Massimo Carlotto , Mama Sabot Tödlicher Staub

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Inhaltsangabe zu „Tödlicher Staub“ von Massimo Carlotto

Pierre Nazarri wird als Deserteur von der Militärpolizei gesucht. Er ist erpressbar und muss die Drecksarbeit für eine dubiose, paramilitärische Organisation machen, die ihn auf die junge Tierärztin Nina angesetzt hat. Die Nachforschungen, die die junge Frau im Zusammenhang mit einer Reihe mysteriöser Erkrankungen und Missbildungen bei Schafen und Ziegen macht, scheinen ein paar einflussreichen Persönlichkeiten zu weit zu gehen.

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  • Leserunde zu "Die Bienen" von Laline Paull

    Die Bienen

    Klett-Cotta_Verlag

    Und schon geht es in die nächste Leserunde! Wir möchten mit euch »Die Bienen«  von Laline Paull aus dem Tropen Verlag lesen. Seid ihr dabei? Infos zum Buch: Ihr Name ist Flora. Ihre Nummer 717. Sie ist ziemlich groß. Ihr Pelz ist struppig. Andere finden sie hässlich. Doch sie ist klug und mutig. Und sie kann sprechen! Flora 717 ist eine Biene. Laline Paull erzählt das ergreifende Abenteuer dieser außergewöhnlichen Biene in einer anderen und doch zutiefst vertrauten Welt. Flora 717 ist eine Säuberungsbiene aus der untersten Kaste im Bienenkorb. Ausgestattet mit Fähigkeiten, die ihren Rang weit überschreiten, steigt sie schnell auf und darf sogar an der Seite der Königin leben. Alles scheint perfekt. Doch ohne es zu wollen, gebiert Flora eines Tages ein Ei. Ein Umstand, der allein der Königin vorbehalten ist und bei Missachtung schwer bestraft wird. Es beginnt ein Wettlauf um Zeit, Nahrung und Geschicklichkeit, um ihr Leben und das ihres geliebten Kindes zu bewahren. Laline Paull inszeniert gekonnt einen Roman über Aufstieg, Liebe und Gerechtigkeit. HIER FINDET IHR EINE LESEPROBE Kurzinfos zur Autorin: Laline Paull studierte Englisch und Theaterwissenschaften in Oxford, Los Angeles und London, wo sie auch für das Royal National Theatre tätig war. Sie lebt mit ihrer Familie in England. »Die Bienen« ist ihr Debütroman. Seid ihr neugierig geworden? Dann bewerbet euch doch und gewinnt eines der zehn Leseexemplare von unseren Bienen! Am 02.10.14 ziehen wir die Gewinner.

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    • 297
  • Rezension zu "Tödlicher Staub"

    Tödlicher Staub

    hermine

    25. March 2014 um 23:38

    Das Buch "Tödlicher Staub" ist ein gründlich recherchierter Roman, den Massimo Carlotto zusammen mit einer Gruppe von neun sardischen Journalisten verfasste. Der Protagonist Pierre Nazzari dessertierte und wird nun von der Militärpolizei gesucht. Das macht ihn erpressbar und so muss er die Drecksarbeit für eine paramilitärische Organisation mit dubiosem Hintergrund erledigen. Von dieser wird er auf die junge Tierärztin Nina angesetzt, die mittels Tierversuchen an Schafen und Ziegen über die Wirkung von Nanopartikeln forscht. Dieser Roman möchte einen Ökoskandal an den Traumstränden Sardiniens aufdecken, der durch radioktiven Müll als Überrest militärischer Übungen entstanden ist. Er beruht auf einer wahren Begebenheit, Neben diesem Skandal wird auch die Situation auf Sardinien geschildert, die schmutzigen Machtspiele von Mafia und Militär sind Bestandteil der Romanhandlung. Zu Beginn muss man sich erst einlesen, die vielen verschiedenen Namen zu den einzelnen Parteien zuordnen. Doch dann wird der Leser durch ansteigende Spannung belohnt. Ehe man sich versicht, ist das Buch auch schon zu Ende. Für meinen Geschmack hätte es noch 100 Seiten länger sein können. Insgesamt ist es ein lesenswerter und informativer Roman, der sehr fllüssig genossen werden kann. Wer mehr über Sardinien, Nanopartikel und die Beziehung von Nina und Pierre erfahren möchte, sollte den Roman unbedingt lesen. Viel Spaß damit!

