Mathias Kopetzki Im Sarg nach Prag

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Inhaltsangabe zu „Im Sarg nach Prag“ von Mathias Kopetzki

Die Bahn ist teuer, unpünktlich und langweilig? Nicht für TV-Schauspieler Mathias Kopetzki, der seit Jahren aus Prinzip ohne Fahrkarte in den Zug steigt. Der blinde Passagier quetscht sich ins Gepäcknetz, schläft im Güterwaggon und nutzt die Bahn lieber gleich aus, als sich über sie aufzuregen. Keine Verfolgungsjagd mit dem Zugpersonal wird ausgelassen, und bisweilen landet der charmante Schwarzfahrer sogar im Schlafwagen romantischer Schaffnerinnen …

Ganz nett, aber eben (leider) auch nicht viel mehr!

— Ein LovelyBooks-Nutzer
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    Im Sarg nach Prag
    Mrs. Dalloway

    Mrs. Dalloway

    09. September 2015 um 12:17

    Ich bin leidenschaftlicher Bahnfahrer, aber nicht etwa, weil ich die Bahn so toll finde, sondern weil ich etwas für die Umwelt tun will und es unsinnig finde, dass so viele Menschen jeden Tag allein mit ihrem Auto rumfahren, obwohl sie noch mindestens drei Personen mitnehmen könnten. Der Autor Mathias Kopetzki sieht das wohl ähnlich, denn sonst könnte er nicht auf eine jahrelange Schwarzfahrer-Karriere zurückblicken. Das Buch bietet eigentlich genau das, wonach es auch aussieht: kurzweilige Unterhaltung mit amüsanten Stories über die allseits beliebte Deutsche Bahn. Besonders gut gefallen hat mir, wie die Dialekte der jeweiligen SchaffnerInnen nachgemacht wurde, ich konnte mich da so richtig gut reinversetzen. Ein bisschen bewundere ich den jungen Mann ja schon dafür, denn für jahrelanges Schwarzfahren benötigt man eine gehörige Portion Mut. Ein kleiner Makel ist mir aufgefallen. Ständig wird das Verb "raunen" benutzt. Was soll denn das? Und dann auch noch in so einer hohem Frequenz. Das ist mir beim Lesen ganz schön lästig geworden, zumal es auch oft einfach nicht gepasst hat, denn raunen ist für mich etwas leise sagen. Hier wird es oft an unpassenden Stellen benutzt. Fazit: Für Bahnfahrer und alle, die schon immer mal günstig nach Prag reisen wollten.

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  • Rezension zu "Im Sarg nach Prag" von Mathias Kopetzki

    Im Sarg nach Prag
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    15. December 2012 um 09:34

    Mathias Kopetzki gelingt mal wieder ein tolles Werk was nicht nur sehr kurzweilig ist, sondern auch lebendig autobiografisch. Ein kleiner Einblick in eine Welt, seine Welt. Sehr spannend. Super gefallen hat es mir das Buch in dem Zug zu lesen. (: Man kann es aber auch in einem Zug durchlesen :) Manchmal habe ich einfach so drauflos gelacht und ein anderes Mal habe ich aufstehende Leute beobachtet. Auf dem Klo oder im Sarg habe ich leider keinen beobachten können! Danke Mathias Kopetzki für dieses Abenteuer das ich mitlesen konnte und reinversetzen. Ich möchte gerne mal mit Dir "schwarzfahren". Liebe Grüße aus Köln, die Steff

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  • Leserunde zu "Im Sarg nach Prag" von Mathias Kopetzki

    Im Sarg nach Prag
    Mathias Kopetzki

    Mathias Kopetzki

    Ihr fleißigen Leseratten bei LovelyBooks! Hier werfe ich einfach mal 15 Exemplare meines am 17.9. erscheinenden, brandneuen Buches "Im Sarg nach Prag - Erlebnisse eines Schwarzfahr-Profis" in die Runde, die der Piper-Verlag verlost und auf die Ihr Euch hier bewerben könnt. Ihr seid also quasi die ersten offiziellen Leser! Vermutlich bekommt Ihr das Buch schneller in die Hände als ich, der ich das Ganze fabriziert habe. Na, wenn das nischt is...!? Seid Ihr neugierig geworden? Dann mal los!  Ick freu mir druff ;)

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  • Rezension zu "Im Sarg nach Prag" von Mathias Kopetzki

    Im Sarg nach Prag
    kampfsenf

    kampfsenf

    26. November 2012 um 20:52

    "Im Sarg nach Prag" schildert, wie sich ein zu Unrecht des schwarzfahrens verurteilter junger Mann im Schwarzfahren perfektioniert. Das Buch ist in viele kleine Kapitel unterteilt. Jedes erzählt eine abgeschlossene Schwarzfahrergeschichte jedoch ist alles in allem doch chronologisch aufgebaut. Ich kann mir vorstellen, dass es bei diesem Buch genau zwei Lager gibt: Die, die das alles ganz schlimm und assozial finden was Mathias Kopetzki hier beschreibt und die, die das ziemlich cool und gerechtfertigt finden. Ich gehöre eindeutig zur zweiten Fraktion, zumal ich den Autor echt verstehen kann dass er sich aufgrund des Initialvorfalls an der Bahn rächen will. Als ich noch Schülerin / Studentin war bin ich auch vorsätzlich das eine oder andere Mal schwarz gefahren, aber ab und zu wird man auch mal erwischt, somit zahlt man da ja auch wieder in die Kasse ein, wenn man das Bußgeld bezahlt :). An manchen Stellen im Buch habe ich mich wiedererkannt und musste schmunzelnd an die alten Zeiten denken. Für Moralapostel ist diese Buch sicher nix, aber wer auch mal ein Auge zudrücken kann wird bei der Lektüre seinen Spaß haben. Ich hatte ihn auf jeden Fall, auch wenn ich heutzutage nicht mehr schwarzfahren würde.

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  • Rezension zu "Im Sarg nach Prag" von Mathias Kopetzki

    Im Sarg nach Prag
    juschi2012

    juschi2012

    10. October 2012 um 21:57

    Um es vorweg zu nehmen: prima Schmöker, welchen ich in „einem Zug gelesen habe“… Der Stil von Mathias Kopetzki gefällt und führt den Fahrgast sicher und bequem von Station zu Station seines gefährlichen Schwarzfahrjunkielebens. Ohne Fahrkarte das Buch bekommen, habe ich es wirklich in einem bequemen Abteil - mit kurzer Unterbrechung durch den Kontrolleur, der meine aufrichtig erworbene Fahrkarte abknipsen wollte - gelesen. Es ist wie im wahren Leben: die meisten Fahrten (oder Kapitel) sind klasse, bei geringfügig anderen überlegt man sich: "warum hält der denn hier so lange?". Aber ich bin zufrieden und glücklich beim Zuschlagen des Buches angekommen. Die verbotene Liaison mit der Bahn wird offenkundig gebeichtet, ein Geständnis der ehrlichen aber auch humoristischen Art mit Szenenbeschreibungen, die man dem Hauptakteur in seiner (leider) glaubhaften Biographie als Beförderungserschleicher(oder sollte man ihn „Schurke“ nennen) abnimmt. Nunmehr ist nach dem Zuschlagen der Lektüre beim Nachtgebet zu überlegen, ob man dieses Verhalten gut finden möchte, oder eben nicht. Sei es jedem selbst überlassen. Im Nachhinein des Lesens einiger Kapitel möchte sich manch einer als braver Bundesbürger ärgern, dass man immer im Vorfeld das Bahnticket gelöst hat. Sei es aus (un-)erfüllter Abenteuerlust, der Erhöhung der privaten Rentenvorsorge, hinsichtlich „bahnbrechender“ Damen-Bekanntschaften, oder dass man als Autor vielleicht viel Geld verdienen könnte (wenn man die Erlebnisse dieser unmoralischen Handlung denn aufschreibt). Nein, ich persönlich schaue lieber morgens ohne schlechtes Gewissen in den Spiegel. Aber auch Begegnungen mit Schaffnern (welche es aber gar nicht mehr gibt, wie der Autor uns aufklärt), die unseren Fahrgast auf die vermeintliche Verliererschiene befördern, werden bereitwillig erzählt. Was wäre gewesen, wenn der studierte Schauspieler Mathias Kopetzki nicht im Sarg nach Prag gelandet wäre, sondern wirklich - wie geplant - das Treffen mit seinem Agenten und der Traumschiff-Koryphäe Wolfgang Rademann im Zielbahnhof Berlin pünktlich hinter sich gebracht hätte……? Würde er heute schon einen Filmpreis erhalten haben, wenn er seinerzeit die Fahrkarte ordnungsgemäß gelöst hätte? Würde Herr Kopetzki überhaupt Schauspieler oder Autor sein, wenn er nicht die Passion des Schwarzfahrers in seiner Vita aufführen könnte? Wäre er mit seiner damaligen Freundin nun verheiratet, wenn er die paar Mark investiert hätte, um pünktlich zum Date zu erscheinen? In Deutschland wird der Prozentsatz der Schwarzfahrer auf den Mittelwert von 2,2 Prozent geschätzt. Bei einer Einwohnerzahl in unserem Lande von über 81 Millionen Menschen sind das über 1,7 Millionen potentielle Leser, die erfahren können, was sie in ihrem turbulenten und viel zu impulsiven (herzinfaktgefährdeten) Leben als Erschleicher der Fremd-Mobilität noch zu erleben vermögen. Von den volkswirtschaflichen Verlusten in Höhe von über 250 Millionen Euro mal abgesehen.... Auch diese Zeilen schreibe ich selbstredend mit erhobenem Zeigefinger und distanziere mich von diesem ungesunden, asozialen Verhalten. Es sei denn, man wird erwachsen oder „clean“, wie es der heutige Bahncard 100-Inhaber Kopetzki erläutert…… Glückwunsch zu Ihrer Entscheidung, ein ehrlicher Mensch geworden zu sein! Ein Buch zum Zeitvertreib auf Bahnhöfen oder im Abteil - und wenn mal wieder der Nachbargast sagt, dass er den Fahrschein doch gerade noch in der Hand hatte, aber dieser nun "hex hex" verschwunden sei....drücken Sie ihm das Buch in die Hand - und er sei auch geläutert. Eines möchte ich noch wirklich wissen: wie heißt der schwarzfahrende Winkeladvokat, welcher der Urheber der ganzen Misere ist? Herr Kopetzki, weiter so! (aber mit Fahrkarte!)

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  • Rezension zu "Im Sarg nach Prag" von Mathias Kopetzki

    Im Sarg nach Prag
    Larissa1982

    Larissa1982

    09. October 2012 um 00:02

    Irgendwann hatte der Zug eine neunzigminütige Verspätung und ich bin in die Bahnhofsbuchhandlung, mit Wut über dieses "Scheißunternehmen" im Bauch, mit Wut darüber, ein höllisch teures Ticket erstanden zu haben und noch nicht mal umfassend über die Verspätung informiert zu werden, und da stand es dann einfach: "Im Sarg nach Prag - Erlebnisse eines Schwarzfahr-Profis" - vermutlich genau der richtige Katalysator für mich. Ich verschlang das Buch die kommenden Stunden, in denen ich bibbernd auf den Zug wartete und sämtliche Anschlusszüge verpasste, und völlig verschiedene, in ihrer Unterschiedlich- und versteckten Tiefgründigkeit bisher noch gar nicht wahrgenommene Aspekte des Schwarzfahrens kamen in - meist - humorvollen Geschichten zum Tragen und versöhnten mich mit meiner Situation: das Politische ("Schwarzfahren als Bürgerwehr"), das Soziale (lieber durch die Privatisierung von ihrer "Heimat" vertriebenen Pennern Obst zustecken, als ein Ticket für dieses "Verbrecherunternehmen" zu lösen), das Philosophische (wie ist das mit dem Recht und der Moral? Hat nicht jeder ein unumstößliches Rechtsbewusstein in sich, das nicht zwingend mit dem staatlich doktrinierten Rechtsbegriff zu tun haben muss? - wunderbar dargestellt durch den "Schwarzfahr-Juristen" Uwe Hellbrink, den ich gerne mal kennen lernen würde), das Abenteuerliche (beinahe ein richtiges "Roadbook", in der Tradition von Jack Kerouac, was in den Zitaten von "Hippiesehnsucht" und dem klampfespielenden "Bob-Dylan-Fan" nochmal betont wird), das Traumatische (der Prot begegnet sich selbst als weibliche (!) Schaffnerin, die ihn eiskalt durchschaut, und bei der Fahrt aus der Stadt der Morbidität steht im Gepäckwaggon ein Sarg für ihn bereit), das Übersinnliche (in der wunderschönen Weihnachtsgeschichte "Weihnachten mit einem Schwarzfahr-Engel" hilft ein Schwarzfahrer einem anderen "aus dem Jenseits" - eine Story über die tiefere Bedeutung von Freundschaft über den Tod hinaus) und das Einsame (der Protagonist ist bis auf das kleine, scheue Stelldichein mit der Schwarzfahrkollegin, die ihn später für das Bahnpersonal abblitzen lässt, quasi immer allein, reist dem privaten und beruflichen Glück - oft vergeblich - hinterher - Zitat: "Schwarzfahrer sind Outlaws, Wölfe ohne Rudel"). In der einzigen U-Bahngeschichte (eine der Vielfältigkeiten des Buches ist es, dass alle Zugtypen in ihren Unterschiedlichkeiten und mit ihrem jeweiligen Konfliktpotential auftauchen) wird dann auch noch die sarkastische Bemerkung aufgestellt: "Die Guten bleiben im Leben halt oft die Verlierer" - und im Zusammenhang dieses Satzes ist (zum Glück) nicht ganz klar, wen der Protagonist damit meint: sich selbst oder den Kontrolleur? Es machte mir großen Spaß, nicht nur die komplett unterschiedlichen und kurzweiligen Geschichten zu durchschmökern (die Unterteilung in längere Storys, kurze Anekdoten aus "Schwarzis Anekdotenkiste und den vergnüglichen, knackigen Dialogen zwischen Schaffner und Schwarzfahrer (bei denen das Sympathieverhältnis ausgewogen bleibt) animieren zum Weiterlesen, selbst wenn man gerade kurz vorm Umstieg ist) und als Freund schwarzen (!) und bitteren Humors mit einer nachdenklichen und provokativen Note war ich vom "Sarg" begeistert und bin gespannt auf weitere Geschichten in diesem neu erfundenden "Schwarzfahr-Genre", für das der geläuterte Herr Kopetzki erfolgreich und menschlich Pionierarbeit geleistet hat. Allerdings gilt das Motto des eingelegten Lesezeichens: "Nichts für Miesepeter und Spaßbremsen" ;)

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  • Rezension zu "Im Sarg nach Prag" von Mathias Kopetzki

    Im Sarg nach Prag
    buchfeemelanie

    buchfeemelanie

    05. October 2012 um 18:03

    Lichtblicke gesucht. Da über den Inhalt mehrmals berichtet wurde, fasse ich hier nur meine Meinung zusammen. Was habe ich erwartet? Ein lustiges Buch, das man gut so nebenbei lesen kann und mich zum schmunzeln bringt. Was habe ich bekommen? Ein Buch, das man gut so nebenbei lesen kann. Der Einstieg finde ich doch ganz gelungen,. Herr Kopetzki schildert, wie es dazu kam, dass es zum Schwarzfahrer wurde. Dies war für mich gut dargestellt und nachvollziehbar. Wo bei den ersten Anekdoten vielleicht wenigstens ein bisschen schmunzeln musste, gab es am Ende doch meist nur Wiederholungen mit dem einen oder anderen Ende. Manchmal taten mir die Bahnangestellten schon leid. Sie haben mit Sicherheit keinen Beruf, in dem sie sich beliebt machen. Jedoch werden sie hier auch mal als richtig dumm dargestellt. Richtig, der Schaffner würde ja niiieee auf die Idee kommen, in die Zugtoilette zu schauen. Ein oder zwei Geschichten, oder sollte ich sagen Anekdoten, kamen mir dann doch ein bisschen unrealistisch vor. Ob sie nun erfunden sind oder nicht, können wir aber nicht wissen. Einzig die Dialoge mit Schwarzfahrer und Schaffner haben mir gut gefallen. Negativ aufgefallen waren mir noch die Tipps für zukünftige Schwarzfahrer. Also: Leider ist mein Humor nicht getroffen worden. Schade.

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  • Rezension zu "Im Sarg nach Prag" von Mathias Kopetzki

    Im Sarg nach Prag
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    04. October 2012 um 23:02

    Der Autor von "Im Sarg nach Prag" -Mathias Kopetzki- war jahrelang ein notorischer Schwarzfahrer. In seinem Buch schildert er seinen Schwarzfahrerwerdegang, seine Beziehung zur Deutschen Bahn und die Highlights seiner Schwarzfahrerkarriere im Nah- und Fernverkehr. Er hat allerhand während dieser Zeit erlebt, ob im titel gebenden Sarg, dem Schlafwagen einer Schaffnerin, oder auf der Hetze zur Toilette, um der Kontrolle zu entgehen. Nicht immer klappt es, aber auch hier lernt der (Möchtegern-)Schwarzfahrer immer noch Auswege kennen. Eigene Meinung: Zu Beginn war es eine echt sehr unterhaltsame Lektüre, wie er sich vom Bahnliebhaber zum Schwarzfahrer entwickelte und auch die ersten Anekdoten waren zum Schmunzeln. Mit der Zeit wird es allerdings etwas langatmig und plätschert dahin, denn ob die Schwarzfahrt gelingt oder eben nicht, wird mehr oder weniger immer nach dem gleichen Strickmuster abgehandelt. Außerdem finde ich es wenig sinnvoll sich auf dem Klo vor dem Schaffner zu verstecken, denn gerade dort warten die Schaffner gerne auch mal etwas länger. Sie sind ja auch nicht von vorgestern! Eine willkommene Abwechslung waren immer wieder die Dialoge zwischen Schaffner und Schwarzfahrer. Ich hatte wohl etwas zu hohe Erwartungen in das Buch gesetzt. Es ist umgangssprachlich geschrieben, lässt sich sehr gut nebenbei lesen und einfach verstehen. Viel nachdenken muss man nicht, es sei denn, man möchte auf den gleichen Pfad wie einst Kopetzki. Der eine oder andere Tipp zum Schwarzfahren ist schließlich inklusive.

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  • Rezension zu "Im Sarg nach Prag" von Mathias Kopetzki

    Im Sarg nach Prag
    sofie

    sofie

    03. October 2012 um 10:49

    Es gibt ja schon einige Bücher über die Deutsche Bahn und „Im Sarg nach Prag“ reiht sich hier schön ein. Der Autor, Mathias Kopetzki, war notorischer und leidenschaftlicher Schwarzfahrer und berichtet hier nun über seine Schandtaten. Zunächst beschreibt er seine Beziehung zur Deutschen Bahn und wie es eigentlich dazu kam, dass er Schwarzfahrer wurde. Danach folgen einige Anekdoten zum Schwarzfahren, eine ausführliche Anleitung und zwischendrin kleine Dialoge zwischen Schaffner und Schwarzfahrer. „Im Sarg nach Prag“ ist ein Buch übers Schwarzfahren, nicht mehr und nicht weniger. Dessen sollte man sich vor dem Lesen bewusst sein und deswegen möchte ich hier auch nicht auf die Frage, was ich vom Schwarzfahren halte, eingehen. Der Anfang des Buchs hat mir noch ganz gut gefallen, wie der Autor zum Schwarzfahrer wurde konnte ich noch nachvollziehen und seine ersten Erlebnisse sind amüsant erzählt. Aber mit der Zeit wird das Ganze dann doch etwas fad: er springt irgendwo in den Zug, muss dem Schaffner ausweichen und das schafft er oder auch nicht. Dabei werden vor allem verschiedene Typen beschrieben, meist indem ihr Dialekt oder Akzent benutzt wird oder verschiedene Klischees bedient werden. Das finde ich leider nicht besonders witzig. Nett fand ich die kleinen Dialoge zwischen Schaffner und Schwarzfahrer. Insgesamt plätschert das Buch also eher vor sich hin, manche der Anekdoten haben mich durchaus auch mal zum Schmunzeln gebracht, aber alles in allem war ich eher enttäuscht. Vielleicht hilft das Buch ja, wenn man gerade mal wieder Stunden am Bahnhof verbringt, weil der Zug ausgefallen ist, und man etwas Dampf ablassen will.

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  • Rezension zu "Im Sarg nach Prag" von Mathias Kopetzki

    Im Sarg nach Prag
    Kendra

    Kendra

    02. October 2012 um 18:00

    "Im Sarg nach Prag" von Mathias Kopetzki ist ein kurzweiliges, amüsantes Buch, das mit schwarzem Humor (passend zum Thema Schwarzfahren) ausgestattet ist. Für den ein oder anderen wird dieses Buch sicherlich nichts sein, da sich bei dieser Lektüre sicherlich die Geschmäcker streiten können, dennoch fand ich es wenn man nicht ganz so ernst an die Sache herangeht, dieses Buch durchaus lesenswert^^ Auch wenn bei einigen Themen, wie z.B. eine Fahrt in einem Sarg es sich sehr grenzwertig anfühlt, und einige sicherlich auch über eine solche Dreistigkeit schockiert sind, fühlte ich es jedoch aus der Schmunzel Variante , und mit meiner schwarzen Ironie musste ich sogar drüber lachen.^^ In kurzen, schnell zu lesenden Kapitel unterhält der Autor den Leser mit Anekdoten aus seinem Schwarzfahrerleben und hierbei werden einige Situationen geschildert, die den einen oder anderen Lacher bereit halten^^Natürlich ist "Im Sarg nach Prag" kein Meilenstein in der Buchgeschichte, und auch Tiefe und sonstige Eigenschaften sucht man hier vergeblich, aber ich glaube das hat auch niemand schon alleine vom Titel her erwartet! Dennoch gestehe ich dass es meinen Lesenerv getroffen hat, obwohl das Genre ja normal nicht so das meine ist! Ich fand das Buch hatte einen sehr stimmigen Leselauf und mit einer tollen Schreibweise wird das Erlebte noch aufgepeppt so dass ich mich sehr gut unterhalten fühlte.....und letztendlich war dies ja auch sicherlich der Sinn des Buches^^ Dennoch werde ich mir keine Schwarzfahrertipps abschauen, da ich dafür ein viel zu großer Angsthase bin^^

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  • Rezension zu "Im Sarg nach Prag" von Mathias Kopetzki

    Im Sarg nach Prag
    KleinerVampir

    KleinerVampir

    02. October 2012 um 15:43

    Buchinhalt: Seine Leidenschaft ist das Schwarzfahren: Matthias Kopetzki beschreibt in seinem Buch seine abenteuerliche Hassliebe zum öffentlichen Nah- und Fernverkehr. Viele Geschichten rund um seine Passion des Schwarzfahrens erzählt der Autor und nimmt kein Blatt vor den Mund. Als moderner „Robin Hood“ ist er sich seines Fehlverhaltens niemals bewusst und fragt nur nonchalant: „Kann denn Schwarzfahren Sünde sein?“ Ob nun im Gepäcknetz als Gepäckstück getarnt oder versteckt auf der Zugtoilette – sein Einfallsreichtum, das Zugpersonal zu foppen hat keine Grenzen. Nach Prag beispielsweise reist er in einem leeren Sarg und verschreckt ahnungslose Reisende. Oder er schnorrt sich ins Herz einer sächsischen Schaffnerin, der er im Schlafwagen Schlaflieder vorsingt und mehr schlecht als recht dazu Gitarre spielt. Zwischendurch gibt’s immer wieder Tipps für angehende Schwarzfahrer, was zu beachten ist, wenn man ohne Ticket unterwegs ist. Doch auch des geduldigsten Zugbegleiters Nerven sind einmal überstrapaziert und so fliegt der Protagonist auch schon mal in der Pampa am nächsten Haltepunkt raus…. Persönlicher Eindruck: Leider wurden meine Erwartungen an das Buch nicht wirklich erfüllt. Vielleicht waren sie zu hoch – aber wirklich viel passiert bis zum Schluß nicht. Es wiederholt sich das ewige Hin und Her von Schwarzfahren, über die Bahn meckern, erwischt werden oder auch nicht. Einziger Höhepunkt ist die Anekdote mit der Fahrt im Sarg, aber das allein reicht meiner Meinung nach nicht für Spannung mit Tiefgang. „Im Sarg nach Prag“ ist ein leichtes Buch für zwischendurch, wenn man nicht viel nachdenken und doch witzig unterhalten werden möchte. Die Geschichte hätte auch bei der Hälfte des Buches schon erzählt sein können, denn die ewige Wiederkehr des Gleichen macht es auch nicht besser. Rein von der Einstellung des Schwarzfahrers als Robin Hood mit Occupy-Ansatz spiegelt das Buch überhaupt nicht meine Überzeugung wider. Viele Geschichten sind so haarsträubend, dass sie schier unglaubhaft und erfunden wirken– man weiß es nicht.

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  • Rezension zu "Im Sarg nach Prag" von Mathias Kopetzki

    Im Sarg nach Prag
    Moosbeere

    Moosbeere

    26. September 2012 um 21:05

    "Der Nahverkehr, die einzig attraktive Beförderungsmöglichkeit für umweltbewusste Pendler, wird verteuert und nach und nach abgewickelt werden, weil der sich nicht rentiert: Kollateralschaden der Privatisierung" Inhalt Mathias Kopetzki erzählt in mehreren kurzen Anekdoten von seiner ganz besonderen Beziehung zu der Bahn und wie es dazu kam, dass er beschloss jahrelang ohne Fahrschein zu fahren. Als Schwarzfahrer unterwegs zu sein hat ihm viele interessante Begegnungen und Erlebnisse beschert. Der titelgebene Sarg ist nur eine von ihnen... Meine Meinung "Im Sarg nach Prag" war wie zu erwarten unterhaltsam und lustig. Allerdings bin ich wohl mit etwas zu hohen Erwartungen an das Buch herangegangen – mehr als kurzweilig war es dann doch auch wieder nicht. An einigen Stellen musste ich echt schmunzeln, ein paar andere (so wie beispielsweise die oben zitierte – sie spiegelt genau meine Meinung wieder) regen zum Nachdenken an. Sprachlich ist das Buch sehr umgangssprachlich gehalten, was das dafür sorgt, dass die Seiten nur so dahinfliegen. Fazit Von mir gibt es daher für das Buch 3 Sterne und eine Leseempfehlung für alle, die Schwarzfahrer sind, werden wollen oder nur einmal über einen geouteten Schwarzfahrer ewas lesen wollen ;)

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