Mathias Richling

 3,8 Sterne bei 4 Bewertungen
Autor*in von Deutschland to go, Ich dachte, es wäre der Froschkönig und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Mathias Richling, 1953 in Waiblingen geboren, ist Kabarettist, Parodist, Autor und Schauspieler. Erste bundesweite Bekanntheit erreichte er 1989 durch die Satiresendung "Jetzt schlägt's Richling". Es folgten Shows wie "Zwerch trifft Fell", die sich heute "Die Mathias Richling Show" nennt. Er gehörte neun Jahre zur Stammbesetzung der Sendung "Scheibenwischer" und moderierte zwei Jahre die Sendung "Satire Gipfel". Außerdem hat er das monatliche Digitalformat »Richling backstage« auf Youtube. Er wurde mehrfach ausgezeichnet unter anderem 2020 mit dem Ehrenpreis Krefelder Krähe.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Mathias Richling

Cover des Buches Deutschland to go (ISBN: 9783548375250)

Deutschland to go

(2)
Erschienen am 14.01.2014
Cover des Buches Enttarnt! (ISBN: 9783864894572)

Enttarnt!

(0)
Erschienen am 26.08.2024
Cover des Buches Ich dachte, es wäre der Froschkönig (ISBN: 9783797614049)

Ich dachte, es wäre der Froschkönig

(2)
Erschienen am 01.05.1999

Neue Rezensionen zu Mathias Richling

Cover des Buches Deutschland to go (ISBN: 9783550080036)
M

Rezension zu "Deutschland to go" von Mathias Richling

M.Lehmann-Pape
Rezension zu "Deutschland to go" von Mathias Richling

Bringt der Deutsche wirklich alles fertig? Und wenn ja, was genau?

Das sind nur einige Fragen, die Richling durchaus auch mal ungefragt im Buch beantwortet. „Der Deutsche bringt alles fertig“, wer Richling kennt, der weiß genau, dass dieser Satz soweit weg von pathetischen Worten ist wie der Nord- vom Südpol. Auf jeden Fall schon mal macht der Deutsche unter andrem, „Raucher zu Asche“, das aber fast nebenbei, auch wenn dieses Kapitel allein von den sprachlichen Ausdrucksmöglichkeiten Richlings nicht versäumt werden sollte. Aber zurück zu dem, was die Deutschen alles fertig bringen. Sie bringen es durchaus fertig, die Demokratie zu nutzen. Langsam. Bei allen Unwägbarkeiten und bei allem auch Ausnutzen der Demokratie. Der Deutsche, einmal in Spur, „zieht durch“. Man kann mit ihm alles machen, „zur Not auch die Demokratie“. Und das meint Richling durchaus als Hoffnungsschimmer in all dem Gewächs und Geflecht aus Eigeninteressen, finanziellen Vorteilen und Gier.

Wobei, in der heutigen Zeit, aktuelle Themen sich doch rasch überholen. Die Einschübe zu Christian Wulff, die Richling durchaus noch süffisant nutzt, sind eben doch nicht tagesaktuell oder von breiterem Interesse mittlerweile. Wohl aber das, was Richling im Kern mit seinen vielfachen Themen, meist gelungenen Beispielen und Satiren, versucht, grundlegend zu vermitteln. Dass so langsam einfach mal (wieder) Schluss damit sein sollte, „die da“ (oben oder wo die sind), einfach mal machen zu lassen. Wie am Fall Wulff, aber auch so manchen anderen deutlich wird, man schaut „denen da oben“ auf die Finger, man schreckt nicht zurück, man wendet sich nicht angeödet ab.

Auf gar keinen Fall Richling, der schaut ganz genau hin. Sei es bei Altkanzlers Schröders Besuch im Iran, den dieser als „rein privat“ gekennzeichnet hat. Zufassend stellt Richling dem die ehemals beständigen Äußerungen Leni Riefenstahls gegenüber, die habe auch „nur Fotos“ gemacht. War Schröder kurzzeitig die „Leni von Ahmadinedschad? Ohne Kamera, dafür mit vielen Negativen“?
Eine Spur, der Richling natürlich umgehend weiter nachgeht. Ebenso, wie er die offiziellen Statements der SPD mit jenen Tageskalendersprüchen vergleicht, die man doch jeden Tag einfach nur abreißt und wegwirft.

So legt Richling den Finger auf eine Vielzahl von Wunden, was das poltische Deutschland angeht, lässt aber auch Möglichkeiten und konstruktive Ansätze zur „Demokratie“ von Volksseite aus nicht außer acht. Im Stil bekannt, in Buchform in guter Weise aber zu einer mehr verweilenden Lektüre einladend als die doch manches Mal in Sprache und Gestus rasanten, fast hektischen Auftritte auf Bühne und Fernsehen.
Mit Beobachtungen, Gedanken, Bissigkeiten und Seitenhieben, die als hochwertige Satire vor Augen treten.

Nicht alles auf gleich hohem Niveau, nicht alles vollständig überzeugend, im gesamten aber eine durchaus gelungene politisch-satirische Lektüre.

Gespräche aus der Community

Bisher gibt es noch keine Gespräche aus der Community zum Buch. Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Welche Genres erwarten dich?

Community-Statistik

7 Bibliotheken

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks