Mary Shelley Frankenstein

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Inhaltsangabe zu „Frankenstein“ von Mary Shelley

Mary Shelleys 'Frankenstein' ist neben Bram Stokers 'Dracula' der zweite große Archetypus des modernen Horrorgenres. Im Unterschied zum Fürsten der Finsternis ist Shelleys Hauptfigur kein übernatürliches Wesen, sondern ein künstlich erzeugter Mensch, der durch die Grausamkeit und Ignoranz seiner Umwelt erst zu dem Monster wird, für das ihn alle halten. Wirklich monströs hingegen sind die ganz normalen Menschen: mit ihren kalten Herzen und ihrem Wahn, die Welt im Griff zu haben.

Mit dem Werkbeitrag aus Kindlers Literatur Lexikon.

Mit Daten zu Leben und Werk, exklusiv verfasst von der Redaktion der Zeitschrift für Literatur TEXT + KRITIK.

Superspannende Grundidee, leider aber mit viel zu vielen Längen und einer eher unklaren Aussage

— LaLecture

Um Längen besser, als jede Verfilmung

— Sunnyleinchen

Besser als erwartet. Definitv ein must-read.

— sophiekatrin

Sehr viele Menschen hassen es... ich LIEBE es! * ___ *

— LeloLovesBooks

War nicht mein Buch, es ist zu trocken geschrieben worden

— CorinaPf

Ein absoluter Klassiker für Fantasy- Fans. Ein Muss!

— Stephanie_Toelle

Ein tiefgründiger Klassiker, in welchen nicht alles schwarz weiß ist.

— Catniss

Welche Pflichten haben Schöpfung und Schöpfer? Gibt es einen Schöpfungsauftrag, einen Auftrag durch die Schöpfung? Überraschend spannend.

— Beust

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  • Superspannende Grundidee, leider aber mit viel zu vielen Längen und einer eher unklaren Aussage

    Frankenstein

    LaLecture

    03. April 2018 um 00:54

    Inhalt Ein Polarforscher fischt einen schwer kranken Mann aus dem Meer, der ihm eine fantastische Geschichte erzählt. Er, Viktor Frankenstein, war einst ein junger, ambitionierter Wissenschaftler, der einen ganz speziellen Traum hatte: Er wollte künstliches Leben erschaffen. Doch sein Projekt ging gründlich schief und brachte Unheil über sein Leben und das der Menschen, die ihm nahestanden. Meinung „Frankenstein“ ist einer dieser Klassiker, von denen ich unglaublich viel gehört hatte, ohne sie gelesen zu haben oder auch nur Genaueres über die Handlung zu wissen. Daher überraschte mich bereits der Anfang, da das Buch nicht mit der namensgebenden Figur beginnt, sondern mit dem Polarforscher Robert Walton, der zunächst keine Verbindung zu Frankenstein hat. Seine Rolle im Buch besteht daraus, ähnlich wie der junge Frankenstein ein ambitionierter Wissenschaftler mit großen Träumen zu sein, weshalb Frankenstein ihm als Warnung, nicht zu größenwahnsinnig zu werden, seine Geschichte erzählt. Ein interessanter Ansatz, auch wenn sich daran zweifeln lässt, dass es realistisch ist, dass Walton seiner Schwester die gesamte Geschichte in Briefform mitteilt. Aus erzählerischen Gründen ist dieser Ansatz dennoch notwendig. Als Frankenstein dann endlich beginnt, die Geschichte zu erzählen, die man erwartet hat, zieht diese sich leider von Anfang an ewig hin, im ersten Abschnitt beispielsweise mit der Geschichte, wie seine Eltern sich kennengelernt haben, die ich wirklich nicht so ausführlich gebraucht hätte. Das gesamte Buch besteht aus Momenten, in denen ziemlich viel passiert und die Handlung recht spannend wird, und gefühlt endlosen Abschnitten, in denen bestimmte Details (Landschaften) und Gefühlszustände (Verzweiflung) oder scheinbar weniger wichtige Handlungen (die DeLaceys) endlos breitgetreten werden. Ich habe mich selten bei einem Buch so oft so sehr gelangweilt und lediglich die spannende Grundidee und der Wunsch, zu erfahren, wie es ausgeht, haben mich bei Stangr gehalten.Viktor Frankenstein ist ein extrem emotionaler Mensch, der viel Wert darauf legt, seine Gefühle in verschiedenen Situationen - besonders den dramatischen - ausführlich zu beschreiben. Das lässt einen beim Lesen einerseits sehr mit ihm mitfühlen, andererseits gingen mir die vielen dramatischen Andeutungen, die er bereits zu der Zeit macht, als er noch seine Kindheit beschreibt, schnell auf die Nerven. Zwischenzeitlich ist er auch viel am Jammern, scheint jedoch auch hauptsächlich in Selbstmitleid zu versinken, statt aktiv zu versuchen, seine Situation zu verbessern. Man versteht, wieso Frankenstein sich selbst bemitleidet und dass er die dramatischen Aspekte seines Lebens immer wieder betont, doch zum Lesen ist das ziemlich anstrengend.Das fand ich schade, denn eigentlich sind Frankenstein als Figur und seine Entwicklung vom ambitionierten Wissenschaftler zum gebrochenen Mann sehr interessant. Ein wenig enttäuscht war ich auch davon, dass Frankenstein keine wissenschaftlichen Details seiner Arbeit erklärt. Einerseits ergibt das Sinn, da er ja auf keinen Fall will, dass jemals jemand seine Versuche wiederholt, andererseits wirkte das auch wie eine etwas zu leichte Ausrede für die Autorin, sich keine Details ausdenken zu müssen.Nach anfänglichen großen Startschwierigkeiten mit dem Buch wurde es dann endlich interessant, als das „Monster“ geboren war und selbst zu Wort kam. Denn die Grundidee des Buches ist extrem interessant. Der Roman wirft Fragen auf wie „Was macht ein Monster aus?“, „Wird man böse geboren oder machen einen die Umstände böse?“, „Ist an jemandes schlechten Taten nur die Person selbst oder auch indirekt ihr Umfeld schuld?“ und „Kann und sollte man Mitleid mit jemandem haben, der einen Mord begangen hat?“ und das anhand sehr dramatischer und emotionaler Beispiele, die einen beim Lesen mitnehmen. Dabei ist besonders spannend, dass man mit Frankenstein und seinem „Monster“ zwei sehr verschiedene Perspektiven auf die Dinge hat und am Ende für sich selbst entscheiden muss, wem man Glauben schenkt und wie man zu dem Konflikt steht.Mary Shelley hat sich auch enorm viel Mühe mit der Ausarbeitung der Figur des „Monsters“ gegeben und beschreibt in vielen Details, wie dieses zunächst völlig unbescholtene Wesen lernt, sich überhaupt in der Welt zurechtzufinden, wie es Feuer machen, sprechen und lesen lernt und wie es beginnt, abstrakte Konzepte der Menschheit zu verstehen und sich nach Zuneigung zu sehnen. Die Entwicklung von einem quasi unbeschriebenen Blatt zu dem Monster, von dem man gehört hat, und die Idee, dass gerade das neuerworbene Wissen über Menschen und ihre Grausamkeit das Wesen traurig macht, ist wirklich spannend. Generell lassen sich viele von Shelleys Ideen auch auf reale Menschen übertragen, was die Fragen, die das Buch aufwirft, umso interessanter macht.Doch leider hat auch das „Monster“ eine unglaublich langatmige Art, seine Geschichte zu erzählen, und harrt für mein Gefühl viel zu lange bei Details aus, die nicht nötig gewesen wären, um seine Geschichte zu verstehen. Dabei fällt vor allem der Konflikt mit der Erzählweise auf, da es eigentlich zu Frankenstein sagt, dass es nicht viel Zeit hätte, seine Geschichte zu erzählen, und ihm außerdem viele Dinge erzählt, die er schon weiß.Auch mit der Umsetzung der interessanten Grundidee hatte ich meine Probleme, denn während die Entwicklung zum Monster interessant ist, wird man doch irgendwann das Gefühl nicht los, dass es nur Mitleid wecken will, um anschließend Morde und Morddrohungen zu entschuldigen. Seine Begründungen für seine Taten und Einstellungen sind meiner Meinung nach etwas zu kurz und einfach gedacht und gegen Ende wirken seine Handlungen auch bei allem Mitleid und Verständnis nicht mehr nachvollziehbar. Bezogen auf die Übertragbarkeit der Ideen auf das echte Leben kommt dadurch auch die Frage auf, was genau Shelley einem mit dem Roman jetzt sagen wollte.Fazit „Frankenstein“ basiert auf einer extrem faszinierenden Grundidee, die spannende Fragen zu den Themen Schuld, Mitleid und Toleranz aufwirft und anhand eines sehr emotionalen Beispiels anschaulich zeigt. Leider sind die Figuren eher unsympathisch und der Roman hat viele unnötige Längen, durch die ich mich zeitweise ziemlich quälen musste.