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  • Rezension zu "Tödlicher Staub" von Massimo Carlotto

    Tödlicher Staub

    irishlady

    17. August 2012 um 12:37

    "Der beste Krimiautor Italiens" - wie es auf dem Buchrücken heißt - lädt ein zum Lesen. Tödlicher Staub wie sein Krimi genannt wird, soll über die gefährlichen Umweltverschmutzungen in Sardinien berichten, denen Tiere und Menschen zum Opfer fallen. Die Protagonisten Pierre Nazzari und die Tierärztin Nina geraten dabei zwischen den Machenschaften von Politik, Mafia und Militär. Nazzari wird von einem alten Feind beobachtet und Nina wiederum beschattet von Nazzari, der selber wieder nur für den politischen Auftraggeber handelt. Die Beschattungs- und Verfolgungsjagd beginnt.... Wird der Leser am Anfang in einigen wenigen Sätzen über den Tödlichen Staub aufgeklärt, handelt der zweite Teil von einer Verfolgungsjagd. Teilweise hat man das Gefühl, jeder jagt jeden. Krimitechnisch gut, spannungsgeladen war der Krimi auch an einigen Stellen, aber ansonsten verwirrten teilweise die vielen Personen in der Handlung, die darin vorkamen und deren Verbindungen untereinander. Am negativsten fiel aber auch auf, dass die Geschichte nicht zu dem Titel bzw. zu der Inhaltsangabe passte. Am Ende bleibt man mit der Frage zurück: Was und wo ist jetzt der Tödliche Staub, der mir versprochen wurde? Für Krimifans, die einen italienischen Krimi lesen wollen, interessant, wenn sie sich nicht auf den Titel und auf den Klappentext verlassen. Ansonsten leider am Thema vorbei, wie es im Deutschunterricht so schön damals hieß...schade!

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  • Leserunde zu "Tödlicher Staub" von Massimo Carlotto

    Tödlicher Staub

    Auron

    Eine Reise in den Süden ist für andre schick und fein... für allzu Neugierige kann sie jedoch tödlich sein! Der italienische Krimiautor Massimo Carlotto, von der Zeitung "Il Manifesto" zum Besten seiner Zunft gekürt, präsentiert in diesem Frühjahr sein neuestes Werk: "Tödlicher Staub", erschienen bei Klett-Cotta. Massimo Carlottos Vision von Sardiniens idyllischen Gestaden ist tödlich: Statt sich an türkisblauen Buchten am Fuße malerischer Berge zu erfreuen, steigt er mit uns hinab in den zwielichtigen Sumpf von Militär, Mafia und Industrie. Und dabei wird Italiens Trauminsel zum Spielball krimineller Machtinteressen. Mehr zum Inhalt: Als Deserteur ist Pierre Nazarri auf der Flucht vor der Militärpolizei. In den Untergrund abgetaucht arbeitet er für eine zwielichtige paramilitärische Organisation. Von dieser wurde er auf Nina angesetzt, deren Nachforschungen auf Sardinien einigen Mächtigen ein Dorn im Auge sind. Denn die junge Tierärztin droht, das schmutzige Geheimnis um die mysteriösen Erkrankungen und Missbildungen bei den einheimischen Tieren zu lüften. Und schon beginnt das spannungsgeladene Ränkespiel im Schussfeld zwischen Militär und Mafia. Erste Eindrücke zu "Tödlicher Staub" könnt ihr in dieser Leseprobe gewinnen. Carlottos aufreibender Krimi basiert auf jahrelangen Recherchearbeiten des Autors und Mama Sabot, einer Gruppe sardinischer Journalisten und Schriftsteller. Sie haben im Vorfeld einen Öko-Skandal an Sardiniens Stränden aufgedeckt, der im Verdacht steht, für sich häufende Krankheitsfälle auf der Insel verantwortlich zu sein. Mehr zum Autor: Der 1956 in Padua geborene Massimo Carlotto geriet in seiner Vergangenheit selbst in Schwierigkeiten mit dem Staat. Nachdem er in den 1970er Jahren als Sympatisant der extremen Linken wegen Mordes zu Unrecht verurteilt worden war, gelang ihm die Flucht. Erst in Paris, später drei Jahre in Mexiko wurde Carlotto zuletzt wieder an Italien ausgeliefert. Nach mehreren Prozessen und Gefängnisaufenthalten wurde er schließlich 1993 begnadigt. Seitdem lebt der Schriftsteller auf Sardinien. Bewerbung als Testleser: Alle Fans des politischen Krimis haben bei dieser Leserunde die Chance, eines von 25 Exemplaren von "Tödlicher Staub" zu gewinnen. Bewerbt euch dafür einfach als Testleser. Die einfallsreichsten Kommentare zum Thema werden mit Massimo Carlottos Kriminalroman prämiert. Dazu habt ihr bis einschließlich 28. Mai Zeit. Danach werden die Gewinner hier bekannt gegeben. An der Verlosung nehmen alle teil, die uns über Folgendes aufklären: Wo lauern eurer Erfahrung nach versteckte Gifte, über deren Gefahren längst aufgeklärt werden müsste? Was wird ahnungslos genossen, was fahrlässig konsumiert? Und über welche Warnhinweise hat sich längst tödlicher Staub gelegt?

