Mascha Rolnikaite

 4.4 Sterne bei 18 Bewertungen

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Ich muss erzählen

Ich muss erzählen

 (16)
Erschienen am 01.03.2004

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LostHope2000s avatar

Rezension zu "Ich muss erzählen" von Mascha Rolnikaite

[Rezension] Ich muss erzählen - Mascha Rolnikaite
LostHope2000vor 3 Jahren

Eins vorweg, man muss bei den Buch Rotz und Wasser heulen! 

Judenverfolgung, schon vor dem Mittelalter bekannt aber durch Hitler erst richtig in den Fokus geraten! Mascha hat im zweiten Weltkrieg ein Tagebuch geführt, natürlich geheim denn sowas war verboten. Sie schrieb alles von 1941-1945 auf, auch nur das was sie wirklich erlebt hat. Sie musste sehr viel durchstehen, ich hätte nie gedacht das unser Volk so grausam war. Überlebt sie die ganze Geschichte? Was wird aus ihrer Familie? Wird sie jemals wieder so sein wie vor dem Krieg? All die Fragen werden im Buch beantwortet, es ist ein Prosa Text aber hat Ähnlichkeiten mit einen Tagebuch so das es sich flüssig lesen lässt. 

Ehrlich gesagt weiß ich nicht wie ich diese Rezi schreiben soll, ich bin emotional zu sehr angegriffen und muss immer noch weinen, das Buch kann man nicht in Worte fassen, man kann keine Vernünftige Rezi dazu schreiben man muss es einfach selber gelesen haben! Was ich noch anmerken möchte, ich hasse Geschichte aber dieses Buch bringt selbst Geschichtshasser dazu in die Geschichte einzutauchen und mitzufühlen 

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Neonsonnes avatar

Rezension zu "Ich muss erzählen" von Mascha Rolnikaite

Ihr lebt nicht, um zu arbeiten. Ihr arbeitet, um zu leben!
Neonsonnevor 6 Jahren

Obwohl dieses Thema schon unzählige Male durchgekaut wurde und sich immer und überall wiederholt, sei es in Büchern, als Film oder Dokumentation, ich bekomme nicht genug davon. Nach jedem gelesenen Buch, das vom Nationalsozialismus und Antisemitismus erzählt, bin ich immer wieder auf's Neue erschüttert.

Mascha wird am 21. Juli 1927 als Tochter des Rechtsanwalts Hirsch Rolnik in Memel geboren. Sie hat 3 Geschwister. 1940 zieht die Familie nach Wilna, Litauens historische Hauptstadt. Wilna steht für die einzigartige religiöse und weltliche Kultur, die dort einmal blühlte, für Juden in aller Welt ein Begriff..

Die Deutschen besetzen 1941 Wilna. Ein Ghetto wird errichtet, in das die jüdische Bevölkerung getrieben und eingesperrt wird. In einer Wohnung hausen bis zu 8 Familien. Die dreizehnjährige Mascha ist mittendrin und bekommt das Grauen hautnah mit. Die Brutalität der Deutschen erschüttert sie bis ins Mark. In dieser Zeit gibt es immer wieder sogenannte Aktionen, bei denen die arbeitsunfähige Bevölkerung des Ghettos ausgesondert und zur Erschießung nach Ponar gebracht wird, ein Stadtteil Wilnas.

Auf den ersten 30 Seiten findet man ein Vorwort, das die Kriegsjahre in Wilna beschreibt. Außerdem hat es etliche Jahre gedauert, bis Masche endlich ihr Tagebuch veröffentlichen konnte. Danach erst, am 22. Juni 1941, beginnt das eigentliche Tagebuch, an einem warmen Sonntagmorgen, an dem ihre kleine Welt plötzlich zusammenbricht. Es ist Krieg. 1942 befindet sie sich bereits im Ghetto und wird zu Zwangsarbeit gezwungen. Aus Angst ihre Tagebuchaufzeichnungen könnten entdeckt werden, versteckt Mascha diese und lernt den größten Teil auswendig. Findet ein Nazi diese Notizen, würde man alle erschiessen.

Am 24. September 1943 wird Mascha von ihrer Mutter und den kleinen Geschwistern getrennt. Mit dem Zug wird sie zusammen mit 1700 weiteren Juden ins KZ geschickt. Von nun an muss sich Mascha allein durchschlagen. Die Angst um die Mutter bleibt, die Ungewissheit bringt sie fast um. Was sie bis dahin erlebt hat, ist nichts im Vergleich zu dem, was noch folgen soll. Hunger, Kälte, totale körperliche Erschöpfung, Schmerzen, Erniedrigungen und die immer fortwährende Angst, es könnte der letzte Tag sein.

"Neid ist zwar nicht schön, aber ich bin manchmal neidisch auf die Kinder, die noch nichts begreifen..."

Es wurd mir viele Male unsagbar schwer ums Herz. Das Leid wird zwischen jeder dieser Zeilen sichtbar. Ich habe oft seufzen müssen. In manchen Momenten kamen mir die Tränen. Eines von vielen Millionen schrecklicher Schicksale, das kaum mit Worten zu beschreiben ist. Das Tagebuch wiegt schwer auf den Leser und überflutet ihn mit tiefer Traurigkeit. Ein Dankeschön an Mascha, die nicht besser diese sadistischen Details zu Papier hätte bringen können. Dieses Todestagebuch halte ich in Ehren und bekommt einen ganz besonderen Platz auf meinem Zweite-Weltkrieg-BücherRegal.

Lieblingsstelle:
Nacht ... Die Erde atmet schwer. Auf ihr lasten die Körper unschuldiger Opfer. Frische junge Gräser streicheln sanft die zu Boden gedrückten Gesichter. Vielleicht wollen sie sie mit ihrer frühlingshaften Frische wieder zum Leben erwecken.

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Rezension zu "Ich muss erzählen" von Mascha Rolnikaite

Rezension zu "Ich muss erzählen" von Mascha Rolnikaite
Freaky_Tattoovor 11 Jahren

'Eins der vielen Zeugnise von Opfern der Nazis und wie viel Leid der Mensch ertragen kann ohne zu grunde zu gehen...

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