Mathias Bröckers

 4.3 Sterne bei 31 Bewertungen

Lebenslauf von Mathias Bröckers

Mathias Bröckers war Redakteur der taz, Kolumnist der ZEIT und der WOCHE und veröffentlichte zahlreiche Bücher. Seine Werke »Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf« (1993) und »Verschwörungen, Verschwörungstheorien und die Geheimnisse des 11.9.« (2002) wurden internationale Bestseller.

Quelle: Verlag / vlb

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Rezension zu "Newtons Gespenst und Goethes Polaroid" von Mathias Bröckers

"Es ist vieles wahr, was sich nicht berechnen lässt" (J. W. v. Goethe)
Bellis-Perennisvor einem Jahr

Klappentext zu „Newtons Gespenst und Goethes Polaroid “

„Das "Fragment über die Natur" gilt als der herausragende Schlüsseltext für das Denken Goethes über die Natur. Es steht am Anfang seiner lebenslangen Erforschung von Steinen und Pflanzen, Tieren und Menschen, Licht und Farben und legt den Grundstein für die Methode der "zarten Empirie", mit der er sich als Wissenschaftler seinen Gegenständen nähert. So kam denn auch der Pionier der Farbfotografie mit Newtons "spectre" (engl. Erscheinung, Gespenst), dem von einem Prisma Farben getrennten weißen Lichtstrahl, nicht weiter, erforschte die Farbwahrnehmung mit Goethe'schen Methoden und erfand das farbige Polaroid-Sofortbild. Mathias Bröckers zeigt, dass Goethes Erkenntnisse über die Natur ihrer Zeit voraus waren und heute für die Zukunft relevanter sind als je zuvor.“ 

Der Autor untersucht auf Basis von Goethes „Fragment über die Natur“ welche Überlegungen des Dichterfürsten korrekt und bis heute bewiesen werden konnten. Johann Wolfgang von Goethe gilt ja als einer der letzten Universalgelehrten. Neben messerscharfem Verstand und Akribie zeichnen ihn lebenslange Neugierde aus.  

Dieses Buch habe ich gerne gelesen, obwohl es aufgrund seiner Sprache und philosophischer Gedanken nicht immer ganz einfach zu lesen ist.  

Beeindruckend sind die vielen Zitate und Querverweise, ich am liebsten alle hier verwendet hätte.

So begnüge ich mich Folgendem: „das was auf diesem Feld Benoît Mandelbrot mit seiner Geometrie der Fraktale aufziegen konnte, ... - hätte Goethe entzückt.“ (S.35)  

Und ja, wir begegnen vielen, die in der Wissenschaft Rang und Namen haben: von Benoît Mandelbrot, Johannes Kepler, Werner Heisenberg bis hin zu den Philosophen Fritz Jacobi und Rudolf Steiner.  

Wenn Goethe sagt: „Es ist vieles wahr, was sich nicht berechnen lässt“ (S.29), steckt viel Wahrheit dahinter. Man denke nur an die schier ewige Diskussion ob Licht Welle oder Teilchen ist.  

Passend zur Farbenpracht der Natur, ist das Cover bunt gestaltet. Manches erinnert ein wenig an Mandelbrots fraktale Geometrie. Als Geschenk ein echter Hingucker aus dem Westend-Verlag. 

Fazit: 

Ein Buch das sowohl Goethe-Fans als auch Anhängern von Heisenberg & Co. Freude machen kann. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.


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W

Rezension zu "Die Drogenlüge" von Mathias Bröckers

Alles überprüfbar!
wschvor 2 Jahren


Gemeinhin wird unter dem Begriff 'Prohibition' das unsinnige Alkoholverbot in den USA von 1919 bis 1933 verstanden. Mit all seinen der Kriminalität extrem förderlichen Auswirkungen. Wurde da irgendetwas verhindert? Haben die Amerikaner etwa weniger 'gesoffen'. Eindeutig nein. Der Alkohol wurde eben vor den 'Augen des Gesetzes' geschützt im Verborgenen konsumiert, war entsprechend teuer, weil illegal. Die Prohibition in diesem Sinne hat die Mafia und andere kriminelle Organisationen in den USA erst den richtigen Aufschwung gebracht. 

Ebenso war es, ist es und wird es weiterhin sein, wenn bestimmte Drogen nicht ent-kriminalisiert werden. Nicht umsonst ziert ein Cannabis-Blatt den Buchdeckel.

Mathias Bröckers weist mit akribischer Genauigkeit, die an Hand des umfangreichen Literatur- und Quellenverzeichnisses jederzeit überprüft werden kann, nach, welche Auswirkungen die Kriminalisierung der Drogen auf die Gesellschaft haben. Wer davon unwahrscheinliche Profite zieht. Wie dieses staatliche Vorgehen gegen 'Drögler' der Gesellschaft weitaus mehr schadet denn ihr dienlich ist.

Der Autor zeigt auch auf, dass der auf dem Weg der Kriminalisierung geführte Krieg gegen Drogen ein völlig aussichtslos geführter Krieg ist. Denn wie M. Bröckers ebenso belegt, sind die zu erzielenden Gewinne aus dem Drogengeschäft schlichtweg gigantisch!

Nicht etwa, dass er (der Autor), für die Freigabe aller Drogen eintritt. Aber seit dem 01. Juli 2018 ist der Cannabis-Konsum für den Freizeitgebrauch im US-Bundesstaat Vermont legal. Der neunte US-Staat, der Cannabis freigibt. Weil Cannabis in den USA auf Bundesebene zwar immer noch eine illegale Droge ist. Aber den einzelnen Bundesstaaten steht es frei, vom Bundesrecht abzuweichen. Welch weise, dem Drogenhandel, der daraus resultierenden Drogenkriminalität wirksam entgegen wirkende rechtliche Möglichkeit!

Wer sich mit der Drogenproblematik nicht im medizinischen, sondern im politischen, gesellschaftlichen, kriminellen Sinne zu verstehen, beschäftigt, kommt an dem Buch nicht vorbei.

Wobei anzumerken ist, dass gar einige "seriöse" medizinische Bewertungen, Untersuchungen und Gutachten  existieren, die den unhaltbaren Forderungen aus der Politik nur das Wort reden. Deswegen steht "seriös" in Gänsebeinen.

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In diesem Buch wird oft thematisiert, dass bisher nur andere über die Person Ken Jebsen berichteten - er dabei aber nie selbst zu Wort kam. Was dem ganzen dann doch eine sehr einseitige Sichtweise auferlegte. Dem stimme ich zu und fand deshalb auch dieses Buch, wo der Macher von KenFM selbst zu Wort kommt, so spannend. Egal wie man zur Person Jebsen stehen mag, ist sein Werdegang auf jeden Fall bemerkenswert. Man merkt, dass der Journalist Jebsen seine Meinung aus Überzeugung vertritt und sich voll engagiert auf der „Bühne Internet" bewegt. In dem Buch geht es um seinen Werdegang, genauso wie um Israel und seinen Kampf gegen Wikipedia. Ein wirklich aufschlussreiches Buch, für jeden der sich selbst eine Meinung um die Person Ken Jebsen machen will.

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