Frankenstein

von Mary Shelley 
4,0 Sterne bei360 Bewertungen
Frankenstein
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Positiv (265):
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Nicht wirklich gruselig, aber dennoch interessant.

Kritisch (23):
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War nicht mein Buch, es ist zu trocken geschrieben worden

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Inhaltsangabe zu "Frankenstein"

Mary Shelleys 'Frankenstein' ist neben Bram Stokers 'Dracula' der zweite große Archetypus des modernen Horrorgenres. Im Unterschied zum Fürsten der Finsternis ist Shelleys Hauptfigur kein übernatürliches Wesen, sondern ein künstlich erzeugter Mensch, der durch die Grausamkeit und Ignoranz seiner Umwelt erst zu dem Monster wird, für das ihn alle halten. Wirklich monströs hingegen sind die ganz normalen Menschen: mit ihren kalten Herzen und ihrem Wahn, die Welt im Griff zu haben.

Mit dem Werkbeitrag aus Kindlers Literatur Lexikon.

Mit Daten zu Leben und Werk, exklusiv verfasst von der Redaktion der Zeitschrift für Literatur TEXT + KRITIK.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783596901876
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:224 Seiten
Verlag:FISCHER Taschenbuch
Erscheinungsdatum:01.10.2009
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.01.2008 bei Ueberreuter, C erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Kapitel7s avatar
    Kapitel7vor 9 Tagen
    Kurzmeinung: Nicht wirklich gruselig, aber dennoch interessant.
    Darf der Mensch Gott spielen?

    Den ersten Teil der Geschichte erfahren aus Perspektive Frankensteins, wir hören von seiner Schuld und seinem Leid. Im zweiten Teil wechselt die Perspektive und das Monster selbst wird zum Erzähler. Frankensteins Kreatur berichtet, wie sie nach ihrer Schöpfung mit ihrem abscheuerregenden Äußeren zurechtkommen musste.

    Das Monster hat sein eigenes Leid, das in ihm Bosheit und Hass auf die Welt und seinen Schöpfer wachsen lässt. Es ist nicht irrational, das Böse in ihm musste erst entstehen. Durch den Perspektivwechsel wird die greuliche Kreatur zu einem möglichen Ziel für unsere Empathie.

    "Von Schmerz entflammt, schwor ich der ganzen Menschheit ewige Rache und Haß."

    Leid, Verzweiflung und Schuld sind in Frankenstein allgegenwärtig. Alles scheint in den Untergang zu führen. Frankenstein wird von seiner Kreatur vor eine Entscheidung gesetzt. Wir kennen beide Perspektiven, die Ängste, Schuldgefühle und moralischen Positionen beider. Das macht es schwer, eine Antwort auf dieses Dilemma zu finden.


    Es scheint nicht die beste Idee Victor Frankensteins gewesen zu sein, Gott zu spielen, denn seine Schöpfung führt zu einem höllischen Zustand. So bleibt die Frage, wie weit man beim Eingriff in die Natur gehen darf. Es ist eine Sache, die Frankenstein im Wahn seiner Forschung übersieht, die äußere Gestalt, doch diese eine Sache reicht bereits, um eine Katastrophe ins Leben zu rufen.

    Es passt, dass Mary Shelley stark von John Miltons Paradise Lost, mit seinem Konflikt zwischen Gut und Böse und dem Ende des Paradies‘, beeinflusst wurde, worauf die Fußnoten der von mir gelesenen dtv-Ausgabe immer wieder Hintergrundinformationen liefern.

    Dazu haben wir die Frage nach dem Schicksal derjenigen, die von der Gesellschaft ausgestoßen werden.

    Die Geschichte von Frankenstein und seinem Monster mag vielleicht nicht wie versprochen gruselig sein, doch auf jeden Fall ist sie beklemmend. Die Erzählung geht zügig voran, auch weil man stets auf einen Ausweg aus dem Leid sucht und auf eine Lösung hofft. Frankenstein ist ein lesenswerter Roman, der auch wegen seiner moralischen Fragen noch lange aktuell sein wird.

