Mary Wollstonecraft Shelley

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Neu erschienen am 13.08.2018 als Taschenbuch bei Books on Demand.

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Mary Wollstonecraft ShelleyVerney, der letzte Mensch : d. Autorin von "Frankenstein" erzählt d. Untergang d. Menschheit. Bastei Bd. 72021 : Phantast. Literatur, = The last man : 3404720210 Mary W. Shelley.
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Mary Wollstonecraft ShelleyFrankenstein oder der neue Prometheus / Roman
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Mary Wollstonecraft ShelleyFrankenstein, 1 Blu-ray. Mary Shelley's Frankenstein, 1 Blu-ray
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Mary Wollstonecraft ShelleyFrankenstein: Erweiterte Ausgabe
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Frankenstein: Erweiterte Ausgabe
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Erschienen am 21.07.2012
Mary Wollstonecraft ShelleyFrankenstein, English edition
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Frankenstein, English edition
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Erschienen am 17.04.2012
Mary Wollstonecraft ShelleyFrankenstein: Elementary Level (Heinemann Guided Readers)
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Frankenstein: Elementary Level (Heinemann Guided Readers)

Neue Rezensionen zu Mary Wollstonecraft Shelley

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Rezension zu "Frankenstein" von Mary Wollstonecraft Shelley

Wer "Frankenstein" liest, wird einige Überraschungen erleben
Bookishvor 3 Monaten

Zu Mary Wollstonecraft Shelleys "Frankenstein" entwickelt man leicht "falsche" Vorstellungen - ganz besonders, wenn man weder das Buch gelesen noch einen guten Film dazu gesehen hat.

Für mich hat das Buch daher einige Überraschungen bereitgehalten, da ich mir die Geschichte durch das unvollständige bzw. falsche "Vorwissen" sehr viel plumper vorgestellt habe. Glücklicherweise schreibt Mary Shelley aber deutlich raffinierter und nuancierter als gedacht.

Zur Geschichte im Detail:

Plot: Der junge Viktor Frankenstein begibt sich auf die Reise, um in Genf sein naturwissenschaftliches Studium anzutreten. Schließlich entdeckt er, wie er selbst menschliches Leben erschaffen kann und setzt auf fanatische Weise alles daran, um diese Idee zu verwirklichen. Frankenstein jedoch denkt nie weiter als bis zur Erschaffung seiner Kreatur. Was er mit dieser überhaupt machen will, wie er mit dieser umgehen will - an all das verschwendet er keinen einzigen Gedanken.

Als die Kreatur schließlich zum Leben erwacht - bezeichnenderweise erhält sie keinen eigenen Namen, sondern wird von Frankenstein später nur "creature" oder "monster" genannt - entzieht sich Frankenstein seiner Verantwortung und flüchtet.

Schreibstil: Natürlich entspricht der Schreibstil nicht mehr unseren heutigen Erwartungen - die Geschichte wurde 1831 geschrieben; das sollte man dem Buch zugutehalten.
Das Buch ist eine Mischung aus Briefroman und einer Erzählung aus der Ich-Perspektive. Leider hat es so manche Längen, die entstehen aber meiner Meinung nach hauptsächlich am Anfang. Gerade dieser Einstieg gestaltet sich relativ schwierig, einmal gemeistert, kann man dann aber ganz passabel weiterlesen.

Charaktere: Frankenstein hat hochfliegende Ideen, großen Ehrgeiz und besitzt auch eine gewisse Genialität, denkt jedoch nicht vorausschauend, handelt verantwortungslos und ist darüber hinaus unfassbar feige. In gewisser Weise ist er dadurch auch zum Prototyp eines schlechten, im Sinne von verantwortungslosen, Wissenschaftlers geworden.
Über weite Strecken des Buches hinweg ist Frankenstein daher ein Getriebener seiner Erfindung - er agiert nicht, er reagiert. Die Geschichte entwickelt sich zu einer Hetzjagd, in der die Autorin Frankenstein durch seine Kreatur immer wieder in seine Verantwortung zurückzieht und ihn nicht davonkommen lässt. Schließlich handelt die Kreatur mit Frankenstein einen Deal aus, der von Frankenstein seinen erneuten wissenschaftlichen Einsatz verlangt - im Gegenzug wird die Kreatur ihn für immer in Ruhe lassen.
Erst ab diesem absoluten Tiefpunkt kann Frankenstein endlich seine ganze schreckliche Verantwortung voll und ganz anerkennen und macht einen starken Sprung in der Charakterentwicklung hin zu einer sehr viel reiferen Persönlichkeit:

"Had I a right, for my own benefit, to inflict this curse upon everlasting generations? I had before been moved by the sophisms of the being I had created; I had been struck senseless by his fiendish threats: but now, for the first time, the wickedness of my promise burst upon me; I shuddered to think that future ages might curse me as their pest, whose selfishness had not hesitated to buy its own peace at the price, perhaps, of the existence of the whole human race?" (S. 171).

Ein mahnendes Zitat, das sich noch heute wohl jeder Wissenschaftler und Industrieforscher zurecht an die Bürotür pinnen könnte.

The "Creature" macht ebenfalls eine starke Charakterentwicklung durch, dafür aber kontinuierlicher. Gut gefällt mir, dass "the creature" nicht von vornherein als böswilliger Charakter dargestellt wird, sondern aufgezeigt wird, warum er sich aufgrund mangelnder "companionship" und seiner Äußerlichkeit so entwickelt und schließlich seinen Schöpfer und alles ihm wichtige jagt. Mary Shelley zeigt hier ihr Feingefühl für das Soziale und verweist auf dessen starken Einfluss: Hätte Frankenstein sich um seine Schöpfung gekümmert, wäre alles vielleicht ganz anders gekommen. The creature ist nicht qua Biologie "böse". Ein Aspekt, der mir ganz besonders gut gefallen hat, verweist er doch auf die ganze Bandbreite menschlichen Handelns unter unterschiedlichsten sozialen Verhältnissen. Dennoch ist Frankensteins Erfindung so ungeheuerlich, dass sie ihn psychisch überwältigt und er nicht in der Lage ist, adäquat darauf zu reagieren.

Prämisse: Wissenschaftliche, omnipotente Ambitionen außer Kontrolle - wie der, sich die Kreation des Lebens anzumaßen - enden in Tod und Zerstörung.

Das Ende: Mary Shelley beweist mit ihrem Ende, dass sie Mut hat. Die Geschichte geht folgerichtig aus, wie sie ausgehen muss: ohne Happy End. Das ist für mich deshalb so bemerkenswert, weil es heutzutage leider eine selten anzutreffende Eigenschaft ist, ein Buch so ausgehen zu lassen, wie es vom Gesamtsetting her passt. Mary Shelley hätte kein besseres Ende schreiben können, als das, was sie uns hier präsentiert hat.

Ethische Aspekte: Das ganze Buch ist als Warnung zu verstehen. Als Warnung vor dem menschlichen und wissenschaftlichen Größenwahn, als Warnung vor Verantwortungslosigkeit, als Warnung vor Erfindungen des Menschen, die so viel größer sind als er selbst, dass er nicht mehr in der Lage ist, ihnen Einhalt zu gebieten. Mit dieser Warnung hat Mary Shelley leider Recht behalten: Die beiden Weltkriege und auch der Kalte Krieg wurden mit monströsen, wissenschaftlich hergestellten Waffen ausgetragen. Seien es Chemiewaffen oder später auch die Möglichkeit des Einsatzes einer die Menschheit vernichtenden Atomwaffe. Sicherlich waren diese Erfindungen weder Grund noch Auslöser dieser Ereignisse, trotzdem kommt der Wissenschaft (und auch der Industrieforschung!) hier eine Verantwortung zu. Shelleys "creature" lässt hier sogar noch einen Ausweg, den es bei den heutigen Erfindungen gar nicht gibt: The creature ist nicht an sich eine "böse" Erfindung, d. h. wird nicht zu Tötungszwecken kreiert, wie es bei jeder Waffenforschung natürlich der Fall ist. Die Wirklichkeit ist also sogar härter als ihre literarische Vorlage.

Das Buch erhält für seine literarischen Qualitäten drei Sterne. Den vierten Stern erhält es aufgrund seiner eindrücklichen, aktuellen Warnung, die bis heute schriftstellerisch unübertroffen geblieben ist.

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MarySophies avatar

Rezension zu "Frankenstein oder Der neue Prometheus" von Mary Wollstonecraft Shelley

Frankenstein
MarySophievor 5 Monaten

Handlung:
Viktor Frankenstein zeigte schon von klein auf großes Interesse an der Naturwissenschaft und verschlang diverse Werke darüber. Sein großes Ziel wurde es, einen künstlichen Menschen zu erschaffen. Während der Arbeit an dem Experiment zog sich Viktor immer mehr zurück und lebte eine Zeit lang nur für dieses Experiment. Eines Nachts war es dann soweit, Viktor hatte sein Werk vollendet, jedoch ist das Wesen anders geworden als ursprünglich gedacht, es hat monströse Züge und Viktor sucht das Weite.

Der künstliche Mensch, Frankenstein, lässt seinen Erschaffer jedoch nicht so schnell entkommen. Er jagt ihm hinterher und vergeht sich schließlich auch an Viktor´s Familie, mit dem Ziel, ihm seinen großen Wunsch zu erfüllen...

Meinung:
Mir war es bekannt, dass es zu Frankenstein einen Roman gibt und ich habe bei der Erwähnung des Namen direkt ein Bild vor Augen gehabt. Jedoch muss ich sagen, dass ich mich nicht erinnern kann, jemals die Geschichte davon gehört zu haben oder einen Film dazu gesehen zu haben. Deshalb war ich sehr gespannt auf den Roman, nicht nur auf die Darstellung des Monsters, sondern auch auf die gesamte Geschichte.


Der Einstieg in den Roman war für mich etwa beschwerlich, weil ich nicht recht zuordnen konnte, wie alles zusammenhängt. Dies erschließt sich im weiteren Verlauf dann recht schnell und wird schnell spannend zu lesen und darauf zu schauen, wie die Handlungsstränge am Ende zusammenlaufen.


Mit der Schreibweise hatte ich im Verlauf des Romans immer mal meine Probleme, es ist recht hochtrabend geschrieben, noch dazu sind manche Seiten nicht sehr ereignisreich und dadurch fast schon langweilig, weshalb ich mich an solchen Stellen beherrschen musste, um die Stelle nicht nur schnell zu überfliegen. Dies kam glücklicherweise nicht sehr häufig vor, meist war die Handlung spannend und gut geschrieben.

Das Setting war ansprechend, es war der Zeit gerecht, zu welcher der Roman handelt und aufgrund der guten Beschreibungen von Gegenden und Reisen war es sehr leicht, sich auf den Roman einzulassen.


Der Roman beginnt mit dem Vorwort der Autorin, in welchem erklärt wird, wie sie auf die Idee kam, diesen Roman zu schreiben. Das fand ich sehr interessant und war auch froh, dass die Entstehung des Romans vorangestellt wurde.

Der eigentliche Roman beginnt mit Briefen, welche an eine Schwester gerichtet sind und die Fortschritte einer Expedition geschildert sind. Auf dieser Reise begegnet er Viktor Frankenstein, der Erschaffer der monströsen Figut Frankenstein. Dieser schildert sowohl Robert, als auch der restlichen Mannschaft an Bord seine Lebensgeschichte und die Erschaffung des Wesens. In dessen Erzählung sind sowohl Dialoge eingebracht, als auch Briefe und Ereignisse, die Frankenstein seinem Erschaffer erzählt hat. Diese Erzählperspektive fand ich unglaublich gelungen, es war vielseitig und wunderbar umgesetzt.


Frankenstein als Hauptprotagonist fand ich sehr interessant, nicht nur die Erstellung, sondern auch sein Auftreten und seinen Charakter. Dies mutet teilweise absurd an, besonders sein großer Wunsch, der ab ca. der Mitte des Romans geäußert wird. Toll fand ich, dass man erst relativ am Ende eine richtige Beschreibung erhalten hat und sich bis dahin selbst ein Bild machen konnte. Charakterlich war er sehr stark beschrieben, ich fand ihn als Charakter toll und obwohl er monströse Züge hatte, fand ich Frankenstein zu weiten Teilen sympathisch, besonders seine Gedankengänge haben mir gefallen.

Fazit:

Eine tolle Geschichte, die für mich noch Potenzial für mehr gehabt hätte und an einigen Stellen leider ein paar Längen hatte. Besonders gelungen fand ich den Hauptcharakter Frankenstein, der sehr gut durchdacht war und interessante Züge hatte.

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Betsys avatar

Rezension zu "Frankenstein" von Mary Wollstonecraft Shelley

Was macht ein Monster zum Monster?
Betsyvor einem Jahr

Frankenstein von Mary Shelley ist wohl einer dieser Klassiker, dessen Stoff vor allem durch die zahlreichen Filme bekannt ist. Die Geschichte von Viktor Frankenstein, der in seinem Bestreben die Geheimnisse der Wissenschaft zu lösen, ein Wesen erschafft, das so abscheulich ist, dass er es selbst nicht erträgt es anzusehen und davor die Flucht ergreift. Sein Monster gerade erst geboren, lernt sich in der Welt zurechtzufinden, doch aufgrund seiner Missgestalt bleibt ihm das verwehrt wonach er sich sehnt, nämlich Liebe und Akzeptanz. Daraufhin ist er auf Rache aus und will denjenigen vernichten der ihm einst sein Leben schenkte. Nach und nach nimmt er Frankenstein alles was ihm lieb und teuer ist und es kommt zu einer Jagd die nur mit dem Tode eines von ihnen enden kann.

Die Geschichte wird aus Sicht vom jungen Robert Walton in Briefen an seine Schwester geschildert, der gerade auf einer Forschungsreise in den Norden ist und dort auf den dem Tode nahen Viktor Frankenstein trifft, der ihm seine Geschichte erzählt und die seines Geschöpfes.

„Sie suchen nach Wissen und Weisheit, wie ich früher einmal; und ich hoffe inbrünstig, dass die Erfüllung ihrer Wünsche nicht zu einer Schlange wird, die Sie vergiftet, wie es bei mir der Fall war.“

Für mich persönlich eigentlich wenig zum Fürchten, aber das ganze Drama welches Frankenstein, sowie auch sein Monster ereilt, wird hier sehr gut in allen Facetten aufgezeigt. Wenig wirklicher Schauer, dafür aber eine Warnung an alle die in der Wissenschaft gerne Gott spielen wollen und die Folgen ihrer Taten nicht bedenken. Auch die seelischen Qualen, die sowohl Frankenstein als auch sein Monster hier durchleben und wie diese ihr Leben verändern, wird sehr gut dargestellt. Frankensteins Monster zeigt sich hier als ein Opfer der Umstände, das sich nur nach Liebe und Zuneigung sehnt, aber in allen nur Abscheu und Angst zum Vorschein bringt und immer wieder missverstanden wird in seinen Absichten, was ihn letztendlich zu dem werden lässt was sowieso alle in ihm sehen: ein Monster. Während Frankenstein von Selbstekel ergriffen ist von den Dingen die er getan hat und was er damit letztendlich erntet, was ihn nach und nach psychisch und physisch seiner Kräfte beraubt und sein eigenes Dasein verflucht.

Interessanterweise hält sich die Autorin bei der Erschaffung des Wesens sehr vage, wo man als Leser natürlich gleich an zusammengeschusterte Leichenteile und ein unter Strom setzen dieser denkt, wie es in so gut wie allen Filmen dargestellt wird, während dies hier alles gar nicht explizit angesprochen wird. Hier zeigt sich einmal mehr, wie sehr Hollywood dieser Geschichte bereits seinen Stempel aufgedrückt hat. Wenn man sich dann an die schriftliche Vorlage heranwagt, ist diese bei weitem nicht so spektakulär ist und gruselig wie erwartet, da einfach die grausigen Details fehlen, dafür bleibt es dem Leser selbst überlassen sich alles vorzustellen wie es gewesen sein könnte.

Die Geschichte ist sehr tragisch und emotional, wobei Frankensteins Leidensweg hier für so einige Längen sorgt, wenn er mal wieder über seine seelischen Qualen berichtet und sich dies genauso wie seine Erkrankungen ständig zu wiederholen scheint. Durchaus interessant aber ist es zu erfahren wie der junge Frankenstein aufwuchs, wie er seine Liebe zur Wissenschaft entdeckt und wie er in seinem Drang etwas noch nie Dagewesenes zu schaffen voller Eifer bei der Arbeit ist und alles andere um sich herum vergisst. Wie ihm nach seinem Tun erst dämmert, was er da wirklich getan hat und sein Geschöpf verstößt, was hier wohl das Schlüsselelement der ganzen Geschichte ist, denn hätte Frankenstein seine Schöpfung gleich vernichtet oder sich seiner angenommen und damit die Verantwortung für sein eigenes Handeln übernommen, wäre ihm und auch seinem Monster, sowie den unschuldigen Opfern vieles erspart geblieben.

Fazit: Anders als erwartet fand ich das Buch jetzt nicht wirklich gruselig, sondern eher sehr tragisch und bedrückend. Besonders Frankensteins Monster konnte so einiges an Verständnis von mir ernten, da dieser letztendlich ja nur zum Monster wurde, weil alle dies in ihm sahen und niemand sich jemals die Mühe gemacht zu hat über seine abscheuliche Gestalt hinwegzusehen. Genauso tragisch auch die Geschichte des jungen und wissbegierigen Frankensteins, der Feuer und Flamme für die Wissenschaft ist und vor lauter Eifer jegliches Nachdenken über die Konsequenzen vergisst. Er wird zum Opfer seines eigenen Erfolges und versucht mit seiner Geschichte dem ebenfalls so wissensdurstigen jungen Walton zu vermitteln, dass man vorsichtig sein sollte mit seinem Ehrgeiz. Die Geschichte regt einen definitiv zum Nachdenken an und wie weitreichend Entscheidungen und Handlungen sein können. Besonders am Ende ist man gepackt vom Geschehen und der Szenerie, wo die Geschichte ihren Ausgang findet. Zeitweise doch etwas fade, gelingt es der Autorin aber sehr gut das Wesen ihrer Hauptfiguren darzustellen, die beide von inneren Seelenqualen heimgesucht werden und denen am Ende nur Zorn und Hass aufeinander bleiben.

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Gespräche aus der Community

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Hallorins avatar

Willkommen in der Gruppe “Wir lesen Klassiker der Weltliteratur”

Im August lesen wir DEN Klassiker des Gruselgenres - Mary Shelleys "Frankenstein". Jeder kennt den Namen, aber nicht jeder kennt die wahre Geschichte dahinter.

Offensichtlich ist das Interesse groß, denn obwohl dieses Buch schon 2012 in unserer Gruppe gelesen wurde, hat es sich in der Abstimmung gegen 7 Konkurrenten durchgesetzt ;)

Am 1.8. geht's los mit dem Lesevergnügen, bis dahin könnt Ihr schon mal diesem Thema folgen und die Plauderecke vollschreiben!

PS: Denkt daran, Eure Beiträge in einer Kategorie zu schreiben, das ist besser für die Übersichtlichkeit.

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Mina - Das Irrlichts avatar
Mit Mary Shelleys "Frankenstein" gehen wir zusammen in die August-Leserunde zum Thread "Wir lesen Klassiker Monat für Monat" (http://www.lovelybooks.de/thema/Wir-lesen-Klassiker-der-Weltliteratur-Monat-f%C3%BCr-Monat-643067688/?ov=aHR0cDovL3d3dy5sb3ZlbHlib29rcy5kZS8/ZmlsdGVyc29ydD1uZXUmc2VjdGlvbj1mb2xsb3dpbmc%3D&liste=modern ).

Ich bin selbst sehr gespannt, wie ich "Frankenstein" wohl finden werde. Die Story ist ja bekannt und ich habe viele Arten der schon Verfilmung gesehen. Gelesen habe ich bisher nicht.
Und ich freue mich richtig, dass es wieder mal ein Schauerroman ist, den wir gemeinsam lesen. Ist das doch mein Lieblingsgenre.

Favoles avatar
Letzter Beitrag von  Favolevor 6 Jahren
Da ich das Buch größtenteils im Urlaub gelesen hab, hier nur noch meine Rezi: http://www.lovelybooks.de/autor/Mary-Shelley/Frankenstein-oder-Der-moderne-Prometheus-899533095-w/rezension-981134092/ Insgesamt fand ich das Buch wirklich gut. Manchmal war es etwas gar lang und Victor Frankenstein war mir viel zu egozentrisch. Sehr schön fand ich jedoch auch, dass es so wenig von dem hatte, was ich mir unter Frankenstein bislang vorgestellt hab. Würde das Buch allerdings nur jemandem empfehlen, der das Genre generell mag.
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