Mathias Wünsche Kölner Schatten

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Inhaltsangabe zu „Kölner Schatten“ von Mathias Wünsche

Als die fünfzehnjährige Schülerin Leonie spurlos verschwindet, macht sich die junge Lehrerin Marie auf die Suche nach dem Mädchen. Dabei wird sie nicht nur von den schmerzhaften Erinnerungen an ihre eigene Kindheit, sondern auch von einem Schatten verfolgt. Das unheimliche Phantom gibt vor, Marie zu beschützen. Und ist bereit, dafür zu töten.

Wunderbarer Thriller, der einem atemlos mitfiebern lässt!

— astamic

Buch mit Tiefgang! Ausgefeilte Charaktere! Psycho-Studie mit Fachwissen! Beklemmend aber packend - konnte das Buch nicht aus der Hand legen!

— MichaelBuchwurm

Belangloser, klischeebeladener Mumpitz.

— JimmySalaryman

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  • Bemüht.

    Kölner Schatten

    JimmySalaryman

    12. May 2014 um 15:51

    Tjo, Deutschland und seine Krimis. Vor allem die mit angeblichen Lokalkolorit. Die sind echt zum Erbrechen. Sämtliche Klischees werden hier durchlaufen, alle Protagonisten wurden dank Küchenpsychologie schön zusammengebastelt, das ist wie eine Folge Tatort, und genauso spannend wie ein eingeschlafener Fuß. Sprachlich bestenfalls bemüht ist das alles, und nach 50 Seiten fragt man sich auch nicht mehr, warum man noch mal gleich eine so hohe Meinung von Elmore Leonard oder Pete Dexter hatte.

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  • Schatten in Köln......

    Kölner Schatten

    LucyCrime

    16. March 2014 um 19:33

    Das Buch liest sich flüssig. Den Schreibstil habe ich szenisch empfunden, womit ich sagen will, dass man sich als Leser in die jeweilige Handlung hineintransportiert fühlt. Dabei wird ohne Umschweife, manchmal stakkatoartig, gerade wie Marie sich zu fühlen scheint, erzählt. Verzweifelt, unsicher, verwirrt. Natürlich erzählt der Autor nicht verwirrt, aber faszinierenderweise passt er sich stilistisch der unsteten Gefühlswelt von Marie Fredehoff an. Hier zeigt sich Können, Figur und Schreibstil zu vereinen. Marie Fredehoff, die Hauptprotagonistin, bleibt im Gedächtnis. Insofern ist sie stark ausgearbeitet. Der Leser will wissen, was Marie für ein Mensch ist. Verbirgt sie etwas? Falls ja, was? Warum hilft sie ihrer Schülerin Leonie nicht? Kann sie oder will sie nicht? Ist es zu spät? Leonie ist auf einmal verschwunden. Marie begibt sich auf die Suche. Doch warum ist ein steter Schatten in Maries Nähe? Ganz langsam entblättert sich Maries Leben. Auch andere Charaktere zeigen das Talent des Autors, die verschiedensten Psychen einer menschlichen Seele darzustellen. Es wird also durch die unterschiedlichen Figuren, die durch ihre vertrackte Seelenwelt polarisieren keineswegs langweilig. Der Autor Mathias Wünsche hat viele Fährten ausgelegt. Dann hat er den Spannungsfaden gezündet und der Leser brennt lichterloh. Im Schatten des Geschichtenfeuers darf der Leser ganz langsam hinter das Geheimnis von allem kommen.    

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  • Packender Krimi mit Tiefgang

    Kölner Schatten

    PhoenixDecay

    05. March 2014 um 17:07

    Mathias Wünsche's Kölner Schatten ist ein spannender Krimi und beeindruckendes Psychogramm. Er packt den Leser und zerrt ihn in die Welt von Charakteren, die ein wenig mehr getrieben zu sein scheinen, als andere. In die Welt von Menschen wie Marie, die so nicht immer konform handeln und in der Folge missverstanden werden. Wir nennen sie aufgrund ihres Verhaltens krank, aber sie selbst haben einfach keine Wahl. Im Laufe der Handlung summieren sich all diese kleinen und größeren Konflikte, werfen tiefere Schatten und kulminieren auf dramatische Art und Weise, bis wir uns am Ende fragen, was überhaut noch normal ist. »Nein, er lässt ihn nicht zu, den Gedanken, dass sein Vorhaben verwerflich oder gar unmoralisch sein könnte. Es ist ganz einfach: Es muss es tun und darf sich dabei nicht erwischen lassen − das allein sind die Spielregeln. Friss oder stirb.« Der Autor muss Kinofan sein: Er entwickelt die Geschichte in zum Teil filmischen Bilder, manches Kapitel, manche Szene wirkt schnell geschnitten. Der Ablauf ist überwiegend handlungsgetrieben, wie in jedem guten Krimi strebt der Leser nach einer Auflösung der Geschichte. Trotzdem ist es bemerkenswert, dass es im Nachhinein die Charaktere sind, die bleiben. Ihr Innenleben wird sehr klar und dies bewirkt Wünsche mit einem durchaus konsequenten Mittel: Die Charaktere rechtfertigen, erklären ihr Verhalten durch innere Monologe. Sie erklären sich selbst und damit dem Leser. Innere Konflikte werden dadurch ungefiltert weitergegeben und geben uns einen lebhaften Einblick in die Entscheidungsfindung und den Charakter der Figuren. Diese bleiben so immer glaubhaft, hineinversetz- und nachvollziehbar. Dies alles schafft Wünsche, ohne Tempo aus dem Schreibstil zu nehmen. Der Leser fühlt immer die Hastigkeit, die Rastlosigkeit, die vermittelte Atmosphäre ist stets stilsicher. Er fühlt regelrecht, wie sehr die Figuren sich nach innerem Frieden verzehren. »Du lässt mir keine Wahl. Ich habe dir ein mehr als großzügiges Angebot gemacht, aber du willst es ja nicht annehmen. So zwingst du mich, zu anderen Mitteln zu greifen.« Ein einziges Problem hatte ich, kann es aber schwerlich dem Werk oder dem Autor zuschreiben. Im Gegenteil ist es eher als Stärke anzusehen. Durch persönliche Seh- und Lesegewohnheiten fiel es mir durch die tiefe und lebhafte Charakterzeichnung äußerst schwer Marie loszulassen. Ich wollte länger bei ihr verweilen, mehr über ihr Leben erfahren. Die Lektüre war mir einfach zu kurz. Aber auch das ist konsequent, bedenkt man das Thema des Werks. Bedenkt man die Figuren, die möglichst schnell versuchen, ihr Ziel zu erreichen, ihr Leid zu stoppen. Es ist durchaus auch ein Verdienst, dass der Eindruck entsteht, die Grenze zwischen krank dargestellten und normal wirkende Figuren verschwimme zunehmend. Die beobachtbaren Parallelen stellen gar uns, dem Leser − den normalsten Menschen auf der Welt − die Frage, was denn eigentlich uns selbst motiviert und antreibt. Das Schöne an Kölner Schatten ist dann auch, dass wir dies alles auch ganz direkt an uns selbst miterleben können. Denn wer das Buch einmal in der Hand hatte, wird selbst zum Getriebenen, der erst wieder loslassen kann, wenn die letzte Seite Frieden bringt.

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