Massimo Gramellini

 3.9 Sterne bei 11 Bewertungen
Autor von Träum was Schönes, Die letzte Zeile des Märchens und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Massimo Gramellini

Massimo GramelliniTräum was Schönes
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Träum was Schönes
Träum was Schönes
 (7)
Erschienen am 31.03.2014
Massimo GramelliniDie letzte Zeile des Märchens
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Die letzte Zeile des Märchens
Die letzte Zeile des Märchens
 (4)
Erschienen am 14.04.2011
Massimo GramelliniSweet Dreams, Little One
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Sweet Dreams, Little One
Sweet Dreams, Little One
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Erschienen am 01.03.2014
Massimo GramelliniNiech Ci sie cos pieknego przysni
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Niech Ci sie cos pieknego przysni
Niech Ci sie cos pieknego przysni
 (0)
Erschienen am 01.01.2014
Massimo GramelliniLa magia di un buongiorno
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La magia di un buongiorno
La magia di un buongiorno
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Erschienen am 01.04.2014

Neue Rezensionen zu Massimo Gramellini

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Rezension zu "Träum was Schönes" von Massimo Gramellini

Träum was Schönes und lebe es auch!
Wordmicroscopevor 2 Jahren

Wie wichtig die eigenen Wurzeln ein Leben lang sind, erfährt man durch diese traurige Geschichte. Rückblickend beschreibt der Autor das Erleben des Todes der eigenen Mutter. "Und wir lassen uns {wie er als Kind} einlullen von falschen Geschichten und beruhigenden Versionen, interpretieren die Wirklichkeit als mythisch und die Mythen wortwörtlich." / How important our family background is, you will discover with this novel. Retrospektive the author describes the death of his mother. In the end we will see that the truth is not always what we want to believe in.

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Rezension zu "Träum was Schönes" von Massimo Gramellini

Ein einfühlsamer autobiographischer Roman
WinfriedStanzickvor 4 Jahren

Der vorliegende Roman des italienischen Journalisten und Schriftstellers Massimo Gramellini ist sein erster auf Deutsch erschienenes Buch, und stand in Italien über ein Jahr lang auf Platz 1 der Bestsellerliste. Man kann das nachvollziehen, wenn man das Buch in die Hand nimmt, und von seiner Geschichte bewegt, es kaum mehr aus der Hand legen möchte.

 

Denn es ist der gelungene Versuch einer literarischen Selbstverständigung darüber, wie der frühe Tod der Mutter das Leben, auch das spätere Erwachsenleben von Massimo Gramellini verändert und prägt.

 

„Träum was Schönes“, sagt die Mutter noch am Silvesterabend, als sie ihren neunjährigen Sohn zum letzten  Mal zudeckt, bevor sie sich hinlegt und noch in der Nacht ihr Leben aushaucht. Seit diesem Tag ist der kleine Junge ängstlich, geht wie mit Zehenspitzen durch seine Welt, die ihm in allem Angst macht.

 

Er muss erst erwachsen werden um zu verstehen, wie und warum seine Mutter so früh sterben musste. Und er gewinnt mehr und mehr eine uralte Einsicht. Nur wenn man sich dem Schmerz stellt, kann man ihn überwinden, in und mit der Liebe. Wer sich dem Schmerz stellt und ihn überwindet, lernt, aus sich selbst herauszugehen, sein der Welt und den Menschen entgegengebrachtes Misstrauen zu verlieren und all das loszulassen, was einen in der Vergangenheit gebunden hielt.

 

Ein einfühlsamer autobiographischer Roman, der seine Leser nicht unberührt lässt.

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Rezension zu "Träum was Schönes" von Massimo Gramellini

Traurig-Schön
Lesemanievor 4 Jahren

Ganz so federleicht wie der Klappentext verspricht, ist dieses Buch nicht. Doch es lässt einen nicht los und kann kaum zur Seite gelegt werden. Massimo Gramellini erinnert sich in diesem Roman an seine Kindheit. Mit neun Jahren wird er zur Halbwaise als seine Mutter in der Silvesternacht plötzlich und unerwartet stirbt. In seinem Kinderzimmer riecht er noch ihr Parfum und am Fußende des Bettes entdeckt er ihren Morgenmantel. Augenblicke vor ihrem Tod hat die Mutter ihren Sohn noch einmal zugedeckt und ihm zugeraunt, „Träum was Schönes, mein Kleiner“.

Das Verhältnis zwischen dem Kind und einem Vater ist kühl und von gegenseitigem Unverständnis geprägt. Dem Jungen fehlt die Wärme der Mutter und detailliert schildert Gramellini die Versuche, den Verlust zu kompensieren. Dabei beschränkt er sich nicht nur auf die Zeit seiner Kindheit sondern breitet mit schonungsloser Offenheit auch sein späteres Leben vor dem Leser aus. Und das ist ein ganz interessantes Leben: nach einem abgebrochenen Jurastudium wird er zunächst Fußballreporter und später Kriegsberichterstatter (Die Episode über seinen Aufenthalt in Sarajevo während des Bosnienkrieges ist in meinen Augen der stärkste Teil des Buches). Seine erste Ehe scheitert, das Verhältnis zum Vater bleibt kühl und die Beziehung zum einstigen Lieblingsonkel erkaltet mit den Jahren. 

Die Art und Weise auf die Gramellini beiläufig Jahrzehnte verstreichen lässt hat dann doch wieder etwas Federleichtes an sich. Vierzig Jahre soll es dauern bis er endlich ganz genau erfährt unter welchen Umständen die Mutter ums Leben gekommen ist. Obwohl: „Ich wusste seit jeher, wie sie gestorben war, aber ich hatte augenblicklich beschlossen, es nicht wissen zu wollen“. Dem kann sich der Leser eigentlich anschließen. Träum was Schönes ist kein Buch zum Mitraten, das zum Schluss mit einem grandiosen, alles auflösenden, Finale aufwartet. Es ist vielmehr eine Art Selbstbetrachtung des Autors, der hier sein Trauma in schriftlicher Form noch einmal mit dem Leser durchlebt und aufarbeitet. Dabei urteilt er hart über sich selbst und die Menschen in seinem Leben, besonders die Männer. Insgesamt ist dieser Roman zum großen Teil die Abrechnung eines Sohnes mit seinen Eltern und mit seinem jüngeren Ich, wobei in machen Momenten die Selbstbemitleidung ein wenig Überhand nimmt.

Doch das ist nicht alles. Gramellini findet nämlich auch die Muße, der Komik von Alltagsmomenten Tribut zu zollen. So zum Beispiel dem sonntäglichen Fußball-Ritual. Vater und Sohn sind Anhänger des FC Turin und die Familie wohnt gegenüber dem Stadion. Jeden Sonntag erklärt der Vater dem Sohn beim Mittagessen, dass er es leid sei „seine Zeit und sein Geld zu verplempern für einen Haufen Stümper“ und dass er deshalb nicht mehr mit dem Sohn ins Stadion gehen werde. Und dann gehen sie doch. Jedes Mal.

Solche Momente und die Tatsache, dass Gramellini ganz offen über Selbstzweifel und Probleme spricht in denen sich jeder – ob nun Halbwaise oder nicht – das ein oder andere Mal wiedererkennen kann, machen das Buch trotz einiger Schwächen zu einem traurig-schönen Leseerlebnis.

Diese Rezension wurde auch auf lesemanie.com veröffentlicht.

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