Mary Shelley Frankenstein

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Inhaltsangabe zu „Frankenstein“ von Mary Shelley

Mary Shelleys 'Frankenstein' ist neben Bram Stokers 'Dracula' der zweite große Archetypus des modernen Horrorgenres. Im Unterschied zum Fürsten der Finsternis ist Shelleys Hauptfigur kein übernatürliches Wesen, sondern ein künstlich erzeugter Mensch, der durch die Grausamkeit und Ignoranz seiner Umwelt erst zu dem Monster wird, für das ihn alle halten. Wirklich monströs hingegen sind die ganz normalen Menschen: mit ihren kalten Herzen und ihrem Wahn, die Welt im Griff zu haben. Mit dem Werkbeitrag aus Kindlers Literatur Lexikon. Mit Daten zu Leben und Werk, exklusiv verfasst von der Redaktion der Zeitschrift für Literatur TEXT + KRITIK.

Sehr viele Menschen hassen es... ich LIEBE es! * ___ *

— LeloLovesBooks
LeloLovesBooks

War nicht mein Buch, es ist zu trocken geschrieben worden

— CorinaPf
CorinaPf

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Stephanie_Toelle

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    Frankenstein
    LeloLovesBooks

    LeloLovesBooks

    23. June 2017 um 16:16

    WIe man der Überschrift vielleicht entnehmen kann, finde ich dieses Buch einfach nur klasse!Es war so anders, als ich erwartet habe. Echt krass.Die Sprache mag für weniger geübte Leser sehr anstrenged zu verstehen sein. Aber für mich war gerade die Sprache eins der größten Pluspunkte, die dieses Buch zu bieten hatte. Ich kann aber wirklich nachvollziehen, dass es nicht jedermans Sache ist...Eine komplette Rezension ist auf meinem Blog...Ich würde mich freuen, wenn du mal vorbeischauen würdest! :3[nicht erschrecken, mein Blog ist sehr, sehr klein und auf Englisch, ich hoffe das stört dich nicht]Liebe Grüße,leonie=^.^=

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  • War nicht meins

    Frankenstein
    CorinaPf

    CorinaPf

    16. May 2017 um 18:09

    Inhalt:Robert Walton leitet eine Expedition zur Arktis. Er schreibt, was auf dem Schiff vor sich geht  seiner Schwester. Robert finden nahe der Arktis einen Schiffbrüchigen. Robert sieht gleich das der Mann etwas bedrückt. Er beschließt in aufzumuntern. Langsam taut der Fremde auf und erzählt ihm eine unglaubliche Geschichte.Sein Name sei Viktor Frankenstein und er sei hinter einen Monster her. Er erzählt weiter von seiner Familie, dass er sich in jüngeren Jahren der Naturwissenschaft hingegeben hat und dass er sogar Chemie studierte. Doch nach und nach erzählte er, dass er eine Methode gefunden hat, einen Menschen zu erschaffen. Dies hat er auch getan und es ist dieses Monster was er nun jage.Wird er das Monster finden und wird Robert, Viktor glaubenProtagonisten:Wir haben am Anfang Robert, der eine Expedition machen möchte. Er würde alles dafür tun. Er kauft ein Schiff und sucht sich eine Crew. Robert fühlt sich jedoch einsam, denn er hat keinen Freund und alles was geschieht schreibt er seiner geliebten Schwester, bis er Viktor findet.Viktor ist am Anfang (in seiner Jugend) sehr wissbegierig und will alles was mit Naturwissenschaft zu tun hat kennen. Doch nach und nach merkt man dass er besessen wird von seiner Arbeit. Er findet keine Freunde und hat auch so fast keinen Kontakt zu anderen Menschen. Später im Buch wie er das Monster erschaffen hatte, finde ich ging er dann leicht damit um, es kümmerte ihn nicht. Erst wie etwas schreckliches passierte wird ihm klar, dass er Schuld daran hat. Schreibstil:Es ist in Briefform geschrieben, von Robert an seine Schwester. Mich hat im Buch gestört, dass keine Gefühle rüber gebracht wurde. Ich konnte mich weder in Viktor noch in das Monster hineinversetzten. Es war viel wissenschaftliches dabei was ich einfach nicht verstand. Fazit:Ich habe mir was unter diesem Buch vorgestellt. Ich dachte ein verrückter Wissenschaftler schafft ein Monster und es zerstört alles. Doch so war es nicht. Es war für mich langweilig ich hab mich durch das Buch durchgekämpft. Manche stellen waren, dann wieder gut wo ich dann das Buch nicht weglegen konnte. Das waren die Szene in denen das Monster vorkam, doch die waren recht selten. Deshalb gebe ich dem Buch 2 1/2 Sterne.    

