Mathias Jeschke

 4.9 Sterne bei 10 Bewertungen

Alle Bücher von Mathias Jeschke

Sortieren:
Buchformat:
Der Wechstabenverbuchsler

Der Wechstabenverbuchsler

 (7)
Erschienen am 18.02.2010
Ein Stern in der Heiligen Nacht

Ein Stern in der Heiligen Nacht

 (1)
Erschienen am 01.09.2006
Flaschenpost

Flaschenpost

 (1)
Erschienen am 02.03.2009
Der Wechstabenverbuchsler im Zoo

Der Wechstabenverbuchsler im Zoo

 (1)
Erschienen am 22.11.2013
Peter Pumm sucht einen Freund

Peter Pumm sucht einen Freund

 (0)
Erschienen am 01.08.2007
Das Gebet der Ziege

Das Gebet der Ziege

 (0)
Erschienen am 10.10.2010
Wie das Wiesel dem Riesen den Marsch blies

Wie das Wiesel dem Riesen den Marsch blies

 (0)
Erschienen am 25.08.2010

Neue Rezensionen zu Mathias Jeschke

Neu
Kinderbuchkistes avatar

Rezension zu "Flaschenpost" von Mathias Jeschke

Ein grandioses Bilderbuch über eine Flaschenpost, die Seefahrt und noch viel mehr
Kinderbuchkistevor 2 Jahren

Flaschenpost, dieses Buch hat mich  sehr überrascht.
Da liest man in der kurzen Darstellung des Verlages von einem Brief der elf Jahre unterwegs war und über 400 Seemeilen dabei zurückgelegt hat.
Klingt nach einer spannenden Flaschenpost Geschichte, so wie es der Titel schon besagt.
Was einen dann aber erwartet ist sehr viel mehr.
Wir tauchen in eine ganz eigene Welt  der Seefahrt ein.
Eine kleine Zeitreise mit sehr viel Sachinformationen rund um die Schifffahrt.  
Genau diese Sachinformationen hatte ich nicht erwartet, und genau sie machen das Buch so besonders.
Da erfahren wir etwas über die Kommunikation an Bord, über das Morsen und über Flaggensignale.
Gut von Flaggensignalen hat man vielleicht schon gehört, aber wussten Sie was eine Klappenbuchse ist und was die mit dem Morsen zu tun hat?
Selbst mein Mann, der sich in solchen Sachen wirklich sehr, sehr gut auskennt war ratlos.
Wir lernen aber auch etwas von der Welt. Werden mitgenommen von Hammerfest bis Casablanca.
Machen Station auf einer kleinen Norwegischen Insel namens Bolga, die über dem nördlichen Polarkreis liegt. Wo die Sonne im Sommer nachts nicht unter geht und im Winter das Licht kaum zu sehen ist.
Kleine Bildsequenzen verdeutlichen uns den Polartag und die Polarnacht.
Wir erfahren etwas über die Gezeiten, von Ebbe und Flut, über den Golfstrom und Längen und Breitengrade. Aber auch der Technik Bereich wird nicht vernachlässigt. Kleinere Boote haben häufig einen Außenbordmotor, und wie heißen Rechts und Links und Vorne und Hinten in der Seemannssprache? Auch das lernen wir in diesem wunderbarem Buch,
dass die "wahre" Geschichte eines Seemanns erzählt. Seemann ist vielleicht ein wenig zu viel gesagt. Es ist ein junger Mann, der nach der Schulzeit auf einem Schiff anheuert um auf große Fahrt zu gehen.
Er war für die Signale zuständig. Morste und setzte Flaggen. Eines Tages schrieb er einen Brief in dem er auch seine Anschrift auf dem Festland vermerkte. Diese Brief steckte er in eine Flasche und warf sie über Bord.
Später, als das Schiff seine Fahrt beendet hatte ging der junge Mann von Bord um  tote Sprachen wie Latein und alt Griechisch zu studieren.

Parallel dazu klinkt sich eine zweite Geschichte ein.
Die Geschichte des kleinen Marius, der als Sohn eines Fischers geboren wird und zum sechsten Geburtstag sein erstes eigenes Boot geschenkt bekommt, mit dem er fortan gern aufs Meer hinausfährt.
Eines Tages, viele Jahre nachdem der junge Seemann die Flasche ins Meer geworfen hat, findet Marius diese Flaschenpost.
Für die kleine Inselgemeinde ist diese Flaschenpost eine Sensation, die sogar in der Presse bekannt gemacht wird.
Marius schreibt eine Postkarte an den unbekannten Absender, doch der ist längst nicht mehr unter der einst angegebenen Anschrift zu finden. Daher dauert es noch eine Weile bis der einstige Seemann Post bekommt.
Post von Marius, dem Flaschenpostfinder.

Was für eine schöne Geschichte.

Stimmungsvolle, einfach gehaltene, klare Zeichnungen illustrieren diese Geschichte.
Sie bestechen auch durch ihre dezente Farbgebung und versetzten uns in die maritime, aber auch raue und kalte Welt des Meeres.

Es ist eine erzählende Geschichte in der kleine Sachinformationen auch optisch sehr unauffällig eingestreut werden.

Ein Buch, das sich von den anderen Bilderbüchern abhebt.
ein besonders Buch, nicht nur für Kinder!!!

Besonders beeindruckt hat mich das Statement eines unserer Lesekinder, ein 9 jähriger Junge,
formulierte es so:
" Das ist zwar ein Bilderbuch aber spannend und nicht so kitschig bunt. Man kommt sich erwachsen vor wenn man es sich ansieht weil auch viel erklärt wird was viele Erwachsene  noch nicht mal wissen. Da wird uns zugetraut das wir das verstehen, das finde ich besonders gut. Die Zeichnungen sind auch nicht so babyhaft.
Mehr so wie bei Tim und Struppi."
Ein tolles Buch, dass ich bestimmt noch öfter lese."


Kommentieren0
0
Teilen
Osillas avatar

Rezension zu "Der Wechstabenverbuchsler" von Mathias Jeschke

Ein Spiel mit der Sprache und eine Geschichte über Toleranz
Osillavor 2 Jahren

In letzter Zeit kommen mir immer wieder Kinderbücher in die Finger, welche mein Interesse wecken. Als studierte Germanistin hat mich "Der Wechstabenverbuchsler" natürlich gleich angesprochen und ich war begeistert von der Idee und der tollen Umsetzung durch knallbunte Bilder und einem wunderbaren Wortspiel. Es geht hier nicht allein darum, wie es ist anders als andere zu sein, ein Handicap zu haben oder mal einen Fehler zu machen. Es geht auch darum, dass Menschen mit Fehlern trotzdem liebenswert sind und das eigene Leben bereichern können.

Mathias Jeschke ist Verlagslektor und freier Autor, er studierte Theologie und lebt mit seiner Familie in Stuttgart. Karsten Teich illustriert seit 2001 Kinderbücher und lebt mit seiner Familie in Berlin. Gemeinsam erzählen und zeigen sie eine wunderbare und witzige Geschichte über die Wechstabenverbuchselei.

Autor und Illustrator erzählen die Geschichte des Herrn Beckermann, der durch einen eigentlich komischen Unfall in einer Drehtür nun mit der Wechstabenverbuchselei geschlagen ist. Immer wenn er etwas sagen will, vertauscht er die Buchstaben und somit kommen oft unverständliche, dabei aber auch wirklich witzige Aussagen heraus. Doch zum Glück treten Nina und ihre Mutter Susi in sein Leben, stellen es auf den Kopf und findet sogar eine Möglichkeit, wie Herr Beckermann sich wieder ganz ohne Versprecher mitteilen kann.

„Kacke mal du!“

Der Schreibstil eines solchen Buches ist eher schwer zu bewerten. Immerhin geht es um das Spiel mit der Sprache. Man kann weder sagen, dass es sich um einen leichten, noch um einen schweren Sprachstil handelt. Die Geschichte an sich ist einfach und verständlich geschrieben und die Bilder untermalen die Handlung optimal. Allerdings ist es natürlich ein Buch, welches dem Vorleser einige Hürden bereit stellt. Ist es nicht eigentlich so, dass unser Gehirn verdrehte Worte automatisch richtig zusammensetzt? So hat man beim Vorlesen genau darauf zu achten, dass man die Wechstabenverbuchselei auch richtig ausspricht. Das ist manchmal schwer, macht aber einfach viel Spaß und auch den kindlichen Zuhörer zieht es gleich in seinen Bann. Dabei ist es sogar gar nicht wichtig, ob das Kind gleich die richtige Redewendung hinter der Wechstabenverbuchselei erkennt. Denn es geht schließlich auch darum, dass ein Mensch mit Handicap durchaus liebenswert ist und andere Menschen glücklich machen kann. Und noch dazu kann jeder Mensch sich einmal versprechen, ohne dass das ein Grund ist, sich zu schämen.

Das Spiel mit der Sprache und einige Redewendungen mögen für kleinere Kinder vielleicht noch etwas schwierig sein, doch kann man hier auch damit abhelfen, dass man es dem Kind beim Lesen erklärt. Und so oder so, die Kinder finden den Wortsalat einfach lustig und werden von den witzigen, skurrilen und großen Bildern magisch angezogen. Mit den Kindern kann man dieses Buch auf verschiedene Weise lesen, so können sie beispielsweise die richtigen Wörter und Redewendungen raten, oder aber sie versuchen selbst die verdrehten Worte nachzusprechen, was sicherlich auch eine gute Sprachübung darstellt. Auf spielerische Weise setzen sich die Kinder so mit der Sprach auseinander und lernen gleichzeitig, dass es Menschen mit Handicaps gibt, die genauso liebenswert sind, wie alle anderen. Und haben wir nicht alle irgend ein Handicap?

Kommentieren0
3
Teilen
MarTina3s avatar

Rezension zu "Der Wechstabenverbuchsler" von Mathias Jeschke

Der Wechstabenverbuchsler
MarTina3vor 3 Jahren

Herr Beckermann ist der Freund von Ninas Mutter Susi. Manchmal haben sie Schwierigkeiten ihn zu verstehen, denn er vertauscht immer wieder die Buchstaben. Dadurch müssen sie ein bisschen herumrätseln, um herauszufinden, was Herr Beckermann sagen will. Doch dann entdecken sie zufällig, wie Herr Beckermann seine Buchstabenverwechselei kurzzeitig los wird.

Meine Meinung:

Ich habe diese Geschichte meinen Töchtern (2 und 4 Jahre) und meinem Neffen (6 Jahre) vorgelesen.

Mir hat das Buch anfangs überhaupt nicht zugesagt. Mir waren die Illustrationen zu "modern", die Geschichte fand ich nicht gerade spannend und auch mit dem Buchstabenverdrehen wurde ich erst nicht warm. Daher war ich von der Reaktion der Kinder ziemlich überrrascht. Sie fanden das Buch nämlich von Anfang an lustig.

Für die Kleine ist das Buch zwar vom Text her noch nicht unbedingt geeignet. Sie hört trotzdem gerne zu. Außerdem gefielen ihr die Bilder auf Anhieb. Sie meinte beim Durchblättern gleich: "Mama, lustig!" Die Große fand es witzig, dass der Mann so komisch redet, auch wenn sie ihn anfangs überhaupt nicht verstanden hat. Einzig mein Neffe fand bei einigen Verdrehungen gleich das richtige Wort, nachdem er das Prinzip erkannt hat.

Die Geschichte muss bei uns immer wieder vorgelesen werden. Dabei hören alle ganz gespannt zu und versuchen, die richtigen Wörter zu erraten. Das gelingt meiner Großen und meinem Neffen auch immer besser und sie sind dann auch richtig stolz.

Hier sieht man auch sofort den positiven Aspekt: Durch diese Wortspielereien bekommen die Kinder ein ganz neues Sprachgefühl. Das Wörterraten macht ihnen riesig Spaß. Außerdem finden sie die verdrehten Wörter richtig lustig.
Daneben kann man auch ein bisschen Toleranz lernen. Herr Beckermann ist durch den Sprachfehler anders. Trotzdem akzeptieren Nina und ihre Mutter ihn so wie er ist.

Fazit:

Eine "modern" illustrierte Geschichte, die vor allem durch die Wortspielereien besticht. Die Kinder finden die verdrehten Wörter witzig. Außerdem fördert dies auch die Konzentration beim Zuhören, weil die Kinder selbst herausbekommen möchten, was Herr Beckermann erzählt. Im Endeffekt haben mich somit die Reaktionen der Kinder von diesem Buch überzeugt.

Kommentare: 1
6
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 17 Bibliotheken

auf 1 Wunschlisten

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks