berühmten Goldenen Zwanzigerjahre, mit ihren Licht und Schattenseiten. Das Leben zwischen den Schwarzen und weißen, den immer noch herrschenden Vorurteilen. Die Armut und das Elend in den Slums und Armutsvierteln. Ihre Protagonisten sind sehr gut heraus gearbeitet, ebenso die einzelnen Charaktere und Emotionen kommen sehr gut rüber. Alles ist sehr real und Bildhaft beschrieben, man fühlt sich in die Geschichte hineingezogen beim Lesen. Ein Buch das noch sehr lange nachwirken wird. Ich habe diese Menschen in der Geschichte für ihre Kraft und Mut bewundert und Lieben gelernt. „Eine wundervolle Facettenreiche Geschichte um das Drama zweier Familien und der Musik, sind sehr fessend beschrieben „

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  • musik und leben in den roaring twenties in chicago

    Die Musik der verlorenen Kinder

    eulenmama

    19. January 2017 um 14:22

    inhalt:1920 benny lehrmann ältester sohn einer jüdischen familie, soll in die firma des vaters eintreten, die kappen herstellt. seine große und einzige liebe ist die musik,besonders jazz der noch in den kneipen und lokalen der schwarzen gespielt wird.in dem nachtclub der jungen pearl findet er zuflucht, spielt mit anderen musikern,meißt schwarz,lernt napoleon kennen.die geschichte der drei  die sich nur in der musik zur liebe finden.oder ändert sich irgendwann alles.meinung:die autorin bringt einen die damalige zeit so nah, das man förmlich die musik mitfühlt und hört. benny legt seine ganzen emotionen trauer,freude,liebe, temprament,übermut....das ist jazz. die musik der verlorenen,der freiheit,des mutes.es ist nicht alles gold was glänzt,schwarze müssen immer noch in angst leben.rassismus ist präsent. al capone treibt sein unwesen, die mafia.aber größen wie louis armstrong kommen nach chicago,damals noch unbekannt,einer der sich von ganz unten hochgearbeitet hat.dann die wirtschaftskrise.das alles wird von mary morris genial beschrieben, ich kann es gar nicht alles in worte fassen.das buch ist einfach ein erlebnis, ist für mich ein highlight 2017es hat mehr als 5 sterne verdient, absolute leseempfehlung für history und jazz liebhaber 

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  • Buchverlosung zu "Die Musik der verlorenen Kinder" von Mary Morris

    Die Musik der verlorenen Kinder

    aufbauverlag

    Die Musik war ihre einzige Liebe – bis sie einander fanden. Amerika, um 1920: Fasziniert von der neuen Musik, die ganz Chicago erobert, widersetzt sich Benny Lehrman dem Willen seines Vaters und kämpft darum, Pianist werden zu dürfen. Im Nachtclub der Familie der jungen Pearl findet er Zuflucht, Freundschaft – und erlebt seine erste Liebe. Doch schon bald steht er vor der Wahl zwischen der Musik und denen, die ihm nahestehen.Das dramatische Schicksal zweier Familien in den Roaring Twenties – so mitreißend wie eine Nacht voller Musik.„Eine schillernde Geschichte voller Poesie und Feuer.“ New York Times.Zur Leseprobe: http://www.aufbau-verlag.de/media/Upload/leseproben/9783746632728.pdfÜber Mary MorrisMary Morris, geboren in Chicago, ist Autorin mehrerer Kurzgeschichtensammlungen und Romane. Ihre Bücher wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und preisgekrönt. Sie lebt in Brooklyn, New York, und ist Dozentin für Kreatives Schreiben. Zu ihren ehemaligen Studentinnen gehört Jodie Picoult, die meint, Morris habe ihr alles beigebracht, was sie als Autorin könne, und dieses Buch sei der beste Beweis dafür. Mehr zur Autorin unter www.marymorris.net.Jetzt bewerben!Bewerbt euch bitte mit Klick auf den "Bewerben"-Button und beantwortet folgende Frage: Welche Musik hört ihr gerne?Viele Grüßeeuer Team vom Aufbau Verlag* Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Buchverlosung schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben.** Bitte beachtet, dass es sich hier um eine Buchverlosung handelt und nicht um eine Leserunde. Ihr könnt natürlich trotzdem gerne hier über das Buch diskutieren, aber eine Moderation wird es nicht geben.

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    orfe1975

    15. January 2017 um 12:50
    Gelinde schreibt Ah.........jetzt weiß ich auch was TuB bedeutet. Ist mir kürzlich ein paar mal begegnet und ich wußte nicht was es heißt. ich hab da immer einen Sub (Stapel ungelesener Bücher ) ☺

    Das Wort habe ich letztens in einem Threat gelesen von einer Nutzerin und fand es so passend, dass ich es gleich für mich geklaut habe. Eigentlich könnte ich auch ein Rub draus machen (Regal ...

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