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  • Das Original

    Frankenstein

    Sunnyleinchen

    14. March 2018 um 17:03

    Inhalt: Mit Frankenstein hat Mary Shelley 1818 eine mythische Gestalt erschaffen, die im Lauf des 20. Jahrhunderts durch teilweise sehr freie Verfilmungen eine ungeheure Popularität erlangt hat. Während der Name nun für alle möglichen Arten von Monstern steht, erzählt Shelley die phantastische Geschichte des Victor Frankenstein, der – an der Universität Ingolstadt – ein künstliches Wesen erschafft, das er nicht beherrschen kann. Das Monster sehnt sich nach Liebe und Gemeinschaft, bringt aber allen, die ihm zu nahe kommen, den Tod.Nach unzähligen Verfilmungen habe ich nun endlich das Buch gelesen und bin begeistert. Der Schreibstil ist mit dem heutiger Autoren nicht zu vergleichen, schafft allerdings eine phantastische Stimmung, die die Handlung bestens unterstützt. Der Wechsel zwischen Erzählung und Brief lockert das Lesevergnügen etwas auf. Die Charaktere sind überzeugend und nachvollziehbar aufgebaut, ebenso die Handlung. Letztere nimmt schnell Fahrt auf, wechselt zwischen An- und Entspannung. Beim Lesen stellte sich mir immer wieder die Frage, wer hier eigentlich das Monster ist. Frankenstein der ein Leben erschafft, dass er dann im Stich lässt, weil er sich so vor seinem eigenen Werk fürchtet oder das Monster, welches nach den gleichen Dingen strebt wie die Menschen die ihn umgeben und nur Hass und Ablehnung erfährt und dadurch zum Mörder wird.Ein tolles Werk, dass zum Nachdenken anregt und auch jetzt noch spannend zu lesen ist.

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  • Nicht ganz überzeugend

    Frankenstein

    Jewgenia

    10. February 2018 um 21:13

    Ich glaube nicht das ich zum Inhalt noch groß etwas sagen muss, da dieser denke ich jedem mehr oder weniger bekannt ist. Ich sehe durchaus das Potential als Klassiker in diesem Werk und habe mich (auch wenn anfangs mit leichten Hürden) ganz gut in die verwendete Sprache eingefunden, und somit auch einen angenehmen Leseverlauf erleben können. Was ja nun nicht immer der Fall ist wenn man sich mit klassischer Literatur beschäftigt. Dennoch handelt es sich hier meiner Meinung nach nicht um etwas was man gelesen haben muss. Auch wenn ich daraus die ein oder andere neue Perspektive oder interessante Aspekte mitnehmen konnte, war es nichts was mich gefesselt oder unglaublich lange beschäftigt hat. Es war relativ träge und ich musste mich zum Teil wirklich zwingen es zu lesen. Dennoch war es mit Sicherheit ein für die Zeit prägendes und bedeutendes Werk, welches ich trotz Mühe und Anstrengung nicht bereue gelesen zu haben. 

