Mary Wollstonecraft Shelley

 4 Sterne bei 358 Bewertungen

Lebenslauf von Mary Wollstonecraft Shelley

Mary Wollstonecraft Shelley was an English novelist, short story writer, dramatist, essayist, biographer, and travel writer, of the early 19th century. She is best known for her Gothic novel "Frankenstein; or, The Modern Prometheus". She also published the works of her husband, the Romantic poet and philosopher Percy Bysshe Shelley.

Mary Wollstonecraft Shelley war eine englische Schriftstellerin, Kurzgeschichtenautorin, Dramatikerin, Essayistin, Biografin und Reiseschriftstellerin aus dem frühen 19. Jahrhundert. Sie ist am besten bekannt für ihren fantastischen und romantischen Roman Frankenstein; or The Modern Prometheus. Sie veröffentlichte auch die Werke ihres Mannes, des romantischen Dichters und Philosophen Percy Bysshe Shelley.

Quelle: Verlag / vlb

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Neue Rezensionen zu Mary Wollstonecraft Shelley

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Rezension zu "Frankenstein" von Mary Wollstonecraft Shelley

Mary Shelley - Frankenstein
esmerabellevor 2 Monaten

Der junge Viktor Frankenstein ist intelligent und ehrgeizig. Schon früh interessiert er sich für Alchemie und alte Schriften und entdeckt zwar nicht die Quelle ewiger Jugend, aber das Geheimnis des zum Leben Erweckens. Im Geheimen erschafft er an seinem Studienort eine Figur, die dem Menschen nachempfunden ist. Doch als diese tatsächlich ihre Augen öffnet und zu atmen beginnt, packt Frankenstein das Grauen. Er flieht aus seinem Labor und fällt in ein mehrmonatiges Nervenfieber. Als er sein Labor wieder betritt, ist von seiner Schöpfung keine Spur mehr zu finden.
Frankenstein kehrt in seine Heimat zurück, als er von der Ermordung seines jüngeren Bruders erfährt. Am Tatort sieht er, was er zu gerne verdrängt hätte: eine Gestalt, die unverwechselbar sein Geschöpf ist. Ein Geschöpf, das durch ihn sein Leben bekommen hat, aber ohne ihn in es hineinfinden musste. Ein Wesen, dass auf Rache aus ist und eine Vorderung hat, deren Nichterfüllung schwere Konsequenzen haben würde...

Mary Shelleys Roman „Frankenstein“ hat mich in vielerlei Hinsicht überrascht. Auf Grund der Bilder, die man von diversen Filmen kennt, hatte ich einen irren Professor erwartet, der ein relativ gehirnfreies Monster „baut“ und mit einem Blitz zum Leben erweckt. Was ich dagegen fand, ist eine Geschichte, die immer noch unglaublich aktuell ist. Da ist auf der einen Seite der „Schöpfer“ Frankenstein, der seinen Ambitionen folgt, ohne sich über Folgen und moralische Grenzen Gedanken zu machen. Auf der anderen Seite haben wir das „Monaster“, das im Ursprung ein gutes Wesen ist, das die Welt voller Neugierde und Wärme entdeckt, auf Grund seines Äußeren aber nur auf Ablehnung und Hass trifft und daran zerbricht.

Erzählt wird uns diese Geschichte ziemlich verschachtelt. Zu Beginn berichtet Mary Shelley, wie es dazu kam, dass sie den Roman überhaupt schrieb. Dieser selbst ist dann als Briefroman verfasst, Briefe des Forschers Walton an seine Schwester, in denen er sie über seine Reise in die Arktis auf dem Laufenden hält, wo er den völlig erschöpften Frankenstein findet und an Bord nimmt, der ihm seine Geschichte erzählt, in welcher das „Monster“ wiederum Frankenstein berichtet, was es zu dem gemacht hat, das es ist. Klingt kompliziert, funktioniert aber nahtlos.

Wovon man sich losmachen muss, ist die Idee, einen Horrorroman zu lesen. Es mag sein, dass er als solcher gilt und zu seiner Zeit tatsächlich diese Wirkung hatte, aber eine heutige Leserschaft wird er kaum in Angst und Schrecken versetzen. Ein anderer Kritikpunkt, den ich einige Male gelesen habe, ist, dass er zu langatmig wäre. Das habe ich überhaupt nicht so empfunden. Im Gegenteil fand ich eher einige Stellen zu ungenau beleuchtet, da hätte ich mir einen tieferen Einblick in die Gedanken der Protagonisten gewünscht.

Alles in allem eine angenehme Leseüberraschung, die es auf knappe vier Sterne bringt.  

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Rezension zu "Frankenstein oder Der moderne Prometheus" von Mary Wollstonecraft Shelley

langatmiger Klassiker
Papiertiger17vor 4 Monaten

Über weite Passagen hin langatmige Geschichte mit vielen Abschweifungen, die der Handlung kaum dienlich und der Spannung abträglich sind. Frankenstein, wie auch seine Kreatur, werden zwischen Manie und Depression gezeichnet; zwei durch ihrer beide Hände Werk innerlich zerrissene Figuren. Dies stellt die Autorin in zu ausführlicher Länge und in teilweise zu schnellen Gefühlswechseln dar. Der Verlauf der Ereignisse wirkt stark konstruiert. Einzig, dass die Schriftstellerin dem "Unhold" geistige Tiefe und so etwas wie Sympathie angedeihen lässt, ist anerkennenswert.

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B

Rezension zu "Frankenstein" von Mary Wollstonecraft Shelley

Wer "Frankenstein" liest, wird einige Überraschungen erleben
Bookishvor einem Jahr

Zu Mary Wollstonecraft Shelleys "Frankenstein" entwickelt man leicht "falsche" Vorstellungen - ganz besonders, wenn man weder das Buch gelesen noch einen guten Film dazu gesehen hat.

Für mich hat das Buch daher einige Überraschungen bereitgehalten, da ich mir die Geschichte durch das unvollständige bzw. falsche "Vorwissen" sehr viel plumper vorgestellt habe. Glücklicherweise schreibt Mary Shelley aber deutlich raffinierter und nuancierter als gedacht.

Zur Geschichte im Detail:

Plot: Der junge Viktor Frankenstein begibt sich auf die Reise, um in Genf sein naturwissenschaftliches Studium anzutreten. Schließlich entdeckt er, wie er selbst menschliches Leben erschaffen kann und setzt auf fanatische Weise alles daran, um diese Idee zu verwirklichen. Frankenstein jedoch denkt nie weiter als bis zur Erschaffung seiner Kreatur. Was er mit dieser überhaupt machen will, wie er mit dieser umgehen will - an all das verschwendet er keinen einzigen Gedanken.

Als die Kreatur schließlich zum Leben erwacht - bezeichnenderweise erhält sie keinen eigenen Namen, sondern wird von Frankenstein später nur "creature" oder "monster" genannt - entzieht sich Frankenstein seiner Verantwortung und flüchtet.

Schreibstil: Natürlich entspricht der Schreibstil nicht mehr unseren heutigen Erwartungen - die Geschichte wurde 1831 geschrieben; das sollte man dem Buch zugutehalten.
Das Buch ist eine Mischung aus Briefroman und einer Erzählung aus der Ich-Perspektive. Leider hat es so manche Längen, die entstehen aber meiner Meinung nach hauptsächlich am Anfang. Gerade dieser Einstieg gestaltet sich relativ schwierig, einmal gemeistert, kann man dann aber ganz passabel weiterlesen.

Charaktere: Frankenstein hat hochfliegende Ideen, großen Ehrgeiz und besitzt auch eine gewisse Genialität, denkt jedoch nicht vorausschauend, handelt verantwortungslos und ist darüber hinaus unfassbar feige. In gewisser Weise ist er dadurch auch zum Prototyp eines schlechten, im Sinne von verantwortungslosen, Wissenschaftlers geworden.
Über weite Strecken des Buches hinweg ist Frankenstein daher ein Getriebener seiner Erfindung - er agiert nicht, er reagiert. Die Geschichte entwickelt sich zu einer Hetzjagd, in der die Autorin Frankenstein durch seine Kreatur immer wieder in seine Verantwortung zurückzieht und ihn nicht davonkommen lässt. Schließlich handelt die Kreatur mit Frankenstein einen Deal aus, der von Frankenstein seinen erneuten wissenschaftlichen Einsatz verlangt - im Gegenzug wird die Kreatur ihn für immer in Ruhe lassen.
Erst ab diesem absoluten Tiefpunkt kann Frankenstein endlich seine ganze schreckliche Verantwortung voll und ganz anerkennen und macht einen starken Sprung in der Charakterentwicklung hin zu einer sehr viel reiferen Persönlichkeit:

"Had I a right, for my own benefit, to inflict this curse upon everlasting generations? I had before been moved by the sophisms of the being I had created; I had been struck senseless by his fiendish threats: but now, for the first time, the wickedness of my promise burst upon me; I shuddered to think that future ages might curse me as their pest, whose selfishness had not hesitated to buy its own peace at the price, perhaps, of the existence of the whole human race?" (S. 171).

Ein mahnendes Zitat, das sich noch heute wohl jeder Wissenschaftler und Industrieforscher zurecht an die Bürotür pinnen könnte.

The "Creature" macht ebenfalls eine starke Charakterentwicklung durch, dafür aber kontinuierlicher. Gut gefällt mir, dass "the creature" nicht von vornherein als böswilliger Charakter dargestellt wird, sondern aufgezeigt wird, warum er sich aufgrund mangelnder "companionship" und seiner Äußerlichkeit so entwickelt und schließlich seinen Schöpfer und alles ihm wichtige jagt. Mary Shelley zeigt hier ihr Feingefühl für das Soziale und verweist auf dessen starken Einfluss: Hätte Frankenstein sich um seine Schöpfung gekümmert, wäre alles vielleicht ganz anders gekommen. The creature ist nicht qua Biologie "böse". Ein Aspekt, der mir ganz besonders gut gefallen hat, verweist er doch auf die ganze Bandbreite menschlichen Handelns unter unterschiedlichsten sozialen Verhältnissen. Dennoch ist Frankensteins Erfindung so ungeheuerlich, dass sie ihn psychisch überwältigt und er nicht in der Lage ist, adäquat darauf zu reagieren.

Prämisse: Wissenschaftliche, omnipotente Ambitionen außer Kontrolle - wie der, sich die Kreation des Lebens anzumaßen - enden in Tod und Zerstörung.

Das Ende: Mary Shelley beweist mit ihrem Ende, dass sie Mut hat. Die Geschichte geht folgerichtig aus, wie sie ausgehen muss: ohne Happy End. Das ist für mich deshalb so bemerkenswert, weil es heutzutage leider eine selten anzutreffende Eigenschaft ist, ein Buch so ausgehen zu lassen, wie es vom Gesamtsetting her passt. Mary Shelley hätte kein besseres Ende schreiben können, als das, was sie uns hier präsentiert hat.

Ethische Aspekte: Das ganze Buch ist als Warnung zu verstehen. Als Warnung vor dem menschlichen und wissenschaftlichen Größenwahn, als Warnung vor Verantwortungslosigkeit, als Warnung vor Erfindungen des Menschen, die so viel größer sind als er selbst, dass er nicht mehr in der Lage ist, ihnen Einhalt zu gebieten. Mit dieser Warnung hat Mary Shelley leider Recht behalten: Die beiden Weltkriege und auch der Kalte Krieg wurden mit monströsen, wissenschaftlich hergestellten Waffen ausgetragen. Seien es Chemiewaffen oder später auch die Möglichkeit des Einsatzes einer die Menschheit vernichtenden Atomwaffe. Sicherlich waren diese Erfindungen weder Grund noch Auslöser dieser Ereignisse, trotzdem kommt der Wissenschaft (und auch der Industrieforschung!) hier eine Verantwortung zu. Shelleys "creature" lässt hier sogar noch einen Ausweg, den es bei den heutigen Erfindungen gar nicht gibt: The creature ist nicht an sich eine "böse" Erfindung, d. h. wird nicht zu Tötungszwecken kreiert, wie es bei jeder Waffenforschung natürlich der Fall ist. Die Wirklichkeit ist also sogar härter als ihre literarische Vorlage.

Das Buch erhält für seine literarischen Qualitäten drei Sterne. Den vierten Stern erhält es aufgrund seiner eindrücklichen, aktuellen Warnung, die bis heute schriftstellerisch unübertroffen geblieben ist.

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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches Frankenstein (ISBN:undefined)

Willkommen in der Gruppe “Wir lesen Klassiker der Weltliteratur”

Im August lesen wir DEN Klassiker des Gruselgenres - Mary Shelleys "Frankenstein". Jeder kennt den Namen, aber nicht jeder kennt die wahre Geschichte dahinter.

Offensichtlich ist das Interesse groß, denn obwohl dieses Buch schon 2012 in unserer Gruppe gelesen wurde, hat es sich in der Abstimmung gegen 7 Konkurrenten durchgesetzt ;)

Am 1.8. geht's los mit dem Lesevergnügen, bis dahin könnt Ihr schon mal diesem Thema folgen und die Plauderecke vollschreiben!

PS: Denkt daran, Eure Beiträge in einer Kategorie zu schreiben, das ist besser für die Übersichtlichkeit.

239 Beiträge
Cover des Buches Frankenstein (ISBN:undefined)
Mit Mary Shelleys "Frankenstein" gehen wir zusammen in die August-Leserunde zum Thread "Wir lesen Klassiker Monat für Monat" (http://www.lovelybooks.de/thema/Wir-lesen-Klassiker-der-Weltliteratur-Monat-f%C3%BCr-Monat-643067688/?ov=aHR0cDovL3d3dy5sb3ZlbHlib29rcy5kZS8/ZmlsdGVyc29ydD1uZXUmc2VjdGlvbj1mb2xsb3dpbmc%3D&liste=modern ).

Ich bin selbst sehr gespannt, wie ich "Frankenstein" wohl finden werde. Die Story ist ja bekannt und ich habe viele Arten der schon Verfilmung gesehen. Gelesen habe ich bisher nicht.
Und ich freue mich richtig, dass es wieder mal ein Schauerroman ist, den wir gemeinsam lesen. Ist das doch mein Lieblingsgenre.

129 Beiträge
Letzter Beitrag von  Favolevor 7 Jahren
Da ich das Buch größtenteils im Urlaub gelesen hab, hier nur noch meine Rezi: http://www.lovelybooks.de/autor/Mary-Shelley/Frankenstein-oder-Der-moderne-Prometheus-899533095-w/rezension-981134092/ Insgesamt fand ich das Buch wirklich gut. Manchmal war es etwas gar lang und Victor Frankenstein war mir viel zu egozentrisch. Sehr schön fand ich jedoch auch, dass es so wenig von dem hatte, was ich mir unter Frankenstein bislang vorgestellt hab. Würde das Buch allerdings nur jemandem empfehlen, der das Genre generell mag.

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