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    • 3
  • 4,5 Sterne für ein Ungeheuer mit Köpfchen

    Frankenstein
    Isaopera

    Isaopera

    20. September 2016 um 21:31

    Mary Shelleys Frankenstein ist ein echter Klassiker, der aber einige moderne Elemente hat. Victor Frankenstein, der Protagonist, ist Wissenschaftler und beschäftigt sich im 18. Jahrhundert mit einigen durchaus modernen Gedanken. Dadurch findet er die Möglichkeit, totes Gewebe wieder zum Leben zu erwecken. In seinem Leichtsinn erschafft er aber eine Kreatur, die durch die Konfrontation mit der menschliche Welt langsam aber sicher zum Ungeheuer wird...Das Buch ist spannend geschrieben und hat einen angenehmen Stil. Ich finde, es hat nur wenige Längen, insgesamt erscheint mir die Länge des Buches genau richtig. Die Handlung wird schon stetig vorangetrieben, was man nicht über alle Klassiker sagen kann! Ein Kritikpunkt war für mich vor allem die Intelligenz und Sprachqualität des "Elenden", wie das Ungeheuer häufig genannt wird. Dass es eine gewisse Empfindsamkeit und Klugheit erlangt, möchte ich ihm ja gar nicht absprechen, aber die eloquenten seitenlangen Erzählungen des Elenden...nun ja. Das ist doch etwas hoch gegriffen und war für mich eher unglaubwürdig.Ansonsten ist die Geschichte in sich stimmig, ein bisschen gruselig und definitiv lesenswert!

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  • Gar nicht mein Ding !!

    Frankenstein
    Sabrinas_fantastische_Buchwelt

    Sabrinas_fantastische_Buchwelt

    Titel: Frankenstein Originaltitel: Frankenstein Reihe: - Autor: Mary Shelley Verlag: Fischer Taschenbuch Genre: Wissenschaft | Klassiker | Horror Seitenanzahl: 268 Klappentext: Mary Shelleys 'Frankenstein' ist neben Bram Stokers 'Dracula' der zweite große Archetypus des modernen Horrorgenres. Im Unterschied zum Fürsten der Finsternis ist Shelleys Hauptfigur kein übernatürliches Wesen, sondern ein künstlich erzeugter Mensch, der durch die Grausamkeit und Ignoranz seiner Umwelt erst zu dem Monster wird, für das ihn alle halten. Wirklich monströs hingegen sind die ganz normalen Menschen: mit ihren kalten Herzen und ihrem Wahn, die Welt im Griff zu haben. Mit dem Werkbeitrag aus Kindlers Literatur Lexikon. Mit Daten zu Leben und Werk, exklusiv verfasst von der Redaktion der Zeitschrift für Literatur TEXT + KRITIK. Meine Meinung: Tja...was soll ich sagen ? Frankenstein ist einfach nicht mein Buch gewesen und der erste Klassiker, der mir nicht gefallen hat. Schon zu Anfang fand ich einfach nicht in das Buch herein ! Es dauerte recht lange, bis ich mich an den Stil der Autorin und überhaupt an die Geschichte gewöhnte. Aber auch dann wurde es nicht besser !! Es war mir einfach viel zu langweilig. Ich weiß auch nciht genau, was ich erwartet habe, aber nicht das. Irgendwie hatte ich die Frankensteingeschichte ganz anders in Erinnerung und daher enttäuschte mich das Buch einfach nur. Als ganz besonders schlimm empfand ich den Stil der Autorin. Zwar gewöhnte ich mich etwas an ihn, aber insgesamt war er für mich langweilig, zäh und einfach nicht meins ! Zu den Charakteren konnte ich keinerlei Verbindung erstellen und empfand sie teils echt nervig. Die unten stehende Bewertung vergebe ich nur, weil "Frankenstein" für mich wirklich eine Tortur. Wirklich...seit dem 5. Twilight-Teil habe ich ein Buch mit so wenig Seiten nicht mehr als eine große Qual empfunden !! Bewertung: Ich kann nichts Positives über diesen Klassiker sagen, weil ich ihn unglaublich anstrengend und vor allem langweilig fand !! Von mir gibt es: 1 von 5 Sterne

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    • 14
  • Leserunde zu "Die Indianische Kalenderchallenge 2016/2017"

    Indianisches Horoskop / Geburtstagskalender (Wandkalender immerwährend DIN A3 quer)
    stebec