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  • Was macht ein Monster zum Monster?

    Frankenstein

    Betsy

    06. October 2017 um 14:55

    Frankenstein von Mary Shelley ist wohl einer dieser Klassiker, dessen Stoff vor allem durch die zahlreichen Filme bekannt ist. Die Geschichte von Viktor Frankenstein, der in seinem Bestreben die Geheimnisse der Wissenschaft zu lösen, ein Wesen erschafft, das so abscheulich ist, dass er es selbst nicht erträgt es anzusehen und davor die Flucht ergreift. Sein Monster gerade erst geboren, lernt sich in der Welt zurechtzufinden, doch aufgrund seiner Missgestalt bleibt ihm das verwehrt wonach er sich sehnt, nämlich Liebe und Akzeptanz. Daraufhin ist er auf Rache aus und will denjenigen vernichten der ihm einst sein Leben schenkte. Nach und nach nimmt er Frankenstein alles was ihm lieb und teuer ist und es kommt zu einer Jagd die nur mit dem Tode eines von ihnen enden kann.Die Geschichte wird aus Sicht vom jungen Robert Walton in Briefen an seine Schwester geschildert, der gerade auf einer Forschungsreise in den Norden ist und dort auf den dem Tode nahen Viktor Frankenstein trifft, der ihm seine Geschichte erzählt und die seines Geschöpfes.„Sie suchen nach Wissen und Weisheit, wie ich früher einmal; und ich hoffe inbrünstig, dass die Erfüllung ihrer Wünsche nicht zu einer Schlange wird, die Sie vergiftet, wie es bei mir der Fall war.“Für mich persönlich eigentlich wenig zum Fürchten, aber das ganze Drama welches Frankenstein, sowie auch sein Monster ereilt, wird hier sehr gut in allen Facetten aufgezeigt. Wenig wirklicher Schauer, dafür aber eine Warnung an alle die in der Wissenschaft gerne Gott spielen wollen und die Folgen ihrer Taten nicht bedenken. Auch die seelischen Qualen, die sowohl Frankenstein als auch sein Monster hier durchleben und wie diese ihr Leben verändern, wird sehr gut dargestellt. Frankensteins Monster zeigt sich hier als ein Opfer der Umstände, das sich nur nach Liebe und Zuneigung sehnt, aber in allen nur Abscheu und Angst zum Vorschein bringt und immer wieder missverstanden wird in seinen Absichten, was ihn letztendlich zu dem werden lässt was sowieso alle in ihm sehen: ein Monster. Während Frankenstein von Selbstekel ergriffen ist von den Dingen die er getan hat und was er damit letztendlich erntet, was ihn nach und nach psychisch und physisch seiner Kräfte beraubt und sein eigenes Dasein verflucht.Interessanterweise hält sich die Autorin bei der Erschaffung des Wesens sehr vage, wo man als Leser natürlich gleich an zusammengeschusterte Leichenteile und ein unter Strom setzen dieser denkt, wie es in so gut wie allen Filmen dargestellt wird, während dies hier alles gar nicht explizit angesprochen wird. Hier zeigt sich einmal mehr, wie sehr Hollywood dieser Geschichte bereits seinen Stempel aufgedrückt hat. Wenn man sich dann an die schriftliche Vorlage heranwagt, ist diese bei weitem nicht so spektakulär ist und gruselig wie erwartet, da einfach die grausigen Details fehlen, dafür bleibt es dem Leser selbst überlassen sich alles vorzustellen wie es gewesen sein könnte.Die Geschichte ist sehr tragisch und emotional, wobei Frankensteins Leidensweg hier für so einige Längen sorgt, wenn er mal wieder über seine seelischen Qualen berichtet und sich dies genauso wie seine Erkrankungen ständig zu wiederholen scheint. Durchaus interessant aber ist es zu erfahren wie der junge Frankenstein aufwuchs, wie er seine Liebe zur Wissenschaft entdeckt und wie er in seinem Drang etwas noch nie Dagewesenes zu schaffen voller Eifer bei der Arbeit ist und alles andere um sich herum vergisst. Wie ihm nach seinem Tun erst dämmert, was er da wirklich getan hat und sein Geschöpf verstößt, was hier wohl das Schlüsselelement der ganzen Geschichte ist, denn hätte Frankenstein seine Schöpfung gleich vernichtet oder sich seiner angenommen und damit die Verantwortung für sein eigenes Handeln übernommen, wäre ihm und auch seinem Monster, sowie den unschuldigen Opfern vieles erspart geblieben.Fazit: Anders als erwartet fand ich das Buch jetzt nicht wirklich gruselig, sondern eher sehr tragisch und bedrückend. Besonders Frankensteins Monster konnte so einiges an Verständnis von mir ernten, da dieser letztendlich ja nur zum Monster wurde, weil alle dies in ihm sahen und niemand sich jemals die Mühe gemacht zu hat über seine abscheuliche Gestalt hinwegzusehen. Genauso tragisch auch die Geschichte des jungen und wissbegierigen Frankensteins, der Feuer und Flamme für die Wissenschaft ist und vor lauter Eifer jegliches Nachdenken über die Konsequenzen vergisst. Er wird zum Opfer seines eigenen Erfolges und versucht mit seiner Geschichte dem ebenfalls so wissensdurstigen jungen Walton zu vermitteln, dass man vorsichtig sein sollte mit seinem Ehrgeiz. Die Geschichte regt einen definitiv zum Nachdenken an und wie weitreichend Entscheidungen und Handlungen sein können. Besonders am Ende ist man gepackt vom Geschehen und der Szenerie, wo die Geschichte ihren Ausgang findet. Zeitweise doch etwas fade, gelingt es der Autorin aber sehr gut das Wesen ihrer Hauptfiguren darzustellen, die beide von inneren Seelenqualen heimgesucht werden und denen am Ende nur Zorn und Hass aufeinander bleiben.