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    MarySophies avatar
    MarySophievor 4 Monaten
    Frankenstein

    Handlung:
    Viktor Frankenstein zeigte schon von klein auf großes Interesse an der Naturwissenschaft und verschlang diverse Werke darüber. Sein großes Ziel wurde es, einen künstlichen Menschen zu erschaffen. Während der Arbeit an dem Experiment zog sich Viktor immer mehr zurück und lebte eine Zeit lang nur für dieses Experiment. Eines Nachts war es dann soweit, Viktor hatte sein Werk vollendet, jedoch ist das Wesen anders geworden als ursprünglich gedacht, es hat monströse Züge und Viktor sucht das Weite.

    Der künstliche Mensch, Frankenstein, lässt seinen Erschaffer jedoch nicht so schnell entkommen. Er jagt ihm hinterher und vergeht sich schließlich auch an Viktor´s Familie, mit dem Ziel, ihm seinen großen Wunsch zu erfüllen...

    Meinung:
    Mir war es bekannt, dass es zu Frankenstein einen Roman gibt und ich habe bei der Erwähnung des Namen direkt ein Bild vor Augen gehabt. Jedoch muss ich sagen, dass ich mich nicht erinnern kann, jemals die Geschichte davon gehört zu haben oder einen Film dazu gesehen zu haben. Deshalb war ich sehr gespannt auf den Roman, nicht nur auf die Darstellung des Monsters, sondern auch auf die gesamte Geschichte.


    Der Einstieg in den Roman war für mich etwa beschwerlich, weil ich nicht recht zuordnen konnte, wie alles zusammenhängt. Dies erschließt sich im weiteren Verlauf dann recht schnell und wird schnell spannend zu lesen und darauf zu schauen, wie die Handlungsstränge am Ende zusammenlaufen.


    Mit der Schreibweise hatte ich im Verlauf des Romans immer mal meine Probleme, es ist recht hochtrabend geschrieben, noch dazu sind manche Seiten nicht sehr ereignisreich und dadurch fast schon langweilig, weshalb ich mich an solchen Stellen beherrschen musste, um die Stelle nicht nur schnell zu überfliegen. Dies kam glücklicherweise nicht sehr häufig vor, meist war die Handlung spannend und gut geschrieben.

    Das Setting war ansprechend, es war der Zeit gerecht, zu welcher der Roman handelt und aufgrund der guten Beschreibungen von Gegenden und Reisen war es sehr leicht, sich auf den Roman einzulassen.


    Der Roman beginnt mit dem Vorwort der Autorin, in welchem erklärt wird, wie sie auf die Idee kam, diesen Roman zu schreiben. Das fand ich sehr interessant und war auch froh, dass die Entstehung des Romans vorangestellt wurde.

    Der eigentliche Roman beginnt mit Briefen, welche an eine Schwester gerichtet sind und die Fortschritte einer Expedition geschildert sind. Auf dieser Reise begegnet er Viktor Frankenstein, der Erschaffer der monströsen Figut Frankenstein. Dieser schildert sowohl Robert, als auch der restlichen Mannschaft an Bord seine Lebensgeschichte und die Erschaffung des Wesens. In dessen Erzählung sind sowohl Dialoge eingebracht, als auch Briefe und Ereignisse, die Frankenstein seinem Erschaffer erzählt hat. Diese Erzählperspektive fand ich unglaublich gelungen, es war vielseitig und wunderbar umgesetzt.


    Frankenstein als Hauptprotagonist fand ich sehr interessant, nicht nur die Erstellung, sondern auch sein Auftreten und seinen Charakter. Dies mutet teilweise absurd an, besonders sein großer Wunsch, der ab ca. der Mitte des Romans geäußert wird. Toll fand ich, dass man erst relativ am Ende eine richtige Beschreibung erhalten hat und sich bis dahin selbst ein Bild machen konnte. Charakterlich war er sehr stark beschrieben, ich fand ihn als Charakter toll und obwohl er monströse Züge hatte, fand ich Frankenstein zu weiten Teilen sympathisch, besonders seine Gedankengänge haben mir gefallen.

    Fazit:

    Eine tolle Geschichte, die für mich noch Potenzial für mehr gehabt hätte und an einigen Stellen leider ein paar Längen hatte. Besonders gelungen fand ich den Hauptcharakter Frankenstein, der sehr gut durchdacht war und interessante Züge hatte.

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    LaLectures avatar
    LaLecturevor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Superspannende Grundidee, leider aber mit viel zu vielen Längen und einer eher unklaren Aussage
    Superspannende Grundidee, leider aber mit viel zu vielen Längen und einer eher unklaren Aussage



    Inhalt


    Ein Polarforscher fischt einen schwer kranken Mann aus dem Meer, der ihm eine fantastische Geschichte erzählt. Er, Viktor Frankenstein, war einst ein junger, ambitionierter Wissenschaftler, der einen ganz speziellen Traum hatte: Er wollte künstliches Leben erschaffen. Doch sein Projekt ging gründlich schief und brachte Unheil über sein Leben und das der Menschen, die ihm nahestanden.



    Meinung


    „Frankenstein“ ist einer dieser Klassiker, von denen ich unglaublich viel gehört hatte, ohne sie gelesen zu haben oder auch nur Genaueres über die Handlung zu wissen.

    Daher überraschte mich bereits der Anfang, da das Buch nicht mit der namensgebenden Figur beginnt, sondern mit dem Polarforscher Robert Walton, der zunächst keine Verbindung zu Frankenstein hat. Seine Rolle im Buch besteht daraus, ähnlich wie der junge Frankenstein ein ambitionierter Wissenschaftler mit großen Träumen zu sein, weshalb Frankenstein ihm als Warnung, nicht zu größenwahnsinnig zu werden, seine Geschichte erzählt. Ein interessanter Ansatz, auch wenn sich daran zweifeln lässt, dass es realistisch ist, dass Walton seiner Schwester die gesamte Geschichte in Briefform mitteilt. Aus erzählerischen Gründen ist dieser Ansatz dennoch notwendig.

    Als Frankenstein dann endlich beginnt, die Geschichte zu erzählen, die man erwartet hat, zieht diese sich leider von Anfang an ewig hin, im ersten Abschnitt beispielsweise mit der Geschichte, wie seine Eltern sich kennengelernt haben, die ich wirklich nicht so ausführlich gebraucht hätte. Das gesamte Buch besteht aus Momenten, in denen ziemlich viel passiert und die Handlung recht spannend wird, und gefühlt endlosen Abschnitten, in denen bestimmte Details (Landschaften) und Gefühlszustände (Verzweiflung) oder scheinbar weniger wichtige Handlungen (die DeLaceys) endlos breitgetreten werden. Ich habe mich selten bei einem Buch so oft so sehr gelangweilt und lediglich die spannende Grundidee und der Wunsch, zu erfahren, wie es ausgeht, haben mich bei Stangr gehalten.

    Viktor Frankenstein ist ein extrem emotionaler Mensch, der viel Wert darauf legt, seine Gefühle in verschiedenen Situationen - besonders den dramatischen - ausführlich zu beschreiben. Das lässt einen beim Lesen einerseits sehr mit ihm mitfühlen, andererseits gingen mir die vielen dramatischen Andeutungen, die er bereits zu der Zeit macht, als er noch seine Kindheit beschreibt, schnell auf die Nerven. Zwischenzeitlich ist er auch viel am Jammern, scheint jedoch auch hauptsächlich in Selbstmitleid zu versinken, statt aktiv zu versuchen, seine Situation zu verbessern. Man versteht, wieso Frankenstein sich selbst bemitleidet und dass er die dramatischen Aspekte seines Lebens immer wieder betont, doch zum Lesen ist das ziemlich anstrengend.
    Das fand ich schade, denn eigentlich sind Frankenstein als Figur und seine Entwicklung vom ambitionierten Wissenschaftler zum gebrochenen Mann sehr interessant.

    Ein wenig enttäuscht war ich auch davon, dass Frankenstein keine wissenschaftlichen Details seiner Arbeit erklärt. Einerseits ergibt das Sinn, da er ja auf keinen Fall will, dass jemals jemand seine Versuche wiederholt, andererseits wirkte das auch wie eine etwas zu leichte Ausrede für die Autorin, sich keine Details ausdenken zu müssen.


    Nach anfänglichen großen Startschwierigkeiten mit dem Buch wurde es dann endlich interessant, als das „Monster“ geboren war und selbst zu Wort kam. Denn die Grundidee des Buches ist extrem interessant. Der Roman wirft Fragen auf wie „Was macht ein Monster aus?“, „Wird man böse geboren oder machen einen die Umstände böse?“, „Ist an jemandes schlechten Taten nur die Person selbst oder auch indirekt ihr Umfeld schuld?“ und „Kann und sollte man Mitleid mit jemandem haben, der einen Mord begangen hat?“ und das anhand sehr dramatischer und emotionaler Beispiele, die einen beim Lesen mitnehmen.
    Dabei ist besonders spannend, dass man mit Frankenstein und seinem „Monster“ zwei sehr verschiedene Perspektiven auf die Dinge hat und am Ende für sich selbst entscheiden muss, wem man Glauben schenkt und wie man zu dem Konflikt steht.

    Mary Shelley hat sich auch enorm viel Mühe mit der Ausarbeitung der Figur des „Monsters“ gegeben und beschreibt in vielen Details, wie dieses zunächst völlig unbescholtene Wesen lernt, sich überhaupt in der Welt zurechtzufinden, wie es Feuer machen, sprechen und lesen lernt und wie es beginnt, abstrakte Konzepte der Menschheit zu verstehen und sich nach Zuneigung zu sehnen. Die Entwicklung von einem quasi unbeschriebenen Blatt zu dem Monster, von dem man gehört hat, und die Idee, dass gerade das neuerworbene Wissen über Menschen und ihre Grausamkeit das Wesen traurig macht, ist wirklich spannend.
    Generell lassen sich viele von Shelleys Ideen auch auf reale Menschen übertragen, was die Fragen, die das Buch aufwirft, umso interessanter macht.


    Doch leider hat auch das „Monster“ eine unglaublich langatmige Art, seine Geschichte zu erzählen, und harrt für mein Gefühl viel zu lange bei Details aus, die nicht nötig gewesen wären, um seine Geschichte zu verstehen. Dabei fällt vor allem der Konflikt mit der Erzählweise auf, da es eigentlich zu Frankenstein sagt, dass es nicht viel Zeit hätte, seine Geschichte zu erzählen, und ihm außerdem viele Dinge erzählt, die er schon weiß.

    Auch mit der Umsetzung der interessanten Grundidee hatte ich meine Probleme, denn während die Entwicklung zum Monster interessant ist, wird man doch irgendwann das Gefühl nicht los, dass es nur Mitleid wecken will, um anschließend Morde und Morddrohungen zu entschuldigen. Seine Begründungen für seine Taten und Einstellungen sind meiner Meinung nach etwas zu kurz und einfach gedacht und gegen Ende wirken seine Handlungen auch bei allem Mitleid und Verständnis nicht mehr nachvollziehbar. Bezogen auf die Übertragbarkeit der Ideen auf das echte Leben kommt dadurch auch die Frage auf, was genau Shelley einem mit dem Roman jetzt sagen wollte.



    Fazit

    „Frankenstein“ basiert auf einer extrem faszinierenden Grundidee, die spannende Fragen zu den Themen Schuld, Mitleid und Toleranz aufwirft und anhand eines sehr emotionalen Beispiels anschaulich zeigt. Leider sind die Figuren eher unsympathisch und der Roman hat viele unnötige Längen, durch die ich mich zeitweise ziemlich quälen musste.

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    Sunnyleinchenvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Um Längen besser, als jede Verfilmung
    Das Original

    Inhalt: Mit Frankenstein hat Mary Shelley 1818 eine mythische Gestalt erschaffen, die im Lauf des 20. Jahrhunderts durch teilweise sehr freie Verfilmungen eine ungeheure Popularität erlangt hat. Während der Name nun für alle möglichen Arten von Monstern steht, erzählt Shelley die phantastische Geschichte des Victor Frankenstein, der – an der Universität Ingolstadt – ein künstliches Wesen erschafft, das er nicht beherrschen kann. Das Monster sehnt sich nach Liebe und Gemeinschaft, bringt aber allen, die ihm zu nahe kommen, den Tod.

    Nach unzähligen Verfilmungen habe ich nun endlich das Buch gelesen und bin begeistert. Der Schreibstil ist mit dem heutiger Autoren nicht zu vergleichen, schafft allerdings eine phantastische Stimmung, die die Handlung bestens unterstützt. Der Wechsel zwischen Erzählung und Brief lockert das Lesevergnügen etwas auf.

    Die Charaktere sind überzeugend und nachvollziehbar aufgebaut, ebenso die Handlung. Letztere nimmt schnell Fahrt auf, wechselt zwischen An- und Entspannung.
    Beim Lesen stellte sich mir immer wieder die Frage, wer hier eigentlich das Monster ist. Frankenstein der ein Leben erschafft, dass er dann im Stich lässt, weil er sich so vor seinem eigenen Werk fürchtet oder das Monster, welches nach den gleichen Dingen strebt wie die Menschen die ihn umgeben und nur Hass und Ablehnung erfährt und dadurch zum Mörder wird.

    Ein tolles Werk, dass zum Nachdenken anregt und auch jetzt noch spannend zu lesen ist.

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    Jewgenias avatar
    Jewgeniavor 8 Monaten
    Nicht ganz überzeugend

    Ich glaube nicht das ich zum Inhalt noch groß etwas sagen muss, da dieser denke ich jedem mehr oder weniger bekannt ist.

    Ich sehe durchaus das Potential als Klassiker in diesem Werk und habe mich (auch wenn anfangs mit leichten Hürden) ganz gut in die verwendete Sprache eingefunden, und somit auch einen angenehmen Leseverlauf erleben können. Was ja nun nicht immer der Fall ist wenn man sich mit klassischer Literatur beschäftigt. Dennoch handelt es sich hier meiner Meinung nach nicht um etwas was man gelesen haben muss. Auch wenn ich daraus die ein oder andere neue Perspektive oder interessante Aspekte mitnehmen konnte, war es nichts was mich gefesselt oder unglaublich lange beschäftigt hat. Es war relativ träge und ich musste mich zum Teil wirklich zwingen es zu lesen.

    Dennoch war es mit Sicherheit ein für die Zeit prägendes und bedeutendes Werk, welches ich trotz Mühe und Anstrengung nicht bereue gelesen zu haben. 

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    Betsys avatar
    Betsyvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Viel mehr menschliches Seelenleid als wirklicher Horror erwartet einem hier. Trotzdem eine lesenswerte Geschichte, wenn auch etwas trocken.
    Was macht ein Monster zum Monster?

    Frankenstein von Mary Shelley ist wohl einer dieser Klassiker, dessen Stoff vor allem durch die zahlreichen Filme bekannt ist. Die Geschichte von Viktor Frankenstein, der in seinem Bestreben die Geheimnisse der Wissenschaft zu lösen, ein Wesen erschafft, das so abscheulich ist, dass er es selbst nicht erträgt es anzusehen und davor die Flucht ergreift. Sein Monster gerade erst geboren, lernt sich in der Welt zurechtzufinden, doch aufgrund seiner Missgestalt bleibt ihm das verwehrt wonach er sich sehnt, nämlich Liebe und Akzeptanz. Daraufhin ist er auf Rache aus und will denjenigen vernichten der ihm einst sein Leben schenkte. Nach und nach nimmt er Frankenstein alles was ihm lieb und teuer ist und es kommt zu einer Jagd die nur mit dem Tode eines von ihnen enden kann.

    Die Geschichte wird aus Sicht vom jungen Robert Walton in Briefen an seine Schwester geschildert, der gerade auf einer Forschungsreise in den Norden ist und dort auf den dem Tode nahen Viktor Frankenstein trifft, der ihm seine Geschichte erzählt und die seines Geschöpfes.

    „Sie suchen nach Wissen und Weisheit, wie ich früher einmal; und ich hoffe inbrünstig, dass die Erfüllung ihrer Wünsche nicht zu einer Schlange wird, die Sie vergiftet, wie es bei mir der Fall war.“

    Für mich persönlich eigentlich wenig zum Fürchten, aber das ganze Drama welches Frankenstein, sowie auch sein Monster ereilt, wird hier sehr gut in allen Facetten aufgezeigt. Wenig wirklicher Schauer, dafür aber eine Warnung an alle die in der Wissenschaft gerne Gott spielen wollen und die Folgen ihrer Taten nicht bedenken. Auch die seelischen Qualen, die sowohl Frankenstein als auch sein Monster hier durchleben und wie diese ihr Leben verändern, wird sehr gut dargestellt. Frankensteins Monster zeigt sich hier als ein Opfer der Umstände, das sich nur nach Liebe und Zuneigung sehnt, aber in allen nur Abscheu und Angst zum Vorschein bringt und immer wieder missverstanden wird in seinen Absichten, was ihn letztendlich zu dem werden lässt was sowieso alle in ihm sehen: ein Monster. Während Frankenstein von Selbstekel ergriffen ist von den Dingen die er getan hat und was er damit letztendlich erntet, was ihn nach und nach psychisch und physisch seiner Kräfte beraubt und sein eigenes Dasein verflucht.

    Interessanterweise hält sich die Autorin bei der Erschaffung des Wesens sehr vage, wo man als Leser natürlich gleich an zusammengeschusterte Leichenteile und ein unter Strom setzen dieser denkt, wie es in so gut wie allen Filmen dargestellt wird, während dies hier alles gar nicht explizit angesprochen wird. Hier zeigt sich einmal mehr, wie sehr Hollywood dieser Geschichte bereits seinen Stempel aufgedrückt hat. Wenn man sich dann an die schriftliche Vorlage heranwagt, ist diese bei weitem nicht so spektakulär ist und gruselig wie erwartet, da einfach die grausigen Details fehlen, dafür bleibt es dem Leser selbst überlassen sich alles vorzustellen wie es gewesen sein könnte.

    Die Geschichte ist sehr tragisch und emotional, wobei Frankensteins Leidensweg hier für so einige Längen sorgt, wenn er mal wieder über seine seelischen Qualen berichtet und sich dies genauso wie seine Erkrankungen ständig zu wiederholen scheint. Durchaus interessant aber ist es zu erfahren wie der junge Frankenstein aufwuchs, wie er seine Liebe zur Wissenschaft entdeckt und wie er in seinem Drang etwas noch nie Dagewesenes zu schaffen voller Eifer bei der Arbeit ist und alles andere um sich herum vergisst. Wie ihm nach seinem Tun erst dämmert, was er da wirklich getan hat und sein Geschöpf verstößt, was hier wohl das Schlüsselelement der ganzen Geschichte ist, denn hätte Frankenstein seine Schöpfung gleich vernichtet oder sich seiner angenommen und damit die Verantwortung für sein eigenes Handeln übernommen, wäre ihm und auch seinem Monster, sowie den unschuldigen Opfern vieles erspart geblieben.

    Fazit: Anders als erwartet fand ich das Buch jetzt nicht wirklich gruselig, sondern eher sehr tragisch und bedrückend. Besonders Frankensteins Monster konnte so einiges an Verständnis von mir ernten, da dieser letztendlich ja nur zum Monster wurde, weil alle dies in ihm sahen und niemand sich jemals die Mühe gemacht zu hat über seine abscheuliche Gestalt hinwegzusehen. Genauso tragisch auch die Geschichte des jungen und wissbegierigen Frankensteins, der Feuer und Flamme für die Wissenschaft ist und vor lauter Eifer jegliches Nachdenken über die Konsequenzen vergisst. Er wird zum Opfer seines eigenen Erfolges und versucht mit seiner Geschichte dem ebenfalls so wissensdurstigen jungen Walton zu vermitteln, dass man vorsichtig sein sollte mit seinem Ehrgeiz. Die Geschichte regt einen definitiv zum Nachdenken an und wie weitreichend Entscheidungen und Handlungen sein können. Besonders am Ende ist man gepackt vom Geschehen und der Szenerie, wo die Geschichte ihren Ausgang findet. Zeitweise doch etwas fade, gelingt es der Autorin aber sehr gut das Wesen ihrer Hauptfiguren darzustellen, die beide von inneren Seelenqualen heimgesucht werden und denen am Ende nur Zorn und Hass aufeinander bleiben.

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    LeloLovesBooksvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Sehr viele Menschen hassen es... ich LIEBE es! * ___ *
    Sehr viele Menschen hassen es... ich LIEBE es! * ___ *

    WIe man der Überschrift vielleicht entnehmen kann, finde ich dieses Buch einfach nur klasse!

    Es war so anders, als ich erwartet habe. Echt krass.

    Die Sprache mag für weniger geübte Leser sehr anstrenged zu verstehen sein. Aber für mich war gerade die Sprache eins der größten Pluspunkte, die dieses Buch zu bieten hatte. Ich kann aber wirklich nachvollziehen, dass es nicht jedermans Sache ist...

    Eine komplette Rezension ist auf meinem Blog...
    Ich würde mich freuen, wenn du mal vorbeischauen würdest! :3
    [nicht erschrecken, mein Blog ist sehr, sehr klein und auf Englisch, ich hoffe das stört dich nicht]

    Liebe Grüße,
    leonie
    =^.^=

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    CorinaPfs avatar
    CorinaPfvor einem Jahr
    Kurzmeinung: War nicht mein Buch, es ist zu trocken geschrieben worden
    War nicht meins

    Inhalt:


    Robert Walton leitet eine Expedition zur Arktis. Er schreibt, was auf dem Schiff vor sich geht  seiner Schwester. Robert finden nahe der Arktis einen Schiffbrüchigen. Robert sieht gleich das der Mann etwas bedrückt. Er beschließt in aufzumuntern. Langsam taut der Fremde auf und erzählt ihm eine unglaubliche Geschichte.
    Sein Name sei Viktor Frankenstein und er sei hinter einen Monster her. Er erzählt weiter von seiner Familie, dass er sich in jüngeren Jahren der Naturwissenschaft hingegeben hat und dass er sogar Chemie studierte. Doch nach und nach erzählte er, dass er eine Methode gefunden hat, einen Menschen zu erschaffen. Dies hat er auch getan und es ist dieses Monster was er nun jage.
    Wird er das Monster finden und wird Robert, Viktor glauben


    Protagonisten:


    Wir haben am Anfang Robert, der eine Expedition machen möchte. Er würde alles dafür tun. Er kauft ein Schiff und sucht sich eine Crew. Robert fühlt sich jedoch einsam, denn er hat keinen Freund und alles was geschieht schreibt er seiner geliebten Schwester, bis er Viktor findet.


    Viktor ist am Anfang (in seiner Jugend) sehr wissbegierig und will alles was mit Naturwissenschaft zu tun hat kennen. Doch nach und nach merkt man dass er besessen wird von seiner Arbeit. Er findet keine Freunde und hat auch so fast keinen Kontakt zu anderen Menschen. Später im Buch wie er das Monster erschaffen hatte, finde ich ging er dann leicht damit um, es kümmerte ihn nicht. Erst wie etwas schreckliches passierte wird ihm klar, dass er Schuld daran hat. 


    Schreibstil:


    Es ist in Briefform geschrieben, von Robert an seine Schwester. Mich hat im Buch gestört, dass keine Gefühle rüber gebracht wurde. Ich konnte mich weder in Viktor noch in das Monster hineinversetzten. Es war viel wissenschaftliches dabei was ich einfach nicht verstand. 




    Fazit:
    Ich habe mir was unter diesem Buch vorgestellt. Ich dachte ein verrückter Wissenschaftler schafft ein Monster und es zerstört alles. Doch so war es nicht. 
    Es war für mich langweilig ich hab mich durch das Buch durchgekämpft. Manche stellen waren, dann wieder gut wo ich dann das Buch nicht weglegen konnte. Das waren die Szene in denen das Monster vorkam, doch die waren recht selten. Deshalb gebe ich dem Buch 2 1/2 Sterne.  


      

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    Isaoperas avatar
    Isaoperavor 2 Jahren
    4,5 Sterne für ein Ungeheuer mit Köpfchen


    Mary Shelleys Frankenstein ist ein echter Klassiker, der aber einige moderne Elemente hat. Victor Frankenstein, der Protagonist, ist Wissenschaftler und beschäftigt sich im 18. Jahrhundert mit einigen durchaus modernen Gedanken. Dadurch findet er die Möglichkeit, totes Gewebe wieder zum Leben zu erwecken. In seinem Leichtsinn erschafft er aber eine Kreatur, die durch die Konfrontation mit der menschliche Welt langsam aber sicher zum Ungeheuer wird...
    Das Buch ist spannend geschrieben und hat einen angenehmen Stil. Ich finde, es hat nur wenige Längen, insgesamt erscheint mir die Länge des Buches genau richtig. Die Handlung wird schon stetig vorangetrieben, was man nicht über alle Klassiker sagen kann!
    Ein Kritikpunkt war für mich vor allem die Intelligenz und Sprachqualität des "Elenden", wie das Ungeheuer häufig genannt wird. Dass es eine gewisse Empfindsamkeit und Klugheit erlangt, möchte ich ihm ja gar nicht absprechen, aber die eloquenten seitenlangen Erzählungen des Elenden...nun ja. Das ist doch etwas hoch gegriffen und war für mich eher unglaubwürdig.
    Ansonsten ist die Geschichte in sich stimmig, ein bisschen gruselig und definitiv lesenswert!

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Tut mir Leid, aber ich fand es einfach nur grauenvoll. Durchaus interessant in der Thematik, aber gar nicht mein Stil.
    Gar nicht mein Ding !!

    Titel: Frankenstein
    Originaltitel: Frankenstein
    Reihe: -
    Autor: Mary Shelley
    Verlag: Fischer Taschenbuch
    Genre: Wissenschaft | Klassiker | Horror
    Seitenanzahl: 268

    Klappentext:

    Mary Shelleys 'Frankenstein' ist neben Bram Stokers 'Dracula' der zweite große Archetypus des modernen Horrorgenres. Im Unterschied zum Fürsten der Finsternis ist Shelleys Hauptfigur kein übernatürliches Wesen, sondern ein künstlich erzeugter Mensch, der durch die Grausamkeit und Ignoranz seiner Umwelt erst zu dem Monster wird, für das ihn alle halten. Wirklich monströs hingegen sind die ganz normalen Menschen: mit ihren kalten Herzen und ihrem Wahn, die Welt im Griff zu haben. Mit dem Werkbeitrag aus Kindlers Literatur Lexikon. Mit Daten zu Leben und Werk, exklusiv verfasst von der Redaktion der Zeitschrift für Literatur TEXT + KRITIK.

    Meine Meinung:

    Tja...was soll ich sagen ? Frankenstein ist einfach nicht mein Buch gewesen und der erste Klassiker, der mir nicht gefallen hat.

    Schon zu Anfang fand ich einfach nicht in das Buch herein ! Es dauerte recht lange, bis ich mich an den Stil der Autorin und überhaupt an die  Geschichte gewöhnte.
    Aber auch dann wurde es nicht besser !! Es war mir einfach viel zu langweilig. Ich weiß auch nciht genau, was ich erwartet habe, aber nicht das.
    Irgendwie hatte ich die Frankensteingeschichte ganz anders in Erinnerung und daher enttäuschte mich das Buch einfach nur.

    Als ganz besonders schlimm empfand ich den Stil der Autorin. Zwar gewöhnte ich mich etwas an ihn, aber insgesamt war er für mich langweilig, zäh und einfach nicht meins !

    Zu den Charakteren konnte ich keinerlei Verbindung erstellen und empfand sie teils echt nervig.

    Die unten stehende Bewertung vergebe ich nur, weil "Frankenstein" für mich wirklich eine Tortur. Wirklich...seit dem 5. Twilight-Teil habe ich ein Buch mit so wenig Seiten nicht mehr als eine große Qual empfunden !!

    Bewertung:

    Ich kann nichts Positives über diesen Klassiker sagen, weil ich ihn unglaublich anstrengend und vor allem langweilig fand !!
    Von mir gibt es:

    1 von 5 Sterne

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Hallorins avatar

    Willkommen in der Gruppe “Wir lesen Klassiker der Weltliteratur”

    Im August lesen wir DEN Klassiker des Gruselgenres - Mary Shelleys "Frankenstein". Jeder kennt den Namen, aber nicht jeder kennt die wahre Geschichte dahinter.

    Offensichtlich ist das Interesse groß, denn obwohl dieses Buch schon 2012 in unserer Gruppe gelesen wurde, hat es sich in der Abstimmung gegen 7 Konkurrenten durchgesetzt ;)

    Am 1.8. geht's los mit dem Lesevergnügen, bis dahin könnt Ihr schon mal diesem Thema folgen und die Plauderecke vollschreiben!

    PS: Denkt daran, Eure Beiträge in einer Kategorie zu schreiben, das ist besser für die Übersichtlichkeit.

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