    stebec

    Halli Hallo meine Lieben, Vorab: Es handelt sich hier um eine Challenge. Der Kalender kann nicht gewonnen werden!.Wie wir es schon angekündigt haben, möchten kattii und ich euch dieses Jahr auch wieder mit einer Horoskop-Challenge bespaßen. Da wir uns gedacht haben, dass zwei Jahre hintereinander das gleiche Horoskop ziemlich langweilig werden kann, haben wir uns dazu entschlossen dieses Jahr die Chinesischen Sternzeichen durch die Indianischen zu ersetzen. Wir haben auch noch ein paar kleine Änderungen vorgenommen, damit das Punktesammeln nicht mehr so kompliziert ist, wie letztes Jahr und somit das Lesevergnügen ganz im Vordergrund steht. Außerdem gibt es am Ende der Challenge auch eine Kleinigkeit zu gewinnen. Kommen wir also erstmal zu dem wichtigsten. Die Regeln:1. Wir sammeln diesmal Totems und keine langweiligen Punkte ;)2. Jeden Monat bekommt ihr zwei Aufgaben zu einem Tierkreiszeichen. Die Aufgaben beziehen sich immer auf eine negative und eine positive Charaktereigenschaft. 2.1. Für jede gelöste Monatsaufgabe gibt es ein Totem.3. Zusätzlich bekommt ihr von uns 12 Jahresaufgaben, die ihr über den gesamten Challengezeitraum lösen könnt. Die sind sozusagen eure Joker, falls ihr mal eine Monataufgabe nicht lösen könnt. Diese sind dafür etwas aufwändiger bzw. kniffliger.3.1. Für jede Jahresaufgabe gelöste Jahresaufgabe gibt es ein Totem.4. Denn um am Ende der Challenge in den Lostopf zu hüpfen, müsst ihr mindestens 24 Totems gesammelt haben.5. Gerne könnt ihr die Jahresaufgaben auch zusätzlich lösen. Eure Chance auf den Gewinn beeinflusst das jedoch nicht. 6. Wie auch letztes Jahr bekommt ihr die doppelten Totems, wenn ihr die Monatsaufgaben zu dem Tier löst, was euer Sternzeichen ist. ACHTUNG: Die Jahresaufgaben sind hiervon ausgeschlossen. 7. Eine Rezension oder Kruzmeinung zu den Büchern ist diesmal Pflicht und muss in einem Sammelpost festgehalten werden. Ob ihr diesen in dem Thread erstellt oder doch lieber mit eurem Blog teilnehmen wollt, ist euch überlassen. 8. Die Rezensionen oder Kurzmeinungen müssen immer bis zum 5ten des Folgemonats online sein. 9. Die Monatsaufgaben postet katti immer am 20ten des vorherigen Monats.10. Da noch nachträglich viele Anfragen eingehen. Ist die Anmeldefrist aufgehoben. Man kann jederzeit in die Challenge einsteigen, aber die gelesenen Bücher können nicht nachträglich gezählt werden. Es gelten die Bücher die ab Zeitpunkt der Challenge gelesen wurden.11. Sagt uns bitte bei der Anmeldung, wann ihr Geburtstag habt, damit wir die doppelten Totems nachvollziehen können.12. Wir behalten uns vor jeden Teilnehmer, der drei Monate abwesend war/ist, anzuschreiben und ggf. aus der Challenge auszuschließen.Natürlich interessiert euch auch, was es zu gewinnen gibt:Die Gewinne:1. Ein Überraschungpaket im Wert von 20-30€2. Zweimal einen Buchgutschein im Wert von 10 € von der Bockumer Buchhandlung.Ihr seht wir haben einiges geändert, sodass die Challenge etwas einfach und vielleicht auch attraktiver wird. Wir wünschen euch jetzt erstmal viel Spaß und hoffen, auf eine rege Teilnahme.Fragen können wie immer gerne im dazu vorgesehenen Thread gestellt werden.Die Teilnehmer:Ann-Kathrin Speckmann 07.09.1995 => 8 TotemsBücherwurm 25.06.=> 6 TotemsBuchgespenst 07.01.1981 => 16 TotemsFederzauber 20.06.1982 => 10 TotemsInsider2199 26.03.1968 => 15 Totemsjanaka 02.10.1965 => 14 TotemsJisbon 06.09.1994 => 8 TotemsLadySamira091062 09.10.1962 => 8 Totemslouella2209 22.09.1978 => 17 TotemsPaulamybooksandme 18.04.1993 => 4 Totemssomebody 01.03.1980 => 3 TotemsTatsu 08.10.1988 => 16 Totems

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    • 367
  • Frankenstein - ein "Horror"-Roman?

    Frankenstein
    blauerklaus

    blauerklaus

    „Frankenstein“, ein Mythos, der so einflussreich auf die Literatur-, Film- und Fernsehkunst ist wie nur wenige andere Werke der Weltliteratur. Fast jeder kennt die Figur des Frankenstein'schen Monsters aus einem Film, einer Theaterproduktion oder einer der unzählige Adaptionen für diverse Kunstformen. Trotzdem kennen die wenigsten die von Mary Shelley geschaffene Romanvorlage. Deswegen sind die meisten, so auch ich, sehr überrascht, dass das Buch so gar nicht den Erwartungen an einen „Horror“-Roman entspricht. Die Rahmenhandlung des Romans bildet ein Briefwechsel, den der Leiter einer Forschungsexpedition, Robert Walton, mit seiner Schwester führt. Walton berichtet, wie er bei dem Versuch, die Nord-West-Passage durch die Arktis zu finden, auf den verzweifelten Forscher Victor Frankenstein trifft, der ihm dann seine Geschichte erzählt. Der junge Wissenschaftler , der an der Universität Ingolstadt studiert, hat es nach intensiver Forschungsarbeit geschafft ein künstliches Lebewesen aus Teilen menschlicher Leichen zu erschaffen. Als das Geschöpf zum Leben erwacht ist Frankenstein von der hässlichen und furchteinflößenden Gestalt so entsetzt, dass er zu Tode erschrocken flieht. Nach seiner Rückkehr findet er das Labor verlassen vor. Entsetzt von seinen Taten gibt Frankenstein seine Forschungen auf und will sich nach einiger Zeit auf den Heimweg zu seiner Familie machen. Das von ihm erschaffene Geschöpf versucht unterdessen Kontakt zu den Menschen aufzunehmen. Aufgrund seiner erschreckenden Gestalt trifft er jedoch nur auf Hass und Ablehnung. Nach und nach lernt er zu sprechen und zu schreiben und sehnt sich nach der Gesellschaft anderer, was ihm jedoch nicht gelingt. Als ihm auch noch unschuldig ein Mord zu Last gelegt wird nimmt das Unglück seinen Lauf und nach und nach ereignen sich im Umfeld Victor Frankensteins immer mehr tragische Todesfälle. Mehr möchte ich hier vom Inhalt nicht verraten. Anders als erwartet hat man in dem Roman jedoch tiefes Mitgefühl mit dem von Frankenstein geschaffenen Wesen, das als eine der wenigen sympathischen Personen in diesem Roman dargestellt wird. Auch wenn mir einige der Handlungen des Protagonisten Frankenstein gar nicht zusagten (warum kann er dem von ihm geschaffenen Geschöpf kein bisschen Zuneigung und Verständnis entgegenbringen? Hier entzieht er sich seiner als „Schöpfer“ übernommenen Verantwortung), hat mich die Geschichte doch sehr berührt. Für die Zeit seines Erscheinens (Erstveröffentlichung 1818) enthält das Buch eine Menge Gesellschaftskritik, aber auch Kritik an der Forschungs- und Wissenschaftstätigkeit. Mit dem Aufzeigen der Grenzen der Wissenschaft und der Darstellung der Angst der Menschen vor dem Unbekannten ist das Buch auch heute noch aktuell und damit ein echter Klassiker. In meiner Ausgabe von Fischerklassik waren neben dem Roman auch noch sehr interessante Artikel zum Leben und Werk Mary Shelleys als auch ein Auszug aus Kindlers Literaturlexikon zu dem Roman enthalten. Für mich war hier interessant zu erfahren, dass der Roman in neuerer Zeit auch durchaus feministisch gedeutet wird. „Man hat Frankensteins Sünde in der Erschaffung eines Menschen ohne Beteiligung des femininen Elements verstanden und in seiner Flucht vor dem Ungeheuer eine spezifisch männliche Pflichtverletzung gesehen. Safie, eine freiheitliche gesinnte, aufgeklärte Türkin, ...wurde als Selbstpoträt der Autorin gedeutet.“ Das weckt auf jeden Fall das Interesse sich näher mit dem Leben und Werk der Autorin zu beschäftigen. Auch wenn sich der Roman teilweise etwass „sperrig“ liest eine klare Leseempfehlung.

