Mats Olsson Demut

(57)

Lovelybooks Bewertung

  • 54 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 1 Leser
  • 50 Rezensionen
(11)
(18)
(15)
(10)
(3)

Inhaltsangabe zu „Demut“ von Mats Olsson

Das hatte er sich anders vorgestellt: Harry Svensson, Exreporter einer Stockholmer Zeitung und angehender Kneipenwirt, hat sich in Malmö mit einer Weinhändlerin verabredet – doch aus der gemeinsamen Nacht wird nichts. Ulrika Palmgren überlegt es sich im letzten Moment anders und setzt ihn vor die Tür. Statt speziellen Sex gibt‘s ein lädiertes Ego und eine gebrochene Nase. Als er notdürftig verarztet in sein Hotel zurückkehrt, entdeckt er im Nachbarzimmer, dessen Tür lediglich angelehnt ist, den bekannten Blues-Sänger Tommy Sandell, der seinen Rausch ausschläft – neben ihm die Leiche einer Frau. Die Ermittlungen der Polizei in dem Mordfall wollen nicht so recht vorankommen. Nur eins ist sicher: der Musiker war es nicht. Svensson betreibt derweil seine eigenen Recherchen. Als es wenig später in Göteborg zu einem ähnlichen Fall kommt, ist Harry Svensson sich sicher, dass man es mit einem Serienmörder zu tun hat …

leider eher ein Roman als ein Thriller, der mich durch einen interessanten Ermittler und ein spannendes Thema dennoch gut unterhalten konnte

— Schaefche85
Schaefche85

Ich finde den Thriller sehr unterhaltsam. Der Schreibstiel und die Dialoge sind für mich sehr gut. Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen

— ThomasJohann
ThomasJohann

Erst rasant, dann langatmig. Konnte meine Erwartungen nicht erfüllen, obwohl das Buch unterhaltsam ist.

— Losnl
Losnl

Für mich kein „Thriller“, nicht mal ein „Krimi“.

— DianaE
DianaE

Auch wenn mir Demut nicht so gefallen hat, glaube ich die Reihe kann gut werden wenn sich der Fokus mehr auf die Handlung beschränkt.

— HappySteffi
HappySteffi

Solider Krimi mit Luft nach oben...

— skaramel
skaramel

Interessante Geschichte, toller Schreibstill, aber kaum Spannung

— jackiherzi
jackiherzi

Interessantes Thema, allerdings viel zu Ausschweifend.

— tootsy3000
tootsy3000

Spannender Plot, leider nicht gut genutzt und in Langatmigkeit umgesetzt.

— hundeliebhaber
hundeliebhaber

Sehr interessanter Schwedenkrimi, aber sehr ausschweifend und dadurch recht langatmig

— lenisvea
lenisvea

Stöbern in Krimi & Thriller

Die gute Tochter

spannende Geschichte, allerdings etwas zu fad und langgezogen

Anni59

The Girl Before

Eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe ! Die Story hat mich durchweg umgehauen! Spannend bis zum Schluss - Unbedingt lesen !!!!

rosaazuckerwatte

Harte Landung

Schöner Krimi mit ausgesprochen wenig Leichen und Blut!

vronika22

AchtNacht

Ein sehr schön geschriebenes Buch, aber für meinen Geschmack zu stark an "The Purge" angelehnt.

Nadine_Teuber

Targa - Der Moment, bevor du stirbst

Ein wirklich aussergewöhnlicher Thriller!

dreamlady66

Death Call - Er bringt den Tod

Schade, schon zu Ende und jetzt heißt es wieder warten auf das nächste Buch von Chris Carter ...

anie29

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension: Demut

    Demut
    booksand_myrabbits

    booksand_myrabbits

    10. July 2017 um 11:50

                                                   Über das Buch:Titel: DemutAutor: Mats OlssonSeiten: 736Sprache: DeutschVerlag: btb VerlagArt: ThrillerPreis: 14,99€ISBN: 978-3442714643 Inhalt: Das hatte er sich anders vorgestellt: Harry Svensson, Exreporter einer Stockholmer Zeitung und angehender Kneipenwirt, hat sich in Malmö mit einer Weinhändlerin verabredet – doch aus der gemeinsamen Nacht wird nichts. Ulrika Palmgren überlegt es sich im letzten Moment anders und setzt ihn vor die Tür. Statt speziellen Sex gibt‘s ein lädiertes Ego und eine gebrochene Nase. Als er notdürftig verarztet in sein Hotel zurückkehrt, entdeckt er im Nachbarzimmer, dessen Tür lediglich angelehnt ist, den bekannten Blues-Sänger Tommy Sandell, der seinen Rausch ausschläft – neben ihm die Leiche einer Frau. Die Ermittlungen der Polizei in dem Mordfall wollen nicht so recht vorankommen. Nur eins ist sicher: der Musiker war es nicht. Svensson betreibt derweil seine eigenen Recherchen. Als es wenig später in Göteborg zu einem ähnlichen Fall kommt, ist Harry Svensson sich sicher, dass man es mit einem Serienmörder zu tun hat …                                                   Meine Meinung:Das Cover ist mir sofort ins Auge gefallen und hat mich sehr angesprochen.Am Anfang konnte es mich nicht so fesseln, da es mir nicht so gut gefallen hat und es etwas langweilig war.Aber ab der Mitte zirka würde es endlich interessant und ich fand es sehr intessant und wollte wissen wie es weiter geht.Genre Thriller würde auch erst gegen Ende eingehalten, meiner Meinung nach. Ich gebe dem Buch: 4 Sterne

