Alice im Hungerland

von Marya Hornbacher 
4,3 Sterne bei162 Bewertungen
Alice im Hungerland
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Sehr berührende, mitreissende, teilweise schockierende Biographie über Bulimie, Anorexie und Selbstverletzung!

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Eine sehr schlechte Lektüre in meinen Augen da es, durch zu genaue Schilderung, sehr zum Nachahmen verleitet. Rückmeldung von Betroffenen!

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Inhaltsangabe zu "Alice im Hungerland"

Marya Hornbacher ist durch die Hölle gegangen: Mit neun Jahren wird sie bulimisch, später magersüchtig - bis sie mit 23 Jahren nur noch 26 Kilo wiegt. Die Ärzte geben ihr noch eine Woche, aber Marya überlebt dank ihrer Willenskraft. Ohne auf gängige Erklärungsmuster zu vertrauen, schildert sie rückhaltlos offen eine schreckliche Odyssee, die doch noch ein gutes Ende nimmt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783548372952
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:496 Seiten
Verlag:Ullstein Taschenbuch Verlag
Erscheinungsdatum:10.03.2010

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    Ravens avatar
    Ravenvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Sehr berührende, mitreissende, teilweise schockierende Biographie über Bulimie, Anorexie und Selbstverletzung!
    Traumhafte Hölle

    Das Buch "Alice im Hungerland" von Marya Hornbacher ist 496 Seiten lang und ein Ullstein Taschenbuch.

    Das Softcover hat eine mittelmäßige Qualität mit schönen dicken Leseseiten.

    Im Buch Alice im Hungerland schreibt Marya ihre Geschichte von Kindheit bis heute und über ihr Leben mit Bulimie und Anorexie, sowie deren Folge- und Begleiterkrankungen.

    Die Geschichte hat einen flüssigen Schreibstil, welcher die Buchseiten schnell dahinfliegen lässt. Viele Zitate sind enthalten von Alice im Wunderland, aber auch Persephone und weitere philosophische Zeilen, die mir große Freude bereitet haben und das Buch ganz besonders machen. Es werden in der Biographie zur Verständniß auch wissenschaftliche, medizinische und psychiatrische Aufsätze zitiert, die mich am Anfang etwas gestört haben und den Lesefluss stockten. Doch dann hat die Lebensgeschichte rasant an Fahrt aufgenommen und im teilweise schockierenden Maße wird die Essstörung ganz unromantisch und entglorifiziert dargestellt, wie sie nun einmal ist. Da wird aus der Freundin Ana (Anorexie) und Mia (Bulimie), ein Monster das man nicht mehr unter Kontrolle bringen kann. Teilweise konnte ich mich mit der Autorin vergleichen und Parallelen feststellen, aber in manchen Punkten war sie mir dann doch völlig fremd und lebte ganz fern von meiner Welt. Erbarmungslos schön schreibt Marya ihre Geschichte, die manchmal traumhaft anmutet, doch sich dann in die Hölle verwandelt. Immer mit einem Bein im Leben und im Tod, schwebend, nicht wissend wo man sich gerade hinbewegen soll. so kann man die Gefühle und Szenen beschreiben, die auf einen einprasseln während man die Zeilen liest. Authentisch und offen berichtet Marya aus ihrem Leben. Vielleicht kann es den ein oder anderen helfen und zum Umdenken bewegen und den Blick erweitern.

    Fazit: Ein erbarmungsloser, authentischer Roman, mit philosophischen und medizinisch, wissenschaftlichen Inhalt, der wunderschönes Traumland und Höllenqual zugleich vermittelt und die Welt der Essstörungen offenbart. Absolut empfehlenswert für Betroffene und Menschen die sich in eine solche Welt hineindenken möchten!

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    D
    D-E-J-A-V-Uvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Das Buch ist sehr intensiv beschrieben und man kann vieles nachvollziehen.
    Sehr gutes Buch!

    Das Buch ist sehr intensiv beschrieben und man kann vieles nachvollziehen. Eine Sache kann ich noch immer nicht verstehen, nämlich: Bei ihr ist überhaupt nichts tragisches im Leben passiert und dennoch hatte sie ständig vor jeglicher Veränderung Angst. Man weiß weiterhin nicht woher diese Angst kommt...

    lg
    Slavi

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    Paulina_s avatar
    Paulina_vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Mitreißend und oft schonungslos ehrlich. Eines der besten Bücher aus diesem Themenbereich!
    Eins der besten und persönlichsten Bücher zum Thema Essstörungen.

