Matias Faldbakken Unfun

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Inhaltsangabe zu „Unfun“ von Matias Faldbakken

Das grandiose Finale der Trilogie"Unfun" erzählt von den letzten Tagen einer Gruppe von Menschen, die man früher einmal Familie genannt hat. Faldbakken zeichnet das Bild einer Gesellschaft, in der Realität und Illusion, Sex und Liebe, Individualität und Massenkonsum nicht mehr zu unterscheiden sind.

Fand ich nicht so gut... hab ich leider abgebrochen. Vllt lese ich es noch fertig irgendwann :/

— fc1406
fc1406

Wie gewohnter ein schön provokativer Faldbakken, kommt jedoch nicht an Macht und Rebel heran.

— KayaKoschka
KayaKoschka

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  • Unfun von Matias Faldbakken.

    Unfun
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    31. March 2013 um 04:01

    In diesem Roman geht es um Lucy und ihre Familie, bestehend aus ihrem Ex-Mann Slaktus und ihren beiden Zwillingssöhnen Atal und Wataman. Slaktus will Regisseur werden, doch leider ist seine Splatter-Film Idee gescheitert. Einen Lichtblick gibt es doch, denn nun soll aus der Geschichte um einen afrikanischen Straßenarbeiter in Paris ein Ego-Shooter werden. Matias Faldbakken ist extrem, aber so extrem nun auch wieder nicht. Er nimmt kein Blatt vor den Mund und dieses Buch ist ungewöhnlich gut geschrieben, wenn man bedenkt dass es sich hier um einen Splatter-Punk Roman handelt (wobei mir dieses Genre als Buch um einiges lieber ist, als in Film-Version.) Kurz zum Genre; Splatter-Punk sind Romane oder Filme, in denen ein Psychopath o.ä. frei herum läuft und wahllos Leute abschlachtet. Meistens enden diese Bücher/Filme damit, dass der Aggressor zur Strecke gebracht wird, und zwar durch das so genannte “Final Girl”, ein prüdes, verkopftes Mädchen, welches durch seine Abneigung für Sex, Rausch etc. für den psychopathischen Killer unangreifbar wird. Ich habe manchmal so meine Merkwürdigkeiten, wenn es darum geht mal Genre-technisch auszubrechen und dazu zähle ich definitiv dieses Buch. Es hat mir sehr gut gefallen, gerade weil es so krass ist, und war ungewöhnlich eingängig, aber nur sowas lesen, das möchte ich auf gar keinen Fall. Ich mag den Humor, dessen Faldbakken sich hier bedient, der wohl nicht von jedem Leser direkt als witzig eingestuft werden wird, da er sich größten Teils über die Verquertheit der Charaktere äußert. Faldbakkens Hauptfiguren sind zu schräg um wahr zu sein, bzw. gnadenlos überzeichnet, und das macht sie zugleich urkomisch. Was an diesem Buch so revolutionär sein soll, weiß ich nun nicht – mir hat es einfach Spaß gemacht, mal was zu lesen, dass die Grenzen meines literarischen Fassungsvermögen sprengt. Und ich werde sicher noch die ersten beiden Teile der Trilogie über die “Skandinavische Misanthropie” von Matias Faldbakken lesen – aber nicht bevor ich mich ausreichend von diesem Buch erholt habe. Meine Empfehlung geht an alle Final Girls und Boys da draußen. Leser mit starkem Magen und rabenschwarzem Humor.

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  • Rezension zu "Unfun" von Matias Faldbakken

    Unfun
    JimmySalaryman

    JimmySalaryman

    03. January 2012 um 10:48

    Ja, nee. So wird das nix. Das Finale seiner skandinavischen Misantrophie Trilogie hat der gute Matias aber kräftig in den Sand gesetzt. Was bei den beiden Vorgängern locker flockig und kess rüberkam, ist heuer nur noch gewürgt und hölzern. Postmoderndes Zitatgewichse (was an sich okay ist) und ein hauchdünner Plot wären nicht das Schlimmste, wenn die Charaktere irgendwie echt und vorhanden wären. Sind sie aber nicht. Schade, ich für meinen Teil war derbe enttäuscht.

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  • Rezension zu "Unfun" von Matias Faldbakken

    Unfun
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    07. June 2011 um 17:14

    In diesem Roman geht es um Lucy und ihre Familie, bestehend aus ihrem Ex-Mann Slaktus und ihren beiden Zwillingssöhnen Atal und Wataman. Slaktus will Regisseur werden, doch leider ist seine Splatter-Film Idee gescheitert. Einen Lichtblick gibt es doch, denn nun soll aus der Geschichte um einen afrikanischen Straßenarbeiter in Paris ein Ego-Shooter werden. Matias Faldbakken ist extrem, aber so extrem nun auch wieder nicht. Er nimmt kein Blatt vor den Mund und dieses Buch ist ungewöhnlich gut geschrieben, wenn man bedenkt dass es sich hier um einen Splatter-Punk Roman handelt (wobei mir dieses Genre als Buch um einiges lieber ist, als in Film-Version) Kurz zum Genre; Splatter-Punk sind Romane oder Filme, in denen ein Psychopath o.ä. frei herum läuft und wahllos Leute abschlachtet. Meistens enden diese Bücher/Filme damit, dass der Aggressor zur Strecke gebracht wird, und zwar durch das so genannte „Final Girl“, ein prüdes, verkopftes Mädchen, welches durch seine Abneigung für Sex, Rausch etc. für den psychopathischen Killer unangreifbar wird. Ich habe manchmal so meine Merkwürdigkeiten, wenn es darum geht mal Genre-technisch auszubrechen und dazu zähle ich definitiv dieses Buch. Es hat mir sehr gut gefallen, gerade weil es so krass ist, und war ungewöhnlich eingängig, aber nur sowas lesen, das möchte ich auf gar keinen Fall. Ich mag den Humor, dessen Faldbakken sich hier bedient, der wohl nicht von jedem Leser direkt als witzig eingestuft werden wird, da er sich größten Teils über die Verquertheit der Charaktere äußert. Faldbakkens Hauptfiguren sind zu schräg um wahr zu sein, bzw. gnadenlos überzeichnet, und das macht sie zugleich urkomisch. Was an diesem Buch so revolutionär sein soll, weiß ich nun nicht – mir hat es einfach Spaß gemacht, mal was zu lesen, dass die Grenzen meines literarischen Fassungsvermögen sprengt. Und ich werde sicher noch die ersten beiden Teile der Trilogie über die „Skandinavische Misanthropie“ von Matias Faldbakken lesen – aber nicht bevor ich mich ausreichend von diesem Buch erholt habe Meine Empfehlung geht an alle Final Girls und Boys da draußen. Leser mit starkem Magen und rabenschwarzem Humor.

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  • Rezension zu "Unfun" von Matias Faldbakken

    Unfun
    remusarkin

    remusarkin

    25. September 2009 um 10:12

    Das Dritte von Faldbakken - und es reiht sich nahtlos an die Vorgänger an! Ein Fest , GEwalt, gespickt mit Zynik und einer enormen Ablehnungshaltung gegen den Rest der Welt. Ich fand auch "Unfun" wieder ein super Buch für Misanthropische Stunden!

  • Rezension zu "Unfun" von Matias Faldbakken

    Unfun
    antirauschen

    antirauschen

    23. March 2009 um 14:42

    «Hahahahahahaaaa!!» (Es wird sehr viel gelacht.)

  • Rezension zu "Unfun" von Matias Faldbakken

    Unfun
    deSaintSavin

    deSaintSavin

    22. March 2009 um 11:11

    Irgendwie wollte das neuste Buch von Faldbakken bei mir nicht so recht zünden wie die zwei Vorgänger-Romane. Keine Ahnung warum. Nichtsdestotrotz ein brillanter Roman. Nur schön langsam fällt mir auf dass in sehr vielen Romanen, Katzen als billiges Stilmittel herhalten müssen. (bei Houellebecq war das ja auch schon so...) Das ist schon etwas abgelutscht. Keine Ahnung warum die Tötung von Stubentigern bei so vielen Autoren so beliebt ist. :D

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  • Rezension zu "Unfun" von Matias Faldbakken

    Unfun
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    02. March 2009 um 21:03

    „Ich bin Anarchistin, und um weiterhin Anarchistin zu bleiben, muss ich meine Angehörigen loswerden. Wenn ich die Konsequenzen aus meiner Verachtung, die ich gegenüber dem Leben empfinde, ziehen will, muss ich mich mit meinen Angehörigen konfrontieren. Wenn mein Leben eine Art Rendering ist, so geht dieses Rendering im Moment ziemlich durcheinander; aus meinen Ideen werden Fakten. So ist es, wenn das Böse sich einnistet, wie sie im Splattergenre sagen. Jetzt wird´s episch.“ . Skandinavische Misanthropie, die Dritte. Matias Faldbakken schließt seine grelle Skandal Trilogie ab und straft jene lügend, die spekulierten, das Thema Provokation wäre mit den Vorgängern „The Cocka Hola Company“ und „Macht und Rebel“ bereits ausgereizt. Klappt man das Buch zu, fühlt man sich ganz so, als wäre man gerade auf einem derangierten Wanderzirkus aus der Menschenverachtungsachterbahn gefallen, taumelnd und mit einem bitteren Gefühl auf der Zunge blickt man auf den Sumpf zurück, durch den man eben watete... und kann einfach nicht anders, als über beide Ohren zu strahlen. . Ein seltsames Paar: Slaktus ist ein durchtrainierter Soziopath mit einem Faible für Splatterfilme und häusliche Gewalt – das erste Exemplar einer neuen Gattung: der Gewaltintelektuelle. Er trägt einen Pony, der ihn dämlich aussehen lässt; und ist außerdem so mit Muskeln übersät, dass niemand es je wagen würde, den Pony zu erwähnen. Seine Frau Lucy entstammt den afrikanischem Ik-Stamm, der „aufgrund seiner Unverschämtheit seiner diebischen Natur und seiner schlechten Manieren vollkommen von der Umwelt abgeschnitten wurde“ und, das ist weitaus charakteristischer für Stammesmitglieder, in Zeiten schlimmster Not, beim Tod von Angehörigen und beim Ertragen von Gewalt… frenetisch zu lachen anfängt. . Slaktus träumt davon, den ultimativen Slasher Film zu drehen. Seine Vision ist ein afrikanischer Straßenarbeiter in Paris, der mit Tinitus, Staublunge und einer überdimensionierten Steinsäge durch unartige Teenies fetzt – „Slave of the system, master of the flesh!“ Die Filmförderung wird ihm versagt, also denkt er um und presst seine gewaltstrotzende Idee in ein anderes Medium: ein First Person Computerspiel namens „Deathbox“. Nicht nur lässt sich ein solches leichter finanzieren, ihm imponiert außerdem die Philosophie des ganzen („dass das Leben im Spiel den unmöglichen Wunsch erfüllte, menschlichen Kontakt durch Abwesenheit von Menschen herzustellen“; „eine Welt, in der Verbalisierung überflüssig war, eine Welt, die zwischen Auge und Hand existierte“). Als er Dan Castellaneta, die berühmte Synchronstimme von Homer Simpson, für „Deathbox“ verpflichten kann und dieser in Skandinavien landet, nimmt langsam aber bestimmt eine tour de force ihren Anlauf, die im Folgenden sämtliche Seiten dieses Romans in Blut und Sperma tränkt. . Von dem bunten Treiben einer Pornofilmtruppe („The Coca Hola Company“), über die braunen Faschismus und strahlenden Kapitalismus vereinende Erfolgsgeschichte zweier Neoanarchisten („Macht und Rebel“), nun also den Begriff „politisch nicht korrekt“ transzendierende PC Spiele, Apartheid neu aufgerollt, ermordete Haustiere und verprügelte Frauen, welche Hiebe mit Lachen erwidern: Fürwahr, das ist garantiert nichts für die Zarten unter den Harten! Doch Faldbakken ist viel zu smart, um sich allein auf den schwindelerregenden Effekt aus der das-darf-man-nicht-Kiste zu verlassen, er spinnt ein kulturkritisches Netz, wie es Endzeitpropheten wie Chuck Palahniuk in nichts nachsteht. Rotzfrech und gallig bis zur Schmerzgrenze, nimmt einen dieser Roman gefangen und selbst wenn er qualitativ dezent hinter den Vorgängern zurücksteht, ist auch der Abschluss dieser Trilogie ein Fest des schlechten Geschmacks. Erwähnte ich schon, dass das Buch aus der Perspektive einer Frau geschrieben ist? Alles klar. Abgründig böse und verflucht weise: Popliteratur, friss das. . „[Sex] Die wenigen Sekunden oder Minuten, in denen die Impulse zwischen glatter Muskulatur und zentralem Nervensystem den Drang des Gehirns nach der Beschäftigung mit praktischen Fragen abschalten, sind vielleicht keine Sekunden oder Minuten reeller Freiheit, aber Sekunden oder Minuten, in denen man zur Abwechslung mal nicht an das Verhältnis zwischen Dingen, Geld und Bedürfnissen denken muss.“ Matias Faldbakken, Unfun.

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