    Mehr
  • nicht wirklich ein Thriller

    Demut
    Schaefche85

    Schaefche85

    08. July 2017 um 23:17

    Harry Svensson hat lange genug als Reporter für eine Stockholmer Zeitung gearbeitet, um die verschiedenen schwedischen Promis zu kennen. Eines Tages findet er in einem Hotel in Malmö zufällig den Blues-Sänger Tommy Sandell tief schlafend neben einer toten Frau. Er findet das zwar eigenartig, aber wirklich auffällig kommt es ihm erst vor, als er kurz darauf in Göteborg über einen äußerst ähnlichen Fall stolpert. Sollte hier ein Serienmörder sein Unwesen treiben?Das Buch liest sich sehr flüssig. Es erzählt die Geschehnisse aus der Sicht von Harry Svensson, was dazu führt, dass man ihn als Leser manchmal schütteln möchte, wenn er Alleingänge unternimmt. Nur ab und zu kommt ein Kapitel aus der Sicht des Mörders, über den man so mit der Zeit zwar einiges erfährt, von dem mir aber lange nicht klar war, wer er ist.Harry Svensson ist als Person wie auch als Ermittler ein sehr angenehmer Zeitgenosse: Entspannt unterwegs arbeitet er dann, wenn ihm ein Thema auffällt, über das er schreiben möchte und hat so die Zeit, sich den Recherchen in diesem Fall zu kümmern. Beeindruckend fand ich, wie viel er dafür durch Schweden und bis nach Dänemark gefahren ist - wobei ich manchmal nicht sicher war, ob die Fahrzeiten so hinkommen können. Aber davon hängt bei dem Fall nichts ab, im Gegenteil: Das Buch spielt über einen längeren Zeitraum (mehrere Monate, fast ein Jahr).Diese lange Zeitspanne führt meiner Meinung nach auch dazu, dass lange nicht wirklich Spannung aufkommt. Vom Stil her ist es fesselnd, es ist interessant, wie sich alles anlässt, aber wirklich Spannung aufgebaut hat sich erst in den letzten ca. 100-150 Seiten. Gerade, wo dieser Thriller 732 Seiten umfasst, ist das schon wenig. Durch die Kombination aus interessantem Thema und sympathischem, cleverem Ermittler hat mich das nicht ganz so sehr gestört, aber wenn man sich auf einen mitreißenden, packenden Thriller freut, kann "Demut" vermutlich auch eine Enttäuschung darstellen.Vom Stil her würde ich Mats Olsson z.B. mit Håkan Nesser in eine Reihe stellen, dessen Bücher oft als "Roman" gekennzeichnet sind, was ihnen deutlich eher gerecht wird. Wesentlich dürfte hierzu beitragen, dass Olsson alle Figuren (ob Hauptcharaktere oder Nebenfiguren) und Schauplätze recht detailliert beschreibt. So kann man als Leser im Kopf wunderbar mitreisen - während der eigentliche Fall kaum ein Stück voran kommt. Wer Schweden und Dänemark mag, bekommt hier eine kleine Reise geboten - wobei ich auch da vermute, dass es Leser gibt, denen die Beschreibungen zu ausführlich sind.Nichtsdestotrotz werde ich die Reihe weiter verfolgen (wobei ich aktuell noch keine Informationen zu einem zweiten Band finden konnte).Fazit: Auch wenn "Demut" sich eher als Roman entpuppt hat, finde ich es gut und für Fans von Håkan Nesser u.ä. empfehlenswert. Allerdings sollte man sich nicht von dem Begriff "Thriller" leiten lassen.---- Start einer Reihe -------

    Mehr
    • 5
  • Demut (Mats Olsson)

    Demut
    PoldisHoerspielseite

    PoldisHoerspielseite

    13. June 2017 um 09:19

    Als der ehemalige Reporter Harry Svensson von einem missglückten Date in sein Hotelzimmer zurückkehren will, entdeckt er im Nebenraum einen bekannten Sänger, der seinen Drogenrausch ausschläft – neben der Leiche einer jungen Frau. Und da die polizeilichen Ermittlungen ziemlich langsam vorangehen, mischt sich Harry selbst ein. Dass dann aber noch eine zweite Leiche gefunden wird und Harry wegen seiner Vorliebe für sadomasochistische Sexualpraktiken ins Fadenkreuz der Polizei, sodass er bald ein sehr persönliches Interesse hat, den Täter zu entlarven...Mit „Demut“ hat Autor Mats Olsson eine neue Thriller-Reihe gestartet, die nicht einen Polizisten als Ermittler hat, sondern einen Reporter. Die Handlung ist im südschwedischen Malmö angesiedelt (nach den vielen aktuellen Krimiveröffentlichungen der letzten Jahre anscheinend eine ziemlich gefährliche Gegend), hat aber nicht sonderlich viel lokalen Bezug und könnte genauso gut in London, München oder Los Angeles angesiedelt sein. Der Autor schwenkt nach einer kurzen Introszene schnell auf den oben beschriebenen Start der Handlung um, verliert dieses Tempo aber immer wieder und hemmt spannende Entwicklungen durch allzu ausführliche Beschreibungen von Nebenarmen. Nicht jeder davon hat einen wichtigen Bezug zum Fall, und eine intensive Stimmung kann er hierdurch leider auch nicht erzeugen. Im Gegenteil, diese sehr eingehenden Beschreibungen sind oft recht farblos und wirken im Gesamtkontext eher störend. Das Konstrukt des Falles ist zwar gelungen, verliert aber so deutlich an Nervenkitzel. Das Einbeziehen des harten Sexuallebens von Harry und dem Täter hat mir jedoch gut gefallen und bringt eine ganz eigene Note mit ein – nicht zuletzt, weil Harry eben selbst plötzlich als Verdächtiger dasteht.Der Roman ist aus der Ich-Perspektive erzählt, was viel unmittelbarer wirkt und dem Leser einen schnellen Zugang zu Harry legt – und zum Mörder, denn einige Szenen werden auch aus seiner Sicht erzählt. Das ist anfangs etwas verwirrend, da man erst später merkt, aus wessen Perspektive gerade berichtet wird, das steigert aber auch den Reiz der Handlung und bringt einige dynamische Wechsel in den sonst eher gradlinigen Ausdruck. Die Charaktere sind recht ausführlich beschrieben und werden mit interessanten Eigenschaften versehen, besonders Harry hat mir mit seiner sarkastischen Art gut gefallen.„Demut“ hat mit einigen Stolpersteinen zu kämpfen, insbesondere die zu lang gezogenen Beschreibungen von Nebensächlichkeiten bringen die Geschichte immer wieder ins Stocken – hier wäre weniger mehr gewesen. Dabei sind die Grundgedanken interessant und werden im letzten Drittel auch gelungen dargestellt, und auch die Einbindung von düsteren Sexualpraktiken bringt eine reizvolle Note mit ein.

