Matias Faldbakken

 4 Sterne bei 300 Bewertungen
Autor von The Cocka Hola Company, Macht und Rebel und weiteren Büchern.

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The Hills
 (3)
Neu erschienen am 10.09.2018 als Hardcover bei Heyne.
The Hills: Roman
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Neu erschienen am 10.09.2018 als E-Book bei Heyne Verlag.

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Matias FaldbakkenThe Cocka Hola Company
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The Cocka Hola Company
The Cocka Hola Company
 (144)
Erschienen am 01.04.2005
Matias FaldbakkenMacht und Rebel
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Macht und Rebel
Macht und Rebel
 (94)
Erschienen am 02.05.2007
Matias FaldbakkenUnfun
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Unfun
Unfun
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Erschienen am 12.07.2010
Matias FaldbakkenThe Hills
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The Hills
The Hills
 (3)
Erschienen am 10.09.2018
Matias FaldbakkenThe Hills: Roman
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The Hills: Roman
The Hills: Roman
 (3)
Erschienen am 10.09.2018
Matias FaldbakkenThe Cocka Hola Company: Roman
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The Cocka Hola Company: Roman
The Cocka Hola Company: Roman
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Erschienen am 08.07.2013
Matias FaldbakkenMacht und Rebel: Roman
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Macht und Rebel: Roman
Macht und Rebel: Roman
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Erschienen am 08.07.2013
Matias FaldbakkenThe Cocka Hola Company
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The Cocka Hola Company
The Cocka Hola Company
 (4)
Erschienen am 22.09.2005

Neue Rezensionen zu Matias Faldbakken

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Rezension zu "The Hills: Roman" von Matias Faldbakken

Besteigung des Abgrunds
losgelesenvor 13 Tagen

„The Hills“ aus dem Verlag Heyne Encore lautet der Titel des neuen Romans von Matias Faldbakken, der 2003 mit „The Cocka Hola Company“ einen überraschenden und nachhaltig beeindruckenden Debütroman geschrieben hat. Zehn Jahre nach seinem letzten Roman lädt Faldbakken den Leser in ein Restaurant namens „The Hills“ ein.

Hauptfigur des Romans ist der auf Stil achtende und möglichst betont unauffällig bleibende Kellner des Restaurants. Er sehnt sich nach vergangenen Zeiten, in denen die Geschehnisse in der Welt noch ruhiger und gesitteter abliefen. Daher fühlt er sich in dem Restaurant auch so sichtlich wohl, denn hier hat er einen Rückzugsort für sein inneres Gleichgewicht. Faldbakken beschreibt das Restaurant als einen in sich ruhenden Mikrokosmos, in dem der Kellner schützend umhüllt ist. Schnell ist der Leser dabei eng mit dem Kellner verbunden und schaut ihm bei seiner Arbeit, seinem Leben, nahezu über die Schulter. Gemeinsam werden die Gäste beobachtet und alles Wissenswerte über sie nahezu aufgesaugt. Allerdings bekommt der perfekte Kokon des Kellners Risse als eine unbekannte Frau das Restaurant betritt. Der Alltag des Kellners in dem Restaurant gerät ins Wanken und zieht den Kellner in einem Strudel geradezu mit. Auch für den Leser wird dadurch die wärmende Decke des Wohlgefühls weggezogen und das kalte Unbehagen kriecht darunter.

Faldbakken erzählt mit „The Hills“ einen leisen, aber sehr intensiven Roman und lässt dabei eine vordergründig behagliche Erzählatmosphäre entstehen, die er aber nach und nach aufbricht. Wie der Kellner blickt der Autor dabei in die Seele der Menschen und erweist sich als ein feinsinniger Beobachter, der die Geschehnisse und Verflechtungen der menschlichen Abgründe virtuos in Sprache umsetzt. So ist „The Hills“ wertvolle und lesenswerte Literatur!

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Rezension zu "The Hills" von Matias Faldbakken

Begeisterung auf leisen Sohlen
Jetztkochtsievor 25 Tagen

Bereits vor einiger Zeit durfte ich von Matias Faldbakken "The Hills" lesen und jetzt endlich ist das Buch auch im Heyne Encore Verlag erschienen und ich darf es besprechen.

Faldbakken ist kein neuer Autor, "The Cocka Hola Company" hat mich vor Jahren bereits ziemlich begeistert und so war ich sehr froh und gespannt in sein neues Werk reinlesen zu dürfen.

Vorab, es ist etwas ganz anderes, als seine bisherigen Bücher "The Cocka Hola Company" oder "Unfun". Es ist viel leiser, viel ruhiger und weniger provokant, erwachsener würde ich gern sagen und verbiete es mir im gleichen Atemzug, da das unfair den anderen Büchern gegenüber wäre. Seinem Thema der Gesellschaft und ihren Abgründen bleibt er jedoch treu.

"The Hills" spielt im Restaurant "The Hills" und schildert den Alltag eines Kellners, dessen sehr strukturierte und nach besonderen Regeln funktionierende Welt, sich ändert und zeigt die Probleme auf, die mit Veränderungen dieser Art einhergehen. Faldbakken zeigt sich dabei als scharfer Beobachter und bissiger Erzähler.

Waren seine ersten Bücher derb und direkt, ist "The Hills" hier das genaue Gegenteil, er drückt sich gewählt aus, legt Wert auf Normen, Verhaltensweisen, Anstand. Sein Kellner ist einer der alten Schule, der auf Regelmäßigkeiten und die kleinen Dinge achtet. Der stolz auf seine Arbeit ist und sie mit Hingabe und Ehrerbietung seinen Gästen gegenüber ausübt. Er wahrt Distanz und weiß doch über jeden Gast Bescheid und wenn nicht, holt er sich die fehlende Information bei der Bardame. Dabei ist er nostalgisch, fühlt sich von der Zeit überholt und doch irgendwie in ihre gefangen. Er ist ein Relikt würde man woll sagen. Während Faldbakken diese Tage des Kellners schildert und mit leisen Worten viel erzählt, ohne eigentlich eine Geschichte zu berichten, schaut man zu, fühlt sich ein wenig voyeuristisch und beginnt für diesen Kellner Gefühle zu entwickeln, man leidet mit ihm, wenn der Gast auf sein Handy starrt oder seinen leisen Fingerzeig ignoriert.

Ich habe einen Großteil des Buches in der Sauna auf einer Liegemuschel liegend gelesen, ein fantastischer Ort, um zwischen halb geschlossenen Lidern Menschen zu beobachten, fast so gut, wie ein Restaurant, bei mir paßte also die Leseatmosphäre sehr gut, zum Gelesenen. Daher war ich nicht, wie sonst häufig ungeduldig, weil die Erzählung lange braucht, bis sie in Gang gerät, sondern habe mich an ihr erfreut und jede Seite genossen.

Unser Kellner macht sich Gedanken zu seinen Gästen, bekommt Besuch von seinem etwas frechen Freund und die junge Frau, die alles in Frage stellt und alles in Bewegung setzt, der es sogar gelingt ein wenig der Ruhe und Gelassenheit, die er sonst ausstrahlt zu verschieben.

Das Buch hat mich aufgrund seiner Kunst der Worte wirklich begeistert. Ich lese ja gerne Dinge, die keinen Anfang und kein Ende haben und eher sprachlich anspruchsvoll sind. Für mich geht es nicht um die Geschichte, sondern um den geschrieben Text. Hier ist dieser herausragend gut und ich bin wirklich sehr verwundert, bislang noch nicht wirklich eine begeisterte Rezension auf den großen Portalen gelesen zu haben, denn dies ist ein literarisches Comeback, das es sich zu feiern lohnt.

Gerade weil dieses Buch so anders ist, als seine Vorherigen und so einen ganz krassen Gegensatz darstellt, sowohl stilistisch, als auch optisch, würde ich es allen seinen Fans empfehlen. Das war mal so richtig gute Unterhaltung!

Und jetzt würde ich gerne im "The Hills" speisen, mit Edgar und Anna und irgendwie auch dem Schwein am Tisch, aus Gründen der Unterhaltung... unser Kellner würde bedienen, ein nicht gut poliertes Besteck austauschen, mir die Zeitung reichen, mit der ich rascheln würde und mir wohlwollend zunicken, wenn ich mich an die Regeln des Bestellens halte. Hach das wäre fein.

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Rezension zu "Macht und Rebel" von Matias Faldbakken

Macht und Rebel von Matias Faldbakken.
Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren

Macht und Rebel sind zwei Männer, die eines gemeinsam haben, sie begehren junge Mädchen, oder auch pre-teens. Durch Zufall führt sie das Problem-Kind-Schwesternpaar Thong und Thong Jr. zusammen. Aus Rebels Hass auf seinen Arbeitgeber und Markenpirat Fatty wird schnell der Plan diesen sozial zu zerstören, nebenbei will Macht auch noch den Ruf der Firma T.S.I.V.A.G. aufpolieren, die als judenfeindlich verschrien ist.

Ist dieses Buch nun genial oder geschmacklos?! Ich bin da hin und her gerissen. Denn eines ist klar, wenn ein Roman zu meiner “Lesen ist hardcore!” Aktion passt, wie die Faust aufs Auge, dann ist es genau dieser hier. Ich scheine kein so glückliches Händchen gehabt zu haben, bei der Buchauswahl bisher. Zwei mal hintereinander habe ich nun aus Versehen zu einem Buch gegriffen, das sexuelle Perversion zelebriert und bei dem mir gegen Ende hin nur noch übel wurde.

Wer darüber nachdenkt Faldbakken zu lesen, sollte erst einmal zu YouTube rüber schlendern und sich ein paar Interviews mit dem Herrn bildender Künstler goes Schriftsteller anschauen. So kriegt man vor dem Lesen nämlich die, meiner Meinung nach höchst wichtige Info, dass seine Romane alle mit einem Augenzwinkern verfasst sind – auch wenn das oft nicht auffällt. Matias Faldbakken will provozieren und das tut er in diesem Roman zu genüge.

Während Palahniuk den Leser schokiert indem er sich seitenlang über Masturbationsverletzungen auslässt, geht Faldbakken gleich zu Beginn seines Romans in die vollen. Auf der ersten Seite nämlich kauft Hauptfigur Rebel eine Salatgurke, und Du ahnst es schon, diese Gurke wird nie zu Salat verarbeitet werden. An dieser Stelle werden wohl die meisten das Buch weg legen und das sicher zu recht. Denn auf den folgenden Seiten und in den folgenden Kapiteln vergrault der Autor den Leser mit angewandter Pädophilie und Nazismus in Form von Hitler-Reden und Nazi-Symbolen.

Starker Tobak erstmal, und ich weiß genau Faldbakken meint das nicht ernst. Ich weiß genau, dass es symbolisch gemeint ist und der Autor in Wirklichkeit eine bitterböse Satire auf die Skandinavische Unternehmenspolitik verfasst hat. Ich weiß das alles, aber Spaß das Buch zu lesen macht es trotzdem keinen. Denn es gibt Dinge, über die kann ich einfach nicht lachen. Ein ganz minimaler Kritikpunkt im Angesicht der kontroversen Buchthemen wäre da die etwas öde Handlung. Faldbakken provoziert zwar viel, aber es geht größtenteils doch um Markenpiraterie und Unternehmenspolitik und das langweilte mich oft so sehr, dass ich lieber was anderes gelesen habe.

Nachdem ich Dir dieses Buch nun über viele Absätze madig gemacht habe muss ich noch kurz eine Lanze brechen für den dritten Roman der Skandinavische Misanthropie Trilogie Unfun. Das ist ein Buch in dem deutlich wird, dass Faldbakken scherzt, ein Buch das einen linearen Plot hat und für die extremere Leserin ein wahres Vergnügen sein kann. “Macht und Rebel” gibt das nicht her, ich werde es nie wieder lesen wollen und Du solltest es Dir auch ersparen – extreme Literatur mit Schockeffekt in allen Ehren, aber dieses Buch geht für mich einen Schritt zu weit.

Bei Buchthemen wie Pädophilie und Nazismus, und das keinesfalls kritisch betrachtend, würde ich niemandem empfehlen diesen Roman zu lesen. ‘Tongue-in-cheek’ hat seine Grenzen, in “Macht und Rebel” sind diese erreicht.

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