Mathias Malzieu Metamorphose am Rande des Himmels

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Inhaltsangabe zu „Metamorphose am Rande des Himmels“ von Mathias Malzieu

Wenn die liebe Flügel verleiht Hobby-Stuntman Tom hat seit seiner Kindheit nur eines im Kopf: Fliegen. Doch jeder Flugversuch endet mit einer Bruchlandung, gefolgt von einem Krankenhausbesuch. Dort stellt man eines Tages fest: Tom ist unheilbar krank. Nachts schleicht er sich aufs Dach des Hochhauses und trifft dort die geheimnisvolle Endorphina. Halb Mensch, halb Vogel hat sie einen gewagten Rettungsplan für Tom: Sie kann ihn wenn ihre Liebe stark genug ist vom Tod befreien, indem sie ihn in einen Vogel verwandelt. Wird Tom sich auf diesen bizarren Plan einlassen?

Sehr bildlich geschrieben.

— Jennyrose
Jennyrose

Klein, aber fein - eine bezaubernde, verträumte Geschichte!

— Janna_KeJasBlog
Janna_KeJasBlog

Wunderbare Sprache, aber schwache Charaktere

— Pergamentfalter
Pergamentfalter

Sehr atmosphärisch

— Yuna_ly
Yuna_ly

Die Geschichten von Mathias Malzieu sind schlicht und ergreifend Kunst.

— booksbuddy
booksbuddy

Schöne, melancholische Geschichte.

— littlestupidgod
littlestupidgod

Ein Feuerwerk aus Federn

— LimitLess
LimitLess

HAMMER! Einfach atemberaubend!

— tschulixx
tschulixx

Wunderschön! Die Geschichte brilliert durch tolle spachliche Bilder und ganz viel Gefühl. Ich hab es in einem Zug gelesen.

— Catniss
Catniss

Traurige und ergreifende Geschichte mit viel Liebe geschrieben.

— AdrienneAva
AdrienneAva

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  • Nicht so gut wie die Vorgänger

    Metamorphose am Rande des Himmels
    Gruseldolly

    Gruseldolly

    06. September 2017 um 22:26

    Endlich besitze ich dieses Buch! Es ist das letzte Büchlein von Mathias Malzieu, welches mir in meiner Sammlung fehlte und ich habe es mir schon sehr lange gewünscht. In diesem Werk geht es wieder um einen Mann, der auf sehr spektakuläre Art die Frau seines Lebens findet. In diesem Buch heißt der Glückliche, wobei er ja eigentlich nicht unbedingt viel Glück in allem hat,  Tom. Durch einen Unfall landet er im Krankenhaus. Doch damit nicht genug- dort angekommen reiht sich eine schlechte Nachricht an die Andere. Nur einen Lichtblick hat der kranke Tom noch und diesen sucht er jede Nacht auf dem Dach des Krankenhauses auf. Wie bereits erwähnt habe ich jedes Buch des Autors gelesen. Also jedes Buch, das bisher auf dem Markt ist. Dieses buch wird sicher nicht mein Favorit werden. Bei „Die mechanik des Herzens“ wollte ich, dass das Buch niemals endet, da es mir sehr gut gefallen und mich berührt hat. Leider hat „Metamorphose am Rande des Himmels“  nichts von Beidem geschafft. Natürlich war es wieder Dramatisch, aber diesmal hat mir die Brise Romantik gefehlt, die bei den Anderen Büchern im Übermaß vorhanden war. Außerdem war mir Toms Außerwählte mehr als unsympathisch. Das Cover ist wunderschön. Alleine wegen dieses grandiosen Designs habe ich das buch zuende gelsen. Ok, vielleicht hat auch die tatsache, dass dieses büchlein nur 160 Seiten stark ist ,seinen Teil dazu beigetragen. Der Künstler, der Tom und die Vogelfrau gezeichnet hat, ist Benjamin Lacomb, ein Künstler von dem ich gerne noch mehr sehen möchte. Der Schreibstil als solcher hat sich (zum Glück) nicht verändert. Bildgewaltig wie eh und je zeigt uns Malzieu neue Welten und verführt uns dazu zu träumen. Der Schreibstil alleine macht allerdings kein gutes Buch aus, dass zeigt sich gerade an diesem Buch. Der Schreibstil war top- der Rest allerdings eher flopp. Ein interessantes Buch, welches nicht an die Anderen beiden Bücher heranreicht. Leider gibt es dafür nur 3 von 5 Sternen.

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  • Verträumte Sätze und eine zauberhafte Geschichte

    Metamorphose am Rande des Himmels
    Janna_KeJasBlog

    Janna_KeJasBlog

    20. March 2017 um 17:07

    Ich bin verliebt! In dieses Büchlein, in den Schreibstil! Seine weiteren Werke sind bereits auf meine WuLi  (Wunschliste) gewandert, u.a. „Mechanik des Herzens„, welches unter dem Titel „Jack und das Kuckucksherz“ bereits als Animation verfilmt wurde.Ich bin ebenso ganz verzückt von den Kapitelanfängen! Der erste Buchstabe ist wunderschön verschnörkelt, jedoch nur ganz leicht, und ein kleiner Vogel sitzt auf ihm. Aber auch die Geschichte selbst hat mich ganz verzaubert!Eher nebenher wird die Erkrankung des tollpatschigen Tom Cloudman, seines Zeichen Stuntman, eingebaut – die rote Beete. Eine Metapher für seine Krebserkrankung. Diese ganze Geschichte ist gespickt mit Metaphern, so leise eingebaut, das diese kaum wahrnehmbar sind. Auf dem Dach des Krankenhauses trifft er die Vogelfrau Endorphina – diese verleiht ihm nicht nur Hoffnung, sondern ebenso neue Kraft. Sich der Erkrankung nicht geschlagen geben, dem Ganzen mit Poesie einen kleinen Zauber einhauchen.„Miss Morphina wiegt mich sanft im Arm und beschützt mich vor der Roten Beete. […] Der Schmerz vergeht, mein Körper zerfällt aufs Angenehmste in seine Einzelteile.“ (S. 59)Früh wird dem Leser bewusst, das Toms Erkrankung schwerwiegend ist und doch schwebt man darüber hinweg. Taucht hinein in diese zarte Geschichte voller Traum. „Die Nacht hat ihren samtenen Mantel abgestreift […]“ (S. 75)Sich der Fantasy hingeben oder zwischen den Worten lesen, es ist eine kleine einhüllende Geschichte, mit wundervollen Zeilen!Eigene Interpretation des Buches || Ein Hauch von Spoiler ||Nicht nur Tom spielt mit Metaphern, der Schriftsteller selbst umspickt seine kleine Geschichte damit. Alle Details um die Krankheit herum werden nicht benannt, sondern wundervoll umschrieben.„Jede Bewegung löst Platikknistern aus.“ (S. 78)„Meine Lieder sind schwere Samtvorhänge, […]“ (S. 85)Er begegnet seiner Ärztin, seiner Hoffnungsträgerin. Der Frau, die ihm ein unwiderstehliches Angebot unterbreitet und er gibt sich ihr hin. Er klammert sich an diese Hoffnung, geht vollständig darin auf. Er macht sie zu seiner Hoffnungsträgerin, Endorphine sprudeln nach der ersten Begegnung durch seinen Körper.Endorphina selbst kämpft um ihren Patienten, dem es sichtlich schlechter geht, vergleichbar einer Quarantäne untergebracht werden muss. Die Realität wird ähnlich eines Traumes beschrieben und führt den Leser fernab der Schmerzen, des Alleinseins, der Aufgabe seiner selbst.Tom kämpft und Tom gewinnt und Tom verliert – alles in gefühlt einem Atemzug. Malzieu hat mich entführt in seine kleine Welt und bis aufs tiefste berührt – auf so wenig Seiten, mit solch einer Macht der Worte. Die aufkeimende Liebe, der näher kommende Abschied. Der Moment der Metamorphose, der Augenblick des Todes.Mathias Malzieu ist es mehr als hervorragend gelungen diesen Leidensweg in eine romantisch-poetische Fantasy Geschichte zu verweben! Wundervoll zart wird Toms Erkrankung beschrieben, sein Leiden und seine Hoffnung. www.KeJas-BlogBuch.de

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  • Wenn ich ein Vöglein wäre

    Metamorphose am Rande des Himmels
    Keksisbaby

    Keksisbaby

    08. March 2017 um 15:13

    Tom Cloudman ist der ungeschickteste Stuntman der Welt und dennoch hat er eine Fangemeinde. Er beneidet die Vögel im Himmel, um ihre Freiheit. Erst recht als an seinem Rücken ein Krebsgeschwür entdeckt wird. Um einem kleinen Krebspatienten, der sein größter Fan ist, aufzuheitern beginnt er aus den Betten der Anderen Federn zu stehlen und sich Flügel zu basteln. Eines Nachts entdeckt er dann eine Vogelfrau auf dem Dach, die ihm die Verwandlung zum Vogel verspricht und damit eine Flucht vor seiner Krebserkrankung. Dafür muss er nur wirklich das Menschsein aufgeben wollen. Das ist mein zweites Buch von Mathias Malzieu und nachdem ich so begeistert von „Der Mechanik des Herzens“ war, musste ich „Die Metamorphose am Rande des Himmels“ einfach lesen. Damals hat mich die Poesie der Geschichte beeindruckt und gefesselt. Auch in diesem Buch spielt der Autor gekonnt mit Worten. Bildhafte Beschreibungen und Vergleiche erschaffen eine magische Stimmung. Nur so recht ins Herz schließen konnte ich das Werk nicht. Vielleicht bin ich auch einfach kein Vogelfreund und konnte die Sehnsucht des Protagonisten nicht nachvollziehen. Auch die Kombination von Vogelfrau und Ärztin war mir suspekt. Oder das der Tumor mit einer roten Beete verglichen wurde, war zuviel für mein Vorstellungsvermögen und ich fand es eigentlich nur eklig. Schön fand ich, dass durch sein Kind ein Stück von ihm übrig blieb, bevor er im Himmel entschwand. So in allem aber war mir das ganze Gedankenkonstrukt zu abstrus.  Dennoch kann man sich von dieser Geschichte den Nachmittag verzaubern lassen und Leser mit sanften Gemüt benötigen wohl ein Taschentuch am Ende.

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  • Wunderbare Sprache, aber schwache Charaktere

    Metamorphose am Rande des Himmels
    Pergamentfalter

    Pergamentfalter

    10. February 2017 um 21:24

    Ich bin eher durch Zufall auf dieses Buch gestoßen. Von Mathias Malzieu habe ich bisher noch nichts gelesen, aber da von seinen letzten Werken fast nur in größten Tönen gesprochen wurde, dachte ich mir, es könne nicht verkehrt sein, mal etwas von ihm zu lesen. Und siehe da, ganz so falsch mit dem Lob liegen viele nicht, auch wenn ich ihnen nicht ganz zustimmen kann. Aber alles der Reihe nach. In "Metamorphose am Randes des Himmels" entführt Mathias Malzieu seine Leser in eine fantastische Welt irgendwo zwischen Realität und Traum. Dabei lernt man Tom kennen, einen Hobbystuntman, der mit seinem fahrenden Sarg durch die Gegend tourt und seine Stunts vorführt - immer beseelt von dem Wunsch, fliegen zu können, auch wenn es nur die Bruchteile von Sekunden nach dem Absprung sind, ehe er auf dem harten Boden der Realität landet. Menschen können nicht fliegen, jedenfalls nicht ohne Flugzeuge oder dergleichen, aber davon lässt Tom sich nicht entmutigen. Bis zu diesem Zeitpunkt bleibt die Geschichte noch im Rahmen des Möglichen. Wirklich fantastisch wird sie erst, als Tom die Diagnose Krebs bekommt und von nun an auf der Krebsstation im Krankenhaus bleiben muss. Denn dort - mit dem Tod vor Augen - setzt er alles daran, seinen Traum zu verwirklichen - und begegnet Endorphina, die ihn in die Welt des Fliegens entführt. Ab diesem Zeitpunkt wird endgültig deutlich, dass Mathias Malzieu zu den Meistern des geschriebenen Wortes gehört. Er vermag mit Worten zu spielen, sie zu verknüpfen und daraus faszinierende sprachliche Bilder zu schaffen, die einen Eindruck von der Welt vermitteln, zu der Tom einen Zugang auf dem Dach des Krankenhauses gefunden hat. Dennoch können diese Bilder nicht über ein Manko hinwegtäuschen, das mir die größte Freude an dem Buch genommen hat: Es ist mir nicht gelungen, mit den Figuren mitzufühlen. Ob es nun Endorphina ist, Tom's Ärztin, der kleine Leukämie-kranke Victor oder Tom selbst - sie blieben für mich unnahbar, nicht wirklich lebendig und ich blieb nur ein Zuschauer. Ganz ohne Zweifel schafft es Mathias Malzieu, eine faszinierende, etwas magisch wirkende Geschichte zu schreiben, doch ich habe mir oft gewünscht, dass er sein Können bei der Darstellung seiner Charaktere noch mehr eingesetzt hätte. Zwar schreibt er über Gedanken, Gefühle, Träume und Ängste und verwandelt sie in sprachliche Kunstwerke, aber sie blieben fern und drangen nicht bis zu mir durch. An dieser Stelle hätte ich mir viel mehr gewünscht. Das Cover ist in Ordnung, auch wenn es etwas Comichaftes an sich hat und der Hintergrund scheint, als würden sich die beiden auf dem Mars befinden. Tom wirkt darauf etwas ängstlich, was ich kaum mit der Handlung verbinden kann, schließlich hat er sich in Endorphinas Nähe immer wohl gefühlt. Ansonsten strahlt es aber dieses Fantastisch-Mystische aus, das Mathias Malzieu mit seinen sprachlichen Bildern versucht herüberzubringen. FAZIT Ein Buch, bei dem mich die sprachliche Qualität wirklich begeistert hat. Leider blieb die Darstellung der Charaktere weit dahinter zurück, wodurch die ganze Geschichte einiges an Faszination, Spannung und Gefühl eingebüßt hat.

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  • Metamorphose am Rande des Himmels

    Metamorphose am Rande des Himmels
    booksbuddy

    booksbuddy

    02. January 2017 um 11:28

    Die Geschichten von Mathias Malzieu sind schlicht und ergreifend Kunst.Autor: Mathias MalzieuVerlag: btb-VerlagBand: EinzelbuchSeiten: 141Für Fans von: Die Mechanik des HerzensRomantik: ❤❤❤❤❤Humor: ❤❤❤♡♡Schreibstil: ❤❤❤❤♡Anspruch: ❤❤❤❤♡Überraschung: ❤❤❤♡♡Spannung: ❤❤♡♡♡Story: ❤❤♡♡♡Gesamtwertung: ❤❤❤♡♡Ich liebe das Cover. Die Figuren erinnern mich an die Figuren aus den Filmen von Tim Burton und ich liebe Tim Burton. Aber nicht nur das. Die Geschichten von Mathias Malzieu ähneln auch denen von Tim Burton. Nur sind die Bücher einfach ein bisschen erwachsener. Das ist wohl der Charme von Mathias Malzieu und macht seine Geschichten aus, nur leider gefällt mi das nicht so. Ich finde es sehr schwer über dieses Buch zu urteilen, denn beim Lesen hatte ich einfach das Gefühl, dass die Gedanken und Teile der Geschichte schlicht und ergreifend Kunst sind und über Kunst urteilt man nicht. Ich konnte auch das ein oder andere Zitat für mich dabei raus ziehen, dennoch fand ich die Geschichte zu abgehoben. Oft war das Buch ziemlich wirr und ich wusste nicht, an welcher Stelle ich mich jetzt eigentlich befinde. Ist das, was ich da gerade lese, nun wirklich in seiner Welt passiert oder träumt er? Redet er von Metaphern oder realen Dingen? Wahrscheinlich sind diese Fragen eben genau das, was mich an dem Buch mitreißen sollte, nur leider macht mir das schlichtweg keinen Spaß. Fakt ist, die Geschichten von Mathias Malzieu sind nicht einfach mal so schnell dahin gelesen, denn sonst versteht man sie nicht. Und doch schaffen sie es immer wieder, mich komplett aus dem Alltag abzuholen.Somit ist das Endergebnis 3 von 5 möglichen Herzen. <3Eure Carina

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  • Meister der Worte

    Metamorphose am Rande des Himmels
    Flatter

    Flatter

    16. October 2016 um 16:24

    Über den Autor:Mathias Malzieu, geboren 1974 in Montpellier, ist Frontmann der französischen Kultband "Dionysos" und hat bereits mehrere Bestseller geschrieben. Er ist ein Meister im Erfinden von einzigartigen romantischen Traumwelten. (Quelle Verlag)Zum Inhalt: KlappentextWenn die liebe Flügel verleiht…Hobby-Stuntman Tom hat seit seiner Kindheit nur eines im Kopf: Fliegen. Doch jeder Flugversuch endet mit einer Bruchlandung, gefolgt von einem Krankenhausbesuch. Dort stellt man eines Tages fest: Tom ist unheilbar krank. Nachts schleicht er sich aufs Dach des Hochhauses und trifft dort die geheimnisvolle Endorphina. Halb Mensch, halb Vogel hat sie einen gewagten Rettungsplan für Tom: Sie kann ihn – wenn ihre Liebe stark genug ist – vom Tod befreien, indem sie ihn in einen Vogel verwandelt. Wird Tom sich auf diesen bizarren Plan einlassen?Meine Meinung:Diese Geschichte erzählt uns Tom Cloudman aus seiner Sicht. Sein größter Traum ist das Fliegen. Er riskiert viel und sehr waghalsig bei seinen Stunts. Ihn zieht es immer weiter und seine Gedanken und Handlungen sind sehr gut nachzuvollziehen. Malizieu bedient sich hier wieder einer gewaltigen Sprache. Er versteht es bestens mit Worten umzugehen und seinen Charakteren auf skurrile Weise Leben einzuhauchen. Die Geschichte ist spannend, sehr emotional und überaus dramatisch. Der Schreibstil hat mich wieder komplett in seinen Bann gezogen. Der Autor hat eine fantasiereiche und bildgewaltige Welt geschaffen, die mich aber teils zwiegespalten zurückgelassen hat, weil sie so traurig schön ist. Auch wenn es nur eine "kleine" Geschichte ist, bleiben keine Fragen offen. Die Charaktere sind sehr liebevoll gestaltet und es schwang beim Lesen immer ein Hauch von Traurigkeit mit.Cover:Großartiges Cover vom großartigen Künstler Benjamin Lacombe.Fazit:Ich habe geträumt und mitgefiebert und bin von der gewaltigen Sprache des Autors immer wieder schwer beeindruckt.

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  • Traurig, schön und bild malerisch gewaltig!

    Metamorphose am Rande des Himmels
    Gwynny

    Gwynny

    29. August 2016 um 20:18

    Wisst Ihr, ab und zu gibt es sie. Die Geschichten, die man nicht in einer klar strukturierten Rezension erfassen kann. Die das Herz so tief berühren, dass kein Standard ausreichen kann. Tränen locken sie hervor, graben sich in Deine Emotionen und halten sie für eine Weile in ihrem Bann gefangen. Mathias Malzieu malt mit Worten, ein Meister der Metaphern. Er verkleidet schlimme Dinge des Alltags, schmeißt sie für den Leser in Schale und zerrüttet mit seiner Ehrlichkeit. Im Grunde geht es hier um einen Menschen, der an Krebs leidet. Diese Geschichte beschreibt für mich den Weg von Tom Cloudman zu seinem Tod. Es ist wunderschön und tieftraurig zur selben Zeit. Ein Mensch, der noch nie angepasst war und schon immer seinen Kopf in den Wolken hatte. Adrenalin, die Leute unterhalten. Aber vor allem ruhelos und unzufrieden. Stets auf dem Weg zu noch gefährlicheren Ufern. Doch wo endet all dies? Dieses Kleinod zeigt Hoffnung, Verzweiflung, Liebe und das Drama des Lebens in Verbindung mit dieser furchtbaren Krankheit. Eine Krankheit die uns so viele geliebte Menschen nimmt, so auch Tom. Bitte lest dieses kleine Wunderwerk der schreiberischen Kunst. Saugt es auf, erlebt es und lasst Euch auf den Schwingen Toms davon tragen. Weit weg von allem, von der Realität, dem Schmerz und dem Leid. Damit Ihr am Ende vor Glück und Traurigkeit weinen könnt, so wie ich. Auch wenn es eigentlich nicht mit Zahnrädchen zu bewerten ist, so vergebe ich hier meine Höchstbewertung. 5 von 5 goldene Zahnrädchen. ©Teja Ciolczyk, 29.08.2016  Gwynny's Lesezauber

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  • Liebe verleiht Flügel

    Metamorphose am Rande des Himmels
    LimitLess

    LimitLess

    30. May 2016 um 16:08

    Wenn Malzieu eine Geschichte erzählt, kann man sicher sein, dass sie von Liebe und Fantasie nur so überquillt. Nicht anders ist es in der Geschichte des Stuntman Tom, der den Traum vom Fliegen nicht aufgibt. Die Geschichte hat einen traurigen Beigeschmack, was aufgrund des Themas nicht vermeidbar ist. Man vergisst den Tod in Form der roten Beete nie. Mir kommt vor, das Buch ist ernster, als seine anderen, hat weniger phantastische Elemente, ist aber trotzdem wunderbar skurril und verzaubernd. "Fliegen" eignet sich wunderbar für tolle Metaphern, für die Malzieu so berühmt ist. Seine sprachlichen Bilder sind unvergleichbar. Die Geschichte plätschert an manchen Stellen leider ein bisschen vor sich hin und es fehlt an Spannung. Das Buch ist sehr kurz und doch hab ich länger gebraucht, da ich nicht immer nach Unterbrechung der Lektüre sofort wissen wollte, wie es weitergeht. Der leisen Schönheit des Gesamtwerkes tut dies aber keinen Abbruch. Malzieu hat wieder wunderbare Figuren kreiert, deren Unmöglichkeit zu existieren so selbstverständlich dargestellt wurde, als ob es das Normalste überhaupt sei. Malzieu verflechtet gekonnt Realität mit Phantastik und spielt mit den Möglichkeiten der Fantasie. Der Wunsch dem gegenwärtigen Zustand zu entkommen, zieht sich durchs ganze Buch. Die Metamorphose zur Freiheit ist das Ziel. Einem Vogel wird ein gewisser Grad an Freiheit zugesprochen. Wer hat sich noch nicht gewünscht ein Vogel zu sein und einfach wegfliegen zu können, zu Orten, die unerreichbar scheinen. Tom hat Krebs und will ihm natürlich entfliehen, damit sein Traum vom Fliegen wahr wird.    Fazit Wiedermal eine traurigschöne Geschichte, die mit einer bildhaften Sprache und schönen Metaphern über das Leben überzeugt. Zwischendurch fehlt es zwar an Spannung und es kommt einem langwierig vor, jedoch machen die Liebe und die Fantasie alles wieder wett. Malzieu versteht die Liebe auf eine besondere Art und Weise, er versteht es vor allem sie wundervoll in Worten auszudrücken.

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  • Anpassung...

    Metamorphose am Rande des Himmels
    tschulixx

    tschulixx

    25. March 2016 um 20:30

    Ich war zutiefst berührt und vergoss ein paar Tränen. Die Geschichte war in gewisser Weise unendlich traurig und doch unendlich schön. Die traurigen Seiten des Lebens. Eine Krankheit, die einem das Leben nehmen kann, oder einem in den Himmel aufsteigen lässt. Ein Roman, der schöner nicht geschrieben sein könnte. Diese bildliche Erzählweise hat mich wieder einmal gefangen genommen...Kurz zum Inhalt:Ich heiße Tom »Häma-Tom« Cloudman. Man sagt, ich sei der schlechteste Stuntman aller Zeiten. Ganz falsch ist das nicht. Ich bin außergewöhnlich ungeschickt und laufe ständig überall gegen. Ich beneide die Vögel um ihre Freiheit, vielleicht schaue ich zu oft zu ihnen hoch. Schon auf dem Schulhof zog ich Rollschuhe an, um fliegen zu üben. Ich raste auf einem alten Skateboard das Schuldach hinunter und wedelte dabei heftig mit Pappflügeln. Aber ich flog nicht hoch, sondern immer nur auf die Nase. Nachts klettere ich eine Leiter hoch, öffne eine knarrende Falltür und bin auf dem Dach. Ich traue meinen Augen kaum. Eine gigantische Voliere! Ein Federnpalast! Alle erdenklichen Rottöne entflammen die Nacht. Eine Frauengestalt sitzt auf einer Schaukel: Ein hautenger Federanzug schmiegt sich an ihren Körper. Ich verspüre den unwiderstehlichen Drang, sie zu berühren. Die Vogelfrau streckt die Arme seitlich aus, geht in die Knie, drückt das Kreuz durch und stößt sich vom Boden ab. Sie schlägt elegant mit den Flügeln. Die Vogelfrau kreist einmal über mir, dann kommt sie wieder zu mir herabgeschwebt: »Möchten Sie fliegen lernen, Tom Cloudman?«Die Idee des Buches hat mich begeistert. Ich war so neugierig was auf mich zukommt und es kam noch besser als erwartet. Die Geschichte ist wunderbar aufgebaut und lässt den Leser mitfiebern und mitträumen. Eine fantasiereiche Erzählung in unserer ganz normalen Welt. Wer weiß, ob es so etwas vielleicht auch wirklich gibt. ;)Gleich nach den ersten Seiten viel mir wieder dieser unverkennbare Schreibstil auf, der mir so gut gefällt. Der Autor überzeugte mich sofort wieder durch seine bildliche Sprache und seine verrückten Ideen. Viele Metaphern die dem Text etwas ganz besonderes verleihen. Die Charaktere der Geschichte sind wirklich sehr ansprechende. Man findet alle verrückt, aber auch liebenswert. Man merkt, dass sich der Autor viele Gedanken darüber gemacht hat. Die Figuren sind mit sehr viel Liebe entstanden. Einzigartig.Der traurige Inhalt der Geschichte wird durch eine Liebesgeschichte wieder schön und doch noch traurig. Man durchlebt mit der Hauptperson die verschiedenen Szenarien seiner Krankheit, die guten und die schlechten Tage im Krankenhaus. Ich lachte und freute mich über diesen schönen Moment und weinte bei den traurigen Ereignissen.Ein wirklich dünnes Büchlein, das aber so eine bewegende Geschichte enthält, bekommt einen Ehrenplatz in meinem Bücherregal. Metamorphose: die Anpassung an etwas neues. Die Entfaltung des größten Wunsches...

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  • Ein Gefühl von Freiheit...

    Metamorphose am Rande des Himmels
    Strigoia

    Strigoia

    25. March 2016 um 19:36

    Inhalt:Tom ist der schlechteste Stuntman der Welt. Doch trotzdem könnte er sich kein schöneres Leben vorstellen, als durch die Gegend zu ziehen und den Leuten seine Stunts zu präsentieren. Egal, wie oft er sich dabei auch weh tut. Nach einem besonders schweren Sturz findet Tom sich im Krankenhaus wieder. Die Diagnose: Krebs. Tom verliert seine Freiheit... Doch grade als es aussichtslos scheint, trifft er auf die schöne Endorphina. Halb Mensch, halb Vogel verspricht sie Tom eines: Wenn ihre Liebe stark genug ist, kann sie ihn in einen Vogel verwandeln und ihm das Leben retten. Doch kann Tom sich darauf einlassen?Meine Meinung:Mathias Malzieu hat erneut mein Herz erobert. Wie bei "Die Mechanik des Herzens" wohnt Malzieus Worten eine Melodie inne. Eine Harmonie, der sich der Leser nicht entziehen kann. Die Schönheit der Worte geht mit der Erscheinung des Buches einher. Benjamin Lacombe hat wieder ein wundervolles Cover entworfen. Geschichte und Zeichnung gehen Hand in Hand.Mit Tom als Protagonisten hat Malzieu einen unsicheren, aber freiheitsliebenden Charakter entworfen. Er hat Angst zu sterben, doch vor allem hat er Angst eingesperrt zu sterben. Und so kommt ihm Endorphinas Vorschlag gerade recht. Dennoch ist es schwer sich vollständig von seinem menschlichen Leben zu trennen und Tom weiß zunächst nicht, ob er diesen Schritt wagen soll. Endorphina stellt in ihrer Person eine unglaublich phantastische Figur dar. Eine Vogelfrau, die des tags als Mensch herumläuft und sich des nachts in die Lüfte schwingt...Ich denke, viele Menschen hatten schon einmal den gleichen Wunsch wie Tom. Sich einem Vogel gleich in die Luft zu erheben, verspricht eine Freiheit, die wir hier unten auf der Erde nur erahnen können. Jeder wünscht sich mal aus seinen festgeschriebenen Regeln ausbrechen zu können, einfach davonzufliegen und nie mehr zurückzukehren. Aus diesem Gedanken heraus hat Mathias Malzieu einen wundervoll harmonisierenden Roman erschaffen, der sich dem Leser alleine schon durch die herausragende Sprache tief ins Leserherz gräbt. Ein Gefühl von Freiheit umweht seine Nase und eine außergewöhnliche Liebesgeschichte dringt ihm ins Herz. 

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  • Wenn die Liebe Flügel verleiht...

    Metamorphose am Rande des Himmels
    AdrienneAva

    AdrienneAva

    12. January 2016 um 09:45

    Das Buch: Hobby-Stuntman Tom träumt vom Fliegen. Doch jeder Flugversuch endet mit einer Bruchlandung. Nach einem Sturz trifft er auf dem Dach des Krankenhauses die geheimnisvolle Endorphina. Halb Mensch, halb Vogel, schlägt sie Tom einen bizarren Plan vor: Wenn ihre Liebe stark genug ist, kann sie ihn in einen Vogel verwandeln. Wird Tom sich darauf einlassen? Wie alle Geschichten von Mathias Malzieu ist auch diese erfüllt mit Metaphern und viel Fantasie. Er versteht es den Leser in einen Welt zu entführen, in der nichts unmöglich scheint und gleichzeitig beschreibt er die Realität. Dieser Balaceakt zwischen Fantasie und Realität zeichnen seine Bücher stehts aus.  Dieses Werk hat mich persönlich besonders gut gefallen, den es gab viele tröstliche Aspekt, welche mit viel Feingefühl und Liebe umgesetzt wurden.  Das Buch kann ich jenen empfehlen, die sich auf außergewöhnliche Geschichten einlassen können. 

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  • poetisch und rührend

    Metamorphose am Rande des Himmels
    Aleena

    Aleena

    23. August 2015 um 09:19

    Wenn die Liebe Flügel verleiht. Hobby Stuntman Tom träumt vom Fliegen. Doch jeder Flugversuch endet mit einer Bruchlandung. Nach einem besonders heftigen Sturz wacht er in einem Krankenhaus auf. Nicht nur das er eine Schockdiagnose bekommt und nun mit einer roten Beete leben muss, nein auch aus dem Fliegen wird jetzt nichts mehr. Doch auf dem Dach des Krankenhauses trifft er auf Endorphina, die halb Vogel halb Mensch ist und schlägt Tom einen gewagten Plan vor. Sie verleiht ihm Flügel, wenn ihre Liebe stark genug ist. Lässt Tom sich auf das Spiel ein? Was für ein bizarres Märchen. Ich liebe ja ab und an Märchen die anders geschrieben sind, sprich was Außergewöhnliches an sich haben und bei diesem Buch ist man genau richtig. Noch verrückter kann eine Story einfach nicht sein. Tom ist ein regelrechter Unglücksrabe mit einem großen Vogelherz. Das er am liebsten ein Vogel wär, wird einem ganz schnell klar. Scheinbar wird sein Wunsch Wirklichkeit als er auf die Vogelfrau Endorphina trifft. Der Schreibstil des Autoren ist einfach was besonders, auch wenn man nicht auf solche Story‘s steht, versteht er es einem am Lesen zu halten allein um zu wissen wie es endet. Die Geschichten sind jetzt nicht besonders lang und man kann sie auch schnell durchsuchten. Ich fühlte mich sehr unterhalten und hab am Ende sogar das ein oder andere Tränchen vergossen, weil ich es so ergreifend fand. Zum Cover muss man nichts weiter zu sagen, man sieht das die Bücher einfach immer wieder ein echter Hingucker sind und sich einfach toll im Bücherregal machen. Bald erscheint auch sein neues Buch und ich bin am Überlegen ob ich es mir nicht gleich mal zulege um wieder in eine sehr außergewöhnliche Geschichte abzutauchen.