    Mehr
  • Langatmig

    Demut
    tigerbea

    tigerbea

    10. May 2017 um 16:05

    Der ehemalige Reporter einer Stockholmer Zeitung, Harry Svensson, verabredet sich in Malmö mit einer Weinhändlerin. Doch die Verabredung verläuft anders, als Harry geplant hat. Die Weinhändlerin verpaßt ihm eine gebrochene Nase. Zurück in seinem Hotel entdeckt Harry, daß die Tür zum Nebenzimmer nur angelehnt ist und entdeckt darin einen bekannten Sänger. Dieser liegt im Alkoholrausch in seinem Bett - neben ihm eine tote Frau. Harry will die Unschuld des Sängers beweisen und recherchiert. Dieses Buch fällt in die Rubrik: Viel erwartet - wenig bekommen. Der Charakter des Harry Svensson hat so dermaßen ungewöhnliche Eigenarten, daß er mir schlichtweg unsympathisch war. Was sich bei mir dann auch immer auf das gesamte Buch auswirkt Dazu ist der Schreibstil sehr langatmig, es wird alles bis ins kleinste Detail beschrieben - so kann man die Seiten gut füllen. Nur leider schläfert diese Methode den Leser ein. Einen Spannungsbogen wird man hier fast vergeblich suchen. Selbst wenn einmal kurz Spannung aufkommt - sie wird sehr schnell zunichte gemacht. Absolut keine Empfehlung!

    Mehr
  • Solide, aber nicht herausragend

    Demut
    Losnl

    Losnl

    23. April 2017 um 09:32

    Den Thriller „ Demut “ von Mats Olsson musste ich unbedingt lesen, weil schon der Titel mich neugierig machte. Was mich dann erwartete war anders, als das was ich bisher kenne.Inhalt:Der ehemalige Journalist Harry Svensson hat sich den Abend anders vorgestellt, statt einer gemeinsamen Nacht mit Ulrika, gibt es ein lädiertes Ego und eine gebrochene Nase. Als er in sein Hotelzimmer zurückkehrt, entdeckt Svensson im Nachbarzimmer den bekannten Sänger Sandell, der seinen Rausch ausschläft – neben ihm die Leiche einer Frau. Wenig später kommt es in Göteborg zu einem ähnlichen Fall und Svensson ist sich sicher, dass man es mit einem Serienmörder zu tun hat.Meinung:Matt Olsson entführt mit seinem Debüt nach Schweden, in die Welt Harry Svensson, der ehemalige Journalist möchte sein Leben umgestalten und sich auf seine eigene Kneipe konzentrieren. Doch nach einem missglücktem Date stolpert er im Hotel über den komatösen Sänger Sandall, der neben sich eine Tote im Bett liegen hat. Die Ereignisse des Einstiegs schreiten sehr zügig voran und wir begleiten Harry als Zeuge. Als ehemaliger Journalist sind seine Instinkte auf eine brisante Story eingestellt und er soll Recht behalten, als wenig später in Göteborg, eine weitere Leiche gefunden wird. Die Polizei tappt im Dunkeln doch eines haben die Opfer gemeinsam, beide Frauen wurden geschlagen und gedemütigt.Matt Olsson setzt in diesem Buch auf ungewöhnliche sexuelle Praktiken, einen sarkastischen Journalisten, der seine Erkenntnisse vor der leitenden Ermittlerin verheimlicht. Denn auch Harry steht auf Frauen, die harten Sex mögen, aber auch von Spanking nicht abgeneigt sind. Diese Tatsache versucht Harry zu verheimlichen, um nicht selbst ins Visier der Ermittlungen zu geraten. Die Geschichte wird zunehmend aus zwei Perspektiven erzählt. Zunächst werden die Ereignisse aus Harrys Sicht geschildert, im weiteren Verlauf, wechselt die Perspektive schließlich und wir bekommen Einsicht in die Gedankenwelt des Mörders. Anfangs irritierten mich diese Perspektivenwechsel, da ich nicht genau nachvollziehen konnte, um wen es sich gerade handelte. Je weiter die Geschichte voranschreitet, desto mehr verliert diese an Fahrt und Spannung. Es folgen explizite, ausschweifende Beschreibungen von Details, die ich persönlich als unnötig empfinde. So zum Beispiel taucht an Harrys Haus, ein mysteriöses Mädchen auf, welches auf Ansprache nicht reagiert, sondern nur beobachtet. Oftmals verschwindet sie ohne ein Wort wieder im Wald, erscheint aber immer wieder am Haus. Diese Szenen sind sehr detailliert beschrieben, doch leider wird dem Mädchen keine besondere Rolle zugeschrieben und irgendwann wird sie auch nicht mehr in die Geschichte involviert. Da frage ich mich, zu welchem Zweck wurde sie überhaupt erwähnt? Die Charaktere sind sehr authentisch und facettenreich dargestellt. Ein jeder hat seine Ecken und Kanten und doch gelingt es dem Leser sehr gut, sich ein Bild und eine Meinung zu den Protagonisten zu bilden. Der Schreibstil ist sehr flüssig und gut nachvollziehbar zu lesen. Dem Autor ist es in einigen wenigen Passagen gelungen, mich an das Buch zu fesseln und mir eine Gänsehaut über den Rücken zu jagen. Dennoch muss ich gestehen, dass mich dieser Thriller nicht komplett überzeugen konnte. Das Buch ist zwar durch den ironischen Harry Svensson als Hauptprotagonisten unheimlich unterhaltsam, aber das finale Ende wirkte auf mich, mehr als konstruiert und kam dadurch sehr unglaubwürdig rüber. In diesem Buch sind viele interessante Ideen und Ansätze vorhanden, deren Potenzial nicht komplett ausgeschöpft wurden, was ich echt Schade finde. Autor:Mats Olsson (geboren 1949) ist einer der bekanntesten Journalisten Schwedens. Er arbeitet als Sportreporter, Musikkritiker und Auslandskorrespondent. Momentan lebt er in New York. Olsson ist vielfach preisgekrönt für seine journalistischen Texte, er ist darüber hinaus der schwedische Übersetzer von Joseph Wambaugh, Robert Caris und James Lee Burke. DEMUT ist sein Krimidebüt und Start einer Serie um den ehemaligen Journalisten Harry Svensson.Fazit:„Demut“ ist ein unterhaltsames Buch, welches ich aber nur eingeschränkt weiterempfehlen kann. Es wirkt ziemlich langatmig, enthält einige interessante Ansätze, deren Potenzial nicht komplett ausgeschöpft wurden. Dafür gibt es von mir drei solide Sterne.

