Mascha Vassena Das verschlossene Zimmer

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Inhaltsangabe zu „Das verschlossene Zimmer“ von Mascha Vassena

Trotz ihrer Brückenphobie reist Lena nach Venedig, um die Familie ihrer Mutter kennenzulernen. Doch im labyrinthischen Palazzo der Orlandis kommt es zu unheimlichen Vorfällen: Weshalb kennt Lena sich im Palazzo so gut aus? Woher kommen die Schreie, die nachts durch die Gänge hallen? Lena lässt sich nicht einschüchtern und entdeckt eine tragische Wahrheit, die in den dunklen Wassern der Stadt verborgen liegt ...

Eine dramatische Familiengeschichte und spannend bis zur letzten Seite

— psycho_bonbon

Ein sehr empfehlenswerter Zeitvertreib!

— Avalee

Tolles Buch für Venedig-Fans!

— Katjuschka

Rätzelhafte Familiengeheimnisse mit vielen Überraschungsmomenten!

— Monika58097

Spannender Unterhaltungsroman, der auf zwei Zeitebenen spielt...

— nicigirl85

Die Familiengeschichte ist sehr spannend, denn immer wieder ergeben sich Wendungen, die so nicht zu erwarten waren.

— buecherwurm1310

Mein Sommertaschenbuch 2015! :o)

— StMoonlight

Eine grauenhafte Familientragödie vor einer traumhaften Kulisse! Mich hat die Geschichte gefesselt und berührt!

— Cocolinchen

Ein sehr unterhaltsamer Roman, spannend und gut geschrieben. Die "Kliesches" auf den letzten Seiten haben einen Bewertungspunkt gekostet.

— missmistersland

Ein tolles Werk der geheimnisvollen Familiengeschichten. Mascha schafft es, das es mir am Ende so vorkommt, als wäre es wirklich passiert <3

— LeseBlick

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  • ein altes Familiengeheimnis kommt ans Licht

    Das verschlossene Zimmer

    Lujoma

    14. November 2017 um 17:04

    Inhalt: Novembernebel umhüllt den vierhundert Jahre alten Palazzo, in dem Lena in den kommenden Tagen wohnen wird. Die junge Münchnerin hat erst vor Kurzem erfahren, dass ihre Mutter einer venezianischen Adelsfamilie entstammt. Nun möchte sie ihre Verwandten kennenlernen und herausfinden, weshalb ihre Mutter vor vielen Jahren ihre Familie verließ. Doch in dem leicht heruntergekommenen Anwesen der Orlandis häufen sich schon bald unheimlige Vorfälle. Nachts hallen Schreie durch die verwinkelten Korridore, und manche Teile des Gebäudes kommen Lena seltsam vertraut vor. Ist sie etwa dabei, den Verstand zu verlieren? Obwohl der Restaurator Luciano ihr zur Seite steht, droht sie sichin einem Netzt aus Lügen zuverfangen. Doch allmählich lichtet sich der Nebel und enthüllt seit Langem vergessen geglaubte Ereignisse…. Meine Meinung: Das Buch hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Die autorin hat einen angenehmen Schreibstil, der sich gut lesen lässt. Die Spannung bleibt bis zum Ende des Romans hoch und die Auflösung hat mich überrascht. Es gibt zwei Erzählebenen - 1980 - 1988 und 2014. Lena, die Hauptperson ist gut beschrieben und sympathisch. Ich konnte mich gut in sie einfühlen. Dass sie trotz Brückenphobie nach Venedig reist um zu erfahren, was ihre Mutter ihr immer verschwieg, ist gut nachvollziehbar. Ich fand auch ihre Ängste und Gefühle auf Brücken sehr gut beschrieben. Lena versteht sich auf Anhieb mit ihrer Cousine Vittoria, die ihr den Palazzo zeigt. Beatrice, die Tante, wirkt dagegen kalt und unnahbar und immer auf äußeren Schein bedacht. Mit ihr bin ich nicht „warm geworden“, im Gegenteil, sie wurde immer unsympathischer. Je mehr Fragen Lena stellt umso mehr stößt sie auf Schweigen. Doch woher kommen die Schreie in der Nacht? Wieso kann sie sich an Räume erinnern? Wieso tauchen plötzlich Erinnerungen auf, wo sie doch, laut aussagen ihrer Mutter, nie in Venedig war??? Was verschweigt das Hausmädchen Maria? Und wer ist die kleine Lucia auf dem Foto, dass sie bei ihrer Mutter entdeckte? Zwischen all den Fragen findet Lena in Luciano, den sympathischen Restaurator einen Freund, der ihr zur Seite steht… Fazit: „Das verschlossene Zimmer“ ist ein spannender Roman über Familiengeheimnisse, die nach vielen Jahren ans Licht kommen. Gute Unterhaltung, die ich gern weiterempfehle.

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  • Der Bruch einer Familie und die Frage nach dem „Warum“

    Das verschlossene Zimmer

    Avalee

    29. May 2016 um 11:49

    Lena, die die Familie ihrer Mutter nie kennengelernt hat, erfährt durch einen Brief, dass die Bank der Familie verkauft werden soll. Dies scheint ihr ein guter Grund, ihre nahe Verwandtschaft in Italien endlich kennenzulernen. Also reist sie nach Venedig und wird sogar eingeladen, bei ihren Verwandten, den Orlandis, zu wohnen. Mit ihrer Cousine versteht sie sich auf Anhieb, ihre Tante allerdings ist sehr kühl und abweisend ihr gegenüber. Eines Nachts hört Lena ein merkwürdiges Heulen in dem Familienanwesen und versucht zu ergründen, woher es kam. Sie entdeckt eine Gestalt und folgt ihr. Allerdings schafft sie es nicht, diese einzuholen. Stattdessen entdeckt sie ein Bild der Familie, das einige Fragen bei ihr aufwirft. Außerdem hat Lena zeitweise das Gefühl, sich an bestimmte Teile des Familienanwesens zu erinnern, auch wenn sie (nach Angaben ihrer Mutter) niemals dort war. Dann ist da auch noch Luciano, in den sie sich verliebt und der ihr hilft, hinter die Familiengeheimnisse der Orlandis zu kommen. Zudem gibt es eine zweite Handlungsebene, in der Lenas Mutter jung ist und die Ereignisse, die zum Bruch zwischen ihr und dem Rest der Orlandis geführt haben, ihren Lauf nehmen. Mascha Vassenas Schreibstil lässt sich sehr gut lesen. Die Autorin nimmt den Leser mit in eine ferne Stadt, denn die Beschreibung Venedigs ist sehr malerisch und es fällt einem leicht, sich vorzustellen, man wäre wirklich dort. Allerdings erfährt man auch, dass der Tourismus die Stadt zerstört – ein Punkt, der mir bisher nicht klar war. An erster Stelle stehen die Familiengeheimnisse rund um den Bruch der Familienbande, die Lena entschlüsseln möchte. Dabei werden viele Fragen aufgeworfen, die geschickt ihre Antworten finden. Die zarte Liebesgeschichte, die sie mit Luciano erlebt, rückt dabei passender Weise mehr in den Hintergrund. Außerdem beinhaltet der Roman einige unerwartete Wendungen. Ein sehr empfehlenswerter Zeitvertreib!

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  • Rätzelhafte Familiengeheimnisse

    Das verschlossene Zimmer

    Monika58097

    16. October 2015 um 10:52

    Lena und ihre Mutter Gabriella erhalten mit dem Brief eines Rechtsanwaltes eine Einladung nach Venedig. Es soll über den Verbleib bzw. den Verkauf der Orlandi-Bank entschieden werden. Lenas Mutter blockt jedoch ab. Sie möchte nichts mit ihrer Familie zu tun haben. Stattdessen fliegt sie mit ihrem Mann Frank wieder einmal nach Afrika, um dort Kindern zu helfen. Lena lässt das Ganze jedoch nicht mehr los. Gegen den Willen ihrer Mutter macht sie sich auf nach Venedig. Sie möchte die Familie ihrer Mutter kennenlernen, von der sie noch nicht einmal wusste, dass sie einer venezianischen Adelsfamilie entstammt. Über ihren Besuch scheint sich jedoch nur ihre Cousine Vittoria zu freuen. Ihre Tante begegnet ihr sehr unterkühlt und distanziert. Was ist damals bloß passiert, das zum Bruch der Schwestern führte? Und was hat es mit dem nächtlichen Heulen auf sich? Wird Lena die Geheimnisse ihrer Familie lüften können? Niemand scheint wirklich mit ihr sprechen zu wollen. Und wieso hat sie das Gefühl, sich im Palast der Orlandis auszukennen? Und wieso überfällt sie immer wieder diese Angst, wenn sie sich einer Brücke nähert? "Das verschlossene Zimmer" - ist ein mitreißender, ist ein hinreißender Roman! Mascha Vassena fesselt und begeistert den Leser. Die Geschichte ist unheimlich spannend und auch sehr atmosphärisch. Der Leser begleitet Lena durch Venedig. Man spürt regelrecht den Nebel auf der Haut, hört die seichten Wellen gegen die Mauern klatschen. Paläste, Brücken, enge Gassen. Als Leser ist man immer dabei. Wunderbar gezeichnet die einzelnen Personen. Lenas lebensfrohe Mutter Gabriella als junges Mädchen. Das komplette Gegenteil ihre immer tadellos agierende Schwester Beatrice, eine Frau, so voller Neid und Hass. Dann Lena mit ihrer Angst, ihren Gedanken, ihren Gefühlen. Maria, die Haushälterin der Orlandis, die vieles weiß, aber nichts preisgibt. "Das verschlossene Zimmer" - eine wunderbar spannende Familiengeschichte. Absolut guter Lesestoff mit vielen Überraschungsmomenten. Unbedingt lesen!

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  • Eine Familie mit Geheimnissen

    Das verschlossene Zimmer

    Heimfinderin

    02. September 2015 um 16:29

    Inhalt Lena und ihre Mutter Gabriella bekommen jeweils einen Brief von einem Notar aus Venedig. Es handelt sich um eine dringende Erbangelegenheit, für deren Ausübung die Anwesenheit der beiden Frauen notwendig wäre. Lena sieht endlich eine Gelegenheit, mehr über ihre italienische Familie zu erfahren, was ihre Mutter bisher immer erfolgreich abgeblockt hatte. Und auch diesmal erfährt Lena nicht mehr, als dass sie den Brief gleich wegwerfen soll, wie es die Mutter selbst schon getan habe und allen weitern Kontakt zur Familie vermeiden muss, denn „wer solche Verwandten hat, braucht keine Feinde mehr“. Doch Lena lässt es keine Ruhe. Mit dem Wissen „Jetzt oder Nie“ durchsucht sie persönliche Dinge ihrer Mutter und findet ein Babyfoto mit einem fremden Namen. Daraufhin macht sie sich ohne das Wissen der Mutter auf den Weg nach Venedig, um endlich etwas über ihre Herkunft und ihre Familie zu erfahren. In Venedig angekommen sieht sie sich einer Familie aus altem Adel gegenüber, die in einem alten Palazzo wohnt und einige Geheimnisse mit sich herumträgt. Warum kennt niemand das Baby vom Foto ihrer Mutter? Warum der offensichtliche Hass ihrer Tante gegen Lenas Mutter? Wo kommt das Geheule her, das nachts durch das Haus klingt? Wieso erscheint Lena der alte Palazzo teilweise so vertraut, wenn sie doch bisher nie in Italien gewesen war? Und woher kommt die plötzliche Brückenphobie, die Lena den Aufenthalt in Venedig gerade so schwer macht? Lena trifft auf Mauern und Schweigen. Nur die junge Cousine Vittoria nimmt Lena herzlich auf. Und dann ist da noch der gut aussehende und geheimnisvolle Restaurator Luciano ... Meine Meinung Die Geschichte wird in zwei Zeitsträngen erzählt und wechselt immer wieder vom Jahr 2014 ins Venedig der 1980er Jahre (1980-1988). In der Gegenwart begleiten wir Lena von München nach Venedig auf ihrer Suche nach Antworten zu den Geschehnissen, die ihre Mutter so lange schon vor ihr verheimlicht hatte. Sie möchte endlich ihre Familie kennenlernen und verstehen, was damals passiert ist. Dazwischen springt die Handlung immer wieder zurück zur Vergangenheit und beschreibt wichtige Episoden im Leben der Familie Orlandi und man lernt dabei nach und nach die jungen Schwestern Gabriella und Beatrice kennen und was zu den Katastrophen in deren Leben geführt hatte. Nach und nach wird uns Lesern klar, was passiert ist, bis es sich am Ende richtig aufklärt und auch Lena die volle Wahrheit erkennt. Das wird für mich insgesamt sehr spannend erzählt und gerade die Wechsel von Gegenwart in Vergangenheit hält hier für mich die Spannung immer sehr hoch, weil so nur nach und nach die einzelnen Geheimnisse gelöst werden und ich beim Lesen so schön miträtseln und mitfiebern konnte. Und nicht nur die Vergangenheit sorgt dabei für Gänsehaut, weil einige Figuren sich grausig verhalten, sondern auch in der Gegenwart passieren einige unheimliche Dinge im Palazzo, die nicht nur Lenas Erinnerungen oder ihrer unerklärlichen Angst vor Brücken, sondern auch ganz realen Dingen entspringen. Will jemand Lena vertreiben? Neben der immer ein bisschen unheimlich gehaltenen Stimmung in dem sowieso schon atmosphärisch besonderen Venedig, spielt sich aber auch eine kleine Romanze ab, die das ganze Geschehen etwas auflockert und mir ebenso viel Spaß gemacht hat, wie das Spekulieren darüber, was nun früher genau passiert ist. Gut gefallen hat mir dabei, dass es möglich war, der Vergangenheit auf die Spur zu kommen, aber es nicht zu einfach und nicht zu schwierig gemacht wurde. Nach meinem Empfinden wurden die Hinweise gut verteilt, man hat immer wieder neu spekulieren können und Lust gehabt, weiter darüber nachzudenken und herauszufinden, ob man mit seinen Gedanken richtig liegt. Auch wenn ich einiges richtig ahnte, schwankte ich auch immer mal wieder und die endgültige Auflösung bot dann immer noch eine Überraschung. Eine gute und spannende Mischung. Auch die Charaktere haben mir gut gefallen. Sie wirkten lebendig und hatten Persönlichkeit. Die neugierige Lena war mir schnell sympathisch, der Restaurator mit seinem besonderen Charme sowieso und auch die aufmüpfige Cousine Vittoria, die Lena als einzige in der Familie herzlich aufnahm. Deren Schwester Celeste kam sehr unsicher rüber, überraschte aber später noch und ihr schmieriger Ehemann erzeugte schnell Widerwillen bei mir. Die charakterlich interessantesten Personen waren für mich aber die junge Gabriella in den Vergangenheitsszenen, die in ihrem Selbstbewusstsein der älteren Schwester Beatrice immer ein Dorn im Auge war, die von Neid und Hass zerfressenen und unberechenbar wirkende Beatrice damals und heute, und deren Ehemann Vincenzo, der in der Vergangenheit ein musischer, aber auch sehr schwacher Mensch gewesen ist.

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  • Auf der Suche nach den eigenen Wurzeln...

    Das verschlossene Zimmer

    nicigirl85

    26. August 2015 um 10:38

    Da ich noch nie in Venedig war, wollte ich wenigstens über dieses spannende Buch eine Reise in die Stadt wagen. Der vorliegende Roman war der erste, den ich von Mascha Vassena gelesen habe. In der Geschichte geht es um Lena, die ihre Familie mütterlicherseits näher kennenlernen will und deswegen nach Venedig reist, auch wenn ihre Mutter das nicht möchte. Auf dem Anwesen der Familie Orlandi kommt es alsbald zu merkwürdigen Ereignissen. Lena hat das Gefühl schon ein Mal dort gewesen zu sein. Kann das wirklich stimmen? Wird Lena das Geheimnis ihrer Familie lüften können? Ein allwissender Erzähler führt uns durch die Ereignisse, die uns über zwei Handlungsstränge näher gebracht werden. Gelungen fand ich zudem, dass jedem Kapitel vorangestellt ist, in welcher Zeit und wo die Handlung spielt, das sorgt für eine bessere Orientierung. Lena hat es nicht leicht als sie bei ihrer Familie in Venedig ankommt, denn nicht nur ihre Brückenphobie plagt sie, sondern man begegnet ihr auch mit einer gehörigen Portion Abwehr. Was haben denn nur alle zu verbergen und warum brach ihre Mutter einst mit der Familie? In Lena erwacht der Spürsinn und der Leser erfährt mit ihr nach und nach, was damals wirklich geschehen ist. Die Offenbarungen lassen einen als Leser nicht kalt und man ist erstaunt zu was Menschen alles fähig sein können. Die Auflösung erahnt man zwar, hat mir aber dennoch gut gefallen. Ich mag es, wenn man mit rätseln kann und auch von allein auf die Lösung kommt, als am Ende eine Erklärung geboten zu bekommen, die man nicht ansatzweise hätte erahnen können. Die dargestellten Personen, allen voran Lena, waren gut gezeichnet. Man konnte sie sich gut vorstellen und sich in sie hineinversetzen. Der Schreibstil der Autorin ist fesselnd und mit ihren Beschreibungen konnte man sich das Palazzo der Familie und die Stadt sehr gut vorstellen. Fazit: Spannende Unterhaltung, die ich nur zu gern weiterempfehle.

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  • Die dunklen Geheimnisse der Familie Orlandi

    Das verschlossene Zimmer

    buecherwurm1310

    24. August 2015 um 14:17

    Lena weiß nichts über die Familie der Mutter. Gabriella blockt auch jetzt wieder ab, als ein Brief eines Anwaltes aus Venedig eintrifft. Als sie dann zu ihrem Mann nach Afrika reist, sieht Lena die Chance mehr über die Familie zu erfahren. Zunächst stöbert sie in den Sachen der Mutter herum und findet das Foto und das Armbändchen eines Babys namens Lucia. Da Lena das höchst mysteriös findet, fährt sie nach Venedig. Doch Venedig und ihre Brückenphobie passen gar nicht zusammen, Lena hat große Schwierigkeiten. Doch sie findet den Palazzo der Familie Orlandi. Sie wird von ihrer Verwandtschaft zwar aufgenommen, doch nur ihre Cousine Vittoria ist erfreut. Beim Abendessen ist Onkel Vincenzo nicht dabei, weil er sich in der Reha befindet. Gabriellas Schwester Beatrice und deren Tochter Celestine samt ihrem Mann Riccardo wirken mehr als unterkühlt. Die Angestellte Maria reagiert auch sehr merkwürdig, als sie erfährt, wer Lena ist. Neben diesem Gegenwartsstrang erfahren wir nach und nach, was in der Vergangenheit im Hause Orlandi geschehen ist. Gabriella und Beatrice hatten nie ein gutes Verhältnis, denn Gabriella wurde von ihrem Vater vieles nachgesehen und Beatrice war verrückt vor Eifersucht. Doch dann hatte es Gabriella zu weit getrieben und wurde aufs Land verbannt. Beatrice hatte nun ihre Chance und blühte auf. Sie lernt Vincenzo kennen und kurz vor deren Hochzeit kommt Gabriella zurück. Das Buch lässt sich angenehm flüssig lesen. Es gibt so viele Fragen, die sich einem beim Lesen stellen und peu à peu werden sie alle beantwortet. Beatrice hat sich den Regeln und Werten der Großmutter unterworfen, sie nie in Frage gestellt und will, dass sich die gesamte Familie diesen Regeln unterwirft. In diesem Umfeld ist sie zu einer schwer gestörten Frau geworden, die engstirnig und gefühllos ist und nicht davor zurückschreckt, einem kleinen Kind etwas anzutun. Das kann natürlich nur zu Konflikten mit ihrer lebensfrohen und etwas leichtsinnigen Schwester Gabriella führen. Diese Protagonistinnen und auch alle anderen Charaktere sind gut und authentisch dargestellt, selbst über manche Schwäche konnte ich hinwegsehen. Lena blieb mir aber immer ein bisschen fremd, da ich einige ihrer Verhaltensweisen nicht so nachvollziehen konnte. Ihre Neugier auf die Familie kann ich ohne Weiteres nachempfinden, man möchte seine Wurzeln schließlich kennenlernen, auch wenn man dann feststellt, dass es nicht passt. Aber sie geht das ein bisschen halbherzig an, denn sie zeigt kein Interesse an dem Vater von Gabriella. Vittoria wäre vielleicht einiges erspart geblieben, hätte Lena mehr auf ihr Gefühl gehört. Dass sie Beatrice nicht wenigstens zur Rede stellt als ihre Erinnerungen wieder präsent sind, kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Schön war es, dass Lena in Luciano, den sie in Venedig kennenlernt, einen Menschen hat, der sie unterstützt. Die Familiengeschichte ist sehr spannend, denn immer wieder ergeben sich Wendungen, die so nicht zu erwarten waren und mich auf falsche Spuren brachten.

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  • Viva Venezia

    Das verschlossene Zimmer

    StMoonlight

    22. August 2015 um 17:09

    Lena denkt sie kennt ihre Eltern, ihre Kindheit und sich selbst. Dann bekommen ihre Mutter und sie selbst eine Einladung nach Venedig. Der Brief stammt von einem Notar und es geht um den Verkauf einer Bank. Lenas Mutter, Gabrielle, stammt ursprünglich aus Venedig und ist von vielen Jahren nach Deutschland gezogen. Zu ihrer Familie hat sie keinen Kontakt und will diesen auch nicht, so dass sie die Einladung direkt in den Mülleimer wirft. Ihre Tochter, die von ihrer Familie überhaupt nichts weiß, nutzt die Gelegenheit ihre Mutter noch einmal zu fragen was in der Vergangenheit passiert ist, doch ihre Mutter schweig eisern. Als Gabriella mit ihrem Mann Frank nach Afrika fliegt, um dort zu helfen sieht Lena sich in der Wohnung ihrer Eltern gründlich um. Dabei stößt sie auf ein Neugeborenarmband und ein Foto. Doch zu wem gehört es und warum ihre Mutter alles vor ihr versteckt. Welches Geheimnis liegt in der Vergangenheit? Lena macht sich auf den Weg nach Venedig, um darauf Antworten zu finden. In der Brückenstadt kämpft sie nicht nur mit ihrer Brückenphobie, sondern auch mit ihrer „neuen“ Familie, Intrigen und dunklen Geheimnissen. Nebenbei lernst sie nicht nur etwas über alte Gemälde und die Stadtgeschichte Venedigs, sondern auch noch etwas die Liebe und vor allen Dingen über sich selbst. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig. Den Roman habe ich zügig gelesen, auch weil ich unbedingt wissen wollte wie es weiter geht. Immer wieder war ich mir sicher endlich zu wissen wie alles zusammen hängt und wer denn nun eigentlich mit wem verwandt ist. Immer wieder wurde ich auf eine falsche Fährte gelockt und genau das liebe ich: Viele Richtungen ohne aber verwirrend zu wirken. Am Ende laufen hier alles Handlungsfäden zusammen. Die Beschreibung der Charaktere ist so gut, dass ich sie beim Lesen sogar irgendwie fühlen konnte. Ich hatte das Gefühl jeden persönlich zu kennen. ~°~ Fazit ~°~ Es ist spannend, aber kein Krimi. Es ist romantisch, aber kein Liebesroman. Es ist authentisch, aber keine Biographie. Es ist humorvoll, aber keine Satire. Es zeigt Ängste auf, ist aber kein Ratgeber. Es beschreibt eine Stadt mit allen Facetten, aber ist kein Reiseführer. … Dieses Buch kann man einfach nicht beschreiben, sondern MUSS man lesen! Für mich DAS Sommertaschenbuch 2015!

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  • Wer ist Lucia?

    Das verschlossene Zimmer

    Lerchie

    21. August 2015 um 14:41

    Lenas Mutter lehnte es ab, nach Venedig zu reisen um über den Verkauf der familieneigenen Bank abzustimmen. Stattdessen reiste sie mit ihrem Mann  nach Afrika zu einem ihrer Projekte. Und sie wollte, dass Lena auch nicht nach Venedig fährt… Durch eine dumme Aktion von Alex hatte Lena nun eine Brückenphobie. Doch er glaubte tatsächlich, es könnte sich noch zum Guten wenden, doch Lena hatte ihn rausgeworfen… Lena konnte ihre Mutter nicht so richtig verstehen und suchte nach Hinweisen auf ihre italienische Verwandtschaft. Sie stieß auf den Namen Lucia Orlandi geboren genau einen Tag nach ihr im gleichen Krankenhaus in Vendig. Wer ist diese Lucia… Da es in der Agentur im Moment nicht viel zu tun gab, und die beiden Kollegen allein klarkommen würden, reiste Lena, entgegen dem Wunsch ihrer Mutter, doch nach Venedig, wo sie natürlich wieder mit ihrer Phobie konfrontiert wurde… Die einzige, die sich wirklich über ihren Besuch zu freuen schien, war ihre Cousine Vittoria. Dann gab es noch Tante Beatrice, Gabriellas Schwester, ihre Cousine Celestine und deren Mann Riccardo. Onkel Vincenzo war noch in einer Reha.  Und dann noch die Bedienstete Maria, die ein Glas fallen ließ, als Beatrice ihr Lena als ihre Nichte, die sie jetzt endlich auch mal endlich kennenlerne, vorstellte… In der Vergangenheit liest man von der Jugend der beiden Schwestern. Zwei Schwestern, die sich nicht sehr gut vertrugen, da sie zu verschieden waren: Beatrice, die ältere und Gabriella. Gabriella konnte tun, was sie wollte, immer wurde ihr das vom Vater nachgesehen, so fand Beatrice… Doch eines konnte er ihr nicht nachsehen, Gabriella hatte eine Grenze überschritten… Erst kurz vor Beatrices Hochzeit lernte Gabriella ihren zukünftigen Schwager kennen… Warum wollte Lenas Mutter nicht nach Venedig reisen? Was war der Grund, dass sie mit ihrer Familie komplett gebrochen hatte? Was hatte Alex getan um von Lena rausgeworfen zu werden? Wer war Lucia Orlandi? Was war der Grund wirkliche für Lenas Brückenphobie? Doch bestimmt nicht nur die Aktion von Alex? Warum hatte Maria das Glas fallen gelassen, als Lena ihr vorgestellt wurde? Was hatte Gabriella getan, um von ihrem Vater letztendlich doch mal bestraft zu werden? Warum lernte Gabriella ihrem Schwager erst kurz vor der Hochzeit kennen? Alle diese Fragen und noch viel mehr beantwortet dieses Buch. Das Buch ließ sich leicht und flüssig lesen.  Der Schreibstil der Autorin ist unkompliziert, keine Fragen was sie mit diesem oder jenem Wort/Satz gerade meint. Ich war sehr schnell in der Geschichte drin und konnte mich auch sehr gut in die Protagonisten hineinversetzen. Das Buch hat zwei Handlungsstränge: Die in der Gegenwart, wo Lena nach Venedig fährt und in die Verwicklungen der Familie hineingezogen wird, und die Vergangenheit, wo über die Jugend der beiden Schwestern bis zum Bruch Gabriellas mit der Familie erzählt wird. Auch war das Buch spannend von Anfang an, und diese Spannung hielt sich bis zum Ende. Es hat mich gefesselt und ich habe es in einem Rutsch gelesen. Das Buch hat mir sehr gut gefallen.  

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  • Eine grauenhafte Familientragödie vor einer traumhaften Kulisse!