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    • 2
  • Sehr viele Menschen hassen es... ich LIEBE es! * ___ *

    Frankenstein

    LeloLovesBooks

    23. June 2017 um 16:16

    WIe man der Überschrift vielleicht entnehmen kann, finde ich dieses Buch einfach nur klasse!Es war so anders, als ich erwartet habe. Echt krass.Die Sprache mag für weniger geübte Leser sehr anstrenged zu verstehen sein. Aber für mich war gerade die Sprache eins der größten Pluspunkte, die dieses Buch zu bieten hatte. Ich kann aber wirklich nachvollziehen, dass es nicht jedermans Sache ist...Eine komplette Rezension ist auf meinem Blog...Ich würde mich freuen, wenn du mal vorbeischauen würdest! :3[nicht erschrecken, mein Blog ist sehr, sehr klein und auf Englisch, ich hoffe das stört dich nicht]Liebe Grüße,leonie=^.^=

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  • War nicht meins

    Frankenstein

    CorinaPf

    16. May 2017 um 18:09

    Inhalt:Robert Walton leitet eine Expedition zur Arktis. Er schreibt, was auf dem Schiff vor sich geht  seiner Schwester. Robert finden nahe der Arktis einen Schiffbrüchigen. Robert sieht gleich das der Mann etwas bedrückt. Er beschließt in aufzumuntern. Langsam taut der Fremde auf und erzählt ihm eine unglaubliche Geschichte.Sein Name sei Viktor Frankenstein und er sei hinter einen Monster her. Er erzählt weiter von seiner Familie, dass er sich in jüngeren Jahren der Naturwissenschaft hingegeben hat und dass er sogar Chemie studierte. Doch nach und nach erzählte er, dass er eine Methode gefunden hat, einen Menschen zu erschaffen. Dies hat er auch getan und es ist dieses Monster was er nun jage.Wird er das Monster finden und wird Robert, Viktor glaubenProtagonisten:Wir haben am Anfang Robert, der eine Expedition machen möchte. Er würde alles dafür tun. Er kauft ein Schiff und sucht sich eine Crew. Robert fühlt sich jedoch einsam, denn er hat keinen Freund und alles was geschieht schreibt er seiner geliebten Schwester, bis er Viktor findet.Viktor ist am Anfang (in seiner Jugend) sehr wissbegierig und will alles was mit Naturwissenschaft zu tun hat kennen. Doch nach und nach merkt man dass er besessen wird von seiner Arbeit. Er findet keine Freunde und hat auch so fast keinen Kontakt zu anderen Menschen. Später im Buch wie er das Monster erschaffen hatte, finde ich ging er dann leicht damit um, es kümmerte ihn nicht. Erst wie etwas schreckliches passierte wird ihm klar, dass er Schuld daran hat. Schreibstil:Es ist in Briefform geschrieben, von Robert an seine Schwester. Mich hat im Buch gestört, dass keine Gefühle rüber gebracht wurde. Ich konnte mich weder in Viktor noch in das Monster hineinversetzten. Es war viel wissenschaftliches dabei was ich einfach nicht verstand. Fazit:Ich habe mir was unter diesem Buch vorgestellt. Ich dachte ein verrückter Wissenschaftler schafft ein Monster und es zerstört alles. Doch so war es nicht. Es war für mich langweilig ich hab mich durch das Buch durchgekämpft. Manche stellen waren, dann wieder gut wo ich dann das Buch nicht weglegen konnte. Das waren die Szene in denen das Monster vorkam, doch die waren recht selten. Deshalb gebe ich dem Buch 2 1/2 Sterne.    

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    • 5
  • 4,5 Sterne für ein Ungeheuer mit Köpfchen

    Frankenstein

    Isaopera

    20. September 2016 um 21:31

    Mary Shelleys Frankenstein ist ein echter Klassiker, der aber einige moderne Elemente hat. Victor Frankenstein, der Protagonist, ist Wissenschaftler und beschäftigt sich im 18. Jahrhundert mit einigen durchaus modernen Gedanken. Dadurch findet er die Möglichkeit, totes Gewebe wieder zum Leben zu erwecken. In seinem Leichtsinn erschafft er aber eine Kreatur, die durch die Konfrontation mit der menschliche Welt langsam aber sicher zum Ungeheuer wird...Das Buch ist spannend geschrieben und hat einen angenehmen Stil. Ich finde, es hat nur wenige Längen, insgesamt erscheint mir die Länge des Buches genau richtig. Die Handlung wird schon stetig vorangetrieben, was man nicht über alle Klassiker sagen kann! Ein Kritikpunkt war für mich vor allem die Intelligenz und Sprachqualität des "Elenden", wie das Ungeheuer häufig genannt wird. Dass es eine gewisse Empfindsamkeit und Klugheit erlangt, möchte ich ihm ja gar nicht absprechen, aber die eloquenten seitenlangen Erzählungen des Elenden...nun ja. Das ist doch etwas hoch gegriffen und war für mich eher unglaubwürdig.Ansonsten ist die Geschichte in sich stimmig, ein bisschen gruselig und definitiv lesenswert!

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  • Gar nicht mein Ding !!

    Frankenstein

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Titel: Frankenstein Originaltitel: Frankenstein Reihe: - Autor: Mary Shelley Verlag: Fischer Taschenbuch Genre: Wissenschaft | Klassiker | Horror Seitenanzahl: 268 Klappentext: Mary Shelleys 'Frankenstein' ist neben Bram Stokers 'Dracula' der zweite große Archetypus des modernen Horrorgenres. Im Unterschied zum Fürsten der Finsternis ist Shelleys Hauptfigur kein übernatürliches Wesen, sondern ein künstlich erzeugter Mensch, der durch die Grausamkeit und Ignoranz seiner Umwelt erst zu dem Monster wird, für das ihn alle halten. Wirklich monströs hingegen sind die ganz normalen Menschen: mit ihren kalten Herzen und ihrem Wahn, die Welt im Griff zu haben. Mit dem Werkbeitrag aus Kindlers Literatur Lexikon. Mit Daten zu Leben und Werk, exklusiv verfasst von der Redaktion der Zeitschrift für Literatur TEXT + KRITIK. Meine Meinung: Tja...was soll ich sagen ? Frankenstein ist einfach nicht mein Buch gewesen und der erste Klassiker, der mir nicht gefallen hat. Schon zu Anfang fand ich einfach nicht in das Buch herein ! Es dauerte recht lange, bis ich mich an den Stil der Autorin und überhaupt an die Geschichte gewöhnte. Aber auch dann wurde es nicht besser !! Es war mir einfach viel zu langweilig. Ich weiß auch nciht genau, was ich erwartet habe, aber nicht das. Irgendwie hatte ich die Frankensteingeschichte ganz anders in Erinnerung und daher enttäuschte mich das Buch einfach nur. Als ganz besonders schlimm empfand ich den Stil der Autorin. Zwar gewöhnte ich mich etwas an ihn, aber insgesamt war er für mich langweilig, zäh und einfach nicht meins ! Zu den Charakteren konnte ich keinerlei Verbindung erstellen und empfand sie teils echt nervig. Die unten stehende Bewertung vergebe ich nur, weil "Frankenstein" für mich wirklich eine Tortur. Wirklich...seit dem 5. Twilight-Teil habe ich ein Buch mit so wenig Seiten nicht mehr als eine große Qual empfunden !! Bewertung: Ich kann nichts Positives über diesen Klassiker sagen, weil ich ihn unglaublich anstrengend und vor allem langweilig fand !! Von mir gibt es: 1 von 5 Sterne

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    • 14
  • Leserunde zu "Die Indianische Kalenderchallenge 2016/2017"

    Indianisches Horoskop / Geburtstagskalender (Wandkalender immerwährend DIN A3 quer)

    stebec

    Halli Hallo meine Lieben, Vorab: Es handelt sich hier um eine Challenge. Der Kalender kann nicht gewonnen werden!.Wie wir es schon angekündigt haben, möchten kattii und ich euch dieses Jahr auch wieder mit einer Horoskop-Challenge bespaßen. Da wir uns gedacht haben, dass zwei Jahre hintereinander das gleiche Horoskop ziemlich langweilig werden kann, haben wir uns dazu entschlossen dieses Jahr die Chinesischen Sternzeichen durch die Indianischen zu ersetzen. Wir haben auch noch ein paar kleine Änderungen vorgenommen, damit das Punktesammeln nicht mehr so kompliziert ist, wie letztes Jahr und somit das Lesevergnügen ganz im Vordergrund steht. Außerdem gibt es am Ende der Challenge auch eine Kleinigkeit zu gewinnen. Kommen wir also erstmal zu dem wichtigsten. Die Regeln:1. Wir sammeln diesmal Totems und keine langweiligen Punkte ;)2. Jeden Monat bekommt ihr zwei Aufgaben zu einem Tierkreiszeichen. Die Aufgaben beziehen sich immer auf eine negative und eine positive Charaktereigenschaft. 2.1. Für jede gelöste Monatsaufgabe gibt es ein Totem.3. Zusätzlich bekommt ihr von uns 12 Jahresaufgaben, die ihr über den gesamten Challengezeitraum lösen könnt. Die sind sozusagen eure Joker, falls ihr mal eine Monataufgabe nicht lösen könnt. Diese sind dafür etwas aufwändiger bzw. kniffliger.3.1. Für jede Jahresaufgabe gelöste Jahresaufgabe gibt es ein Totem.4. Denn um am Ende der Challenge in den Lostopf zu hüpfen, müsst ihr mindestens 24 Totems gesammelt haben.5. Gerne könnt ihr die Jahresaufgaben auch zusätzlich lösen. Eure Chance auf den Gewinn beeinflusst das jedoch nicht. 6. Wie auch letztes Jahr bekommt ihr die doppelten Totems, wenn ihr die Monatsaufgaben zu dem Tier löst, was euer Sternzeichen ist. ACHTUNG: Die Jahresaufgaben sind hiervon ausgeschlossen. 7. Eine Rezension oder Kruzmeinung zu den Büchern ist diesmal Pflicht und muss in einem Sammelpost festgehalten werden. Ob ihr diesen in dem Thread erstellt oder doch lieber mit eurem Blog teilnehmen wollt, ist euch überlassen. 8. Die Rezensionen oder Kurzmeinungen müssen immer bis zum 5ten des Folgemonats online sein. 9. Die Monatsaufgaben postet katti immer am 20ten des vorherigen Monats.10. Da noch nachträglich viele Anfragen eingehen. Ist die Anmeldefrist aufgehoben. Man kann jederzeit in die Challenge einsteigen, aber die gelesenen Bücher können nicht nachträglich gezählt werden. Es gelten die Bücher die ab Zeitpunkt der Challenge gelesen wurden.11. Sagt uns bitte bei der Anmeldung, wann ihr Geburtstag habt, damit wir die doppelten Totems nachvollziehen können.12. Wir behalten uns vor jeden Teilnehmer, der drei Monate abwesend war/ist, anzuschreiben und ggf. aus der Challenge auszuschließen.Natürlich interessiert euch auch, was es zu gewinnen gibt:Die Gewinne:1. Ein Überraschungpaket im Wert von 20-30€2. Zweimal einen Buchgutschein im Wert von 10 € von der Bockumer Buchhandlung.Ihr seht wir haben einiges geändert, sodass die Challenge etwas einfach und vielleicht auch attraktiver wird. Wir wünschen euch jetzt erstmal viel Spaß und hoffen, auf eine rege Teilnahme.Fragen können wie immer gerne im dazu vorgesehenen Thread gestellt werden.Die Teilnehmer:Ann-Kathrin Speckmann 07.09.1995 => 8 TotemsBücherwurm 25.06.=> 6 TotemsBuchgespenst 07.01.1981 => 16 TotemsFederzauber 20.06.1982 => 10 TotemsInsider2199 26.03.1968 => 15 Totemsjanaka 02.10.1965 => 14 TotemsJisbon 06.09.1994 => 8 TotemsLadySamira091062 09.10.1962 => 8 Totemslouella2209 22.09.1978 => 17 TotemsPaulamybooksandme 18.04.1993 => 4 Totemssomebody 01.03.1980 => 3 TotemsTatsu 08.10.1988 => 16 Totems