    Mehr
  • Demut

    Demut
    linasue

    linasue

    12. April 2017 um 18:45

    ★★★☆☆   (3 von 5 Sterne))Inhalt: Der ehemalige Journalist, Harry Swenson hat eine geheime Leidenschaft, doch diese Leidenschaft wirft sein "normales" Leben völlig aus der Bahn.Eines Tages, als ein Date nicht so verlief wie erhofft, kehrte Harry in sein Hotel zurück und bemerkte, dass die Nachbartür ein Stück offen stand. Von der Neugier gepackt, betrat er das Zimmer und fand den Sänger Tommy Sandell betrunken und schlafend vor, neben ihm eine junge Frau -tot. Harry schnappte sich sein Telefon und rief seinen Bekannten, einen Journalisten an. Er witterte eine große Story, doch wie groß diese wirklich noch werden soll, ist ihm bis dahin nicht bewusst. Die Unbekannte neben Tommy Sandell wurde nicht nur ermordet, sondern bekam auch ihren Hintern versohlt. Mit der Zeit tauchen auch andere Frauen auf, die auch diese Bestrafung über sich ergehen lassen mussten.Wer ist derjenige, der die Frauen quält und ermordet ? Welche Rolle spielt Harry dabei ?Meinung:Mats Olsson verfasste die Geschichte auf mehr als 700 Seiten. Der Schreibstil ist recht flüssig und gut lesbar, jedoch war die Geschichte für mich einfach zu lang gezogen.Am Anfang wurden ständig Dinge aufgezählt, die meines Erachtens einfach zu lang waren. 2-3 hätten ausgereicht, um die Aussage zu verstehen, doch es wurden anfangs oft 6-7 Dinge aufgezählt und das leider mehrmals, so dass es etwas nervig wurde.Die Thematik war für mich etwas Neues was mir gefiel, jedoch habe ich sehr lange gebraucht, um in die Geschichte wirklich einzutauchen. Zwischenzeitlich waren ein paar Stellen spannend, zumal die Geschichte von 2 Seiten erzählt wurde. Einmal von Harry in der Ich-Form und einmal vom Täter in der Er-Form, doch auch bis ich das verstand, habe ich ein paar Kapitel gebraucht.Ich glaube, wäre es nur auf 300-400 Seiten geschrieben und viele uninteressante Dinge weggelassen worden, wäre ich sicherlich begeisterter gewesen. Die Protagonisten fand ich sympatisch, aber ich konnte sie nicht wie bei anderen Büchern ins Herz schließen. Mit der Zeit wurden es auch zu viele und ich verlor den Überblick.Von mir gibt es 3 Sterne, weil ich das Thema interessant fand und das Ende ganz in Ordnung war.Fazit:  Durchgehende Spannung war leider nicht vorhanden. Für mich einfach zu lang gezogen und ich habe mich mehr durchgekämpft, um es zu beenden. Wer einen richtig fesselnden Thriller sucht, wird vielleicht enttäuscht. Wer eine nette Geschichte mit etwas Spannung sucht, dem kann ich dieses Buch empfehlen.

    Mehr
  • Kein Pageturner in meinen Augen

    Demut
    goat

    goat

    10. April 2017 um 22:26

    Harry Svensson, ehemaliger Journalist, hat seinen Job bei der Zeitung eigentlich gekündigt. Als er jedoch nach einem geplatzten Date in sein Hotelzimmer zurückkehren will, findet er die Tür des Nachbarzimmers nur angelehnt vor. Von Berufs wegen treibt ihn die Neugier ins Zimmer und er findet dort den völlig betrunkenen Sänger Tommy Sandell schlafend vor – neben ihm die Leiche einer unbekannten Frau. Natürlich ist das für Harry ein gefundenes Fressen und er kann sich diese Story einfach nicht entgehen lassen. Noch während er als freier Journalist wieder tätig wird, taucht eine weitere Leiche auf und dabei handelt es sich ausgerechnet um Harry geplatztes Date. Der Mörder scheint Harry schon längst im Visier zu haben, denn eine private Email an ihn deutet auf eine gemeinsame Vorliebe der beiden hin …Als Protagonist hat mich Harry Svensson leider nicht überzeugen können. Der Funke wollte einfach nicht überspringen. Dabei kann ich nicht sagen, dass er mir zu unsympathisch war. Aber irgendwie kam da so gar nichts bei mir an. Für einen Thriller mit über 700 Seiten hätte ich auch einiges mehr an Spannung erwartet. Stattdessen zerredet der Autor die Geschichte und hält sich zu sehr an nebensächlichen Dingen auf, die für den Fall nicht maßgeblich sind. Solche Längen gehen bei einem Thriller natürlich überhaupt nicht. Die Spannung bleibt einfach auf der Strecke. Einzig die letzten Seiten nehmen etwas an Tempo auf.Mats Olsson lässt die Protagonisten aus der Ich-Perspektive erzählen, was zumindest die Erzählweise – auch durch die stetigen Perspektivwechsel – etwas interessanter gestaltet. Allerdings ist nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen, wer denn nun gerade erzählt, der Mörder oder der Journalist. Die Polizei kam mir im Großen und Ganzen etwas untätig vor – allem voran Eva Månsson, die als Ermittlerin auch recht unkonventionelle Wege beschreitet.„Demut“ ist der Start in eine neue Buchreihe, die ich jetzt aber nicht unbedingt weiter verfolgen muss. Sollte mir der zweite Band zufällig in die Hände fallen, werde ich ihn lesen, aber darauf warten werde ich nicht. Die Geschichte ist ok, aber definitiv kein Pageturner. Von mir gibt es drei solide Sterne.

    Mehr
  • Demut

    Demut
    thenight

    thenight

    08. April 2017 um 19:47

    Inhalt: Als der Ex Journalist Harry nach einer missglückten Verabredung im Nachbarzimmer seines Hotelzimmers die Leiche einer Frau neben dem völlig betrunken Musiker Tommy Sandall.Die Polizei kommt nicht so recht voran in dem Fall und Harry behält einige informationen für sich. Als es zu einem ähnlichen Mord kommt, ist sich Harry sicher das ein Serientäter sein Unwesen treibt.Meine Meinung:Mats Olssons Debütroman Demut, kann ich mit Fug und Recht als gelungen bezeichnen, zwar dauert es etwas bis die Handlung richtig Fahrt aufnahm, aber als es dann soweit war, bescherte mir das Buch Spannung pur.Harry, ist ziemlich sarkastisch und da der Autor es geschafft hat, dies sehr natürlich rüber zubringen, gefiel mir das sehr. Der Schreibstil des Autors ist sehr ausführlich, da er seine Worte aber sehr geschickt wählt, wird das nicht langweilig oder langatmig, ich konnte mich treiben lassen, solange ich mich gleichzeitig auf das was ich las konzentrierte. Vielleicht hätten es weniger Seiten auch getan, vielleicht wäre noch mehr Spannung aufgekommen, wenn Mats Ollson auf einige Bildreiche Beschreibungen verzichtet hätte, aber wahrscheinlich hätte ich dann etwas vermisst. Ich mag den Schreibstil.Das Thema ist vielleicht nicht für jeden etwas, lässt Ollsons uns doch teilhaben an den sexuellen Vorlieben Harrys, die ihn mit dem Mörder verbinden.Von mir bekommt das Buch eine Leseempfehlung. 

    Mehr
  • Gefährliche Vorlieben

    Demut
    yesterday

    yesterday

    01. April 2017 um 00:22

    Harry Svensson, ehemaliger und doch irgendwie ständiger Journalist und SM-Sympathisant, befindet sich in der grundsätzlich schmeichelhaften Lage, gerade nur arbeiten zu müssen, wenn er es will. Doch wie alles im Leben hat auch dies seine Schattenseiten, stolpert er doch mitten in einen Tatort, der ihn schließlich einem sehr speziellen Mörder auf die Spur bringt. Dieser Thriller ist zugleich ungewöhnlich und ganz normal. Normal und sehr sehr packend wie Romane und Thriller aus Skandinavien meistens sind, unterhaltsame und fesselnde Krimikunst aus dem Norden. Man weiß, was man bekommt. Nicht so hier. Von der klassischen Krimiseite schon: ein Journalist „ermittelt“ aus Neugier und behält zu viel für sich, wird in die Sache hineingezogen. Doch die sich entfaltende Geschichte selbst ist ungewöhnlich und daher sehr erfrischend. Der Autor schafft es, komplett ohne Blut, aber mit viel Humor und Leidenschaft aller Charaktere, eine sehr eigene Story zu spinnen. Auch der Täter kommt zu Wort und erlaubt so dem Leser, selbst mitzuraten und beide Sichtweisen kennenzulernen. Letztenendes wäre ich zwar mit einem anderen Ausgang der Geschichte wohl ebenso zufrieden oder noch glücklicher gewesen, aber vielleicht passt auch das tatsächliche Ende besser in die doch spezielle Handlung rund um zu beschäftigte Polizisten, ehemalige Journalisten, neue Freundschaften und viele Teppichklopfer.

    Mehr
  • Demut

    Demut
    Themistokeles

    Themistokeles

    30. March 2017 um 08:39

    Cover und Klappentext: Das Cover finde ich sehr gelungen, hat man doch bei diesem Muster etwas distinguiertere Sessel oder auch in diversen Etablissements aufgrund der Dekoration verwendeter Rückenlehnen von Bettgestellen im Kopf. Vor allem, wenn man dann den Klappentext mit dem Cover in Verbindung bringt, dann passt das in meinen Augen schon sehr gut zusammen. Der Klappentext selbst macht neugierig, verrät aber eindeutig auch sehr wenig. Vielleicht fast schon ein bisschen zu wenig. Trotzdem finde ich diese Kombination schon sehr stimmig.   Inhalt/Idee: Was an der Idee hinter diesem Thriller eigentlich wohl nur halbwegs neu ist, ist die Verkettung der Vorlieben des Protagonisten mit den Taten des Täters. Ein bisschen skurril ist es ja schon, dass Harry Svensson Vorlieben hat, die der Täter bei seinen Taten irgendwie auch auslebt. Ansonsten springt der Thriller vielleicht ein bisschen auf den durch »Fifty Shades of Grey« ausgelösten Hype rund um SM, verpackt das Ganze aber auf eine deutlich andere Art und Weise und vor allem wohl auch die Motive des Täters sind dabei sehr interessant, weil sie ein wenig von dem abweichen, was man so im ersten Moment wohl vermuten würde.   Aufbau und Schreibstil/Umsetzung: Ich musste mich erst einmal an Olssons Schreibstil gewöhnen. Vor allen Dingen, da es mir zu Beginn des Thrillers oftmals schwer fiel wirklich zu erkennen, wer eigentlich der Erzähler in einem der Abschnitte ist. Es hat bei mir oftmals sehr lange gedauert, bis mir wirklich klar war, dass der Erzähler Harry ist oder doch der Täter. Dadurch hatte ich ein wenig Einstiegsschwierigkeiten, da ein Durcheinanderkommen manches Mal nicht ganz vermeidbar war. Interessant ist, dass der Thriller über einen sehr langen Zeitraum verläuft und man auch einige räumliche Sprünge vornimmt, was aber durch kurze Kapitel und dazu noch Angaben bei jedem wo und wann es spielt sehr gut gelöst wurde. Allgemein ist es eigentlich ein verhältnismäßig ruhiger Thriller, was ich bei den Schweden auch eher erwartet hatte. Spannend, aber mit vielen weiteren Themen um den eigentlichen Fall herum, die teilweise damit zusammenhängen, aber in manchen Punkten auch nicht. Die Faszination für das sogenannte Spanking, was in diesem Thriller eine große Rolle spielt, kann ich zugegeben nicht verstehen und fand es oftmals auch eher einfach nur seltsam, was aber für die Atmosphäre sehr gut war.   Charaktere: Harry Svensson ist ein Protagonist, den ich irgendwie mag und doch wieder auch nicht. Seine Vorlieben sind mir ein bisschen suspekt, seine Art mit seinen Nachforschungen und teilweise anderen umzugehen auch und trotzdem wirkt er einfach sehr real, sehr menschlich. Harry hat so viele Ecken und Kanten und kommt doch in einigen Augenblicken wieder so sympathisch rüber, dass er einfach ein extrem stimmiger Charakter ist. Auch viele andere Nebencharaktere finde ich sehr gelungen, wie Arne Jönsson, einen Kollegen Harrys oder auch weitere seiner Bekannten, andere, die er während seiner Ermittlungen kennenlernt etc. Ein bisschen seltsam kommt mir die Ermittlerin Eva Månsson vor, die ab und an ein wenig aus der Rolle fällt. Den Täter finde ich sehr interessant charakterisiert, auch wenn er definitiv nichts spektakuläres Neues ist, aber er ist ziemlich gut geschnitten, so dass man seine Taten nachvollziehen kann.   Fazit: Ein durchaus mal anderer Thriller, da ich einfach den Protagonisten sehr speziell finde und auch seine Vorgehensweise. Zudem ist es ein für einen Thriller sehr ruhiges Buch, das sich auch einfach über einen sehr langen Zeitraum zieht, in meinen Augen sehr dem typischen skandinavischen Krimi gleicht, nur, dass der Täter vielleicht ein wenig härter vorgeht, als in diesen. Alles in allem aber ein durchaus lesenswertes Buch, bei dem man aber keinen Thriller im typisch amerikanischen Stil erwarten darf, da er doch schon sehr anders ist.

    Mehr
  • Mats Olssen – Demut

    Demut
    DianaE

    DianaE

    29. March 2017 um 13:05

    Mats Olssen – Demut Eigentlich wollte Harry Svenson „nur“ einen neuen Lebensabschnitt mit einer Kneipe beginnen, doch der Ex-Journalist kommt gar nicht richtig in seinem neuen Leben an, da er unvermittelt in einen Mordfall platzt. Sein Zimmernachbar, ein bekannter Musiker wird schlafend neben der Leiche eines toten Mädchens gefunden. Schnell wird Harry klar, da ist ne Story herauszuholen und er fängt auf eigene Faust an zu ermitteln. Um seine eigenen Interessen und auch seine Story zu schützen bleibt er nicht immer bei der Wahrheit und so gerät er selbst in den Fokus der Ermittlungen, aber auch des Täters, als weitere Leichen aufgefunden werden. Ich hatte die Leseprobe in einem bekannten Buchportal gelesen und war vom Anfang schnell gefesselt, obwohl ich eigentlich überhaupt nichts für Schweden-Krimis übrig habe. Was soll ich sagen, vielleicht hätte ich auf mein Bauchgefühl hören und die Finger davon lassen sollen, denn ich habe wieder einmal gemerkt, dass es einfach nicht meins ist. Obwohl Mats Olssen einen durchaus leicht lesbaren, flüssigen, lockeren und umgangssprachlichen Schreibstil pflegt und die Grundidee mich durchaus angesprochen hat, hat dieses Buch „Thriller“ nicht verdient. Schnell ebbt die Spannung ab, die durch langatmige, sehr detailreiche Ausschweifungen der Landschaft, von Harry Selbst und der vielen Fahrten und noch langweiligeren Gesprächen abgelöst wird. Natürlich müssen über 700 Seiten gefüllt werden, doch für mich hätte es auch eine deutlich kürzere Version getan, die mir bestimmt um einiges besser gefallen hätte. Die Charaktere sind detailliert, facettenreich und auch lebendig dargestellt, auch wenn ich nicht wirklich eine Figur davon tatsächlich sympathisch fand oder nahe genug an mich rangekommen ist. Die Hauptfigur Harry Svenson, aus dessen Sicht die Story geschrieben ist, war zwar interessant, aber auch distanziert, „einfach“ und für mich nicht sympathisch, durch die ständigen Verdrehungen der Wahrheit oder seinen schwer zu folgenden Gedankengängen, die im Grunde selten nur was mit der tatsächlichen Handlung zu tun haben. Der Täter, dessen Sicht ebenfalls vertreten ist, war mir bis zum Ende suspekt. Einerseits kann man einige Dinge nachvollziehen, andererseits verwirrt auch hier seine Sicht durch die Seitenlangen, blumigen Gedankenschwünge. Von den vielen anderen Figuren möchte ich jetzt gar nicht erst anfangen, denn obwohl auch sie gut dargestellt wurden, hab ich die meisten Namen recht schnell wieder vergessen, weil mich die Ausschweifungen immer wieder abgelenkt haben. Es tut mir leid zu sagen, aber diesmal hat die Chemie zwischen mir und dem Buch überhaupt nicht gestimmt. Das kommt manchmal vor, aber man kann es einfach nicht erzwingen. Das Cover hat mich angesprochen, obwohl dezent ist es ein Blickfang und hat mich neugierig gemacht. Fazit: Für mich kein „Thriller“, nicht mal ein „Krimi“. Über 700 Seiten verschenkte Zeit, so leid mir das auch tut. Wohlmeinende 2 Sterne.

    Mehr
  • [Rezension] Demut von Mats Olsson

    Demut
    HappySteffi

    HappySteffi

    28. March 2017 um 18:41

    Broschiert: 736 SeitenVerlag: btb Verlag Erscheinungstermin: 27. Februar 2017ISBN-10: 3442714648https://www.randomhouse.de/Paperback/DEMUT/Mats-Olsson/btb-Taschenbuch/e505470.rhdKlappentextDas hatte er sich anders vorgestellt: Harry Svensson, Exreporter einer Stockholmer Zeitung und angehender Kneipenwirt, hat sich in Malmö mit einer Weinhändlerin verabredet – doch aus der gemeinsamen Nacht wird nichts. Ulrika Palmgren überlegt es sich im letzten Moment anders und setzt ihn vor die Tür. Statt speziellen Sex gibt‘s ein lädiertes Ego und eine gebrochene Nase. Als er notdürftig verarztet in sein Hotel zurückkehrt, entdeckt er im Nachbarzimmer, dessen Tür lediglich angelehnt ist, den bekannten Blues-Sänger Tommy Sandell, der seinen Rausch ausschläft – neben ihm die Leiche einer Frau. Die Ermittlungen der Polizei in dem Mordfall wollen nicht so recht vorankommen. Nur eins ist sicher: der Musiker war es nicht. Svensson betreibt derweil seine eigenen Recherchen. Als es wenig später in Göteborg zu einem ähnlichen Fall kommt, ist Harry Svensson sich sicher, dass man es mit einem Serienmörder zu tun hat … AutorMats Olsson (geboren 1949) ist einer der bekanntesten Journalisten Schwedens. Er arbeitet als Sportreporter, Musikkritiker und Auslandskorrespondent. Momentan lebt er in New York. Olsson ist vielfach preisgekrönt für seine journalistischen Texte, er ist darüber hinaus der schwedische Übersetzer von Joseph Wambaugh, Robert Caris und James Lee Burke. DEMUT ist sein Krimidebüt und Start einer Serie um den ehemaligen Journalisten Harry Svensson. CoverIch finde das Cover für einen Thriller äußerst ansprechend. Der Hintergrund sieht wie der Kopfteil eines Bettes oder die Rückenlehne eines Sofas und hat eine tolle Schattierung. Darauf ist in großen, schlichten Buchstaben der Buchtitel gedruckt. Titel sowie einige andere Elemente sind leicht erhaben und glänzen, was einen schönen Kontrast zu dem sonst matten Bucheinschlag gibt. Ein Cover das mich in seiner Schlichtheit absolut anspricht. MeinungNach dem schicken Cover hab ich sofort den Klappetext gelesen und war Feuer und Flamme für dieses Buch. Grade da ich in letzter Zeit absolut in Laune für Thriller war, hab ich mich auf einen über 700-Seiten-Klopper gefreut, der mich absolut fesselt und wo sich eine Spannungsspitze mit der nächsten abwechselt. Leider habe ich das so nicht in Demut gefunden. Aber fangen wir vorne an: Der Einstieg in die Story gelingt sehr gut, da die Schreibart, die Mats Olsson an den Tag legt einfach und gut bekömmlich ist. Er schreibt, wie man auch sprechen würde, was mir persönlich an so einem Wälzer recht gut gefällt, da man so an sich nicht das Gefühl hat, man müsse sich den Text erarbeiten. Doch ist man erst einmal angekommen, bemerkt man schnell die Längen, die sich eingeschlichen haben und das Buch fängt trotz der entgegenkommenden Wortwahl an zäh zu werden. So fährt Protagonist Harry zum Beispiel enorm viel umher, was bei mir an manchen Stellen dafür gesorgt hat, das ich nicht mehr wusste, wo er jetzt überhaupt ist. Das ich da nicht ganz bei der Sache war, war leider die Folge der Längen und fehlenden Spannung. Harry hat mir als Protagonist auch nur bedingt gefallen. Zwar hat man durch die Perspektive, in der die Geschichte spielt einen guten Einblick in seine Person, aber richtig warm bin ich mit ihm nicht geworden. Dennoch wirkt er recht realistisch, hat Ecken und Kanten, die ihn menschlich machen, was ich im großen und ganzen gut gelungen finde. Jedoch scheint es zwischendurch, das es dem Autor mehr darum ging seinen Protagonisten darzustellen statt ihn in der Handlung vorankommen zu lassen, was auch wieder sehr für Längen gesorgt hat statt Spannung aufzubauen. FazitAuch wenn Demut mir nicht so sehr gefallen hat glaube ich das Mats Olsson noch gute Bücher schreiben wird und mir vielleicht sogar die weiteren Teile dieser Krimi-Reihe gefallen könnten, wenn der Protagonist erst einmal beleuchtet wurde und sich der Fokus des Autoren mehr auf die Handlung beschränkt. 

    Mehr
  • Im besten sprachlichen Schwung

    Demut
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    28. March 2017 um 13:44

    Im besten sprachlichen SchwungVon der ersten Seite an ist zumindest klar, dass Mats Olsson gut daran getan hat, von den einzelnen Reportagen als Journalist auf das Format eines Romans “umzusteigen“. Locker, leger im Ton, mit trockenem Humor bis hin zum leichten Zynismus, mit einem lebendigen, intensiven Gespür für die Figuren, gleichermaßen Männer wie Frauen (eine „Augenweide“, dieser abgehalfterte Musiker, der glaubt, den „Blues zu haben“, wie auch die Kommissarin, die flüchtige und doch stringente, vor allem gern „unartige“ Eva, eine zufällige Bekanntschaft des Journalisten a.D. Harry Svensson, wegen der er überhaupt nur in Malmö ist.Alle Figuren trifft Olsson traumwandlerisch sicher in ihrer Atmosphäre, ohne zu sehr ins Stereotype abzugleiten.Dafür sorgt schon das „prickelnde“ Element der Vorlieben der Hauptfigur, mit der er bei weitem nicht alleine steht („Fifty Shades“ lässt am Rande grüßen).Dass dann im gleichen Hotel nach einem sehr missglückten Versuch mit einem Feuerwehrhelm Svensson den (wie immer) betrunkenen Musiker Tommy Sandell in dessen Hotelzimmer findet (die Tür steht zufällig (?) offen) und neben diesem eine unbekannte, vollständig bekleidete Tote, das bringt dann aber eine ganz andere Reihe von Geschehnissen in Schwung, als die, die Svensson im Sinn hatte, als er jene Eva in Malmö besuchte.Wobei sowohl ihm wie, vor allem, dem Leser lange Zeit unklar ist, was da überhaupt abgeht. Wer genau den komatösen Sandell im Bett noch zugedeckt hat, wer die Tote ist und warum diese in jenem Zimmer mit Sandell landete.Fragen, bei denen sich Svensson auf eine interessant sich entwickelnde Bekanntschaft mit der ermittelnden Kommissarin stützten kann. Wobei das Interessante daran nicht nur die mageren Erkenntnisse zum Fall sind, sondern von Beginn an (du auch das bestens hintergründig geschrieben) noch ein Funke zu erkennen ist, der vielleicht dazu führen könnte, dass Svensson das Gerät in seinem Gitarrenkoffer doch noch (mit Schwung) zum Einsatz bringen könnte.Olsson liefert dabei einen Kriminalroman ab, bei dem es (selten) tatsächlich nicht wichtig ist, dass die eigentlichen Spannungs- und Ermittlungsmomente erst sehr viel später wirklich Raum einnehmen.So anregend und flüssig schreibt er, dass es eine wahre Freude ist, Harry Svensson zunächst „im ganz normalen Leben“ (was so „normal) nicht unbedingt nun ist) zu begleiten und dabei langsam das Terrain zu erkunden, die vielfachen Charaktere auf sich wirken zu lassen, um dann, bestens gerüstet, sich dem Geheimnis des Mörders und jene ominösen Emails zu nähern, mit denen Harry immer wieder auf Spur gehalten und auf Spuren gebracht wird.Rundweg eine Empfehlung.

    Mehr
  • Leider zu langatmig und zu wenig Spannung

    Demut
    Adlerauge

    Adlerauge

    27. March 2017 um 16:23

    Inhalt: Ein überraschend unterhaltsames Krimidebüt mit einem freien Journalisten als Helden, der zufällig über einen berühmten Musiker stolpert, der bewusstlos in seinem Bett liegt, eine tote Frau an seiner Seite.Der Mord scheint etwas mit einem speziellen Milieu zu tun haben, in dem sich der Journalist selbst gerne herumtreibt ....Meine Meinung :Es handelt sich hier um einen " Schwedenkrimi" mit einer Seitenanzahl von 720 Seiten (ausgereicht hätten auch knapp 500 Seiten )Den Klappentext fand ich recht ansprechend und auch das Buchcover wirkt recht interessant !Die Geschichte wird aus der Sicht des Journalisten erzählt, der selber auf speziellen sexuellen Aktivitäten steht.Der Schreibstil ist zwar angenehm und es lässt sich recht flüssig lesen - nur leider fehlt es bei diesen "Thriller " an Spannung und Tempo (erst ab den Seiten 500 kommt die Geschichte in " Fahrt " )Fazit : Zwar ein recht passabler und unterhaltsamer " Krimi " , aber den man nicht als einen " Thriller " verkaufen kann .

    Mehr
  • Interessant anders, aber auch recht langatmig

    Demut
    tootsy3000

    tootsy3000

    27. March 2017 um 15:12

    Man rechnet ja bei Thrillern mit viel, aber mit dem was ich hier erwartet hat, hab ich tatsächlich so nicht daran gedacht. Der Klappentext lässt dies nicht erahnen, nach dem ersten Kapitel stellte sich da bei mir dann die Frage ein “Was geht denn hier ab?”. Harry Svennson mag es gerne dominant zu sein und verabredet sich gerne mit Frauen, die sich gerne bestrafen lassen. Auch die Mordopfer wurden auf eine ganz bestimmt Art und Weise bestraft, die Harry nur allzu vertraut ist. Die Polizei tappt im Dunkeln. Ein weiterer Mord passiert, Harry kennt das Opfer. Und nun meldet sich auch noch der Mörder bei ihm und droht ihm sein Wissen der Polizei weiterzugeben. Das darf nicht passieren, denn niemand darf von Harrys speziellen sexuellen Praktiken erfahren. Dann meldet sich auch noch ein pensionierter Journalist bei Harry und erzählt ihm von lange zurückliegenden ähnlichen Fällen. Zusammen machen sie sich auf die Jagd nach dem Mörder, denn eines ist klar: er wird nicht aufhören Frauen zu bestrafen ….. Normalerweise habe ich mit dicken Büchern kein Problem, doch die 700 Seiten dieses Schmökers warn manchmal recht mühsam zu bewältigen. Zu ausschweifend und dominierend waren mir diese Sado/Maso Vorlieben. Zu viele Wiederholungen zogen die Geschichte unnötig in die Länge bevor wieder mal etwas spannendes passierte. Es zieht sich über Monate dahin, ohne dass wirklich was passiert. Auch Harry lebt erst mal wieder nur sein Leben, bis er wirklich mit Nachforschungen anfängt ist ein halbes Jahr vorüber. Spannend wurde es immer wenn der Mörder zu Wort kam. Richtig Tempo bekam die Geschichte aber erst ab der Hälfte der Seitenanzahl. Mein Fazit: Ein recht langgezogener Thriller mit einer Thematik die mal etwas Anderes ist. Ein Ermittler der nicht den üblichen Konventionen entspricht, der alles tut um seine Geheimnisse zu wahren und trotzdem einen recht netten Eindruck auf mich hinterlassen hat. Auch die anderen Charaktere sind gut durchdacht und man kann sich gut in sie hineinversetzten. Die ausschweifende Länge, nahmen mir allerdings doch etwas von meinen üblichen Thrillerfeelings. 500 Seiten hätten es auch getan, früher loslegen mit den Recherchen nach dem Mörder hätten nicht geschadet.

    Mehr
  • weitere