    Das verschlossene Zimmer

    Cocolinchen

    20. August 2015 um 06:07

    Worum geht's? Junge Frau mit Brückenphobie allein in Venedig. Das klingt schon nach einer wahnsinnigen Herausforderung. Doch auf Lena kommt noch viel mehr zu. Sie ist in Venedig, um mehr über sich und ihre Familie zu erfahren. Nur wenige Tage vor ihrer Ankunft erfährt sie nämlich, dass sie Teil einer venezianischen Adelsfamilie ist. Die Orlandis heißen sie in ihrem großzügigen Palazzo willkommen, doch wohl fühlt sich Lena bald nicht mehr. Nachts hört sie unheimliche Geräusche und sieht jemanden durch die Gänge des unheimlichen Palazzos fliehen. Was steckt dahinter? Außerdem hat sie immer häufiger das Gefühl, das Gebäude zu kennen. War sie etwa schon einmal dort? Ihre venezianische Familie ist keine große Hilfe, denn über die Vergangenheit scheinen die, die sie kennen, nicht sprechen zu wollen. Also was hat sich zugetragen und warum hat Lenas Mutter ihre Familie damals verlassen und den Kontakt abgebrochen? Lena merkt schnell, dass mehr hinter dem Ganzen steckt und je mehr sie erfährt, desto schwieriger wird es. Ein Glück, dass sie Restaurator Luciano an ihrer Seite hat. Meine Meinung: Wieder mal ein sehr gutes Buch von Mascha Vassena. Das verschlossene Zimmer ist spannend und mitreißend. Zusammen mit Lena begibt man sich auf eine Reise in die Vergangenheit und erfährt immer mehr über die tragische Familiengeschichte. Neid, Hass, Lust, Liebe und viele Lügen. Für Lena ist die Situation in Venedig nicht einfach. Wem kann sie vertrauen und wer erzählt die Wahrheit? Sie kennt niemanden in dieser Stadt. Von ihrer Mutter hat sie nicht ein Wort über die Familie erfahren. Also muss Lena die Vergangenheit allein aufarbeiten. Schnell wird klar, hier stehen Lügen an der Tagesordnung, Nachbohren unerwünscht. Zum Glück findet Lena in ihrer Cousine Vittoria eine Vertraute. Die scheint so ganz anders als der Rest der Familie zu sein. Und auch der charmante und äußerst anziehende Restaurator Luciano ist ihr eine Stütze. Doch auch er hat eine alte Rechnung zu begleichen. Lena ist eine mutige und hartnäckige Frau, die bei der Suche nach der Wahrheit nicht nachgibt. Eine sympathische Protagonistin, die weiß, was sie will, aber auch Schwächen hat und zeigt. Ihre Brückenphobie bereitet ihr große Schwierigkeiten, dennoch bleibt sie in Venedig, um dort Antworten auf ihre Fragen zu bekommen. Ihre Tante Beatrice scheint die Hand über allem zu haben. Sie zieht die Fäden und kontrolliert die Familie. Sie scheint zu wissen, was damals wirklich passiert ist, gibt aber nichts preis. Ihre kühle, kaltherzige, schon grausame Art könnten einen manchmal rasend machen. Und auch Lena muss lernen, mit dieser Person umzugehen. Mich hat das Buch wirklich mitgenommen. Der Schreibstil gefiel mir und ganz besonders den Aufbau mochte ich. Erzählt wird nämlich in zwei Handlungssträngen. Der eine erzählt von Lena und ihrer Suche nach der Wahrheit in der Gegenwart und der andere von den Geschehnissen in der Vergangenheit (ab 1980). Jeder Strang für sich ist schon sehr spannend und Kapitel für Kapitel kommt man den tragischen Familiengeheimnissen auf die Spur. Eifersucht, Machtspiele, Liebe, Hass - ein Buch mit vielen Emotionen, die zum Teil auch bei mir geweckt wurden. Mascha Vassenas Bücher schaffen es, einen mit den Charakteren immer ein bisschen mitleiden zu lassen. Ich mag ihren Schreibstil sehr. Auch wenn ich an mancher Stelle gern etwas mehr Tempo gehabt hätte und mir die Reaktion einer Person am Ende des Buches nicht ganz "schlüssig" erschien, ist Das verschlossene Zimmer ein wirklich sehr schönes Buch, das ich Euch auf jeden Fall empfehlen kann. Eine grauenhafte Familientragödie vor einer traumhaften Kulisse!

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  • Das dunkle Geheimnis einer Familie

    Das verschlossene Zimmer

    Lesegenuss

    15. August 2015 um 16:29

    Über dreißig Jahre lang hatte Lenas Mutter Gabriella keinen Kontakt mehr zu ihrer italienischen Familie. Nun erhielten Mutter und Tochter einen Brief von einem Notar aus Venedig. "banca privata Orlandi", Lenas Recherche im Internet hatte sie fassungslos gemacht und so stellt sie ihre Mutter zur Rede. Die Familie besaß eine Privatbank. Der Brief ist die Ladung zur Testamentseröffnung des verstorbenen Ermano Orlandi. Doch Gabriella läst sich von ihrer bevorstehenden Reise nicht abbringen und untersagt ihrer (volljährigen) Tochter, Ende November den Termin wahrzunehmen. Zitat: "Diese Familie macht einen kaputt, stellina, sie ist wie ein polpo mit Fangarmen. Ich habe mich da herausgewunden, weil ich ein anderes Leben wollte, als mein Vater für mich vorgesehen hatte. Wenn ich das nicht getan hätte, hätte ich nicht deinen Vater geheiratet, und dich gäbe es nicht." (S. 7) Klare Ansage. Doch der Gedanke nach Venedig zu reisen, lässt Lena nicht los. Was steckte hinter dieser Familiengeschichte? Wenn da nur nicht ihre Brückenphopie wäre. Venedigs Straßen bestehen ja hauptsächlich aus Kanälen und man kann sie nur über Brücken überqueren. Lena erinnert sich an das Ereignis vor knapp fünf Monaten. Danach hatte sie sich von ihrem langjährigen Freund Alexander getrennt. Die Handlung beginnt im Spätherbst 2014 in München und springt im zweiten Kapitel sogleich 34 Jahre zurück nach Venedig. Das Aufeinandertreffen der ihr unbekannten Verwandten in Italien verläuft zunächst unkompliziert. Lena soll sogar im Palazzo wohnen. Wer keinerlei Vorstellungen von diesen großen Gebäuden hat, hier gibt die Autorin einen detaillierten Blick in das Innere,  authentisch und bildlich vorstellbar. Man spürt förmlich die dumpfe Atmosphäre, die Feuchtigkeit des Wassers von dem Canale. All das ist ein guter Background für eine Romanhandlung. Das Geheimnis der Familie Orlandi und warum ihre Mutter damals Italien verließ, Lena will Antworten. Die Idee hinter dem Buch gefiel mir und ich war gespannt, was mich erwartete. Die Geschichte baute sich langsam auf, die Rückblenden in die Vergangenheit sind im Prinzip die Geschichte in der Geschichte. Bei ihren Charakteren setzt die Autorin auf charmante als auch widerspenstige Personen. Obwohl ich von Anfang an eine Verbindung zu einzelnen Protagonisten hatte, konnte mich das Buch nicht von Beginn an überzeugen. Erst ab einem gewissen Abschnitt hat mich die Geschichte gefesselt, und die Autorin sorgt für etliche Überraschungen, womit ich fast gar nicht gerechnet hatte. Spannend, teils dramatisch sorgt "Das verschlossene Zimmer" um ein dunkles Familiengeheimnis für angenehme Lesestunden.

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  • Das verschlossene Zimmer - Mascha Vassena

    Das verschlossene Zimmer

    missmistersland

    13. August 2015 um 11:45

    Inhalt: Trotz ihrer Brückenphobie reist Lena nach Venedig, um die Familie ihrer Mutter kennenzulernen. Doch im labyrinthischen Palazzo der Orlandis kommt es zu unheimlichen Vorfällen: Weshalb kennt Lena sich im Palazzo so gut aus? Woher kommen die Schreie, die nachts durch die Gänge hallen? Lena lässt sich nicht einschüchtern und entdeckt eine tragische Wahrheit, die in den dunklen Wassern der Stadt verborgen liegt … (Klappentext) Meine Meinung: In das Buch hinein zu kommen war sehr leicht. Es geht sehr schnell los. Lena reist nach Venedig und steht vor mehr als einem Geheimnis. Leider spielt die Geschichte im Herbst/Winter was heißt der Urlaubsflair kommt nicht so auf wie erwartet. Trotzdem wird Venedig toll beschrieben. Lena war mir weder sympathisch noch unsympathisch in den ersten Kapitel. Garbriella hingegen sehr (ihre junge Version). Der gesamte Plott ist gut gestrickt und schlüssig. Ab ziemlich genau der Hälfte der Geschichte geriet ich richtig in einen Sog! Ich wollte unbedingt wissen wie alles zusammen hängt. Die Autorin wechselt perfekt zwischen den Jahren und baut die Spannung sehr gut auf. Ich wollte nicht mehr aufhören zu lesen. Bis zum Ende als sich alles fügte kam keine Langeweile auf. Der Titel "Das verschlossene Zimmer" passt nicht so richtig, denn um dieses ominöse Zimmer kommt kaum vor und klärt sich relativ schnell. Wie gesagt, Lena gegenüber war ich erst neutral eingestellt. Über die Seiten hinweg wurde sie mir sympathischer und ich fühlte zeitweise mit ihr. Bei Gabriella verhielt es sich eher umgekehrt. Sie war mir anfangs die Liebste, über die "Jahre" hinweg änderte sie sich allerdings genug um mit Lena den Platz zu tauschen in meinem Sympathie-Ranking. Die weiteren Charaktere der Geschichte stehen nicht so besonders im Vordergrund, außer Beatrice, und die konnte ich so gar nicht leiden, von Anfang bis Ende. Der Schreibstil der Autorin ist sehr fesselnd. Ein wenig vermisste ich das "Bildliche", was ich bei einem Buch das in Venedig spielt, schon erwartet hätte. Es ist kein Buch das einem diese Stadt näher bringt. Jedoch gefällt mir der Schreibstil im Ganzen ausgesprochen gut. Man "flutscht" nur durch die Seiten. Zum Ende war ich dann geteilter Meinung: Die Auflösung der Geschichte ist großartig. Die Autorin lässt einen bis zum Schluss im Dunkeln, teilweise hatte ich mir die Auflösung gedacht, teilweise war ich wirklich überrascht. So muss ein spannendes Ende aussehen. Nach der "Auflösung" passiert dann allerdings etwas was mich unglaublich geärgert hat. Die letzten Seiten des Buches strotzen nur so vor Klischees. Ich kann wenig sagen ohne zu Spoilern, aber ich habe mich sehr geärgert, nach der Auflösung war alles zu einfach und zu vorhersehbar. Das hätte ich mir anders gewünscht. Mein Fazit: Ein sehr unterhaltsamer Roman, spannend und gut geschrieben. Die "Kliesches" auf den letzten Seiten haben allerdings einen Bewertungspunkt gekostet. Trotzdem eine tolle Urlaubslektüre.

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  • Geheimnisse und Intrigen in Venedig

