Mascha Kaléko

 4.5 Sterne bei 184 Bewertungen
Autorin von Das lyrische Stenogrammheft, Die paar leuchtenden Jahre und weiteren Büchern.
Autorenbild von Mascha Kaléko (© Gisela Zoch-Westphal / Quelle: dtv)

Lebenslauf von Mascha Kaléko

Die Lyrikerin Mascha Kaléko wurde 1907 als Tochter eines russischen Vaters und einer österreichischen Mutter als Golda Malka Aufen geboren. Nach Schul- und Studienjahren in Berlin wurde sie 1930 von Monty Jacobs, einem der Pioniere des deutschen Feuilletons, für die „Vossische Zeitung“ entdeckt. Hier und im „Berliner Tagesblatt“ erschienen jahrelang ihre Gedichte, die sie rasch zu einer literarischen Berühmtheit der alten Reichshauptstadt und über ihre Grenzen hinaus bekannt machten. Seit 1938 lebte die Dichterin als amerikanische Staatsbürgerin in New York mit ihrem Mann, dem Dirigenten und Komponisten Chemjo Vinaver, und ihrem Sohn Steven, der ihre lyrische Begabung geerbt hat. Mascha Kaléko starb nach jahrelangem Aufenthalt in Jerusalem im Januar 1975 in Zürich.

Alle Bücher von Mascha Kaléko

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Buchformat:
Cover des Buches Das lyrische Stenogrammheft9783423280983

Das lyrische Stenogrammheft

 (53)
Erschienen am 14.10.2016
Cover des Buches Die paar leuchtenden Jahre9783423131490

Die paar leuchtenden Jahre

 (33)
Erschienen am 01.12.2003
Cover des Buches Verse für Zeitgenossen9783499332470

Verse für Zeitgenossen

 (25)
Erschienen am 01.06.2007
Cover des Buches Sei klug und halte dich an Wunder9783423142564

Sei klug und halte dich an Wunder

 (18)
Erschienen am 01.10.2013
Cover des Buches In meinen Träumen läutet es Sturm9783423289863

In meinen Träumen läutet es Sturm

 (3)
Erschienen am 26.10.2018
Cover des Buches Verse für Zeitgenossen9783423281393

Verse für Zeitgenossen

 (2)
Erschienen am 08.12.2017
Cover des Buches Ich bin von anno dazumal9788525464613

Ich bin von anno dazumal

 (2)
Erschienen am 01.01.1984

Neue Rezensionen zu Mascha Kaléko

Neu

Rezension zu "Träume, die auf Reisen führen" von Mascha Kaléko

Ein schönes Buch, aber doch mehr für Erwachsene
Ramgardiavor einem Jahr

Wundervolle Gedichte in einer schönen Sprache. Hier wir nicht geschummelt, damit es sich reimt. Lediglich die Wortwahl ist manchmal etwas sehr schwierig, ich musste einige Worte googlen, weil sie mir kein Begriff waren. Auch Anspielungen, wie z.B. auf Freud dürfte für die Kinder erklärungsbedürftig sein.

Unter neue Limericks für Kinder findet man:

"Beim Erntefest droben am Rheine,

da sangen die Winzer beim Weine

"Die saure Sorte gelangt zum Transporte. Dän gude Wein drink mer alleine"

Für Kinder schwer zu verstehen und sicher auch kein Thema für Kinder.

Vielleicht hätte man das Buch ohne den Zusatz "Gedichte für Kinder" herausbringen sollen und das Erwachsenenpublikum hätte entschieden, ob man einige Gedichte auch für seine Kinder nutzen sollte.

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Rezension zu "In meinen Träumen läutet es Sturm" von Mascha Kaléko

Berühmt - und doch unbekannt...
pardenvor einem Jahr

BERÜHMT - UND DOCH UNBEKANNT...

Hand aufs Herz - Mascha Kaléko? Wer von uns hat zuvor schon etwas von dieser Frau gehört oder gelesen? Nun, ich kann natürlich nur für mich schreiben, und ich muss gestehen: ich nicht...

Mascha Kaléko. Dieser Name tauchte zuerst um 1930 in Berlin auf - sie schrieb "Zeitungsgedichte", vom Alltag für den Alltag, und diese Art der pointierten Großstadtlyrik liebte man in den dreißiger Jahren ganz besonders. Kaléko gehörte in Berlin zum Kreis der schöpferischen Boheme, saß, dichtete und diskutierte im "Romanischen Café" mit Größen wie Tucholsky, Ringelnatz und Kästner. Die erste Auflage ihres Buches "Das lyrische Stenogrammheft" war schnell vergriffen - doch als Ernst Rowolt die zweite Auflage druckte und auch ihr zweites Werk "Kleines Lesebuch für Große", wurden beide Bücher noch in der Druckerei beschlagnahmt. Mascha Kaléko war Jüdin.

"Berühmt - und doch unbekannt: der Schnittpunkt dieser beiden Komponenten weist auf ein deutsch-jüdisches Schicksal, markiert den Sturz ins Vergessenwerden, signalisiert das Verdammtsein ins Echolose, zur totalen Heimatlosigkeit."

Das lebenslängliche Gefühl von Heimweh und Ausgeliefertsein, Emigrantin von Kind auf, Schicksalsschläge und Einsamkeit - all dies prägt die Lyrik von Mascha Kaléko.


" Wie in der kranken Auster nur
sich eine Perle rundet
so formt sich auch des Dichters Lied
im Herzen, das verwundet."

(Aus "Sublimiertes Wehweh")


********

Oftmals sind die Gedichte Ausdruck der Überzeugung oder der Gefühle der Autorin. Es finden sich Werke zu Freundschaft, Zivilcourage, Umgang mit Schicksalsschlägen - und immer wieder Einsamkeit. Und Kaléko bringt es derart auf den Punkt, dass die Gedichte für sich sprechen und keiner Interpretation bedürfen.
Alleine um sie nicht in Vergessenheit geraten zu lassen - für mich - stelle ich hier nun noch zwei der Gedichte ohne weiteren Kommentar vor.


Der Eremit

Sie warfen nach ihm mit Steinen.
Er lächelte mitten im Schmerz.
Er wollte nur sein, nicht scheinen.
Es sah ihm keiner ins Herz.

Es hörte ihn keiner weinen,
Er zog in die Wüste hinaus.
Sie warfen nach ihm mit Steinen.
Er baute aus ihnen sein Haus.


*********

Take it easy!

Tehk it ih-sie, sagen sie dir.
Noch dazu auf englisch.
"Nimm´s auf die leichte Schulter!"

Doch, du hast zwei.
Nimm´s auf die leichte.

Ich folgte diesem populären
Humanitären Imperativ.
Und wurde schief.
Weil es die andere Schulter
Auch noch gibt.

Man muss sich also leider doch bequemen,
Es manchmal auf die schwerere zu nehmen.


*********

Es ist nicht immer die Zeit für Gedichte. Aber wenn die Zeit passend ist, ist dieses Buch eine Bereicherung.
Von mir eine klare Empfehlung!


© Parden

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Rezension zu "Das lyrische Stenogrammheft" von Mascha Kaléko

Lyrik der besonderen Art!
kingofmusicvor 2 Jahren

Mascha Kaléko (1907-1975) war mir bis dato (so gut wie) kein Begriff; man hat mal hier und dort einen Hinweis auf sie erhalten, eine Rezension gelesen, sich aber nie näher mit ihr befasst.


Das hat sich nun dank einer besonderen Person grundlegend geändert! Schon beim ersten Durchblättern von „Das lyrische Stenogrammheft“ musste ich herzhaft grinsen, beschreibt sie doch beispielsweise am Ende des selbigen in „Brief an eine Reisetante“, wie es zu Hause geht, während die Tante in Sizilien weilt:


„Ich danke dir für deinen Brief. (Das Ansichtskarten-Kitschmotiv Kann ich dir nie vergeben.) Nun bitt ich dich so sehr ich kann, Wenn du schon schreibst, auch dann und wann Das Porto aufzukleben.

Zu Frage eins: Wie es mir geht, Und wie´s um Möpschen Susi steht, Erwidre ich beklommen: Was mich betrifft, ich bin gesund. Doch leider hat der liebe Hund Zwei Kilo abgenommen.“ (S. 194)


Mascha Kaléko beherrschte die Kunst, Alltagssituationen wie sie jeder von uns kennt, in wunderbar locker-leichte Lyrik zu verpacken, um „zwischen den Zeilen“ Kritik am System zu üben. Jede Leserin/ Jeder Leser wird sich irgendwo in den Gedichten wiederfinden – sei es, wenn es darum geht, die „verflossene“ Liebe zu beweinen, wenn es darum geht, sonntags an montags und somit an Arbeit zu denken oder einem Kind ein „Gute Nacht“-Gedicht aufzusagen, damit es gut schläft und träumt.


Viele Gedichte von Mascha Kaléko sind von einer tiefen Melancholie durchzogen (ein beliebtes Motiv ist der Herbst, der Regen, Sturm…) und trotzdem blitzt immer wieder ein Funken der Hoffnung zwischen den Zeilen hervor und man stellt sich beim Lesen vor, wie die Gedichte wohl wirken, wenn man sie mit einer Tasse Tee auf dem Sofa liest, während es draußen regnet…


Die immer wieder eingestreuten Kurzprosatexte sind mal poetisch, mal satirisch, aber immer auf den Punkt gebracht und zeigen die Vielseitigkeit von Mascha Kaléko.


„Das lyrische Stenogrammheft“ war mein erstes, jedoch definitiv nicht letztes Büchlein von Mascha Kaléko und dürfte in Zukunft zu meinen bevorzugten Lektüren gehören.

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Zusätzliche Informationen

Mascha Kaléko wurde am 07. Juni 1907 in Chrzanów geboren.

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von 4 Lesern aktuell gelesen

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