Gewöhnungsbedürftiger Schreibstil, aber grandiose Story.
Inhalt: Ottavia und ihr Mann haben es sich mit ihrer Nichte in Toronto eingerichtet und sind zufriedne. Bis sie Besuch vom betagten Ehepaar Simons bekommen, welche die beiden mit einer unglaublichen Suche beauftragen.
Die Suche nach den sterblichen Überresten von Jesus von Nazaret führt sie zunächst sehr tief in die kirchliche Geschichte. Danach in die Mongolei, nach Istanbul und am Ende nach Israel und dort direkt in den Berg Meron, wo sie neun mörderische Prüfungen bestehen müsssen. – Am Ende steht ein Fund, den es eigentlich nicht geben kann.
Fazit: Dick und rot. Mit einem schlichten, aber eindrucksvollem Cover, lag das buch schwer, fast unhandlich in meiner Hand. Es stammt aus dem Jahr 2017 und der Bestandteile „Jesus“ im Titel, ist eigentlich wei gemacht für eine kirchliche Verschwörungstheorie. – Der Kirche geht es hier aber nur durch die Hintertür an den Kragen.
Nach einer kurzen, fast philosophischen Einleitung, geht es dann auch direkt Run und irgendwie Schlag auf Schlag. Irgendwie ist alles eins. Man lernt die Protaginistin, ihre Familie und die Situation kennen und gleich wird klar, wo hier das kirchliche Thema liegt und worum es gehen soll.
Schenll wir dklar, dass die Protagonistin keine einfache Person ist. – Das Temperament ist nicht zu leugnen. Dazu noch der schwierige Charakter rund die nicht einfache Lebenssituation ... – Interessant war die Frau in jedem fall auf ihre eigene Art.
Die Handlung war am Anfang ziemlich trocken und ha mich tiefer in Kirchengeschichte eintauchen lassen, als es mir leib war. – ehrlich, ich habe in Erwägung gezogen, die Lektüre abzubrechen, bis es endlich zur Action und damit zum faszinierenden Teil kam.
Aber dann, als endlich die eigentliche such losging, bekam die endlich die erhofften Indianer Jones-Vipes und konnte mich fesseln und bei der Stange halten. – Jetzt war der Stoff os, wie ich ihn mir erhofft hatte.
Das Ende war dann schon wieder ziemlich gigantomanisch. Erst die Tatsache, dass doch noch ein Mitstreiter sein Leben lassen musste, dann das erreichte Ziel und die Ehrfucht, die jeder auf seine Art empfunden haben muss und dann das Rätsel umd ie reiche Familie, der scheinbar die halbe Welt gehörte. Irgendwie hat es sich am Ende wie ein Happy End angefühlt.
Trotzdem das Buch ein wirklich dicker und unbequemer Wälzer war, den man beim Lesen immer und überall irgendwie abstützen musste, um keinen Krampf in der Hand zu bekommen, war die Seitenaufteilung wirklich augenfreundlich und hat ein Dauerlesen ohne Probleme ermöglicht. – Der Schreibstil war am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, aber als ich mich da hineingefunden hatte, war dann alles gut und das Abenteuer konnte losgehen.
In jedem Fall bin ich wesentlich tiefer in Kirchengeschichte eingetaucht, als mir lieb gewesen wäre. – Ich bin ja so schon nicht gläubig und sehe besonders den Vatikan mit wirklich sehr gemischten Gefühlen. In meinen Augen nichts weiter als der superreiche Kopf einer Sekte. Aber was ich hier alles erfahren habe, hat dem Fass noch einmal den Boden ausgeschlagen. So tief habe ich mich noch nie mit Jesus von Nazareth, seiner Familie und seinem Ableben befassen müssen.
Die seltsame Vereinigung, der einer der handelnden Charaktere förmlich entsrpungen zu sein schiehn, war mir neu und ich würde mir ein Buch wünschen, wo es eben nur um diese Vereinigung und ihre Machenschaften ging. – Wenn diese Vereinigung dann vielleicht noch gegen die Kirche sticheln würde.... das wäre dann schon ein sehr spannender Stoff.
Als die Expedition dann endlich richtig los ging, war ich dann auch wirklich komplett gefesselt und konnte kaum noch von dem Buch lassen. Ich hatte ein wirklich spannendes und gewaltiges Kopfkino und habe mich gefühlt, als würde Indianer Jones jeden Moment um die Ecke kommen und die Leute hier erlösen.
Die Prüfungen waren ein Kaliber, was man sich auch erst einmal ausdenken musst. Das konnte sich in jedem Fall sehen lassen und hat mich ziemlich fasziniert.
Ein kirchlicher Verschwörungsthriller der etwas anderen Art. Es braucht etwas, bis es in Gang kommt, aber dann lohnt es sich wirklich!