    Das verschlossene Zimmer

    LeseBlick

    12. August 2015 um 15:21

    Inhaltsangabe Trotz ihrer Brückenphobie reist Lena nach Venedig, um die Familie ihrer Mutter kennenzulernen. Doch im labyrinthischen Palazzo der Orlandis kommt es zu unheimlichen Vorfällen: Weshalb kennt Lena sich im Palazzo so gut aus? Woher kommen die Schreie, die nachts durch die Gänge hallen? Lena lässt sich nicht einschüchtern und entdeckt eine tragische Wahrheit, die in den dunklen Wassern der Stadt verborgen liegt... Meine Meinung „Das verschlossene Zimmer“ ist mein zweites Buch der Autorin. Das erste „Das Schattenhaus“ habe ich bei einer LR bei Lovely Books gelesen, an der auch Mascha Vassena selbst teilgenommen hat, das war wohl der größte Grund warum ich nun auch unbedingt ihren zweiten Roman lesen wollte, denn die Autorin war damals unheimlich sympathisch und es war schon toll mit ihr persönlich über das Buch zu schreiben, warum so und nicht so. Für mich ein Erlebnis, welches in Erinnerung bleibt. Nun aber zu diesem Buch! Die Protagonistin Lena nimmt uns mit auf eine Reise nach Venedig. Wieder ein Ort, den ich mir für ein Setting gar nicht so sehr wünschte, ABER nach dem Buch sage ich „Hallo Venedig, ich möchte dich live erleben.“ (Bild) Der Grund für Lena’s Reise nach Venedig ist ein Brief vom Notar der Familie ihrer Mutter Gabriella. Diese hat jedoch seit 30 Jahren keinerlei Kontakt mehr zu ihrer Familie und wünscht dieses auch von Lena. Lena’s Neugier ist jedoch größer, als ihre Vernunft und somit macht sie sich allein auf die Suche nach dem unbekannten Teil ihrer Familie und möchte das große Geheimnis herausfinden warum ihre Mutter damals Venedig verlassen hat und alle Brücken (wir sind ja in Venedig) zur Familie abriss. Lena selbst hat große Angst vor Brücken. Diese Angst war anfangs erst etwas nervig, die Auflösung grandios. Wie bereits in ihrem Debütroman schafft es die Autorin wirklich perfekt, die Erzählstränge der Vergangenheit, mit denen der Gegenwart zu verbinden. Immer zum richtigen Zeitpunkt und mit einer sehr guten Überleitung. Wie es meist bei solchen Roman ist, hat mir hier die Zeit in der Vergangenheit, um 1980 noch besser gefallen als die Gegenwart (2014). Warum? Weil ich mich schnell in die Gabriella im Jahre 1980 verguckt habe. Damals ein junges Mädchen, welches ihr Leben genießen wollte, trotz den hohen Standes und des piekfeinen Umgangs in der Familie. Ihr Verhältnis zum Vater und zu ihrer ganz andersartigen Schwester Beatrice wurde mir so nah gebracht, einfach toll. Und dann geschah etwas ausschlagebenes, dass Gabriella Venedig den Rücken kehrte und nach Deutschland zog. Warum, wieso, weshalb...? Das ist ja das spannende an diesem Buch. Reist mit Lena nach Venedig und findet es heraus. Bei der Auflösung hat Lena es nicht leicht, denn ihr liegen so einige Steine im Weg. Als Leser denkt man immer wieder, man kann hinter den Geheimnisschleier gucken, aber mir gelang es bis zum Schluss nicht. Ich hatte Vermutungen, die sich dann am Ende aber nicht als ganz richtig herausstellten. Ab der Mitte konnte ich dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen, eine totale Sogwirkung voller Geheimnisse, voller Intrigen und voller Schmerz. Wer in Büchern gern ein gewisses Urlaubsfeeling wünscht, ich hatte dies hier und habe mir im Nachhinein viele erwähnte Orte und Plätze angeschaut. ____________________________________________________________ Hier schwankte ich wirklich bis zum Verfassen meiner Meinung, welche Bewertung ich diesem Buch gebe. Manche mögen das Ende als zu kitschig bewerten, mir hat es gefallen. Aber ich muss mir nun doch eingestehen, dass ich Lena’s Mutter, Gabriella in der Gegenwart vermisst habe. Kurzzeitig dachte ich, sie tritt noch hervor in der Geschichte, aber dem war nicht so. Mein Fazit Für mich ein weiterer toller, kurzweiliger Roman der Autorin. Kurzweilig, weil dieses Buch ab der Hälfte eine unheimliche Sogwirkung erzeugt und man nur noch liest und liest und liest und es dann zuklappt und begeistert ist. Nachdem die Autorin einen weiteren Erfolg bei mir landen konnte, werde ich Mascha Vassena nicht mehr aus den Augen lassen. Ich freue mich auf den nächsten Urlaub, denn diese Bücher sind zum Teil wie Urlaub.

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  • Ein Roman voller Rästel und Geheimnisse

    Das verschlossene Zimmer

    nadines-lesewelt

    26. July 2015 um 12:42

    Als Lena einen Brief von einem Anwalt aus Venedig bekommt, wird sie neugierig. Plötzlich erfährt sie etwas über die Familie ihrer Mutter, über die diese nie sprechen wollte. Doch Gabriella, Lenas Mutter ist strikt dagegen das Lena mehr über ihre Familie erfährt. Als ihre Mutter aber nach Afrika aufbricht, sieht Lena ihre Chance gekommen und reist nach Venedig um ihre Familie kennen zu lernen. Doch Lena merkt schnell das ihre Familie einige Geheimnisse hat, denn es gibt immer wieder unheimliche Vorfälle und nächtliche Schreie. Doch Lena lässt sich nicht einschüchtern, sie will die Wahrheit erfahren, warum hat ihre Mutter sich mit ihrer Familie entzweit und keinen Kontakt mehr. Das Buch spielt meist in der Gegenwart, aber es gibt auch etliche Kapitel aus der Vergangenheit, sie sich um Gabriella und Beatrice drehen. So weiß man immer mehr als Lena und hat auch ein bisschen Ahnung in welche Richtung sich die Geschichte in der Zukunft entwickeln könnte. Lena ist ein neugieriger Mensch, gerade als der Brief über ihre unbekannte Familie auftaucht. Sie möchte mehr erfahren und reist nach Italien. Dort trifft sie auf ihre Familie und merkt schnell dass alle ihre Geheimnisse haben. Lena mochte ich recht gerne und es war interessant wie sie Stück für Stück die Wahrheit erfahren hat und vor allem wie sie damit umgeht. Beatrice ist Lenas Tante und die Schwester ihrer Mutter. So eine Tante will keine haben, sie versucht immer noch an den alten Familientraditionen fest zu halten. Außerdem mochte ich sie gar nicht, wie sie sich Lena und auch ihrer Schwester gegenüber Verhält finde ich nicht gut. Hauptsache sie bekommt ihren Willen. Vittoria fand ich super, sie hat Lena sofort in ihrer Familie aufgenommen und sie willkommen geheißen. Auch sie hat ihre Geheimnisse, aber sie ist Lena gegenüber stets freundlich und wohlgesonnen. Hinter den Mauern des Palazzos warten viele Geheimnisse, die nachher doch zu einem großen ganzen gehören. Stück für Stück erfährt man als Leser ein bisschen mehr oder reimt sich etwas zusammen. Es hat Spaß gemacht zusammen mit Lena heraus zu finden was eigentlich vorgefallen ist und deswegen flogen die Seiten auch nur so dahin, weil ich eben wissen wollte wie es weiter geht. Allerdings bleiben mir am Ende doch zu viele Fragen offen, das finde ich persönlich sehr schade, die eine oder andere Frage hätte ich dann doch gern beantwortet gehabt. Fazit: Ein wirklich toller Roman, der zwar im November spielt, den man aber trotzdem zu jeder Jahreszeit lesen kann. Allerdings bleiben mir zu viele Fragen offen. Deswegen vergebe ich 4 Sterne.

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