Mary Robinette Kowal

 3.8 Sterne bei 4 Bewertungen

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Cover des Buches Shades of Milk and Honey9781472102492

Shades of Milk and Honey

 (1)
Erschienen am 03.10.2013
Cover des Buches Glamour in Glass9780765325617

Glamour in Glass

 (1)
Erschienen am 15.01.2013
Cover des Buches Without a Summer9780765334152

Without a Summer

 (0)
Erschienen am 02.04.2013
Cover des Buches Glamour and Glass9781472102522

Glamour and Glass

 (0)
Erschienen am 03.10.2013
Cover des Buches Valour and Vanity9780765334169

Valour and Vanity

 (0)
Erschienen am 29.04.2014
Cover des Buches Without a Summer9781480564565

Without a Summer

 (0)
Erschienen am 18.03.2014

Neue Rezensionen zu Mary Robinette Kowal

Neu

Rezension zu "The Calculating Stars: A Lady Astronaut Novel" von Mary Robinette Kowal

Tolles Buch
sonhamvor 4 Monaten

„The Calculating Stars“ hatte ich als Teil der Popsugar-Reading-Challenge zum Thema „A book about or by a woman in STEM“ gewählt und ich hätte nie erwartet, dass ich es so sehr mögen würde.

Wir begegnen in dieser Geschichte sehr kompetenten Mathematikerinnen, die nicht nur im Krieg einen wesentlichen Beitrag geleistete haben, sondern auch als Vorläufer unserer heutigen Computer in sehr kurzer Zeit sehr wichtige Berechnungen vornahmen und so auch für Raumfahrt eine bedeutsame Rolle spielten.

Eine von ihnen ist die Protagonistin Elma York, die nichts mehr liebt als das Fliegen und die nach einem Meteoreinschlag dabei helfen möchte, bemannte Raketen ins All zu schicken, um den Weg zu ebnen für die Besiedelung eines Planeten, da die Erde in wenigen Jahren unbewohnbar sein wird. Doch Elma träumt davon, mehr zu tun als Berechnungen anzustellen. Sie möchte eine Astronautin werden – im Jahr 1952 undenkbar. Alle wichtigen Jobs sind von Männern besetzt, man akzeptiert Frauen als „wertvolle Unterstützerinnen“, aber all ihr Wissen und Können wird heruntergespielt.

So verwundert es auch nicht, dass Elma zunächst als „Lady Astronaut“ in einer Kindersendung landet, doch als sie merkt, welche Vorbildrolle sie plötzlich für kleine Mädchen einnimmt, werden ihre Bestrebungen, eine „echte“ Astronautin zu werden, stärker. Und sie stößt auf Widerstand.

Was mir besonders gut gefallen hat, ist, dass Elma nicht nur äußerlich auf Hindernisse stößt, sondern auch mit Erziehungsbarrieren und psychischen Problemen zu kämpfen hat. Immer wieder hallen ihr die Worte ihrer Mutter „was sollen denn die Leute denken?“ durch den Kopf. In ihrem Fall lässt das nicht nur leichtes Unbehagen aus, sondern führt zu Panikattacken, sobald sie im Rampenlicht steht.

Das macht sie für mich zu einem ausgesprochen menschlichen und nachvollziehbaren Charakter, denn noch immer werden Mädchen darauf getrimmt, „lieb und brav“ zu sein, während man Jungs zum Anecken ermutigt. Doch Elma wird zur Heldin ihrer Geschichte, sie geht gegen ihre Ängste an und lässt sich auf ihrem Weg zu ihrem Traum davon nicht aufhalten.

Ein weiterer positiver Aspekt des Buchs sind für mich darüberhinaus die Beziehungen der Figuren untereinander. Zwar gibt es hin und wieder Unstimmigkeiten, aber alle begegnen sich mit Respekt, versuchen einander zu unterstützen und verwickeln sich nicht in Intrigen und Dramen. Ja, es gibt einen „Bösewicht“, doch auch seine Motive sind nachvollziehbar und auch er zeigt Schwächen, die ihn für mich sympathisch machten.
Ich fand es sehr entspannend eine Geschichte zu lesen, in der es wenige Konflikte gab – manche mögen es für unrealistisch bei einem Thema wie diesem handeln, für mich war es ein großer Pluspunkt des Romans.

„The Calculating Stars“  ist eine sehr gut recherchierte Story, die ein wichtiges Thema beleuchtet, das immer noch nicht besonders fortschrittlich behandelt wird. Ein Blick auf Wikipedia zeigt, dass es zwischen 1963 und heute nur  78 Astronautinnen (bzw. Anwärterinnen oder Rentnerinnen) gab bzw. gibt. Von einem echten Durchbruch kann man da wohl kaum sprechen.

Ich kann dieses Buch wirklich jedem sehr ans Herz legen. Für mich war es ein echtes Highlight und ich werde schon bald die Fortsetzung „The Fated Sky“ lesen.

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Rezension zu "Shades of Milk and Honey" von Mary Robinette Kowal

Cross-Over zwischen Fantasy und klassischem Stoff
Louisdorvor 4 Jahren

Ich gestehe, eine Kurzbeschreibung "Jane Austen mit Magie" hätte mich normalerweise nicht zum Lesen verleitet, aber nachdem ich die Autorin Mary Robinette Kowal nun seit Jahren als sehr kompetente und lebhafte Ratgeberin im Autoren-Podcast "Writing Excuses" kennen gelernt habe, war ich neugierig, wie sie selbst denn nun schreibt.

Die Anlehnung an Jane Austen ist überdeutlich und bewusst gewollt. Wir befinden uns im England des frühen 19. Jahrhunderts, in "Regency"-England. Es geht um Sitten, um Heiraten und für die lokale Upper und Middle Class ganz viel um gegenseitige Familienbesuche und Ansehen. Und - es gibt Magie. Allerdings rangiert sich in ihrer Bedeutung in etwa auf einer Stufe von Malerei oder Musik. Sie ist für die vornehmen Damen eine Freizeitbeschäftigung, und nur für einige Künstler ein Beruf, der aber ebenfalls eher unter "Bespaßung & Kunst" fällt. Denn die Magie in Kowals Welt, "Glamour" genannt, kann Illusionen erschaffen, sie kann das Licht beugen, Lichtstrahlen verbiegen, Schatten erschaffen. Tatsächlich erinnert die Beschreibung dieser Magie sehr stark an das, was Maler oder Fotografen von ihrer Kunst erzählen. Eingesetzt wird sie, um Häuser zu verschönern, Make-Up zu ersetzen oder "virtuelle" Gemälde und Theaterstücke zu erschaffen.

Die Hauptheldin Jane ist besonders begabt in "Glamour", allerdings gleichzeitig nicht übermäßig attraktiv, und außerdem mit 28 Jahren schon viel zu alt fürs Heiraten, was sie in der vorliegenden Gesellschaft auf diversen Dinners, Partys und Picknicks zur Außenseiterin macht. Und zum Gegenstück ihrer Schwester Melody, die jünger, hübscher und umschwärmter ist. Damit wären dann schon fast alle Puzzleteile für einen klassischen Jane-Austen-Sittenroman zusammen. Es fehlen noch diverse Männer, um deren Gunst die beiden Schwestern wetteifern. Tatsächlich passiert in der ersten Hälfte des Romans, könnte man meinen, gar nicht viel, außer dass sich haufenweise wohlhabende Familien gegenseitig besuchen und, nun, "parlieren". Das feine Charakterporträt, das dabei von Jane gesponnen wird, ist allerdings große Unterhaltung: Jane ist ein deutlich komplexerer Charakter, als es zunächst den Anschein hat, tatsächlich ist sie in ihren eigenen Widersprüchen und tugendhaften Idealen verstrickt, und im Grunde ihrer Zeit deutlich voraus.

Die Magie läuft dabei zunächst als Amüsement und interessantes Detail nebenher, bis sie natürlich im letzten Drittel des Buches doch noch gehörig an Relevanz gewinnt. Sowohl in ihrer Bedeutung als Kunstform, und der Frage, für wen Kunst eigentlich gedacht ist, was man damit anfangen sollte, wie man sie leben sollte, und eben auch als - nun, als Magie eben, die vielleicht doch ein wenig mehr kann, als nur Räume zu dekorieren.

Mir persönlich war das Ende dann doch ein wenig zu kitschig, aber vermutlich war auch das gnadenlose und nüchterne Absicht. Der Roman hat einige sehr deutliche Parallelen zu Austens "Persuasion" (deutsche Titel variieren, u. a. "Überredung" oder "Verführung"), und spielt insgesamt immer wieder recht raffiniert mit dem klassischen Vorbild. Es ist ein "Cross Over" im guten Sinne: Was passiert, wenn man Magie mit Jane Austen kreuzt? Antwort: Ein durchaus unterhaltsames Buch über die Frage, wofür genau Tugend da ist, was Kunst ausmacht, und wie sich Menschen so mit all ihren Lastern verhalten, zwischen Liebe, Geltungssucht und Neid.

Dazu kommt ein sehr angenehmer Schreibstil, der bewusst mit einigen altertümlichen Elementen spielt, aber vor allem trotzdem modern und flüssig lesbar ist. Aus dem Buch ist mittlerweile eine Serie geworden ("The Glamourist Histories"), und die Themen nachfolgender Teile variieren offenbar stark. Meine Neugier ist jedenfalls geweckt, auch wenn die Aufmachung, Cover und Thematik erstmal ganz laut "Frauenroman!" schreien. Wie jeder gute Genre-Roman ist "Shades of Milk and Honey" mehr als nur sein Genre.

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