Mary Street The Confession of Fitzwilliam Darcy

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Inhaltsangabe zu „The Confession of Fitzwilliam Darcy“ von Mary Street

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  • Rezension zu "The Confession of Fitzwilliam Darcy" von Mary Street

    The Confession of Fitzwilliam Darcy
    SiCollier

    SiCollier

    22. April 2012 um 16:36

    *Achtung:* Das Buch sollte man nur lesen, wenn man Jane Austens „Stolz und Vorurteil“ bereits gelesen hat. Inhaltsangabe wie „Meine Meinung“ spoilern die Vorlage, bis hin zum Ende. *Zum Inhalt* In Jane Austens „Stolz und Vorurteil“ (Pride And Prejudice) erfährt man recht wenig über die Gedanken und Gefühle von Mr Darcy. Daß er aber durchaus welche hatte, beweist dieses Buch. Es ist völlig aus seiner Sicht geschrieben und erzählt die ganze Geschichte so, wie er sie erlebt hat. Wer sich schon immer gefragt hat, weshalb er seinen ersten Heiratsantrag an Miss Elizabeth Bennet so anscheinend unglücklich formulierte, hier findet er die Gründe. Und wer sich gefragt hat, was denn Lady Catherine de Bourgh ihrem Neffen alles gesagt hat, als sie ihm Elizabeth ausreden wollte - auch das kann man hier nachlesen. Und ich kann mir gut vorstellen, daß das genau so ablief wie hier beschrieben. *Meine Meinung* „Stolz und Vorurteil“ (engl. „Pride And Prejudice“) sollte man auf jeden Fall gelesen haben, wenn man dieses Buch beginnt. Zwar weiß man dann, was alles kommen wird, aber ohne dieses Wissen bereitet das Buch nur halb so viel, wenn überhaupt Vergnügen. Und Vergnügen hat es mir eine Menge bereitet. Ich habe geschmunzelt, ich habe gelacht, und ich habe endlich Mr Darcy und seine Beweggründe verstanden, weil er selbst sie und seine Gedanken dargelegt hat. Denn er ist der Erzähler dieses Buches, hier erfahren wir seine ureigene Sicht auf die Geschehnisse jenes Jahres, das seiner Hochzeit mit Elizabeth Bennet vorausging. Vom ersten Zusammentreffen bis hin zum zweiten, letztlich erfolgreichen Heiratsantrag. Ich hatte „Stolz und Vorurteil“ direkt vor diesem Buch gelesen sowie die BBC-Verfilmung vom 1995 mit Colin Firth (im englischen Original) gesehen. Und eben diesen habe ich ständig vor meinem inneren Auge gehabt, seine Stimme als Erzählstimme gehört. Die Handlung hier hält sich naturgemäß sehr eng an die der Vorlage. Genaugenommen ist es die gleiche, nur eben aus anderer Sicht erzählt. Dabei hat die Autorin für meine Begriffe ein großes Einfühlungsvermögen ins Original bewiesen, und immer wieder an geeigneter Stelle Originalzitate gebracht. Auch stilistisch hat sie, soweit ich das beurteilen kann, sich sehr gut angepaßt und beispielsweise direkte Reden Darcys denen, die Jane Austen geschrieben hat, eng nachempfunden. Durch diesen zweiten Blickwinkel auf die bekannte Geschichte, ich gebe es zu, hat sich mir ein tieferes Verständnis des Originals erschlossen. Indem Darcy nach dem ersten Heiratsantrag erst mit Elizabeth, dann mit sich hadert, wir miterleben können, wie er zu der Einsicht kommt, daß die Vorwürfe Elizabeths ihre Berechtigung haben, gewinnt das Geschehen eine größere Tiefe, wurde für mich der „Stolz“, aber auch das „Vorurteil“, viel deutlicher sichtbar als das bisher der Fall war. Man erfährt nichts wesentlich Neues, doch das Bekannte wird besser verständlich. Mary Street hat kein Buch geschrieben, das es von der Bedeutung her mit dem von Jane Austen aufnehmen könnte; das ist auch nicht der Zweck. Für mich war es eine Ergänzung, bildlich gesprochen ein anderer Kamerawinkel, auf ein bekanntes Geschehen. Und es hat fast schon diebischen Spaß gemacht wie Darcy der erbosten Lady Catherine de Bourgh Paroli bot, als diese direkt von Elizabeth kommend von ihm die Zusage wollte, daß er sie nie heiraten würde. Ich schätze, genau so lief das wirklich ab. Alles in allem hat es mir große Freude bereitet, nochmals zu den Figuren zurückzukehren und die Geschehnisse aus anderer Sicht mitzuerleben. Wenn ich das nächste Mal „Stolz und Vorurteil“ lese, werden Darcys Gedanken sicherlich im Hinterkopf mitschwingen. *Kurzfassung* Die Geschichte von Elizabeth Bennet und Fitzwilliam Darcy aus seiner subjektiven Sicht erzählt. Ein Lesevergnügen für Fans und Kenner von „Stolz und Vorurteil“.

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