Massimo Carlotto

 3.4 Sterne bei 203 Bewertungen

Lebenslauf von Massimo Carlotto

Der Autor Massimo Carlotto wird 1956 in Padua, Italien geboren. In Italien gilt er als einer der erfolgreichsten Schriftsteller des Landes. Als Anhänger der extremen Linken wurde er in 70er Jahren fälschlicherweise wegen Mordes verurteilt. Nach fünf Jahren Flucht und sechs Jahren Gefängnis wurde er 1993 begadigt. Heute lebt der Autor auf Sardinien.

Alle Bücher von Massimo Carlotto

Sortieren:
Buchformat:
Massimo CarlottoDie dunkle Unermesslichkeit des Todes
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Die dunkle Unermesslichkeit des Todes
Die dunkle Unermesslichkeit des Todes
 (41)
Erschienen am 07.01.2010
Massimo CarlottoWo die Zitronen blühen
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Wo die Zitronen blühen
Wo die Zitronen blühen
 (42)
Erschienen am 01.01.2011
Massimo CarlottoDie Marseille-Connection
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Die Marseille-Connection
Die Marseille-Connection
 (29)
Erschienen am 23.09.2013
Massimo CarlottoBanditenliebe
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Banditenliebe
Banditenliebe
 (28)
Erschienen am 01.07.2011
Massimo CarlottoTödlicher Staub
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Tödlicher Staub
Tödlicher Staub
 (23)
Erschienen am 23.05.2012
Massimo CarlottoArrivederci Amore, Ciao
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Arrivederci Amore, Ciao
Arrivederci Amore, Ciao
 (14)
Erschienen am 01.07.2008
Massimo CarlottoIch vertraue dir
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Ich vertraue dir
Ich vertraue dir
 (12)
Erschienen am 14.03.2011
Massimo CarlottoDer Flüchtling
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Der Flüchtling
Der Flüchtling
 (7)
Erschienen am 10.12.2012

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Massimo Carlotto

Neu
Italien_lesens avatar

Rezension zu "Ich vertraue dir" von Massimo Carlotto

ein ungewöhnlicher Krimi der unter die Haut geht
Italien_lesenvor 10 Monaten

Ich kann nur sagen: Wow! In „ich vertraue dir“ geht es um Gigi, der sich mit der Manipulation und dem Handel von sehr minderwertigen Lebensmitteln ein angenehmes Leben aufgebaut hat – bis er sich mit der falschen Frau einlässt.

Man erfährt viel über seine Geschäfte, die einem die Lust auf Fertiggerichte etc. nimmt, fühlt sich jedoch nicht belehrt, denn das Buch ist aus der Perspektive des Kriminellen geschrieben. Dabei bleibt der Autor stets klar und abgeklärt in seinem Stil und schafft dadurch eine unglaublich authentische Atmosphäre.

Kaum zu glauben, dass ich vorher noch nie von Massimo Carlotto und Francesco Abate gehört habe und dieses geniale Buch auf einem Wühltisch entdecken musste. Es hat mich von der ersten bis zur letzten Sekunde gefesselt und es wird sicher nicht mein letzter Krimi von den Beiden sein!

Kommentieren0
1
Teilen
Gwhynwhyfars avatar

Rezension zu "Der Tourist" von Massimo Carlotto

feines Venedig - leidlicher Thriller
Gwhynwhyfarvor 10 Monaten

Der erste Satz: »Es war das lässig-arrogante Geräusch, das seine Aufmerksamkeit auf die Frau lenkte.«

Man nennt ihn den Touristen, da dieser Serienmörder immer woanders mordet, weltweit. Genau darum hat es lange gedauert, bis man Zusammenhänge zwischen den Morden fand. Er liebt Handtaschen, die sollte schon etwas Stil besitzen. Er erwürgt seine Opfer, verschwindet mit der Handtasche, ergötzt sich später am Inhalt seiner Trophäe, denn er ist der Meinung, eine Frau trägt ihr Leben in der Handtasche. Doch er ist schlau. Tagelang observiert er sein Opfer, stellt ihr nach, folgt ihrem Parfumduft, beobachtet die Wohnung. Sie muss allein sein, niemand darf ihr öffnen, kein Schimmer darf aus der Wohnung dringen, keine Frau, die ein Kind abholt. Nun ist er in Venedig, doch er sucht sich das falsche Opfer! Die Frau wehrt sich, sie ist nicht wie die anderen, die alles mit sich geschehen lassen. Und sie wehrt sich so heftig, dass er mit letzter Kraft den Schirmständer greift, sie erschlägt.

»So hätte die Sache nicht laufen dürfen. Die Male zuvor war es ganz anders gewesen. Die Auserwählten hatten sich gut benommen und keinen Widerstand geleistet, im Gegenteil, vor Entsetzen hatten sie sich ihm unterworfen, und das gefiel ihm besonders gut.«

Selbst ziemlich angeschlagen, blutend, mit gebrochener Rippe, angeschwollenen Eiern kommt er in seinem Unterschlupf an. Am nächsten Tag kehrt er zum Tatort zurück, will Spuren verwischen. Doch die Leiche ist verschwunden!

Pietro Sambo, einst Kommisario, Leiter der Mordkommission, vom Dienst suspendiert, verlassen von seiner Frau, wird von Geheimdienstleuten engagiert. Sie hatten diese Frau beobachtet, eine Auftragsmörderin, die für eine kriminelle Gruppe arbeitet, die Mafia. Sie haben die Frau beobachtet, den Touristen aufgenommen, wissen nun wie er aussieht. Die Jagd auf den Mann ist angeblasen.

Der Tourist ist sauer. Die zweite Phase seines Aufgeilens sind die Zeitungsberichte. Der Tourist schlägt in Venedig zu! Keine Meldung! Er kann die Stadt nicht verlassen, ohne eine Medienspur zu hinterlassen, also hält er nach einem neuen Opfer Ausschau. Dabei merkt er nicht, dass man ihm auf den Fersen ist, er sich auf eine Falle zubewegt …

»Sie sind gefühllos, Sie verspüren weder Empathie noch Gewissensbisse oder gar Schuld. Sie sind der König der Lüge und der Manipulation. Wenn sie kein Mörder geworden wären, hätten Sie auch als Chef eines Großunternehmens Karriere machen können.«

Soweit recht spannend. Mit Genuss liest man Beschreibungen des Venedigs neben dem Tourismus, erhält ein Gefühl für die Einwohner, die wirkliche Stadt. Pietro Sambo ist ein Genießer, er lässt uns an der venezianischen Küche teilhaben, weitab der Speisekarte des Italieners um die Ecke, Polenta Biancoperla, Cicchetti, Bigoli, Torta dea Marantega (im Glossar alles kurz beschrieben), um nur einige zu nennen. Die Atmosphäre, die Massimo Carlotto aufzubauen weiß, ohne aufgesetzt zu wirken, hat mir sehr gut gefallen.

»›Das ist gängige Praxis‹, hatte ihm der Typ vom italienischen Geheimdienst erklärt. … Pietro hatte ihn argwöhnisch gemustert. ›Wenn das allgemeine Praxis ist, bedeutet das ja, dass ihr es ebenfalls tut – dass der italienische Staat seinen Angestellten gestattet, Personen zu vergewaltigen.‹ - Der andere hatte irritiert den Kopf geschüttelt. ›Ich weiß wirklich nicht, was ich von dir halten soll, Sambo. Du bist ein guter Mann, aber manchmal scheinst du echt schwer von Begriff zu sein. Der Staat? Wovon zum Teufel redest du da überhaupt?‹«

Je weiter ich im Thriller voranschritt, umso mehr wurde ich enttäuscht. Erst dachte ich, klasse, ein schräges Buch, mit viel verstecktem Humor, Sarkasmus, etwas anderes als die üblichen Geheimdienstthriller, Serienmördergeschichten. Es ist ein Thriller, der den Spannungsbogen auf der Spitze halten will, es gibt keine Ruhepausen für den Leser. Er beginnt mich irgendwann abzustumpfen, zu nerven, weil es immer weitere Absurditäten braucht, um den Rausch weiterzufahren. Der Tourist wird von Pietro und seinem Kumpel entdeckt und durch den Geheimdienst »engagiert«, da man weiß, die Mafia-Killer sind ihm auch auf der Spur, denn in der Handtasche lagen Informationen. Nun steckt der Tourist in der Klemme, wird von der anderen Seite engagiert. Irgendwann weiß der Geheimdienst, dass er für die andere Seite arbeitet und die andere Seite weiß, dass er für den Geheimdienst agiert. Und die wissen, dass die das wissen, dann wissen sie auch, dass die das wissen und die wiederum wissen, dass sie es wissen usw. Im letzten Drittel wird es irgendwie absurd und meine anfängliche Begeisterung floss dahin.

»Venedig war in warmen Sonnenschein erwacht, der im Nu die Dachziegel getrocknet hatte und sich nun über die Wasserpfützen am Boden hermachte. Das strahlende Wetter hatte auch die Minen der Menschen wieder aufgehellt. Regen löste bei Händlern, Gastwirten und Touristen gleichmäßig Verdruss aus. Nass und nebelverhangen gefiel die Stadt nur einem bestimmten Menschenschlag – Leuten wie Pietro und Nello, die sie nahmen wie sie war, ohne besondere Ansprüche an sie zu stellen oder gar eine Gegenleistung für ihre Zuneigung zu erwarten.«
In der Summe: Ein Roman mit viel intimen Venedig-Flair, dafür lohnt es sich hineinzuschauen. Man muss schräge Bücher mögen. Dafür ein Lob an den Verlag, der das Buch herausbrachten und dem Folio Verlag, der es übersetzte. Mir hat der Thriller bis 3/4 gut gefallen, danach wurde es mir zu absurd, aber das ist sicher Geschmacksache. Ein Muss für Venedigfans, ein Versuch für Leser schräger Bücher.

Massimo Carlotto ist ein bekannter italienischer Krimiautor aus Padua, weltweit übersetzt, einige Krimis wurden verfilmt. Er gehörte in den 1970-ern zur radikalen linken Bewegung. 1976 geriet als Zeuge, als derjenige, der die Leiche fand, unter Mordverdacht. Nach einem Freispruch wurde er in der Revision verurteilt. Er war aber untergetaucht und nach jahrelanger Flucht wurde er letztendlich in Mexiko inhaftiert. In der Wiederaufnahme des Verfahrens wurde das zweite Urteil aufgehoben und Carlotto kam frei. An dieser Stelle seines Lebens begann er Krimis zu schreiben.

Kommentieren0
11
Teilen
kassandra1010s avatar

Rezension zu "Wo die Zitronen blühen" von Massimo Carlotto

Hochspannend und ein großer "la familia"-Roman
kassandra1010vor einem Jahr

Francescos Verlobte wird ermordet in ihrer Badewanne aufgefunden. Der Verdacht fällt logischerweise direkt auf ihn, denn sein "Alibi" ändert die Aussage so schnell wie der Wind weht.

Um seine Unschuld zu beweisen, beginnt er selbst zu ermitteln. Ein Problem macht sich jedoch breit.

Gehört er selbst doch zu den angesehenen "Familien", die in Italien auf dem Land schon mafia-ähnlich organisiert sind. Als frischgebackener Anwalt soll er doch die altehrwürdige Kanzlei seines Vaters übernehmen, der allerdings im Laufe der Ermittlungen soviel Dreck am Stecken aufweist, dass Francesco es kaum glauben kann.

