Matt Beynon Rees Der Tote von Nablus

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Inhaltsangabe zu „Der Tote von Nablus“ von Matt Beynon Rees

Kaltblütige Verbrechen aus 1001 Nacht Ein junger Mann, Mitglied der kleinen, aber sehr alten Gemeinde der Samaritaner in Nablus, ist grausam ermordet worden. Er hatte für Jassir Arafat gearbeitet und die Gelder für die palästinensische Autonomiebehörde verwaltet, von denen jetzt 300 Millionen fehlen. Omar Jussuf ist wegen einer Hochzeit in Nablus, doch die ist plötzlich nicht mehr wichtig: Erst muss er den Mord aufklären und das Geld finden, bevor alle Hilfsgelder an Palästina eingestellt werden. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.

Omar Youssef ist einfach toll

— Hamburgerin
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  • Palästina handlich verpackt

    Der Tote von Nablus
    Hamburgerin

    Hamburgerin

    20. December 2016 um 18:00

    Matt Beynon Rees bringt uns den Nah-Ost-Konflikt auf's Sofa. Sicher kein gewöhnlicher Schauplatz, aber der Mann kennt sich da aus und das merkt man auch. Historische und aktuelle Zustände nehmen in dem geschickt arrangierten Setting zwar eine Nebenrolle ein, basteln aber während des Lesens ein gutes Gesamtbild des Alltags in Westbank. Für so manchen Leser vielleicht zu nah an der Realität, aber ich mag das. Der Kriminalfall um die Gemeinde der Samaritaner in Nablus im Konflikt mit Fatah und Hamas war durchaus spannend, aber hier und da doch eilig konstruiert. Verdächtige, die bereitwillig die passenden Informationen ausplaudern, Hauswände, die Geheimnisse genau dann verraten, wenn der Ermittler sich dort versteckt, usw. Mit Omar Youssef, dem alternden, aufrechten Ermittler (der eigentlich Lehrer ist) im großen palästinensischen Sumpf, ist Rees jedoch ein großer Wurf gelungen. Eine sympathische, zutiefst menschliche Figur, einfach liebens- und auch bewundernswert. Matt Rees scheint es nicht darauf anzulegen, einen Krimi-Preis zu gewinnen, sondern den Nah-Ost-Konflikt einmal anders zu beleuchten, dem Rest der Welt durch seinen Omar eine menschliche Seite zu zeigen, die in den Schlagzeilen einfach nicht zum Tragen kommen kann. Das ist sehr schwierig, aber bis auf kleine Schwächen gut gelungen.    

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  • Omar Jussuf ermittelt zum dritten Mal

    Der Tote von Nablus
    odenwaldcollies

    odenwaldcollies

    21. August 2013 um 12:49

    Der Geschichtslehrer Omar Jussuf befindet sich mit seiner Familie wegen der Hochzeit seines Freundes und Polizisten Sami in Nablus, als Sami in das samaritanische Dorf gerufen wird, da dort eine wertvolle Schriftrolle gestohlen wurde. Als Historiker begleitet Jussuf seinen Freund in das Dorf. Dort angekommen, erfahren sie, daß die Schriftrolle wieder aufgetaucht ist - und werden Zeuge, als die Leiche eines jungen Mannes im Dorf gefunden wird. Es stellt sich heraus, daß der Tote der frühere Finanzberater des verstorbenen Jassir Arafat war. Hinzukommt, daß von dessen Geldern der palästinensischen Autonomiebehörde 300 Millionen fehlen. Die Weltbank will die Hilfsgelder an Palästina einstellen, wenn der Verbleib dieser 300 Millionen nicht aufgeklärt werden kann. So wie es scheint, hat der Tote dieses Geheimnis mit in sein Grab genommen. Mithilfe seines langjährigen Freundes Chamis Sejdan, den Polizeichef von Bethlehem und einer der Gäste von Samis Hochzeit, macht sich Omar Jussuf auf die Suche nach dem Mörder und dem Geld. Ich habe die beiden vorigen Fälle des Omar Jussufs bereits gelesen und muß sagen, die Bücher werden von mal zu mal besser. Während das erste Buch mir in weiten Teilen noch ziemlich platt und farblos erschien, hat mir dieser dritte Teil recht gut gefallen. Die Handlung ist interessant und flüssig - allerdings handelt es sich nicht um einen Action-Reisser. Das liegt sicherlich auch an der Hauptperson Omar Jussuf, der Geschichtslehrer und Rektor einer Schule in einem Flüchtlingslager ist. Er ist nicht mehr der Jüngste, außerdem ehemaliger Alkoholiker, was nicht spurlos an ihm vorübergegangen ist - sowie Vater und Großvater. Außerdem weist er sich durch eine große Toleranz aus. Allerdings kann er ziemlich streitsüchtig werden, wenn er auf religiöse Verbohrtheit oder Fanatismus stößt, was ihn immer wieder in Schwierigkeiten bringt. Sein Gerechtigkeitssinn veranlasst ihn immer wieder dazu, sich um die Aufklärung von Verbrechen zu kümmern, die die eigentlich zuständigen Stellen gerne mal "unter den Teppich kehren würden", um eigene Interessen zu schützen. Das alles macht ihn jetzt nicht zu dem Super-Helden - aber äußerst sympathisch als Hobbydetektiv. In den beiden vorigen Bänden hatte ich teilweise Mühe, die verschiedenen palästinensischen Kämpferbrigaden auseinanderzuhalten, das war in diesem Band deutlich übersichtlicher, da hier ausschließlich die Rede von der Fatah und Hamas ist.

