Mathias Nolte Roula Rouge

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Inhaltsangabe zu „Roula Rouge“ von Mathias Nolte

Jonathan Schotter, um die fünfzig, hat seinen Job an einen jüngeren Kollegen und seine Frau an einen argentinischen Dichter und Polospieler verloren. Wie ein einsamer Wolf streift er durch Berlin – bis er eines Tages in der U-Bahn auf eine junge Frau triff t, die ihn sofort fasziniert. Als sie beim Aussteigen ihren Laptop im Abteil vergisst, greift Jonathan zu: Er knackt die Codes des Computers, liest die Mails der Fremden, die sich Roula Rouge nennt, und dringt immer tiefer in ihre Welt ein. Eines Tages gelingt es ihm tatsächlich, sie kennenzulernen. Er verliebt sich in sie und lebt fortan in ständiger Angst, er könnte auffliegen. Doch auch Roula Rouge hütet ein Geheimnis, das Jonathan Stück für Stück enthüllt …

Ein Ost-West-Liebes-Gesellschafts-Kriminal-und-Spätentwicklerroman, der nebenbei und vor allem der Roman einer Stadt ist: Berlin.

— parden
parden

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  • Ein Ost-West-Liebes-Gesellschafts-Kriminal-Spätentwicklerroman...

    Roula Rouge
    parden

    parden

    31. January 2017 um 22:42

    EIN OST-WEST-LIEBES-GESELLSCHAFTS-KRIMINAL-SPÄTENTWICKLERROMAN... Jonathan Schotter hat seine Frau Susanne an einen argentinischen "Dichter und Polospieler" und seinen Job in einer Münchner Werbeagentur, in der er früher ein großer Star war, an einen wesentlich jüngeren Kollegen verloren. Nach einer Herzoperation, seit der er mit einer Herzklappe von einem Stier lebt, landet er in Berlin und streift als distanzierter Beobachter durch die Stadt; vom Leben erwartet er nicht mehr allzu viel. Da trifft er in der S-Bahn eine junge Frau, die ihn fasziniert. Als sie ihren Laptop im Zug vergisst, nimmt Jonathan diesen mit nach Hause. Um die Unbekannte kennenzulernen, recherchiert er wie ein Besessener, knackt Codes, liest die E-Mails der geheimnisvollen Frau, die sich "Roula Rouge" nennt. Und dann schafft er es, ein scheinbar zufälliges Treffen zu arrangieren... For every style there is an anti-style in wait. (S. 55) Jonathan Schotter ist 47 Jahre alt und streift seit seinem Umzug arbeitslos kreuz und quer durch Berlin. Geldsorgen hat er allerdings nicht, da er bei seinem Rauswurf aus der Werbeagentur in München noch eine stolze Abfindesumme kassiert hat. Sein frisch renoviertes und puristisch eingerichtetes Loft sowie seine stets makellose Kleidung spiegeln seine große Ordnungliebe wider. Doch der Zufall will es, dass sich Jonathan plötzlich von eingigen Lebensprinzipien verabschiedet und sich in ein ungeahntes Abenteuer in Berlin einlässt. In der S-Bahn begegnet er einer jungen Frau, und nichts an dieser Begegnung wäre erinnernswert, wenn diese Frau nicht ihren Rucksack mit einem iBook liegen gelassen hätte. Jonathan dreht vor dem Fundbüro um und beginnt zu seinem eigenen großen Erstaunen, der jungen Frau hinterher zu recherchieren. Roula Rouge heißt sie, wie Jonathan schnell herausfindet, ist gerade einmal 23 Jahre alt und zeigt deutliche anarachistische Tendenzen, die ihn eher erschrecken. Wie kommt es, dass eine so junge Frau so wütend sein kann? Und - beinahe ebenso erschreckend - wie kommt es, dass er sich in so jemanden verliebt, ohne ihr je bewusst begegnet zu sein? Als die Bahn am Reichstag vorbeikam, sagte ich mir: Du bist siebenundvierzig Jahre alt, Schotter. Du machst dich lächerlich. Und Schotter antwortete: Na und! (S. 90) Eine Liebesgeschichte also? Ja, auch. Aber ohne jeden Kitsch, sondern eingewoben in eine Liebeserklärung an Berlin, in eine Ost-West-Erzählung, in Lebensgeheimnisse, die es zu erforschen gilt, in kriminalistische Aspekte, in einen Gesellschaftsroman voller Kontraste und unterschiedlicher Extreme, unterhaltsam, humorvoll, spannend und mit zahlreichen Überraschungen, die das Lesen interessant bleiben lassen. Die Charaktere sind bei aller Gegensätzlichkeit sympathisch gezeichnet und bieten trotz ihrer Annäherung einigen Konfliktstoff, auch wenn mir Roula Rouges Wandel teilweise etwas krass vorkam. Das Ende war vielleicht ein wenig zu glatt, aber immerhin offen genug, um nicht doch ins Kitschige abzugleiten. Insgesamt habe ich den beiden Hauptcharakteren jedenfalls gerne über die Schulter geschaut und ihre Scharmützel und Geheimniskrämereien verfolgt. Ein kleiner diplomatischer Zwischenfall hatte sich ereignet, als Mariola eines Tages mit der frisch gewaschenen Wäsche ins Loft kam, darunter auch Roula Rouges Jeans mit den Löchern in den Knien. Die Hose hatte plötzlich nicht nur eine Bügelfalte, sie war obendrein auch noch geflickt. "Was ist das denn?", hatte Roula Rouge gefragt, während sie sich die Jeans vor die Hüften hielt. Ich sah blankes Entsetzen in ihrem Gesicht (...) "Das? Das hat meine Mutter gemacht", antwortete Mariola. Löcher sind dafür da, um geflickt zu werden, hat sie gesagt." (S. 257) Dass das Buch auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2007 gelandet ist, hat mich allerdings etwas überrascht, da ich es zwar als angenehm zu lesen empfand, jedoch nicht als stilistisch herausragend. Ein wenig störend fand ich in dem Roman die häufige Aufzählung exklusiver Markennamen, und der arg sorgenfreie oder auch despektierliche Umgang mit Geld und materiellen Gütern stieß mir an manchen Stellen auch etwas unangenehm auf. Insgesamt jedoch bietet Mathias Nolte hier eine schräge Story, kurzweilig, unterhaltsam und spannend. Lesens- und empfehlenswert! © Parden