Mehr Schein als Sein wird aufgedeckt, wobei ihm die beste Freundin seiner toten Verlobten und deren plötzlich aus dem "Exil" aufgetauchten Vater tatkräftig unterstützen. Es kommen mehr Menschen zum Tode als geplant und der Mörder kann bis zum Schluss seine Tarnung bewahren.

Hochspannend und ein großer "la familia"-Roman.

Kommentieren0
3
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu
Aurons avatar

Eine Reise in den Süden ist für andre schick und fein... für allzu Neugierige kann sie jedoch tödlich sein!
Der italienische Krimiautor Massimo Carlotto, von der Zeitung "Il Manifesto" zum Besten seiner Zunft gekürt, präsentiert in diesem Frühjahr sein neuestes Werk: "Tödlicher Staub", erschienen bei Klett-Cotta.
Massimo Carlottos Vision von Sardiniens idyllischen Gestaden ist tödlich: Statt sich an türkisblauen Buchten am Fuße malerischer Berge zu erfreuen, steigt er mit uns hinab in den zwielichtigen Sumpf von Militär, Mafia und Industrie. Und dabei wird Italiens Trauminsel zum Spielball krimineller Machtinteressen.

Mehr zum Inhalt:

Als Deserteur ist Pierre Nazarri auf der Flucht vor der Militärpolizei. In den Untergrund abgetaucht arbeitet er für eine zwielichtige paramilitärische Organisation. Von dieser wurde er auf Nina angesetzt, deren Nachforschungen auf Sardinien einigen Mächtigen ein Dorn im Auge sind. Denn die junge Tierärztin droht, das schmutzige Geheimnis um die mysteriösen Erkrankungen und Missbildungen bei den einheimischen Tieren zu lüften. Und schon beginnt das spannungsgeladene Ränkespiel im Schussfeld zwischen Militär und Mafia.

Erste Eindrücke zu "Tödlicher Staub" könnt ihr in dieser Leseprobe gewinnen.

Carlottos aufreibender Krimi basiert auf jahrelangen Recherchearbeiten des Autors und Mama Sabot, einer Gruppe sardinischer Journalisten und Schriftsteller. Sie haben im Vorfeld einen Öko-Skandal an Sardiniens Stränden aufgedeckt, der im Verdacht steht, für sich häufende Krankheitsfälle auf der Insel verantwortlich zu sein.

Mehr zum Autor:
Der 1956 in Padua geborene Massimo Carlotto geriet in seiner Vergangenheit selbst in Schwierigkeiten mit dem Staat. Nachdem er in den 1970er Jahren als Sympatisant der extremen Linken wegen Mordes zu Unrecht verurteilt worden war, gelang ihm die Flucht. Erst in Paris, später drei Jahre in Mexiko wurde Carlotto zuletzt wieder an Italien ausgeliefert. Nach mehreren Prozessen und Gefängnisaufenthalten wurde er schließlich 1993 begnadigt. Seitdem lebt der Schriftsteller auf Sardinien.

Bewerbung als Testleser:

Alle Fans des politischen Krimis haben bei dieser Leserunde die Chance, eines von 25 Exemplaren von "Tödlicher Staub" zu gewinnen. Bewerbt euch dafür einfach als Testleser. Die einfallsreichsten Kommentare zum Thema werden mit Massimo Carlottos Kriminalroman prämiert.
Dazu habt ihr bis einschließlich 28. Mai Zeit. Danach werden die Gewinner hier bekannt gegeben.

An der Verlosung nehmen alle teil, die uns über Folgendes aufklären:
Wo lauern eurer Erfahrung nach versteckte Gifte, über deren Gefahren längst aufgeklärt werden müsste? Was wird ahnungslos genossen, was fahrlässig konsumiert? Und über welche Warnhinweise hat sich längst tödlicher Staub gelegt?

Zur Leserunde

Community-Statistik

in 238 Bibliotheken

auf 16 Wunschlisten

von 4 Lesern aktuell gelesen

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks