Mathias Richling Deutschland to go

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Inhaltsangabe zu „Deutschland to go“ von Mathias Richling

Dem Wutbürger wird einiges geboten in unserem Land: Vetternwirtschaft, Inkompetenz, Verfassungsverstöße ohne Ende. Doch es tut sich was! Streitlustig und pointiert seziert Mathias Richling unsere Gegenwart und wagt einen Ausblick in die Zukunft. Mathias Richling kennt sich aus mit den Schwachstellen unseres Staats. Das Problem: Es werden immer mehr. In der Ära Merkel ist der Bürger endgültig zum Missbrauchsopfer degradiert worden. Steuerverschwendung und Wählerbetrug zählen längst zur Routine, Korruption und Sozialabbau sind salonfähig, Menschen wie Niebel, Pofalla, Ernst oder Nahles drängen zum Amt, obwohl man sie amtlich verbieten sollte. Um Recht, Moral und Verlässlichkeit scheren sich Banken, Kirchen und Parteien nur noch gelegentlich. Aber: Je mehr das gemeine Volk und die selbstherrlichen Führungseliten auseinanderklaffen, desto mehr entwickelt sich eine neue, selbstbewusste Öffentlichkeit und sucht sich neue Wege in die Politik. Deutschland heute: zum Lachen oder zum Weinen? „Kaum einer packt so viele Erkenntnisse in gigantische Wortstrudel wie Richling. Seine Texte sind brillant und hintergründig.“ Süddeutsche Zeitung

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  • Rezension zu "Deutschland to go" von Mathias Richling

    Deutschland to go
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    12. November 2012 um 11:48

    Bringt der Deutsche wirklich alles fertig? Und wenn ja, was genau? Das sind nur einige Fragen, die Richling durchaus auch mal ungefragt im Buch beantwortet. „Der Deutsche bringt alles fertig“, wer Richling kennt, der weiß genau, dass dieser Satz soweit weg von pathetischen Worten ist wie der Nord- vom Südpol. Auf jeden Fall schon mal macht der Deutsche unter andrem, „Raucher zu Asche“, das aber fast nebenbei, auch wenn dieses Kapitel allein von den sprachlichen Ausdrucksmöglichkeiten Richlings nicht versäumt werden sollte. Aber zurück zu dem, was die Deutschen alles fertig bringen. Sie bringen es durchaus fertig, die Demokratie zu nutzen. Langsam. Bei allen Unwägbarkeiten und bei allem auch Ausnutzen der Demokratie. Der Deutsche, einmal in Spur, „zieht durch“. Man kann mit ihm alles machen, „zur Not auch die Demokratie“. Und das meint Richling durchaus als Hoffnungsschimmer in all dem Gewächs und Geflecht aus Eigeninteressen, finanziellen Vorteilen und Gier. Wobei, in der heutigen Zeit, aktuelle Themen sich doch rasch überholen. Die Einschübe zu Christian Wulff, die Richling durchaus noch süffisant nutzt, sind eben doch nicht tagesaktuell oder von breiterem Interesse mittlerweile. Wohl aber das, was Richling im Kern mit seinen vielfachen Themen, meist gelungenen Beispielen und Satiren, versucht, grundlegend zu vermitteln. Dass so langsam einfach mal (wieder) Schluss damit sein sollte, „die da“ (oben oder wo die sind), einfach mal machen zu lassen. Wie am Fall Wulff, aber auch so manchen anderen deutlich wird, man schaut „denen da oben“ auf die Finger, man schreckt nicht zurück, man wendet sich nicht angeödet ab. Auf gar keinen Fall Richling, der schaut ganz genau hin. Sei es bei Altkanzlers Schröders Besuch im Iran, den dieser als „rein privat“ gekennzeichnet hat. Zufassend stellt Richling dem die ehemals beständigen Äußerungen Leni Riefenstahls gegenüber, die habe auch „nur Fotos“ gemacht. War Schröder kurzzeitig die „Leni von Ahmadinedschad? Ohne Kamera, dafür mit vielen Negativen“? Eine Spur, der Richling natürlich umgehend weiter nachgeht. Ebenso, wie er die offiziellen Statements der SPD mit jenen Tageskalendersprüchen vergleicht, die man doch jeden Tag einfach nur abreißt und wegwirft. So legt Richling den Finger auf eine Vielzahl von Wunden, was das poltische Deutschland angeht, lässt aber auch Möglichkeiten und konstruktive Ansätze zur „Demokratie“ von Volksseite aus nicht außer acht. Im Stil bekannt, in Buchform in guter Weise aber zu einer mehr verweilenden Lektüre einladend als die doch manches Mal in Sprache und Gestus rasanten, fast hektischen Auftritte auf Bühne und Fernsehen. Mit Beobachtungen, Gedanken, Bissigkeiten und Seitenhieben, die als hochwertige Satire vor Augen treten. Nicht alles auf gleich hohem Niveau, nicht alles vollständig überzeugend, im gesamten aber eine durchaus gelungene politisch-satirische Lektüre.

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