Louise im blauweiß gestreiften Leibchen

von Mathias Nolte 
3,8 Sterne bei31 Bewertungen
Louise im blauweiß gestreiften Leibchen
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Hasewues avatar

Ein tolles Buch!!!!

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Inhaltsangabe zu "Louise im blauweiß gestreiften Leibchen"

Atmosphärischer Künstlerroman zwischen Ost und West, Damals und Heute
Charlotte Pacou hat das ehemalige Büro eines Privatdetektivs in Berlin gemietet, ohne jede Absicht, sich selbst in diesem Metier zu versuchen. Als es aber an der Tür klopft, nimmt sie doch den Auftrag an, nach dem verschwundenen Gemälde ›Louise im blauweiß gestreiften Leibchen‹ zu suchen. Der Maler, von dem dieses Porträt seiner Freundin stammt, hat 1959 in Ostberlin Selbstmord begangen – als junger Mann am Beginn einer vielversprechenden Karriere. War Louise, das schöne Mädchen aus dem Westen, der Grund für seinen Selbstmord?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783423213202
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:336 Seiten
Verlag:dtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum:01.09.2011

Rezensionen und Bewertungen

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    Lesendermoenchs avatar
    Lesendermoenchvor 3 Monaten
    Interessante Story, anstrengender Erzählstil

    Die frisch getrennte Charlie mietet ein Büro an, das vorher einem Privatdetektiv gehörte. Bald steht der erste Klient vor der Tür, der sie für dessen Nachfolgerin hält. Charlie soll ein Ölbild eines 1959 durch Freitod verstorbenen Malers suchen, ein Porträt einer halbnackten Frau, offenbar Geliebte des Malers. Sie nimmt den Auftrag an und bald laufen zwei Liebesgeschichten an, die Geschichte des Malers und die von Charlie...


    Die Story fand ich gelungen, man bleibt als Leserin neugierig auf die Auflösung. Die Suche und das Zusammenpuzzlen von Informationen sind spannend.

    Leider gelingt durch den sehr distanzierten und nacherzählenden Erzählstil keine Annäherung an die Figuren. Man hat oftmals den Eindruck, eine Inhaltsangabe der Handlung zu lesen statt der Handlung selbst. Auch sind es mitunter zuviele Nebensächlichkeiten, die das Erzähltempo drosseln, während wichtige Sachen nur kurz erwähnt werden, sowie überraschend obzöne Begriffe und Schimpfwörter im sonstigen Hochstil. Das irritierte mich leider sehr und störte das Ankommen in der Geschichte.

    Daher ein Stern Abzug für den Erzählstil, der die eigentlich sehr interessante Geschichte leider sehr sabotierte. Die Story könnte ich mir sehr gut verfilmt vorstellen, da sie wirklich interessant ist.

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    claudiaausgrones avatar
    claudiaausgronevor 6 Jahren
    Rezension zu "Louise im blauweiß gestreiften Leibchen" von Mathias Nolte

    Dieser Roman, der eine große und eine kleine Liebesgeschichte erzählt, und spannender noch die Recherche nach einem verschollenen Bild, ist sehr unterhaltsam geschrieben. Der Spannungsbogen ist gelungen. Es gibt zeitweilig sehr schöne sprachliche Passagen.
    Die auftretenden Personen werden zwar recht detailliert beschrieben, bleiben aber sehr distanziert, Tiefgang fehlt, Herzblut auch. Ganz besonders bei der Protagonistin Charlie fällt dies auf: ein ums andere mal lese ich von der Leidenschaft, die sie für Louise entwickelt hat, aber der emotionale Funke springt nicht auf mich über.
    Ich finde auch keine Auseinandersetzung mit den Wiesos und Warums.
    Schöne und spannende Unterhaltungslektüre, aber für den deutschen Buchpreis vorgeschlagen???

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    DieRaberins avatar
    DieRaberinvor 7 Jahren
    Rezension zu "Louise im blauweiß gestreiften Leibchen" von Mathias Nolte

    Eine wirklich fesselnde Liebes-/Detektivgeschichte.

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    mehrsonntags avatar
    mehrsonntagvor 8 Jahren
    Rezension zu "Louise im blauweiß gestreiften Leibchen" von Mathias Nolte

    Warum sind die Lippen von Louise auf dem Bild so übertrieben rot dargestellt? Ist es Blut? Eine Wunde? Nachträglich von Jonas hinzugefügt, nachdem Louise begann, ihm auf die Nerven zu gehen? Und: wo ist das Bild? Louise im blauweiß gestreiften Leibchen. Eine Kindfrau, jung, hübsch, kokettierend mit allem und Jedem, vernichtend in ihrer offenen, zerstörerischen Direktheit, schamlos. Mit geöffneten Schenkeln sitzt sie verkehrt herum auf dem Stuhl, für die Ewigkeit festgehalten von Jonas Jabal, diese Szene, von der Charlie nur ahnen kann, wie sie sich ereignet hat und aus welchem Grund ausgerechnet diese Position zur Darstellung gewählt wurde.
    Charlotte sagt nicht nein, als eines Tages, während sie verzweifelt über den Anfängen ihres Romans sitzt, ein Mann in ihr Büro spaziert und sie fälschlicherweise als Nachfolgerin des ehemals in den Räumen beheimateten Detektivs vermutet. Sie stürzt sich ins vergangene Leben von Jonas Jabal, vielversprechender Künstler, viel zu früh per inszeniertem Selbstmord aus dem Leben geschieden, stürzt sich ins Berlin um 1959, ins Bötzowviertel, forscht, lernt, bemerkt - und verändert sich, je mehr sie über das Bild, das sie finden will, erfährt.
    Ein unterhaltsames Werk von Mathias Noske mit abrupten Brüchen, wenn z.B. plötzlich die sich selbst befriedigende Charlie an Louise denkt, quasi aus dem Nichts. Nichts Welt bewegendes aber dennoch ein interessantes Stück Vergangenheit mit leider nicht vollends ans Herz gehenden Charakteren.

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    Lesebienchens avatar
    Lesebienchenvor 8 Jahren
    Rezension zu "Louise im blauweiß gestreiften Leibchen" von Mathias Nolte

    „Louise im blauweiß gestreiften Leibchen“ ist vieles: ein Liebesroman, ein spannungsgeladener Krimi, eine Zeitreise in die 50er Jahre.
    Die Protagonistin Charlotte „Charlie“ Pacou übernimmt die Räume einer Privatdetektei, um dort die Biographie eines verstorbenen Schriftstellers zu verfassen. Doch eines Tages steht ein Mann in der Tür, Daniel Baum, der für sie einen Auftrag hat. Charlie soll das verschollene Bild „„Louise im blauweiß gestreiften Leibchen“ des Malers Jonas Jabal finden. Von Beginn an ist Charlie fasziniert von der dargestellten Frau, von ihrer Schönheit, Koketterie, Anmutigkeit. Ohne zu zögern nimmt sie den Auftrag an und begibt sich auf die Suche.
    Mit diesem Entschluss beginnt eine Reise, die zurück in die 50er Jahre nach Berlin führt. Eine Reise, die mehr und mehr das geheimnisvolle Leben des Malers Jonas Jabal, der so jung Selbstmord begangen hat, aufdeckt. Und immer wieder begegnet Charlie Louise, dem jungen, kecken Mädchen aus dem Westen, das das Leben in allen Zügen genossen hat. Mehr und mehr verliert sich Charlie in dieser mysteriösen Frau. Die Suche nach dem Bild und der Geschichte des Malers wird nach und nach auch eine Suche nach sich selbst.
    „Louise im blauweiß gestreiften Leibchen“ ist ein unterhaltsames Leseabenteuer. Spannend wie ein Krimi liest sich die Geschichte von Louise und Jonas. Seite um Seite erfährt der Leser mehr Details und kann das Buch daher kaum weglegen.
    So spannend dieser Plot gezeichnet ist, so oberflächlich ist dagegen die Handlung um Charlie dargestellt. Ihre Figur ist mehr als klischeehaft und flüchtig gezeichnet. Viele ihrer Entscheidungen bleiben unmotiviert, ihre Figur wird nicht lebendig, sondern bleibt schemenhaft. Obwohl auch die anderen Charaktere nicht minder eindimensional dargestellt sind, ist es gerade die mangelhafte Beschreibung der Hauptfigur, die die sonstige Qualität des Buches schmälert und das Lesen erschwert.
    Insgesamt ist der Roman ein kurzweiliges, spannendes Leseabenteuer, der zwar nicht zu einer tiefgründigen psychologischen Auseinandersetzung einlädt, den Leser jedoch in eine spannende Künstlerwelt voller Geheimnisse hineinführt.