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  • Rezension zu "Roula Rouge" von Mathias Nolte

    Roula Rouge
    Guccini

    Guccini

    25. July 2012 um 14:56

    Gerade weil die Geschichte von Jonathan und Roula so "normal" ist und jeder sein Notebook liegen lassen könnte, ist der Verlauf dieser Geschichte so spannend. Hier treten Alltagshelden und Versager auf. Der Mix ist gut und es ist dem Autoren gelungen, ein lesenswertes Buch mit spannender Geschichte zu schreiben. Auf Grund der Unvorhersehbarkeit volle Punktzahl !

  • Rezension zu "Roula Rouge" von Mathias Nolte

    Roula Rouge
    Melli2505

    Melli2505

    11. August 2010 um 15:15

    Die Geschichte ist zwar gut geschrieben - aber nach der Hälfte interessiert es mich leider nicht die Bohne, wie das Buch weiter geht. Der Protagonist Jonathan Schotter agiert derart seltsam, dass ich es überhaupt nicht nachvollziehen kann (und wohl auch nicht will). Auch mit den anderen Charakteren kann ich wenig anfangen. Die, die mir noch am sympathischsten ist, ist die Wirtin Karin. Außerdem geht mir die ständige Nennung der Marken sehr auf den Nerv. Nicht meine Geschichte. Schade, denn Titel, Cover und Klappentext haben mich sehr angesprochen.

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  • Rezension zu "Roula Rouge" von Mathias Nolte

    Roula Rouge
    goldfisch

    goldfisch

    28. July 2010 um 09:00

    Jonathan Schotter ist umgezogen.Nach Berlin!!! Er hat seinen Job verloren,eine neue Herzklappe und will einfach etwas Neues im Leben entdecken. So fährt er kreuz und quer durch Berlin,erwandert sich die Strasssen und sitzt in Restaurants und Cafés.Sein Name ist Programm, denn er hat "Schotter",sprich":Geld" und kann sich diesen Schlendrian erlauben. Eines Tages beobachtet er zwei junge Frauen in der Bahn,ihm gegenüber.Eine der Frauen zieht ihn sofort in ihren Bann..Als die Frauen aussteigen bleibt ein Rucksack liegen. In dem Rucksack ist ein Laptop.Der Laptop gehört Roula Rouge,und diese scheint ein bewegtes Leben zu führen,stellt Jonathan fest,als er beginnt,in ihrem Computer zu stöbern.Und....Roula ist stocksauer,dass der Laptop nicht zu ihr zurückkommt und versucht den "Dieb" in der Stadt zu finden.Jonathan dringt immer tiefer in das "virtuelle" Leben von Roula ein und verliebt sich in sie.Er möchte sie kennenlernen.Doch wie soll er das anstellen,wo er doch ihren Laptop quasi gestohlen hat? Roula schneidet unterdessen Haare und hat so nebenbei ihr Abitur gemacht. Es beginnt eine Geschichte voller Geheimnisse.Eine Liebesgeschichte und eine Art Kriminalroman um das Verschwinden von Roula Rouges Vater. Das Buch hat so viele Geschichten in der Geschichte,die es zu entdecken gibt. Spannung,Liebe,Erotik und der Humor.Alles hat Platz in diesem sehr gelungenen Roman von Mathias Nolte. Unbedingt lesen!!