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  • Rezension zu "Tödlicher Staub" von Massimo Carlotto

    Tödlicher Staub

    Blaustern

    15. August 2012 um 14:09

    Pierre Nazzari will untertauchen, da er von der Militärpolizei gesucht wird, die ihn ins Gefängnis bringen will. Eine Organisation hat ihn gefunden und erpresst ihn nun, damit er deren bedenkliche und undurchsichtige Aufträge erfüllt, die ihn aber immer weiter hineinreiten. Er wird undercover in einer Bar eingesetzt und soll die Tierärztin Nina beschatten und deren Forschungsergebnisse stehlen, wobei es um radioaktive Strahlung im und um das Sperrgebiet Salto di Quirra geht. Missgebildete Lämmer sind das Ergebnis. Die Verseuchung der schönsten Strände auf Sardinien durch Nanopartikel, Waffen- und Bombentests spielen hier aber eine eher untergeordnete Rolle, worüber ich gern mehr erfahren hätte. Es geht hier hauptsächlich um das Agieren von Mafia und Militär und auch über Politik. Der Schreibstil entspricht dem Journalistenstil, knapp und bündig werden hier die Details dargelegt. Somit bleiben die Charaktere der Personen völlig auf der Strecke, blass und ohne jegliches Gefühl. Mir waren allesamt völlig unsympathisch. Ansonsten konnte man das Buch flüssig lesen und war auch teilweise recht spannend.

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  • Rezension zu "Tödlicher Staub" von Massimo Carlotto

    Tödlicher Staub

    Mone80

    27. June 2012 um 11:57

    In diesem Buch werden Realität mit Fiktion verbunden. Der Autor berichtet über einen Umweltskandal in Sardinien und über Macht und Korruption auf politischer Ebene. Das alles verpackt er in einem teilweise spannenden Krimi, der mit 164 Seiten sich wirklich nur auf´s nötigste beschränkt. Die Figuren im Buch sind auf ihren Vorteil bedacht und handeln aus der Situation heraus. Wirkliche Sympathien konnte ich zu keiner Person aufbauen Sie wirken wie Schachfiguren, die jeweils der Situation in Stellung gebracht werden. Leider wird das eigentlich Thema nur kurz gestreift, dafür die Machtspiele in Politik, Mafia und andere Personen hervorgehoben. Am Ende befinden sich zwar reichlich Quellen, die das Thema vertiefen, aber ich hätte mir ein paar Informationen mehr in der Geschichte gewünscht. Fazit: Alles in allem ein flüssig geschriebenes Büchlein, welches ab und an sehr spannend war, aber das Kernthema einfach viel zu kurz kam.

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  • Rezension zu "Tödlicher Staub" von Massimo Carlotto

    Tödlicher Staub

    lesemaus

    25. June 2012 um 17:01

    Die Inhaltsangabe des Buches hat so wenig mit dem Inhalt zu tun.
    Die Geschichte spielt mehr darum, wie ein Barbesitzer sich an die Mafia rächt. Die eigentliche Gsechichte verliert sich.
    Ich war sehr enttäuscht über das Buch, hatte mich vorher sehr darauf gefreut.

  • Rezension zu "Tödlicher Staub" von Massimo Carlotto

    Tödlicher Staub

    ElinHirvi

    21. June 2012 um 20:27

    Das Buch ließ mich ein wenig zwiegespalten zurück. Den größten Nachteil vorneweg: Das Buch ist zu kurz! Bei mehr Länge hätten sich sicherlich einige Schwächen vermeiden lassen, denn spannend ist es ohne Zweifel. Gefehlt haben mir ein deutlichere Ausarbeitung verschiedener Charaktere und als weiteren Schwerpunkt den Titel des Buches. Es ging zwar um Staub, aber letztendlich nahmen die Ränkespiele und die Politik den größten Raum ein. Das Milieu wurde jedoch exzellent wiedergegeben, was auch meine positive Bewertung erklärt. Hier versteht der Autor sein Handwerk und man merkt den Ursprung im Journalismus. Es gefällt mir, dass sich der Autor diesem Thema angenommen hat und die Umsetzung ist auch spannend geworden, die letzten Seiten konnte ich kaum abwarten.

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  • Rezension zu "Tödlicher Staub" von Massimo Carlotto

    Tödlicher Staub

    LittleMerm8

    19. June 2012 um 20:05

    Eine Tierärztin versucht in Italien, die illegalen Machenschaften des Militärs ans Tageslicht zu bringen und gerät dabei ins Visier der Mafia. Oder so ähnlich. So ganz kam ich nicht mit aber das ist das, was ich verstanden habe. Wieso ich nicht wirklich viel verstanden habe lag wohl am ehesten daran, dass ich nicht wirklich ins Geschehen reinkam, es existierte eine extreme Distanz zwischen mir und der Handlung. Das lag wahrscheinlich an der sehr objektiven Schreibweise (allwissender Erzähler, sodass die Gefühle der Charaktere nicht so wirklich rüberkamen und nur ab und an geschildert! wurden), mit der ich ich kein bisschen klar kam. Dazu war mir wirklich jeder einzige Charakter unsympathisch, und ich glaube nicht, dass das so sein sollte. Nina kam für mich als eine Tierärztin ohne Herz für Tiere rüber, Pierre als ein perverses Arschloch, genau wie die restlichen Männer. Nee, musste nicht sein. Also wenn Carlotto wirklich "der beste Krimiautor Italiens" ist, dann zweifle ich am literarischen Wert dieses Landes...

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  • Rezension zu "Tödlicher Staub" von Massimo Carlotto

    Tödlicher Staub

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    18. June 2012 um 19:57

    Investigativer Kriminalroman mit Schwächen * "Es ist das vierte, Frau Doktor", sagte er leise. Nina nickte. Sie zog ein paar Banknoten aus der Hosentasche und reichte sie ihm. "Wie geht es den anderen?" Der Hirte zuckte mit den Schultern. "Ich glaube, gut. Sie wissen ja, ich gehe da nicht so nah dran." "Ich schaue nachher mal nach ihnen." Sie betrat den Stall und betrachtete den winzigen am Boden liegenden Kadaver." (S. 9/10) * Pierre Nazzari wird als Deserteur von der Militärpolizei gesucht. Um nicht im Gefängnis zu landen, muss er für eine korrupte Organisation die Drecksarbeit erledigen, unter anderem die Tierärztin Nina auszuspionieren, die an missgebildeten Tieren forscht. * Massimo Carlotto und Mama Sabot, neun investigative Journalisten, haben recherchiert und mit "Tödlicher Staub" einen realitätsnahen und erschütternden Kriminalroman geschrieben. * Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und dennoch hatte ich Probleme in "Tödlicher Staub" reinzufinden. Zum einen hängt es mit den schon zu Beginn zahlreich auftretenden Protagonisten zusammen, zum anderen aber auch mit der fehlenden Übersichtlichkeit , mangels Kapiteleinteilung. Es gibt zwar Absätze, diese reichen meiner Meinung nach aber nicht aus, um für Ordnung zu sorgen. * Zum Inhalt sei gesagt, dass man sich unter dem Titel "Tödlicher Staub" eigentlich mehr Infos und Details zur Verschmutzung bzw. Kontaminierung an Sardiniens Küsten und Stränden wünscht. Dieses Thema wird jedoch nur angerissen und nicht tief genug ausgeleuchtet - was andererseits auf grade 159 Seiten sehr schwierig wäre. Der Leser erfährt mehr über gewisse dubiose Organisationen, ihre Handlungsmethoden und die Verstrickung in Politik und Wirtschaft, was natürlich nicht minder interessant ist. * Die Charaktere bleiben im Laufe des Buches alle eher blass und rufen keinerlei Gefühle in mir wach. Für mich sind sie einfach ein Mittel zum Zweck, um diese Geschichte erzählen zu können. * Dennoch möchte ich dem Buch knappe vier Sterne geben, da ich es als Aufschrei einiger Menschen ansehe, die Augen offen zu haben und nicht immer wegzuschauen. Wir haben nur eine Erde!

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  • Rezension zu "Tödlicher Staub" von Massimo Carlotto

    Tödlicher Staub

    GOOMPI

    16. June 2012 um 21:30

    Pierre muss für eine nicht ganz legale, sardische Organisation, die Tierärztin Nina beschatten. Doch dabei bleibt es nicht. Die Ereignisse, die sich ab dem Zusammentreffen der beiden Hauptprotagonisten ergeben, zerrütten das ganze Leben der beiden von Grund auf. Das Buch ist nicht grade der literarische Wurf, doch das ist auch nicht die Intention des Autors. Dennoch überzeugt mich der Roman. Massimo Carlotto sollte man beim lesen der Lektüre, nicht als Krimi-Autor sehen, sondern als Journalist der aus Gründen der Aufklärung schreibt, nämlich über die Schattenseiten der Nanotechnologie. Er will auf die Schande, die gewisse Leute der Umwelt in Sardinien zufügen, hinweisen. Dabei hält er sich nicht unbedingt an narrative Regeln, dass aber keinen negativen Effekt auf sein schriftstellerisches Machwerk wirft. Im Gegenteil, besonders zur Mitte des Buches zeigt sich sein können. Ab hier kommt der Spannungsbogen zu seinem Höhepunkt und reißt so schnell nicht ab, da die Wirren der verschiedenen Personen und Organisationen aufeinander treffen und die ganze Chose recht vertrackt wird. Man glaubt eine Person ist im Vorteil, doch dann kommt es doch ganz anders. Carlottos journalistischen Hintergrund bekommt man auch dadurch zu spüren, dass er die Charaktere und bestimmte Situationen nicht sehr ausführlich beschreibt, bzw. umschreibt. Dadurch ließt sich der Krimi aber sehr zügig, was ja auch sehr schön ist, denn so hat man Zeit sich mehr mit dem Öko-Skandal in Sardinien zu beschäftigen. Quellen dazu gibt der Autor mit an. Das Foto auf dem Einband suggeriert auf dem ersten Blick einen schönen sonnigen und heißen Tag, an dem anscheinend alles wunderbar ist. Doch wenn man das Bild etwas auf sich wirken lässt, hat man das Gefühl, dass etwas nicht stimmt. Die verfälschte Farbgebung und die Vignettierung, wecken bei mir ein "ungutes" Gefühl. Wie ich finde ein gelungenes Büchlein, das hoffentlich Wirkung zeigt und dabei hilft Sardinien wieder in ein Paradies zu verwandeln.

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  • Rezension zu "Tödlicher Staub" von Massimo Carlotto

    Tödlicher Staub

    Keeweekat

    15. June 2012 um 23:44

    Pierre Nazarri, Deserteur vom Militär, wird von einer dubiosen Organistation erpresst und auf die junge Tierärztin Nina angesetzt. Nina, die an radioaktiver Strahlung erkrankte Ziegen und Schafe untersucht, soll er die Forschungsergebnisse stehlen. Dabei verstrickt sich Pierre immer tiefer in ein gefährliches Netzt aus Vertuschung, Macht und Geld, in das nicht nur die korrupte örtliche Polizei, sondern auch das Militär, die Mafia und die Politik verstrickt sind. Handlung: “Tödlicher Staub” packt ein Thema an, für das Carlotto und sein Co-Team aus elf Autoren und investigativen Journalisten recherchiert haben. Das Stichwort ist “Nanopartikel”, und womit Pierre es in der militärischen Sperrzone auf Sardinien zu tun bekommt, ist absolut beängstigend – denn die Grundlagen dieses Fiktiven Romans sind absolut real. Dieses brisante und bisher vor allem todgeschwiegene Thema vor der Kulisse Sardiniens hat mich auch zum Lesen verlockt, denn Krimis sind normalerweise eher nicht mein Genre. So viel habe ich mir versprochen von diesem Buch, aber hier wurde viel, aber auch so viel in den Sand gesetzt, dass es zum Haareraufen ist. Carlotto wird als einer der besten und erfolgreichsten Autoren Italiens gehandelt, aber nach “Tödlicher Staub” bin ich erst mal mit ihm durch. Was mich gestört hat? Allem voran die schlecht strukturierte Handlung, viel zu sehr wird hier an der Oberfläche gekratzt, das Thema Nanopartikel wird nur am Anfang wirklich behandelt und im Laufe des Geschehens einfach fallengelassen. Hinzu kommen dievöllig stereotypen Charaktere. Das Büchlein ist nur 160 Seiten dick, aber Carlotto überschüttet den Leser mit derart vielen Ex-Söldnern, Ex-Finanzpolizisten, Ex-Majoren, Ex-Dealern und Ex-Gefängniswärtern, die man allein an ihren – für uns fremdartigen italienischen – Namen auseinanderhalten muss, dass einem förmlich die Ohren schlackern. Wer bei der Hälfte des Buches noch weiß, wer wen erpresst , wer von wem herumgeschubst wird, wer wen linkt und mit wem verbündet ist (und wie jeder von denen heißt!), der ist richtig, richtig gut. Mir war es, beim besten Willen, zu viel. Was mich bei der Stange hielt, war das Schicksal Pierres und Ninas, aber irgendwann ist die Handlung einfach so konfus und unzusammenhängend, dass ich bestimmt aufgegeben hätte, wäre das Buch nicht so dünn. Fast will man glauben, Carlotto war sich beim Schreiben für seinen eigenen Roman “zu cool”. Das Buch ist einfach zu dünn, zu unstrukturiert und zu oberflächlich, um dem wichtigen Thema auch nur annähernd gerecht zu werden. Sämtliche agierende Figuren (die Militärs, erst recht die ganzen schmierigen Mafiosi, aber sogar vor den Frauen macht Carlotto nicht Halt!) sind cool, so cool, dass Erpressungen, Ermordungen, ja selbst schlimme Schicksalsschläge immer aalglatt rüberkommen und jeder immer noch einen flotten Spruch nachschieben muss wie in einer billigen Gangsterklamotte. Ist es das klischeebehaftete süditalienische Ego, das hier durchschimmert und jeden als Macho auftreten lässt? Ich weiß es nicht. Fazit: Das wichtige Thema des Buches hat diese unzureichende Umsetzung nicht verdient. Zu sehr wird and der Oberfläche gekratzt, das 160 Seiten schmale Büchlein ist zu vollgestopft mit Personen, die allesamt kein Gesicht haben, dafür aber mächtig cool und geleckt reden. Schade.

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  • Rezension zu "Tödlicher Staub" von Massimo Carlotto

    Tödlicher Staub

    KinderundBuecher

    14. June 2012 um 10:59

    Deserteur Pierre Nazzari wird von der Militärpolizei gesucht und soll eine Gefängnisstrafe absitzen. Er versucht unterzusuchen, wird jedoch von verschiedenen Organisationen für diverse Aufträge eingesetzt. Er soll der Tierärztin Nina näher kommen, die im Sperrgebiet Salto di Quirra missgebildete Schafe untersucht. Die Missbildungen gehen auf einen Skandal zurück, der auf keinen Fall aufgedeckt werden soll. Leider konnte mich das Buch nicht komplett überzeugen. Anhand des Klappentextes hatte ich auf einen tiefgründigen Krimi zum Thema Umweltverschmutzung in Sardinien gehofft. Jedoch spielt dieser Skandal um die Nanopartikel in dem Buch und geheime Waffentests an der Küste Sardiniens nur eine kleine Nebenrolle. Vielmehr werden die Machenschaften von Mafia, Militär, Polizei und Politik dargestellt. Jedoch werden für mich diese Verstrickungen auch immer nur kurz angerissen, mal lernt viele verschiedene Figuren kennen, jedoch alle nur sehr oberflächlich und auch durch die italienischen Namen kam ich anfangs schwer in die Handlung rein. Der Krimi ist sehr kurz und präzise geschrieben und somit bleibt kaum eine Möglichkeit einen Charakter näher kennen zu lernen oder in der Handlung richtig in die Tiefe zu gehen. Schade, den der Autor und die 9 Journalisten der Gruppe Mama Sabot haben viele Jahre an der Geschichte recherchiert die leider auf waren Begebenheiten beruht. Fazit: Ein spannendes und brisantes Thema, das jedoch in diesem Buch nur im Hintergrund bleibt und Handlung und Charaktere oberflächlich abgehandelt werden. Das Buch erhält von mir 3 Sterne aufgrund der jahrelangen Recherche Arbeit des Autors und der Journalisten.

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  • Rezension zu "Tödlicher Staub" von Massimo Carlotto

    Tödlicher Staub

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    13. June 2012 um 21:42

    Für mich geht das Buch absolut einmal komplett am Thema vorbei! ! ! :( Als ich mich für die Leserunde bewarb und dann auch noch den Klappentext gelesen hatte, bin ich von einem tiefgründigen Buch über Umweltverschmutzung und dergleichen ausgegangen.. Was ich bekam, war ein Wirrwarr aus Mafia, Militär und allerlei anderen Kram. =/ Durch die ganzen italienischen Namen findet man anfangs eher schwer in die Handlung, aber wenn man einigermaßen aufmerksam liest (was mir bei dem Buch ziemlich schwer gefallen ist), kriegt man das dann doch irgendwie raus. Kein Charakter ist mir sympathisch, keine Handlung wird tiefgründiger bearbeitet,.. Es fehlt an allen Ecken und Kanten. Für mich wurde das Thema, wie schon erwähnt, einmal komplett verfehlt! =/

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  • Rezension zu "Tödlicher Staub" von Massimo Carlotto

    Tödlicher Staub

    LibriHolly

    Die Zerstörung des Paradieses Endlose, weiße Sandstrände. Wunderbares, türkisblaues Wasser. Sardinien ist wahrlich ein Paradies auf Erden. Doch wie lange noch? Massimo Carlotto bedient sich wieder dem Genre des investigativen Krimis, um auf aktuelle Misstände und Skandale aufmerksam zu machen. Als die Tierärztin Nina auf Sardinien beginnt mehreren mysteriösen Missbildungen an Schafen und Ziegen nachzugehen und diese zu erforschen, tritt sie dabei nichtsahnend einigen hochrangigen Persönlichkeiten auf die Füße. Als diese den Deserteur Pierre Nazzari auf sie ansetzen, nehmen die Dinge ihren verhängnisvollen Lauf. Ein düsteres Spiel um Geld, Macht und Einfluß beginnt. Dabei ist sich jeder selbst der Nächste und keiner ist so richtig unschuldig. Es ist eine gefühlsstarre, düstere Männerwelt, in die uns Carlotto da entführt. Seine Figuren sind allesamt skrupellos, egoistisch und distanziert. Wahre Gefühle kommen so gut wie nicht vor, mit Ausnahme des Gefühls der Rache vielleicht. In seinem aktuellen, auf Tatsachen basierenden Krimi hält Carlotto wieder einmal der italienischen Gesellschaft den Spiegel vor. So läßt er den Leser einen ungeschönten Blick auf das moderne Italien von heute werfen. Es geht um Korruption, finstere Machenschaften und skrupellose, mafiöse Praktiken, die bis in die höchsten Kreise der Politik, Wirtschaft, Millitär und der Mafia reichen. Es geht schlicht und ergreifend um das Drama eines ganzen Landes. Ein hochpolitisches Buch, spannend bis zur letzten Seite, pointiert aber hochinformativ und dabei, in Zusammmenarbeit mit der Journalistengruppe "Mama Sabot", herrvorragend recherchiert. Dieses Buch rüttelt auf, macht wütend, zeigt es einem doch seine eigene Hilflosigkeit gegenüber skrupellosen Machenschaften schonungslos auf. Massimo Carlotto läßt uns wieder einmal einen Blick in die Abgründe der menschlichen Seele werfen. Knapp, präzise, aber wahr.

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