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    • 367
  • Frankenstein - ein "Horror"-Roman?

    Frankenstein

    blauerklaus

    „Frankenstein“, ein Mythos, der so einflussreich auf die Literatur-, Film- und Fernsehkunst ist wie nur wenige andere Werke der Weltliteratur. Fast jeder kennt die Figur des Frankenstein'schen Monsters aus einem Film, einer Theaterproduktion oder einer der unzählige Adaptionen für diverse Kunstformen. Trotzdem kennen die wenigsten die von Mary Shelley geschaffene Romanvorlage. Deswegen sind die meisten, so auch ich, sehr überrascht, dass das Buch so gar nicht den Erwartungen an einen „Horror“-Roman entspricht. Die Rahmenhandlung des Romans bildet ein Briefwechsel, den der Leiter einer Forschungsexpedition, Robert Walton, mit seiner Schwester führt. Walton berichtet, wie er bei dem Versuch, die Nord-West-Passage durch die Arktis zu finden, auf den verzweifelten Forscher Victor Frankenstein trifft, der ihm dann seine Geschichte erzählt. Der junge Wissenschaftler , der an der Universität Ingolstadt studiert, hat es nach intensiver Forschungsarbeit geschafft ein künstliches Lebewesen aus Teilen menschlicher Leichen zu erschaffen. Als das Geschöpf zum Leben erwacht ist Frankenstein von der hässlichen und furchteinflößenden Gestalt so entsetzt, dass er zu Tode erschrocken flieht. Nach seiner Rückkehr findet er das Labor verlassen vor. Entsetzt von seinen Taten gibt Frankenstein seine Forschungen auf und will sich nach einiger Zeit auf den Heimweg zu seiner Familie machen. Das von ihm erschaffene Geschöpf versucht unterdessen Kontakt zu den Menschen aufzunehmen. Aufgrund seiner erschreckenden Gestalt trifft er jedoch nur auf Hass und Ablehnung. Nach und nach lernt er zu sprechen und zu schreiben und sehnt sich nach der Gesellschaft anderer, was ihm jedoch nicht gelingt. Als ihm auch noch unschuldig ein Mord zu Last gelegt wird nimmt das Unglück seinen Lauf und nach und nach ereignen sich im Umfeld Victor Frankensteins immer mehr tragische Todesfälle. Mehr möchte ich hier vom Inhalt nicht verraten. Anders als erwartet hat man in dem Roman jedoch tiefes Mitgefühl mit dem von Frankenstein geschaffenen Wesen, das als eine der wenigen sympathischen Personen in diesem Roman dargestellt wird. Auch wenn mir einige der Handlungen des Protagonisten Frankenstein gar nicht zusagten (warum kann er dem von ihm geschaffenen Geschöpf kein bisschen Zuneigung und Verständnis entgegenbringen? Hier entzieht er sich seiner als „Schöpfer“ übernommenen Verantwortung), hat mich die Geschichte doch sehr berührt. Für die Zeit seines Erscheinens (Erstveröffentlichung 1818) enthält das Buch eine Menge Gesellschaftskritik, aber auch Kritik an der Forschungs- und Wissenschaftstätigkeit. Mit dem Aufzeigen der Grenzen der Wissenschaft und der Darstellung der Angst der Menschen vor dem Unbekannten ist das Buch auch heute noch aktuell und damit ein echter Klassiker. In meiner Ausgabe von Fischerklassik waren neben dem Roman auch noch sehr interessante Artikel zum Leben und Werk Mary Shelleys als auch ein Auszug aus Kindlers Literaturlexikon zu dem Roman enthalten. Für mich war hier interessant zu erfahren, dass der Roman in neuerer Zeit auch durchaus feministisch gedeutet wird. „Man hat Frankensteins Sünde in der Erschaffung eines Menschen ohne Beteiligung des femininen Elements verstanden und in seiner Flucht vor dem Ungeheuer eine spezifisch männliche Pflichtverletzung gesehen. Safie, eine freiheitliche gesinnte, aufgeklärte Türkin, ...wurde als Selbstpoträt der Autorin gedeutet.“ Das weckt auf jeden Fall das Interesse sich näher mit dem Leben und Werk der Autorin zu beschäftigen. Auch wenn sich der Roman teilweise etwass „sperrig“ liest eine klare Leseempfehlung.

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    • 5
  • Die langen Leiden des jungen Frankensteins

    Frankenstein

    MrsFine

    19. October 2015 um 21:15

    Das Leben hätte für Victor Frankenstein so schön sein können: seine gut situierte Familie verehrt ihn, er ist begabt und bekommt eine hervorragende Ausbildung, das Mädchen seiner Träume ist ihm bereits so gut wie versprochen und auch tiefe Freundschaft kann er vorweisen. Aber nur ein schrecklicher Fehler lässt seine Welt plötzlich zusammenbrechen … Persönliche Meinung Ich habe zwar nie eine Verfilmung von Frankenstein gesehen, aber natürlich kannte ich die Thematik des Romans bereits vor dem Lesen des Buchs. Frankensteins Monster ist bereits seit langer Zeit ein Teil der Populärkultur und wird immer wieder bei Kostümfesten oder in Filmen rezipiert. Zwar wusste ich bereits, dass Frankenstein nicht der Name des Monsters sondern seines Erschaffers ist, aber dennoch hielt der Roman noch einige Überraschungen für mich bereit. So war mir etwa nicht klar, dass sich ein Großteil der Geschichte im deutschsprachigen Raum abspielt, Blitze und verfallene Schlösser auf kargen Bergen absolut nichts mit der Romanvorlage zu tun haben, und auch das Ende war mir nicht bekannt. Die Geschichte wird in Form von Briefen erzählt, wobei drei Ich-Erzähler sich abwechseln. Die verschiedenen Perspektiven helfen dabei, Personen nicht nur aus einem Blickwinkel heraus wahrzunehmen, sondern ein umfangreicheres Bild von ihnen zu erhalten. Das Thema des Romans ist ohne Zweifel von großer Bedeutung und noch immer sehr aktuell! Es kommt durchaus vor, dass man über die ein oder andere Textpassage etwas nachdenken will. Leider zieht sich der Roman, zwischen den psychologisch interessanten Stellen oder jenen mit großen Auswirkungen auf die Handlung, sehr in die Länge.  Fazit Ein Klassiker mit spannender Thematik, der auch dann überraschen kann, wenn man Frankenstein bereits aus dem TV kennt. Man muss sich das Voranschreiten der Handlung jedoch mit langen Passagen verdienen, in denen außer Landschaftsbeschreibungen eher wenig passiert.

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  • Geburtsstunde einer Ikone

    Frankenstein

    BrittaRoeder

    Mary Shelleys Roman 'Frankenstein' gehört ohne Frage zum festen Repertoire der Fantasy- bzw. Horrorliteratur. Und er dürfte einer der Romane sein, deren Story irgendwie jeder zu kennen glaubt, ohne ihn wirklich gelesen zu haben. Dabei lohnt die Lektüre durchaus. Allerdings sollte man gleich – um Enttäuschungen zu vermeiden - seine durch diverse Horrorverfilmungen geprägten Bilder über Bord werfen. Denn Shelley konzentriert sich weniger auf die gruseligen Details bei der Erschaffung der Kreatur. Sie stellt vielmehr ihre Protagonisten und deren Taten in den Mittelpunkt. Und mehr noch als ihre Taten die Konsequenzen, die sich aus ihnen ergeben. Der junge Wissenschaftler Viktor Frankenstein entschlüsselt das Geheimnis des Lebens und erschafft ein menschenähnliches Wesen. Er spielt Gott und entzieht sich - völlig überfordert - seiner daraus resultierenden Verantwortung. An seiner Geschichte des Scheiterns führt die Autorin uns vor Augen, wohin ein fehlgeleiteter wissenschaftlicher Ehrgeiz und mangelndes Verantwortungsgefühl führen. Welches Unheil der Mensch heraufbeschwört, wenn er der Natur/der Schöpfung/Gott ins Handwerk pfuscht. Sprachlich ist Shelleys Roman tief in der Romantik verwurzelt. Immer wieder rückt die Autorin die Natur ins Zentrum ihrer Darstellungen - eine Natur, die als höhere Macht die menschlichen Ideale prägt, eine Natur, deren Teil der Mensch aber auch ohne Zweifel ist. Dabei ist diese Natur mehr als nur beeindruckende Kulisse. Sie ist die Macht, in deren Raum sich alle bewegen, deren Grenzen sich aber nicht ungestraft überschreiten lassen. Frankensteins Geschöpf, von seinem Schöpfer im Stich gelassen, steht von Anfang an der Natur näher als jeder andere Protagonist. Mit der Unschuld eines Kindes entdeckt es die Welt um sich herum. Mit Intelligenz und Stärke versehen entwickelt es sein Menschsein ganz alleine, seine ganz natürliche Menschlichkeit, die frei ist von jedem schlechten Willen. Anrührend schildert Shelley sein tragisches Scheitern, ein Mensch unter Menschen zu werden. Es scheitert, nicht weil es selbst nicht zum Menschsein taugt (tatsächlich ist es menschlicher als alle echten Menschen, die es umgeben), sondern, weil es von den Menschen wegen seines äußeren Erscheinungsbildes abgewiesen wird. Der Verrat an der Natur - durch Frankensteins Akt eingeleitet und durch sein verantwortungsloses Handeln fortgeführt, gipfelt schließlich in einem Verrat an der Menschlichkeit durch die Gesellschaft, die einen Unschuldigen verurteilt - obwohl er doch nur nach Liebe und Zuneigung strebt, der natürlichsten, ja menschlichsten aller menschlichen Regungen. Mir ist die Bewertung dieses Romans sehr schwer gefallen. Es gab einiges, das meinem persönlichen Lesegeschmack stark zuwiderlief und das ich bei einem modernen Werk nicht durchgehen lassen würde. So kann man diesen Roman auf den ersten Blick wie einen stark in die Jahre gekommenen „Schauerroman“ lesen, wie einen Text, mit dem man sich sprachlich schwer tut wegen der ungewohnten Ausdrucksweise und der teils sehr schablonenhaften Darstellung der Charaktere. Unverschuldet aber unbestritten hat der Gruselfaktor des Romans stark gelitten. Seinen zeitgenössischen Lesern hat er sicher sehr viel leichter einen Schauer über den Rücken gejagt als er uns moderne Horror-Konsumenten bewegt. Aber auf den zweiten Blick ist Shelleys Roman ein Buch von erschreckend zeitloser Thematik, er ist eine große Tragödie, und er markiert die Geburtsstunde einer der bekanntesten Horror-Ikonen überhaupt. Daher verdient er bei der Bewertung aus meiner Sicht einen deutlichen Klassiker-Vorsprung. In jedem Fall lohnt es sich diesem Original einmal selbst nachzuspüren, dessen Faszination bis heute noch ungebrochen wirkt.

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    • 10
  • Leserunde zu "Frankenstein" von Mary Wollstonecraft Shelley

    Frankenstein

    Hallorin

    Willkommen in der Gruppe “Wir lesen Klassiker der Weltliteratur” Im August lesen wir DEN Klassiker des Gruselgenres - Mary Shelleys "Frankenstein". Jeder kennt den Namen, aber nicht jeder kennt die wahre Geschichte dahinter. Offensichtlich ist das Interesse groß, denn obwohl dieses Buch schon 2012 in unserer Gruppe gelesen wurde, hat es sich in der Abstimmung gegen 7 Konkurrenten durchgesetzt ;) Am 1.8. geht's los mit dem Lesevergnügen, bis dahin könnt Ihr schon mal diesem Thema folgen und die Plauderecke vollschreiben! PS: Denkt daran, Eure Beiträge in einer Kategorie zu schreiben, das ist besser für die Übersichtlichkeit.

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    • 236
  • Frankenstein ist ein Idiot

    Frankenstein

    maggiterrine

    Dieses Buch war langweilig. Nicht weil die Thematik langweilig gewesen wäre, oh nein! Die war tatsächlich sehr spannend und immer noch aktuell! Das Problem war vielmehr, dass die Thematik noch ein bisschen zu kurz kam, weil das Buch zu 80% aus selbstmitleidigem Gejammer von Herrn Frankenstein persönlich bestand.  Das ganze Buch scheint nur aus einer Aneinanderreihung von Stellen wie "Ich war soo bedrückt von meinen Problemen, doch dann sah ich diesen schönen Berg und fühlte mich kurz voll der Hoffnung. Doch dann war ich wieder bedrückt" zu bestehen. Und auch wenn er ein Wesen geschaffen hat, dass er ohne Kenntnisse von der Welt und ohne Nahrung oder Schutz sich selbst überlassen hat, ist ER natürlich der, der am meisten unter der Situation leidet. Leute sterben wegen diesem egozentrischen Vollidioten und man muss sich als Leser trotzdem die ganze Zeit anhören, wie schwer es den armen Frankenstein doch getroffen hat. Das war wirklich nicht zum aushalten. Selten ist mir ein Hauptcharakter so dermaßen auf den Geist gegangen! Ich hab erstmal genug von Frankenstein...

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    • 3
  • Eine düstere Geschichte voller Phantastik,Tragik und Melancholie im typischen Stil der Spätromantik

    Frankenstein

    Ambermoon

    Die phantastische Geschichte des Victor Frankenstein, der – an der Universität Ingolstadt – ein künstliches Wesen erschafft, das er nicht beherrschen kann. Das Monster sehnt sich nach Liebe und Gemeinschaft, bringt aber allen, die ihm zu nahe kommen, den Tod. ---------------------------------------------------- Autor: Mary Shelley (1797-1851) begann schon als Kind Gedichte und Romane zu verfassen. Noch keine 17 Jahre alt, brannte sie mit dem jungen Dichter Percy Shelley durch und bereiste Europa. Im Jahr ihrer Hochzeit 1816 verbrachten beide den Sommer mit Lord Byron am Genfer See, wo sie Ideen für Schauergeschichten sammelten. Schon zwei Jahre später veröffentlichte Shelley ihren Frankenstein, den Vater aller Gruselromane, dessen Erfolg es ihr ermöglichte, fortan als angesehene Schriftstellerin zu leben. *** Wer kennt sie nicht, die Geschichte von Frankenstein und seiner Kreatur, wurde sie doch vielfach verfilmt. Am besten man vergisst alles Gesehene und Gehörte und genießt diese Auflage nach der Fassung aus dem Jahre 1831 ganz unvoreingenommen. Taucht ein in das späte 18. Jahrhundert und erfährt die wahre Geschichte Viktor Frankensteins, dessen Forschungsdrang zur Besessenheit wurde und das Ergebnis ihn einsam und wahnsinnig machte und ihn zur nächsten Besessenheit trieb. Erfährt die Geschichte aus Sicht der Kreatur, die von der Gesellschaft zu dem gemacht wurde was sie ist, nämlich brutal, grausam und ebenso einsam. Anfangs fällt es vielleicht schwer, aufgrund der alten Schreib- und Redeweise der Romantik, in die Geschichte hineinzufinden. Aber hat man sich erst daran gewöhnt und lässt sich auf diese ein, eröffnet sich einem eine bildgewaltige und ausdrucksstarke Sprache, die einer Poesie gleicht - melancholisch und düster. Diese Geschichte beinhaltet nicht nur Spannung und Phantastik, sondern oder vor allem auch Kritik gegenüber der Gesellschaft und deren Oberflächlichkeit und was diese aus einer unschuldigen und anfangs gutherzigen Kreatur machen kann. Kritik gegenüber der Wissenschaft und Forschung, wobei die Frage aufgeworfen wird, wie weit kann bzw. darf man gehen? Dieses Buch wurde zwar als Horror-Literatur bekannt, aber in diesem Klassiker steckt so viel Aussagekraft und Botschaft, welche aktueller nicht sein könnte. Fazit: Auch wenn ich mich maßlos über Viktor aufgeregt habe und er für mich derzeit der Unsympathler aus Romanen des 19. Jahrhunderts ist, würde ich dieses Buch immer wieder lesen. Alleine aufgrund der typischen bild- und wortgewaltigen Schreibweise der Romantik und der Botschaft, die einem da mitgegeben wird. Es lässt einen nachdenklich zurück und man überlegt, ob man nicht selbst zu diesen oberflächlichen Individuen gehört. Dieser Klassiker ist zu Recht ein Klassiker.

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