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  • Rezension zu "Roula Rouge" von Mathias Nolte

    Roula Rouge
    Ronne

    Ronne

    01. March 2010 um 22:11

    Wie sehr Computer verbinden können zeigt dieses Buch.
    Nein es ist keine E-Mail Liebesgeschichte, sondern die Geschichte über einen Mann um die 50 der sein Leben radikal ändert als er in der S-Bahn einen Rucksack findet indem ein Laptop ist. Er macht sich auf die Suche nach der Besitzerin, die so vollkommen anders ist als er.
    Eine tolle, abgedrehte und überraschungsvolle Geschichte.

  • Rezension zu "Roula Rouge" von Mathias Nolte

    Roula Rouge
    Graf Zahl

    Graf Zahl

    28. September 2009 um 18:03

    Ein extrem gelungener Unterhaltungsroman, der sogar ein bisschen Tiefgang hat. Nolte hat eine interessante Liebesgeschichte mit einer spannenden Vatersuche verbunden und streift dabei noch die Probleme, die die Einheit (und auch vorher die Teilung) mit sich brachten. Man merkt, dass der Autor eigentlich Journalist ist. Die Sprache ist recht schnörkellos und die Geschichte wird auch recht straight vorangetrieben. Überraschungen gibt es auch nicht allzu viele. Trotzdem ist es schwierig das Buch aus der Hand zu legen und man will wissen, was den sympathischen Figuren so passiert.

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  • Rezension zu "Roula Rouge" von Mathias Nolte

    Roula Rouge
    Coralita

    Coralita

    24. July 2009 um 15:43

    Schriftsteller und Journalist Mathias Nolte schreibt über die ungewöhnliche Liebe eines reifen Mannes, der aufgrund diverser Enttäuschungen vom Leben nicht mehr viel erwartet, und einer flippigen Frau Mitte zwanzig, die noch die Welt revolutionieren will - und ein wohlbehütetes Geheimnis hat. Der kürzlich arbeitslos gewordene, aber wohlhabende Werber Jonathan Schotter, der außerdem wegen eines anderen Mannes von seiner Frau verlassen wurde, zieht von Zürich nach Berlin, „weil in Berlin Verlierer weniger auffallen als an irgendeinem anderen Ort der westlichen Hemisphäre“. Auf der Suche nach einem neuen Sinn in seinem Leben durchforstet er die Hauptstadt nach ein bisschen Glück. Einmal beobachtet er in der S-Bahn zwei Mädchen, die sich lautstark unterhalten und am Bahnhof Friedrichstraße aussteigen. Der 47-Jährige sieht, dass eines der Mädchen, das ein T-Shirt mit dem provozierenden Aufdruck „Fuck Berlin“, ihren Rucksack in der Bahn vergessen hat. Er nimmt ihn an sich und findet darin neben einem Lippenstift und Friseurutensilien auch ein MAC iBook. Nach und nach dringt Jonathan in das Leben der, so findet er anhand der Dokumente auf ihrem Rechner heraus, fast 24-jährigen Frau aus Usedom in Mecklenburg-Vorpommern ein, die sich geheimnisvoll „Roula Rouge“ nennt und auch sonst sehr undurchsichtig für Jonathan ist. Je mehr er in ihrem Leben in der noch abstrakten Form einer Datenbank herumstöbert, desto mehr ist er fasziniert von diesem selbstbewussten, großschnäuzigen und flippigen Mädchen, das seine Tochter sein könnte. Nach ein paar Wochen der Recherchearbeit am Leben der flippigen Frau, die – so weiß Jonathan inzwischen - ein Tattoo auf ihrer Schulter trägt, dauernd ihre Haarfarbe wechselt, kürzlich ihr Abitur nachgeholt hat, als Friseurin ihren Unterhalt verdient und in regelmäßigen Abständen Molotowcocktails wirft, gelingt es Jonathan, ein wie „zufällig“ aussehendes Treffen mit Roula Rouge in deren Stammkneipe im Bezirk Prenzlauer Berg im Osten der Stadt zu arrangieren. Eine Liebesgeschichte nimmt ihren Lauf. Doch warum ist Roula Rouge so herzzerreißend wütend? Roula Rouge ist ein lesenswerter Roman, der am Ende wieder einmal zeigt, dass die Liebe stärker ist als alles Unheil und die Kluft zwischen Melancholie und Freude, zwischen Ost und West, Trauer und Freude und alt und jung ein bisschen kleiner erscheinen lässt. [AP]

