Die dunkle Unermesslichkeit des Todes

von Massimo Carlotto 
3,7 Sterne bei41 Bewertungen
Die dunkle Unermesslichkeit des Todes
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Ein spannender Krimi aus Italien

Alle 41 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Die dunkle Unermesslichkeit des Todes"

Ein brutaler Raubmord zerstört die unbeschwerte Familienidylle von Silvio Contin. Seine Frau und sein kleiner Sohn werden kaltblütig ermordet. Contin fällt in ein tiefes Loch. Fünfzehn Jahre später erreicht ihn das Gnadengesuch des Mörders. Contin begreift, dass dies die Chance seines Lebens ist: Die Zeit der Rache ist gekommen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453675377
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:188 Seiten
Verlag:Heyne, W
Erscheinungsdatum:07.01.2010

Rezensionen und Bewertungen

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    miss_mesmerizeds avatar
    miss_mesmerizedvor 4 Jahren
    Massimo Carlotto - Die dunkle Unermesslichkeit des Todes

    Silvio Contin muss den vermutlich schlimmsten Schicksalsschlag überhaupt hinnehmen: bei einem Überfall werden seine Frau und sein 8-jähriger Sohn ermordet. Doch nur einer der Verbrecher kommt hinter Gitter, der andere, der mutmaßliche Schütze bleibt in Freiheit und Raffaello Beggiato schützt seinen Komplizen, denn der hat das Geld. Nach fünfzehn Jahren Haft ist Beggiato jedoch am Ende, unheilbarer Krebs zeichnet seine letzten Tage. Durch Begnadigung könnte er freikommen, doch dafür braucht er Contins Unterschrift. Dieser will den Mord an seiner Familie rächen und sieht seine Chance auf Rache gekommen.

    Ein typischer Carlotto, der in die Abgründe der menschlichen Seele steigt und Gefühle unermesslicher Intensität hervorholt. Sein Protagonist wandelt sich vom Opfer, dem man das Leben zerstört hat, zum Racheengel, der das vollendet, wozu die Polizei nicht imstande war. Kein Krimi, bei dem man den Täter sucht, denn die sind alle bekannt. Die Frage bleibt nur: wer ist am Ende härter und grausamer als die anderen. Und der Leser muss sich fragen, ob aus Opfern auch Täter werden und ob Täter nicht auch Opfer sein können.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren
    Rezension zu "Die dunkle Unermesslichkeit des Todes" von Massimo Carlotto

    Ein kurzer und unausschweifender Roman mit großer Handlungsdichte. Irgendwie auch versteckt zärtlich, obwohl er an Brutalität nicht spart. Absolut lesenswert, auch wenn er sich mit großen Meistern nicht messen kann.

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    Jeamis avatar
    Jeamivor 9 Jahren
    Rezension zu "Die dunkle Unermesslichkeit des Todes" von Massimo Carlotto

    Was passiert mit einem Menschen, dem seine ganze Familie durch ein Gewaltverbrechen genommen wird? Wie verändert er sich? Wie wird mit den Opfern bzw. mit den Tätern umgegangen. Beide Seiten werden beschrieben Opfer und Täter. Beinhart und bodengut!

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    bibliomaniacs avatar
    bibliomaniacvor 9 Jahren
    Rezension zu "Die dunkle Unermesslichkeit des Todes" von Massimo Carlotto

    Was aus einem werden kann wenn man verliert was man am meisten liebt, erfährt man klar und deutlich in diesem Buch. Zu welchen Taten man fähig ist, um Rache zu nehmen, an dem Mann der deine Frau und dein Kind getötet hat. Diese Tat verwandelte den einst liebenswerten Weinhändler in eine gefühllose Bestie zerfressen von Rachegedanken und Hass, alles zu zerstören was mit dieser Tat zu tun hat. Es ist eine Grausame Tat die nicht zu rechtfertigen ist, Mutter und Kind sterben weil sie wahllos von einem Verbrecher erschossen werden. Ein sehr erschütterndes Buch.

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    kfirs avatar
    kfirvor 10 Jahren
    Kurzmeinung: Ein spannender Krimi aus Italien
    Rezension zu "Die dunkle Unermesslichkeit des Todes" von Massimo Carlotto

    Silvano Contin steht vor den Scherben seines Lebens: Zwei Räuber nehmen seine Frau und seinen kleinen Sohn als Geiseln und erschießen sie auf der Flucht vor der Polizei. Während der eine Gangster lebenslang ins Zuchthaus kommt, wird der andere nie gefasst, eben weil seine Identität nicht verraten wird.
    15 Jahre später ist der verurteilte Mörder todkrank und bittet für seine letzten Tage um Haftverschonung. Silvano Contin, der sich aus dem Leben zurückgezogen hat, zum Einzelgänger wurde, kann sich mit dem Gedanken an Vergebung nicht anfreunden, doch sieht er in der Freilassung des Mörders auch seine große Chance gekommen: Er will nicht nur den Trost, den er bislang vergebens suchte, sondern auch Gerechtigkeit und Rache an dem zweiten Mörder seiner Familie. Doch zu was er letzten Endes alles fähig ist, das haben weder seine Widersacher noch er selber geahnt. Ein perfides Katz-und-Maus-Spiel nimmt seinen Lauf ...

    Der Autor Massimo Carlotto saß selber einige Jahre im Gefängnis. Seine Erfahrungen aus dieser Zeit geben ein sehr realistisches Bild der geschilderten Gefängnisszenen wieder. Überhaupt sind alle Schilderungen sehr plastisch und lebendig, teilweise jedoch auch sehr grob und grausam. Das ist aber auch nötig, um das Verhältnis zwischen Opfer und Täter zu verstehen. Ein wenig mehr Einblicke in die Gefühle und Gedanken der Hauptpersonen hätte jedoch dem Buch noch mehr Tiefe verliehen. Die Psychologie zwischen Opfer und Täter verbunden mit Verlust, Erinnerungen, Rache, Gerechtigkeit, Menschlichkeit, Schuld und Vergebung hätte mehr Raum verdient.
    Dennoch ist das Buch sehr spannend und glaubhaft geschrieben, manches kann man voraus ahnen, die Wendung dem Ende zu ist jedoch wenig vorhersehbar.Neben dieser Kriminalgeschichte strotzt das Buch nur so vor vielen kleinen Details aus dem italienischen Alltagsleben, so dass neben der Spannung auch immer ein kleines Augenzwinkern von der Partie ist.

    Ein spannender Page-Turner mit dem Thema der vermeintlich italienischsten aller italienischen Gefühlsregungen – Rache.

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    Jades avatar
    Jadevor 10 Jahren
    Rezension zu "Die dunkle Unermesslichkeit des Todes" von Massimo Carlotto

    Carlotto zieht uns in eine Spirale der Gewalt und des Wahnsinns hinein. Die Geschichte entwickelt einen ungeheuren Sog, besonders eindrücklich ist die Veränderung der Sprache. Erzählt Raffaelo, der Verbrecher, schreibt Carlotto in einer vulgären, derben Knastsprache. Beschreibt er die Welt von Silvano, dem Opfer, ist die Sprache sehr gepflegt und flüssig. Das Buch reisst uns mit bis zum unausweichlichen Ende.

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    JanHartmanns avatar
    JanHartmannvor 10 Jahren
    Rezension zu "Die dunkle Unermesslichkeit des Todes" von Massimo Carlotto

    Massimo Carlotto: Die dunkle Unermesslichkeit des Todes bei Klett-Cotta/Tropen
    Jetzt bin ich nicht gerade ein übermäßiger Krimileser, andererseits ist Tropen ein großartiger Verlag, so dass ich mich mal wieder an einen Krimi traute.
    Und der Mut hat sich gelohnt. Die eigentliche Tat ist schnell erzählt. Zwei Berufsverbrecher rauben einen Juwelier aus, die Tat eskaliert, die beiden nehmen Geiseln, diese verlieren ihr Leben, ein Verbrecher entkommt, der andere wird geschnappt, weigert sich aber eisern seinen Komplizen zu verraten und wird lebenslänglich zu Gefängnis verknackt.
    Der Vater und Ehemann der Erschossenen kommt über deren Ableben nicht hinweg, verliert seinen Job als Weinhändler und lebt fortan wie eine Maschine für seinen kleinen „Absatz-Blitz“ im Supermarkt. Sechs Tage Arbeit, ein Tag Saufen und von vorne. Immer die gleiche Routine, nur nie ins Grübeln kommen.
    15 Jahre geht das so, ohne dass Silvano, der Vater und Ehemann auch nur versucht für sich die Tat aufzuarbeiten.
    Und dann kommt ein Gnadengesuch Raffaellos, des geschnappten Verbrechers, der sich immer geweigert hatte seinen Kumpel Oreste zu verraten und Silvano damit in dessen Augen um die Rache gebracht hat. Er, Raffaello, leide an Krebs, habe nicht mehr lange zu leben und bitte um die Gnade entlassen zu werden.
    Unfähig diese Gnade zu gewähren lehnt Silvano zuerst ab, sieht dann in der Freilassung Raffaellos eine Chance auf Rache gekommen und sorgt dafür, dass der Täter doch noch entlassen werden kann.
    Und nun entwickelt sich ein perfides Netzwerk in dem sich Silvano, Raffaello und seine ehemalige Geliebte und Oreste mit seiner Frau Daniele sowie ein paar andere Akteure immer mehr verstricken und indem Silvano seine Menschlichkeit zu verlieren droht. Die scheinbar geordneten Fronten verweichen immer mehr und man beginnt sich zu fragen, wer hier der Mensch und wer hier die Bestie ist und lässt sich von der nächsten Wendung und Überraschung hinfort tragen.
    Zurück bleibt ein sehr nachdenklicher Leser, der an diesem Psychodrama sehr zu knabbern hat und sich fragt ob Gnade und Verzeihen dem Täter oder dem Opfer mehr helfen.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 10 Jahren
    Rezension zu "Die dunkle Unermesslichkeit des Todes" von Massimo Carlotto

    Bei einem Raubüberfall wird die Familie des Weinhändlers Silvano getötet. Als ihn 15 Jahre später das Gnadengesuch des mittlerweile schwerkranken Mörders erreicht, ersinnt er einen perfiden Racheplan. Aus wechselnden Perspektiven entwickelt sich ein Psychogramm über Gerechtigkeit und Wiedergutmachung, in dem gewohnte Erwartungen auf den Kopf gestellt werden. Spannend, doch leider etwas zu hastig erzählt.

    (Erschienen im Stadtmagazin Journal Frankfurt, 20/2008, S. 75)

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    varietys avatar
    varietyvor 10 Jahren
    Rezension zu "Die dunkle Unermesslichkeit des Todes" von Massimo Carlotto

    Zuerst einmal vorneweg: Das Buch ist spannend geschrieben und liest sich sehr gut. Auch das Thema Rache bzw. Schuld wird meiner Meinung nach genügend vertieft. Ebenfalls packend waren die vielen unerwarteten Wendungen, welche die Geschichte nahm. Nur ganz am Schluss hätte ich gerne etwas anderes gelesen, aber der Autor wollte wohl seine eigene Geschichte aufarbeiten und hat deshalb den Täter ungestraft leben lassen, was ich sehr schade fand. Auch weniger überzeugend war das dauernde Wiederholen der Dunkelheit (vom Titel her). Das wirkte aufgesetzt bzw. langweilig und war für mich die Methode, um der Leserschaft die Absicht des Autors reinzuhämmern. Wäre nicht nötig gewesen.

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    strabo2001des avatar
    strabo2001devor 10 Jahren
    Rezension zu "Die dunkle Unermesslichkeit des Todes" von Massimo Carlotto

    Ein brutales Verbrechen verbindet die beiden Hauptpersonen Silvio Contin und Raffaello Beggiato. Bei einem Raubüberfall werden die Frau und der Sohn von Contin als Geiseln genommen und von den beiden Tätern erschossen. Beggiato, einer der Täter wird verhaftet und zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.
    15 Jahre später ist ein Gnadengesuch von Beggiato der Anlass für ein erneutes Aufeinandertreffen der Lebensgeschichten der beiden Protagonisten.
    Massimo Carlotto hat eine Geschichte über Leben und Tod, über Rache und Vergebung geschrieben, die wechselnd jeweils aus der Perspektive von Silvio und Raffaelo geschildert wird. Der Autor versteht es geschickt mit den Erwartungen des Lesers zu spielen. Gut und Böse, Normalität und Wahnsinn verschwimmt und die Ereignisse nehmen manch unerwartete Wendungen.
    Leider nimmt sich Carlotto nicht genügend Zeit für die Entwicklung seiner Figuren. Alles wirkt ein wenig hastig erzählt, so dass manchmal das Verhalten der Hauptpersonen unmotiviert wirkt. Trotzdem ein packendes Buch mit einer starken Sprache.
    Wenn Massimo Carlotto über den Alltag im Gefängnis schreibt, kann er aus eigener Erfahrung schöpfen. In jungen Jahren des Mordes an einer Studentin beschuldigt, war er zunächst einige Jahre auf der Flucht und wurde nach seiner Verhaftung zu 18 Jahren Gefängnis verurteilt. 1993 wurde er dann auf Druck der Öffentlichkeit begnadigt und begann sein zweites Leben als Schriftsteller. Inzwischen in Italien ein Star, ist er in Deutschland eher unbekannt.

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