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  • Benjamin Button goes Vogel!

    Metamorphose am Rande des Himmels
    VanFersen

    VanFersen

    31. July 2015 um 23:24

    Nun ja ganz so einfach ist es auch nicht, denn einfach trifft im Kontext mit jenem Werk wohl eher nicht den Nagel auf den Kopf. Hier bedient sich der Werte Autor seines Zeichnes Musiker als Hauptberuf, einer sehr blumigen Sprache, welche nur vor Metaphern strotzt, dabei aber nie überkandidelt um die Ecke kommt.  Hier genießt man ein ganz anderes Kaliber an Sprachgewalt, welche man (und das sage ich dazu) mögen muss. Ich denke nicht jeder Mann/Frau wird seinen gefallen an dieser Art von Erzählung finden, doch wagt man sich vom lockeren Umgangston auch mal in eine eher bildhafte Darstellung jener schriftlichen Kunst, so wird man mit vielerlei wunderbarer Kombinationen und eleganter Schilderungen der Situationen belohnt.  Da dieses Werk nur knappe 160 Seiten aufweist, ist man schnell mit jener Geschichte durch, dennoch schafft es Malzieu keine Fragen offen zu lassen, so gut wie keine und verpackt seine Geschichte gekonnt auf jene wenigen Seiten. Der Wortwitz mit einigen Anspielungen kommt dabei nicht zu kurz. Wer den Jungen mit seinem Uhrenherz mochte, der wird mit Sicherheit auch gefallen an dieser nicht weniger fantasievollen Geschichte finden. 

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  • Metamorphose am Rande des Himmels

    Metamorphose am Rande des Himmels
    Frewa

    Frewa

    03. May 2015 um 14:17

    Titel: Metamorphose am Rande des Himmels Reihe? / Autor: Mathias Malzieu Meine Meinung: Das Cover gefällt mir wahnsinnig gut, ich finde es wunderschön. Das rote Federngewand, der Sternenhimmel im Hintergrund & die einzelnen roten, umherschwebenden Feder haben alle eine Bedeutung im Buch. Der Schreibstil gefiel mir ja in "Die Mechanik des Herzens" total gut und so ist es auch in diesem Buch. Mathias Malzieu sollte viel bekannter sein, er hat ein unglaubliches Schreibtalent, für mich steht er ganz weit oben über John Green. Tom ist ein sehr eigenartiger Protagonist, ich mochte ihn aber sehr gerne. Er ist ein Adrenalin-Junkie und steht auf das Extreme. Endorphina ist eigentlich auch sehr nett, äußerlich auch schon erwachsen aber innerlich kommt sie mir vor, wie ein Kind. Ihre Handlungen sind sehr unerfahren und fast schon naiv. Die Geschichte lebt durch ihren Schreibstil. Es ist, wie auch "Die Mechanik des Herzens" eine außergewöhnliche Idee, nur leider etwas kurzweilig. Ich hätte gerne noch ein bisschen mehr davon gelesen, allerdings hätte die Geschichte sich sonst wahrscheinlich sehr in die Länge gezogen. Fazit: "Metamorphose am Rande des Himmels" ist eine kurzweilige, wunderschöne und ausgefallene Geschichte, die besonders durch den unglaublich tollen Schreibstil aufblüht. Klare Kaufempfehlung!

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  • Ein modernes Märchen voller poetischer Bilder

    Metamorphose am Rande des Himmels
    leselurch

    leselurch

    18. May 2014 um 15:49

    *Worum geht's?* Tom Cloudman – „Häma-Tom“ genannt – ist ein Stuntman, der seinen Beruf zwar mit Herzblut und Leidenschaft, aber leider auch mit größter Tollpatschigkeit ausübt. Er reist von Stadt zu Stadt und begeistert die Menschen mit seinen waghalsigen Kunststücken, die für Tom meist Verletzungen mit sich bringen. Als er nach einem weiteren missglückten Auftritt im Krankenhaus landet, erfährt Tom, dass er schwerkrank ist. Rote Bete hat sich in ihm eingenistet, die sich nun unaufhaltsam in seinem Körper ausbreitet. Tom ist nicht bereit, sich mit seinem Schicksal abzufinden, und so bastelt er sich aus den Federn seines Kopfkissens Flügel, um sich seinen größten Herzenswunsch zu erfüllen: Er möchte fliegen! Was als Idee beginnt, um der Realität entfliehen zu können, nimmt schon bald reale Konturen an. Als Tom auf dem Dach des Krankenhauses auf Endorphina trifft – ein wunderschönes Mischwesen, halb Mensch, halb Vogel – und sie ihm nicht nur die Erfüllung seines Traumes, sondern auch Heilung verspricht, kann Tom sein Glück kaum fassen. Doch alles hat seinen Preis… *Meine Meinung:* Mit seinem Debüt „Die Mechanik des Herzens“ hat sich Mathias Malzieu fest in mein Herz geschrieben. Die Geschichte um Jack mit dem mechanischen Herzen hat mich nicht einfach bloß begeistert: Ich habe mich Hals über Kopf in dieses Buch verliebt! Kein Wunder also, dass damit auch „Metamorphose am Rande des Himmels“ schon vor dem ersten Satz als absolutes Must-Read für mich galt. Ich erhoffte mir von Malzieus zweitem Roman eine märchenhafte und poetische Geschichte, die unter die Haut geht… … und natürlich hat mich Mathias Malzieu nicht enttäuscht. Mit seinem einzigartigen Schreibstil zaubert er skurrile und faszinierende Bilder, die zum Träumen einladen. Malzieu ist ein Ausnahmekünstler, der mit seiner phantastischen Sprachgewalt geschickt umzugehen weiß und seine Leser für kurze Zeit in fremde Welten entführen kann, die einen alles um sich herum vergessen lässt. Er erzählt eine unglaubliche Geschichte, die sich dank facettenreicher und individueller Charaktere und sagenhaften Begebenheiten, die man gar niemals vergessen will. Auf Malzieus Romane muss man sich einlassen, doch man wird mit einem ganz besonderen Leseerlebnis belohnt, das tief unter die Haut und direkt ins Herz geht. Besonders Fans von Tim Burton werden sich für Malzieus Märchen begeistern können. „Metamorphose am Rande des Himmels“ behandelt einige schwerwiegende und bedrückende Themen. Protagonist Tom muss gegen einen bösartigen Tumor kämpfen, den er selbst nur als „rote Bete“ bezeichnet, während andere Charaktere mit ihrer Andersartigkeit konfrontiert werden. Ein Großteil der Handlung spielt sich auf einer Krebsstation eines Krankenhauses ab und dementsprechend belastend ist auch die Atmosphäre des Romans. Nichtsdestotrotz schafft es Mathias Malzieu sein modernes Märchen mit einem Charme zu erzählen, der einem eine Gänsehaut bereitet. Zwischen den Zeilen steckt so viel Hoffnung, so viel Mut und Kraft. „Metamorphose am Rande des Himmels“ muss man nach der letzten Seite erst einmal sacken und wirken lassen. Zwischen den Buchdeckeln begegnet man einer Hand voll einzigartiger Figuren, die ihre ganz persönlichen Geschichten zu erzählen haben. Tom Cloudman, der tollpatschige Stuntman, Endorphina, die verführerische Vogelfrau, Viktor, ein an Leukämie erkrankter kleiner Junge, oder Pauline, die Krankenschwester – sie alle schleichen sich mit ihren Stärken und Schwächen in die Herzen der Leser. Durch die knapp bemessene Zeit, die man mit ihnen verbringen darf, werden sie allerdings nicht in jedem Leserherz ein Nest finden. Malzieu hat Charaktere erschaffen, die trotz ihrer phantastischen Art sehr lebendig wirken. Sie sprechen nicht alles aus, was sie denken, und erwarten ihrerseits von den Lesern, dass man sie auch hinter ihren Worten kennenlernen möchte. So gilt auch bei ihnen: Wenn man sich nicht auf sie einlässt, wird man bloß oberflächlichen Hüllen mit vielversprechenden Ansätzen begegnen. Obwohl mich „Metamorphose am Rande des Himmels“ berührt, beeindruckt und bewegt hat, kann ich mich nach der letzten Seite meiner Lobeshymne zum Debüt nicht gänzlich anschließen. „Die Mechanik des Herzens“ hat mich auf eine Art und Weise getroffen, wie es Toms Geschichte leider nicht vermochte, und auch wenn beide Romane für mich unvergleichliche Meisterwerke darstellen, so war die Erzählung um Jack mit dem mechanischen Herzen doch einen Kuckuckstick intensiver und eindringlicher. „Metamorphose am Rande des Himmels“ kommt mit einem recht hohen Preis daher. Für gerade einmal 160 Seiten, von denen die letzten 20 bloß eine Leseprobe zu Malzieus Erstling „Die Mechanik des Herzens“ beinhalten, zahlt man satte 12,99€. Den Roman deshalb allerdings als „gestreckt“ oder – ganz im Stile der Thematik – „aufgeplustert“ zu bezeichnen, wäre alles andere als gerecht. Denn der Verlag hat bei der Produktion des Buches nicht nur großen Wert auf eine gelungene Übersetzung gelegt, sondern auch auf hochwertige Materialien und eine erstklassige Gestaltung. „Metamorphose des Himmels“ ist mit seinem grandiosen Text und seiner qualitativen Klappbroschur absolut jeden Cent wert, auch wenn der Preis zunächst ein wenig abschreckend wirkt. *Cover:* Niemand geringeres als Benjamin Lacombe hat dieses wundervolle Cover gezeichnet, wie könnte ich mich da nicht verlieben? Lacombe und Malzieu sind ein großartiges Team. *Fazit:* „Metamorphose am Rande des Himmels“, das zweite Werk des Ausnahmekünstlers Mathias Malzieu, ist ein modernes Märchen für Erwachsene, das mit poetischen Wortbildern, einer faszinierenden Geschichte und skurrilen Charakteren zu überzeugen weiß. Es ist eine Geschichte, die trotz bedrückender Themen voller Kraft und Mut steckt. „Metamorphose am Rande des Himmels“ geht tief unter die Haut, direkt ins Herz und hallt noch sehr lange nach! Mit „Die Mechanik des Herzens“ kann Malzieus zweites Buch zwar nicht ganz mithalten, dennoch bietet der außergewöhnliche Autor seinen Lesern eine grandiose Geschichte, für die sich vor allem Fans von Tim Burton begeistern werden. Für „Metamorphose am Rande des Himmels“ vergebe ich 4 Lurche.

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