Mathias Gatza

 3.5 Sterne bei 24 Bewertungen
Autor von Der Augentäuscher, Der Schatten der Tiere und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Mathias Gatza

1963 geboren in Berlin, hat nach zwei Jahrzehnten als Lektor und Verleger vor allem deutschsprachiger Gegenwartsliteratur die Seite gewechselt und schreibt. «Der Schatten der Tiere» ist sein erster Roman. Mathias Gatza lebt in Berlin.

Alle Bücher von Mathias Gatza

Der Augentäuscher

Der Augentäuscher

 (19)
Erschienen am 12.07.2013
Der Schatten der Tiere

Der Schatten der Tiere

 (5)
Erschienen am 02.01.2010
Der Augentäuscher

Der Augentäuscher

 (0)
Erschienen am 09.03.2012
Der Augentäuscher

Der Augentäuscher

 (0)
Erschienen am 09.03.2012

Neue Rezensionen zu Mathias Gatza

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Rezension zu "Der Augentäuscher" von Mathias Gatza

Der Augentäuscher - ein kleiner Enttäuscher
Kattel82vor 3 Jahren

Doch zurück zum Anfang, die LP hatte mich neugierig auf das Thema und gottsei dank sind die Leopoldschen Briefe im gedruckten Roman in einer anderen Schrift, besser lesbar, gedruckt als in der LP. Der Roman ist aus drei miteinander verbundenen Handlungssträngen aufgebaut, die einen Einblick ins barocke Dresden und das Leben von Silvius Schwarz geben. Im ersten Handlungsstrang nimmt uns der Herausgeber mit auf eine Reise durch sein Leben und erklärt wie er zu den Leopoldschen Bögen, dem zweiten Handlungsstrang, der Einblick in die höfischen Gegebenheiten und Persönlichkeiten im 17.Jh. in Sachsen gibt, kommt bzw.  gekommen ist. Weiterhin beschreibt er die Umstände, die zum Fund des Brief-Romans geführt haben, der den dritten Handlungsstrang um Silvius Schwarz und seine Cousine Sophie von Schlosser bildet.

Den mit Abstand interessantesten Handlungsstrang bildeten für mich die Bögen von Leopold. Sie waren abwechslungsreich und angenehm zu lesen geschrieben. Außerdem trieben sie die Handlung maßgeblich voran, während der Brief-Roman für mich eigentlich mehr auf der Stelle trabte. Denn schließ weder Silvius noch Sophie so richtig einig ob nun Hüh oder Hott. Wenn man es abstrahieren will, war es nicht mehr als eine Teenieromanze, wobei die Protagonisten nicht wissen ob nun ja oder nein und sich dieses mehrmals überlegen müssen. Okay es war noch in eine barocke Sprache gekleidet, aber besser wurde es dadurch auch nicht für mich. Bleibt schließlich noch der Erzählstrang mit dem Herausgeber: Tja und dieser ist an mancher Stelle nicht an Trübsinn, wenn er mal wieder über sein Leben sinniert zu übertreffen. Intressant wird es leider nur in den Tagen in denen er sich in Rom aufhält, aber hier ist es fast schon zu übertrieben.

Alles in allen fühlte ich mich seicht unterhalten, habe allerdings weit weniger über die Geschichte der Fotografie erfahren, als ich es gehofft hatte. Ansonsten war es ein kurzweiliges Lesevergnügen, wenn man die Pausen dazwischen abzieht.

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Mrs_Nanny_Oggs avatar

Rezension zu "Der Augentäuscher" von Mathias Gatza

Ein außergewöhnlicher Roman über ein interessantes Thema
Mrs_Nanny_Oggvor 4 Jahren

