Mary Renault Feuer vom Olymp

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Inhaltsangabe zu „Feuer vom Olymp“ von Mary Renault

Stöbern in Historische Romane

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  • Alexander der Große

    Feuer vom Olymp
    Nespavanje

    Nespavanje

    17. April 2017 um 11:26

    Feuer vom Olymp ist der erste Teil der Alexander Trilogie von Mary Renault und beschreibt die Kindheit und Jugend Alexanders des Großen, bis zum Tode seines Vaters Philipp. Alexanders Leben ist beherrscht vom Konflikt seiner Eltern und sein eigenes Verhältnis zu ihnen ist nicht leichter. Immer an seiner Seite ist sein Freund Hephaiston, mit dem er auch das Bett teilt. Seit Längerem wollte ich schon - Feuer vom Olymp - lesen aber zur Zeit sind die Bücher von Mary Renault auf Deutsch nur gebraucht oder antiquarisch erhältlich, was die Beschaffung jener nicht gerade einfach gemacht hat. Über die Kindheit von Alexander dem Großen ist nicht viel bekannt, es liegt vieles im Dunkeln der Geschichte verborgen und so ist es doch sehr erfrischend einen historisch-fiktionalen Roman in den Händen zu halten, auch wenn er Aufgrund seines Alters, Mary Renault hat diesen Roman bereits 1969 veröffentlicht, ein wenig antiquiert daherkommt. Interessant ist, dass die Neuerscheinung damals nicht zum Man Booker Prize nominiert wurden ist, und 40 Jahre später von den Initiatoren des Preises, also im Jahr 2010, der "Lost Man Booker Prize" einmalig ins Leben gerufen wurden ist, und in dem nun auch - Feuer vom Olymp - berechtigterweise nominiert worden ist. Gewonnen hat er ihn schließlich nicht, J. G. Farrels Roman Troubles kann sich diesen verlorenen Preises rühmen, aber nichtdestotrotz ist es ein sehr gelungener und spannender Roman. Man liest sich trotz der Antiquiertheit schnell in den Erzählstil ein und ist von Alexanders Leben sehr angetan, sodass man diesem Roman die fehlenden historischen Details nicht anmerkt. Mary Renault hat hier eine grandiose Aufgabe gemeistert nämlich aus sehr spärlichen historischen Fakten und Mythen, einen Charaktere reifen zu lassen und ihm die nötige Portion Authentizität zu verleihen. Eine Lücke die Mary Renault zu schließen weiß und ein stimmiges Bild des wohl legendenumwobensten Herrscher aller Zeiten zu zeichnen. Der Roman macht Lust auch die nachfolgenden Romane - Ein Weltreich zu erobern - und - Tödlicher Tanz - zu lesen. Was mir besonders gut gefallen hat - man bedenke die Zeit in der dieser Roman entstanden ist - ist auch der sehr offene Umgang mit Homosexualität und dessen sehr positive Darstellung. Wenn man die Roman Trilogie mit der Verfilmung des Themas im Jahr 2004 in einen Kontext stellt, dann fragt man sich doch tatsächlich weshalb in Letzterem die offenkundige Homosexualität Alexanders nur angedeutet wird. Die meisten ihrer Geschichten drehen sich um Männer, sieben Bücher spielen zur Zeit des antiken Griechenlands, und auf die Frage nach dem Warum antwortete die lesbische Schriftstellerin: "Männer haben mehr Spaß." Wer nun einen etwas "zeitgenössischerem" historisch-fiktionalen Roman lesen möchte, dem empfehle ich von Madeline Miller - Das Lied des Achill - oder die vergriffene Alexander Trilogie von Roger Pyrefitte.

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  • Rezension zu "Feuer vom Olymp" von Mary Renault

    Feuer vom Olymp
    Ferrante

    Ferrante

    "Fire from Heaven", so der Originaltitel, erschien 1969 und ist der erste Band der Trilogie Renaults um das Leben Alexanders. Ich bekam zufällig die Neuauflage des zweiten Bandes als Mängelexemplar in die Hände, und legte mir deshalb auch den ersten Band zu. Neugierig war ich, da die Autorin selbst homosexuell war und deshalb wohl nicht Alexanders Sexualität auf hetero umbiegen würde. Tut sie auch nicht, denn dieser Roman ist eine große Liebesgeschichte. In ihrer wunderbar dunkel angehauchten, bildhaft eleganten Sprache erzählt Renault von der Kindheit Alexanders bis zum Mord an seinem Vater. Ein roter Faden sind die ständigen Konflikte zwischen den Eltern, in die Alexander immer wieder als Spielball hineingerissen wird, bis er selbst Position bezieht. Dann kommen seine ersten Kämpfe und seine ersten großen Erfolge in Schlachten - und der letzte große Konflikt mit seinem Vater. Dann ist da natürlich Hephaistion. Sie lernen sich bereits als Kinder kennen und werden bald unzertrennlich. Als sie reifen, erklärt Hephaistion Alexander unmissverständlich seine Liebe - eine wunderbare, sehr schöne Szene. Die Sexualität zwischen den beiden wird, wie Sexualität im Buch generell, nur elegant angedeutet. Aber es wird klar: diese beiden jungen Männer sind füreinander bestimmt. Liest sich der Anfang noch etwas zäh, gewinnt der Roman immer mehr an innerer Spannung und das Finale (die Ermordung des Königs) ist fulminant. Vorgeworfen wurde der Autorin angeblich, sie hätte Alexander zu romantisch-stilisiert gezeichnet. Wie jeder Autor hat sie aber meiner Meinung nach das Recht auf ihre eigene Sichtweise, und ihre Darstellung liest sich einfach sehr gut und fühlt sich auch richtig an. Aber das muss jeder Leser selber entscheiden. Meine Leseempfehlung hat die Trilogie jedenfalls, ich freue mich schon auf den zweiten Band!

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    JuergenVogel

    JuergenVogel

    04. December 2014 um 19:21
    Ferrante schreibt "Fire from Heaven", so der Originaltitel, erschien 1969 und ist der erste Band der Trilogie Renaults um das Leben Alexanders. Ich bekam zufällig die Neuauflage des zweiten Bandes als ...

    Eine gelungene Darstellung. Ich denke ebenfalls, dass Mary Renaults Sichtweise auf Alexander gut und legitim ist.