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    • 5
  • Die langen Leiden des jungen Frankensteins

    Frankenstein
    MrsFine

    MrsFine

    19. October 2015 um 21:15

    Das Leben hätte für Victor Frankenstein so schön sein können: seine gut situierte Familie verehrt ihn, er ist begabt und bekommt eine hervorragende Ausbildung, das Mädchen seiner Träume ist ihm bereits so gut wie versprochen und auch tiefe Freundschaft kann er vorweisen. Aber nur ein schrecklicher Fehler lässt seine Welt plötzlich zusammenbrechen … Persönliche Meinung Ich habe zwar nie eine Verfilmung von Frankenstein gesehen, aber natürlich kannte ich die Thematik des Romans bereits vor dem Lesen des Buchs. Frankensteins Monster ist bereits seit langer Zeit ein Teil der Populärkultur und wird immer wieder bei Kostümfesten oder in Filmen rezipiert. Zwar wusste ich bereits, dass Frankenstein nicht der Name des Monsters sondern seines Erschaffers ist, aber dennoch hielt der Roman noch einige Überraschungen für mich bereit. So war mir etwa nicht klar, dass sich ein Großteil der Geschichte im deutschsprachigen Raum abspielt, Blitze und verfallene Schlösser auf kargen Bergen absolut nichts mit der Romanvorlage zu tun haben, und auch das Ende war mir nicht bekannt. Die Geschichte wird in Form von Briefen erzählt, wobei drei Ich-Erzähler sich abwechseln. Die verschiedenen Perspektiven helfen dabei, Personen nicht nur aus einem Blickwinkel heraus wahrzunehmen, sondern ein umfangreicheres Bild von ihnen zu erhalten. Das Thema des Romans ist ohne Zweifel von großer Bedeutung und noch immer sehr aktuell! Es kommt durchaus vor, dass man über die ein oder andere Textpassage etwas nachdenken will. Leider zieht sich der Roman, zwischen den psychologisch interessanten Stellen oder jenen mit großen Auswirkungen auf die Handlung, sehr in die Länge.  Fazit Ein Klassiker mit spannender Thematik, der auch dann überraschen kann, wenn man Frankenstein bereits aus dem TV kennt. Man muss sich das Voranschreiten der Handlung jedoch mit langen Passagen verdienen, in denen außer Landschaftsbeschreibungen eher wenig passiert.

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  • Geburtsstunde einer Ikone

    Frankenstein
    BrittaRoeder

    BrittaRoeder

    Mary Shelleys Roman 'Frankenstein' gehört ohne Frage zum festen Repertoire der Fantasy- bzw. Horrorliteratur. Und er dürfte einer der Romane sein, deren Story irgendwie jeder zu kennen glaubt, ohne ihn wirklich gelesen zu haben. Dabei lohnt die Lektüre durchaus. Allerdings sollte man gleich – um Enttäuschungen zu vermeiden - seine durch diverse Horrorverfilmungen geprägten Bilder über Bord werfen. Denn Shelley konzentriert sich weniger auf die gruseligen Details bei der Erschaffung der Kreatur. Sie stellt vielmehr ihre Protagonisten und deren Taten in den Mittelpunkt. Und mehr noch als ihre Taten die Konsequenzen, die sich aus ihnen ergeben. Der junge Wissenschaftler Viktor Frankenstein entschlüsselt das Geheimnis des Lebens und erschafft ein menschenähnliches Wesen. Er spielt Gott und entzieht sich - völlig überfordert - seiner daraus resultierenden Verantwortung. An seiner Geschichte des Scheiterns führt die Autorin uns vor Augen, wohin ein fehlgeleiteter wissenschaftlicher Ehrgeiz und mangelndes Verantwortungsgefühl führen. Welches Unheil der Mensch heraufbeschwört, wenn er der Natur/der Schöpfung/Gott ins Handwerk pfuscht. Sprachlich ist Shelleys Roman tief in der Romantik verwurzelt. Immer wieder rückt die Autorin die Natur ins Zentrum ihrer Darstellungen - eine Natur, die als höhere Macht die menschlichen Ideale prägt, eine Natur, deren Teil der Mensch aber auch ohne Zweifel ist. Dabei ist diese Natur mehr als nur beeindruckende Kulisse. Sie ist die Macht, in deren Raum sich alle bewegen, deren Grenzen sich aber nicht ungestraft überschreiten lassen. Frankensteins Geschöpf, von seinem Schöpfer im Stich gelassen, steht von Anfang an der Natur näher als jeder andere Protagonist. Mit der Unschuld eines Kindes entdeckt es die Welt um sich herum. Mit Intelligenz und Stärke versehen entwickelt es sein Menschsein ganz alleine, seine ganz natürliche Menschlichkeit, die frei ist von jedem schlechten Willen. Anrührend schildert Shelley sein tragisches Scheitern, ein Mensch unter Menschen zu werden. Es scheitert, nicht weil es selbst nicht zum Menschsein taugt (tatsächlich ist es menschlicher als alle echten Menschen, die es umgeben), sondern, weil es von den Menschen wegen seines äußeren Erscheinungsbildes abgewiesen wird. Der Verrat an der Natur - durch Frankensteins Akt eingeleitet und durch sein verantwortungsloses Handeln fortgeführt, gipfelt schließlich in einem Verrat an der Menschlichkeit durch die Gesellschaft, die einen Unschuldigen verurteilt - obwohl er doch nur nach Liebe und Zuneigung strebt, der natürlichsten, ja menschlichsten aller menschlichen Regungen. Mir ist die Bewertung dieses Romans sehr schwer gefallen. Es gab einiges, das meinem persönlichen Lesegeschmack stark zuwiderlief und das ich bei einem modernen Werk nicht durchgehen lassen würde. So kann man diesen Roman auf den ersten Blick wie einen stark in die Jahre gekommenen „Schauerroman“ lesen, wie einen Text, mit dem man sich sprachlich schwer tut wegen der ungewohnten Ausdrucksweise und der teils sehr schablonenhaften Darstellung der Charaktere. Unverschuldet aber unbestritten hat der Gruselfaktor des Romans stark gelitten. Seinen zeitgenössischen Lesern hat er sicher sehr viel leichter einen Schauer über den Rücken gejagt als er uns moderne Horror-Konsumenten bewegt. Aber auf den zweiten Blick ist Shelleys Roman ein Buch von erschreckend zeitloser Thematik, er ist eine große Tragödie, und er markiert die Geburtsstunde einer der bekanntesten Horror-Ikonen überhaupt. Daher verdient er bei der Bewertung aus meiner Sicht einen deutlichen Klassiker-Vorsprung. In jedem Fall lohnt es sich diesem Original einmal selbst nachzuspüren, dessen Faszination bis heute noch ungebrochen wirkt.

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    • 10
  • Leserunde zu "Frankenstein" von Mary Wollstonecraft Shelley

    Frankenstein
    Hallorin

    Hallorin

    Willkommen in der Gruppe “Wir lesen Klassiker der Weltliteratur” Im August lesen wir DEN Klassiker des Gruselgenres - Mary Shelleys "Frankenstein". Jeder kennt den Namen, aber nicht jeder kennt die wahre Geschichte dahinter. Offensichtlich ist das Interesse groß, denn obwohl dieses Buch schon 2012 in unserer Gruppe gelesen wurde, hat es sich in der Abstimmung gegen 7 Konkurrenten durchgesetzt ;) Am 1.8. geht's los mit dem Lesevergnügen, bis dahin könnt Ihr schon mal diesem Thema folgen und die Plauderecke vollschreiben! PS: Denkt daran, Eure Beiträge in einer Kategorie zu schreiben, das ist besser für die Übersichtlichkeit.

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    • 236
  • Frankenstein ist ein Idiot

    Frankenstein
    maggiterrine

    maggiterrine

    Dieses Buch war langweilig. Nicht weil die Thematik langweilig gewesen wäre, oh nein! Die war tatsächlich sehr spannend und immer noch aktuell! Das Problem war vielmehr, dass die Thematik noch ein bisschen zu kurz kam, weil das Buch zu 80% aus selbstmitleidigem Gejammer von Herrn Frankenstein persönlich bestand.  Das ganze Buch scheint nur aus einer Aneinanderreihung von Stellen wie "Ich war soo bedrückt von meinen Problemen, doch dann sah ich diesen schönen Berg und fühlte mich kurz voll der Hoffnung. Doch dann war ich wieder bedrückt" zu bestehen. Und auch wenn er ein Wesen geschaffen hat, dass er ohne Kenntnisse von der Welt und ohne Nahrung oder Schutz sich selbst überlassen hat, ist ER natürlich der, der am meisten unter der Situation leidet. Leute sterben wegen diesem egozentrischen Vollidioten und man muss sich als Leser trotzdem die ganze Zeit anhören, wie schwer es den armen Frankenstein doch getroffen hat. Das war wirklich nicht zum aushalten. Selten ist mir ein Hauptcharakter so dermaßen auf den Geist gegangen! Ich hab erstmal genug von Frankenstein...

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    • 3
  • Eine düstere Geschichte voller Phantastik,Tragik und Melancholie im typischen Stil der Spätromantik

    Frankenstein
    Ambermoon

    Ambermoon

    Die phantastische Geschichte des Victor Frankenstein, der – an der Universität Ingolstadt – ein künstliches Wesen erschafft, das er nicht beherrschen kann. Das Monster sehnt sich nach Liebe und Gemeinschaft, bringt aber allen, die ihm zu nahe kommen, den Tod. ---------------------------------------------------- Autor: Mary Shelley (1797-1851) begann schon als Kind Gedichte und Romane zu verfassen. Noch keine 17 Jahre alt, brannte sie mit dem jungen Dichter Percy Shelley durch und bereiste Europa. Im Jahr ihrer Hochzeit 1816 verbrachten beide den Sommer mit Lord Byron am Genfer See, wo sie Ideen für Schauergeschichten sammelten. Schon zwei Jahre später veröffentlichte Shelley ihren Frankenstein, den Vater aller Gruselromane, dessen Erfolg es ihr ermöglichte, fortan als angesehene Schriftstellerin zu leben. *** Wer kennt sie nicht, die Geschichte von Frankenstein und seiner Kreatur, wurde sie doch vielfach verfilmt. Am besten man vergisst alles Gesehene und Gehörte und genießt diese Auflage nach der Fassung aus dem Jahre 1831 ganz unvoreingenommen. Taucht ein in das späte 18. Jahrhundert und erfährt die wahre Geschichte Viktor Frankensteins, dessen Forschungsdrang zur Besessenheit wurde und das Ergebnis ihn einsam und wahnsinnig machte und ihn zur nächsten Besessenheit trieb. Erfährt die Geschichte aus Sicht der Kreatur, die von der Gesellschaft zu dem gemacht wurde was sie ist, nämlich brutal, grausam und ebenso einsam. Anfangs fällt es vielleicht schwer, aufgrund der alten Schreib- und Redeweise der Romantik, in die Geschichte hineinzufinden. Aber hat man sich erst daran gewöhnt und lässt sich auf diese ein, eröffnet sich einem eine bildgewaltige und ausdrucksstarke Sprache, die einer Poesie gleicht - melancholisch und düster. Diese Geschichte beinhaltet nicht nur Spannung und Phantastik, sondern oder vor allem auch Kritik gegenüber der Gesellschaft und deren Oberflächlichkeit und was diese aus einer unschuldigen und anfangs gutherzigen Kreatur machen kann. Kritik gegenüber der Wissenschaft und Forschung, wobei die Frage aufgeworfen wird, wie weit kann bzw. darf man gehen? Dieses Buch wurde zwar als Horror-Literatur bekannt, aber in diesem Klassiker steckt so viel Aussagekraft und Botschaft, welche aktueller nicht sein könnte. Fazit: Auch wenn ich mich maßlos über Viktor aufgeregt habe und er für mich derzeit der Unsympathler aus Romanen des 19. Jahrhunderts ist, würde ich dieses Buch immer wieder lesen. Alleine aufgrund der typischen bild- und wortgewaltigen Schreibweise der Romantik und der Botschaft, die einem da mitgegeben wird. Es lässt einen nachdenklich zurück und man überlegt, ob man nicht selbst zu diesen oberflächlichen Individuen gehört. Dieser Klassiker ist zu Recht ein Klassiker.

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    • 5
  • Wenn der Mensch Gott spielt