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  • Rezension zu "Roula Rouge" von Mathias Nolte

    Roula Rouge
    Kayla

    Kayla

    30. June 2009 um 13:56

    Die Schotter-Welt und das Roula-Rouga-Land fesselten mich bedingungslos an sich. Leider muss ich sagen, dass dieses Buch keine 5 Sterne von mir bekommt. Die ersten 2 Drittel des Buches hätten sie verdient, das letzte Drittel enttäuschte mich etwas. Mathias Nolte erweckte zum Schluss den Eindruck, er hätte keine Lust mehr gehabt und wollte das Buch so schnell wie möglich seinem Ende zu führen. Trotzdem kann ich es jedem nur empfehlen. Besonders die finanzielle und sozial Differenz zwischen Roula Rouges und Jonathan Schotters Charakteren faszinierte mich und wie krass diese teilweise ausgeschmückt wurden. "Weil ich keinen Bindfaden hatte, zog ich aus einem meiner Alden-Schuhe den Schnürsenkel und schloss damit den Lidl-Sack mit einem dreifachen Knoten." (Jonathan) Oder auch, dass er ihr mal eben ein neues iBook kauft, während sie sich seine Kreditkarte leiht um einmal "richtig schick" auszusehen. Das Buch ist super interessant, und ein kurzweiliges Lesevergnügen! :)

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  • Rezension zu "Roula Rouge" von Mathias Nolte

    Roula Rouge
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    14. June 2009 um 14:53

    Netter Zeitvertreib, aber ohne Tiefgang.

  • Rezension zu "Roula Rouge" von Mathias Nolte

    Roula Rouge
    Eltragalibros

    Eltragalibros

    30. May 2009 um 19:32

    Jonathan Schotter ist fast fünfzig Jahre alt. Seine Frau hat ihn für einen jüngeren Mann verlassen und sein Job als Senior Vice President einer amerikanischen Werbefirma wurde ihm ebenfalls wegen eines Jüngeren gekündigt. Außerdem musste er sich einer Herzoperation unterziehen. Um all diesen Schicksalsschlägen aus dem Weg zu gehen, hat er beschlossen nach Berlin zu ziehen, um dort ganz neu anzufangen. Dort vergisst zufällig im selben Moment, in dem Schotter in der S-Bahn sitzt, Roula Rouge ihren schwarzen Rucksack, in dem sich ihr geliebtes iBook befindet. Jonathan nimmt es an sich und statt dass er es zurückgibt, begibt er sich auf die Spuren der Roula Rouge und verliebt sich dabei in sie. Er verfolgt sie regelrecht und versucht an sie heranzukommen und Teil ihres Lebens zu werden. Es dauert nicht lang und er lernte das verrückte Mädchen wirklich kennen und lieben. Während Jonathan ständig mit der Angst lebt, dass Roula hinter sein Geheimnis kommen könnte und ihn für immer hassen wird – denn schließlich hat er ihr iBook behalten und ihre privatesten Dokumente gelesen – verbirgt auch Roula ein Geheimnis, das Schotter Stück für Stück entdeckt. Das Buch hätte ich mir wahrscheinlich nie selbst gekauft, muss ich zu geben, sondern einfach in die Bücherschublade „Uninteressant“ gestopft. Aber schon die ersten Seiten haben mir – durch den frischen, spritzigen Schreibstil des Autoren – den Protagonisten Jonathan Schotter sympathisch werden lassen (auch wenn er ein Mann ist^^). Die Figuren sind teilweise exzentrisch und übertrieben gezeichnet, doch genau das macht sie so lebendig und realistisch. Berlin als Ort des Geschehens hätte auch nicht besser gewählt sein können, denn obwohl ich erst insgesamt ca. 2 Wochen in Berlin verweilt habe, finde ich die Stadt einfach großartig. Für mich strahlt diese Großstadt eine Vielzahl von Möglichkeiten, eine Lebendigkeit aus, die ich kaum beschreiben kann. Dort leben so viele Menschen unterschiedlicher Kulturen und Nationalitäten, dort wird Geschichte geschrieben und genau dort ist es auch möglich, dass Roula Rouge ihren schwarzen Rucksack in der S-Bahn vergisst und Herr Schotter ihn mit nach Hause nimmt und sich auf den Weg macht, das Geheimnis der R.R. zu lüften. Dieses Buch erzählt nicht nur die Geschichte von J. Schotter und wie er darum kämpft, dass seine Tat nicht auffliegt, sondern handelt auch von einer Frau, die in ihrer Kindheit viel erlebt hat. Der Vater floh aus der DDR und ließ nie wieder etwas von sich hören, die Mutter erhängte sich aus Kummer darüber auf. Roula ist eine flippige Person, die in ihrem Innern aber ein verletzliches Mädchen geblieben ist. Es erzählt die Geschichte eines Mannes, der sich in „Roula-Land“ verliert und darin völlig neu aufgeht. Roula Rouge ist ein toller Unterhaltungsroman, der flüssig zu lesen geht und obwohl die Kapitel kurz sind, bemerkt man den Übergang kaum, so gefangen ist man in diesem Buch, in dem die Spannung durch viel Unerwartetes aufrecht erhalten wird.