    Eins der besten und persönlichsten Bücher zum Thema Essstörungen.
    Viel mehr kann man dazu gar nicht sagen. 
    Wer sich mit Essstörungen, auch außerhalb von Fach/Sachbüchern, beschäftigen will, sollte auf jeden Fall dieses Buch lesen, da es neue Sichtweisen eröffnet.

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    rynasnows avatar
    rynasnowvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Eins meiner Lieblingsbücher, hat mich mitgenommen bis zum letzten Wort!
    Super, aber aufpassen!

    Die Art, wie Marya Hornbacher über ihr Leben mit Anorexia und Bulimia nervosa schreibt, ist einfach nur fesselnd. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund, auch bei den unschönsten Sachen. Manchmal hatte ich sogar das Gefühl, ich höre gerade einem Menschen zu, der gerade das sagt, was ihm durch den Kopf schießt. Selbst mit den 480 Seiten hatte ich das Buch innerhalb kürzester Zeit durch, weil ich es nicht aus der Hand legen konnte. Durch eigene Erfahrungen haben mir einige Passagen richtig aus der Seele gesprochen, was einerseits beängstigend, andererseits aber auch erleichterns war, dass man mit bestimmten Gedanken nicht alleine steht.

    Insgesamt ist es eins meiner absoluten Lieblingsbücher, habe es mittlerweile bestimmt 5 Mal gelesen und konnte es kein einiziges Mal einfach so aus der Hand legen. Jedoch würde ich stark aufpassen bei Personen, die selbst mit einer Esstörung kämpfen oder gekämpft haben, das Buch ist triggernd.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 4 Jahren
    Rezension zu "Alice im Hungerland" von Marya Hornbacher

    Marya Hornbacher erzählt hier ihr eigenes Schicksal mit Bulimie (mit 9 Jahren) und Anorxia nervosa. Erstaunlich, wie sich ein Mensch auf 26kg runterhungern und dann noch (über)leben kann. Erstaunlich auch, wie ihre Umwelt / ihr Umfeld auf all das reagiert hat.
    Das Buch ist mit 480 nicht "mal eben" durchgelesen. Auch ist die Kost nicht gerade die leichteste. Am Anfang las ich so dahin - interessiert, aber mit dem nötigen Abstand. Dann legt das Buch dermaßen an Tempo zu, dass ich manchmal echt nervös wurde, wenn ich unterbrechen musste. Dann bricht das Tempo aber auch urplötzlich ab.
    Im Großen und Ganzen ganz gut erzählt, aber nichts für Schwache..

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    schneckes avatar
    schneckevor 6 Jahren
    Rezension zu "Alice im Hungerland" von Marya Hornbacher

    Ein Buch voller ungeschönter Wahrheiten. So ist es mit Anorexie und Bulimie. Das Leben ist "anders", kontrollierter, zwanghaft. Es muss wunderbar sein, "normal" leben zu können. Normal zu essen, ohne Gedanken an Kalorien, ohne schlechtes Gewissen, ohne Angst. Für Essgestörte ist das unmöglich.

    Marya erzählt ihre eigene Geschichte über Ess-Brech-Sucht und Magersucht. Von ihrem neunten Lebensjahr an bis Anfang 20. Dazwischen liegen Jahre getrieben von einer Odyssee aus Nichtessen, Kotzen, fettfreien Muffins, selbst auferlegten Verboten und abertausenden Selbstbetrügen. Und wirklich vorbei ist es nie. Heilung - je länger und fester die Fesseln der Essstörung knebeln, desto schmaler wird immer die Gratwanderung zwischen Leben und Verhungern sein.

    Auch Marya Hornbacher serviert am Ende ihrer Autobiografie - nach 480 Seiten - kein Happy End. "Es ist nie vorbei, solange man lebt."
    "Alice im Hungerland" ist weder Märchen noch Traum. Die Illusion von Selbstkontrolle und Geißelung verblendet im Hungerrausch zwischen Macht und Ohnmacht.