    Frankenstein
    Kerry

    Kerry

    18. June 2015 um 21:16

    Robert Watson ist mit dem Schiff im Eismeer unterwegs. Er ist recht einsam, denn er hat zwar einen guten Kontakt zu der Mannschaft, aber einen Freund hat er nicht unter ihnen gefunden. So verbringt er seine freie Zeit damit, seiner Schwester in Briefen über seine Reise zu berichten. Als das Schiff im Eis stecken bleibt, treffen sie auf einen Fremden, den sie an Bord nehmen. Bei dem Mann handelt es sich um Viktor Frankenstein. Robert findet Viktor sympathisch und freundet sich mit ihm an - woraufhin Viktor ihm seine Geschichte erzählt. Diese Geschichte, so unwahrscheinlich sie auch erscheinen mag, berichtet er seiner Schwester. Der aus Genf stammende Viktor Frankenstein kommt aus einem guten, soliden und glücklichen Elternhaus. Sein Steckenpferd sind die Naturwissenschaften, welche er auf der Universität in Ingolstadt studiert. Zu seiner Familie gehört auch seine Cousine Elisabeth, die nach dem Wunsch seiner Eltern einst Viktors Braut sein wird. Zum Glück sind die beiden sich sehr zugetan. Bereits während des Studiums entwickelt Viktor eine fast unnatürliche Affinität zur menschlichen Materie. Sein Ziel ist es, einst ein eigenes menschliches Wesen entgegen aller Naturgesetze zu erschaffen. Tatsächlich gelingt ihm im Laufe der Jahre, seine Forschung soweit (im Geheimen) voranzutreiben, dass er einen entsprechenden Versuch startet. Tatsächlich glückt dieser und der Unhold erwacht zum Leben. Doch Viktor sieht plötzlich mit einer Klarheit, was er erschaffen hat und er wendet sich von dem ihm erschaffenen Wesen ab und überlässt diesem sich selbst. Wenn er jedoch hoffte, dass er erst- und letztmalig mit diesem zusammengetroffen ist - wird sich das als tödlichen Irrtum erweisen ... Wenn der Mensch Gott spielt! Der Plot wurde spannend und interessant erarbeitet. Gerade zur damaligen Zeit im Jahr 1818 war dies eine ganz neue Art der Literatur und noch dazu von einer Frau, weswegen durchaus verständlich ist, dass dieser Roman erst anonym veröffentlicht wurde. Den Aufschrei, den das Buch hervorgerufen hat, kann ich mir noch heute lebhaft vorstellen. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet, wobei ich hier von der Figur des Protagonisten Viktor doch eher enttäuscht war. Erst hatte dieser hochtrabende Pläne und dann rennt er vor der von ihm erschaffenen Situation weg und verkriecht sich, bis es eigentlich schon zu spät ist. Die Sprecher, Thomas Dehler und Patrick Imhof, schaffen es, dass man sich als Zuhörer mühelos in der Geschichte verlieren kann, wobei ich gestehen muss, ich hätte das Buch, wenn ich es gelesen hätte, wohl abgebrochen hätte, denn bis es in Fahrt kommt, dauert es seine Zeit und ich weiß nicht, ob ich bis dahin durchgehalten hätte.

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  • Experiment mit grausigem Resultat: Die Grenzen der Wissenschaft