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  • Rezension zu "Roula Rouge" von Mathias Nolte

    Roula Rouge
    Hasewue

    Hasewue

    30. May 2009 um 12:38

    Jonathan Schotter, der Hauptprotagonist und ich – Erzähler von Mathias Noltes Roman „Roula Rouge“, ist geschieden, arbeitslos und daraufhin von München nach Berlin umgezogen, um dort ein neues Leben zu beginnen. Durch Zufall dringt er dort in das Leben von Roula Rouge ein. Von Anfang an war ich in Mathias Noltes Roman gefangen. Die Sprache und die Handlung wirken sehr real und authentisch, so dass es ein wahres Lesevergnügen für mich war, dieses tolle Buch zu lesen. Jonathan Schotter und sein exquisiter Geschmack für exklusive Marken waren zunächst etwas gewöhnungsbedürftig. Mit der Zeit ist er mir aber sehr ans Herz gewachsen, genau wie alles andere. Die Wahl Berlin als Schauplatz zu nehmen fand ich ganz hervorragend, genau wie dessen Umsetzung. Durch die detaillierte Beschreibung bekommt das Ganze nochmals eine eigene, persönlichere Atmosphäre und man glaubt, dass man sich selbst an diesem Ort befindet. Man fühlt sich als ein Teil der Geschichte. Dennoch gab es einige Ansätze und Andeutungen in der Geschichte um Jonathan Schotter und Roula Rouge, die nicht mehr wirklich aufgegriffen wurden, obwohl sie doch ausbaufähig gewesen wären. Auch ging für mich persönlich zum Ende hin zu schnell und einige interessante Aspekte und Fragen wurden nicht mehr genau geklärt. Einerseits finde ich das sehr schade, andererseits aber auch gut, da man so seine eigenen Schlüsse ziehen kann. Ich bin sehr froh, dass ich dieses unbeschreiblich großartige Buch gelesen habe. Ich kann zu Recht sagen, dass ich alles an diesem Buch liebe! Die Charaktere, die Idee, die Sprache und die Atmosphäre. Ich wurde so in den Bann von „Roula Rouge“ und dem „Roula Rouge – Land“ gezogen, dass ich mir beim Lesen gewünscht habe, dass dieses Buch nie endet. Leider war das nicht möglich, aber dafür kann ich es umso öfter lesen. Dieses Buch ist eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe und dafür danke ich dem Autor Mathias Nolte! Dieses wunderbare Buch werde ich niemals vergessen!

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  • Rezension zu "Roula Rouge" von Mathias Nolte

    Roula Rouge
    filomenal

    filomenal

    25. March 2008 um 15:18

    absolut genial. leicht locker und in einem zug gelesen

  • Rezension zu "Roula Rouge" von Mathias Nolte

    Roula Rouge
    yoko

    yoko

    29. September 2007 um 23:26

    Für jeden Berlin-Liebhaber. Das Buch lebt von seiner Leichtigkeit der Sprache und der zauberhaften Liebesgeschichte zwischen zwei sehr verschiedenen Menschen. Enttäuschend ist jedoch das Ende. Es ist zu glatt ebenso wie der Protagonist, der immer Geld in der Tasche hat.