Ist die Fotografie tatsächlich schon im 17. Jahrhundert erfunden worden? Dieser spannenden Frage geht der nur "Herausgeber" genannte Erzähler der Geschichte nach. Ein eher unsympathischer Zeitgenosse ist das, der uns hier diese ungewöhnliche Geschichte von Silvius und Sophie erzählt. Ein introvertierter ewiger Kunstgeschichtestudent, der an seiner Abschlussarbeit scheiterte und nun durch Zufall auf eine alte Fotoplatte stößt. Der Name Silvius Schwarz wird erwähnt, der allerdings niemandem im Fach bekannt sein will. Doch noch jemand ist dem Geheimnis auf der Spur, die wunderschöne, junge (sic!) Professorin Sandra Knopp, die einen Briefroman aus dieser Zeit besitzt, der von Silvius Schwarz und seiner Geliebten Sophie handelt. Kurzerhand stiehlt der Herausgeber diesen Roman. Dieser sowie der Inhalt von sechs zeitgenössischen Druckbögen, gesetzt von einem stummen Druckergenie namens Leopold, erzählen uns die Geschichte der frühen Fotografie. Dazwischen erfährt man vom Herausgeber in meist chronologischer Reihenfolge die Geschichte des Auffindens der Druckbögen und seines Forschungsfortschritts. Aber die Professorin lässt sich nicht so leicht abschütteln. Der Höhepunkt des Romans spielt in Rom, wo der Herausgeber endlich den letzten Bogen findet - auf der Hochzeit der Professorin.
Zunächst war ich etwas verwirrt. Ich hatte tatsächlich anfangs Schwierigkeiten in diese Geschichte hineinzukommen. Der Herausgeber ist ein sehr unsympathischer Mensch. Noch dazu kommt die Sprache, die zwar ansatzweise wie aus dem 17. Jahrhundert klingen soll, aber zwischendrin doch eher wie aus modernen Emails entnommen zu sein scheint. Das störte mich zunächst sehr, doch gerade dann sah ich den Reiz dieses Romans darin. Und was für schöne Sätze hat der Autor gefunden, der sich selbst immer wieder auf die Schippe nimmt: "Wäre ich jetzt ein Autor, so könnte ich die Stimmung dieses Raumes beschreiben...."
FAZIT: Ein sehr lesenswerter Roman, der die anfängliche Mühe wert ist!

Kommentare: 1
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IjonTichys avatar

Rezension zu "Der Augentäuscher" von Mathias Gatza

Rezension zu "Der Augentäuscher" von Mathias Gatza
IjonTichyvor 7 Jahren

Mein erster Gedanke nach Lektüre dieses Buches war:Puuh,endlich geschafft.
War ich durch die Leseprobe noch ziemlich gespannt auf das Buch,
das als Thematik die im Mittelalter entdeckte (und später vergessene ) Fotografie
hatte,so tat ich mich mit diesem Buch wirklich schwer.

Der Roman weist drei Erzählperspektiven auf:
Erstens,die des Erzählers ( Herausgebers ), eines Historikers der seine Recherchen über Silvius Schwarz, den
vermeintlichen Erfinders der Fotokunst,was er erst später erfuhr,hauptsächlich privat verfolgte,da er mit diesem Thema
in der akademischen Welt keinen Anklang fand.
Diese hielt Silvius für ein Phantom,jemanden,der nie wirklich existierte.

Dann die gedruckten Bögen von Leopold,einem stummen Buchdrucker,einem Zeitgenossen von Silvius Schwarz.
Diese Bögen fielen dem Herausgeber mehr oder minder durch Zufall in die Hände.

Die dritte Handlungsebene stellt der Briefwechsel zwischen Silvius Schwarz und seiner Jugendfreundin Sophie
dar,eine Sammlung von Briefen die dem Herausgeber durch stehlende Tätigkeit zukam.

Um es kurz zumachen,die Lesung der Bögen von Leopold waren für mich das einzige was mich zum Durchhalten bewegte.
Die Schilderungen darin waren meiner Meinung nach neutral,angenehm zu lesen,vor allem weil der Charakter des Leopold
recht gut dargestellt wurde.

Die Briefe zwischen Silvius und Sophie waren äussert schwer lesbar,da sie sich einer dermassen gestelzten Ausdruckweise
bedienten,die heutzutage schwer verständlich ist.
Vor allem,wenn man sich zu Gemüte führt,dass Sophie zum Zeitpunkt der Verfassung knappe 16 Jahre alt war.
Mag sein,dass man damals in adliger Herkunft so den Schriftverkehr pflegte...

Durch das Buch hindurch wechselten sich die Erzählebenen ab,mal wurde beschrieben,wie der Herausgeber sein
eher klägliches Leben fristete,auf der Suche nach neueren Erkenntnissen über Silvius,dann wiederum erfolgte der Schwenk
zu den Bögen und den Briefen.

Leider kam dem Thema was mich neugierig gemacht hatte,der Entdeckung der Fotografie eigentlich praktisch gar kein Stellenwert
zu und wurde letzlich auch nicht geklärt.

Die Handlung des Buches im letzten Drittel entsprach auch eher durchaus unlogischen und unrealistischen Sprüngen,
ich hatte den Eindruck der Autor wollte das Buch endlich fertig bekommen.

Letztlich also für mich ein leider nicht beeindruckendes Leseerlebnis ...

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