Mathias Bröckers JFK - Staatsstreich in Amerika

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Inhaltsangabe zu „JFK - Staatsstreich in Amerika“ von Mathias Bröckers

Seit dem Mord an J. F. Kennedy vor fünfzig Jahren treibt die Frage nach dem Wer war s die Forschung um. Mathias Bröckers will aber wissen: Warum musste Kennedy sterben? Er unterzieht die neuesten Erkenntnisse und Deutungen der verschiedenen Lager einer umfassenden Prüfung. Denn nur noch die Klärung der Motive kann die Frage beantworten: Wer ist schuld am Tod von JFK?

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  • "Dem Mann war es ernst. Der wollte die Welt verändern. Das war zu viel."

    JFK - Staatsstreich in Amerika
    R_Manthey

    R_Manthey

    25. July 2015 um 16:32

    Wenn man den Täter in einem Mordfall bereits kennt, dann fällt es meistens nicht besonders schwer, auch das Motiv zu ergründen. Doch kann man diese Schlussweise auch umkehren, wie der Autor behauptet? Natürlich nicht. Wer ein Motiv hat, muss noch lange nicht der Mörder sein. Und in Wirklichkeit schließt der Autor dieses unerwartet lehrreichen Buches auch nicht so, obwohl man bereits beim Lesen der Einleitung in diese Richtung gelenkt wird. Natürlich fragt man sich, warum man jetzt noch ein Buch über den Mord an J.F. Kennedy lesen sollte. Ist nicht alles schon gesagt, geschrieben und verfilmt worden? Was soll es denn noch Neues geben nach all der Zeit? Nun, inzwischen kann man auf die Herausgabe von Dokumenten klagen. Und dann bekommt man sie oder eben nicht. Und wenn nicht, dann muss wohl die nationale Sicherheit plötzlich in Gefahr sein, was dann auch ohne die gewünschten Dokumente aufschlussreich ist. Die Indizien verdichten sich mit den freigegebenen Dokumenten, den Begründungen, warum man andere nicht erhalten kann und mit neuen Beweisen für Fälschungen und Verdrehungen immer mehr und immer eindeutiger. Wenigstens kann die Verstrickung der CIA in das Attentat wohl kaum noch von der Hand gewiesen werden. Hinzu kommt noch, dass es im ehemaligen Umfeld von JFK nach dessen Ermordung zu zahlreichen mysteriösen Todesfällen gekommen ist und dass alle Versuche, Kennedys Mördern auf die Spur zu kommen, mit Sabotage und Denunziation endeten, wenn jemand offenbar zu dicht an die Wahrheit gelangt war. Mathias Bröckers geht deshalb von der begründeten Hypothese aus, dass die CIA in Zusammenarbeit mit Exilkubanern und der organisierten Kriminalität J.F. Kennedy ermorden ließ und listet dazu zahlreiche Fakten auf, die diese Annahme stützen. Dazu kommen einige Spekulationen über das unmittelbare Umfeld von J.F. Kennedy, die seine Wandlung von einem kalten Krieger zu einem Mann erklären sollen, der die Welt verändern wollte. Darüber hinaus beleuchtet der Autor die tatsächliche Rolle des angeblichen Todesschützen Lee Harvey Oswald, der in Diensten der CIA seine Rolle als aufgebauter Sündenbock erst begriff, als es für ihn zu spät war. Der Text besteht aus vier Teilen. Zunächst erzählt Bröckers kurz die Geschichte der CIA, der Mafia und der kubanischen Revolution unter Castro, um dann auf den Aufstieg der Kennedy-Familie einzugehen, die ihren enormen Reichtum durch zahlreiche illegale Geschäfte erzielte. Joe Kennedy hatte klare Vorstellungen, was seine Söhne zu erreichen hatten. Insbesondere war John. F. Kennedy nach seinem Willen für die Präsidentschaft bestimmt. Und dieses Ziel wurde schließlich auch mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln erreicht. Doch mit der Kuba-Krise nahm die Entwicklung von John und Robert Kennedy wohl einen anderen Verlauf als gedacht. Man mag darüber spekulieren, warum dies geschah. Bröckers bringt dazu die "Göttin hinter dem Thron" ins Spiel. Damit meint er Mary Pinchot Meyer, die keine der üblichen Gespielinnen Kennedys war, sondern eine enge Vertraute, von der Bröckers annimmt, dass sie Kennedy bei intimen LSD-Partys eine "Bewusstseinserweiterung" zuteil werden ließ und er so zu einer Art Vorreiter von "Make love, not war" wurde. Das mag aus heutiger Sicht verrückt klingen, aber in den 1960-er Jahren sah die Welt auch anders aus als heute. LSD stand noch nicht auf dem Index, und als Schutz vor dem atomaren Erstschlag hatte man unter seinen Schreibtisch zu kriechen. Meyer wurde übrigens kurz nach Kennedys Tod ebenfalls ermordet. Am 10. Juni 1963 hielt Kennedy in der American University in Washington eine für die damalige Hochzeit des kalten Krieges äußerst bemerkenswerte Rede über den Weltfrieden und eine neue Welt des gegenseitigen Respekts, aus der in großen Auszügen im Buch zitiert wird. Mit dieser Rede, die übrigens auch vollständig in der "Prawda" abgedruckt wurde, hatte Kennedy nach Bröckers Ansicht das Maß endgültig voll gemacht. Wenn man die abgedruckten Auszüge heute liest, dann wird sofort klar, dass Kennedy seiner Zeit weit vorausgeeilt war. Der zweite Teil des Buches beginnt mit dieser Rede und schildert dann das Attentat und geht schließlich auf den vorgezeigten Sündenbock Oswald ein. Inzwischen steht eindeutig fest, dass Kennedy nicht (wie immer noch offiziell behauptet wird) von hinten, sondern mit Sicherheit von vorne erschossen wurde. Die Autopsieberichte wurden gefälscht. Jedenfalls schreibt Bröckers das glaubhaft und gibt dafür zahlreiche direkte und indirekte Beweise an, zu denen auch ein Geständnis der Fälscher gehört. Der dritte Teil widmet sich dann ausführlicher der gesamten Verschleierungsaktion, die bis heute andauert. Interessant ist in diesem Zusammenhang ein Memo der Abteilung für psychologische Kriegsführung der CIA vom Januar 1967, in dem der Umgang mit Zweiflern an der offiziellen Einzeltätertheorie empfohlen wird. Liest man diese Empfehlungen, dann merkt man, dass seither jede "Verschwörungstheorie", die offizielle Versionen von Ereignissen anzweifelt, exakt nach diesen Anweisungen gekontert wird. Der vierte Teil schließt dann den Kreis und befasst sich mit den nachfolgenden Morden an Robert F. Kennedy und Martin Luther King, die nach Bröckers demselben Ziel dienten und einen Politikwechsel in den USA verhindern sollten. Der Text ist gut lesbar, wenngleich er gelegentlich gewisse Kenntnisse voraussetzt und eine enorme Fülle an Details beinhaltet. Insgesamt ist dies eines der besten Bücher, die ich über das Kennedy-Attentat bisher gelesen habe. Es erklärt sehr plausibel die Zusammenhänge zwischen der CIA und der organisierten Kriminalität und beleuchtet die Rolle und die Person des der Öffentlichkeit präsentierten angeblichen Attentäters sehr intensiv und nachvollziehbar. Auch wenn das letzte Puzzleteil zunächst nicht gelegt werden kann, so sieht man das Gesamtbild mit diesem Buch doch nun schon sehr viel deutlicher.