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  • Rezension zu "Der Tote von Nablus" von Matt Beynon Rees

    Der Tote von Nablus
    walli007

    walli007

    19. May 2012 um 08:35

    Omar Jussuf und die Samariter Der ehemalige Geschichtslehrer Omar Jussuf ist zu einer Hochzeit nach Nablus eingeladen. Mit allen Genehmigungen versehen reist mit seiner Frau und seiner Lieblingsenkelin nach Nablus, um dort über nichts anderes als einen Kriminalfall zu stolpern. Sein Freund Sami, der Polizist wird zu der Gemeinde der Samariter gerufen, weil dort eine heilige Schriftrolle gestohlen wurde. Fast wäre die Fahrt umsonst gewesen, denn als die beiden auf dem Berg ankommen, wird ihnen nicht viel mehr gesagt, als dass die Schriftrolle wieder da sei. Doch bevor in den Wagen steigen, teilt ein entsetztes Gemeindemitglied mit, es sein ein Toter gefunden worden. Gut also, dass die Polizei gleich vor Ort ist und auch Omar Jussufs Spürnase nimmt die Witterung auf. So wie Dr. Siri ein Botschafter des unbekannten fernen Osten sein kann, kann Omar Jussuf uns den nahen Osten noch etwas näher bringen. Der Konflikt zwischen Israel und Palästina, aber auch zwischen Hamas und Fatah, dies ist der politische Hintergrund, vor dem Omar Jussuf in seine Fälle verwickelt wird. Mit großer Neugier steckt er seine Nase in Dinge, die ihn eigentlich nichts angehen und bringt sich und auch andere mitunter in Gefahr. Doch gerade seine etwas distanzierte und durch seinen langjährigen Umgang mit den abendländischen Vorgesetzten in der Schule, in der er früher unterrichtete, geprägte Sichtweise, verhilft ihm zu mancher Erkenntnis, die seinen Weggefährten mitunter versagt bleibt. So wird Omar Jussuf zum unentbehrlichen Helfer bei der Aufklärung seiner Fälle und gleichzeitig zum Botschafter der Kultur des Landstrichs, in dem seine Geschichten angesiedelt sind. Dabei sind die Bücher des Autors flüssig zu lesen und nicht mit Fakten überladen. Nahezu nebenbei erfährt der Leser eine Art Geschichtsunterricht, ohne das die Anspannung ob der Lösung des Kriminalrätsels auch nur im Geringsten abfällt. Sehr empfehlenswert!

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  • Rezension zu "Der Tote von Nablus" von Matt Beynon Rees

    Der Tote von Nablus
    Schiller-Buchhandlung

    Schiller-Buchhandlung

    23. June 2010 um 16:05

    Im aktuellen 3. Fall fährt Omar Jussuf mit seiner Frau, seinen beiden Söhnen und seiner Enkeltochter nach Nablus, um dort die Hochzeit eines Freundes zu feiern. Sami Dschaffari ist Polizist in Nablus und nimmt Omar mit, als er zu einem Fall gerufen wird: Der Gemeinde der Samaritaner wurde eine wertvolle alte Schriftrolle gestohlen und er denkt, dass Omar als Geschichtslehrer Interesse an seinen Nachforschungen haben könnte. Zwar taucht die Schriftrolle kurze Zeit später wieder auf, dafür findet man jedoch die Leiche von Ishak, dem Adoptivsohn des obersten Priesters der samaritanischen Gemeinde und enger Vertrauter von Jassir Arafat, für den er die Finanzen verwaltet hat. 300 Millionen Dollar hat der Expräsident auf Konten überall in der Welt versteckt, Geld, das von internationalen Geberländern eigentlich für den Aufbau einer sozialen Infrastruktur zur Verfügung gestellt worden war. Ishak wusste, wo diese Konten waren. Vor seinem Tod hatte er einer Mitarbeiterin der UN angeboten, die Unterlagen zur Verfügung zu stellen, damit diese Gelder in den offiziellen Haushalt der palästinensischen Behörden eingegliedert werden können. Sollten die Gelder nicht bald auftauchen, werden die internationalen Hilfsgelder erst einmal eingefroren. Aber nicht nur die Vereinten Nationen sind an der Auffindung des Geldes interessiert, sondern auch die Fatah und die Hamas. Als Sani Daschaffari zu ermitteln beginnt, erhält er unmissverständliche Drohungen und möchte die Ermittlungen einstelle. Omar jedoch weiß, was für eine Katastrophe die Einstellung der internationalen Zahlungen für die Menschen bedeuten würde und versucht, auf eigene Faust weiter zu ermitteln. Unterstützung erhält er dabei von Chamis Sjdan, dem Polizeichef Betlehems, der nach Nablus gekommen ist, um ebenfalls an der Hochzeit seines Kollegen Sni teilzunehmen. Die Suche nach dem Mörder führt zu dem reichen arabischen Geschäftsmann Kanaan und plötzlich wird Chamis’ Vergangenheit wieder lebendig, denn dieser Geschäftsmann ist verheiratet mit der Frau, mit der er einst liiert war und die er noch immer liebt. Irgendeine Verbindung scheint es zu geben zwischen Ishak und Kanaan, aber ist er wirklich der Mörder? Auch in diesem Fall ist Omar Jussuf wieder unser Führer und Übersetzer, der uns das Leben in den palästinensischen Gebieten nahebringt. Er weiß, daß er dem Sumpf der Korruption wenig entgegensetzen kann, aber dennoch versucht er zu tun, was er kann und so lernen auch wir, wie schwierig es ist, frieden zu finden im Nahen Osten.

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