    Frankenstein
    RosaEmma

    RosaEmma

    16. May 2015 um 14:49

    Genialer Schauerroman einer bemerkenswerten Schriftstellerin Mary Shelleys Frankenstein oder Der neue Prometheus zählt zu den Klassikern der Weltliteratur, und doch wird das Buch heute kaum noch gelesen. Viele assoziieren mit dem Namen Frankenstein fälschlicherweise das bekannte Monster mit grünlichem Gesicht und überdimensionalem eckigem Kopf, wie es von Boris Karloff 1931 erstmals im Film verkörpert wurde und in Abwandlungen auch heute noch im TV zu sehen ist, und nicht den Arzt und Protagonisten, dessen Namen der Roman trägt. Die Wenigsten kennen diesen erstklassigen, effektvollen Schauerroman und seine einzigartige Autorin Mary Shelley, die das Buch 1818 im Alter von nur 21 Jahren anonym veröffentlichte. Vor diesem Hintergrund möchte ich euch heute dieses spannungsreiche, außergewöhnliche Buch vorstellen, denn es ist einfach zu ideenreich, lebendig und geistvoll, um in Vergessenheit zu geraten. Viktor Frankenstein: Zwischen Ehrgeiz und Größenwahn Der Roman schildert die dramatische Lebensgeschichte des Schweizer Arztes Viktor Frankenstein, die in Rückblicken erzählt wird - teils im Stil eines Briefromans und teils in der Ich-Erzählung. Der ambitionierte Forscher Robert Walton, der zu einer Expedition in die Arktis aufgebrochen war, um eine Passage zum Nordpol zu finden, wird mit seinem Schiff und seiner Crew vom Eis eingeschlossen. Während sie darauf warten, ihre Forschungsreise fortsetzen zu können, nähert sich ein völlig entkräfteter Mann ihrem Schiff: Viktor Frankenstein. Walton nimmt ihn an Bord und pflegt ihn, bis es ihm wieder etwas besser geht. Alarmiert durch den maßlosen Ehrgeiz, den Walton an den Tag legt, erzählt ihm Frankenstein seine Geschichte, die ebenfalls von unbändigem Ehrgeiz geprägt war, der ihn schließlich ins Verderben stürzte. Experiment mit grausigem Resultat Viktor Frankenstein war ein hochintelligentes Kind mit einem enormen Wissensdrang, das sehr behütet aufwuchs. Mit 17 Jahren studiert er an der Universität in Ingolstadt Naturwissenschaften. Von unglaublichem Ehrgeiz getrieben, findet er schließlich heraus, wie man tote Materie wieder zum Leben erweckt. Doch das ist ihm nicht genug, und er möchte dieses Experiment unbedingt an Menschen ausprobieren. Er arbeitet bis zur totalen Erschöpfung an diesem wahnwitzigen Plan und näht schließlich Leichenteile zu einem Körper zusammen, den er - gottgleich - mit Elektrizität u.ä. wieder zum Leben erwecken will. Das Experiment gelingt, doch das Resultat ist grausig: Seine Kreatur ist so abstoßend häßlich und angsteinflößend, dass Viktor voller Panik aus seinem Labor flieht. Er erkrankt an Nervenfieber, wird aber von seinem Freund Henry gesund gepflegt. Seine Kreatur scheint verschwunden, und Viktor versucht, sein normales Leben wieder aufzunehmen. Unbarmherzige Rache der verstoßenen Kreatur Da erreicht ihn die Nachricht, dass sein kleiner Bruder William ermordet wurde. Völlig verzweifelt kehrt Viktor nach Hause zurück und erblickt bei seiner Ankunft zu seinem Entsetzen seine Kreatur. Er weiß sofort, dass nur sie den Mord begangen haben kann. Doch dies ist erst der Beginn des ungleichen Kampfes zwischen Frankenstein und seinem Geschöpf, denn es tötet in unbändiger Wut auf den "Vater", der es verstieß, alle Menschen, die Frankenstein liebt. Frankenstein, der nur noch Rache und seine Kreatur totsehen will, jagt sie bis in die Eiswüsten der Arktis, wo es dann zur finalen Begegnung von Schöpfer und Geschöpf kommt, die in einer Katastrophe endet... Grenzen der Wissenschaft Mary Shelleys Roman Frankenstein mit seiner kontroversen Thematik hat auch heute nichts von seiner Brisanz und Aktualität verloren. Fragen im Hinblick auf die Grenzen der Wissenschaft unter Berücksichtigung moralischer und ethischer Aspekte stehen nach wie vor im Fokus der Öffentlichkeit. Mary Shelley zeichnet Viktor Frankenstein als Inbegriff des von seiner Idee, Gott zu spielen, besessenen Forschers, der in keiner Sekunde die Folgen seines Handelns reflektiert und den seine Selbstüberschätzung und sein Hochmut schließlich zu Fall bringen. Einzig seine Schuldgefühle und seine Reue sprechen für ihn, aber er kann seine Tat nicht mehr ungeschehen machen. Er verstößt seine ihn abstoßende Kreatur, wie ein Vater sein ungeliebtes Kind, das sich schließlich aus Enttäuschung und Wut gegen seinen Schöpfer wendet. Frankenstein ist somit auch ein moderner Prometheus, wie es auch im Titel des Buches heißt, der sich wie die mythologische Gestalt über Zeus bzw. Gott stellt und dafür hart bestraft wird. Am Ende bezahlt auch Frankenstein einen hohen Preis für seine Hybris, denn er verliert nicht nur die Menschen, die er liebt, sondern auch sein Leben. Mary Shelley: Tochter eines berühmten Paares und unangepasster Freigeist Mary Shelley wurde 1797 als Tochter des englischen Philosophen und politischen Schriftstellers William Godwin und der berühmten Feministin Mary Wollstonecraft in London geboren. Ihre Mutter lernte sie nie kennen, denn sie starb kurz nach Marys Geburt. Sie wurde von ihrem Vater aufgezogen, in dessen umfangreicher Bibliothek die begeisterte Leserin genügend Lesestoff fand, um ihren Wissensdurst zu stillen. Skandalöse Liebe Renommierte Dichter und Denker wie Samuel Taylor Coleridge und William Wordsworth gingen im Haus des Vaters ein und aus und so lernte sie auch den jungen non-konformistischen Dichter Percy Bysshe Shelley, einen Studenten ihres Vaters, kennen, in den sie sich Hals über Kopf verliebte. Beide brannten durch und verließen England - ein Skandal, denn Shelley war verheiratet. Ihr Vater brach daraufhin für einige Zeit den Kontakt zu Mary ab. Mary und Percy bereisten Europa, waren jedoch stets von Geldproblemen geplagt. Villa Diodati am Genfer See: Hier entstand Frankenstein Den Sommer 1816 verbrachten Mary, ihre Stiefschwester Claire, Percy, der berühmte Dichter Lord Byron und sein Leibarzt John Polidori in der Villa Diodati am Genfer See. Da das Wetter aufgrund eines Vulkanausbruchs äußerst schlecht war, hielten sich alle im Haus auf. Um sich die Zeit zu vertreiben, beschlossen sie, dass jeder von ihnen eine Schauergeschichte schreiben sollte, die dann in der illustren Runde vorgelesen würde. Während die anderen Dichter nicht sehr erfolgreich waren, verfasste Mary ihren unvergleichlichen Roman Frankenstein, der ein sensationeller Erfolg wurde. Herbe Schicksalsschläge Nach dem Selbstmord seiner Frau heiratete Percy Mary. 1818 veröffentlichte Mary dann anonym ihr Werk Frankenstein, das begeistert aufgenommen wurde. Mary musste im Laufe ihres kurzen Lebens viele Schicksalsschläge verkraften: Sie verlor drei Kinder und schließlich auch noch ihren Ehemann, der bei einem Segelausflug ertrank. Mary Shelley widmete die letzten Jahres ihres Lebens dem Nachlass ihres Mannes und schrieb noch einige Romane, um sich und ihren einzigen Sohn zu finanzieren. Sie starb im Jahr 1851 an einem Gehirntumor. Die beste Informationsquelle über Mary Shelley ist für mich Miranda Seymours gleichlautende Biografie http://www.mirandaseymour.com/maryshelley.htm.

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    Frankenstein
    Fukurou

    Fukurou

    Jeder sollte mal das Original gelesen haben! Es ist zwar weder besonders spannend noch mitreißend, aber man erfährt die wirkliche Geschichte und kann vergleichen was sich mit der Zeit so alles geändert hat. Auf jeden Fall ein Klassiker den man mal gelesen haben sollte.

    • 2
  • Ein Klassiker

    Frankenstein
    MinaG

    MinaG

    19. June 2014 um 15:11

    Muss man gelesen haben...
    richtig spannend wird es wenn Frankenstein anfängt seine Geschichte zu erzählen.

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