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  • Rezension zu "JFK - Staatsstreich in Amerika" von Mathias Bröckers

    JFK - Staatsstreich in Amerika
    awogfli

    awogfli

    Ich mag sogenannte "Verschwörungsbücher" vor allem wenn sie sich realistisch und mit (historischen) Belegen auseinandersetzen, dass auch staatliche Einrichtungen wie Geheimdienste, Militär und Polizei verdeckt putschen, vertuschen, morden, betrügen, Interessensgruppen ihre Macht ausspielen und aus wirtschaftlichen Interessen die Demokratie & den Frieden gefährden und Bürgerrechte aushebeln. Das Thema ist zum 50. Jahrestag der Ermordung von JFK aktueller den je, wenn man sich grad den gegenwärtigen NSA Skandal anschaut und die amerikanische Hatz auf Edward Snowden bzw. die britischen Guardian-Journalisten verfolgt. Was das alles mit der Ermordung JFK's zu tun hat, ist leicht erklärt. Bröckers Buch zäumt die Untersuchung zur Ermordung des amerikanischen Präsidenten aus der Sicht von "Cui bono" auf und die Nutzniesser in diesem Fall sind dieselben Akteure, die uns Vietnamkrieg, Irakkrieg, Abhörskandal... eingebrockt haben. So eine Sichtweise ist mir neu und ich finde sie sehr innovativ. Extrem strukturiert, logisch, umfassend und spannend legt der Autor die Hintergründe, Motive, Auswirkungen, Verbindungen, Vertuschungen und Akteure der Morde an JFK, seinem Bruder Robert und Martin Luther King dar. Vermutungen werden als solche gekennzeichnet, Belege angeführt. Lange unterdrückte, kürzlich erst herausgegebene neue Beweise gibt es ja seit einigen Jahren haufenweise. Also das hat der Autor grandios gemacht, wahrscheinlich vor allem auch um nicht gemeinsam mit vielen "Verschwörungstheorien" sofort in eine Ecke gedrängt zu werden. Für mich, die sich mit diesem Mord noch nicht wirlklich ausfürlich beschäftigt hat - bis auf ein paar Dokus zum Thema, waren extrem viele neue Sachen dabei. Wirklich ein sehr lesenswertes politisches Buch! Den fünften Stern hat der Autor bei mir leider auf den letzten 30 Seiten verloren. Warum müssen deutschsprachige Sachbuchautoren immer im letzten Kapitel alles nochmals zusammenfassen und die Argumente ihres gesamten Werkes gebetsmühlenartig erneut wiederholen? Das ist langweilig! Ich brauche kein abschliessendes Summary, denn ich kann denken und mich erinnern! Ein Ausblick auf die heutige Situation wäre besser gewesen. Fazit: Alle, die sich für amerikanische Politik interessieren, sollten das Buch unbedingt lesen.

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