    Marya Hornbacher erzählt nicht nur ihre ganz eigene Geschichte der Verzweiflung. Essstörungen und die psychischen und physischen Eigenheiten aller Betroffenen hat die Autobiografin zudem gut recherchiert. Wer selbst betroffen ist und dieses Buch liest, wird vieles verstehen und nachempfinden können.
    Vermisst habe ich die Ursachenforschung nach Maryas Essstörungen.Schwierige Familienkonstellation und die Zerreißprobe zwischen Mutter und Vater können in den Abgrund stoßen?!? Die Zerreißprobe, eigene Grenzen auszutesten, noch viel mehr. Oder steckt mehr dahinter, was Marya in ihrem Buch noch nicht erzählt hat??

    Essstörungen sind vor allem eins: Angst! Angst, die Welt könnte einen verschlingen. Und eine widersprüchliche Angst vor sich selbst. Denn die Essstörung sollte ja mal - paradoxerweise - die eigene Rettung aus der Schlinge sein. Eine Rettung, die süchtig macht und tödlich sein kann.

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    amazingbookworlds avatar
    amazingbookworldvor 7 Jahren
    Rezension zu "Alice im Hungerland" von Marya Hornbacher

    Inhalt: Marya Hornbacher schreibt in ihrer Autobiographie über ihr Leben mit der Krankheit Magersucht.

    Meinung: Als ich dieses Buch entdeckt habe, ist mir erstmal der Titel ins Auge gesprungen. Das Wortspiel mit dem Buch "Alice im Wunderland" fand ich sehr interessant und das war dann auch der Ansporn dieses Buch zu kaufen. Ich interessiere mich sehr für Romane in denen es um (psychische) Krankheiten geht. Erst dachte ich, dass dieses Buch ebenfalls ein einfacher Roman ist, aber nach den ersten Seiten habe ich schon gemerkt, dass es sich um eine Autobiographie handelt. Die Autorin beschreibt ihr Leben und baut auch oft psychische Analysen und Zitate aus anderen Büchern etc ein. Wer sich also für so etwas interessiert, sollte mit diesem Buch eigentlich ganz richtig liegen.
    Mir wäre es zwar lieber gewesen, wenn dieses Buch ein (fiktiver) Roman wäre, doch letztendlich hat mich diese Autobiographie dann doch gepackt. Man hat einen guten Einblick in das Leben einer Magersüchtigen und durch den Schreibstil von Marya Hornbacher fühlt man wirklich ihren Schmerz und die Last die auf ihr liegt.
    Wunderbares Buch, was mich auch zum nachdenken angeregt hat. Und das wichtigste: Dieses Buch ist keineswegs Magersucht-fördernd. Wer das gelesen hat, möchte Maryas Vergangenheit nicht am eigenen Leib erleben.

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    miasophies avatar
    miasophievor 7 Jahren
    Rezension zu "Alice im Hungerland" von Marya Hornbacher

    Ich fands echt toll. Sie wechselte sehr geschickt von Szene zu Szene. Und die Zitate sind echt schön. Ehe ich mich versah, hatte ich es schon durch.
    Außerdem konnte ich mich leicht hireinversetzen, da ich selber schon mal an beide Essstörungen litt und sie eigentlich immer noch nicht bekämpft habe.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren
    Rezension zu "Alice im Hungerland" von Marya Hornbacher

    Diese Buch hat mich sehr beschäftigt und ich konnte es kaum aus der Hand legen so interessant und eloquent war es geschrieben, ein klasse Erfahrungsbericht der wahrlich unter die Haut geht, man leidet quasi mit.

    Ein ehrlicher Realismus dessen Wortgewandtheit mir sehr imponiert hat.

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    Aliceherzvor 8 Jahren
    Rezension zu "Alice im Hungerland" von Marya Hornbacher

    Das Buch ist das beste was ich zum Thema Magersucht bisher gelesen habe. Marya beschreibt ohne jegliche Scham die genauen Folgen der Magersucht und beschreibt ihr Leben nicht mit uninteressanten Ausschmückungen, sonderen gerade heraus. Die Schreibart von Marya fesselt einen und am Ende fragt man sich, wie ein einzelnder Mensch diese ganzen Qualen aushalten konnte. Ich bewundere sie dafür.

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