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    goldfischs avatar
    goldfischvor 9 Jahren
    Rezension zu "Louise im blauweiß gestreiften Leibchen" von Mathias Nolte

    "Louise im blauweißgestreifeten Leibchen" ist ein Gemälde.Charlotte,Charlie,hat das ehemalige Büro eines Berliner Privatdetektives gemietet und bekommt den Auftrag das "Louise" Bild zu suchen.Den Auftrag erhält sie von dem etwas undurchsichtigen Daniel Baum, der sie für die Nachfolgerin des Detektives hält. Charlie klärt diese Verwechslung nicht auf, sondern begibt sich auf Spurensuche. Das Bild wurde von dem Ostberliner Maler Jonas Jabal gemalt, der nur wenige Gemälde schuf und sich in jungen Jahren das Leben nahm. Immer mehr gerät Charlie in den Bann von Jabal und findet heraus, dass die gemalte "Lousie" Jabals Freundin war. Aber warum nahm sich der Maler das Leben ? Wer war Louise und was hat Daniel Baum mit all dem zu tun ?
    Ein schönes Buch, welches allerdings nur 4 Sterne erhält, weil mir persönlich die Figuren manchmal zu blaß bleiben.Trotzdem: lesenswert!

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 9 Jahren
    Rezension zu "Louise im blauweiß gestreiften Leibchen" von Mathias Nolte

    Louise im blauweiß gestreiften Leibchen ist eines von diesen "Modernen" Erzählungen. Es ist einfach mal so eine ganz andere Geschichte, wenn man mal keinen Krimi lesen will. Die Geschichte ist schön und interessant erzählt und ganz nebenbei erfährt man etwas über die deutsch/deutsche Geschichte. Mir hat das Buch sehr gut gefallen.

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    Leelas avatar
    Leelavor 9 Jahren
    Rezension zu "Louise im blauweiß gestreiften Leibchen" von Mathias Nolte

    Charlie wollte eigentlich an einem Buch schreiben, aber es kommt ganz anders, als ein Mann in ihrem Büro erscheint und sie für eine Detektivin hält. Anstatt das Mißverständnis jedoch aufzuklären, nimmt Charlie den Auftrag des Mannes an, nach einem Gebälde des Malers Jonas Jabal zu suchen, das "Louise im blauweiß gestreiften Leibchen" heißt. Wo dieses Bild steckt, weiß man aber nicht und so beginnt Charlie, in Jabals Vergangeheit zu recherchieren und erfährt dabei u.a. wie er, selber Bürger der DDR, Louise kennengelernt hat, die in Westberlin wohnt. Es kommt zu einer Liebesbeziehung zwischen den beiden, die jedoch letztendlich mit Jabals Selbstmord endet - nur wieso, wenn er doch anscheinend so glücklich war?
    Charlie ist total von Jabals Geschichte gefangen, muss sich jedoch auch über ihre Gefühle zu ihrem Auftraggeber klar werden...
    Die Grundidee zu diesem Buch gefällt mir relativ gut, auch wenn ich mich überhaupt nicht für Maler interessiere (die meisten sind doch sowieso egozentrisch, merkwürdig und neigen zu Selbstmord und Drogenkonsum - ja!).
    Dies hier klang für mich aber nach einem seichten Roman mit Krimianleihen und einer Liebesgeschichte, im Prinzip also sehr interessant.
    Und so liest sich das Buch anfangs auch - es macht Spaß, Chalies Recherchen zu verfolgen und selbst etwas über die Jabals herauszufinden. Ein wirklicher Überraschungseffekt stellte sich am Ende jedoch nicht. Ich finde zwar, dass Louises Geschichte sinnvoll zuende gebracht wird, aber die Gründe für Jonas' Selbstmord bleiben mir zu fadenscheinig und unzufriedenstellend - daraus hätte man mehr machen können.
    Leider bleiben auch die Charaktere relativ blass und teilweise sogar unsympathisch. So konnte ich z.B. mit der merkwürdigen Charlie überhaupt nichts anfangen (die anscheinend - wie war das - Leichenschändung rechtfertigt, wenn es sich bei der Leiche um jemand aus der rechten Szene handelt, aha) und auch Louise fand ich teilweise fürchterlich. Aber auch die Nebencharaktere schafften es leider nicht, mein Interesse zu wecken.
    Was mich darüber hinaus sehr störte sind die aufdringlichen und unnötigen Anglizismen, die der Autor verwendet (Augenrollen inklusive).
    So bleibt zwar die Grundidee zu diesem Buch wirklich interessant und ungewöhnlich, aber die Umsetzung weist an einigen Stellen Schwächen auf. Letztendlich gibt es hierfür deshalb nur 3 Punkte.

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    Melanie87s avatar
    Melanie87vor 9 Jahren
    Rezension zu "Louise im blauweiß gestreiften Leibchen" von Mathias Nolte

    Erstmal ist die Geschichte sehr schön geschrieben und die Charaktere sind so unterschiedlich, dass sie sich schnell einprägen... und ebendies hat mir sehr geholfen nach den Pausen wieder in die Geschichte rein zu kommen; die einzelnen Protagonisten haben eine Distanzierung gar nicht erst zugelassen.
    Nun ist dieses Buch nicht unbedingt mein übliches "Lesefutter", aber die Komplexität hat mich doch sehr fasziniert...Über Dan Baum mach ich mir noch nicht viele Gedanken - er ist, wie er ist und das scheint im Moment zu reichen. Mit Charlie hatte ich stellenweise noch Identifizierungsprobleme - ich verstehe ihren Beweggrund nicht, diesen "Auftrag" anzunehmen, denn wenn sie ihrer normalen Arbeit nicht nachgehen möchte muss sie das auch nicht; auch ihre Besessenheit für Louises Geschichte, ich möchte sogar sagen, ihre Art Sich-gänzlich-in-Louise-hineinzuversetzen kam für mich sehr schnell und eigentlich grundlos - sie ist von ihr fasziniert, aber wieso?

    Ganz anders geht es mir mit Louise - sie hat eine so erfrischende Art das Leben als Ganzes zu sehen, mit dem ich mich schnell anfreunden konnte. Jonas ist der typische Stubenhocker, aber es freut mich zu sehen, wie er in Louises Gegenwart richtiggehend aufblüht.

    Mein erster Eindruck war durchaus ein Positiver, obwohl ich die Geschichte in der Zeit um 1959 noch interessanter finde...man merkt, dass Details für Mathias Nolte wichtig sind, denn er legt sehr viel Wert auf diese - sie ermöglichen es dem Leser sich die von ihm erschaffene Welt detailliert und facettenreich vorzustellen.

    Alles in allem war "Louise im blauweiß gestreiften Leibchen" ein sehr schönes Buch und hat mich mehr gefesselt, als ich zuerst erwartet hätte.

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    lokoschades avatar
    lokoschadevor 9 Jahren
    Rezension zu "Louise im blauweiß gestreiften Leibchen" von Mathias Nolte

    Zum Inhalt werde ich an der Stelle nichts mehr sagen, der ist hinlänglich bekannt. Es war eine Geschichte, die mir im Ansatz gefallen hat, leider gibt es einige Abstriche zu machen.
    Zunächst einmal waren die Protagonisten blass und nicht gut beschrieben und blieben, Louise ausgenommen, bis zum Ende hin unsympatisch.
    Des weiteren wurden zu viele Details aufgezeigt. Was interessiert es den Leser ob Charlie (eine unverzeihliche Abkürzung für Charlotte) eine Marc Jacobs Tasche trägt? Und darauf wurde gleich dreimal hingewiesen!
    Wen interessiert es, dass der Bettler in Paris einen Plastikbecher von Starbucks in den Händen hält?
    Productplacement? Im Film ja, in Buchform ist mir das bisher noch nicht so extrem aufgefallen.
    Und warum wurde die Prostituierte ermordert? Das hatte mit der Geschichte überhaupt nichts zu tun und war ihr auch nicht zuträglich.
    Möglicherweise sind das keine fundierten Kritikpunkte, aber mich hat es gestört.
    Das Ende fand ich unverzeihlich, aber letztendlich passt es auch wieder zu der unsympathischen und unreflektierten Charlotte. Wie kann ich vor dem Mann den ich vorgebe zu lieben ein Geheimnis wahren, an deren Auflösung dieser so brennend und das schon über Jahre interessiert ist?

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