Maryanne Becker Nach dem Sturm

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Inhaltsangabe zu „Nach dem Sturm“ von Maryanne Becker

Friedenskinder, das sind die Kinder, die nach Ende des Zweiten Weltkriegs geboren wurden und in der Nachkriegszeit aufwuchsen. Die Autorin hat 13 Frauen und Männer porträtiert. Gemeinsamkeiten und Unterschiede treten zu Tage. Es wird deutlich, dass Kinder von Flüchtlingen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten ihre Fremdheit zu spüren bekamen und nicht selten das Gefühl von Diskriminierung hatten.

spannende, interessante Öffnungen eines Zeitfensters, in das ich gerne reingeschaut habe

— monde
monde

Ein sachliches, trotzdem berührendes Buch , sehr zu empfehlen.

— winddoors
winddoors

„Nach dem Sturm“ – ein lesenswerter Blick auf die Nachkriegszeit aus Sicht von zwölf nach der Stunde Null Geborenen.

— PeterFutterschneider
PeterFutterschneider

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  • Kriege zerstören alles

    Nach dem Sturm
    monde

    monde

    03. August 2017 um 12:55

    Die Idee; Personen, die nach dem 2. Weltkrieg geboren wurden, nach ihren Erinnerungen zu befragen, ist nicht neu, aber jede Autorin, jeder Autor greift das Erzählte anders auf und so kommen immer wieder neue Öffnungen eines Zeitfensters, in das der Leser hineinschauen darf. Vieles klingt ähnlich, ich staune, dass es doch etliche Eltern gab, die Hühner und andere Tiere hielten, die Gemüse im Garten zogen, um so die Familie besser als Stadtfamilien ernähren zu können. Ich als Stadtkind kenne das nicht, hatte aber das Glück, dass bei uns niemand hungern musste. Auffallend bei allen Teilnehmern, die in dem Buch vorgestellt werden, ist die starke Bindung an die Väter. Möglich, dass diese Männer eine sehnsuchtsvolle Verheißung für die Kinder waren. In den Zeiten der 60er Jahre nehmen die Mütter endlich eine Arbeit an, um Geld für die meist knappe Haushaltskasse zu verdienen, aber ganz sicher auch, um aus der Enge des patriarchalischen Systems herauszukommen. Auch wenn dies nicht explizit gesagt wird. Deutlich aber wird in jeder Geschichte, wie lange Erlebtes der Eltern in den Kindern nachwirkt, die aber zum Beispiel Ruinen nicht als bedrückende Zerstörung ansahen. „Das war eben so.“ Was die Teilnehmer in diesem Buch aus ihrem Leben letztendlich machten, ist eine andere Geschichte. Aber ich finde, Maryanne Becker hat ein interessantes Konzentrat aus allen Berichten geschaffen und es ist ein sehr lesenswertes Buch über jene Zeiten entstanden, die nicht vergessen werden dürfen und in denen sich Flüchtlingsschicksale gestern wie heute schrecklich ähneln. Ein sehr empfehlenswertes Buch, bei dem man sich Zeit zum Nachdenken nehmen soll. Denn vieles ist nie vergessen, Haltungen, Ängste werden weitergegeben und ich glaube, die Sirenen der Flieger, die Furcht in den Luftschutzbunkern, der Geruch der Gasmasken wurden den Ungeborenen mitgegeben. Kriege, Macht und Gier zerstören alles und zerstören unsere Erde.

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  • Neuanfang nach der dunklen Zeit

    Nach dem Sturm
    Shanna1512

    Shanna1512

    Ich wurde mit dem Buch nicht so richtig warm. Sicher, es handelt sich um ein Sachbuch. Aber die vielen Fachbegriffe und Fremdwörter besonders in den ersten Kapitel waren mir als Laie und Nichtabiturient too much. Ebenso empfand ich die Quellenangaben sofort hinter dem Kapitel als störend. Ich lese sie nicht und ich denke am Schluß des Buches wären sie besser platziert, dass hätte mir das viele Umblättern erspart. Bei den Lebensgeschichten hatte ich wohl eine andere Vorstellung auf Grund des Klappentextes. Mir waren die Erzählungen zu flach. Ich empfand einfach nur an eine Aneinanderreihung von Erinnerungen ohne Struktur und System. Keiner der Erzähler scheint seine Geschichte hinterfragt zu haben. Mir hat die Persönlichkeit dahinter gefehlt. Aber, dies ist meine persönliche Meinung. Ich habe mich als Kriegsenkel viel mit meiner Familiengeschichte befasst und recherchiert. Vielleicht bin ich deshalb so kritisch. Leider kann ich nur 2 Sterne vergeben.

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    • 3
  • Friedenskinder

    Nach dem Sturm
    winddoors

    winddoors

    01. August 2017 um 14:18

    Maryanne Becker lässt die "Friedenskinder" aus ihrer Kindheit erzählen und von ihren Erlebnissen. Sechs Männer und sechs Frauen, sie alle wurden in der Nachkriegszeit geboren. Sie kennen den Krieg nur aus Erzählungen ihrer Eltern. Jeder erzählt wie er seine Kindheit in Erinnerung hat. Die Geschichten erinnerten mich mehr oder weniger an eine entbehrungsreiche Zeit, die ich damals aber nicht so empfunden habe.Auch ich bin 1951er Jahrgang, Vater  bis 1948 in russ.Kriegsgefangenschaft, Mutter ausgebomt, Sie lernten sich 1949 kennen und es war eien schwere Zeit.Es ist ein sachl.Buch, kein Roman, es hat mich sehr berührt und es ist sehr zu empfehlen.

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  • Leserunde zu "Nach dem Sturm" von Maryanne Becker

    Nach dem Sturm
    FrauBecker

    FrauBecker

    Für die Leserunde zu meinem Buch "Nach dem Sturm" verlose ich bis zu 10 ebooks (epubli oder mobi). In dem biografischen Sachbuch geht es um Lebensgeschichten von Nachkriegskindern, um die Bedeutung ihrer Kindheit in der Nachkriegszeit, die Bedeutung bzw. Erinnerung an Flucht, Vertreibung und Neuanfang im Westen. Bei der Bewerbung bitte ich um einen kurzen Hinweis, warum ihr gerade dieses Buch in der Leserunde besprechen möchtet.

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    • 44
  • „Nach dem Sturm“ – lesenswert

    Nach dem Sturm
    PeterFutterschneider

    PeterFutterschneider

    29. July 2017 um 15:51

    Ich bin an historischen Betrachtungen interessiert, sei es in Romanform, als Abhandlungen über politische und wirtschaftliche Zusammenhänge oder aus dem Blickwinkel von Menschen, die als Zeitzeugen berichten. Zu der letzten Kategorie gehört das Buch „Nach dem Sturm“ von Maryanne Becker, dass ich in diesen Tagen gelesen habe. Das Cover gefällt mir außerordentlich gut. Die Einleitung beschreibt treffend, was die Leser von dem Buch zu erwarten haben. Der Text ist klar und sachlich geschrieben, er ist leicht und flüssig zu lesen, Fachbegriffe werden durch Fußnoten erläutert. Diese klare Struktur gefällt mir persönlich sehr. Die Schilderungen der 12 Personen beginnen jeweils mit der Kindheit, auch wird ein Fazit gezogen. Je nach Dauer und Ergiebigkeit der Interviews haben die Kapitel unterschiedliche Umfänge. Die einzelnen 12 Kapitel kann man inhaltlich kaum bewerten, schließlich handelt es sich um wahre Lebensgeschichten, die nun einmal genau so passiert sind. Insgesamt sind es äußerst interessante Geschichten, man kann durchaus abtauchen in diese Zeit und manches nachfühlen – soweit das meiner Wohlstandsgeneration überhaupt ansatzweise möglich ist. Die verschiedenen Schicksale umfassen eine große Bandbreite, was z.B. soziale Herkunft und Status der Familie in der Zeit vor der Kapitulation oder der Erfolg beim Neuaufbau der Existenz der Familie angeht. Berührt haben mich alle Geschichten, was wohl nicht nur der schwierigen Zeit geschuldet ist, sondern weil ich als Vater dreier Kinder mit den Interviewten in ihrer Rolle als Kinder mitfühle. Und ebenso, weil die eigenen Familien aus Königsberg sowie Schlesien geflüchtet sind und ganz neu beginnen mussten. Ich hatte mein Lesevergnügen und kann dieses Buch empfehlen – ohne Einschränkungen, daher gebe ich auch 5 Sterne. (Diese Rezension stelle ich ebenfalls bei amazon ein)

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  • Es ist nicht alles Gold, was glänzt

    Nach dem Sturm
    betty

    betty

    21. September 2016 um 16:03

    Maryanne Becker, Nach dem Sturm Es ist nicht alles Gold, was glänzt Die Autorin porträtiert sechs Frauen und sechs Männer, die eins gemeinsam haben: sie sind Friedenskinder, wurden in der Nachkriegszeit geboren und kennen den Krieg nur aus Erzählungen ihrer Eltern. Sie erleben ihn dennoch indirekt fast täglich. Denn immer noch ist die Zeit der Entbehrung und Zerstörung in ihren Familien präsent. Trotz aufkommenden Wirtschaftswunders sind Gold und Glanz der neuen Zeit noch nicht in allen Familien angekommen. Heute, da unsere Lebenswirklichkeit sich weit von der Nachkriegszeit entfernt hat, tut es Not zurückzublicken. Bald wird es niemanden mehr geben, der sich erinnern kann. Die letzten Zeitzeugen werden gehen und unsere Kinder können niemanden mehr fragen. Daher ist es wichtig, Erinnerungen aufzuschreiben, die bald niemand mehr kennt. Ich habe die Selbstporträts der zwölf Befragten gerne gelesen, denn ich gehöre zu der Generation, die Krieg und Nachkriegszeit noch erlebt hat. In vielen der Erzählungen habe ich mich wiedergefunden, einige blieben mir fremd, was an den ganz individuellen Schicksalen liegt, die aber durch die Unterschiedlichkeit der persönlichen Lebensbilder gerade interessant wirken. Das Buch sei jedem empfohlen, der einen Blick auf die eigene Herkunft werfen möchte, denn - wie sagt man oft - Zukunft braucht Herkunft. Durch die narrative Darstellung, die die Autorin wählt, wirken die Texte zuweilen sehr sachlich, protokollarisch berichtend. Etwas mehr erzählerische Elemente wie z.B. wörtliche Rede könnten mehr Lebendigkeit bringen. Trotzdem gefällt mir das Buch sehr.

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