Mats Strandberg Halbes Leben

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Inhaltsangabe zu „Halbes Leben“ von Mats Strandberg

Liebesgeschichte und Hochspannung - mit einem dramatischen Showdown »Halbes Leben« ist ein spannungsreicher Roman über Geheimnisse, Lügen und zwei Menschen, die trotz aller Gefährdungen an ihre Liebe glauben.

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  • Rezension zu "Halbes Leben" von Mats Strandberg

    Halbes Leben
    Solifera

    Solifera

    30. October 2011 um 18:02

    „Verzeih mir. Ich kann nicht sagen, warum. Such mich nicht. Hass mich nicht.“ Mit diesen wenigen Worten lässt Jakob Jessica zurück. Sie ist verwirrt und todtraurig zugleich. Zwar war ihre Beziehung nicht lange, dafür aber umso intensiver. Sie haben sich wirklich sehr geliebt. Umso weniger Verständnis hat Jessica für sein Verschwinden. Es ist klar, dass sie trotz seiner Bitte trotzdem versucht ihn zu finden, eine Antwort zu erhalten. Es zerrt so sehr an ihr, dass sie in ärztlicher Behandlung ist, schließlich hat sie auch noch ein Kind verloren. Als dann ihre geliebte Großmutter plötzlich stirbt ist sie immer mehr ein Wrack. Doch ihre Großmutter hat ihr eine Art Tagebuch hinterlassen und so begibt sich Jessica auf Spurensuche in ihre Vergangenheit. Dabei treten düstere Familiengeheimnisse zu Tage. Mehr möchte ich dazu nicht verraten, sonst würde es die Spannung und den Anreiz das Buch zu lesen, vorweg nehmen. Was aber ist mit Jakob? Ist der wirklich verschwunden oder hat sie ihn eventuell doch gesehen oder spielen ihr ihre Augen einen Streich? Wird Jessicas „Halbes Leben“ wieder komplett werden? Mein Fazit: Ein romantisches Buch, das zum Träumen anregt und mit dunklen Geheimnissen, kriminalistischen Elementen und der grundlegenden Frage nach dem „Warum“ vielversprechende Unterhaltung bietet.

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  • Rezension zu "Halbes Leben" von Mats Strandberg

    Halbes Leben
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    24. September 2011 um 14:03

    Liebende in Gefahr „Such mich nicht!“. Mit diesem eher lapidaren Satz ist Jakob aus Jessicas Leben vor Jahren bereits verschwunden. Jener Jakob, mit dem sie eine Liebe in solch Intensität verband, dass sie, trotz des bereits vergangenen, langen Zeitraumes, Jakob nicht vergessen kann. Ihre andere „Hälfte“. Aus dieser Grundkonstellation heraus ergibt sich der Titel des Buches. Eben nur ein „halbes Leben“ ist es, dass Jessica trotz aller äußeren Erfolge in ihrem Leben und trotz des Eingehens einer Art neuer Partnerschaft seit Jakobs Verschwinden führt. Ein Leben, in das die Vergangenheit mit Macht einbrechen wird. Als Jessicas Großmutter stirbt, fährt sie zur Ordnung der Hinterlassenschaft in das Heimatdorf der Großmutter und vermeint dort, auf der Straße, Jakob zu sehen. Nie hat sie aufgehört, ihn innerlich zu suchen, auch wenn ihre äußere Suche irgendwann ein Ende ob der Nutzlosigkeit des Unterfangens fand und nun wird sie keine Ruhe mehr geben, der vermeintlichen Sichtung Jakobs nachzugehen. Aus ihrem „halben Leben“ heraus, bei dem seit Längerem ihrerseits nur noch mühsam die Fassade aufrecht erhalten wird. Doch diese Suche wird gefährlich werden und schmerzhaft zugleich. Bisher gehütete Familiengeheimnisse kommen ans Licht. Erst ungläubig, dann mehr und mehr sicher in ihrer Spurensuche wird Jessica gegen Ende des Buches hin (hervorragend und dich von Strandberg geschildert) sich selbst auf der Flucht wiederfinden. Auf der Flucht, da sich „ihre Alpträume doch bewahrheiteten“. Denn Jakob damals ist mit gutem Grund wie vom Erdboden verschwunden und hat dies nicht nur aus eigener Kraft bewerkstelligt (die Hintergründe wirken jedoch dann im Buch ein wenig konstruiert). Ebenso liegt hinter dem vermeintlich stetigen Leben der Großmutter noch ein ganz anderes Erleben, andere Leidenschaften verborgen. Je mehr Jessica in all dieses eintaucht, desto mehr wird sie einerseits selber zur Zielscheibe krimineller Kräfte und muss all ihre Kraft aufbieten, zu entkommen, während sie andererseits das Leben von einer ganz anderen Seite und mit ganz anderer Kraft durch das Tagebuch der Großmutter kennenlernt und damit in eine eigene Entwicklung eintaucht. Liebesroman, Lebenssuche, Identitätsfindung, Familiendrama und Kriminalroman in einem, das ist es, was dieses Buch von Mats Strandberg hervorhebt aus der großem menge an Liebesromanen. Natürlich legt er im Kern eine Liebesgeschichte vor, aber auch eine übergreifende Geschichte vom Suchen und Finden, von Gefahr und Kampf, vom Leben, das nicht den gängigen Normen entspricht. Sprachlich differenziert geschrieben, durchaus mit Spannungsmomenten versehen und, vor allem, mit der Fähigkeit, seine Figuren lebensecht und mit Tiefen und überraschenden Lebenswendungen zu versehen. Das Buch liest sich flüssig, ist weder mit Klischees noch mit allzu unrealistischen Wendungen versehen und unterteilt sich in die Geschichte der Gegenwart und einen Erzählstrang des Rückblicks in die Familiengeschichte, die miteinander durchaus verwoben sind. Diese Rückblicke in die Erinnerungen der Großmutter sind letztlich fast noch spannender als zeitgeschichtliches Erleben als der eigentliche „Kriminalfall“ um Jakob herum, hier ist doch das ein oder andere der Hintergründe ein wenig an den Haaren herbeigezogen und würde besser in einen amerikanischen Großstadtthriller als aufs schwedische Land passen. Dennoch im Gesamten eine anregende und durchaus spannende Lektüre mit realistischen Einblicken in dunkle Ecken eines Familienlebens.

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